Vollständige Version anzeigen : Priceline - tolles Ergebnis
na, so dolle war das Ergebnis nicht. Deswegen gehts erst mal 20% runter. Vorallem die geringe Steigerungsrate beim Kerngeschäft Flugtickets dürfte nicht geschmeckt haben.
Das US-amerikanische Internetunternehmen Priceline.com [PCLN] entwickelte
eine neue, einzigartige Variante des E-Commerce. Das patentierte „Nachfrage-Sammel-
System“ funktioniert nach dem Modell „Name Your Price“ („Nenne
Deinen Preis“). Der Kunde fragt über die Internetseite von Priceline.com ein
Produkt oder eine Serviceleistung nach und gibt an, wieviel er bereit ist dafür
zu zahlen. Priceline.com sammelt die Anfragen und leitet sie an entsprechende
Anbieter weiter, die einen beliebig hohen Anteil der garantierten Nachfrage zu
dem festgelegten Preis erfüllen können. Die Vorteile dieses Modells sind
offensichtlich. Einerseits erspart sich der Kunde stundenlanges, mit teils
erheblichen Kosten verbundenes Suchen nach dem für ihn passenden
Angebot. Bei Priceline.com legt er einfach seine Präferenzen offen und fragt
ein konkretes Produkt zu einem bestimmten Preis nach. Verkäufern wird durch
dieses Konzept nicht nur ein Verkaufspreis garantiert, sondern auch eine
bestimmte Absatzmenge vorgegeben. Das ermöglicht eine genaue Kalkulation
und eine Umsatzsteigerung, die unabhängig von bestehenden Vertiebskanälen
erreicht wird. Priceline.com selbst entstehen keinerlei Lagerhaltungskosten.
Das innovative Unternehmen vermittelt bereits eine große Bandbreite
verschiedener Produkte und Services. Dazu zählen neben Flugtickets
(einstiges Kerngeschäft), Hotelzimmer und Mietwagen auch Finanzprodukte
wie Kredite sowie Neuwagen. Erst vor kurzem wurden auch Ferngespräche,
Lebensmittel, Kraftstoffe und weitere Produkte in das Angebot integriert.
Insbesondere die Vermittlung von Benzin und Diesel boomt angesichts der
vom teuren Rohöl verursachten hohen Preise. Priceline.com vermarktet auch
das „Name Your Price“-Modell an sich. Erst kürzlich nahmen die Unternehmen
WebHouse Club und Perfect YardSale das Geschäft auf. Viele
Einzelhandelsunternehmen sind ebenfalls an dem patentierten System
interessiert. Neben dem Cash Flow, der durch die Vermittlung der Produkte
und Dienstleistungen erzielt wird, winken dem Unternehmen auch
Lizenzeinnahmen.
Der Umsatz von Priceline.com wächst mit atemberaubendem Tempo. Wurden
im Geschäftsjahr 1998 noch rund 35 Millionen US$ umgesetzt, stieg der
Umsatz bereit ein Jahr später auf 482 Millionen US$. Im ersten Halbjahr des
laufenden Geschäftsjahres konnte das Ergebnis des Vorjahres mit fast 666
Millionen US$ deutlich geschlagen werden. Dieses beeindruckende Wachstum
war natürlich mit erheblichen Kosten verbunden. Das Unternehmen arbeitete
bis vor kurzem hochdefizitär. Mit einem Nettoverlust (ohne Sonderpositionen)
von 1,63 Millionen US$ im zweiten Quartal 2000 ist die Gewinnschwelle jedoch
in greifbare Nähe gerückt. Das Modell hat sich endgültig am Markt etabliert. Für
den Aufbau des Geschäfts in anderen Ländern (unter anderem auch in
Deutschland) werden auch in Zukunft erhebliche finanzielle Mittel
verschlingen. Insbesondere Marketingkosten werden dabei zu Buche schlagen.
Der hohe Cash-Flow und der Cash-Bestand von fast 100 Millionen US$
ermöglicht es dem Unternehmen die aggressive Wachstumsstrategie
fortzusetzen. Namhafte Investoren, darunter Microsoft-Mitgründer Paul Allen,
haben Vertrauen in das Geschäftsmodell von Priceline.com und investierten in
den vergangenen Jahren erhebliche Summen in das junge Unternehmen. Erst
kürzlich wurde bekannt, dass der saudi-arabische Prinz al-Waleed bin Talal
Anteilsoptionen im Gesamtwert von 50 Millionen US$ erwerben werde.
