Vollständige Version anzeigen : Entspannung an der Ölfront = Aufschwung am Aktienmarkt
euroinvest
02.01.2001, 17:35
02.01.2001
17:23
Nach Öko-Zuschlag: reiner Benzinpreis geht zurück - Rohölpreis sinkt
HAMBURG (dpa-AFX) - Nach dem Ökosteueraufschlag von sieben Pfennig zum Jahresbeginn sind die Benzinpreise weitgehend unter 2,00 DM geblieben. Ein Liter Normalbenzin kostete bei Esso am Dienstag durchschnittlich rund 1,92 DM (0,98 Euro), ein Liter Super 1,97 DM. Lediglich für Superplus mussten 2,02 DM bezahlt werden. Dieselkraftstoff kostete 1,70 DM. Die reinen Kraftstoffpreise sind wegen sinkender Rohöl- und Dollar-Notierungen weiter zurückgegangen. Im Herbst 2000 hatte Normalbenzin noch mehr als 2,07 DM gekostet. Der Preis für Öl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist in der vergangenen Woche unter 22 Dollar gefallen. Ein Barrel (159 Liter) habe im Durchschnitt 21,61 Dollar gekostet, 1,40 Dollar weniger als ein Woche zuvor, berichtete das OPEC-Sekretariat in Wien. Im November 2000 hatte der Durchschnittspreis noch 31,22 Dollar betragen. Sollte der OPEC-Korbpreis länger als 20 Werktage in Folge unter 22 Dollar bleiben, würde eine automatische Förderkürzung um 500.000 Barrel pro Tag in Kraft treten. "Der Markt sorgt dafür, dass die Preisveränderungen nach unten blitzschnell an den Verbraucher weitergegeben werden", sagte ein Sprecher von ExxonMobil in Hamburg. Die Kraftstoffpreise hätten derzeit einschließlich des Öko-Steueraufschlags zum 1. Januar 2001 ungefähr das Niveau von Anfang Dezember vergangenen Jahres. Bei Shell wurde ein Durchschnittspreis von 1,91 DM für Normalbenzin, 1,96 DM für Super und 1,68 DM für Diesel genannt. Ein Sprecher führte den Preisrückgang für einige Regionen auch auf einen Preiskampf unter den Tankstellen zurück./ak/DP/cs
euroinvest
11.01.2001, 10:24
Ölpreis sorgt für hohe Teuerungsrate
Im Jahresdurchschnitt ist in Deutschland im Jahr 2000 der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte um 1,9% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilt, ist dies die höchste Teuerungsrate seit 1997 (ebenfalls 1,9%). Ohne Heizöl und Kraftstoffe habe sich der Index lediglich um 1,0% erhöht.
Im Dezember 2000 stieg der Preisindex gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2% und im Vergleich zum November 2000 um 0,1%. Die Schätzung für den Dezember 2000 auf der Grundlage der Ergebnisse aus sechs Bundesländern seien damit bestätigt worden, so das Bundesamt weiter.
Die Teuerungsrate wurde vor allem durch die Preisentwicklung bei den Mineralölerzeugnissen beeinflusst. Leichtes Heizöl verteuerte sich von Dezember 1999 bis Dezember 2000 um 32,5%, Gas um 27,7% und Fernwärme um 32,1%.
euroinvest
16.01.2001, 23:48
Wirtschaftsdaten: Ölpreis wieder über 30$
--------------------------------------------------------------------------------
Die morgen anstehende OPEC-Sitzung im Wien vor Augen, in der wahrscheinlich angekündigt wird, daß die Fördermenge um mehr als 5% zurückgenommen werde, kann sich der Ölpreis heute über der Marke von 30$ halten.
Es bestünde weitgehende Einigung darüber, daß die Fördermenge zurückgeschraubt werden müsse, um eine neuerliche Ölkrise zu vermeiden, äußerten sich OPEC-Verantwortliche heute.
Ein Szenario, wie es 1998 vorgekommen ist, als der Ölpreis unter die Produktionspreise gefallen waren, dürfe sich unter keinen Umständen wiederholen.
Saudi-Arabiens Ölminister schätzt, daß die Ölfördermenge ab Februar um 1,5 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen werde.
