Vollständige Version anzeigen : Strategische Überlegungen für die kommende Rally
Hallo zusammen!
Fast sämtliche Werte der verschiedenen Hightech-Branchen haben kräftig Federn lassen müssen.
Schlechte Nachrichten werden überinterpretiert und die guten Nachrichten nur wenig beachtet. Diese Pychobörse eignet sich nicht für Leute mit einem schwachen Nervenkostüm. Das Geldverdienen an der Börse geht doch nicht so einfach, wie es sich viele Naivlinge vorstellen. Das die Psychologie der Marktteilnehmer eine nicht zu unterschätzende Größe darstellt, bewahrheitet sich mal wieder.
Diesmal kam es über uns ja knüppeldick. Wer hätte von uns gedacht, daß selbst eine Nortel innerhalb eines Tages um 30 Prozent an Wert verliert? Kopfschüttelnd muß ich auch die 25 % Tagesverlust bei JDSU zu Kenntnis nehmen. Andere Werte im FO-Bereich erging es nicht viel besser. Die berühmten 10 Jahrescharts bei den angeblichen Top-Unternehmenen, deren Charts kontinuierlich von links unten nach rechts oben verlaufen, bieten noch lange kein Gewähr dafür, daß es zukünftig auch so weitergeht, auch wenn einige Typen der SAC-Mannschaft uns das verklickern wollen. Um erfolgreich zu bleiben, muß ich mich auf die Begebenheiten des Marktes einstellen und ich darf auch nicht um jeden Preis an Aktien festhalten, die in der Vergangenheit eine sehr gute Performance gezeigt haben. Selbst Aktien mit einem verdammt niedrigen KGV und großen Gewinn- und Umsatzwachstum können noch nach unten gehen, siehe Samsung. Allerdings sind gute Wachstumsaktien der Schlüssel für den zukünftigen Anlageerfolg.
Wir alle sind ja ständig auf der Suche nach Kaufkandidaten. Schwerpunkt meiner Aktienanlage bildet der Bereich der Informationstechnik, denn wir erleben momentan eine informelle Revolution.. Zur schnelleren Übertragung von Daten und der stets zunehmenden Datenmengen brauchen wir optische Netzwerke. Deshalb bleibt die Nachfrage nach optischen Netzwerken ungebrochen und ein Abflauen scheint künftig auch noch lange nicht in Sicht zu sein. Der Boom in diesem Bereich hat gerade erst begonnen, denn es gibt noch jede Menge alter Kupferleitungen, die durch Glasfaser ersetzt werden müssen. Andere Zukunftsbranchen sind meines Erachtens: Speicher- und Servertechnologie, Netzsicherheitstechnik, E-Commerce Software, Contentanbieter, Telekomausrüster und Biotech, wobei ich vom Biotech überhaupt keine Ahnung habe und dies ist auch der Hauptgrund für eine Untergewichtung dieses Sektors in meinem Depot
Geeignet sind meine Depotwerte nur für risikobereite Investoren!
Die Risikobereitschaft hängt vom Persönlichkeitsbild des Investors ab. Bin ich eher ein ängstlicher Typ, würde ich mit Sicherheit nicht solch ein Depot führen. Im Übrigen hat mein Depot seit Ende März etwa 450 000 DM eingebüßt. Immerhin sind noch 650 000 DM übriggeblieben. Trotzdem gehe ich mit Zuversicht in die nächsten Börsenrunde. Meines Erachtens stehen wir kurz vor einer neuen Rally. Optimistisch stimmen mir die jüngsten US-Wirtschaftsdaten, diese signalisieren eine unerwartete große Abkühlung der US Konjunktur. Dieser Tatbestand wird früher oder später auch die Rohstoffpreise drücken. Abkühlung der US-Konjunktur bedeutet auch eine Stabilisierung des EURO. Somit dürften weitere Zinserhöhungen nicht mehr akut sein, im Gegenteil, wir dürfen wieder mit Zinssenkungen rechnen. Zinssenkungen sind aber der Sauerstoff für den Börsenmotor und wenn der einmal wieder so richtig in Fahrt gekommen ist und alle Börsenspieler wieder total euphorisch sind, sollte sich der kluge Investor vom Börsenparkett definitiv verabschieden, bis wieder das nächste Spiel eingeläutet wird usw. usf.
Jedenfalls sollte man sich schon jetzt die richtigen Aktien-Positionen aufbauen, um den Startschuß der Rally nicht zu verpassen.
Gefahren: Bleibt noch der unselige Nahostkonflikt, wo beide Seiten nur verlieren können. Es ist aber schwer, die Fanatiker bei den Israelis und bei den Palästinensern wieder zu besänftigen.
Meine Favoriten
Glasfaser/Equipment: Corning und JDS Uniphase.
Meine 300 Nortel habe ich verkauft. Eine Verlangsamung des Umsatzanstiegs war ausschlaggebend.
Speicherlösungen: EMC und Brocade
Flash Memory-Cips: Silicon Storage
Server: Sun Microsystems
Router: Juniper Networks
Netzsicherheits-Software: Check Point und Verisign
Software: Oracle => nur OS ca. 95 000 DM in Optionsscheine (OS)
Wireless: Infospace
Elektrotechnik &Telekomausrüster: Siemens und Nokia => nur OS ca. 180 000 DM in OS
Biotech: Medimmune
Watchlist: Siebel Systems und Broadcom
Sämtliche Werte schreiben schwarze Zahlen (ich investiere nicht gerne in Werte, die noch überhaupt keine Kohle verdienen) und zeichnen sich durch ein hohes Umsatz- bzw. Gewinnwachstum aus. Fast alle Werte sind Marktführer und somit sind sie hervorragend für den Markt positioniert.
Irgendwann werden auch die glänzenden Wachstums- und Ertragsaussichten - von den oben genannten Werten - von der Börse honoriert.
Mit Nerven wie Drahtseile werden wir auch diese Baisse besiegen!
KOPF HOCH!!!
Capoon
Gordon Gecko
28.10.2000, 20:18
Hi Capoon,
Deine Zusammenstellung gefällt mir sehr gut.
