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Vollständige Version anzeigen : Der DAX im Blickpunkt


Nolli
16.04.2001, 11:27
Der Dax konnte seinen Kreuzwiderstand bei 5920 Punkten überwinden und liefert damit ein erstes charttechnisches Kaufsignal.

Sollte er sich heute oberhalb dieser Marke behaupten können, so scheint eine Rallye für nächste Woche anzustehen. Diese könnte das deutsche Börsenbarometer schnell an die obere Begrenzung des ehmaligen Trendkanals bei 6550 Punkten katapultieren.
Legen Sie sich auf keinen Fall zu früh fest und arbeiten Sie unbedingt mit einem engen Stop-Loss.
Quelle:tradewire

Ich teile diese meinung nicht ganz, Rallye ja aber bei 6.300 Punkte liegen stärkere Widerstände die zu Gewinnmitnahmen führen werden!

Nolli

Cox
16.04.2001, 15:06
an @ Nolli

was hälst Du von dieser Theorie : Deine Meinung interessiert mich !!!!!!


Dax: Abprall bei 6.100 wird Rückgang auslösen

Elliottwave-Analyse: neue Jahrestiefstkurse wahrscheinlich

Die Kursparty der letzten Handelstage war wohl nur eine Bärenmarkt-Rallye. Die Elliot-Wellen-Analyse bescheinigt dem Dax nur noch wenig Aufwärtspotenzial. Bereits in der nächsten Handelswoche kann es wieder abwärts gehen, glaubt w http://www.stockboard.de/ubb/redface.gif-Analyst Mathias Onischka.

Elliott Wellen Analyse DAX


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Der Dax hat zum Wochenschluss das kurzfristige Kursziel, nämlich die Widerstandszone 6.040-6.090 erreicht. Diese Bewegung startete allerdings von einem bedeutend niedrigerem Korrekturniveau, als zunächst vermutet. Denn die Unterstützung 5.700 bzw. 5.575 stellten Anfang April keine wirksame Unterstützung dar.

Der Index bildete nämlich erst knapp über dem Jahrestief einen Boden aus. Da kein neues direktes Tief markiert wurde, reduzierte sich auf Grund des niedrigeren Kursniveaus (200 bzw. rund 400 Punkte) auch das Kursziel für den aktuellen Anstieg. Ursprünglich war nämlich ein Anstieg bis mindestens 6.200 Punkte zu erwarten.

Aber: Da der Dax mit diesem Tief bei 5.384 Punkte fast 100% des vorigen Anstiegs korrigiert hat, scheidet eigentlich ein primäres bullishes Szenario aus, denn in der Regel wird eine erste Welle zwei immer über dem 61.8%-Retracement wieder nach oben abdrehen. Dies war aber hier nicht der Fall.

Außerdem kann man im Tageschart, ausgehend vom Jahrestief Mitte März, eine idealtypische dreiwellige abc-Korrektur erkennen. Diese und die später noch zu diskutierenden Fibonacci-Verhältnisse lassen eigentlich nur den Schluss zu, dass es sich bei der Seitwärtsbewegung der letzten Wochen um eine Bärenmarkt-Rally handelt.

Übergeordnetes Wellenbild:

Spannend und entscheidend ist vor allem die Kursentwicklung seit dem im September 2000 beendeten Dreieck. Auf Grund der vielen dreiwelligen Einzelmuster gibt es eine Vielzahl von Abzählvarianten, die eine Analyse erschweren. Die bislang mögliche, vollendete Welle c entfällt auf Grund der o.g. Problematik, so dass nur die Welle 4' übrig bleibt.

Auf Grund der Dimension der Aufwärtskorrektur ist klar, dass es sich dabei um die Korrektur der Bewegung seit dem Januar-Hoch handelt. Unter Umständen ist denkbar, dass die gesamte Abwärtsbewegung seit dem Zwischenhoch vom 06. November korrigiert wird, was sich dann allerdings im Umfang und der zeitlichen Ausdehnung bemerkbar machen wird.

Bei genauer Gegenüberstellung der einzelnen Impulsteile der letzten Wochen und Monate fällt vor allem ein Zusammenhang mit der fünfwelligen Bewegung im November 2000 (7.186 - 6.344) auf. Der impulsive Rückgang bis zum Märztief wies ein Wellenlängenverhältnis von 1:1.62 auf, was für eine interne Welle 3' idealtypisch wäre. Da auf zeitlicher Ebene genau das gleiche Verhältnis vorliegt (21 Handelstage zu 34+1 Handelstage), besteht folglich eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei dem Märztief um das Ende der Welle 3' handelt. Die abc-Korrektur seither ist also als Welle 4' einzuordnen.

Wo liegt also das Korrekturziel dieser Welle 4'?

Zeitliche Dimension: Wenn man als Ausgangspunkt die komplexe Welle 2' und die Welle 3' nimmt, so erhält man zwei rechnerisch mögliche Zeitpunkte für ein mögliches Kurshoch. Entweder der 12. April oder der 25. April, jeweils +/- 1 Tag. Beides sind gleichzeitig Fibonacci-Umkehrtage und damit Kandidaten für einen Trendwechsel.

Längen-Dimension: Der Dax hat sich der Widerstandszone 6.040-6.090 bereits entscheidend genähert, wobei sich im oberen Bereich dieser Range das 50%-Retracement befindet. Ein zweite Zielzone befindet sich mit dem 61.8%-Retracement bei etwa 6.200 Punkten, wo dann auch je nach Zeitpunkt die Abwärtstrendlinie verläuft. Es liegt der Schluss nahe, dass der Dax entweder Anfang nächster Woche bei knapp 6.090 oder dann am 25.April bei rund 6.200 ein markantes Top ausbilden wird.

Setzt man diese Zeitpunkte ins Verhältnis zu der Welle 1', kann man mögliche Zielbereiche für den dann folgenden Abwärtstrend berechnen. Bei Wellenlängengleichheit würde der Dax um den 09. Mai (auch 21 Handelstage) bei ca. 5.250 Punkten einen Boden finden. Interessant ist, dass in der Nähe dieses Datums mehrere längerfristige Fibonacci-Zeitzyklen einen Extrempunkt signalisieren, unabhängig davon ob es ein Hoch- oder ein Tiefpunkt wird. Z.B. würde neben dem 34. Handelstag seit dem Märztief auch der 233. Tag nach dem September-Hoch am 09. bzw. 13. Mai ausgebildet werden. (vgl. Chart)

Neben dem Zielbereich 5.250, der durch die Channeling-Technik gestützt wird, gibt es eine zweite Zielmarke: Berechnungsgrundlage ist hierfür der Tiefpunkt der mutmaßlichen Welle 1', so dass man ein Kursziel von 4.970 Punkte erhält. Welche der beiden Kursmarken erreicht wird, hängt davon ab, wo im April die Korrektur endet.

Sehr kurzfristig: Seit dem Tief bei 5.384 Punkten bildet sich ein fünfwelliger Aufwärtsimpuls aus. Mit dem Kurshoch am Mittwoch wurde sehr wahrscheinlich die interne Welle iii' beendet, so dass die Seitwärtsbewegung am Donnerstag als Welle iv' eingeordnet werden kann. Folglich fehlt also noch eine abschließende Impulswelle v', die den Dax dann bis in den oberen 6.000-Punkte-Bereich laufen lässt. Dann stünde zumindest einer mehrtägigen Abwärtsbewegung kaum etwas im Wege. Bereits Notierungen unter 5.850 führen zu einem Verkaufssignal, das die Abwärtsbewegung (Welle 5') einläutet. So lange aber der Index sich zu Beginn der nächsten Woche sich über 5.940 Punkte halten kann, bleibt sehr kurzfristig die Chance auf weiter steigende Notierungen bestehen. Spätestens beim o.g. Widerstand 6.200 Punkte sollte dann aber die Höherbewertung zu Ende gehen.

Markttechnik: Die meisten Indikatoren signalisieren weiter Kaufsignale. Für richtige Verkaufssignale, die aus einer überkauften Marktsituation resultieren, ist ein Anstieg von mindestens einer Handelswoche notwendig. Folglich wäre das Szenario eines Kurshochs am 25.April von Seiten der Technik bedeutend besser.

Fazit: Der Dax scheint momentan nicht mehr viel Luft nach oben zu haben. Eine große Hürde befindet sich bei knapp 6100 Punkten. Zwar ist denkbar, dass die bis Mitte Mai fällige Abwärtsbewegung noch bis zum 25. April hinausgezögert wird. Jedoch deutet vieles darauf hin, dass die nächste Handelswoche zu deutlichen Abgaben führen wird. Der nächste große, zyklische Extrempunkt (Tief ?) wird wohl voraussichtlich erst am 13. Mai ausgebildet.

Gruß Cox

Cox
16.04.2001, 15:16
an @ Nolli :

ich habe dir auch eine Persönliche Frage
in Deine Mailbox gelegt. Bitte schaue nach.

Gruß Cox

Nolli
16.04.2001, 15:46
@cox

meine Kenntnisse über die Elliott Wellen Analyse reichen noch nicht aus um hier etwas zu bestätigen oder zu berichtigen.
Für mich als Trader (kurzfristig) ist dies auch nicht so interessant.
Ich sehe in meiner Analyse schwache Widerstände im Bereich 6.075 und 6.125 Punkten, die aber keine Auswirkung haben sollten. der erste ernstzunehmende Widerstand ist auch in meiner Analyse bei 6.200 Punkten. Hier rechne ich mit einem Abprallen und einer anschließenden Korrektur. Unterstützung liegt dann bei 1. 6.000 Punkten, 2. 5.900 Punkten und 3. bei 5.750 Punkten. Hier verläuft die untere Trendkanallinie des jetzt wieder gültigen Abwärtstrendkanal. Sollte die Korrektur in den nächsten 3 Handelstagen geschehen, liegt das max. Korrekturpotential bei 5.780 Punkten, bedingt durch den Kreuzwiderstand untere Abwärtstrendkanallinie und untere kurzfristige Aufwärtstrendkanallinie, in dem sich der DAX z. Z. befindet.

Nolli,
in meiner Box ist keine Nachricht!

Cox
16.04.2001, 15:58
an @ Nolli

müßte doch inzwischen dasein. Wurde als korrekt ausgeführt bestätigt.

Wenn nicht bis 16:15 Eingang bei Dir - gebe mir bitte Bescheid - ich schicke dann nochmals eine.

Gruß Cox

euroinvest
17.04.2001, 12:41
DAX, 60min, Candlesticks, lineare Darstellung

<IMG SRC="http://www.wallstreet-online.de/img/news/000/95/50" border=0>

Die letzten zwei Tage haben eine sich abschwächende Aufwärtsdynamik angezeigt, doch der Abwärtstrend sowie die Nackenlinie der W-Formation konnten durchbrochen werden. Dies sollte für ein positives Szenario sprechen. Aktuell hat der Dax jedoch seinen kurzfristigen Aufwärtstrend gebrochen und ist wieder unter das Niveau der Nackenlinie gefallen. Insofern sollten Longpositionen geschlossen werden, denn der Break des Aufwärtstrends sowie der Rebreak der Nackenlinie sind recht klare Verkaufssignale.

Andererseits ist es durchaus üblich, dass W-Formationen insbesondere nach längeren Abwärtsbewegungen nicht sofort bestätigt werden und ein Pullback an die Abwärtstrendlinie erfolgt. Die heutige Abwärtsdynamik spricht jedoch eher für weiterhin fallende Kurse. Eine gute Unterstützung bietet das Niveau um 5650 Punkten.

Fazit: Der Dax hat kurzfristige neue Verkaufssignale geliefert, die Unsicherheit der Marktteilnehmer ist weiterhin sehr groß.

DAX, daily (12.00 Uhr), Candlesticks, lineare Darstellung

<IMG SRC="http://www.wallstreet-online.de/img/news/000/95/51" border=0>

Anmerkung: Die Dax-Intraday-Analysen dienen nicht als konkrete Handelsempfehlung. Entscheidungen über Long- oder Short-Positionen auf den DAX sollten nicht nur von einer Zeitebene abhängig gemacht werden. Insofern sollen Ihnen die Analysen nur einen entsprechend „groben“ Überblick über das Marktgeschehen vermitteln. wo

euroinvest
19.04.2001, 10:36
Der Deutsche Aktienindex startet behauptet in den vorletzten Handelstag dieser Woche, kann nach zwischenzeitlichem Ausflug in die Gewinnzone aber nicht das Abrutschen unter den Vortagesschlusskurs verhindern. 0,3% geht es nach unten. Dass der Rückschlag nicht größer ausfällt, verhindert beinahe ausnahmslos die Aktie des Software-Konzerns SAP, die im Gegensatz zu den übrigen Technologiewerten des Dax nicht nach den Zugewinnen gestern konsolidiert. Grund für den deutlichen Kursanstieg von zwischenzeitlich mehr als 7,5% sind die sehenswerten Geschäftszahlen der Walldorfer für das erste Quartal 2001. Sie liegen deutlich über den von Analysten prognostizierten und erwarteten Werten. Die Mehrheit der Dax-Titel „verdaut“ heute die gestrigen Gewinne und konsolidiert mit leichten Abschlägen im roten Bereich. Der Dax notiert derzeit bei 6.175,54 Punkten.

Trotz der positiven Eröffnung bewegt sich die Mehrheit der Dax-Werte im roten Bereich. Leichte Abschläge von bis zu 2% weisen dabei 19 Titel auf, nur RWE, Preussag und Infineon verlieren etwas deutlicher. Acht Titel tragen sich auf der Gewinnerseite des Dax ein. Dazu gehört auch die Deutsche Post, deren Aktienkurs sich nach den jüngsten spürbaren Verlusten wieder zu erholen scheint. Ein Grund dafür könnte die Meldung über anstehende Insolvenzen bei Post-Konkurrenten sein, die an der Monopolstellung der Post schwer zu knacken haben 181525.

Dagegen kann die Aktie des Pharmakonzerns Schering ihren Aufwärtstrend nicht fortsetzen. Sie gehört zu den Konsolidierern im Markt. Neue Impulse brachte da auch nicht die Meldung über die Errichtung einer zusätzlichen Führungszentrale in den USA, um den Konzernumsatz auf dem wichtigsten Markt der Welt deutlich ausbauen zu können . Der designierte Vorstandschef Hubertus Erlen, der den in den Aufsichtsrat wechselnden Guiseppe Vita in der kommenden Woche beerbt, unterstreicht zudem das Eigenständigkeitsmerkmal des Konzerns und schließt eine mögliche feindliche Übernahme des Berliner Unternehmens aus.

Kursverluste gibt es heute auch bei der Deutschen Telekom, die sich mit einer Gerichtsverfügung konfrontiert sieht, die der arg ins Schlingern gekommene Telefonanbieter Teldafax erreicht hat. Diesem hat die Telekom vor einigen Tagen die Leitungen wegen rückständiger Rechnungszahlungen gekappt.wo

euroinvest
20.04.2001, 00:40
DAX-Schlussbericht - Super-SAP

Gut behauptet sind die Notierungen am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Der Deutsche Aktienindex legte um 0,3 Prozent oder 17,00 Punkte auf 6.181,91 Zähler zu. Damit habe sich der Markt "widerstandsfähiger gegen Gewinnmitnahmen gezeigt als zunächst erwartet", berichteten Händler.

Besonders SAP und andere Technologiewerte, sowie Automobil und Chemie waren stark gefragt. Banken neigten dagegen unter hohen Umsätzen zu Umschichtungen und Gewinnmitnahmen, hieß es. Die Anzahl von Gewinnern und Verlierern hielt sich die Waage. Tagesprimus SAP legten nach Vorlage von "sehr guten" Quartalszahlen am Morgen deutlich zu.

Die Analysten von Morgan Stanley stuften die SAP-Aktie sofort nach Bekanntgabe der Zahlen auf "Outperformer" nach zuvor "Neutral" herauf. Händler rechnen damit, dass andere Häuser in den kommenden Tagen folgen. Besonders US-Adressen hätten den Tag zum Einstieg genutzt, hieß es weiter. Sie seien auch im Vorfeld von "Erwartungen über exzellente Zahlen von Microsoft" am Donnerstagabend aktiv geworden. Die Microsoft-Zahlen werden nach 22 Uhr MESZ erwartet. Unter "riesigen Umsätzen" von knapp einer Milliarde Euro legten SAP um 9,6 Prozent auf 168,80 Euro zu.