© BörseGo
euroinvest
12.02.2001, 15:24
Mit einer gedämpften Nachfrage nach Öl im Jahr 2001 rechnet die internationale Energieagentur (IEA). In dem vorgelegten Monatsbericht revidiert das Institut die eigenen Prognosen für das Nachfragewachstum nach unten. Täglich sollen rund 1,5 Mio. Barrel gefördert werden, dass sind 140.000 Barrel weniger als prognostiziert.
Als Grund nennt die IEA die weltweite Konjunkturabkühlung, die hohen Rohölpreise sowie den milden Winter in Europa und Asien. Nach Angaben von IEA belaufen sich die Ölvorräte in den OECD-Ländern auf rund 2,518 Mrd. Barrel. Zum Wochenauftakt gibt der Preis für Rohöl weiter nach. Mit 28,84 Dollar kostet das Barrel (159 Liter) 41 Cents weniger als am Freitag.
wo
euroinvest
16.03.2001, 14:29
Der russische Ölgigant Tatneft hat nun endgültig die Zustimmung der Vereinten Nationen (UNO) zur Erfüllung des im März vergangenes Jahres unterzeichneten Vertrages mit dem irakischen Öl-Unternehmen North Oil Company erhalten. Dabei handelt es sich um die Förderung von Öl aus insgesamt 33 Quellen.
Seit der Einführung des Embargos gegen den Irak versucht die UNO mit ihrem Programm "oil for food", die Not der irakischen Menschen zu lindern. Im Rahmen dessen ist es dem ölreichen Staat erlaubt, eine gewisse Menge an Öl zu exportieren. Die Unternehmensführung von Tatneft betont, dass die UN-Sanktionen keinerlei Auswirkungen auf ihre Arbeit im Irak hätten. wo
17.03.2001 10 : 23 Uhr
OPEC drosselt Ölförderung um vier Prozent
Wien - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hat sich auf eine Drosselung der Ölfördermenge um vier Prozent geeinigt. Die Entscheidung fiel nach zweitägigen Verhandlungen am Samstag in Wien. Mit der Senkung um täglich eine Million Barrel (das Fass zu 159 Liter) ab 1. April will die OPEC den Ölpreis angesichts der am Winterende in Europa saisonal schwacheren Nachfrage und einer weltweiten Abschwächung des Wirtschaftswachstums stabilisieren. Die OPEC fördert nach den neuen Quoten täglich 24,2 Millionen Barrel. Sie bestreitet damit rund ein Drittel der weltweiten Ölförderung.
Benzinpreis von Steuerpolitik abhängig
OPEC-Präsident Chakib Khelil sagte, bei dem Beschluss habe die Organisation auch die Situation der Verbraucherländer berücksichtigt. Khelil, der Energieminister Algeriens, betonte, die hohen Kraftstoffpreise in Europa seien auf die dortige Steuerpolitik zurückzuführen. Eine Verlangsamung der weltweiten Konjunktur mache für die OPEC die Gestaltung ihrer Fördermengenpolitik schwieriger. Khelil kündigte ferner an, das Ölkartell könnte bereits vor dem nächsten außerordentlichen Treffen (26. September) Anfang Juni (5. und 6. Juni) wieder in Wien zusammentreten, sollte sich die Weltwirtschaft spürbar verschlechtern.
Seine Organisation wolle mit dieser Maßnahme den Fass-Preis dauerhaft auf 25 Dollar stabilisieren, sagte OPEC-Generalsekretär Ali Rodriguez-Araque am Ende der Konferenz. "Das ist ein vernünftiger Preis auch für die Verbraucher", sagte er weiter. Auch die wichtigen Ölförderländer Russland, Mexiko, Kasachstan, Angola und Oman, die nicht der OPEC angehören, aber in Wien als Beobachter am Tisch saßen, wollten mit eigenen Kürzungen den OPEC-Beschluss unterstützen. OPEC-Präsident Khelil wies die Kritik der Industriestaaten an den aus ihrer Sicht zu hohen Ölpreisen zurück. Rund 80 Prozent des Endpreises machten Steuern aus. "An jedem Dollar, den die OPEC einnimmt, verdienen die Industriestaaten vier Mal mehr". "Bevor sie mit dem Finger auf uns zeigen, sollen sie lieber die Steuern reduzieren." Der heutige Barrel-Preis liege schließlich noch um 40 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre.