War wirklich eine harte Woche. Die Glasfaser-Sache hat mich auch ganzschön getroffen. Die wichtigsten Zahlen sind nun draußen, vielleicht kann's jetzt endlich wieder nach oben gehen. Wer weiß. Die Wirtschaftsdaten aus den USA waren wirklich recht erfreulich. Ich denke es ist wichtig, dass die Arbeitsmarktsituation sich nun noch etwas entspannt.
Der Euro liegt katastrophal weiterhin im Abwärtstrend. Der letzte Freitag war seit langer Zeit endlich mal ein Tag, an dem der Euro aus fundamentalen Gründen gestiegen ist. Sollte man in dem Bereich mal einen charttechnischen Ausbruch sehen, denke ich viele Trader müssen Glattstellen und aus dem technischen Abwärtstrend könnte ein Sprung nach oben werden.
Zu Deinen Werten:
besonders würde mich interessieren welchen Wert Du im Sicherheits-Software Bereich favorisiertst. Beide sind sie gut. Welcher ist besser?
Warum investiertst Du nicht in Chipwerte?
Nicht ganz nachvollziehen kann ich Dein OS-Position in Oracle. Was erwartest Du für diesen Wert? Ich bin da nicht besonders bullish und ziehe da schon eher die SAP vor.
Gruß Gecko
Hallo Gecko,
ich lebe ausschließlich vom Aktiengeschäft und darf mir jetzt keine größeren Fehler mehr erlauben.
Meine Performance ist seit Jahresbeginn auf ca. 10 Prozent + geschrumpft. Abgerechnet wird aber zum Jahresende. Wäre da nicht der starke Kursrutsch bei Nokia gewesen – ich war bei Nokia in der Spitze mit etwa 565 000 DM in Optionsscheinen investiert – sehe die Performance wesentlich besser aus. Insgesamt war ich bei Nokia mit 20 000 Calls/30er Basis investiert. Wegen der Spekuzeit konnte ich die ersten 10 000 Nokia/Calls erst nach den Quartalszahlen (Juli) steuerfrei verkaufen. Mit meinen Summen kann ich mir nicht erlauben, daß Finanzamt zu bescheißen, wobei ich eigentlich radikal antistaatlich denke. Ich konnte nicht ahnen, daß der Nokia-Chef die Wachstumsaussichten für das 3 Quartal wegen der Einführung einer neuen Modellpalette etwas zurückschraubte. Dies wurde ja bekanntlich von den Dreimalneunklugen sofort als eine Gewinnwarnung interpretiert. Die jüngsten Nokia-Zahlen widerlegen eindeutig die Wachstumsschwäche bei Nokia. Trotzalledem ist das Nokia-Management wesentlich besser als das von Ericsson.
Dies hatte dann die fatalen Folgen, daß sich die OS halbierten. Die anderen 10 000 Nokia/Calls kann ich erst im Dezember steuerfrei veräußern. Im Übrigen lag die Performance bei den Nokia/Calls immerhin noch bei ca.700 Prozent.
Jetzt zu einigen anderen OS-Aktien von meinem Depot
Oracle
Meine 5000 Oracle/Calls/16,25er Basis habe ich ebenfalls im Dezember 1999 für 3,57 Euro gekauft. Ich kaufe grundsätzlich OS mit langer Laufzeit! Immerhin habe ich damit noch 165% Performance und das – so meine ich – kann sich durchaus sehen lassen. Übrigens: SAP würde ich jedenfalls nicht kaufen. Mit einem 2001e-KGV von rund 70 ist Oracle zwar nicht günstig bewertet, jedoch wesentlich günstiger als die in Teilbereichen konkurrierende SAP. Meines Erachtens ist im SAP-Kurs schon viel B2B-Phantasie eingepreist, folglich zu hoch bewertet. Oracle ist unangefochtener Weltmarktführer bei Datenbanksoftware und hat im vergangenen Jahr einen Marktanteil von 42% des Weltmarktes mit einem Volumen von über 11 Milliarden US-Dollar. Zu den Wettbewerbern zählen IBM mit 20% und Microsoft mit knapp 8% Marktanteil. Oracle hat eine neue Produktoffensive gestartet und dies sollte den Wettbewerbsvorteil weiter verbessern. Ferner beruhen die Hoffnungen auf eine verbesserte Software im Bereich Internet-Anwendungsserver. Dies ist das Bindeglied zwischen Datenbank und Nutzer und damit ist die neue Software von Oracle in der Lage, besonders häufig abgefragte Seiten zur schnelleren Verfügbarkeit zwischenzuspeichern. Oracle möchte das Engagement im Bereich CRM-Software deutlich verstärken, zumal dieser Bereich von starkem Wachstum geprägt ist. Ob Oracle sich aber gegen den Weltmarktfüher Siebel Systems durchsetzen wird, wage ich zu bezweifeln, zu niedrig sind die Oracle-Anteile auf diesem Wachstumssegment. Falls sich die Gewinndynamik bei Oracle verschlechtern sollte, verabschiede ich mich von diesem Wert, bis zur Steuerfreiheit bleibt Oracle aber im Depot.
Siemens
Die Halbleiterschwäche von Infineon belastet momentan den Kurs der Siemens-Aktie. Halbleiteraktien sind generell sehr zyklisch, aber diese gegenwärtige Kursschwäche bei Siemens ist eindeutig übertrieben, man sollte allmählich wieder die ersten Positionen aufbauen.
Solange Chipwerte megaout sind, solange investiere ich ungern in dieser Branche, wobei eigentlich antizyklisches handeln garantiert nicht verkehrt sein kann, aber warten wir mal erst einmal ab, wann sich in dieser Branche ein Boden gebildet hat. Vielleicht bekommen wir ja noch eine bessere Ausgangssituation auf diesem Sektor.
Sicherheitssoftware
Check Point und Verisign, beide Aktien erachte ich als aussichtsreich. Welche von beiden Werten man den Vorzug geben sollte, ist Geschmacksache. Bei Check Point könnte es aufgrund der Unruhen in Israel, zu einer vorübergehenden Kursschwäche kommen. Die Wachstums- bzw. Gewinnsteigerungen sind bei beiden Werten exzellent. Beide Companys übertreffen mit schöner Regelmäßigkeit die Schätzungen von Analysten. Der Markt für Sicherheitslösungen im Netz hat noch enorm hohes Wachstumspotential und das über Jahre hinaus, deshalb sollten beide Werte als ein Basisinvestment betrachtet werden.