Die Aktie von Priceline.com kennt seit langem nur einen Weg - nach unten. Mit
einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund vier ist das Unternehmen im Moment
geradezu ein Schnäppchen. Sollte das aktuelle Wachstum nur annähernd
gehalten werden können, wäre eine deutlich höhere Bewertung gerechtfertigt.
Problematisch sind die Short-Seller (short-verkaufte Aktien haben einen Anteil
von 20 Prozent am Free-Float), die den Wert erheblich belasten. Deshalb
handelt es sich bei Priceline.com trotz der fundamental guten Aussichten im
Moment um ein spekulatives Investment. Positionen sollten deshalb unbedingt
gegen Verluste abgesichert werden. Eine passende, wenn auch nicht ganz
billige Möglichkeit ist der Oktober-Put PUZVE mit Ausübungspreis 25 US$.
Die Aktie von Priceline.com ist nach
einem heftigen Abwärtstrend in eine
Seitwärtsbewegung eingebogen und
konnte sich in den vergangenen Wochen
auf niedrigem Niveau stabilisieren. Ein
Momentum existiert praktisch nicht. Der
MACD steigt seit Wochen an, gibt aber
keine verlässliche Indikation über den
weiteren Kursverlauf. Slow Stochastik
sieht aktuell recht positiv aus.
Um aus dem langfristigen Abwärtstrend
auszubrechen, würde Priceline.com
deutliche Impulse benötigen. Damit ist
aus charttechnischer Sicht im Moment
nicht zu rechnen. Nennenswerte
Unterstützungen und Widerstände sind
kaum auszumachen.
Die Aussagekraft des Charts ist
beschränkt, es existieren jedoch keine
charttechnischen Argumente, die gegen
einen Kauf der Priceline-Aktie auf diesem
Niveau sprechen.(c) ebtrade.com
indianapu
18.09.2000, 14:30
Priceline Webhouse Club, ein Partner von Priceline, der wohl demnächst übernommen wird, hat angekündigt, 40 Vollzeitbeschäftigte und 100 freiberufliche Mitarbeiter zu entlassen. Damit sollen Kosten reduziert und die Möglichkeit für Expansion geschaffen undwerden.
euroinvest
19.09.2000, 15:16
Hi,
Ich meine, man soll jetzt die Erste Position aufbauen. Ich denke, dass Pcln uns positiv überraschen wird.
Gruß
Euroinvest
Bernd Förtsch
27.09.2000, 21:33
....na, das schaut mir aber gar nicht danach aus!
Bernd
Priceline.com – Ergebniswarnung, Kurssturz
Priceline.com [Nasdaq: PCLN Kurs/Chart ], ein führende Anbieter von Online-Auktionen (Flugtickets, Hotelbuchungen, etc.), hat am Mittwoch vor Handelsbeginn eine Umsatzwarnung veröffentlicht. Der Kurs des Unternehmens brach im vorbörslichen Handel daraufhin um 27 Prozent ein.
Priceline kündigte an, dass der Konzernumsatz im dritten Quartal 2000 zwischen 340 und 360 Millionen Dollar betragen werde. Analysten hatten hingegen mit Verkaufserlösen zwischen 360 und 380 Millionen Dollar gerechnet. Die Ergebnisprognosen betragen First Call/Thompson Financial zufolge ein Cent Verlust pro Aktie.
In der Meldung machte das Unternehmen das schwache Geschäft beim Verkauf von Flugtickets für die bevorstehende Enttäuschung verantwortlich. Zwar sei die Anzahl der angebotenen Flugreisen gestiegen, jedoch habe sich die Quote der Geschäftsabschlüsse sowie der durchschnittliche Verkaufspreis je Transaktion verringert, so ein Firmensprecher.
Kunden können über die Internetseite von Priceline einen Preis festlegen, zu dem sie bereit sind die Waren und Dienstleistungen zu beziehen. Das Unternehmen leitet die Nachfrage anschließend an die entsprechenden Anbieter weiter.
