Vollständige Version anzeigen : Starbucks : mehr als kalter Kaffee
Starbucks - Trading Buy
WKN: 884437 STARBUCKS CORP. Hornblower Fischer AG 08.10.2000
Gute Nachrichten gab es am gestrigen Tage von unserer Alt-Empfehlung Starbucks. Der Betreiber einer Kette von Kaffeehäusern in Nordamerika, Großbritannien, dem pazifischen Raum und dem Nahen Osten gab gestern nach Börsenschluss seine Absatzzahlen für den September bekannt. In den seit mindestens einem Jahr bestehenden Verkaufsläden erzielte Starbucks eine Umsatzsteigerung um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Diese Maßzahl ist besonders aussagekräftig, da sie – bereinigt um die Einflüsse des expansiven Wachstums durch Neueröffnungen – nur die interne Steigerung berücksichtigt. Aber auch für zukünftiges Wachstum der Erlöse sind die Weichen gestellt. Nachdem bereits im Mai mit der Eröffnung der ersten Ladenlokale in Hongkong und Schanghai die Präsenz im pazifischen Raum gesteigert werden konnte, ging das Unternehmen jüngst das Ziel der Erschließung des kontinentaleuropäischen Marktes an. In Zusammenarbeit mit der Bon Appetit Group wird Starbucks Anfang nächsten Jahres einen ersten Laden in Zürich eröffnen und damit auf 20 Ländern weltweit vertreten sein. In den nächsten 12 bis 24 Monaten sollen mindestens sechs weitere europäische Länder hinzukommen. Bereits Ende 2003 will man die Präsenz auf 500 Geschäfte erhöhen. Wir sehen für Starbucks weiterhin gute Wachstumschancen durch den Ausbau bestehender und die Erschließung neuer Märkte. Ein Erfolgsgarant hierfür ist insbesondere die Beliebtheit der Stores beim Kunden, die sich beispielsweise in einer Umfrage eines Fachmagazins in Japan zeigte. Starbucks wurde dort zur beliebtesten Restaurantkette Tokios gewählt. Trotz der bereits recht ambitionierten Bewertung mit einem KGV 2001 von 45 raten wir daher weiterhin zum Kauf. Trading buy Hornblower Fischer AG
Börsenstraße 2-4
60313 Frankfurt
http://www.hornblower.de/1/
ohayeq04
09.10.2000, 14:46
Starbucks ?!
War seit Ende 1999 ein Wert gegen Norden:
Jetzt ist der Höhepunkt erreicht.Ob die 50$
Grenze überschritten wird ?!.
Wer vor 10 Monaten einen Call auf Starbucks gekauft hat ist hochweiß.
Es könnte sein daß jetzt der Stöpsel durchdreht und dann geht es denen wie Kamps
Starbucks: Bestes Quartal der Firmengeschichte
26.01.2001
Die größte Kaffeeshop-Betreiberkette der Welt, Starbucks, gab gestern abend ihre Geschäftszahlen für das 1.Quartal bekannt. Das Unternehmen erzielte im 1.Quartal des Fiskaljahres einen Gewinn von 0,25 USD je Aktie. Damit übertraf es nicht nur die Analystenerwartungen von 0,23 USD je Aktie, sondern auch das vergleichbare Quartalsergebnis des Vorjahres von 0,18 USD je Aktie. In konkreten Zahlen bedeutet dies eine Steigerung des Gewinns von 41%. Während vor einem Jahr noch 34,7 Mio. USD als Ertrag ausgewiesen wurde, betrug dieser im letzten Quartal bereits 49 Mio. USD. Gleichzeitig steigerte Starbucks den Umsatz im 1.Quartal 2001 gegenüber dem 1. Quartal 2000 um 26% von 529 auf 667 Mio. USD. Zu den über 3.800 Kaffeeshops weltweit, über die Starbucks bereits heute verfügt, sollen im Jahr 2001 noch 1.100 hinzukommen. Ein weiteres Ziel des Unternehmens für das neue Fiskaljahr ist, das Umsatzwachstum um 25% zu steigern. Die Unternehmenserwartungen hat Starbucks bereits angehoben. Während man bisher mit einem Jahresertrag von 0,90 bis 0,92 USD je Aktie gerechnet hatte, sollen jetzt 0,91 bis 0,93 USD je Aktie erreicht werden. Auf die Frage, warum Starbucks die Schätzungen für das Gesamtjahr nur um 0,01 USD je Aktie angehoben habe, gab die Unternehmensspitze zu verstehen, daß man zwar die Analystenschätzungen um 0,02 USD je Aktie übertroffen habe, die unternehmensinternen Erwartungen jedoch nur um 0,01 USD je Aktie. Mit dem 1.Quartal dieses Jahres ist es bereits das 4. Quartal hintereinander, in dem sowohl beim Umsatz als auch bei den Erträgen ein zweistelliges Wachstum erzielt wurde. Für die Unternehmensspitze ist klar, daß ein Umsatzwachstum von jährlich 25% und ein EpS-Wachstum von 25 bis 30% p.a. in den nächsten fünf Jahren erreichbar ist.