Noch was zur aktuellen Marktlage
Was wir in den letzten Wochen gesehen haben, waren extreme Kursschwankungen. Warum ist aber die Volatilität so hoch? Ich glaube die politische Unsicherheit (Kriegsgefahr im Nahen Osten, verbunden mit eventuell steigenden Ölpreisen und gleichzeitig fallendem Euro) bilden den idealen Boden für solche Pendelbörsen. Solche Konstellationen sind aber ideal für die Momentumsspieler. Solche enormen Kursschwankungen nutzen diese Spezies gnadenlos aus. Geht es rauf, kaufen diese Kurzfristzocker sofort., geht es runter wird sofort wieder verkauft. Aber auch dieses Spielchen muß gekonnt sein, ansonsten verliert man.
Diese extremen Schaukelbörsen signalisieren aber meist das Ende eine Baisse. Die Zittrigen und die von der Börse frustrierten Kurzfristanleger schmeißen ihre Aktien auf dem Markt, während die hartgesottenen Spekulanten billig aufkaufen. Eine gewisse Abgebrühtheit muß schon bei uns vorhanden sein, um jetzt billig Qualitätsaktien zu kaufen und vor allem weiterhin Ruhe zu bewahren. Das auch Qualitätsaktien erhebliche Kursrückschläge erleiden können, haben wir jetzt wieder einmal zu spüren bekommen. Es versteht sich für uns von selbst, daß gesamte Marktumfeld mit Argusaugen zu betrachten ist.
Capoon
IONISIZER
30.10.2000, 12:21
Meiner Meinung nach sind Deine Werte sehr gut.
Jedoch würde ich für meinen Teil den Sektor B2B nicht vergessen!
Eine Commerce One oder eine Ariba wären sicherlich eine gute Wahl.
Du hast diese Werte sicherlich nicht in Deinem Depot, da sie noch rote Zahlen schreiben.
Aber ich denke ein Investment könnte sehr lohnend sein...
KEINE PANIK – SOWEIT IST ES NOCH NICHT GEKOMMEN
http://www.lbbs.org/CrisesCurEvts/Globalism/global_masthead.gif
Allerdings, wenn das kapitalistische System vollkommen den Bach runter geht, werden viele von uns noch Haus und Hof verlieren und sich auf der Parkbank wiederfinden.
http://info.rz.fh-offenburg.de/~156124/harry547.jpg
http://privat.schlund.de/G/GifMasters-Home/images/Gifs/Lines(Line01).gif
http://privat.schlund.de/G/GifMasters-Home/images/Gifs/Death-Stuff(Skull01).gif In dieser Baisse stirbt der Kleinanleger! http://privat.schlund.de/G/GifMasters-Home/images/Gifs/Death-Stuff(Skull01).gif
Um einigermaßen erfolgreich an der Börse zu sein, ist ein konstruktiver Wissensaustausch unter uns Anlegern ein nicht zu unterschätzender Faktor. Wer wäre nicht gerne von uns ein Long-Time-Buy-and-Holder. Ich und viel andere hier haben die diesjährige Baisse einfach unterschätzt. Wir müssen uns das fehlerfreie agieren an der Börse abschminken. Jeder von uns macht noch Fehler und aufgrund der verschiedenen Charaktere von uns Anlegern, (ich betone Anleger und nicht Momentumsspieler) gibt es auch unterschiedliche Verhaltensweisen und Strategien bei der Aktienanlage, allerdings, jeder muß für sich selber die richtige Strategie finden. FAZIT dieser Baisse: <u>Oberstes Ziel von uns Anlegern muß die Kapitalerhaltung sein, deshalb ist das sture festhalten an seinen Aktienpositionen in einer ausgeprägten Baisse falsch.</u> Hier ist flexibeles Verhalten gefragt. Das dürfen keine Lippenbekenntnisse bleiben, sondern dies Verhalten muß zukünftig konsequent umgesetzt werden.
WARUM?
Wir haben gesehen wie selbst eine Medimmune, Corning, Juniper, Sun, Oracle, JDSU, Check Point, Brocade und Siemens starke Kursverluste erleiden mußten.
Vergleichsweise gut halten konnten sich noch Nokia, AT&S und EMC, wobei Nokia mit 200 000 DM die größte Position in meinem Depot ist. Übrigens, nach wie vor bestreite ich meinen Lebensunterhalt ausschließlich von meinem Aktien-Engagement
Selbst Aktien mit sehr guten Wachstums- und Zukunftsphantasien haben sich als Fallobst erwiesen. Zum Beispiel wurden eine Infospace, oder eine Verisign regelrecht abgeschlachtet. Selbst eine Wachstumsaktie mit einem KGV von unter 10 wie Silicon Storage will offenbar kein Mensch mehr haben.
In allen oben genannten Gesellschaften bin ich investiert und alle Firmen zeichnen sich durch hohe Wachstumsraten aus und haben mit ihren Zahlen nicht enttäuscht. Alle genannten Aktien betrachte ich nach wie vor als Langfristinvestments, die bei einer weiteren erfolgreichen Geschäftspolitik renditemäßig den Anleger sicherlich nicht enttäuschen werden.
WIE GEHT ES WEITER
Das Ende des Zinserhöhungszyklus ist positiv zu werten. Aufgrund der Baisse an den Aktienmärkten sind auch in den USA schon jede Menge Dollar vernichtet worden. Außerdem kam es schon zu Zwangsliquidierungen bei Aktienportfolios. Die konjunkturellen Gefahren sind nicht zu unterschätzen, denn irgendwann wird sich das spürbar auf das Konsumentenvertrauen durchschlagen und es gibt jetzt deutliche Anzeichen dafür. Trotz hoher Rohstoffpreise sehe ich weit und breit keine echten inflationäre Gefahren.
NEUE GEFAHREN
Tatsache ist, daß nicht nur Intel oder Microsoft in anderen zukunftsträchtigen Branchen investieren, um an deren Profit und Fortschritt zu partizipieren. Klar, bei einer Baisse werden die Profite aus diesen Investments nicht mehr so üppig fließen und das wird sich letztlich auch auf die Gewinnentwicklung dieser Firmen negativ auswirken. Laß uns aber voreilig nicht alles so schwarz sehen, warten wir erst einmal in aller Ruhe ab. Cool bleiben!
