Vollständige Version anzeigen : Stopp Loss ausgelöst - was nun?
Hallo,
ich will mal ein Thema anschneiden, das wahrscheinlich fast alle von euch schon einmal betroffen hat.
In weiser Voraussicht habt ihr in eurem Depot Stoppkurse gesetzt. Vieleicht wie ich etwas spät, nachdem ich gemerkt habe das es mit Verlusten schneller kommen kann als man so glaubt.
:(
Wie dem auch sei, gerade jetzt, wo erste Zeichen auf einen vorsichtigen Aufschwung deuten, hat es mich erwischt.
Zweimal hat der Stopp zugeschlagen und Cisco Systems und General Electrics waren plötzlich aus meinem Depot verschwunden. :angry:
...und sind anschließend gleich wieder über den Stopp gestiegen.
Wie geht ihr denn so weiter vor, wenn der Stopp zugeschlagen hat? :confused:
Langsam sollte ich mir eine sinnvolle Strategie ausdenken, schließlich stehen auch noch EMC, Medimmune, Telefonica und Nokia ziemlich dicht vor dem von mir gesetzten STopp Loss (Philips hatrs wohl geschafft).
Geht ihr gleich wieder zu billigeren Kursen rein in die Aktie, weil ihr von ihr überzeugt seit?
Investiert ihr das Geld grundsätzlich in einen anderen Wert? So nach dem Motto bloß nicht auf die Loser setzen?
Oder heißt es einfach abwarten was so kommt.
Ich denke mal es gibt wohl keinen Königsweg, aber es interssiert mich schon, wie die ausgebufften Trader hier vorgehen. Vielleicht kann ich ja noch was lernen ;)
Eines will ich noch wissen, wo setzt man den Stopp Loss idealer Weise. Bisher habe ich das immer mehr nach Gefühl bei Kursen von 15%-20% unterhalb des aktuellen Kursees gemacht, je nachdem wie volatil der Chart aussah. Aber ob der STopp da immer so richtig sitzt? :confused:
Sagt doch einfach mal eure Meinung zu dem Thema. In einer Börsenphase ohne klare Richtung wie im Moment ist es glaube ich besonders interessant.
Gruß
Murmel
TraderOne
18.04.2002, 09:03
hi murmel,
interessanter punkt dern du da ansprichst. ein rezept für stopps gibt es wohl nicht, manche kommen auch mit mentalen stopps besser zurecht.
gerade in einer seitwärtsbewegung kann es die hölle sein und teile deines kapitals aufzehren. dagegen ist niemand gefeit, einzige lösung wäre sich dem markt fernzuhalten bis eine stärkere tendenz gefunden ist.
ich mache es so:
1) ich setze mir einen maximalen verlust den ich zu ertragen bereit bin. der liegt je nach investment in der regel zwischen -3 und -10% max
2) bevor ich den stopp ausübe versuche ich die aktie charttechnisch zu beurteilen. bestätigt der chart die für mich negative tendenz verkaufe ich
3) auf ein drehen der position verzichte ich zur zeit, da die enge handelsspanne der grossen indizies nicht gerade dazu einlädt
bye,
TOne
:scool:
@Traderone,
einfach dem Markt fernhalten und abwarten? Bring ich nicht fertig, dann fehlt mir der Kitzel.
:meyes:
Man will doch besser sein als der Markt :D
Sind -3% nicht bischen eng. Da wär ich manche Aktie am nächsten Tag schon wieder losgeworden.
Gruß
Murmel
TraderOne
18.04.2002, 09:49
kommt darauf an, wenn ich einen titel an einer wichtigen umkehrformation im chart trade und ihn in eine bestimmte richtung gehen sehen will, kann es sein das ich bei -3% wieder rausgehe. bisweilen bewahrt er mich dann vor weiteren 7% verlust.
so ist das eben mit den stopps, ein früher stopp kann klug sein aber genausogut auch in die hose gehen.
letztendlich muss jeder selbst entscheiden.
TOne
:scool:
Die Volatilität der Aktie ist dabei sehr wichtig, wie Du selbst bereits weißt.
Wenn es sich um einen Marktengen Titel handelt würde ich keinen Stoploss setzen. Denn dann kann der erste Kurs unterm Stopploss deutlich darunter liegen.
Ich setze meine Stopploss nicht auf runde Summen, weil ich der Meinung bin dass das viele andere machen. Dadurch erhöht sich der Sprung nach unten wenn die Verkäufe einsetzen...
Andererseits neigt man dazu Verluste auszusitzen, weil man ja der Meinung war, dass die Aktie steigen "muß".
Das verführt dazu sich selbst zu bescheißen.
Wenn der Markt schwankungsstark ist muß man vorübergehende Verluste hinnehmen.