Quelle: Performax
http://de.finance.yahoo.com/q?s=884437.F&d=t
in der wirtschaftswoche war ein interessanter bericht über starbuchs: nach der schweiz ist kaffeehaushauptstadt wien dran (2 shops sind bereits eröffnet), und dann wird gemeinsam mit Karstadt von Berlin aus Deutschland überrollt!
und: der starbuck´s-kaffee ist WIRKLICH gut!
http://www.stockboard.de/ubb/smile.gif
netbull
Der Kaffeehaus-Ketten-Betreiber Starbucks meldete seine Verkaufszahlen für den abgelaufenen Monat April. In der am 28. April endenden Periode, verzeichnete das Unternehmen einen konsolidierten Umsatz von 253 Mio. Dollar, nach 200 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Auf Basis der seit einem Jahr geöffneten Geschäfte stiegen die Umsätze um rund 8 Prozent.
Die Aktie gewann 0,1 Prozent auf 23,65 Dollar und notierte nachbörslich bei 23,80 Dollar.
hoellenfuerst
22.05.2002, 21:30
STARBUCKS-OFFENSIVE
Von Thomas Hillenbrand
Die US-Kaffeehauskette Starbucks will ab heute von Berlin aus den deutschen Heißgetränkemarkt aufrollen. Doch die Offensive könnte ähnlich böse enden wie die Deutschland-Expansion der Handelskette Wal-Mart.
Hamburg - Die Offenbarung ereilte Howard Schultz in Italien. Als der Amerikaner 1983 in Mailand Urlaub machte, war er begeistert von der dortigen Kaffeevielfalt. Latte, Espresso, Macchiato - in seinem Heimatland USA gab es zu jener Zeit überall die gleiche Plörre: Liebloser Filterkaffee, der so dünn war, dass man den Boden des Pappbechers sehen konnte. Auch das Drumherum faszinierte Schultz. Statt in muffigen Diners mit Resopaltischen servierten die Italiener ihren Kaffee in mondänen Bars.
Heute gilt Schultz als Vater der amerikanischen Kaffeerevolution. Seine Kult-Kette Starbucks hat in den USA inzwischen knapp 5000 Filialen, die Starbucks-Aktie ist seit ihrem Börsendebut 1992 um 2100 Prozent gestiegen. Und der weltweit größte Kaffeekocher expandiert immer noch. Trotz der schlechten Wirtschaftslage, in der die meisten Menschen jeden Cent zweimal umdrehen - vor allem, bevor sie einen Becher Kaffee für drei Dollar kaufen - wächst Starbucks weiter. Die Umsätze jener Filialen, die bereits länger als ein Jahr existieren, wachsen im Schnitt um sieben Prozent pro Monat.
Eulen nach Athen tragen
Jetzt will Schultz auch den alten Kontinent mit jenem Konzept erobern, dass er genau genommen von den Europäern geklaut hat. "Das ist ein bisschen so, wie wenn man in Newcastle versucht, Kohle an den Mann zu bringen" hämt das US-Finanzblatt "Barron's". Vor allem den deutschen Markt will das Unternehmen flink aufrollen. Den zwei Vorzeige-Läden, die Starbucks am Mittwoch in Berlin eröffnet, sollen zügig weitere folgen.
Die Amerikaner könnten sich eine blutige Nase holen. Schon Starbucks' Planung, mittelfristig 200 Läden in Deutschland zu eröffnen, löst bei Branchenkennern Kopfschütteln aus - denn die Amerikaner sind viel zu spät dran. Nichts verdeutlicht das Problem besser als die Eröffnung der ersten zwei Filialen in Berlin, nahe des Brandenburger Tors und am Hackeschen Markt. An beiden Orten hat sich bereits vor Jahren die Berliner Kaffeehauskette Einstein breit gemacht, ebenso wie in fast allen anderen Sahnelagen der Hauptstadt, zum Beispiel der Friedrichstraße oder dem Potsdamer Platz.
Auch andere Ketten wie Nescafé oder World Coffee haben bundesweit bereits die wichtigsten Innenstadtlagen besetzt und werden das Feld nicht kampflos räumen. Erschwerend kommt hinzu, dass Starbucks der Kundschaft getränketechnisch wenig Neues bieten kann. Schließlich sind die deutschen Ketten alle Klone des US-Hauses und haben Drinks und Interieur mitunter bis ins Detail kopiert.
Wenn es nicht schnell geht, geht es gar nicht
Wenn Starbucks in Deutschland aber nicht zügig Marktanteile gewinnt, kommt die gesamte Kalkulation für die Deutschland-Strategie ins Wanken. Mengenvorteile beim Warenkauf blieben dann aus, die Logistik-Kosten dürften steigen. Sollte nicht schnell genug ein dichtes Starbucks-Netz geknüpft werden, würde zudem auch eine bundesweite Werbekampagne wenig Sinn machen.