FORTSETZUNG FOLGT
WEITERE ZINSENTWICKLUNG
Alle wirtschaftliche Indikatoren in den USA zeigen eine Abkühlung der US-Konjunktur. Um nicht eine Rezession zu riskieren, muß die amerikanische Notenbank die Zinsen senken. Herr Greenspan hat in der Vergangenheit des öfteren seine Kompetenz bewiesen und er wird auch diesmal rechtzeitig handeln. Mit größter Sicherheit können wir davon ausgehen, daß am 19 Dezember die Fed ihre restriktive Zinspolitik auf NEUTRAL umstellt. Dies wird eine nachhaltige Wende an den weltweiten Aktienmärkten einläuten. Höchstwahrscheinlich können wir im Januar nächsten Jahres schon die erste Zinssenkung sehen. Wer schon etwas länger an der Börse investiert ist, der weiß auch Bescheid wie wichtig Liquidität für einen weiteren positiven Verlauf von Aktienkursen ist.
DIE SCHMERZLICHE LEKTION FÜR NEUEINSTEIGER
Das die Aktienkurse nicht nur steigen, haben einige Neueinsteiger jetzt wieder schmerzhaft zu spüren bekommen. Man kann schon durchaus von einem marktreinigendem Gewitter sprechen, da die Zittrigen schon fast panikartig die Börse verlassen. Hausse und Baisse gehören zur Börse wie das Amen in der Kirche. Keiner von uns kann mit Sicherheit sagen, wann wir den Tiefpunkt bei den Aktienkursen gesehen haben, aber ich bin davon überzeugt, daß wir nicht weit von günstigen Einstiegskursen entfernt sind. Eine weltweite kapitalistische Krise sehe ich nicht, deshalb ist auch eine Panikmache a la Roland Leuschel vollkommen fehl am Platze.
http://internet.exit.mytoday.de/caponn/Akapun.jpg
Gordon Gecko
05.12.2000, 14:09
Hi Capoon,
Dein Posting gefällt mir sehr gut. Du hast vollkommen Recht, die meisten von uns haben Fehler bei der Behandlung der gesehenen Baisse gemacht. Jeder soll seine eigene Strategie fahren und solch eine Baisse nutzen, um daraus zu lernen. Dieser Lerneffekt ist allerdings sehr wichtig, ansonsten hat man wirklich Geld verschenkt.
Ich für mich muß sagen: Ich war einfach zu inkonsequent! Anstatt mich an meine Prinzipien zu halten und aus charttechnischem Grund die Kursrückgänge frühzeitig durch Verkauf zu stoppen, habe ich mich an meiner Überzeugung, dass z.B. JDSU zu günstig ist, festgebissen und somit nun herbe Verluste eingefahren.
Was habt Ihr aus der "noch nicht beendeten" Baisse gelernt?
Gruß Gecko
Moneygeil
05.12.2000, 14:34
das sehr viele Geld gewonnen und andere Geld verloren haben !? http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/lol.gifhttp://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/super-cool.gif
Rainolaus
05.12.2000, 15:10
Kann mal einer das "R-Wort" aus dem Threadtitel löschen bitte. Das ist mein persönliches Unwort des Jahres 2000.
Moneygeil
05.12.2000, 15:28
Hallo Rainolaus,
Du meinst doch nicht etwa das tolle und so wenig verwendete Wort wie Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye, Rallye,Rallye,Rallye, Rallye, Rallye http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/smokin.gif
[Diese Nachricht wurde von Moneygeil am 05. Dezember 2000 editiert.]
Rainolaus
05.12.2000, 16:05
arrrrrrrgggggggggggghhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!
Mit Selbstbeweihräucherungen kommen wir nicht weiter und mit schwarzmalen ist keinem gedient!
Hier habe ich mal einige Faktoren aufgezählt, die zur einer Zinssenkung beitragen
Ich habe hier nur die wesentlichen Punkte aufgeführt
1) Der Rohölpreisrückgang verlangsamt die Preissteigerungen und trägt damit nicht unwesentlich zur einer weiteren Zinsentschärfung bei.
2) Der angespannte Arbeitsmarkt hat die Lohnstückkosten in den USA steigen lassen. Speziell bei Fachkräften war der Lohnkostenzuwachs beträchtlich. Die breite Masse konnte allerdings von Lohnsteigerungen kaum partizipieren. Auch hier deutet sich eine Entspannung an und sollten die heute verkündeten US-Arbeitsmarktdaten gut ausfallen, wäre eine weitere wichtige Zinssenkungshürde beseitigt.
3) Die relativ hohe Kapitalvernichtung an den US-Aktienmärkten – der Nasdaq hat sich fast halbiert – wirkt sich zwangsläufig dämpfend auf die Konsumnachfrage aus, da jeder zweite Ami an der Börse spekuliert..
4) Die Währungsschwankungen - hier der hohe Dollarkurs - verringern bei exportabhängigen US-Unternehmen die Gewinn- und Umsatzentwicklungen, aber kühlen die US-Konjunktur zusätzlich ab.
5) Eine weltweite Abschwächung der Konjunktur ist zunächst einmal negativ für die Gewinn- und Umsatzsteigerung, z. B. bei den Computer- und Chipherstellern. Dann kommt noch hinzu, daß aufgrund der Konkurrenzsituation Preiserhöhungen nicht wie gewollt durchgesetzt werden können. Dieses Szenario ist gut gegen Inflationsgefahren.
6) Durch die Refinanzierungsschwierigkeiten (strengere Vergabe von Krediten) einiger junger Hightech-Firmen gehen momentan schon täglich 1 sogenannte Dotcom-Klitsche bankrott. Dies setzt dringend benötigte Fachkräfte frei, was zur einer weiteren Entspannung auf den leergefegten Arbeitsmärkten bedeutet.
7) Bisher haben die recht hohen Produktivitätszuwächse (ausgelöst durch den technischen Fortschritt in der Kommunikation, Logistik und der Produktion) eine schnellere Ausbreitung von inflationären Gefahren verhindern können. Bleibt abzuwarten, ob für die nächsten Quartale die Produktivitätszuwächse bei sinkendem Wirtschaftswachstum beibehalten werden können.