Eine deutlich verbesserte Stimmung für Technologiewerte habe auch die anderen Technologiewerte getrieben, sagten Händler. Nach zwischenzeitlichen Schwächezeichen erholten sich vor allem Siemens und Epcos. Siemens kletterten um 0,9 Prozent auf 130,30 Euro, Epcos verbesserten sich um 3,5 Prozent auf 76,50 Euro. Mögliche "böse Überraschungen" aus den Quartalszahlen von Nokia und Ericsson am Freitagmorgen scheint der Markt damit auszuschließen.

Nur Infineon litten unter der Angst vor einem Preiskampf mit AMD. Der US-Chiphersteller hatte gute Ergebnisse gemeldet und angekündigt, seine Prozessoren zu einem "wettbewerbsfähigen Preis" anzubieten. Infineon verloren daraufhin 2,2 Prozent auf 48,65 Euro. Die Analysten von Morgan Stanley erwarten für Technologietitel dennoch weiteres Kurspotenzial. Der Bereich "sollte überdurchschnittlich von einer Rallye profitieren". Deutsche Telekom gaben rund 0,7 Prozent nach auf 30,10 Euro.

ThyssenKrupp legten nach einer Heraufstufung durch Commerzbank Securities um 1,7 Prozent auf 17,27 Euro zu. Die Aktie werde derzeit "nur auf Grund der schwierigen Lage im Jahr 2001 mit einem Abschlag gehandelt", hieß es zur Erklärung. Das Kursziel für Thyssen wird bei 22 Euro gesehen. Andere Maschinenbau-Werte wie Linde und MAN notierten um ihr Vortagsniveau. Die Umsätze seien allerdings "zu vernachlässigen", sagten Händler.

Chemiewerte konnten sich um ein bis zwei Prozent verbessern. Degussa gewannen sogar 4,6 Prozent auf 33,37 Euro. Der Wert profitiere stark von den Berichten über den Verkauf der Tochter dmc2 an die OM Group, hieß es dazu. Auch die gegenwärtige Prüfung des Verkaufs ihrer Phenolchemie-Tochter durch die EU-Wettbewerbskomission werde "gelassen gesehen".

Banken zeigten sich infolge von Gewinnmitnahmen mit gemischten Vorzeichen. Es sei "vorsichtige Zurückhaltung" bei allen europäischen Bankwerten zu beobachten, sagten Händler. Nach dem US-Zinsschritt seien große Umschichtungen zwischen zwei Gruppen von Marktteilnehmern erkennbar: "Die einen kaufen, weil sie auf sichere EZB-Senkungen abzielen - die anderen verkaufen, weil sie glauben, dass das alles noch viel zu lange dauert". Dies sei besonders in Deutscher Bank zu beobachten, hieß es. Deutsche Bank verloren 0,2 Prozent auf 90,59 Euro, Commerzbank legten leicht um 0,5 Prozent auf 31,23 Euro zu.

Volkswagen gewannen auf Grund leicht gestiegener Absatzzahlen für das erste Quartal 1,3 Prozent auf 53,70 Euro. Marktteilnehmer sahen hier "eine dankbare Bereitschaft, auch nur leicht verbesserte Zahlen zu honorieren". BMW stiegen ebenfalls um 1,3 Prozent auf 37,40 Euro.

Nicht gefragt waren dagegen die Versorgerwerte. RWE verloren 1,4 Prozent auf 42,95 Euro und E.ON 1,9 Prozent auf 57,10 Euro. Händler erklärten dies mit "den gewöhnlichen Folgen der Umschichtung in Technologie-Titel". E.ON litten zudem unter Marktgerüchten über schlechte Quartalszahlen, die auf einer Bilanz-PK am Freitag bekannt gegeben werden sollten. Händler verwiesen diese Gerüchte ins Reich der Fantasie, da man "wieder einmal eine Tochter mit dem Mutterkonzern verwechselt". Am Freitag finde ausschließlich die Bilanz-PK der "Stromtochter" E.ON Energie statt, während der E.ON-Konzern seine Zahlen dagegen erst am 18. Mai präsentieren werde.

euroinvest
23.04.2001, 11:41
Der Erholungs-Rallye der vergangenen Wochen geht die Puste aus. Der Aktienmarkt wird kurzfristig wieder mit skeptischeren Augen gesehen. In der Folge dürften unter den Dax-Aktien konventionelle Titel der Hightech-Branchen vorgezogen werden.

Die überraschende Senkung des amerikanischen Leitzzinssatzes um 0,5% hat für rasant steigende Kurse an den Aktienmärkten gesorgt. Doch die auch in Deutschland verbesserte Börsenstimmung könnte nur von kurzer Dauer sein. Zwar sind eine Reihe von Quartalszahlen US-amerikanischer Unternehmen besser als erwartet ausgefallen, doch festzuhalten bleibt, dass die Gewinne teils drastisch gesunken sind. Wann die Gewinndelle ihre Talsohle erreicht hat, kann derzeit nicht verlässlich vorhergesagt werden. Angesichts sinkender Erträge scheinen außerdem eine Reihe von Hightech-Giganten immer noch reichlich bewertet.

Mit den guten SAP-Zahlen zum ersten Quartal haben die Walldorfer bewiesen, dass man auch in schweren Zeiten für die IT-Branche erfolgreich wirtschaften kann. Der Software-Gigant hat einmal mehr gezeigt, dass er die amerikanische Konkurrenz ausstechen kann. Mit SAP beginnt die Quartalszahlen-Saison der Dax-Unternehmen. Am Dienstag wird die Deutsche Telekom mit ihren Eckdaten zum ersten Quartal auf dem Prüfstand stehen. Bei dem Bonner Konzern dürften keine positiven Überraschungen zu erwarten sein. Experten rechnen mit einer Reduzierung der Verluste im Vergleich zum Vorjahresquartal. Mit deutlich geringeren Gewinnen werden vermutlich Siemens und Tochter Infineon das Quartal abgeschlossen haben.

Gegen einen wiederbelebten Optimismus an der Börse spricht der am Montag veröffentlichte Ifo-Geschäftsklima-Index. Dieser befindet sich im Monat März auf dem tiefsten Stand seit Juli 1999 und deutet einmal mehr darauf hin, dass die Wachstumsprognosen für Deutschland zurecht skeptisch bleiben.

In der zu erwartenden Korrektur der Aktienmärkte sollten sich Titel der konventionellen Branchen besser als der Marktdurchschnitt entwickeln. Im Montagshandel ragen MAN und ThyssenKrupp sowie RWE und Adidas-Salomon positiv aus der überwiegend mit negativen Vorzeichen bestückten Gewinner/Verlierer-Liste heraus. Dieser Trend könnte sich in der bevorstehenden Korrekturphase fortsetzen.

Elliottwave-Spezialist Matthias Onischka rechnet mit nur noch begrenztem Kurspotenzial und einer baldigen Korrektur für den Dax. Das Baisse-Szenario wird aktiviert, wenn die Marke von 5.940 Punkten unterschritten wird .wo

euroinvest
24.04.2001, 13:35
Der DAX kann in den ersten Handelsstunden um 1,56% auf 6145 Punkte zulegen. Die einzigen Verlierer sind zur Zeit Linde (-0,40%) und die Münchener Rück (-0,12%). Die Deutsche Telekom (+3,54%) hat heute die Zahlen für das erste Quartal gemeldet. Der Umsatz stieg um 16% auf 11,1 Mrd. Euro. Der operative Gewinn lag mit 450 Mio. Euro 18% über dem Vorjahreszeitraum. Die Dividende wird unverändert 62 Cent je Aktie betragen.
Zahlen gab es auch von Infineon. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wurde ein Gewinn nach Steuern von 23 Mio. Euro erwirtschaftet, 123 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Analysten gingen jedoch von einem Verlust von 7,2 Mio. Euro aus. Der Umsatz verbesserte sich um 8% auf 1,65 Mrd. Euro und übertraf ebenfalls die Analystenerwartungen, deren Schätzungen bei 1,33 – 1,6 Mrd. Euro lagen.
Kursgewinne kann auch der Neue Markt vorweisen. Der NEMAX50 legt um 2,99% auf 1677 Punkte zu. Negative News gab es von Poet. Das Unternehmen konnte im ersten Quartal 2001 keinen Umsatzanstieg vorweisen. Dieser lag bei 2,7 Mio. USD. Gleichzeitig wurde jedoch der Verlust auf 3,6 Mio. USD verdoppelt.

euroinvest
30.04.2001, 00:23
Der Dax kann sich durchgehend über der Marke von 6.000 Punkten etablieren und schließt fast auf dem Wochenhöchststand. Die Unterstützungszone bei 6.050 Punkten wurde im Wochenverlauf mehrmals erfolgreich getestet. Gute Voraussetzungen also für eine erfolgreiche nächste Börsenwoche?

Von der Zinsseite erhalten die Blue Chips derzeit keine Unterstützung. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält hartnäckig an ihrer bisherigen Geldpolitik fest und lässt die Leitzinsen in Euroland auf unverändertem Niveau. Die Sorgen gelten in erster Linie der Preisstabilität und nicht einer drohenden Konjunkturdelle in Europa. Der Börse ist die ausbleibende Zinssenkung indes gleichgültig, zudem bleibt die Zinssenkungsfantasie im Markt.

Die veröffentlichten Quartalszahlen tragen indes nicht zur Stützung des Blue Chip-Index bei. Von den vier Unternehmen, die ihre Quartals-Bilanzen präsentierten, muss Siemens kräftig Federn lassen. Die Geschäfte der Münchener leiden, wie auch bei der Konkurrenz, besonders im Mobilfunkbereich. Prognosen für die weitere Entwicklung fallen dem Unternehmen schwer. Dennoch sieht Siemens im vierten Geschäftsquartal Chancen für eine Erholung des Handy-Marktes . Analysten blicken indes skeptische auf die weitere Ertragsentwicklung und stufen das Siemens-Papier herab. Misstrauisch auch die Anleger: sie gehen auf Distanz und setzen das Münchener Papier auf den Verkaufszettel

Wenig besser geht es dem Chemie-Sektor. Obwohl Chemie-Gigant BASF die bisherigen Prognosen für das laufende Jahr bekräftigt - und das ist nicht selbstverständlich, wenn der Blick z.B. auf Akzo Nobel fällt -, gerät die Aktie im Zuge der leicht unter den Erwartungen liegenden Quartalszahlen von Bayer in den Kursstrudel. Bayer verzeichnet einen deutlichen Gewinnrückgang will jedoch weiterhin das Vorjahresergebnis übertreffen.

In Turbulenzen kommt die Lufthansa-Aktie. Das operative Ergebnis des Flugkonzerns reduziert sich im ersten Quartal um mehr als 90% und liegt damit deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Allerdings ist das schlechte Ergebnis auch saisonal begründet. Dennoch: Die mäßige Konjunktur und vor allem die hohen Treibstoffpreise bringen den Kranich kräftig ins Trudeln. Wengistens wird den Lufthansa-Strategen nun ein Argument in die Hand gelegt, um die ausstehenden Lohnforderungen der Piloten zu unterminieren. Ob diese sich darauf einlassen werden ist fraglich. Fest steht nur, dass die Auseinandersetzung die Lufthansa zusätzlich belastet.

Die bisherigen Quartalszahlen haben eines gemeinsam: An ihnen lassen sich die Auswirkungen der drastischen Konjunkturabkühlung ablesen. Es gibt derzeit nur wenig Anzeichen, dass sich dies im zweiten Quartal ändern wird. Ob das besser als erwartete US-Bruttoinlandsprodukt von 2,0% für das erste Quartal die Konjunktur-Wende bringt, steht noch in den Sternen.

Große Sprünge sind bei den deutschen Standardwerten in der kommenden Woche daher nicht zu erwarten. Zudem steht uns durch den Feiertag am kommenden Dienstag eine verkürzte Handelswoche bevor, die eine ruhigen Auftakt verspricht. Zuversichtlich stimmt die Tatsache, dass sich der Dax von insgesamt unbefriedigenden Quartalsergebnissen bislang nicht aus der Ruhe bringen lässt und Rückgrat beweist.

Ausgewählte Termine der nächsten Börsenwoche

Henkel: Hauptversammlung u. Zahlen zum 1. Quartal (Mo.)
Dt. Post: Bilanz-Pressekonferenz (Mi.)
SAP: Hauptversammlung (Do.)
Epcos: Halbjahres-Pressekonferenz (Do.)
Adidas-Salomon: Zahlen zum 1. Quartal (Do.)
Wallstreet

Auge
02.05.2001, 17:55
Markttechnik/Dax hat noch Luft bis 6.400 Punkte
Frankfurt (vwd) - Mit einer kurzfristig weiter positiven Tendenz rechnen die von vwd am Mittwoch befragten technischen Analysten für den Dax. Mit einem weiteren Anstieg bis auf 6.400 Punkte wird insgesamt gerechnet. Dabei sollen auf diesem Niveau vor allem die überkauften Indikatoren den Dax zu einer Konsolidierung zwingen. Danach könne es aber weiter aufwärts gehen, habe sich das Gesamtbild doch deutlich aufgehellt, meint Thomas Durban von Delbrück Asset Management. Dagegen raten die Analysten der Bayerischen Landesbank auch längerfristig zur Vorsicht. Ihrere Meinung nach befindet sich der Dax weiter in einem Bärenmarkt.

"Der Dax sieht kurzfristig sehr positiv aus", sagt Thoms Durban. Nach Überwindung des Widerstandes bei 6.243 Punkten habe der Index jetzt Potential bis auf 6.400 Zähler. Spätestens dann sollte aber eine Korrektur einsetzen. Immerhin stünden die Stochastik-Indikatoren auf Tagesbasis im deutlich überkauften Bereich. Eine solche Korrekturbewegung könne den Dax bis auf die Unterstützungszone zwischen 6.000 und 6.100 Punkten zurückwerfen. Das längerfristige Bild habe sich jedoch insgesamt aufgehellt. Nach der angesprochenen Korrektur könne es weiter aufwärtsgehen.

Anleger sollten daher auf niedrigere Einstiegskurse in den kommenden zwei Wochen warten, so Durban. Nach Ansicht der technischen Analysten der Bayerischen Landesbank zeigen die technischen Indikatoren beim Dax eine stark überkaufte Lage. Daneben habe der Index noch immer den Widerstand seiner Trading-Range von Ende Februar/Anfang März bei rund 6.340 Punkten nicht überwinden können. Außerdem sei auf dem Chart mit linearem Kursmaßstab die obere Begrenzung des mittel- bis längerfristigen Abwärtstrendkanals bei rund 6.400 Zählern nicht mehr allzu fern. Sollte die zwischen dem März-Hoch und dem Tief vom 17.April liegende Zone um 5.944 bis 5.828 klar durchbrochen werden, steige die Gefahr, dass der Markt lediglich eine weitere Bärenmarkt-Rally erlebt habe.

Im Gegensatz zu Durban meinen die Analysten der Bayerischen Landesbank, dass auch längerfristig das Bild nicht allzu rosig aussieht. Noch habe der Dax sich nicht aus dem seit vergangenen März gültigen Abwärtstrend befreien können. Obwohl es zuletzt einige ermutigende Anzeichen gegeben habe, müsse weiter davon ausgegangen werden, dass wir es mit einem Bärenmarkt zu tun hätten. Die Aktienmärkte haben sich nach Meinung von Marcel Mußler mit guter Laune aus dem April verabschiedet. So sei es auch dem Dax gelungen, seine Rally wieder aufzunehmen und am Montag zügig auf ein neues Zwischenhoch über 6.225 Punkten davonzuziehen. Die schnelle Auflösung nach oben habe sich nach der überzeugenden Seitwärtskonsolidierung der vergangenen Tage bereits abgezeichnet.

Die Luft nach oben werde auf diesem Niveau allerdings immer dünner: Weniger wegen des Niveaus, sondern vor allem wegen des Fehlens einer soliden Konsolidierungsbasis. Allerdings gebe es auch charttechnisch noch Luft bis zum Widerstand bei 6.340 Punkten oder sogar bis zum Pullback an den langen Aufwärtstrend um 6.400 Punkte. Die Perspektive nach oben bleibe somit zunächst unverändert, aber begrenzt. Der Nemax-Allshare-Index habe Anfang der Woche ebenfalls ohne weitere Konsolidierungsschleife den Basisabwärtstrend bei 1.880 Punkten gleichsam dynamisch überwunden. "Das große Kaufsignal, auf das wir seit Monaten warten, ist nun endlich da", meint Mußler.