APA/AP/Reuters/dpa/sil
USA bedauern Opec-Entscheidung
Kartell hat am Samstag Drosselung der Ölfördermenge beschlossen
Als weltweit größte Erdölverbraucher haben die USA die Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zu einer Drosselung der Förderung ab 1. April bedauert. Angesichts der derzeitigen Weltwirtschaftsbedingungen sei dieser Schritt der Opec "enttäuschend", erklärte US-Energieminister Spencer Abraham am Samstag. Der Opec-Entschluss rechtfertige die Energiepolitik der Regierung von US-Präsident George W. Bush, mit der die Ölproduktion im Inland gefördert werden solle. Damit wollten sich die USA weniger abhängig vom ausländischen Öl machen, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Bisher importierten die USA offiziellen Angaben zufolge drei Viertel ihres Tagesbedarfs an Öl von 19,4 Millionen Barrel.
Zuvor hatten die Opec-Mitglieder bei ihrem Treffen in Wien beschlossen, ab 1. April ihre Ölförderung um eine Million Barrel täglich zu drosseln. Damit wird die Fördermenge um etwa vier Prozent auf 24,2 Millionen Barrel pro Tag gesenkt. Mit der Reduzierung wollen die Mitgliedsstaaten des Kartells verhindern, dass der Ölpreis an den Weltmärkten mit dem Ende der Heizperiode in der nördlichen Hemisphäre nachgibt; er soll vielmehr dauerhaft bei 25 Dollar stabilisiert werden.
18.03.2001 14:56:39
US-Öleinfuhren auf Rekordniveau
Loch in Handelsbilanz immer größer
Konjunktur: Im Jänner beurteilten die Amerikaner ihre wirtschaftliche Zukunft offenbar noch relativ zuversichtlich. Sie kauften wie wild ausländische Autos, Bekleidung und andere Konsumgüter.
NEW YORK (red/ag). Die gestern, Dienstag, veröffentlichten US-Handelsbilanzzahlen für den Jänner des laufenden Jahres zeigen noch kaum Spuren einer Rezession. Das Handelsbilanzdefizit machte - vor allem wegen der auf ein Rekordniveau gestiegenen Öleinfuhren - 33,3 Mrd. US-Dollar (508,1 Mrd. S/36,9 Mrd. Euro) aus und lag damit sogar leicht über dem Dezember-Wert (33,2 Mrd. Dollar). Und es lag nur knapp unter dem Rekordhoch von 33,5 Mrd. Dollar, das im September 2000 verbucht worden war.
Export lief bisher gut
Im Jänner 2001 stiegen sowohl die Importe als auch die Exporte. Während die US-Verbraucher ihr Geld in ausländische Autos, Bekleidung und ähnliches investierten, verzeichnete die US-Exportindustrie eine starke Nachfrage nach Halbleitern, Maschinen und anderen Kapitalgütern. Für den Februar und die weiteren Monate des laufenden Jahres rechnen Experten aufgrund der sich abschwächenden US-Wirtschaft mit geringeren Importen.
Bereits im vierten Quartal 2000 hatte sich das US-Wirtschaftswachstum auf eine Jahresrate von 1,1 Prozent abgeschwächt, das geringste Plus seit mehr als fünf Jahren. Die US-Notenbank hatte bereits im Jänner mit einer ersten Zinssenkung reagiert, um die Investitionen und den privaten Konsum anzukurbeln und das Abgleiten der US-Wirtschaft in eine Rezession zu verhindern und die rasante Talfahrt an den Aktienbörsen einzubremsen.
Das wichtigste US-Börsenbarometer, der Dow-Jones-Index, war in den vergangenen sechs Wochen um mehr als 900 Punkte abgestürzt. Die Vorwoche war mit einem Minus von 7,7 Prozent für den Dow überhaupt die schlimmste seit Oktober 1989. Noch ärger erwischte es die Technologiebörse Nasdaq. Sie verlor heuer bereits 21 Prozent und mußte sieben Wochen in Folge Kursrückgänge einstecken.