Zur Zeit herrscht noch Skepsis gegenüber den hochbewerteten Wachstumsaktien. In dieser Baisse haben wir schmerzlich sehen können, wie der Phantasiefaktor bei Hightech-Aktien immer weniger honoriert worden sind, ob der Phantasiefaktor bei den kommenden Aufschwung bald wieder seine alten Höchststände sehen wird, ist ist mehr als fraglich.
Fazit: Zinssenkungen sind Sauerstoff für den Börsenmotor. Wer diesen Faktor unterschätzt und sich weiterhin primär auf Firmendetailfragen und auf die Charts konzentriert, wie hier bei vielen Beiträgen zu entnehmen ist, hat Kostolany nicht richtig verstanden.
Capoon
Hi,
Ich möchte nur einen Punkt ergänzen.
Die Freisezung der Fachkräfte hilft letztlich den "Guten", den Markführern.
Und die Konsequenz daraus: Sie können weiter wachsen weil, die Kunden die auf Firmen gesetzt haben die jetzt bankrott gehen und sich eventuell eine blutige Nase geholt haben schenken das nächste mal einem Big Player ihr Vertrauen.
Gruss Floyd
Gordon Gecko
08.12.2000, 17:49
Hi Capoon,
Deinem Fazit ist eine gewisse Kritik an der Charttechnik zu entnehmen. Ich bin ein sehr techniklastiger Investor, stimmt, an Kostolanys Weg lehne ich mich absolut nicht an, eh sei denn bei wirklichen Langfrist-Investments. Mit Langfrist meine ich mind. 5 Jahre!
Möchte ich Geld weniger lang investieren, so muß ich nach einer anderen Strategie die Werte auswählen.
Sicher, Zinssenkungen schaffen Luft nach oben. Was bringt mir das nur, wenn diese schon im Markt eingepreist sind. Ich kann doch nur von dieser Zinssenkung profitieren, die ich erwarte, die meisten anderen jedoch nicht, die dann aber tatsächlich eintrifft.
Warum kommt die Zinssenkung? > weil sich die Konjunktur abkühlt. D.h. die Umsätze gehen im großen und ganzen ZURÜCK! sicherlich gewinnt die Aktie generell gegenüber Anleihen durch eine Zinssenkung an Attraktivität. Nachdem die meisten Firmen sich mittlerweile jedoch komplett dem Shareholder-Value-Prinzip verschrieben haben und Dividenden in wachsenden Unternehmen sowieso kein Thema mehr ist, halte ich nicht viel von diesem Argument.
Ein wesentliches Argument, welches für einen steigenden Markt spricht ist hingegen der auch von Dir angesprochene, sich beruhigende Arbeitsmarkt.
Also: wie ist denn Deine Strategie? > pur Fundamental?
Gruß Gecko
gecko,
zinssenkungen sind keine sache, die einfach in einem kurs diskontiert werden. zinssenkungen haben einen besonderen effekt: sie verschaffen liquidität, welche der treibstoff für aktien ist. und sie machen die aktienanlage attraktiver. aber eben erst, wenn sie gesunken sind.
bezüglich der charttechnik, kann ich nur sagen, dass sie allgemein nicht besser ist als fundamentalanalyse für die lange sicht. auf die lange sicht ist beides gleich schlecht.
kein mensch kann sagen, was in 2-5 jahren passieren wird.
weder die fundamentalanalyse noch die charttechnik.
das einzige, was zählt, ist das hier und jetzt.
Hi Snahas und Gecko,
Bei einer Zinssenkung gibt es m. E. sowohl die antizipierte als auch die auf die Senkung folgende Bewegung.
Zuerst zu den "realen" Effekten der Zinssenkung:
Durch sie wird die Anlage in festverzinslichen WPs uninteressanter, da das Equity Premium (grob als "Überrendite von Aktien" übersetzt) steigt, also Aktien relativ zur risikolosen Anlage höhere Erträge abwerfen. Desweiteren wird die Aufnahme von Krediten billiger, wodurch nochmals Geld in den Aktienmarkt fließen kann. Zu erwarten sind - alle übrigen Faktoren nat. gleichgehalten - steigende Aktienkurse.
Antizipation:
Da davon auszugehen ist, daß sich die Märkte aufwärts bewegen, werden viele versuchen, bereits vor dieser Bewegung im Markt zu sein. Ähnlich wie die Tatsache, daß sich bei Übernahmen die zu übernehmende Firma bereits vor Bekanntgabe der Information zu ca 50% an den nach Bekanntgabe erreichten Wert annähert, nähert sich auch bei der Zinserhöhung bereits durch die erwartete Verbesserung der Fundamentaldaten der Markt an das zu erreichende Level an. Soweit ich weiß hat der Markt auch immer reagiert, wenn eine Zinserhöhung angedeutet wurde, auch wenn sie noch nicht vollzogen war.
Korregiert mich, falls ich daneben liege...
Gruß Morgan
Moneygeil
11.12.2000, 10:03
Hallo Morgan,
geradzu perfekt, genau so habe ich es auch gelernt http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/smile.gif
Alors
Moneygeil
eurolaus
13.12.2000, 11:23
toller trade, besonders "capoon" hat mir sehr gut gefallen da er mir aus der seele sprach.
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Gruß €laus
auf hoffnung, dass uns das grinsen nicht vergeht.
http://www.imperium.de/animationen/anims2/hello3D.gif
@Gorden Gecko
In bin zwar in der Tat kein Chartfetischist, betrachte aber vor Aktien-Engagements die Charts sorgsam. Sich mit der einfachen technischen Analyse vertraut machen, gehört zum Handwerkszeug eines Börsianers. Ich habe nichts gegen den techniklastigen Investor, denn für Daytrader ist die Chartanalyse eine Pflicht. In der letzten Zeit konnte man als Daytrader - aufgrund der doch recht hohen Volatilität - sicherlich jede Menge Kohle machen. Wenn das mit dem volatilen Märkten so weitergeht, werde ich auch noch zum Momentumsspieler mutieren. Momentan bin ich eher als Mittelfristinvestor engagiert.