Nicht ganz ohne Ansage, wie vor allem schon die hohe relative Stärke des Neuen Marktes in der vergangenen Woche gezeigt habe. Diese Stärke halte auch weiter an, und es gebe daher keinen Grund, das Kaufsignal anzuzweifeln. Der nächste Widerstand des Nemax-All-Share liege jetzt bei 2.215 Zählern.


vwd/2.5.2001/sst/gos

2. Mai 2001, 16:51

Auge
14.05.2001, 11:36
14.05.2001: WGZ-Bank: Nichts Neues im DAX-Land! (Technische Analyse)
An unserem in der letzten Woche geschilderten Szenario hat sich grundsätzlich nichts geändert:

Wie erwartet tendierte der Index leicht abwärts, während der Stochastik-Oszillator, der sein Verkaufsignal weiterhin bestätigt, deutlich an Wert verlor. Auch das MACD-Histogramm ermäßigte sich und zeigt die nachlassende Aufwärtsdynamik somit an.

Unter elliott-technischen Gesichtspunkten befindet sich der Index in der 4. Welle, so dass nach Vollendung dieser Konsolidierungsphase eine letzte Impulswelle folgt, die den DAX bis auf 6.630 Punkte treiben sollte. Unterstützungen findet das deutsche Börsenbarometer in den nächsten Tagen weiterhin bei 6.070 und 5.950 Zählern.

Quelle: WGZ-Bank

euroinvest
14.05.2001, 12:08
Am vergangenen Freitag hat der Juni-Kontrakt schon mit der 6.150-er Marke gekämpft. Am Berichtstag ist er dann sang und klaglos darunter gerutscht und hat seine Handelsspanne zwischen 6.150 und 6.215 Punkten verlassen. Somit hat es der Juni-Kontrakt abgelehnt, einen positiven Ausbruch vorzubereiten.

Nun liegt die Schlüsselunterstützung bei 6.040/6.050 Zählern. Dieser mittelfristige Support begrenzt die Handelsspanne nach unten, die 6.215 Punkte nach oben. Allerdings ist an ein Überwinden des immer stärker werdenden Widerstands vorerst nicht zu denken. Das Makromodell zeigt bisher keine Verkaufssignale, während die Indikatoren weiterhin negativ sind. Das Chartbild zeigt Anzeichen einer Schulter-Kopf-Schulter-Umkehr und bereitet auf eine zunehmend prekäre Lage des Future-Charts vor.

Strategie: Das Handelskapital vorerst noch schonen und keine Position eingehen um eindeutigere Signale abzuwarten.wo

Auge
16.05.2001, 12:57
16.05.2001 - 12:25 XETRA DAX INDEX Holger Struck, M.M.Warburg & CO
Der Konsolidierungsverdacht im DAX-Kursverlauf &lt;.GDAXI&gt; auf daily-Basis hat sich nach dem Erreichen des Bewegungshochs bei 6297 Punkten in den letzten 2 Wochen konkretisiert. Die sich im Sinne der visuellen Chartanalyse anbietenden Konsolidierungsziele von 6110 und 6071 Punkten wurden auch schon erreicht. Nunmehr geht es also um den so typischen Rückzug (Pull Back) an den Mittelpunkt der vorausgegangenen W-Umkehrformation im DAX bei 5944 Punkten.

Diese Marke unterscheidet im technischen Sinne den noch als gesund zu bezeichnenden Rückzug (Abbau der zuvor entstandenen Überkauft-Lage) von einer möglicherweise größere Ausmaße annehmenden Korrektur, die den DAX anderenfalls wohl in Richtung der horizontalen Unterstützungen um 5750 Punkte führen würde.

Heute nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank am befindet sich das (bisherige) Tageslow bei von 5968 Punkten und läßt sich so gerade eben noch dem Konsolidierungs-Szenario zuordnen. Die 10 per Saldo nachgebenden Handelstage seit dem DAX-Hoch bei 6297 haben in diesem Zusammenhang den wünschenswerten Abbau der zuvor deutlich überkauften und im Abwärtsdreh befindlichen Indikatorenlage mit sich gebracht.

Leicht unterhalb der neutralen Readings angelangt besteht nun zumindest die Chance für einen erneuten Aufwärtsimpuls im DAX. Denn sollte es sich hier um eine echte Trendwende handeln (die vorausgegangene W-Umkehrformation des doppelten Bodens spricht dafür) wäre für die Oszillatoren eben typisch, fortan nicht mehr zu (auf Tagesbasis) echten Überverkauft-Zuständen zurückzukehren. Einem möglichen Konsolidierungsende im Bereich der Marke von 5944 kommt demnach für die weitere DAX-Einschätzung im Jahr 2001 ganz besondere Bedeutung zu. Denn nur im Fall dieser „positiven Bestätigung“ gilt weiterhin das rechnerische Kursziel der W-Formation von etwa 6500 Punkten, das sich aus dem Abstand zwischen den Tiefpunkten bei 5351/5384 und dem besagten Mittelpunkt bei 5944 ergibt.





Hält die Marke von 5944 auf Schlußkursbasis ?

WKN007
16.05.2001, 15:35
Der Deutsche Aktienindex entfernt sich, wenn auch nur leicht, von seinem Tagestiefststand bei 5.960 Punkten und steuert trotz schwacher US-Vorgaben durch negative Futures wieder in Richtung 6.000-Punkte-Marke. Die charttechnische Situation des Dax aber bleibt trotz dieser leichten Erholung kritisch. Der seit 1995 intakte Aufwärtstrend ist in Gefahr, wie w http://www.stockboard.de/ubb/redface.gif-Chart-Experte Stefan Salomon in seiner jüngsten Studie feststellt . Derzeit notiert der Dax bei 5.975,27 Zählern. Das entspricht einem Abschlag von 1,5%.

Gerade einmal zwei der 30 Dax-notierten Wert machen den Anlegern heute Freude und können sich im Vergleich zum Vortagesschlusskurs verbessern. Zum einen kann die Aktie des Sportartikelherstellers Adidas-Salomon um fast 2% zulegen, zum anderen gelingt der Volkswagen-Aktie der Sprung über die „Null-Marke“. Bei Volkswagen schwingen Spekulationen um mögliche Börsengänge von Tochtergesellschaften nach. Namentlich nennt die Wirtschaftswoche Audi und den Finanzsektor samt der VW-Bank als Kandidaten . Das Dementi aus dem Hause Volkswagen aber ließ nicht lange auf sich warten.

Der Kurs von Adidas-Salomon erholt sich von den Verlusten der vergangenen Tage. Hauptgrund für diese Entwicklung ist eine Aussage zu einer Partnerschaft mit dem FC Bayern München. Bayern-Sprecher Markus Hörwick wies Gerüchte zurück, wonach es Gespräche über einen möglichen Anteilsverkauf mit Adidas gebe. „Wir sind nicht in Gesprächen mit Adidas-Salomon.“ Den Anlegern scheint das sehr recht zu sein.

Zu den Top-Verlierern des Tages gehören bislang die Technologiewerte sowie die Aktien von E.On und Degussa. Während sich bei E.On der Verkauf von Klöckner & Co anbahnt, wird auch Degussa durch den Börsengang der Biotechnologie-Tochter Zentaris Kasse machen können. Ein Käufer für den Spin-Off hat sich nicht finden lassen . Auch die Aktie der Deutschen Post, die heute Quartalszahlen veröffentlicht hat , gehört zu den Verlierern. Das Wertpapier des Linde-Konzerns steht nach Bekanntwerden der Quartalszahlen unter Abgabedruck . Die Aktie selbst steht charttechnisch nicht gut da

Auge
17.05.2001, 12:37
17.05.2001: M. M. Warburg & CO: DAX - Der typische "Pull Back"? (Technische Analyse)
Der Konsolidierungsverdacht im DAX-Kursverlauf hat sich nach dem Erreichen des Bewegungshochs bei 6297 Punkten in den letzten 2 Wochen konkretisiert. Die sich im Sinne der visuellen Chartanalyse anbietenden Konsolidierungsziele von 6110 und 6071 Punkten wurden auch schon erreicht. Nunmehr geht es also um den so typischen Rückzug (Pull Back) an den Mittelpunkt der vorausgegangenen W-Umkehrformation im DAX bei 5944 Punkten. Diese Marke unterscheidet im technischen Sinne die noch als gesund zu bezeichnende Situation (Abbau der zuvor entstandenen Überkauft-Lage) von einer möglicherweise größere Ausmaße annehmenden Korrektur, die den DAX anderenfalls wohl in Richtung der horizontalen Unterstützungen um 5750 Punkte führen würde. Das am Tag nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank am 16. Mai erreichte Tagestief von 5978 Punkten läßt sich aber noch sehr exakt dem Konsolidierungs-Szenario zuordnen. Die 10 per Saldo nachgebenden Handelstage seit dem DAX-Hoch bei 6297 haben in diesem Zusammenhang einen wünschenswerten Abbau der zuvor deutlich überkauften und im Abwärtsdreh befindlichen Indikatorenlage mit sich gebracht. Leicht unterhalb der neutralen Readings angelangt bestehen nun eigentlich gute Chancen für einen erneuten Aufwärtsimpuls im DAX. Denn sollte es sich hier um eine echte Trendwende handeln (die vorausgegangene W-Umkehrformation des doppelten Bodens spricht dafür) wäre für die Oszillatoren eben typisch, fortan nicht mehr zu (auf Tagesbasis) echten Überverkauft-Zuständen zurückzukehren. Einem möglichen Konsolidierungsende im Bereich der Marke von 5944 kommt demnach für die weitere DAX-Einschätzung im Jahr 2001 ganz besondere Bedeutung zu. Denn nur im Fall dieser „positiven Bestätigung“ gilt weiterhin das rechnerische Kursziel der W-Formation von etwa 6500 Punkten, das sich aus dem Abstand zwischen den Tiefpunkten bei 5351/5384 und dem besagten Mittelpunkt bei 5944 ergibt. (Holger Struck)

Quelle: M. M. Warburg & CO

euroinvest
17.05.2001, 22:04
Der Kursgewinn von über 300 Punkten im Dow Jones scheint zum Handelsstart am Morgen bereits wieder vergessen. Zwar konnten die deutschen Aktien gestern Abend an dieser Entwicklung partizipieren, mit etwas mehr Schwung hätte man jedoch rechnen können. Allerdings bleibt zu berücksichtigen, dass die Zinsen in den USA gesenkt wurden und nicht in Europa. Experten zufolge könnte es zu einer Liquiditäts-Hausse an der Wall Street kommen. Steigende Kurse in New York sorgen am Nachmittag für eine kleine Trendwende in Frankfurt. Unterbrochen wird diese Entwicklung durch ein kurzes Intermezzo, ausgelöst durch schlechte Konjunkturzahlen aus den USA. Das produzierende Gewerbe entwickelt sich dort, dem Philadelphia-Fed-Index zufolge, weiter rückläufig . Der Dax beendet den Handel mit einem Plus von 25 Punkten oder 0,4%.

euroinvest
23.05.2001, 11:19
Frankfurt, 23. Mai (Reuters) - Die deutschen Standardwerte dürften nach Einschätzung von Händlern am Mittwoch leichter in den Handel starten. Im Vorfeld des Feiertags am Donnerstag werde sich Lustlosigkeit am Markt breit machen, sagten Börsianer. Zudem könnten Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Zuwächsen am Markt das Geschehen bestimmen. Für ein wenig Interesse könnten die endgültigen Bilanzdaten der Telekom sorgen, deren Veröffentlichung im Verlauf des Tages erwartet wird. "Die Zahlen sind im Grunde bekannt, vielmehr wird den Markt aber der Ausblick interessieren. Vielleicht bekommt der Markt dadurch eine Richtung", sagte ein Börsianer. Darüber hinaus könnten die Titel von SAP im Rampenlicht stehen, nachdem die "Financial Times" über ein Allianz zwischen der Gesellschaft und IBM berichtet hatte.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 8.20 Uhr mit 6242 Punkten oder einem Abschlag von mehr als 0,44 Prozent, nach einem Schluss von 6270 Zählern am Dienstag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 6252 Punkten.

Auf Unternehmensseite könnten eine Reihe von Gesellschaften das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Zum einen wird die Deutsche Telekom ihre endgültigen Bilanzdaten für das abgelaufene Geschäftsjahr mitteilen. Zum anderen hat Fresenius Medical Care hat diesen Tag zur Hauptversammlung eingeladen.

Die "Financial Times" (Mittwochausgabe) berichtete, SAP und IBM befänden sich in Gesprächen über eine Allianz im E-Business-Bereich. "Diese Nachricht wird auf jeden Fall eine positive Auswirkung auf die Titel von SAP haben," sagte ein Dax-Händler am Morgen.

Im MDax könnten die Titel der Bankgesellschaft Berlin AG im Mittelpunkt stehen. Am Dienstagabend hatte ein Sprecher des Berliner Finanzsenators mitgeteilt, die mehrheitlich im Eigentum des Landes stehende Bank habe einen kurzfristigen Kapitalbedarf von mehr als zwei Milliarden Euro. Der Berliner Bank-Konzern hat auf Grund alter Immobilienkredite während des Vereinigungsbooms erheblichen Wertberichtigungsbedarf, der derzeit vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) ermittelt wird.

Die Vorgaben für den deutschen Aktienmarkt waren uneinheitlich. Während die Technologiewerte an der Nasdaq ihre Gewinne vom Montag leicht ausbauten, verzeichneten die Standardwerte im Dow Jones-Index mehrheitlich Kursverluste. Nachbörslich teilte der US-Softwarehersteller Novell mit, im zweiten Quartal des laufendes Geschäftsjahres einen Verlust verzeichnet zu haben. Das Unternehmen kündigte zudem Stellenstreichungen in Höhe von fünf Prozent an.

Das deutsche Wirtschaftswachstum hat sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach Angaben des Statistischen Bundesamtes etwas deutlicher abgeschwächt als erwartet. Im Jahresvergleich legte das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 1,6 Prozent zu nach 1,9 Prozent im letzten Quartal 2000, teilte das Amt am Mittwoch vor Börseneröffnung mit. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg um 1,8 Prozent vorausgesagt. Kalenderbereinigt betrug das Plus den Angaben zufolge 2,0 Prozent nach 2,6 Prozent. Das waren die niedrigsten vierteljährlichen Wachstumsraten seit dem dritten Quartal 1999.

euroinvest
28.05.2001, 23:05
Knapp behauptet hat sich der deutsche Aktienmarkt am Montag gezeigt. Der DAX gab 6,74 Punkte oder 0,1 Prozent auf 6.216,83 Zähler ab. Von einem "sterbenslangweiligem Handel mit supergeringen Umsätzen" sprachen Händler. Sonderbewegungen fanden sich fast ausnahmslos im MDAX. Die wegen der Feiertage fehlenden Marktteilnehmer aus Großbritannien und den USA hätten den deutschen Börsen recht eindeutig bewiesen, woher sonst die Umsätze stammten, meinten Beobachter.

Linde und RWE legten im Vorfeld ihrer Hauptversammlungen am Dienstag zu. So stiegen Linde um 0,7 Prozent auf 51,80 Euro und RWE um 1,2 Prozent auf 43,05 Euro. Händler machten hier vor allem Dividendenkäufe aus.

Deutsche Telekom gaben anfängliche Gewinne nach dem Auftreten eines neuen Interessenten am Kabelfernsehgeschäft hingegen wieder ab. Hier seien "nervöse Aktionäre" vor der Hauptversammlung am Dienstag auf der Abgeberseite zu finden gewesen. Telekom verloren 1,7 Prozent auf 26,30 Euro. Deutsche Bank lagen mit 0,8 Prozent im Plus bei 91,91 Euro. Der Erwerb eines Anteils an Montedison, der am Wochenende bekannt wurde, sei "das klassische Tagesgeschäft einer Investmentbank" und nicht kursrelevant, hatten Händler erklärt. HypoVereinsbank stiegen um 1,2 Prozent auf 56,60 Euro. Die hohen Kursverluste der Commerzbank erklärten sich aus dem Dividendenabschlag. Das Minus von 3,1 Prozent auf 30,62 Euro war nach Händlerangaben "völlig normal". Inklusive Dividende ergab es eine unveränderte Kursentwicklung, hieß es dazu.