Wichtig ist, dass Du Dir selbst eingestehen kannst, auf das falsche Pferd gesetzt zu haben.
Psychologische Stärke ist das "A" und "O" in diesem Geschäft.
Das bedeutet auch zu erkennen wie risikofreudig man ist.
Den goldenen Weg gibt es nicht.
Das muß jeder für sich individuell entscheiden...
***Starwood***
18.04.2002, 12:47
@ TraderOne
Deine Stop-Strategie finde ich sehr gut, mache ich nämlich genauso :D :D
Wollte erst auf Murmels Beitrag antworten, aber nun hat sich das ja erledigt ;)[COLOR=blue][COLOR=blue][COLOR=blue]
Hallo Murmel,
so ein ausstoppen kommt natürlich vor, ja, keine Strategie ist perfekt.
Der Wert eines Stops ist bei mir von der Vola und dem betrachteten Teitraum abhängig, je grösser beides, desto tiefer das Stop-loss.
Tritt ein Stop ein, schaue ich mir den Titel noch mal genauer an und entscheide neu. Ein Automatismus wäre schlecht, da so ein Stop als Handelsregel zu einfach ist.
Einen Titel wiederholt zu traden (egal ob nach Stop oder Gewinnmitnahme) ist eine Frage des Psyche, richtig. Im Zweifel also vielleicht etwas Abstand gewinnen und andere Papiere handeln, denke ich.
Good Trading
chrisicat
19.04.2002, 20:27
Hallo Murmel....so wie Traderone tradet ist eine gute Lösung...aber manchmal gar nicht so einfach....
...mir fällt es zum Beispiel schwer...frühzeitig einzusehen, dass ich mich vertradet habe....und wenn ich mich bei 15-20 % Verlust entschieden habe...jetzt tschüss mit der Aktie...dann steigt sie wieder..... :rolleyes:
...aber daran kann man erkennen, dass man mit der eigenen Technik falsch gelegen hat, z.B. warum ist man eingestiegen, war der Chart dazu einladend??oder war es der Nervenkitzel etc.. ;)
Da ich selber nicht so fit in Charttechnik bin , hole ich mir manchmal hier Rat, bevor ich eine Aktie kaufe ode verkaufe...hier gibt es wirklich gute Experten, die bestimmt gerne helfen... :)
Hallo chrisicat,
15% sind schon heftig, wie gross ist denn Dein Anlagehorizont? Bei -15-20% kann man dann schon mit einer Reaktion rechnen, viele traden ja auf so was.
Good Trading
hallo murmel,
genauso wichtig wie ein ordentlicher stop ist m.e. ein ordentlicher einstieg.
d.h. ich versuche bei einem trade den einstieg charttechnisch so zu wählen, dass mein stop möglichst eng gewählt werden kann, ohne dass mich ein fake gleich aus dem trade wirft.
wie auge setze ich auch die stops nicht an runden zahlen bzw. charttechnisch markanten stellen(da diese durch die market maker meist abgegrast werden), sondern im 1% darüber/darunter.
die höhe des stops hängt natürlich vom anlagezeitraum ab.
da ich eher swingtrades eingehe, liegen meine stops max. 10% vom einstieg.
15-20% sind fast zuviel. bei 20% verlust muss der nächste trade schon 25% bringen.
auch wenns schwerfällt: aber wenn man ausgestoppt wurde, immer den wert nochmal anschauen und evtl. wieder reingehen, wenn der wert wieder nachhaltig über den stop steigt(kein pullback z.b. bei trendbruch!).
und wer richtig konsequent ist(ich nich) und sich charttechnisch sicher fühlt, läßt sich nicht nur ausstoppen sondern wechselt auch von LONG auf SHORT (z.b. beim bruch wichtiger unterstützungen)
gruß
Thomas
:)
P.S. bei den großen werten(CSCO,GE) würde ich immer den zugehörigen index mit einbeziehen.
hoellenfuerst
21.04.2002, 19:45
bei mir ist das ganz einfach. wenn ich in eine aktie reingehe, zählt weder der anlagehorizont noch sonst irgendetwas.
wenn ich bereit bin 100 teuro zu riskieren, dann bestimmt nicht mehr...
beispiel:
100 stck zu 10teuro
macht 1000teuro einsatz, 19 teuro gebühren drauf macht 1018teuro gesamtkosten bis jetzt. dann 100 teuro risk ab, macht ein sl bei 9,18.
damit der sl auch richtig greift, ein kleiner blick auf l2....
große order bei 9,15 sl paßt also.
große order by 9,19 sl wird auf auf 9,19 raufgesetzt.
oder
300 stck zu 10teuro
macht 3000teuro einsatz, 19teuro gebühren drauf macht 3019, minus 100 macht sl bei 9,73. daß geht ganz emotionslos.