Erste Anzeichen einer Rezession
Wir erleben momentan eine Branchen-Rotation bei den Gewinn- und Umsatzwarnungen. Das auch Logistik-Unternehmen nun davon betroffen sind, zeigt nur zu deutlich wie stark sich das Konsumklima schon abgekühlt hat. Die amerikanische Volkswirtschaft hat nicht nur eine negative Sparquote
(-0,8% im Oktober), sondern auch ein immer größer werdenden Defizit ihrer Leistungsbilanz. Jedenfalls importieren die Amis 113Mrd. Dollar mehr Waren als sie exportieren (Quelle n-tv 14.12.2000). Dies dürfte sich aber aufgrund der schwächeren Nachfrage bald grundlegend ändern.
Selbst Unternehmen der alten Ökonomie können sich dem Trend nicht mehr entziehen. Durch die restriktive Geldpolitik der FED werden auch die Geschäftsaussichten der großen Finanzhäuser eingetrübt. Plötzlich sprechen einige Marktteilnehmer in den Staaten schon wieder von einer harten ökonomischen Landung (Rezession). Sollte es zur einer Rezession in den Staaten kommen, sehen wir bei der Nasdaq noch die 2000-Marke. Das wird natürlich auch die FED am 19 Dezember nicht mehr tatenlos hinnehmen können. Um nicht eine Rezession zu riskieren, muß die FED am 19 Dezember zumindest ihre restriktive ZINSPOLITIK auf NEUTRAL stellen. Das Konsumklima in den Staaten hat sich dermaßen gedreht, d. h. verschlechtert, das jetzt selbst schon eine Zinssenkung denkbar, ja schon fast unabwendbar wird. <u>Greenspan hat bisher immer ökonomischen Sachverstand bewiesen, warum sollte es diesmal anders sein?</u>
Die Sparquote der Haushalte ist Ende der 90er Jahre in den USA auf unter 1 % gesunken. Die Verschuldung dagegen ist von weniger als 800 Mrd. US $ 1990 auf nahezu 1400 Mrd. US $ angestiegen. Der wachsende Schuldenberg hat die US-Wirtschaft verwundbar gemacht.
Stagnierende Reallöhne und konsumgetragenes Wachstum passen nur zusammen, wenn der Konsum auf Pump erfolgt oder die Aktienkurse jedes Jahr ordentlich steigen. Weil bisher jeder zweite Ami an den steigenden Aktienkursen partizipieren konnte, haben die konsumgeilen Amis die US-Wirtschaft richtig unter Dampf gesetzt. Aber nun ist Schluß mit lustig. Die Konjunktur kann jetzt schneller kippen, als sich einige dieser Ökonomen sich das nun vorstellen können.
Bleibt noch als große Hindernis einer schnellen Zinssenkung der angespannte Arbeitsmarkt in den Staaten. Das es nicht zur Zunahme der Arbeitslosigkeit in der "new economy" gekommen ist, hat vornehmlich mit der Expansion einer niedrig qualifizierten und schlecht bezahlten Dienstleistungsökonomie zu tun. Und außerdem, man glaubt es als Europäer kaum, eine <u>repressive Strafverfolgungspolitik</u> hat obendrein dafür gesorgt, daß sich 1995 an die <u>5 % der erwerbstätigen Bevölkerung</u> (insgesamt mehr als 6 Millionen Menschen) unter strafrechtlicher Überwachung (vorwiegend im Gefängnis oder auf Bewährung frei) befanden. Die Inhaftierungsrate ist in den USA fünf- bis zehnmal so hoch wie in anderen OECD-Ländern sind. Unter Herrn Bush werden Knast-Aktien bestimmt nicht unter Wachstumssorgen leiden.
Die meisten Analysten sind Schreihälse und Scharlatane, deshalb darf man sich auf diese Spezies auf keinem Fall verlassen. Eine rühmliche Ausnahme bildet Abby Joseph Cohen. Sie hatte in der Euphoriephase im März schon zum Verkauf geraten (andere Geldhaie waren da noch bullish) und ihr Aktienanteil verringert.
Abby Cohen rät nun wieder zum Einstieg und erhöht die Gewichtung bei den Hightechs in ihrem Depot mit der Begründung, der Markt wäre unterbewertet.
<u>Abby Joseph Cohen, Chefstrategin von Goldman Sachs, hat in einem Report an ihre Klienten erneut darauf hingewiesen, daß der S&P 500 Index 15 % unterbewertet sei. Die Voraussetzungen für ein freundliches Marktumfeld im Jahr 2001 seien gegeben. Technologietitel befänden sich auf einem einem interessanten Kurslevel. Erneut rät die Analystin zum Kauf.</u> > 14.12.2000 <
Das Shortseller gerne mit Barrons-Lügenmagazin (hat Bildzeitungs-Niveau, aber aufgrund der hohen Auflage haben diese legalen Raubritter eine erhebliche Macht) eine für uns unselige Allianz eingehen und sich auch einige Analysten gerne als Shortsteller betätigen, ist eine nicht zu leugnende Tatsache. Mögen die Zahlen auch noch so gut sein, solche Geldhamster-Analysten finden immer ein Haar in der Suppe und jetzt werden selbst die Marktführer reihenweise in die Pfanne gehauen. Das durch die leichte Zurücknahme der Wachstums- und Gewinnaussichten bei Microsoft jetzt schon die Future in den Keller rauschen, zeigt wie irrational der Markt geworden ist. Typisch in der Baisse, alles was irgendwie negativ interpretiert werden kann, wird lauthals herausposaunt.
Ps. Trotzdem - die Baisse an den Aktienmärkten ist bald zu Ende!
Capoon
Badinvestor
19.12.2000, 07:02
Nun ich sehe das eigentlich nicht so optimistisch. Genau so habe ich mir das vorgestellt als Greenspan einen mögliche Zinserhöhung ausschliesst . Nun der Aktienmarkt reagierte heftig , so das wir beim Nasdaq die 3000 Punkte schnell wieder sahen . Mir ging das zu schnell und schwupps nun stehn ma wieder bei 2600 . Also es ist zur Zeit ein Wunschdenken das es Aufwärts geht , ich glaube eher an eine Seitwärtsbewegung mit einer großen Volatilität , sprich Aktien gehen stark rauf und runter.
Ich glaube das sich der Nasdaq zwischen der 2600er und 3000 Marke bewegen wir sollange die FED keinen Zinsschritt veranlast wird es auch nochmals zum unterschreiten der 2600 Marke kommen.