Die Rückrufaktion von rund einer halben Million Chrysler-Fahrzeugen belastete DaimlerChrysler etwas. Bilanziell sei dies aber "abgehakt", sagten Händler. DaimlerChrysler gaben 0,7 Prozent ab auf glatt 56 Euro. In der zweiten Reihe der MDAX-Titel zeigten sich die Aktien von ProSiebenSAT1 fest. Die angestrebte Verdoppelung der Umsatzrendite auf 20 nach bisher zehn Prozent wurde als gute Börsennachricht eingestuft. Die Aktien legten um rund 0,8 Prozent auf glatt 20 Euro zu. Bankgesellschaft Berlin verloren wie erwartet deutlich. Die Finanzkrise des Landes Berlin und die geplante extreme Neuverschuldung führten bei der landeseigenen Bank zu einem Abschlag von 6,6 Prozent auf 8,50 Euro.

Cox
28.05.2001, 23:16
Dax Analyse von Godemode trader :
http://62.146.24.165/news/?show=22711

Cox
28.05.2001, 23:21
Dax Analyse nach Elliottwaves Theorie von
WO :
http://www.wallstreet-online.de/ws/news/news/main.php?tpl=&frame=&m=3.1.10.0.0&action=viewnews&newsid=193442

euroinvest
31.05.2001, 08:47
Händler - Dax mit Abschlägen erwartet - Allianz im Fokus

'Frankfurt, 31. Mai (Reuters) -

Die deutschen Aktienwerte dürften nach Einschätzung von Händlern am Donnerstag etwas schwächer in die Sitzung starten. Der Fall des Dow-Jones-Index unter die Marke von 11.000 Punkten habe das Bild etwas eingetrübt, sagte ein Frankfurter Händler. "Für uns heißt das wahrscheinlich, dass wir knapp unter die 6000-Punkte-Marke fallen werden, wobei sich der Markt dann aber stabilisieren sollte." Anlegerinteresse könnten die Aktien der Allianz auf sich ziehen, nachdem der weltgrößte Versicherer am Morgen Quartalszahlen veröffentlicht hatte. Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 8.15 Uhr mit 6035 Punkten, nach einem Schluss von 6041 Zählern am Mittwoch. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 6039 Punkten. Am deutschen Aktienmarkt werden nach Einschätzung von Händlern die Titel der Allianz im Fokus stehen. Der Versicherer hat im ersten Quartal 2001 seine Beitragseinnahmen um sechs Prozent gesteigert und seine Jahresprognosen bekräftigt. "Die Zahlen sind etwas besser als erwartet und der Ausblick ist auch nicht so schlecht, von daher werden wir von der Aktie keinen Druck auf den Markt bekommen", sagte ein Börsianer. Der Versicherungskonzern hatte am Donnerstag vor seiner Bilanzpressekonferenz in München des weiteren mitgeteilt, in den kommenden vier Jahren Kosten- und Ertragssynergien aus der Übernahme der Dresdner Bank von insgesamt 2,24 Milliarden Euro zu erwarten. Nach 2006 würden jährlich 1,08 Milliarden Euro Synergien veranschlagt. "Der Ausblick ist natürlich ein Lichtblick", fügte ein anderer Händler hinzu. Die Deutsche Bank und die französische Versicherungsgruppe Axa haben nach Angaben aus Bankenkreisen vom Donnerstag ihre Gespräche über eine internationale Allfinanz-Partnerschaft abgebrochen. Der deutsche Softwarehersteller SAP und der US-Computer- und Druckerhersteller Hewlett-Packard Co haben nach Angaben beider Unternehmen eine Partnerschaft im Bereich Internet-Software beschlossen. Die New Yorker Aktienmärkte hatten am Mittwoch deutlich schwächer geschlossen. Gewinnwarnungen von Technologiefirmen hätten Ängste vor schwachen Unternehmensbilanzen im laufenden Quartal geschürt und den Kursen stark zugesetzt, berichteten Händler. Der Dow-Jones-Index verlor 1,51 Prozent und die Nasdaq 4,18 Prozent.

Cox
10.06.2001, 23:16
Auszug nach Elliot Wave Theorie :

Zugegebenermaßen ist die kurzfristige, technische Situation beim Dax weiterhin schwierig zu analysieren. Zumindest aus Sicht der Elliottwaves ist ohne weiteres eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung zwischen 6.000-6.300 Punkten bis Anfang Juli möglich. Charakteristisch für solche Schiebezonen ist ein (schwer prognostizierbarer) stochastischer Verlauf.

Zumindest aus mittelfristiger Sicht sind aber klare Aussagen möglich. Dies liegt daran, dass bis zum Kurshoch Ende April (alternativ Mitte Mai) ein Aufwärtsimpuls ausgebildet wurde. Er ist mittelfristig zumindest als Welle a, idealerweise aber bereits als Wave i einzuordnen. Folglich ist die Seitwärtsbewegung der letzten Wochen eine bullisch zu wertende Konsolidierung. Sie verschafft bekanntermaßen dem Dax technisches Potenzial für den nächsten Haussemove. Dieser kann und wird mindestens ein Kursniveau von rund 7.000 Punkten erreichen, wobei idealerweise sogar Kurse bis 7.400 Punkte bis zum Spätsommer angesteuert werden. Am mittelfristigen Szenario hat sich also nichts verändert.

Es besteht somit lediglich die Frage nach dem Zeitpunkt des Ausbruchs nach oben. Aber: Selbst im Falle eines unerwarteten Ausbruchs nach unten ist dieser Downmove mit 5.750 Punkte begrenzt, so dass dies an den o.g. mittelfristigen Kurszielen nichts ändert.

Ähnlich wie bei den anderen großen Indices (Nasdaq100, Dow Jones) gelang es zu Wochenbeginn nicht, eine letzte kleine Wave v' nach unten auszubilden. Somit war der Downmove 6.337-5.995 nur dreiteilig. Insbesondere die Möglichkeit des Expanded Flat wurde somit zunichte gemacht.

Der Kursanstieg bis zum Wochenhoch 6.278 war ebenfalls nicht impulsiv. Man kann im obigen Kurzfristchart erkennen, dass lediglich ein komplexes Korrekturmuster vorliegt. Somit sind für die nächsten Handelstage keine bullischen Implikationen mehr möglich. Allerdings wurde der wichtige Widerstand 6.190 Punkte überschritten, was ja eigentlich als mittelfristiges Kaufsignal fungieren sollte. Leider machen hier die sehr kurzfristigen Kursmuster des Dax einen Strich durch die Rechnung. Da sich der Anstieg mittlerweile als eindeutig nicht-impulsiv herausstellte, muss diese Signalgebung leider und eindeutig als Fehlsignal eingestuft werden.

Denn: Ein Aufwärtsimpuls ist deshalb nicht möglich, da bei einer solchen Welleneinordnung die Hauptantriebswelle 3'' die kürzeste Impulsbewegung wäre, was regeltechnisch aber nicht zulässig ist. Somit steht fest, dass die Korrekturbewegung der letzten Wochen nach wie vor Bestand hat.

Aus strategischer Sicht ist aber klar, dass diese Seitwärtsbewegung in jedem Fall von einem Downmove beendet wird. Idealerweise handelt es sich da um ein Kurstief im unteren Notierungsbereich, also bei rund 6.000 Punkten. Von Seiten der Elliottwave gibt es sowohl die Möglichkeit, dass der Dax zunächst erst noch bis 6.300 ansteigt, bevor der letzte Downmove bis 6.000 folgt. Aber mit dem Freitagshoch wurden bereits die Minimalvoraussetzungen für den Start dieser Kursbewegung erfüllt.

Insgesamt gestaltet sich aber die Prognose aktuell äußerst schwierig. Zumindest sind ausgehend vom sehr kurzfristigen Chart Aussagen möglich. Hierbei wurde am Freitag bis zum Handelsschluss ein Abwärtsfünfer ausgebildet. Wahrscheinlich handelt es sich aber lediglich um die Wave c in einer Flat-Korrektur. Somit sollte der Index zum Wochenstart zunächst nach uneinheitlichem Start leicht ins Plus laufen. Das Kursziel liegt bei 6.210 Punkten. Nur wenn der Index an diesem Punkte wieder nach unten abdreht und unter den Freitagsschluss fällt, wäre das die Entscheidung für den diskutierten Move bis 6.000. Wegen der bislang wenig bearishen Kursmuster wäre es aber nicht verwunderlich, wenn es gelingt über 6.237 Punkte anzusteigen. Erst wenn dieser Break gelingt, kann auch sofort das Restpotenzial bis 6.340 genutzt werden.

Intermarket-Vergleich: Im Anbetracht der zu erwartenden Kursentwicklung in den USA ist der erwartete Downmove bis 6.000 durchaus realisitisch. Denn auch hier benötigen die grossen Indices, wie Dow Jones, S&P500 oder Nasdaq100, noch einen zweiten Korrekturmove (dort Wave c), damit im Sommer die Kurse wieder ansteigen können. Im Rahmen dieser Wave c sollte also auch der Dax den noch ausstehenden Rückgang ausbilden.

Markttechnik: Zunächst erkennt man beim im Chart integrierten Volatilitäts-Dax, dass auch hier in den nächsten zwei Wochen die Seitwärtsbewegung tendenziell fortgesetzt werden sollte. Allerdings ist auch zu erkennen, dass spätestens ab Juli ein dynamischer Trendmove folgen wird. Im historischen Vergleich ist bei einer unterstellten Analogie eine Kursbewegung von mindestens rund 950-1.050 Punkten zu erwarten. Auf Tagesbasis ist leider keine einheitliche Tendenz abzuleiten. Während kurzfristige Oszillatoren für wenige Tage weiteren Kurssteigerungen nicht im Wege stehen, sind die Trendfolger weiterhin auf hohem Notierungsniveau und lassen eigentlich eine kräftigeren Downmove erwarten.

Fazit: Zunächst ist klar, dass der Dax im Laufe der nächsten 2 Wochen nochmals bis rund 6.000 Punkte fallen muss, um die Konsolidierung der letzten Wochen zu beenden. Sollte der Index am Montag deutlich über das Mini-Kursziel 6.210 Punkte steigen, so dehnt sich die Höherbewertung der letzten Woche bis 6.340 Punkte aus, bevor die Wave c bis 6.000 folgt. Unterm Strich wird sich also die stochastische Bewegung in der Tradingrange fortsetzen.

Auge
11.06.2001, 09:31
Experten: Börsen haben Ende April die Talsohle durchschritten
Düsseldorf (vwd) - Obwohl ein Großteil der High-Tech-Unternehmen nach dem Absatzeinbruch Ende vergangenen Jahres noch keine Anzeichen für eine Umsatzbelebung sehen, sind Experten überzeugt, dass die Börsen Ende April die Talsohle durchschritten haben und dass die Anleger auf die Wirkung der Zinssenkungen und der US-Steuersenkung vertrauen. "Die Geldmanager suchen Kaufgelegenheit. Deshalbe halten sich die Rückschläge nach Negativ-Meldungen in Grenzen", sagte Portfolio-Manager Erik Gustafson von der Stein Roe & Farnham Vermögensverwaltung in Chicago dem Handelsblatt (HB/Montagausgabe).

Im Biotech-Sektor habe Biotech-Anlayst John Sonnier von der Prudential Vermögensverwaltung keine Angst vor Gewinn-Warnungen, schreibt das Blatt weiter. Dan Gillespie, Portfolio Manager von der Rydex Vermögensverwaltung, sagte der Zeitung, dass man es zeitlich nicht abpassen könnte, doch langfristig sollte man im Biotech-Bereich investiert sein.


vwd/12/11.6.2001/sam

11. Juni 2001, 08:43

euroinvest
12.06.2001, 10:50
Der Dax präsentiert sich weiterhin auf wackligen Beinen. Schwache Vorgaben aus den USA belasten die deutschen Standardwerte zusätzlich. Zwar können sich am Montag Dow Jones und Nasdaq von den Tagestiefständen erholen, schließen aber beide deutlich im Plus. Insbesondere der Nasdaq-Index signalisiert die schwache Verfassung bei Technologie-Titeln.

In Deutschland halten sich die Hightech-Papiere einigermaßen über Wasser. Dafür sorgen vor allem die Aktien von Epcos und der Deutschen Telekom. Epcos-Chef Gerhard Pegam sieht zwar eine leichte Erholung der Auftragslage, zudem seien die Auftrags-Stornierungen in den vergangenen Wochen substanziell zurückgegangen. Es sei aber zu früh, um von einer Erholung des Marktes zu sprechen, äußerte er in einem Agentur-Interview. Auf Grund der verhalten positiven Aussage hält sich die Epcos-Aktie mit einem Minus von 0,2%verhältnismäßig gut. Dagegen verlieren SAP, Infineon und SAP zwischen 1 und 2%.

Gegen den schwachen Markttrend setzt sich die T-Aktie durch, die rund 1% steigt. Grund ist eine Vereinbarung, nach der die Deutsche Telekom und die angeschlagene British Telecom beim Aufbau des UMTS-Netzes in Deutschland und Großbritannien kooperieren. Eine solche Zusammenarbeit würde Millarden-Summen sparen. Um rund 30% reduzieren sich den Angaben zufolge die Kosten für den Netzaufbau.

Positive Nachrichten auch von der HypoVereinsbank. Das Geldinstitut wird sein Privatkundengeschäft neu ordnen und zukünftig unter einem einheitlichen Markennamen seine Geschäfte betreiben . Das verhilft der Aktie zu einem komfortablen Plus von 0,9%.

Die Lufthansa-Aktie befindet sich den zweiten Tag in Folge im Rückwärtsgang. Die hohen finanziellen Belastungen durch den Tarifkompromiss mit der Pilotenvereinigung sind ausschlaggebend für ein Minus in Höhe von knapp 2%.wo

Auge
17.08.2001, 13:05
ftd.de, Fr, 17.8.2001, 8:41, aktualisiert: Fr, 17.8.2001, 12:57, nächste Aktualisierung: Fr, 17.8.2001, 15:30
Dax am Mittag: Standardwerte loten weitere Tiefstände aus
Von Jennifer Tiede, Hamburg

Der Deutsche Aktienindex hat am Freitagmittag erneut Tiefstände ausgelotet. Die Papiere von Bayer und der Telekom gaben anfängliche Gewinne wieder ab.

Der Dax notierte bei 5317 Punkten 0,85 Prozent im Minus. Der MDAx verlor 0,03 Prozent auf 4641 Stellen. Zeitweise sank das seit Wochen unter Druck stehende Börsenbarometer aus 30 Standardwerten auf nur 5316 Zähler. So tief hatte der Dax zuletzt am 25. Oktober 1999 geschlossen.

Die Commerzbank erklärte, sie erwarte eine Fortsetzung der "Seitwärtsbewegung" an den Aktienbörsen. "Eine nachhaltige Erholung wird erst dann eintreten, wenn sich eine konkrete konjunkturelle Verbesserung abzeichnet", betonte das Geldinstitut in Frankfurt. Rund um den Globus sei die Unsicherheit an den Aktienmärkten anhaltend groß.


Auf der Verliererseite standen die Titel von MLP (minus 11,65 Prozent auf 74,39 Euro). Händler begründeten den Abschlag mit einer Herabstufung von JP Morgan. Auch die Aktie des Handelskonzern Metro verbuchte Abschläge. Sie gab 0,56 Prozent auf 44,86 Euro ab. Der Titel stehe häufig im Schatten, wenn Technologiewerte sich erholten, meinte der Börsianer. Das sei nichts Besonderes. Für den weiteren Tagesverlauf zeigte er sich skeptisch. "Ich weiß nicht, woher die Impulse kommen sollen", sagte der Händler.

Bayer dreht ins Minus


Die am Vortag von starken Gewinneinbußen belasteten Aktien des Chemie- und Parmaunternehmens Bayer legten zunächst zu. Am Mittag fielen sie jedoch wieder (minus 1,88 Prozent auf 35,42 Euro). Das Unternehmen gab eine weitere schlechte Nachricht bekannt. Bayer rechnet mit einer steigenden Zahl von Todesfällen, die im Zusammenhang mit der Einnahme des Libobay-Wirkstoffs Cerivastatin aufgetreten sind. Bisher sind 52 Todesfälle bekannt. BASF stiegen dagegen um 0,74 Prozent auf 44,78 Euro.

T-Aktie verliert


Im Mittelpunkt des Interesses standen erneut die T-Aktien und die Titel der Deutschen Bank. Die von der Deutschen Bank im Namen eines ungenannten Investors verkauften 44 Millionen Aktien der Deutschen Telekom stammen Zeitungsberichten zufolge doch von der Hongkonger Hutchison Whampoa. Der Kurs der T-Aktie ist seit dem Paket-Verkauf um mehr als 20 Prozent eingebrochen. Das Unternehmen hat nach Angaben ihres Finanzvorstandes Karl-Gerhard Eik den Rückfluss von T-Aktien im Griff. Den Kapitalmärkten drohe mit dem Ende der Haltefrist für die Voicestream-Aktionäre zum 1. September kein unkalkulierbarers Risiko. Weitere 80 Millionen Aktien sollen dann auf den Markt kommen. Das Papier verlor nach anfänglichen Gewinnen 1,67 Prozent auf 17,70 Euro. Die Aktien der Deutschen Bank gewannen 0,62 Prozent auf 77,40 Euro.