Doch die US-Wirtschaft hat auch gute Nachrichten zu bieten. So dürfte das Konsumentenvertrauen mittlerweile nicht mehr weiter fallen, die Stahlproduktion steigt sogar wieder und die US-Autohändler machten in den vergangenen Wochen durchaus gute Geschäfte. Auch der private Hausbau in den USA hält sich nach wie vor auf hohem Niveau. Die Industrieproduktion fiel hingegen im Februar, wie schon in den vier Monaten zuvor.
EU-Klima eingetrübt
Die Europäische Zentralbank (EZB) wartet - anders als die Währungshüter in Japan und in den Vereinigten Staaten - mit einer Zinssenkung vorerst noch ab. Indessen mehren sich aber auch in Europa die Anzeichen für eine Verlangsamung der Wirtschaftswachstums. Nach Einschätzung des EU-Industriedachverbandes UNICE wird es sich heuer abschwächen, aber auf "annehmbarem" Niveau bleiben.
In seinem Konjunkturausblick rechnet der Verband für 2001 sowohl in der Eurozone als auch in der gesamten Union mit einem Wachstum von 2,8 Prozent. Das Geschäftsklima sei im März 2001 "klar schlechter" als vor sechs und zwölf Monaten, so UNICE. In der Industrie sei das Meinungsbild jetzt negativ, während es im Dienstleistungssektor nur noch ganz leicht positiv ausfalle. Die Beschäftigung sehen die Industrievertreter "auf dem aufsteigenden Ast", Mangel herrsche an ausgebildeten Kräften.
Die Presse | Wien
euroinvest
16.07.2001, 12:14
Die meisten haben es an den Zapfsäulen bemerkt: die Benzinpreise haben deutlich nachgegeben, und dies ohne dass sich der Euro gegenüber dem US-Dollar merklich gefestigt hat. Also muss es am Ölpreis liegen. Dieser hat sich seit Mitte Juni von knapp 30 $/Barrel für Rohöl (Nordsee/Brent) auf mittlerweile unter 24 USD/Barrel ermäßigt. Die Frage, die sich nicht nur für Autofahrer und Heizölkäufer stellt: Geht der Preisverfall weiter?
<IMG SRC="http://www.wallstreet-online.de/img/news/001/18/03" border=0>
Werfen wir einen Blick auf die technische Verfassung des Rohöls: der Preis ist angeschlagen. Im Wochenchart ist der Bruch des Aufwärtstrends im Dezember 2000 zu erkennen. Im Bereich um 23/24 $ liegt eine horizontale Unterstützung (siehe 50%-Fibonacci-Retracement auf dem Monatschart). Ob die allerdings hält, ist angesichts der langen schwarzen Kerzen der Vorwochen, die auf deutlichen Abgabedruck schließen lassen, fraglich.
Untermauert wird dies auch durch die hier exemplarisch aufgeführten Indikatoren; der Trendbestimmungsindikator Aroon signalisiert mit einem "bearish crossover" weiteres mögliches Ungemach, der Trendfolgeindikator MACD liefert in der Nähe der Null-Linie mit dem Schneiden der Signallinie ein Verkaufssignal.
Dazu kommt: Der Blick auf den langfristigen Monatschart erinnert an eine potenzielle Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Diese sollte allerdings nicht überinterpretiert werden, da sie insbesondere im Wochenchart eine gewisse Asymmetrie erkennen läßt und noch nicht vollendet ist.
<IMG SRC="http://www.wallstreet-online.de/img/news/001/18/04" border=0>
Fazit: Aus technischer Sicht scheint ein weiterer Preisverfall beim Öl wahrscheinlich, der sich bis in den Bereich von 19 $ (Widerstandsbereich aus 1997 wird zu möglicher Unterstützung) erstrecken könnte.