Gruß Badi http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/smile.gif
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Moderator : Neuer Markt/Nebenwerte Aktienboard.com
Webmaster : TraderbikerBoerse.de
hallo zusammen:
interessante diskussion - bin aber anderer meinung!
zwar werden die zinsen sinken und das ist normal gut fuer
aktien , man muss aber sehen , dass im falle einer konjunkturabkuehlung die einnahmen der hightechwerte dramatisch einbrechen werden.
nach dem motto : coca cola und bigmacs werden immer
ganz gut laufen - aber als erstes wird doch auf breitbandanschluesse, 1 gigaherz prozzesoren,B2B plattformen
und gasfaserzeug verzichtet.
und ich denke wir haben im nasdaq noch genuegend
"solide" werte wie SEBL JNPR JDSU SUNW ARBA die noch sehr tief fallen werden .
die zeiten in denen KGVs von ueber 100 als normal gelten
sind vorbei. zumindest in diesem markt !
ich hoffe in sinne aller anleger , das ich unrecht habe...
Es gibt hier offensichtlich mehr Pessimisten als Optimisten und das ist typisch in einer Baisse. Ohne Zinssenkung keine Kurserholung. Ich gehe davon aus, daß Greenspan heute noch die Zinsen senken wird. Jedoch spätestens im Januar sehen wir die erste Zinssenkung, denn die Befürchtungen einer Rezession sind real. Noch haben wir in den Staaten eine Vollbeschäftigung, aber die ersten Massenentlassungen stehen an. Immer mehr Firmen überraschen mit Gewinnwarnungen und das ist bekanntlich Gift für die Börse. Offensichtlich waren die letzten Zinserhöhungen überflüssg. Jetzt muß die Fed den Fehler wieder korrigieren, da auch der Ölpreis deutlich runter kommt, tendiert das Inflationsrisiko gegen NULL
NASDAQ
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Fallende Rohölpreise vermindern das Inflationsrisiko
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Der Aufwärtstrendkanal ist gebrochen!
Rendite der 30jährigen Treasry im freien Fall
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Dieser Bericht zeigt den Ernst der wirtschaftlichen Situation in den USA
Fed soll harte Landung der US-Wirtschaft abfedern
Von Peronet Despeignes, Washington, und Andrew Hilil, New York
Die Regierung des künftigen US-Präsidenten George W. Bush muss sich auf schwierige Zeiten einstellen. Am Tag des Antrittsbesuchs des Texaners Bush beim Chef der US-Notenbank Alan Greenspan verdichteten sich die Anzeichen einer harten Landung der US-amerikanischen Wirtschaft.
Der Konsumgüterhersteller Gillette reihte sich in die Reihe der Überbringer schlechter Nachrichten ein und kündigte die Entlassung von weltweit 2700 Mitarbeitern in den nächsten zwölf Monaten an. Der größte US-Krankenversicherer Aetna gab den Abbau von 5000 Stellen bekannt. Analysten gingen davon aus, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) noch am Dienstag die Notbremse ziehen und die Signale auf Zinssenkungen stellen werde.
Der Offenmarktausschuss der Fed trifft sich am Dienstag um 9 Uhr Ortszeit (15 Uhr MEZ) zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr. Hoffnungen, dass die Notenbank-Gouverneure möglicherweise noch am Dienstag eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte ankündigen könnten, trugen dazu bei, dass der Dow-Jones-Index am Montag zeitweise um 210 Punkte oder gut zwei Prozent stieg. Der Standard & Poor’s-500-Index gewann 10,62 Punkte oder 0,81 Prozent. Lediglich der Nasdaq-Index sank geringfügig um 1,08 Prozent oder 28,54 Punkte. Sollte die Fed bei den Zinsen zunächst noch Zurückhaltung üben, wird zumindest ein deutliches Signal erwartet, dass die Serie der Zinserhöhungen - sechs in den vergangenen 18 Monaten - ein Ende hat. Analysten gehen dann davon aus, dass eine Zinssenkung spätestens Ende Januar ansteht.
Nach ihrem Treffen machten Bush und Greenspan keine Angaben über den Inhalt ihres Gesprächs. "Ich habe mit einem guten Mann gesprochen. Wir hatten ein anregendes Gespräch über mein Vertrauen in seine Fähigkeiten", verriet Bush lediglich über Greenspan. Nach Angaben des künftigen Vize-Präsidenten und ehemaligen US-Verteidigungsministers Richard Cheney wollte Bush mit dem Fed-Chef über die sich verlangsamende Wirtschaftsentwicklung beraten. Aus dem Bush-Lager wurden Befürchtungen laut, dass die USA bei Antritt der nächsten Regierung in einer Rezession stecken könnten.
Die in den vergangenen Wochen von der Clinton-Regierung bekannt gegebenen Zahlen zeigen deutlich die zurückgehende Konsumbereitschaft der Amerikaner. Die Produktionszahlen der Unternehmen gingen zurück, und auf den Wirtschaftsseiten der Zeitungen fanden sich immer häufiger Meldungen über Absatzrückgänge, Gewinnwarnungen und bevorstehende Entlassungen. "Seit fünf Monaten häufen sich die Entlassungen. Das ist ein Alarmzeichen", warnt John Challenger, Leiter des in Chicago ansässigen Forschungsunternehmens Challenger, Gray & Christmas.
Die jüngsten Ankündigungen von Gillette und Aetna passen in dieses Bild. Neben der Entlassung von acht Prozent der Gesamtbelegschaft plant der Weltmarktführer bei Nassrasierern die Schließung von acht seiner 54 Fabriken sowie von 13 Vertriebszentren. Im Rahmen einer Gewinnwarnung hatte Gillette erst im September einräumen müssen, dass der Umsatz nur auf Vorjahres-Niveau und der Gewinn nur wenig darüber liegen dürfte. 1999 setzte der Konzern 2,5 Mrd. $ um - bei einem Gewinn von 352 Mio. $. Aetna erzielte in den ersten neun Monaten mit Einnahmen von 24,2 Mrd. $ gerade einmal 533 Mio. $ Gewinn.
Quelle: © 2000 Financial Times Deutschland
19.12.2000
<u>Übrigens:</u> Zum Einstieg wird nicht gebimmelt!