Technologietitel uneinheitlich


Die am Vortag unter Verlusten leidenden Technologiewerte profitierten von den späten Gewinnen an der US-Technologiebörse Nasdaq, sagte Frank Albrecht, Händler bei M.M. Warburg in Hamburg. SAP stiegen um 1,20 Prozent auf 157,98 Euro. Händler werteten dies als technische Reaktion. Epcos standen außen vor und büßten 2,97 Prozent auf 45,70 Euro ein. Infineon- Papiere verteuerten sich um 0,21 Prozent auf 24,34 Euro. Siemens gaben 0,61 Prozent auf 56,75 Euro nach.

Erneut Abschläge für MAN


Der Aktienkurs des Nutzfahrzeugherstellers MAN gab den zweiten Tag in Folge nach. Das Papier notierte mit 24,88 Euro 3,38 Prozent im Minus. Nach Ansicht von Fidel Helmer, Leiter des Wertpapierhandels bei Hauck & Aufhäuser, wirkt die Nachricht vom Vortag nach. Der Konzern hatte wegen "bilanzieller Unregelmäßigkeiten" den Vorstandschef und den Finanzvorstand bei der britischen Tochtergesellschaft ERF suspendiert. Der MAN-Kurs war nach der Meldung schlagartig eingebrochen.


Zudem gebe es Befürchtungen, dass der wieder erstarkte Euro der Exportwirtschaft Probleme bereiten könnte, sagte der Experte. "MAN ist ein exportorientiertes Unternehmen, und man nimmt an, dass sie nun weniger exportieren können." Abgesehen davon sei MAN aber auch eher ein Wert der zweiten DAX-Reihe mit meist geringeren Umsätzen, so dass der Kurs relativ einfach beeinflusst werden könne, sagte Helmer.

Euro leichter


Der Euro legte zum Wochenschluss auf seinem jüngsten Erholungskurs eine Pause ein. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete in Frankfurt 0,9116 $ und lag damit knapp unter dem Referenzkurs vom Donnerstag, den die Europäische Zentralbank auf 0,9144 $ festgelegt hatte.

Auge
27.08.2001, 08:03
Händler: Fonds könnten DAX auf über 5.500 Punkte treiben
Frankfurt (vwd) - Die Shorteindeckungen vom Freitag könnten Aktienhändler zufolge zum Wochenbeginn durch strategische Investments von Investmentfonds ergänzt werden. Viele Fondmanagements tagten gegen 10.00 Uhr, im Anschluss könnten dann Kaufaufträge an den Markt gelenkt werden, sagten Marktteilnehmer auf Anfrage von vwd. Daneben sei der Markt tendenziell noch immer short, so dass auch die Deckungsgeschäfte die Kurse weiter stützen sollten. Der DAX könnte zunächst auf Stände knapp oberhalb von 5.500 steigen, heißt es. Sollte der Markt heute freundlich tendieren, könnten am Dienstag Anschlussaufträge aus London kommen, da dort am Montag Feiertag ist.


Der Aufschwung sei damit voraussichtlich frühestens am späten Dienstagvormittag in Gefahr. Darüber hinaus warnen Händler vor zu viel Optimismus. Denn der Baisse-Trend bei etwa 6.000 Punkten sei weiter intakt. +++ Herbert Rude

vwd/27.8.2001/hru/gre/maa

Auge
27.08.2001, 08:05
WDH/Börsen-Ausblick/Unverändert dunkle Wolken am Horizont
Von vwd Börsenkorrespondent Richard Breum


Je länger der Abschwung an den Aktienmärkten dauert, desto eher werden kleine Aufschwünge von Investoren dankbar als Anzeichen für eine offenbar echte Wende aufgefasst - ein Zulegen des DAX wie am Freitag oder die bessere Stimmung, die der ifo-Geschäftsklimaindex anzeigte. Doch bisher zeigen sich nur wenige Signale für eine Trendwende. Im Gegenteil: Zumindest drei Risiken lasten unverändert auf der Zukunft der Märkte. Da ist zum einen die Verflechtung der Weltwirtschaft. Sie hat weltweit für Aufschwung gesorgt, als es der US-Wirtschaft gut ging. Jetzt wirkt der Zusammenhang ebenfalls - nur negativ: Die Amerikaner importieren weniger aus Asien; die wiederum drosseln ihren Import auch aus Europa.

Schon jetzt hat sich der weltweite Konjunkturrückgang auf mehr Regionen ausgedehnt als bei der Schwäche 1991, von der vor allem die USA betroffen waren. Im Hintergrund lauert zudem noch immer das Pulverfass Argentinien; die Gefahr, dass das Land seine Schulden nicht mehr bezahlen kann, besteht weiter. Zweitens scheinen die sieben Zinssenkungen in den USA, auf die Investoren soviel Hoffnung gesetzt hatten, nicht zu wirken. Zwar dauert es immer mindestens ein halbes Jahr, bis sie tatsächlich die Konjunktur ankurbeln. Aber weil auf den Unternehmen zuviel Schulden lasten und sie mit dem geliehenen Geld zuviel Kapazität aufgebaut haben, kann es sein, dass die Auswirkungen diesmal noch deutlich länger ausbleiben.

Denn ein Anreiz für Investitionen ist das billige Geld in einer solchen Situation nicht. Seit die US-Notenbank mit den Zinssenkungen begann, sind die Aktienkurse kontinuierlich gefallen - und der US-Dollar ist stärker als zu Beginn des Jahres. Eigentlich hätten die Zinsenkungen andersherum wirken sollen. Der dritte Grund für Skepsis liegt in der steigenden Arbeitslosigkeit in den USA. Bisher hat der amerikanische Verbraucher unverdrossen Geld für Konsum ausgegeben und so die US-Wirtschaft gestützt. Dass er angesichts der Kündigungswelle weiter so ungerührt seine Kreditkarten zückt, ist ziemlich unwahrscheinlich. Analysten von Goldman Sachs sagen den USA für das kommende Jahr eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent voraus - nach 3,9 Prozent im vergangenen Jahr. Damit sieht es für die US-Konjunktur weiter wackelig aus.

Zahlen, die diese Befürchtungen in der bevorstehenden Woche zerstreuen könnten, sind nicht in Sicht. Die Flut der Quartalsergebnisse flaut etwas ab. Am Montag legen Fortis Zahlen vor sowie Kolbenschmidt Pierburg und Kinowelt Medien. Dienstag folgen Beate Uhse, Thyssen Krupp, Jenoptik und Umweltkontor. Um 16.00 Uhr wird der Index für das Verbrauchervertrauen in den USA im August veröffentlicht. Mittwoch berichten die MDAX-Werte WCM und AWD über ihre Ergebnisse, T-Online veranstaltet ihre Halbjahrespressekonferenz.

In Frankreich gibt es Zahlen von Air Liquide. Donnerstag wird mit Spannung auf der Ergebnis der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank gewartet. Ahold veranstaltet eine Pressekonferenz zum Ergebnis des ersten Halbjahres; Carrefour, die Münchener Rückversicherung, PrimaCom und König und Bauer veröffentlichen Ergebnisse. Am Freitag werden der Auftragseingang der US-Industrie im Juli, der Chicagoer Einkaufsmanagerindex für August und Daten für das Verbrauchervertrauen von der Uni Michigan erwartet. Halbjahreszahlen gibt es von GfK und Philipp Holzmann.


vwd/27.8.2001/rib/ml/gre

27. August 2001, 07:14

Auge
28.08.2001, 11:34
28.08.2001: Verschnaufpause im DAX
Die Standardwerte an der New Yorker Wall Street und die Technologiewerte an der Nasdaq haben den Montagshandel nach der starken Performance vom Freitag mit Verlusten geschlossen. Händler hatten bereits mit einer solchen Reaktion gerechnet. Im August sind bisher alle Zugewinne von anschließenden Verkaufswellen zunichte gemacht worden. Hinzu kommt die Unsicherheit hinsichtlich der Unternehmensgewinne und der US-Konjunktur. Bis Handelsschluss verlor der Dow Jones 0,39% auf 10.382,35 Zähler, während der marktbreitere S&P-500 Index 0,48% auf 1.179,22 Punkte nachgab. Der Nasdaq Composite verlor 4,39 Punkte und kam auf einen Schlusskurs von 1912,41 Punkte.

Auch der deutsche Aktienmarkt musste gestern eine Verschnaufpause einlegen und konnte die guten Gewinne vom Freitag nicht weiter ausbauen. Auch die ersten Indikationen für heute zeigen eine erneute Abschwächung des Dax um weitere 26 Punkte. Wir werden heute wohl die Unterstützung bei 5351 testen, um eine Gewissheit über die Bodenbildung zu bekommen. Viele Marktteilnehmer gehen zur Zeit von einer Trendwende aus, dies zeigen die vielen Sentiment Erhebungen, die es mittlerweile am Markt gibt. Der Sentix-Index des Verbandes der deutschen technischen Analysten war zum Wochenschluss so bullisch wie noch nie. Dies ist allerdings kein positives Zeichen, denn wenn jeder nun eine neue Position aufgebaut hat, fehlen in den nächsten Tagen neue Käufer und der Markt wird an Momentum verlieren. Ein positiver Tag macht halt noch keinen Frühling. Diese Woche wird uns aber zeigen, ob uns eine Bodenbildung gelingt oder nicht!

Happy Trading
Jörg Dechert

Handelsbreite: 5350 - 5520 Punkte im Dax
Helaba Dax-Indikation 07:30 Uhr: 5380 Punkte
Helaba Nemax50-Indikation 07:30 Uhr: 1121 Punkte
Helaba EUROSTOXX50-Indikation 07:30 Uhr: 3875 Punkte

Quelle: Helaba

Nolli
19.09.2001, 09:23
DAX: Wichtige Kennziffern 13 und 39

Zwei Zahlen moechte ich fuer Boersenueberlegungen geben: Die 13 und die 39. Dreizehn ist das derzeitige Kurs/Gewinn-Verhaeltnis (KGV), das man im Kursinformationssystem "Bloomberg" fuer den Deutschen Aktienindex vorfindet. Diese Kennzahl schwankt ueber die Jahrzehnte hinweg etwa zwischen 10 und 25. Mit einer Bewertung mit dem dreizehnfachen Jahregewinn befinden wir uns also im unteren und somit billigen Bereich. Deutsche Blue-Chips haben also nur mehr relativ wenig Platz nach unten, aber bei einer Stimmungsverbesserung deutliches Potential nach oben.

Die zweite Zahl ist die 39. Dies ist die aktuelle implizite DAX-Volatilitaet. Diese Kennzahl zeigt an welche Index-Schwankungen fuer die kommende Zeit erwartet werden und wird aus dem Vergleich des DAX mit dem DAX-Future berechnet. In den letzten 250 Boersentagen lag die DAX-Volatilitaet im Schnitt bei einem Wert von 26. Nur zwei Mal innerhalb der letzten Jahre erreichten wir derart hohe Kursschwankungen wie jetzt. Dies war im Oktober 1997 und im September/Oktober 1998. In beiden Faellen folgten nach einer Zeit der Verunsicherung deutliche Kursgewinne. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir nun eine aehnliche Situation haben und vorsichtige Kaeufe in substanzstarken DAX-Titeln schon bald Kursgewinne einbringen.

Nolli

carver
19.09.2001, 09:36
bin auch der gleichen meinung, daß dax nach unten nicht mehr viel spielraum hat.

Es gibt etliche Werte im Dax die wirklich billig sind. Frage ist nur, inwieweit sie ihre Gewinnerwartungen und demnach ihr KGV halten können.

Sehr günstig sind für mich zur Zeit VW (besser noch VZ KGV 3 - 4)Daimler, MAN
evtl Thyssen.
Meine Auswahl bezieht sich auch auf die Dividendenrendite (langfristige Anlage)
Hightech hätte evtl. mehr Potenzial, aber auch etwas riskant.

HSnoopy
15.10.2001, 21:24
Gute Chart-Animation - den Dax langfristig betrachtet.

Die Charts sind sehr gut aufbereitet: http://www.parus.de/daxanim.htm

Übrigens dieser Link ist nicht zu verachten:
http://www.parus.de/

Charts von mehreren Usern - zusammengefasst auf einer Seite. Es geht im wesentlichen um den Dax

HSnoopy

Auge
14.11.2001, 19:22
18:40 Uhr: Meinung von Thomas Hoch


Börsen legen Verschnaufpause ein


Wie gewonnen, so zerronnen. Nachdem sich der Dax im Tagesverlauf zu neuen Höhen empor schwingen konnte, gab er inzwischen seine Gewinne fast vollständig ab. Die kräftigen Kurszuwächse der vergangenen Tage reizten zur Mitnahme der Gewinne. Zusätzlich wird der Dax durch die schwachen Versicherungswerte belastet. Doch das Schwächeln der Indices ist wohl nicht mehr als eine Verschnaufpause, der Aufwärtstrend scheint weiter in Takt. Thomas Hoch


Foto: Reuters
Bis auf 5047 Punkte hatte sich der Dax heute schon nach oben gearbeitet, doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Gegen 18.40 Uhr notiert der Dax nur noch mit einem dünnen Tagesplus von 0,3 Prozent. Besser sieht es am Neuen Markt aus. Der Nemax50 gab zwar am Nachmittag ebenfalls nach, liegt aber mit zwei Prozent noch deutlich im Plus.

Nach der rasanten Rally am Morgen war es vielen Anlegern wohl etwas zu heiß geworden. Trotz überraschend positiver Zahlen aus dem US-Einzelhandel, die am Nachmittag die Börse erreichten, realisierten sie ihre Gewinne. Das Ende der Rally ist damit aber wohl kaum eingeläutet, nach wie vor gibt es genügend Liquidität, die in die Märkte drängt.

sharper.de

Auge
17.01.2002, 09:36
DAX-Tagesanalyse [ 17.01.02, 08:16 ]
Von Daniel Köster




Weiter abwärts ging es beim DAX am gestrigen Mittwoch. Das Marktbarometer verlor von Handelsbeginn an bis auf ein Tagestief von 4974 Zählern, um bei 4984 Zählern zu schließen (- 1,5 Prozent). Damit notiert der Index erstmals seit dem 20.Dezember wieder unter der 5000er-Marke.





Kurzfristige Analyse
Die Doji-Formation vom vergangenen Dienstag stabilisierte den DAX nur kurz. Bereits einen Tag später schloss der Index unter der kurzfristigen Chartmarke von 5029 Zählern, die sich aus dem Tagestief am 15. Januar ergeben hatte. Die 5000er-Marke ist eher als psychologisch wichtige, denn als eine bedeutende charttechnische Unterstützung zu interpretieren. So fiel der DAX dann auch schnell darunter und weiter in Richtung der wichtigeren Haltelinie bei 4870 Zählern. Sie ist die untere Begrenzung der weiter intakten Handelsspanne - siehe Chart.

Spätestens an dieser signifikanten Haltelinie sollte der Kursrückgang zunächst stoppen. Denn nach fünf Handelstagen kontinuierlichem Kursverlust wird die Wahrscheinlichkeit für eine zumindest kurze Gegenbewegung immer höher. Ein Unterschreiten im ersten Anlauf ist daher nicht zu erwarten.

Dafür spricht auch die bisher nur auf Tagesbasis angestiegene Dynamik der Kursbewegungen. Auf der aussagekräftigeren Wochenbasis berechnet ist die Intensität der Kursbewegungen nach wie vor als sehr gering einzustufen, was die Ausbildung einer neuen, nachhaltigen Trendbewegung weiter erschwert.

Je nach dem, wie stark sich der DAX nach einem Test der 4870er-Marke erholen wird, werden sich Ausbruchwahrscheinlichkeiten nach unten berechnen lassen. Ein Unterschreiten würde die bisher durch die noch intakte Seitwärtsbewegung generell neutrale Verfassung des Marktes in eine eindeutig negative verwandeln. Solange die 4870er-Marke aber hält, ist eine Fortsetzung der richtungslosen Seitwärtsbewegung zu erwarten.




Kurzfristige Handelsempfehlung

Es ist weiter kein akzeptables Chance-Risiko-Verhältnis für eine Neupositionierung erkennbar.