CEO Daniel H. Schulmann: "Wir sind natürlich enttäuscht, dass unser Ergebnis im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlen wird. Erfahrungsgemäß war der September immer der beste Monat für den Verkauf von Flugtickets. Nun hat es jedoch den Anschein, als würden die Umsätze aus diesem Bereich unter denen der beiden Vormonate liegen."
In Hinblick auf das restliche Geschäft erwartet Schulman einen sequenziellen Anstieg der Umsätze von 20 Prozent. Die operativen Margen sollen ebenfalls über denen des Vorquartals liegen.
Priceline wird sein Quartalsergebnis am 3.November nach Handelsende veröffentlichen.
UPDATE:
Analysten reagieren auf die Nachricht vom Vormittag verunsichert. Merrill Lynch senkte im Handelsverlauf seine mittelfristige Einstufung von "Accumulate" auf "Neutral". Der zuständige Analyst gesteht Priceline zwar auch weiterhin ein attraktives Geschäftsmodell zu, zeigt sich aber hinsichtlich der Möglichkeit einer verlässlichen Ergebnisprognose besorgt.
Die Finanzexperten von Wasserstein Perella revidieren ihr Rating von "Buy" auf "Hold".
Priceline verliert um 18:22 Uhr MESZ 8,08 Dollar bzw. 43,3 Prozent auf 10,56 Dollar. Mit 30,9 Millionen gehandelten Aktien ist Priceline der aktivste Wert an der Nasdaq.
Hallo miteinander !!!
Sagt mal, was haltet Ihr denn von Priceline? Heute schon im Angebot für ca. 8 EURO. Okay, B2C ist derzeit MEGAOUT, aber bei einem PEG 2001/2002 von ca. 0,2 nach einem panikartigen Ausverkauf nach [eher geringfügiger] Verfehlung der Umsatzzahlen - da fällt es mir schon ein wenig schwer zu widerstehen.
Ich find` es zudem eher positiv, daß Priceline die Lebensmittelsparte aufgibt !
Was meint Ihr denn ???
Phönix
Priceline-Gründer verlor rund 900 Mio. Dollar
Zuerst die gute Nachricht: Jay Walker, Gründer des
Internetunternehmens Priceline.com, ist immer
noch im Besitz von 242 Millionen Dollar. Die
schlechte Nachticht: In den letzten 3 Wochen hat er
rund 900 Millionen Dollar an Vermögen verloren.
Walker verlor die enorme Summe durch den
rapiden Kursverlust der Priceline-Aktie seit Mitte
September.
Priceline bietet einen Service, der Käufer und
Verkäufer von Flugtickets, Autos und weiteren
Produkten zusammenführt. Durch eine
Gewinnwarnung für das dritte Quartal und den
Bankrott eines Partnerunternehmens kam der Kurs
erheblich unter Druck und verlor seit Mitte
September knapp 80%.
Quelle: www.finance-online.de (http://www.finance-online.de)
Das Internetunternehmen Priceline.com gehört heute zu den Gewinnern an der Börse, nachdem Thomas Weisel Partners ein Upgrade für die Aktie ausgesprochen haben. Die Analysten haben das Rating von "market perform" auf "buy" angehoben.
Grund für das gute Rating sei vor allem das sehr attraktive Risiko/Chance Verhältnis, so die Analysten.
Momentan seien die Erwartungen an Priceline gering, aber das Geschäft des Unternehmens zeige wieder Zeichen einer Erholung, hieß es.
Die Aktie gewinnt aktuell über 11 Prozent auf 4,4 Dollar.
Zahlen bei Priceline.com, Aktie steigt nachbörslich 22%
Der amerikanische Online-Einzelhändler Priceline.com meldete seine Zahlen zum abgelaufenen zweiten Quartal.
Der Gewinn lag bei 6,3 Mio. Dollar oder 3 Cents je Aktie nach 2,8 Mio. Dollar oder 1 Cents je Aktie im Vorjahresquartal. Analysten erwarteten ebenfalls einen Gewinn von 3 Cents je Aktie. Der Umsatz fiel auf 304,5 Mio. Dollar von 364,8 Mio. Dollar.
Zum Ende des Quartals hatte das Unternehmen rund 180 Mio. Dollar an Cashpositionen. Einen Ausblick gab das Unternehmen nicht. Die Aktie schloss bei 1,85 Dollar und notiert nachbörslich bei 2,27 Dollar.
Quelle: www.wallstreetonline.de