Hinzu kommt, dass sich auch an Starbucks Heimatmarkt Probleme abzeichnen, die die Sinnhaftigkeit einer groß angelegten, kostspielige Expansion zum jetzigen Zeitpunkt fragwürdig erscheinen lassen. Da ist zum einen die Sättigung des Marktes für extravagante Kaffegetränke. In diesem Jahr wird in den USA das erste Mal seit vielen Jahren die Zahl der Konsumenten von "speciality coffees" stagnieren, schätzt die National Coffee Association. Zum Vergleich: In den vergangenen drei Jahren waren etwa zehn Millionen Menschen zur Fraktion jener konvertiert, die täglich Deluxe-Kaffeekreationen statt schnödem Filterkaffee trinken.
Zweites Problem sind die steigenden Preise für Rohkaffee. Nachdem der Kaffeepreis im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief von 46 Cents gefallen war, klettert er seit einiger Zeit wieder. Das dürfte Starbucks Gewinnmarge nach Meinung von Analysten mittelfristig schmälern.
Erinnerungen an das Wal-Mart-Debakel
Starbucks wäre nicht die erste US-Kette, die nach einem kometenhaften Aufstieg in den Vereinigten Staaten auch in Deutschland zügig durchmarschieren will. Andere Unternehmen wie der Einzelhändler Wal- Mart, der Brillendiscounter Pearle oder der Spielwaren-Gigant Toys 'R' Us haben bereits ähnliches versucht und sind an den Realitäten gescheitert.
Eigentlich müsste die Kaffeekette es besser wissen: Ihr Namensgeber ist nämlich der Steuermann Starbuck, der in Herman Nevilles Seefahrts-Epos "Moby Dick" immer wieder den grimmigen Kapitän Ahab mahnt, dass seine Überheblichkeit früher oder später zum Untergang des Schiffes führen werde.
quelle (http://www.spiegel.de/)
London - Die Zeiten, in denen fast im Wochentakt neue Filialen der Marke Starbucks oder Caffe Nero in Londons schicksten Vierteln eröffneten, sind vorüber. Eigentlich war auch allen klar, dass das Expansionstempo nicht zu halten war. Das erste Opfer des Verdrängungswettbewerbs dürfte die börsennotierte Kette Coffee Republic sein, mit immerhin 107 Filialen die Nummer drei des Marktes nach Costa Coffee (300 Filialen) und dem großen Vorbild Starbucks (284 Niederlassungen).
Die Kette, die im vergangenen Geschäftsjahr 7,5 Millionen Pfund verlor und 18 besonders unprofitable Standorte schließen will, befindet sich in akuter Finanznot. Im Geschäftsbericht des Unternehmens, der in dieser Woche verschickt wird, berichtet der Wirtschaftsprüfer BBDO Stoy Hayward dem "Guardian" zufolge von "erheblicher Unsicherheit" über die künftige Finanzierung. Bereits im Juni sei Coffee Republic Kreditverpflichtungen nicht nachgekommen und nur durch die Großzügigkeit der Banken gerettet worden. Fraglich sei, ob eine Kreditlinie der Kaffeeröster verlängert werde. Möglich ist, dass die Mittel des Starbucks-Klons nur bis zum Dezember reichen.
Coffee Republic wird nun voraussichtlich an einen größeren Konkurrenten oder einen anderen Investor verkauft. In der vergangenen Woche bereits hat das Unternehmen eingeräumt, es habe ein Übernahmeangebot erhalten. Seither wird in Londons Banken, Redaktionsstuben und Kaffeehäusern spekuliert, wer wohl der potenzielle Käufer sein könnte. Der Branchenprimus Costa Coffee, der auch beim Marktanteil vor Starbucks liegt, dementiert jegliches Interesse. Dass Starbucks hinter dem Angriff steckt, gilt als nicht ganz ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich.
Wahrscheinlicher ist schon, dass der Millionär Julian Richer, der sein Vermögen mit dem Verkauf von Hifi-Artikeln ansammelte und bereits als Großaktionär bei Coffee Republic engagiert ist, die Mehrheit übernimmt. Auch die Nummer vier der Koffein-Liga, Caffe Nero, die mit 106 Filialen nur knapp kleiner ist, wird als der heimliche Bieter vermutet. Immerhin hat Caffe Nero jüngst von seinen Banken sieben Millionen Pfund für die weitere Expansion erhalten. Diese Ausdehnung indes wirkt eher wie eine Flucht nach vorn denn als ein Zeichen von Vitalität. Im vergangenen Geschäftsjahr schrieb auch Caffe Nero fast zwei Millionen Pfund Verlust.
So wird Coffee Republic wohl nicht das letzte Opfer der Konsolidierung sein. Unternehmensgründer Bobby Hashemi jedenfalls sieht die derzeitige Lage der gesamten Branche skeptisch: "Wir sind nur die ersten, die aufgewacht sind und gesagt haben, was Sache ist. Der Markt ist im Moment nicht profitabel."