Mittelfristige Analyse

Immer weiter entfernt sich der DAX von der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 5369 Punkten verläuft. Ein Abprallen des Index an der Durchschnittslinie wäre bei Schlusskursen nachhaltig unter 4870 Zählern bestätigt. Die mittelfristigen Aussichten im DAX würden sich dadurch zunächst verschlechtern. Der Index hätte aber die Möglichkeit eine Umkehrformation auszubilden und somit ein Kaufsignal vorzubereiten. Bisher sollten sich die Anleger mit Neupositionierungen weiter zurückhalten.




Zusammenfassung der Unterstützungen und Widerstände


Widerstand 4: 5405 (mittelfristige Abwärtstrendgerade)
Widerstand 3: 5369 (200-Tage-Linie)
Widerstand 2: 5341 (obere Begrenzung der Handelsspanne)
Widerstand 1: 5110 (rechnerische Mitte der Handelsspanne)


DAX: 4984 Punkte (letzter Schlusskurs)


Unterstützung 1: 4870 (untere Begrenzung der Handelsspanne)
Unterstützung 2: 4600 (horizontaler Bereich)
Unterstützung 3: 4500 (horizontaler Bereich)

euroinvest
02.04.2002, 21:00
Eine anhaltende Gewaltspirale im Nahen Osten, der steigende Ölpreis und eine sehr schwache Wallstreet drückten den DAX heute um 1,60% auf 5311 Punkte. Seit Jahresbeginn hat sich der Ölpreis um rund ein Drittel verteuert. „Ein weiter steigender Ölpreis reduziert das Realeinkommen der Haushalte, erhöht die Unternehmenskosten und heizt die Inflation an“, sagte die Aktienstrategin Gertrud Traud von der Bankgesellschaft Berlin.
Während die Aktien der Mineralölkonzerne davon profitieren konnten, geriet Lufthansa gerade aus diesem Grund unter Druck und schloss mit einem Verlust von 4,64% bei 16,68 Euro.
Weitere Verlierer waren SAP (-5,36%), Siemens (-3,80%), MLP (-3,93%), Infineon (-3,27%) und die Telekom (-3,42%). Gegen den Trend legte Bayer um 2,19% auf 39,70 Euro zu. Schering verteuerte sich um 1,16% auf 67,88 Euro.

Börsego

Art
02.04.2002, 21:14
Quatsch wegen Ölpreis! Die Haushalte sparen deswegen nicht mehr, sie fahren einfach nur weniger; für Unternehmen spielt der Anstieg auch keine Rolle, da sie meist langfristige Lieferverträge zu einem festen Preis haben und Inflation ? Das ich nicht lache! Letztes Jahr war der Ölpreis zw. 25 und 30 $ bis zum September und da hat keiner nach dem Inflationspespenst geschriehn. Dumme Analysten. http://www.stockboard.de/ubb/biggrin.gif

Art
02.04.2002, 21:18
Ach ja! Ich habe heute wo alle verkauft haben, angefangen Lufthansa zu kaufen. Die Rezession haben wir hinter uns!

vcpro.de
05.04.2002, 12:12
Börsenbericht: Anlegern fehlt das Vertrauen


Frankfurt/Main (ots) - ach zuletzt eher schwächeren
Konjunkturdaten kommen vielen Anlegern offensichtlich wieder Zweifel
an der Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Erholung. In der Folge
standen in dieser Woche die internationalen Aktienmärkte unter Druck.
Vor allem der Technologie-Sektor dämpfte übergroße Erwartungen. Die
bisherigen Zugpferde dieser Branche, Hersteller von
Customer-Relationship-Management-Software (CRM) wie Peoplesoft oder
Commerce One, enttäuschten nach Gewinnwarnungen. Sorgen bereitet auch
der wegen des Nahost-Konfliktes gestiegene Ölpreis. Die
vielversprechenden Anzeichen einer Konjunkturerholung könnten dadurch
gefährdet werden. Auf der anderen Seite weckt die beginnende
Quartals-Berichterstattung amerikanischer Unternehmen die Hoffnung
auf positive Überraschungen. Offenbar warten die Anleger nach dem
Kursanstieg von sogenannten Value-Titeln in den vergangenen Wochen
vor allem darauf, Technologie-Aktien günstig kaufen zu können. Nach
der zuletzt guten Kursentwicklung empfiehlt die Commerzbank privaten
Anlegern, die Aktien von DaimlerChrysler zu halten. Microsoft bleibt
wegen der positiven Erwartungen für Technologietitel ein klarer Kauf,
wenngleich diese Aktie auch mittelfristig volatil bleiben wird.

Ausgelöst durch das Pulverfass Naher Osten tendierte der
Rentenmarkt in dieser Woche fester, da Anleger Kapital aus Aktien in
Renten umschichteten. So fiel die Rendite für 10-jährige
Bundesanleihen wieder unter 5,2 Prozent. Allerdings handelt es sich
dabei in erster Linie wohl um eine technische Reaktion auf die
Kurverluste der letzten Wochen. Nach Veröffentlichung des
Geschäftsklimaindex für Europa stiegen die Renditen vorübergehend
insbesondere im kurzfristigen Bereich sogar wieder an. Die Sitzung
der Europäischen Zentralbank spielte dagegen keine Rolle, da
unveränderte Leitzinsen erwartet wurden. Unverändert bleiben für
private Anleger 3- bis 5-jährige Pfandbriefe und Unternehmensanleihen
guter Bonität sowie variabel verzinsliche Titel besonders
interessant.


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vcpro.de
12.04.2002, 12:08
Frankfurt am Main (ots) - Zwar schockierte IBM in dieser Woche die
internationalen Aktienmärkte mit der ersten Gewinn- und Umsatzwarnung
seit 1991. Die amerikanische Computerbörse Nasdaq nahm diese
Hiobsbotschaft nach kurzem Einbruch jedoch gelassen auf. Dies gibt
Anlass für Zuversicht. Denn obwohl sich noch immer keine rechte
Investitionsbereitschaft in Titel der Informationstechnologie
abzeichnet, bleiben die Anleger ausgesprochen ruhig, bei allerdings
eher gedrückter Stimmung. Die Erfahrung zeigt, dass in solchen Phasen
der Grundstein für einen künftigen Aufschwung gelegt wird. Mit einer
Rallye an der Nasdaq bis über die Marke von 2000 Punkten hinaus kann
deshalb in den kommenden Wochen gerechnet werden. Ein klarer Kauf
bleibt Microsoft. Die Aktie sollte auf aktuellem Niveau ihren Boden
gefunden haben und mittelfristig über 70 Dollar steigen.

Der deutsche Aktienmarkt wird dagegen noch seitwärts tendieren.
Aus der Sicht der Commerzbank ist dies für den mittelfristig
orientierten Privatanleger der richtige Zeitpunkt für Aktienkäufe. Je
länger die Konsolidierung dauert, desto größer die Chancen für einen
kräftigen Kursanstieg. Der deutlich gestiegene Ölpreis scheint
bereits in den Aktienkursen berücksichtigt und stellt keine weitere
Belastung dar.

Die zuletzt schwächeren US-Arbeitslosendaten trieben die Kurse an
den internationalen Rentenmärkten in dieser Woche zunächst nach oben.
Nachgebende Aktienkurse, die Gewinnwarnung von IBM und die Krise im
Nahen Osten mit der Befürchtung noch höherer Ölpreise wirkten
kurssteigernd. Zur Wochenmitte drehten dann die Aktienmärkte und
sorgten wieder für Kursrückgänge der Anleihen. Die Umsätze blieben
aber im Vorfeld der Bekanntgabe wichtiger Konjunkturdaten für
Deutschland und die USA gering. In nächster Zeit wird die beginnende
Unternehmensberichtssaison auch die Anleihemärkte wesentlich
beeinflussen. Mögliche weitere Gewinnwarnungen könnten nochmals einen
positiven Effekt auf die Rentenmärkte haben. Zinserhöhungen der
Notenbanken sind dagegen zunächst nicht zu erwarten. Private Anleger
sollten weiterhin Papiere mit Laufzeiten von 3 bis 5 Jahren
bevorzugen, da dieser Laufzeitbereich das günstigste
Chance-Risiko-Profil bietet.

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Tobi
19.04.2002, 10:46
Frankfurt/Main (ots) - Nach schwachem Start konnten sich die
internationalen Aktienmärkte in der zweiten Wochenhälfte leicht
erholen. Grund dafür waren überzeugende Quartalsberichte
amerikanischer Technologieunternehmen wie Texas Instruments. Vor
allem die Prognosen für die kommenden Quartale wurden angehoben. Auch
bei Philips gab es positive Meldungen. SAP enttäuschte dagegen die
Erwartungen der Anleger. Insgesamt bietet die
Unternehmensberichterstattung noch ein gemischtes Bild. Im Vergleich
zu den durchweg negativen Meldungen der vergangenen Quartale deutet
sich aber eine konjunkturelle Aufhellung an. Allerdings sind
Technologieaktien weltweit schon wieder recht hoch bewertet. Daher
ist in den kommenden Wochen, ausgehend von diesem Sektor, eher mit
einer Seitwärtsbewegung der Aktienmärkte zu rechnen.

Auch der deutsche Aktienmarkt bewegt sich weiter seitwärts. Doch
könnte er in nächster Zeit - bei hoher Volatilität - etwas fester
tendieren. Private Anleger sollten weiterhin auf Aktien des
amerikanischen Software-Riesen Microsoft setzen. Die hohe
Kapitalausstattung lässt dieses Unternehmen besonders schnell auf
Krisen reagieren. Die trotz aller Unsicherheiten ungebrochene
Reiselust macht auch den Touristik-Konzern Preussag zu einem
aussichtsreichen Investment für defensive Anleger.

Die Entwicklung an den internationalen Rentenmärkten stand in
dieser Woche ganz im Zeichen der Rede Alan Greenspans vor dem
Kongressausschuss. Nach den Worten des US-Notenbankpräsidenten ist
das Ausmaß der Konjunkturerholung im Augenblick nicht eindeutig. Das
gilt insbesondere für die private Nachfrage. Der jüngste Rückgang des
Verbrauchervertrauens und der geringe Zuwachs der
Einzelhandelsumsätze machen skeptisch. Dennoch reagierten die
Anleihekurse diesseits und jenseits des Atlantiks mit Verlusten,
besonders bei langen Laufzeiten. Die Rendite der 10-jährigen
Bundesanleihe stieg auf 5,2%. Bereits im Vorfeld der Rede Greenspans
hatten Anleger aus Angst vor einer Zinserhöhung nach Alternativen
außerhalb des Dollars gesucht mit der Folge deutlich höherer
Euro-Notierungen. Es ist davon auszugehen, dass der Zinsanstieg am
langen Ende noch nicht beendet ist. Daher empfiehlt die Commerzbank
privaten Anlegern weiterhin, den 3- bis 5-jährigen Bereich zu
bevorzugen. Variabel verzinsliche Anleihen eignen sich als ideale
Ergänzung.


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Molocco
05.08.2002, 21:58
http://www.trade.4c2.de/0805daxweek1.gif

paule2
10.08.2002, 19:23
Die 60%-Korrektur im Dax bei ca. 3.250 Punkten hat gehalten.
Dies ist auch gleichzeitig eine Unterstützung vom Frühjahr 1997.

http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts?Rc=.GDAXI&Titel=XETRA+DAX+INDEX&Zs=3650&Ad=&St=&Et=&Za=m&Sc=a&An=&Lg=j&Al=large&Ct=k&La=DE&avg1=100&avg2=200&

Spannend wird jetzt, ob es bis ca. 4.050 geht, oder ob dem Dax vorher die Luft ausgeht.

Runter dürfte es erst wieder gehen, wenn sich die Volatilität beruhigt hat.

gruss paule2

Molocco
11.08.2002, 18:15
Ziel 3837 - wünschenswert (maximal 3945)
Break 3632 - bärisch
3266-3235 - KAUFEN mit SL !

http://www.trade.4c2.de/0809dax15min1.gif

paule2
11.08.2002, 22:51
Die letzte Haltestelle sind 3.150 Punkte. Das ist der 3%-Bärenfalle der 60%-Korrektur. Dort gehe ich mit engem Stop long, falls es so tief fällt.

gruss paule2

Ca$hmandt
11.08.2002, 23:53
und wenn`S weiter steigt?

paule2
12.08.2002, 11:01
Wenn es weiter steigt, dann steigt es halt weiter. Mein Call ist mit Stopkurs abgesichert.

Theoretisch könnte es bis 4.880 rennen. Dann wäre die Vola wieder bei 20 bis 25 und die Puts sind wieder billig.

Hier mal die DAX-Vola

http://cdchart.innovative-software.com/_common/informer/lib/chart/largechart.chart?bNews=0&disclaimer=ok&iInd0=na&iInd1=1&iInd2=na&iIndcount=1&iType=1&minYear=882748800&sAv1=na&sAv2=200&sAv2count=1&sBench1=na&sBench2count=1&sBenchcount=1&sInvSym=DAX.ETR&sMarket=VDAX.DTB&sOrdType=price&sScale=linear&sSettings=na&sSymbol=VDAX.DTB&sTimeframe=5Y&sTimestamp=871468200+1029148200+882748800

gruss paule2

Molocco
21.09.2002, 10:53
Der DAX erreichte zwar nicht wie im August beschrieben in kürzester Zeit sein Ziel unter 3000, sondern
bildetete vorher noch ein Korrektur-"Bein" nach oben (3931) aus,
jedoch ist es nun endlich soweit.

Die Unterkante des primären Baisse-Kanals wurde erreicht.
Zusammen mit den kurzfristigen Kursmustern ist ein baldiges Ende des laufenden Downmoves seit 5467 zu erwarten,
wenn es nicht schon gestern (bei 2957) erreicht wurde.

Wer einen weiteren Verfall bis 2500 einkalkuliert gibt sich den panischen Marktkommentaren einiger Marktbeobachter hin.
Dieses Szenario ist sehr unwahrscheinlich.

Vielmehr sollte in Kürze ein Move in Richtung 3931-3945 starten.
Dort wird sich abermals das weitere Schicksal entscheiden.

Viel Erfolg - MOLOCCO :)

http://www.trade.4c2.de/0920daxweek1b.gif

Molocco
22.09.2002, 10:44
Kurzkommentar:

Kurzfristige "harte" Longsignale bekommen wir kurz hintereinander bei:
3279 (Wellenüberschneidung1)
3302 (Wellenüberschneidung2)
Es besteht aktuell die Gefahr einer letzten Downwave-> Länge ca. 342 Punke.
..............................................

Im Einzelnen:

Vorläufig ist erstmal mindestens mit einem Korrekturziel 3143 zu rechnen, wobei auch 3201 noch maximal den Regeln entsprechen.
Über 3279 ist die im Raum stehende letzte kurzfristige Downwave zu verwerfen.
Dies wären gute Zeichen die nicht gering geschätzt werden dürfen. (1. Ziel dann 3369, später 2. Ziel: 3559)
Allerdings ist bis dahin immernoch von einer vorläufig letzten kurzfristigen DOWN-Wave auszugehen, deren Länge theoretisch 342 Punkte betragen kann, (ermittelt aus den Preismustern seit 3616) wobei ich derzeit bereits von einem Verlauf ausgehe, der maximal zu einem Doppelboden bei 2957 führt.

MOLOCCO :)

http://www.trade.4c2.de/0920dax60min2.gif

http://www.trade.4c2.de/0920dax60min1.gif

P.S.: Ich hab wiedermal Compi-Probleme die zu unmöglichen Farben führen, sorry!

Molocco
28.09.2002, 10:17
Die Betrachtung der letzten Woche auf Wochenebene muss nochmal erweitert werden.
Übergeordnet drückt der Monatschart das Wochenszenario ins Abseits und ist Schwergewichtiger.
Es folgt eine kleine klassische Betrachtung.
Sie spiegelt nicht unbedingt die Meinung wieder (auch nicht meine) die sich aus der Fibo-Analyse ergibt, sollte aber trotzdem Beachtung finden.

http://www.trade.4c2.de/0927daxmonat1.jpg

Molocco
28.09.2002, 16:19
So, nun mal der DAX TAGESCHART
Es sieht nicht gut aus und das Bild könnte sich nochmal verschärfen.
Zielbereich und Erklärungen im Chart.
Auch ein unerwartetes Ansteigen des DAX zu Wochenbeginn kann den finalen Downmove nur verzögern und evt. etwas einschränken.
Erst ein Move über 3302 zerstört weitgehend die negative Einschätzung.