schließlich will ich ja verdienen. das bedeutet ich gehe in die aktie rein, unter der erwartung, daß sie steigt.
ist eine aktie ein teuro im plus wird sl sofort nachgezogen.
wichtig bei der vorgehensweise ist natürlich, daß man den kursverlauf im vorfeld genau zu analysieren versucht, um einen verhältnismäßig günstigen einstiegskurs zu erwischen. tradingrange wir düber zwei drei tage intensiv beobachtet. diese regeln gelten für ein "normales" marktumfeld. das ist an tagen wie der landung im pirelli haus natürlich nicht gegeben.
ist eine aktie stärker im plus, d.h. sie hat die anfangszeit überstanden, wird das sl nachgezogen, ebenfalls entsprechend dem marktumfeld. das bedeutet: bärenmarkt, sl werden enger geszogen, bullenmarkt sl wird nicht so eng gezogen. dies aber auch nur, da ich wohl auf gewinne verzichten kann, nicht aber auf mein geld...
Das ist wirklich heisss ;-)
Good Trading
AndreasK
27.01.2003, 13:46
also mit den stopps ist das so eine sache bin absoluter Gegner Es kommt darauf wo im Xetra bie viel gehandelten Aktien ja vielleicht bei volatilen niemals
Bsp Siebel schau dir mal einige Tageskurse in Frankf an
Stand bei 9 theor, Stoppk 8,45
Eröffnung 9
6-10 Kursfestellungen 8,50
Nasdaq Future im Minus runter auf 8,20
Nasdaq eröffnung + Kurs 16 00H über 9
aber ohne dich
deswegen dt Werte im Xetra ja alles andere mentale Stoppkurse
wenn ich danach wieder einsteigen will dann ist es aber besser Nachzukaufen
AndreasK
31.01.2003, 01:33
Hört sich blöd an aber ich pack es nicht, Wie setze ich bei Consors ein Stopploss ich finde nichts ,
Ich will ja nicht verkaufen sondern nur absichern
Wie isses denn heute mit den mentalen Stopps gelaufen?
http://www.tradesignalonline.com/cmy/forum/image.aspx?f=1&id=1971303 (http://www.tradesignalonline.com/content.asp?p=wpa/tsb/default.asp&fcid=1971303)
Chart öffnen (http://www.tradesignalonline.com/content.asp?p=wpa/tsb/default.asp&fcid=1971303)
Ich kann sagen was ich heute gemacht habe.
Um genau 20:42 hab ich alle Stops gecancelt.
das hätte mich 70% der Werte gekostet.
auf Close-Basis nur noch einen. Der wird morgen verkauft.
Ich kann sagen was ich heute gemacht habe.
Um genau 20:42 hab ich alle Stops gecancelt.
Hallo,
das haben am 3.4.2000 auch einige gemacht und sind dann am 4.4.2000 raus :wonder: :irony: so gegen 14 uhr ostküste glaub ich:D
gruss elloco
Hier wär' man heute echt blöd ausgestoppt worden :D
Gestern den Stopp einfach streichen, wäre in dem Fall also besser gewesen, es hätte aber auch anders kommen können, außerdem hätte man dann seine Strategie gegen Hoffnung eingetauscht. Vielleicht noch 'ne Variante: Stopp streichen, gleich verkaufen und heute billiger zurückkaufen. Hätte dann zwar auch anders kommen können, das Risiko wäre ab diesem Zeitpunkt aber auf eventuell entgangene Gewinne beschränkt gewesen.
Hier wär' man heute echt blöd ausgestoppt worden :D
Gestern den Stopp einfach streichen, wäre in dem Fall also besser gewesen, es hätte aber auch anders kommen können, außerdem hätte man dann seine Strategie gegen Hoffnung eingetauscht. Vielleicht noch 'ne Variante: Stopp streichen, gleich verkaufen und heute billiger zurückkaufen. Hätte dann zwar auch anders kommen können, das Risiko wäre ab diesem Zeitpunkt aber auf eventuell entgangene Gewinne beschränkt gewesen.
ist ja nicht die einzige aktie, wo man "blöd" ausgestoppt worden wäre!!! ^^ hehe..........
Hier wär' man heute echt blöd ausgestoppt worden :D
Gestern den Stopp einfach streichen, wäre in dem Fall also besser gewesen, ...
Hallo,
das ist ja das gefährliche es geht sehr oft mindestens 1 mal gut bevor es einen so richtig reinreisst....
man ist ja der festen überzeugung das es auch beim nächsten oder übernächsten mal gut gehen wird ... geht es aber nicht :D:aahh:
gruss elloco
man ist ja der festen überzeugung ... Gibt es nicht ein Börsenbuch: "Beherrsche den Markt"? :chin: