plasir
01.06.2001, 01:49
Hab ich mal zusammengeklaut u. zusammengefaßt:
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das sind meist Banken und Broker. Deren Verdienst ist der Bid-Ask Spread ähnlich wie bei den Market-Makern. Die Differenz beträgt oft 5% und sogar mehr.
Sie greifen ein, wenn es notwendig ist, bzw. sind immer da mit ihrer Order, wenn der Markt illiquide ist. Schaue Dir einfach viele Werte auf Xetra an. In fast allen Fällen , wenn Du gleich grosse Stückzahlen auf bid und ask siehst, handelt es sich um Sponsoren.
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Bei dem Marketmaker geht es nicht um dessen Eigeninteressen. Es ist eine Aufgabe, für die es strenge Regeln gibt. Häufig wird diese durch Programme erledigt.
Kurz gesagt ist die Aufgabe eines Marketmakers, bei dünnem Handel einem bid ein ask gegenüberzustellen (und umgekehrt). Dabei ist darauf zu achten, daß die so eingestellte Liquidität nicht zu einer Kursbeeinflussung führt - und dabei aber eine realistische Kursbildung möglich ist.
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eine Aufgabenbeschreibung des Market-Makers (auch Designated Sponsor genannt) - von www.xetra.de :
Designated Sponsors sind Banken oder Finanzdienstleister, die dem Markt zusätzliche Liquidität zur Verfügung stellen. Die Designated Sponsors haben sich verpflichtet, verbindliche Preislimits für den An- und Verkauf der jeweiligen Aktien zu stellen. Temporäre Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage in weniger liquiden Aktien werden dadurch überbrückt, gleichzeitig wird der rasche Abschluß von Geschäften zu marktgerechten Preisen erleichtert. Die Deutsche Börse verfolgt mit dem Modell des Designated Sponsor das Ziel, die Handelbarkeit von weniger liquiden Aktien weiter zu verbessern. Für Titel aus dem DAX ist kein Designated Sponsor vorgesehen, da die Umsätze in diesem Segment bereits zu mehr als 80 % über Xetra gehandelt werden.
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Natuerlich soll der MM keine Aktien verschenken, seine Aufgabe ist aber genau, unsinnige Spreads zu vermeiden.
Sonst kommt es zu sogenannten Misstrades (`Ausreisser`), die nachtraeglich rueckgaengig gemacht werden.
und, TomTrader, das ist richtig. Der MarketMaker soll ja den Handel erleichtern, er ist sozusagen eine Dienstleistung im XETRA-System. Eine Verpflichtung zu handeln hat er nicht.
Wenn er seine Buendel aber so setzt wie oben beschrieben (last trade 17.70, last ask 18.20, last bid 17.40 und er setzt sein bid darunter auf 17.20, sein ask aber genau auf den last trade (17.70) - oder gar darunter),
dann ist die Service-Leistung nicht so klar erkennbar
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der Market Maker in Xetra hat keine permanente Quotierungsverpflichtung und auch nicht die Aufgabe einen bestimmten Spread im Orderbuch zu gewährleisten. Nichtsdestotrotz hast Du die richtige Stelle zitiert. Ist Dir der Bid/Ask-Spread zu gross, eben weil nicht genügend Liquidität vorhanden ist und kein Market Maker im Buch steht, dann hast Du die Möglichtkeit in Xetra eine Anfrage an alle Designated Sponsors in diesem Wert zu stellen (Quote Request). Diese sind dann verpflichtet, daraufhin einen Quote einzustellen. Im übrigen gibt es mind. 2 Market Maker im Neuen Markt.
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Wenn jetzt zu viele Marketorders auftauchen, kommt es zu einem Vola-Stop...einer Auktion.
Aber die Sponsoren müssen Liquidität zur Verfügung stellen. Wenn es zu brenzelig wird, dann gehen die mit ihren Taxen soweit runter, dass sie es vom Risiko verantworten können.
Was im Falle einer Pleite passiert, weiss ich nicht. Ich weiss nicht, ob ein Sponsor in einem solchen Fall einfach aus dem Vertrag austreten kann..
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noch mal kurz zum Vola-Stopp:
Dieser ergibt sich wenn der Kurs in kurzer Zeit einen zu großen Sprung macht (nach oben oder unten) - welcher Prozentsatz das jetzt ist weiss ich leider auch nicht. Dies kann durch zahlreiche Marketorders aber auch durch zahlreiche schnell aufeinanderfolgende Limit-Orders geschehen. Während dieses Vola-Stopps findet kein Handel statt!!! Sie sind nur dazu gedacht um seine Entscheidung nochmals zu überdenken. Sie sind nicht mit Auktionen gleich zu setzen. Auktionen dagegen finden 5x (glaube ich) am Tag statt. Während diesen Zeiten findet kein fortlaufender Handel satt und der Kurs einer solchen Auktion wird ähnlich wie ein Kurs in z.B. Frankfurt festgestellt, d.h. großtmöglicher Umsatz.
Die sog. Designated Sponsors (genau 66 an der Zahl - wie z.B. Commerzbank, Lang&Schwarz oder auch Goldmann Sachs) sind inbes. Broker und Banken die sich verpflichtet haben innerhalb des XETRA Systems für Liquidität zu sorgen, sie müssen einen Bid bzw. einen Ask stellen. Deswegen ist das XETRA System vor etwa einem Jahr auch ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Vorgeworfen wurde den beteiligten Banken kurz gesagt, dass sie die privaten Anleger über den Tisch ziehen indem sie utopische Kursangebote stellten, die natürlich bei Marketorders (billigst/bestens) zum Zuge kamen.
Weiter ist vielleicht noch interessant, dass der Spread an dem die Banken (wenn überhaupt) verdienen nicht beliebig groß sein darf. Je nach Kurshöhe der Aktie ist dieser maximale Spread in Prozent oder als Absolutwert festgelegt (letzterer bei unter 1,00 EUR). Jeder Wert ist hier eigens geregelt. Der max. Spread reicht i.a. von 2,5% - 10%. Im Normalfall hat Designated Sponsor auch eine max. Reaktionszeit falls der Spread z.B. durch einen Kauf vergrößert worden ist (1 Minute oder so). Allerdings kann sein, dass der letzte Punkt sich etwas geändert hat, weiss ich jetzt nicht so genau.
Falls es noch Fragen zu XETRA gibt nicht zögern, ich helfe gerne. Da ich nur im XETRA handle momentan, habe ich mich damit mehr als ausgiebig beschäftigt. Allerdings wird wohl jetzt bald USA dran sein.
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das sind meist Banken und Broker. Deren Verdienst ist der Bid-Ask Spread ähnlich wie bei den Market-Makern. Die Differenz beträgt oft 5% und sogar mehr.
Sie greifen ein, wenn es notwendig ist, bzw. sind immer da mit ihrer Order, wenn der Markt illiquide ist. Schaue Dir einfach viele Werte auf Xetra an. In fast allen Fällen , wenn Du gleich grosse Stückzahlen auf bid und ask siehst, handelt es sich um Sponsoren.
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Bei dem Marketmaker geht es nicht um dessen Eigeninteressen. Es ist eine Aufgabe, für die es strenge Regeln gibt. Häufig wird diese durch Programme erledigt.
Kurz gesagt ist die Aufgabe eines Marketmakers, bei dünnem Handel einem bid ein ask gegenüberzustellen (und umgekehrt). Dabei ist darauf zu achten, daß die so eingestellte Liquidität nicht zu einer Kursbeeinflussung führt - und dabei aber eine realistische Kursbildung möglich ist.
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eine Aufgabenbeschreibung des Market-Makers (auch Designated Sponsor genannt) - von www.xetra.de :
Designated Sponsors sind Banken oder Finanzdienstleister, die dem Markt zusätzliche Liquidität zur Verfügung stellen. Die Designated Sponsors haben sich verpflichtet, verbindliche Preislimits für den An- und Verkauf der jeweiligen Aktien zu stellen. Temporäre Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage in weniger liquiden Aktien werden dadurch überbrückt, gleichzeitig wird der rasche Abschluß von Geschäften zu marktgerechten Preisen erleichtert. Die Deutsche Börse verfolgt mit dem Modell des Designated Sponsor das Ziel, die Handelbarkeit von weniger liquiden Aktien weiter zu verbessern. Für Titel aus dem DAX ist kein Designated Sponsor vorgesehen, da die Umsätze in diesem Segment bereits zu mehr als 80 % über Xetra gehandelt werden.
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Natuerlich soll der MM keine Aktien verschenken, seine Aufgabe ist aber genau, unsinnige Spreads zu vermeiden.