Autor: Ingo W. Bucher, DITA, Technischer Analyst
euroinvest
10.11.2001, 01:20
OPEC will höhere Ölpreise - Russische Firmen drosseln Ausfuhr
WIEN (dpa-AFX) - Die Mitgliedstaaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wollen in der nächsten Woche einen neuen Anlauf zur Erhöhung der Ölpreise unternehmen. Sie werden in ihren Bemühungen zur Preisstabilisierung von russischen Erdöllieferanten unterstützt, die ihre Exporte reduzieren wollen. Die Ölpreise sind in den vergangenen Tagen auf den tiefsten Stand der letzten zweieinhalb Jahre gefallen. Die OPEC bestreitet rund 40 Prozent der weltweiten Ölförderung. Bei der am nächsten Mittwoch in Wien geplanten Konferenz der OPEC-Erdölminister sei mit einer Produktionsdrosselung um deutlich über eine Million Barrel (159 Liter) am Tag zu rechnen, verlautete am Freitag aus der OPEC-Zentrale in der österreichischen Hauptstadt. Das Kartell fördert offiziell täglich 23,5 Millionen Barrel. RICHTPREIS DER OPEC DEUTLICH UNTERSCHRITTEN Der Preis für OPEC-Öl war am Mittwoch mit 17,67 Dollar je Barrel auf einen neues Tief gefallen. Das Kartell strebt einen Richtpreis zwischen 22 und 28 Dollar an. Offenbar als Reaktion auf die geplanten Produktionskürzungen hatte sich der Preis am Donnerstag wieder leicht auf 18,51 Dollar erhöht, berichtete die OPEC-Zentrale. Saudi-Arabien hatte sich als mit Abstand wichtigstes OPEC-Mitglied in dieser Woche für eine Förderkürzung um 1,5 Millionen Barrel ausgesprochen. Ob die Produktionseinschränkung tatsächlich ausreicht, den Ölpreis nachhaltig nach oben zu drücken, wird von einigen Branchenkennern bezweifelt. Die OPEC-Mitglieder förderten deutlich mehr als die verabredeten 23,5 Millionen Barrel. Zudem sei unsicher, ob die großen Ölförderländer außerhalb der OPEC wie Norwegen, Russland oder Mexiko dem Beispiel des Kartells folgen werden. RUSSISCHE GESELLSCHAFTEN KÜNDIGEN DROSSELUNG DER FÖRDERMENGE AN Mehrere russische Ölfirmen haben unterdessen angekündigt, sie wollten ihre Exporte verringern. Wie der russische Ministerpräsident Michail Kasjanow am Freitag in Moskau sagte, sollen die Chefs von "sechs bis sieben Ölunternehmen der Regierung in der kommenden Woche entsprechende Vorschläge unterbreiten". "Das wird die Entscheidung der Gesellschaften selbst sein, weil der Erdöl-Preisverfall die Verwirklichung ihrer Investitionsprogramme gefährden würde», zitierte ihn die Agentur Interfax. Die Regierung werde den Beschluss akzeptieren und ihn weitgehend berücksichtigen. Diese Entscheidung hänge nicht unmittelbar mit Plänen der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) zusammen, sagte der Regierungschef./DP/so
Quelle: DPA-AFX
euroinvest
02.12.2001, 21:52
Irak akzeptiert Verlängerung von "Öl gegen Lebensmittel"
BAGDAD (dpa-AFX) - Irak hat die Verlängerung des UN-Programms "Öl gegen Lebensmittel" akzeptiert. Bagdad werde sich weiterhin an die Absprache mit der UNO halten, betrachte das Programm jedoch als "temporäre Maßnahme", erklärte Außenminister Nadschi Sabri am Samstag in der Hauptstadt. Eine einseitige Änderung des Abkommens werde Irak nicht akzeptieren. Das Land habe ein "legitimes Recht" auf wirtschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung. Das Programm erlaubt der Regierung in Bagdad, unter UN-Kontrolle begrenzte Mengen Erdöl zu exportieren, um von dem Erlös Lebensmittel und Medikamente für die Bevölkerung einzuführen. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Donnerstag das Programm "Öl gegen Lebensmittel" für Irak um weitere sechs Monate verlängert. Nach Ablauf der Frist am 30. Mai kommenden Jahres sollen die Einfuhrbeschränkungen gelockert werden. Die UNO will dann eine Liste mit Produkten veröffentlichen, die für militärische Zwecke genutzt werden könnten. Diese dürfte Irak ohne Genehmigung durch die Vereinten Nationen weiterhin nicht importieren; das Einfuhrverbot aller anderer Produkte wäre dagegen aufgehoben./mey/sp/FP/rh
Quelle: DPA-AFX