Viele Grüsse, Molocco :)

http://www.trade.4c2.de/0927daxweek1.gif

paule2
05.10.2002, 20:44
2.430 Punkte sind die 70%-Korrektur vom Top. Irgendwo in diesem Bereich dürfte es heftig drehen.

Vermutlich wird es davon abhängen, ob der DOW bei seiner 40%-Korrektur dreht. ( 7.050 )

Wenn es dreht, dann vermutlich wieder 10% in 2 Stunden.

gruss paule2

Molocco
05.10.2002, 21:11
richtig, wenn es dreht , dann volles Rohr.
Das ist da sichere zeichen.

Auch danach (Folgetag) kann man noch lukrativ einsteigen.

Jedoch ist zuvor das LOW abzuwarten, bzw. sind die Signale prof.
Charttechniker zu überlassen. ;)

Grüsse, Molocco

Nobody
06.10.2002, 00:47
@Molloco

Warum sollte der Markt ( DAX ) drehen ? ;)

Das wird maximal wieder eine Falle mehr nicht :eek:

Sorry aber der DAX sollte schon so oft nach oben drehen :rolleyes:

Gruß Nobody

LordLangzahn
06.10.2002, 04:20
sometimes you gotta do whatch you gotta do

Crackerjack
06.10.2002, 10:05
Nach oben drehte er bisher nur aufgrund technischer Reaktionen.
Wobei deutlich zu erkennen ist, das die Anzahl der Gegenreaktionen eher abnimmt und wenig heftig ausfallen.

Wann wird es besser:
- wenn unser Freund Bush seinen Texashut abnimmt und wieder mit Spotty Baseball spielt
http://www.whitehouse.gov/kids/pets/images/p146-30.jpg http://www.whitehouse.gov/kids/album/images/howard-phonecall.jpg
- wenn zumindest ein Funke Hoffnung aufkommt, dass es wieder aufwärts gehen könnte mit der Wirtschaft
-schlechte Manager keine Millionenabfindungen mehr bekommen
-Saddam sich mit Bush jetzt doch endlich duellieren darf
-und die Deutschen endlich mal mehr Selbstvertrauen zeigen als bisher und damit meine ich nicht das
Verhalten unseres Mr. Schröders in Bezug auf Außenpolitik und Wahlkampfstrategie.

Mahlzeit

paule2
09.10.2002, 00:34
Jedoch ist zuvor das LOW abzuwarten, bzw. sind die Signale prof. Charttechniker zu überlassen


Genau das mache ich nicht. Ich bevorzuge meine eigene Methode und fahre in der Regel nicht schlecht damit.

Die Charttechnik hat hinterher immer recht.

:D

tomylee
09.10.2002, 07:09
charttechnisch hält der dax sich an wenig punkte, der zappelt nur den dow hinterher (3x so stark)
und der ist momentan im bereich eines starken supports
http://chart4.onvista.de/OnVista/hOnVista.html?PERIOD=7&DISPLAY=1&SCALE=1&GRID=1&SUPP_INFO=0&VOL=0&ID_NOTATION=324977
und den hat er ja gestern zurückerobert (falle??? :confused: )

beim dax ist da erst richtig bei 2000 was in aussicht
http://chart4.onvista.de/OnVista/hOnVista.html?PERIOD=7&DISPLAY=1&SCALE=1&GRID=1&SUPP_INFO=0&VOL=0&ID_NOTATION=20735

@paule2
was sind deine methoden?

adular
09.10.2002, 15:20
Hi,

warum die gerade die 2000 im DAX, weil das "zufällig" der Kurs von '95 ist?

Gruß adular

tomylee
09.10.2002, 17:01
ja, das ist für mich der nächst größere support, 96 ist noch eine rangebox-die könnte auch noch als support dienen.
ansonsten sehe ich nix größeres

paule2
11.10.2002, 23:19
Meine Methoden?

Ich richte mich nach prozentualen Abschlägen vom Top und nach den Höchst- und Tiefstständen vergangener Jahre.

Das klappt zwar nicht immer, hat aber dafür gesorgt, daß ich seit Beginn der Baisse gut verdient habe. Bis Juni 2002 bin ich ausschließlich bei Erholungen und anziehendem Euro in längerlaufende Puts im Geld gegangen. Auf dem jetzigen Niveau bevorzuge ich eher Calls, bis die Vola wieder auf einem putfähigen Niveau angekommen ist.

Das heißt, mir wäre es recht, wenn mal wieder ein halbes Jahr Ruhe an der Börse einkehrt.

Im nächsten Jahr erwarte ich dann einen DAX-Tiefststand zu Beginn 1995, da dort die Übertreibung in den Indizes begann. Und genau dort geht es mindestens hin.

Hier mal der DAX und der S&P 500 seit 1987. Da der DAX deutlicher haussierte, bekommt er auch mehr Prügel.

http://cdchart.innovative-software.com/_common/informer/lib/chart/largechart.chart?disclaimer=ok&endday=11&endmonth=10&endyear=2002&iInd0=na&iInd1=1&iInd2=na&iIndcount=1&iType=1&minYear=567820800&sAv1=na&sAv2=200&sAv2count=1&sBench1=na&sBench2=INX.IND&sBench2count=1&sBenchcount=2&sMarket=DAX.ETR&sOrdType=perc&sScale=linear&sSettings=na&sSymbol=DAX.ETR&sTimeframe=12%2f30%2f1987+10%2f11%2f2002&sTimestamp=567853200+1034368200+567820800&selected=chart&showTimeFrame=true&showTimeFrame.x=1&startday=30&startmonth=12&startyear=1987

gruss paule2

indextrader
13.10.2002, 11:43
DAX: Ende des Schreckens?

Die Börse steckt in der tiefsten Krise seit 1929. Trotz der Kursanstiege zum Wochenende herrscht Angst vor Deflation und einer Weltwirtschaftskrise. Alles ist möglich. Insbesondere die Erholung.

Dirk Müller hatte am Mittwoch die Faxen dick: "Ich kann die fallenden Kurse nicht mehr sehen." Der 33-jährige Kursmakler hatte bis vor kurzem seinen Arbeitsplatz unmittelbar vor der großen DAX-Anzeigetafel im Frankfurter Börsensaal, inzwischen ist er umgezogen. Zum Leidwesen der Pressefotografen. Müller war ihr Lieblingsmotiv. Als Börsenprofi in Jubelpose schaffte er es im März 2000 auf die Titelseiten der Tageszeitungen. Gelassenheit, Skepsis und zuletzt Verzweiflung waren danach in Müllers Gesicht abzulesen. Seit fast 32 Monaten fällt der DAX. Zum Allzeithoch am 7. März 2002 bei 8136 Punkten fehlten im Jahrestief am vergangenen Mittwoch rund 69 Prozent. Rund 760 Milliarden Euro Marktkapitalisierung sind verschwunden, fast ein Drittel des deutschen Bruttoinlandsprodukts 2001. Fakten, die auch der fulminante Kursanstieg von knapp 15 Prozent in zwei Tagen nicht vergessen machen kann.

Der DAX bei 1000 Punkten - warum nicht? Nach unten scheint alles möglich, auch ein Sturz unter die 1000-Punkte-Marke, die am 20. Juni 1985 erstmals erreicht worden war. Die Monster-Baisse übertrifft alles, was auch ein alter Fuchs wie der Händler Hans-Werner Dort erlebt hat. Der 66-Jährige, ehemals Chef des Aktienhandels bei der Frankfurter Commerzbank und seit Mai 1957 auf dem Parkett, kann sich nicht an eine ähnliche Baisse erinnern: "Ich habe die Kuba-Krise, das Kennedy-Attentat und die Ölkrise miterlebt, aber das was wir jetzt an der Börse sehen, das kannte mein Vater aus den Zeiten der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929." In der Tat: Nur 1929 gab es nach dem Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems und der anschließenden Weltwirtschaftskrise einen Kursverfall, der den heutigen in Länge und Härte übertrifft. Damals fiel der US-Leitindex Standard&Poors 500 in 35 Monaten um rund 86 Prozent. Gewarnt hat auch dieses Mal kaum jemand. Einer der wenigen Börsenpropheten mit Weitblick war der US-Ökonom Robert Shiller. Der Professor aus Yale entlarvte Anfang 2000 die immens hohen Kurse als gewaltige Börsen-Blase. Shillers Messinstrument: das historische Kurs/Gewinn-Verhältnis der S&P-500-Unternehmen (siehe Grafik). Im Januar 2000 wurde für jede Aktie im US-Index im Schnitt fast das 44fache des Gewinns pro Aktie bezahlt. In den 40 Jahren vor dem großen Boom, der im Jahr 1996 begann, betrug dieser Wert im Schnitt etwa 15, vor dem Börsenkrach des Jahres 1929 rund 33. Shillers These: Die Blase wird platzen. Und danach folgen lange Jahre mit sinkenden Kursen. Der Ökonom behielt Recht. "Vor allem die Euphorie um das Internet und die Mobilfunkbranche hat die Indizes aufgebläht", sagt Berndt Fernow, Aktienstratege der Landesbank Baden-Württemberg. Die Deutsche Telekom war im März 2000 rund 305 Milliarden Euro schwer. Heute liegen alle DAX-Werte zusammen bei 350 Milliarden.Die stürmische Entwicklung der Mobilfunk-Branche in den Jahren 1998 und 1999 ließ die Phantasien der Anleger aufblühen. Die Zuwachsraten wurden auch von Analysten einfach auf Jahre hochgerechnet, für die Aktien wurden entsprechend hohe Preise bezahlt. Die Rechnungen waren falsch: Heute wächst die Branche kaum noch.

Immer noch ist der Markt damit beschäftigt, die Trümmer der Luftschlösser beiseite zu räumen. Viele Unternehmen etwa verschuldeten sich in der Hausse-Phase hoch. Beispiel Telekoms: Die enormen Summen für die UMTS-Lizenzen wurden auch deshalb gezahlt, weil man glaubte, sich problemlos an der Börse Geld beschaffen zu können. Jetzt frisst der Schuldendienst die Gewinne auf, für Investitionen bleibt kaum etwas übrig. "Der Wachstumstreiber der Boomjahre, war die Telekom-Branche, ist jetzt weitgehend ausgefallen", stellt Fernow fest.Ein neuer Wachstumstreiber ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Aus der Krise der Boom-Industrien, zu denen auch die Computer- und Software-Branche gehören, wird jetzt eine Krise der Banken und Versicherer. Firmenpleiten lassen Kredite platzen und schmälern die Ertragsbasis der Finanzinstitute. Die fallenden Aktienkurse schmelzen die Wertpapierbestände und damit die Substanz der Institute ab. Die Finanzwirtschaft zieht die Notbremse und wirft Papiere für Milliarden Euro auf den Markt, die Kurse fallen weiter.

Deflation heißt die Horrorvorstellung der Börsianer. Das hieße: Europa und die USA trudeln in eine Abwärtsspirale, wie sie Japan seit nunmehr fast 13 Jahren nach unten zieht. Wiederholt sich der Fall Japan in Deutschland, würden sich Anleger die Augen reiben angesichts solcher Kursstände: Der DAX nahe bei 1000, Siemens bei vielleicht neun, die Telekom bei vier Euro. Unmöglich ist das nicht: "Der DAX läuft seit März 2000 ähnlich wie der Nikkei nach dem Platzen der Immobilienblase", sagt Martin Hüfner, Chefvolkswirt der HypoVereinsbank.Aktuell drückt die Angst vor einem Konflikt im Irak zusätzlich auf die Kurse. Die Befürchtung: Ein steigender Ölpreis erhöht die Ausgaben der Haushalte und Unternehmen für die unverzichtbare Energiequelle, für Konsum und Investitionen bliebe noch weniger übrig. Die schwache Konjunktur, so die Angst, würde endgültig abgewürgt (Szenario 2).Inzwischen bewerten Börsianer die DAX-Unternehmen niedriger als die Summe ihrer Buchwerte, was einem DAX-Stand von 3000 Punkten entspräche. "Die Börse geht davon aus, dass entweder die Buchwerte nicht stimmen, oder dass die Unternehmen vor einer langjährigen Rezession stehen, die weitere Substanz kostet", erklärt Aktienstratege Fernow."Der Markt preist derzeit eine Rezession ein, auch einen Krieg und steigende Ölpreise", ist die private Meinung von Kursmakler Müller. Treffen optimistischere Szenarien ein (siehe rechts), dann darf man die gegenwärtigen Kurse als Trading-Gelegenheit sehen. Immerhin wurden gegen Ende der Woche positive Nachrichten wie die Zahlen von Yahoo und Lufthansa nicht überhört, sondern in dicke Index-Gewinne verwandelt. Auch miese US-Konjunkturdaten verhinderten die Rally nicht. "Die Stimmung wird besser", glaubt Branchenbeobachter Fernow.Dirk Müller, der Mann mit dem ausdrucksstarken Minenspiel, ist nachdenklich: "Ich bin sicher, in zwei Jahren blicken wir auf den Oktober 2002 zurück und denken: Mann, waren wir blöd, DAX 2500, diese Chance konnte man doch nicht übersehen."

tja leider musste ich den text teilen da er für ein posting zu lang war :confused:

indextrader
13.10.2002, 11:44
Szenario 1: Japan-SyndromEs klingt wie das Drehbuch zu einem Horrorschocker für Anleger: Der DAX stürzt auf 1000 Punkte, die Aktien der größten deutschen Industrie-Unternehmen wie Siemens, DaimlerChrysler oder BASF werden zu einstelligen Kursen verhökert. Schlimmer noch: Wer glaubt, er könne sein Erspartes in Cash-Konten oder festverzinslichen Anleihen Marke "Bund" in Sicherheit bringen, muss ohnmächtig mit ansehen, wie die Zinsen Richtung Null fallen. Aus dem Albtraum gibt es kein Erwachen. Selbst ganz Vorsichtige, die in das eigene Häuschen investierten, stellen fest, dass es Woche um Woche ein bisschen weniger wert ist. Absurd? Unwahrscheinlich? Pessimisten verweisen auf die Parallelen der gegenwärtigen Lage zur japanischen Krise seit 1990.

Auch in Japan stand am Anfang ein geplatzter Traum. Der Glaube der Anleger in die Überlegenheit der eigenen Auto- und Elektronikmacht trieb den Nikkei-Index Ende der 80er-Jahre auf über 40000 Punkte, die Aktien von Firmen wie Sony oder Toyota wurden zu dreistelligen Phantasie-KGVs gehandelt. Mit Neid und Staunen verfolgte der Westen, wie Nippons Modell des konsensorientierten Staatskapitalismus scheinbar immer größeren Reichtum produzierte und Japan sich zur Wirtschaftsnation Nummer 1 aufschwang - bis die Blase platzte. Im Frühjahr 1990 erhöhte die japanische Notenbank überraschend die Zinsen. Preise und Kurse traten den umgekehrten Weg in eine offenbar endlose Abwärtsspirale an. Japans Konsumenten, die sich an der Börse oder mit Krediten auf ihre überteuerten Immobilien verzockt hatten, versuchten, durch Sparen ihre Vermögensverluste wieder wettzumachen. Doch der Ausgabenstreik der Bürger trieb die Wirtschaft noch tiefer in die Krise - ein Teufelskreis aus Preisverfall und Konsumverzicht. Heute steht der Nikkei bei unter 9000 Punkten. Japans Banken sitzen auf faulen Milliardenkrediten, für die faktisch zahlungsunfähige Unternehmen nie mehr aufkommen werden. Bereits 1991 entdeckte das Land seine ersten Enrons und Worldcoms. "Tobashi", fliegen lassen, nannten Japans Rechnungsprüfer die Methode, mit der Unternehmen ihre Verluste aus Aktiengeschäften in ausgegliederte Scheinfirmen versteckten.