Sonst kommt es zu sogenannten Misstrades (`Ausreisser`), die nachtraeglich rueckgaengig gemacht werden.
und, TomTrader, das ist richtig. Der MarketMaker soll ja den Handel erleichtern, er ist sozusagen eine Dienstleistung im XETRA-System. Eine Verpflichtung zu handeln hat er nicht.
Wenn er seine Buendel aber so setzt wie oben beschrieben (last trade 17.70, last ask 18.20, last bid 17.40 und er setzt sein bid darunter auf 17.20, sein ask aber genau auf den last trade (17.70) - oder gar darunter),
dann ist die Service-Leistung nicht so klar erkennbar
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der Market Maker in Xetra hat keine permanente Quotierungsverpflichtung und auch nicht die Aufgabe einen bestimmten Spread im Orderbuch zu gewährleisten. Nichtsdestotrotz hast Du die richtige Stelle zitiert. Ist Dir der Bid/Ask-Spread zu gross, eben weil nicht genügend Liquidität vorhanden ist und kein Market Maker im Buch steht, dann hast Du die Möglichtkeit in Xetra eine Anfrage an alle Designated Sponsors in diesem Wert zu stellen (Quote Request). Diese sind dann verpflichtet, daraufhin einen Quote einzustellen. Im übrigen gibt es mind. 2 Market Maker im Neuen Markt.
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Wenn jetzt zu viele Marketorders auftauchen, kommt es zu einem Vola-Stop...einer Auktion.
Aber die Sponsoren müssen Liquidität zur Verfügung stellen. Wenn es zu brenzelig wird, dann gehen die mit ihren Taxen soweit runter, dass sie es vom Risiko verantworten können.
Was im Falle einer Pleite passiert, weiss ich nicht. Ich weiss nicht, ob ein Sponsor in einem solchen Fall einfach aus dem Vertrag austreten kann..
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noch mal kurz zum Vola-Stopp:
Dieser ergibt sich wenn der Kurs in kurzer Zeit einen zu großen Sprung macht (nach oben oder unten) - welcher Prozentsatz das jetzt ist weiss ich leider auch nicht. Dies kann durch zahlreiche Marketorders aber auch durch zahlreiche schnell aufeinanderfolgende Limit-Orders geschehen. Während dieses Vola-Stopps findet kein Handel statt!!! Sie sind nur dazu gedacht um seine Entscheidung nochmals zu überdenken. Sie sind nicht mit Auktionen gleich zu setzen. Auktionen dagegen finden 5x (glaube ich) am Tag statt. Während diesen Zeiten findet kein fortlaufender Handel satt und der Kurs einer solchen Auktion wird ähnlich wie ein Kurs in z.B. Frankfurt festgestellt, d.h. großtmöglicher Umsatz.
Die sog. Designated Sponsors (genau 66 an der Zahl - wie z.B. Commerzbank, Lang&Schwarz oder auch Goldmann Sachs) sind inbes. Broker und Banken die sich verpflichtet haben innerhalb des XETRA Systems für Liquidität zu sorgen, sie müssen einen Bid bzw. einen Ask stellen. Deswegen ist das XETRA System vor etwa einem Jahr auch ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Vorgeworfen wurde den beteiligten Banken kurz gesagt, dass sie die privaten Anleger über den Tisch ziehen indem sie utopische Kursangebote stellten, die natürlich bei Marketorders (billigst/bestens) zum Zuge kamen.
Weiter ist vielleicht noch interessant, dass der Spread an dem die Banken (wenn überhaupt) verdienen nicht beliebig groß sein darf. Je nach Kurshöhe der Aktie ist dieser maximale Spread in Prozent oder als Absolutwert festgelegt (letzterer bei unter 1,00 EUR). Jeder Wert ist hier eigens geregelt. Der max. Spread reicht i.a. von 2,5% - 10%. Im Normalfall hat Designated Sponsor auch eine max. Reaktionszeit falls der Spread z.B. durch einen Kauf vergrößert worden ist (1 Minute oder so). Allerdings kann sein, dass der letzte Punkt sich etwas geändert hat, weiss ich jetzt nicht so genau.
Falls es noch Fragen zu XETRA gibt nicht zögern, ich helfe gerne. Da ich nur im XETRA handle momentan, habe ich mich damit mehr als ausgiebig beschäftigt. Allerdings wird wohl jetzt bald USA dran sein.