Der fatale Abwärtsstrudel, von Ökonomen als Deflation bezeichnet, ist so etwas wie der Super-GAU der Wirtschaftspolitik. Natürlich versuchte die Notenbank, mit kräftigen Zinssenkungen gegenzusteuern. Doch die Geldverbilligung verpuffte ohne Wirkung. Geld parken die verunsicherten Japaner, auf bessere Zeiten hoffend, in Cash-Konten oder legen es im Ausland zu höheren Renditen an. Von Investitionen in die eigenen Unternehmen keine Spur. Auch die unzähligen Konjunkturprogramme der japanischen Regierung halfen bislang nichts. In ihrer Verzweiflung gaben Politiker sogar Einkaufsgutscheine an die Bevölkerung ab - ohne Erfolg. Steht Deutschland ein ähnliches Schicksal bevor? Wohl nur, wenn die gleichen Fehler wiederholt werden. Ökonomen sind sich einig, dass der Dauerpatient Japan an Reformschwäche leidet. Bis heute wurde es versäumt, im maroden Bankensystem aufzuräumen. Der Arbeitsmarkt ist überreguliert, teure Renten- und Sozialsysteme belasten die Unternehmen. Für die neue deutsche Bundesregierung kann es daher nur heißen: Ran an die alten Zöpfe, Japan vermeiden! Nur dann wird es hier zu Lande ein Happy End geben.Wahrscheinlichkeit 5%

Szenario 2: Der RückfallEs war Anfang Januar, als Stephen Roach, Chefvolkswirt der amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley, erstmals vor dem so genannten Double Dip warnte - und bei seinen Kollegen reichlich Spott erntete. Ein Rückfall in die Rezession, die doch erst Anfang dieses Jahres überwunden schien? Niemals, tönten seine Kollegen. Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet, es scheint, als könnte Roach Recht behalten. Immer mehr Volkswirtschaftler sehen gute Gründe, dass die US-Konjunktur abermals über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten schrumpft und damit eine zweite Rezession nach 2001, den Double Dip eben, erlebt. Der Rückschlag für die US-Konjunktur würde auch Europa und vor allem die Exportnation Deutschland treffen. "Die europäische Konjuktur ist abhängig von den Vereinigten Staaten und der Weltwirtschaft", konstatierte erst vor wenigen Tagen Stephen Roach. Soll heißen: Aus eigener Kraft schaffen die Euroländer den Aufschwung nicht, sie sind auf fremde Hilfe angewiesen. Für das Rezessions-Szenario sprechen unterschiedliche Aspekte. Zum einen statistische, denn Double Dips sind alles andere als ein seltenes Phänomen. Im Gegenteil: In fünf der vergangenen sechs Rezessionen gab es einen doppelten Abschwung, bevor sich die Wirtschaft nachhaltig erholte. Zum anderen gibt es handfeste Aspekte. Kopfzerbrechen bereitet die starke Abhängigkeit der US-Konjunktur von den hohen Konsumausgaben der amerikanischen Verbraucher. Schränken diese ihre Einkäufe ein, schlägt das viel stärker als in Europa auf die Konjunktur durch.

Es gibt einige Gründe zum Sparen. 2001 stagnierten die verfügbaren Einkommen erstmals seit 1990. Die Arbeitslosenrate ist auf 5,6 Prozent gestiegen, vor zwei Jahren waren es nur 4,0 Prozent. Die als Altersvorsorge angelegten Aktiendepots sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Dass die Amerikaner trotzdem nicht zum Sparen übergegangen sind, hat einen einfachen Grund. Dank der stark gestiegenen Immobilienpreise "fühlen" sie sich reich. Platzt diese so genannte Immobilienblase, weil die Nachfrage nachlässt, gibt es nur noch eins: Die US-Bürger müssen ihre Cents zusammenhalten - und treiben so die Wirtschaft in die Rezession. Das sind nicht die einzigen Unsicherheiten. Ein längerer Golfkrieg würde den Ölpreis und die Energiekosten nach oben treiben. Weitere Risikofaktoren sind die Angst vor neuen Terroranschlägen, die noch vorhandenen Überkapazitäten in vielen Industriebereichen und die hohe Verschuldung vieler Unternehmen, was wiederum auf die Investitionsfreudigkeit drückt. Das Positive: An den Aktienmärkten dürfte alles eingepreist sein. Sollte es zu einem Double Dip kommen, sieht die Investmentbank CSFB den US-Aktienindex S&P 500 bei 730 Punkten. Aktuell steht der S&P bei 834 Punkten. Was bedeutet der US-Double-Dip für den DAX? Nicht viel, denn "ein nochmaliger kurzzeitiger Konjunkturrückgang ist in den Kursen bereits enthalten", so Berndt Fernow von der Landesbank Baden-Württemberg.Wahrscheinlichkeit 45%

Szenario 3: Die ErholungSie sind selten geworden, aber es gibt sie noch vereinzelt - die Optimisten. "Der Kurseinbruch am deutschen Markt ist übertrieben, eine Gegenreaktion nur noch eine Frage der Zeit", ist sich Wolfgang Schuhmann von Gebser & Partner sicher. Die Lage der Unternehmen sei bei weitem nicht so schlecht, wie es die aktuelle Stimmung an der Börse widerspiegele. "Dieses Jahr wird noch einmal bitter für die Konzerne", räumt der renommierte Vermögensverwalter ein. Doch der rückläufige Trend bei den Gewinnen werde 2003 drehen. "Die Konzerne treten derzeit brutal auf die Kostenbremse", so Schuhmann, einst Chef-Analyst bei der Deutschen Bank. Dies erfolge vor allem über Stellenabbau, allein die Telekom will mittelfristig rund 50000 Mitarbeiter einsparen. Zwar bleibe der Konsum schwach, das Wirtschaftswachstum mit Zuwachsraten zwischen 1,0 und 1,5 Prozent mäßig. "Doch selbst bei stagnierenden Umsätzen werden die Gewinne dank der Kosteneinsparungen deutlich anspringen", erwartet Schuhmann. Zudem kämen die Erträge von einem extrem niedrigen Niveau. Das Drehmoment in diesen Fällen sei oft gewaltig. "Gewinnsprünge von 25 bis 30 Prozent sind drin", so Schuhmann. Zarte Hoffnungsschimmer sind auch die Produktionszahlen und die Auftragseingänge in der Industrie, die im August überraschend anzogen. Was ist mit dem Vergleich mit Japan? Die deutschen Banken seien in puncto Eigenkapitalquote wesentlich besser gepolstert als die maroden Finanzinstitute in Japan, meint Schuhmann. Schlimmstenfalls stünden zudem die Notenbanken Gewehr bei Fuß. So versorgte 1982 die US-Notenbank die durch Immobiliengeschäfte in Schieflage gekommenen Sparkassen mit zinsgünstigen Krediten. Bei einer weiteren Verschärfung der Krise im deutschen Bankensektor seien zudem Fusionen oder Übernahmen wahrscheinlich, die zu einer Stabilisierung des Marktes beitragen würden.

Auch die Markttechnik spricht für die Kurserholung. Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt, die Anzahl der Leerverkäufe auf einem Rekordhoch, der Markt extrem überverkauft. Der DAX notiert 40 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnittskurs, ein ungewöhnlich hoher Abstand. "Solche Übertreibungen wurden bisher immer korrigiert. Dies ist nur eine Frage der Zeit", so der Aktienexperte. Solange die Irak-Krise nicht eskaliert, sieht Schuhmann mittelfristig Erholungspotenzial im DAX bis 3500, im besten Fall sogar bis 4000 Punkte. Der langfristige Abwärtstrend sei dann allerdings immer noch intakt. Deshalb eigne sich der Markt derzeit nur für trading-orientierte Anleger. Wahrscheinlichkeit 50%


so what :confused: :D

Catano
13.10.2002, 21:00
Hallo paule2.

es hat sich im Dow Jones eine erwartete "paule2 Trendlinie" :D gebildet. Siehe Eingangsanalyse vom Dow Jones.

Viele grüsse Catano

sterntaler
31.10.2002, 12:37
Der DAX scheint sich ja auch heute wieder millimetergenau an der oberen Grenze des Trends zu orientieren ... :rolleyes:

plasir
31.10.2002, 12:48
hier noch ein bißchen detaillierter.............. (http://www.aktienboard.com/vb/showthread.php?postid=471547#post471547)

indextrader
08.11.2002, 07:05
Xetra-Dax: Positive Aussichten bleiben erhalten; Kurzupdate 08.11.02
von Dietmar Rübsamen, Freier Autor

Der deutsche Aktienindex konnte im Tageschart das Tief der Ausbruchskerze vom 04.11 verteidigen und ist aus charttechnischer Sicht unverändert positiv zu beurteilen. Die Intermarketanalyse der US-Aktienmärkte stützt diese Sichtweise. Selbst unter der Annahme, dass sich seit dem Oktobertief lediglich ein korrektives Kursmuster auf dem Weg nach oben ausbildet, kann deshalb von einem Mindestkursziel von knapp über 3.600 Zählern in den nächsten Wochen ausgegangen werden. Lediglich ein Bruch des bei 3.000 Zählern verlaufenden Key Supports zerstört nachhaltig diesen positiven Ausblick und reaktiviert die übergeordnete Baisse.

intraday:

Der Stundenchart des Xetra-Dax zeigt eine kleine Schulter-Kopf-Schulter-Formation, deren Kursziel aber bereits im Sitzungsverlauf erreicht wurde. Auch die Fibonacci-Time-Zones sprechen für ein zyklisches Tief und ermöglichen einen freundlichen Wochenausklang.

Berücksichtigt man jedoch, dass positive Kursmuster im Kerzenchart bisher fehlen und die Momentum-Indikatoren lediglich überverkauft aber nicht positiv divergent zum Kursverlauf sind, wäre das folgende Intraday-Szenario für die baldige Fortsetzung der Aufwärtsbewegung optimal:

Der Xetra-Dax eröffnet über der wichtigen Unterstützungszone zwischen 3.154/45 Zählern gut behauptet bis freundlich und steigt zunächst bis zum 3.207/08er Kumulationspunkt an. Hier schneidet der Pivot Punkt der Freitagssitzung das 38,2%-Fibo-Retracement der gestrigen beschleunigten Abwärtsbewegung. Scheitert der Markt in diesem Bereich und bildet sich nach einer nochmaligen deutlichen Abwärtsbewegung ein positiv divergentes Low unter 3.130 Zähler aus, sind auch markttechnisch alle Voraussetzungen für baldige neue Highs gegeben. Kommt es nicht zu diesem Szenario ensteht nach dem sofortigen Bruch der 3.208 erst über 3.250/56 eine nachhaltige Stabilisierung

Warren Buffet
18.11.2002, 20:41
...schaut auch bei etwas kürzerer Betrachtung nicht mehr ganz so schön aus

http://www.technical-investor.de/content.asp?P=wpa/chf/thumbs.asp&id=431297&d={82AC5D73-33B2-4C3A-9A5F-05E7B6C87810}

Warren

Warren Buffet
18.11.2002, 20:44
Wenn schon nicht Bild, dann zumindest Link

:D

http://www.technical-investor.de/content.asp?P=wpa/chf/thumbs.asp&id=431297&d={82AC5D73-33B2-4C3A-9A5F-05E7B6C87810}

indextrader
18.11.2002, 21:01
Warren Buffet
da deine info nur mit anmeldung erhältlich ist bringt das posten hier wohl nichts. deshalb wird auch das img nicht funzen. :rolleyes:

tomylee
18.11.2002, 21:25
"Kaufe nur was Du verstehst!" und benutze nur was du verstehst ......*schnell renn*.... :D

Johannka
26.11.2002, 17:07
Na gehts nochmal nach 3000?

Wäre auch technisch ok.und dann.. rauf auf 3500?

Wer weis

Tschüü

Gordon Shamway
12.12.2002, 18:54
ANALYSE: Sal. Openheim sieht DAX Ende 2003 bei 4.150 Punkten

Für das kommende Jahr 2003 erwartet das Bankhaus Sal. Oppenheim keine wesentliche Aufhellung an den internationalen Kapitalmärkten. Der Aktienhandel dürfte von hoher Volatilität geprägt sein, heißt es in der am Donnerstag vorgestellten Studie "Kapitalmarktausblick 2003".

Den Deutschen Aktienindex DAX sehen die Experten im nächsten Jahr in einer Kursspanne von 2.500 bis 4.500 Punkten. Am Jahresende erwarten sie den Index bei 4.150 Punkten. Der EuroSTOXX 50 werde dann bei 3.200 Zählern stehen.

Zu den aussichtsreichsten Empfehlungen zählt Sal. Oppenheim Aktien der Allianz , Aventis , BASF , Deutsche Bank , Swiss Re , Lufthansa und Vodafone . Aus dem MDAX empfiehlt das Kölner Bankhaus Fresenius , Aareal Bank , Schwarz Pharma , Südzucker sowie Funkwerk AG ./tw/bi



12.12.2002 - 18:29
Quelle: dpa-AFX

Johannka
15.12.2002, 13:59
2500 -4500 ??

Gut das ich gerade auf hebel umgestiegen bin.

Ich liebe shorts und longs nahe am strike. :D

(verluste garantiert) :eek:

Servas

paule2
15.12.2002, 22:24
Ich sehe den DAX zwischen 2030 und 3.250 Punkte. Der Jahresendstand dürfte bei 2.500 liegen.

Und in den letzten beiden Jahren habe ich diese hochbezahlten Pfeifen alle um Längen geschlagen.

:D :D :D

Purzel
21.12.2002, 16:48
was meint ihr, was macht der dax zwischen den feiertagen bis zum 06.01.03 ?

würd gern darüber diskutieren !

gruß Purzel

Gordon Shamway
23.01.2003, 22:04
„Dax bald wieder bei 3200 Punkten“
ZEW vorsichtig optimistisch für die Börse – Ölpreis sinkt auf 28 Dollar
von Volker Kleff

Mannheim - Trotz der deutlichen EZB-Zinssenkung im Dezember bleibt die Zinssenkungsfantasie weiterhin bestehen und sorgt für positive Aussichten am europäischen Aktienmarkt. Zudem stimmen die sinkenden Ölpreiserwartungen freundlich. Der jüngste Ölpreisanstieg sollte sich als nicht nachhaltig erweisen.


Dies ist das Kernergebnis des Finanzmarkttests des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Das Wirtschaftsforschungsinstitut befragte im Januar 323 Analysten und institutionelle Anleger aus Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen nach ihren Erwartungen. Aus den Ergebnissen der Befragung lassen sich Prognosen für die mittelfristige Entwicklung an den internationalen Börsen ableiten.


Trotz der deutlichen Zinssenkung der EZB um 50 Basispunkte im Dezember letzten Jahres ist die Zinssenkungsfantasie nicht aus dem Markt gewichen. Noch fast jeder zweite Experte erwartet bis zum Sommer 2003 eine weitere Zinssenkung um mindestens 25 Basispunkte. Dies dürfte die Aktienmärkte tendenziell stützen.


Auch die Konjunkturerwartungen im Euro-Raum konnten sich im Januar verbessern. Besonders sehnlich wurde die EZB-Zinssenkung in Deutschland erwartet. Für Deutschland war nämlich die EZB-Zinssenkung auf Grund der derzeit geringen Inflationsrate von knapp über einem Prozent besonders hilfreich. Die europäische Geldpolitik könnte daher einer der Gründe für den deutlichen Anstieg der Konjunkturerwartungen für Deutschland sein. Der Saldo der Optimisten und Pessimisten ist deshalb trotz der weiter bestehenden wirtschaftspolitischen Unsicherheit zweistellig auf 14 Punkte angestiegen. Das Risiko einer Rezession in Deutschland ist damit zwar nicht verschwunden, aber wieder etwas in den Hintergrund getreten.


Einen weiteren wichtigen positiven Faktor für den europäischen Aktienmarkt stellt die zukünftige Ölpreisentwicklung dar. Mehr als jeder zweite Experte geht von einer mittelfristigen Verringerung des Ölpreises aus. Erwartet wird in sechs Monaten ein Ölpreis von 28 Dollar je Barrel. Der Dax wird in drei Monaten wieder deutlich über der 3000-Punkte-Marke, nämlich bei 3200 Punkten gesehen. Eine Sonderrolle spielt der Neue Markt. Da dieses Marktsegment in Kürze abgeschafft wird, schwindet auch das Interesse an dem Index. Die Experten sehen für den Nemax-50 in drei Monaten lediglich 390 Punkte voraus.


Die Aussichten für den Dow Jones bleiben ebenfalls recht freundlich. Es wird ein Indexstand von 9100 Punkten bis April 2003 erwartet. Hier schlägt die Erwartung eines weiter schwachen Dollars positiv zu Buche. Der geringere Außenwert könnte der US-Exportindustrie einen neuen Schub geben. Das wäre angesichts des Handelsdefizits auf Rekordhöhe auch wünschenswert. Nach wie vor desolat ist die Lage in Japan. Hier wurde jüngst sogar wieder ein neuer Insolvenzrekord aufgestellt. Die Analysten bleiben mittelfristig aber vorsichtig optimistisch für den japanischen Aktienmarkt. Der erwartete Anstieg des Nikkei auf mittelfristig 8900 Punkte erscheint angesichts der jüngsten Kursverluste aber als recht mager.


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