Capoon
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Ich spekuliere mit Aktien und Optionsscheine fast 16 Jahre, aber was wir momentan bei den Hightech-Werten sehen ist ein Crash auf Raten und hat mit einer typischen Baisse nichts mehr zu tun.
Die Kursstürze 1987 <> 1997 und 1998 waren relativ harmlos.
Warum senkt Greenspan die Zinsen nicht?
Was muß noch alles an den Weltmärkten passieren?
Fragen über Fragen, jedenfalls, die Kapitalvernichtung an den Weltmärkten nimmt bedrohliche Ausmaße an. Alte Menschen neigen dazu, nicht mehr mit der nötigen Flexibilität zu agieren. Für Greenspan war der Dow Jones schon immer wichtiger als die Nasdaq und für den Zappelgreis war die hohe Bewertung von Hightech-Aktien stets ein Ärgernis. Zwar hat Greenspan bisher stets Fingerspitzengefühl gezeigt, aber nun bin ich einfach tief enttäuscht über dessen sture Haltung. Ich hatte immer gedacht, daß man aus den Fehlern von 1929 gelernt hat, oder sehe ich das ganze Szenario schon zu schwarz?
Anscheinend scheint die Amiwirtschaft nach 10 Jahren kontinuierlichen Wachstums nun geradewegs in einer Rezession zu münden.
Wenn echte Rezessionsgefahren drohen, müssen die Zinsen sofort gesenkt werden. Was ist Greenspan für ein Hasenfuß, redet von Rezessionsgefahren und senkt die Zinsen nicht. Diese Faktoren haben schon fast panikartige Reaktionen an den Börsen gebracht. Nicht weniger als 820 Mrd. US-Dollar sind den Anlegern dieses Jahr schon an der US-Börse verloren gegangen. Um weiteren Schaden zu verhindern, müssen die Zinsen sofort von 6.50 auf 6.00 Basispunkte gesenkt werden! Es ist eine Kettenreaktion, hohes Wirtschaftswachstum in den USA ist hauptsächlich durch die hohen Konsumausgaben zurückzuführen. Wenn man bedenkt, daß jeder zweite Ami an der Börse spekuliert, dann wird auch mit großer Sicherheit der Konsumboom jetzt definitiv einen Knacks bekommen. Ich hoffe Bush hat gute ökonomische Berater. Die 2500er Marke bei der Nasdaq hat leider nicht gehalten und jetzt ist auch noch die 2400er Marke gefallen und kein Ende ist abzusehen.
Eine harte Landung der US-Wirtschaft hat für die Weltwirtschaft fatale Folgen. Zum Beispiel hat sich der Kospi-Index in Korea schon halbiert und der Nikkei liegt bei einem 24-Monatstief. Schwächere Nachfrage in den USA hat unmittelbare Auswirkungen auf den asiatischen Raum. Die Wachstumsaussichten für die japanische Wirtschaft hat sich wieder drastisch verschlechtert (Tankan-Report) und obendrein hat Japan die höchste Verschuldungsrate aller westlichen Industriestaaten (Quelle: DF - Radio). Die fiskalischen Möglichkeiten sind daher eng begrenzt. Fällt Japan, fallen auch die anderen asiatischen Volkswirtschaften wie Dominosteine. Zwar spricht man momentan noch nicht von einer Asienkrise, aber ich glaube diese Gefahren werden wieder einmal unterschätzt.
In den letzten Monaten nehmen die Auftragseingänge für die US-Wirtschaft stärker ab. Die
Kapazitätsauslastung von US-Firmen geht kontinuierlich zurück und haben den niedrigsten Stand seit September 1999. Dadurch wird auch eine moderate Lohnpolitik gefördert.
WARUM WIR EINE ZINSSENKUNG BRAUCHEN
Die miese Stimmung an den Weltbörsen würde durch eine Zinssenkung schlagartig positiv verändert.
Wie der Motor Sauerstoff benötigt so braucht die Börse Liquidität und Liquidität schafft man unter anderem mit niedrigen Zinsen. Wir haben in den USA weit und breit keine echten inflationären Gefahren und trotzdem die hohen Zinsen. Hohe Zinsen verteuern die Kreditbeschaffung der Volkswirtschaft und das hat unmittelbar zur Ursache, daß die Investitionsbereitschaft stark abnimmt. Ein Teufelskreis, sinkende Umsatzzahlen, sinkende Unternehmensgewinne, sinkendes Verbrauchervertrauen, Kapitalabflüsse usw. usf. Übrigens, der historische Durchschnitt bei Zinsen liegt bei 5 Prozent und momentan sind es immerhin 6,5%.
Durch die restriktive Geldpolitik der Fed, sind die Aktienkurse schon weltweit gefallen, wie weit will Greenspan die Kurse noch fallen sehen? Fakt ist, viele große Nasdaq-Werte sind schon mehr als 50 Prozent abgestürzt und einige Internetwerte haben sich gezehntelt und die Fed sieht immer noch tatenlos zu. Es ist einfach nicht mehr zu fassen! Ich habe wirklich eine unglaubliche Wut!
Capoon
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Massenentlassungen bei I-Nets
Jetzt kommt es doch noch knüppeldick!
Heute mit 7,2 Prozent der fünfgrößte Absturz an der Nasdaq!
Für die amerikanische Volkswirtschaft besteht jetzt eine echte Rezessionsgefahr, denn regelrecht abgesoffen ist der Einkaufsmanager-Index, der den tiefsten Stand seit 1991 aufweist. Greenspan hat durch seine restriktive Zinspolitik sowieso schon viel Porzellan zerschlagen (die letzten beiden Zinserhöhungen waren überflüssig wie ein Kropf) jetzt muß dieser Zappelgreis sofort die Zinsen senken, d. h. er muß unter Androhung von Strafe sofort eine außerordentliche Fed-Sitzung einberufen und die Leitzinsen mindestens um 0,50 Basispunkte senken. Es kann nicht sein, daß das Wohlergehen der Weltwirtschaft an diesen Dickschädel geknüpft ist. Die Macht von Greenspan muß definitiv auf ein vernünftiges Niveau gestutzt werden, indem man den anderen Fed-Mitglieder mehr Entscheidungsbefugnisse zugesteht.
WARUM WERDEN DIE ZINSEN NICHT SOFORT GESENKT?
Handelsbilanzdefizit und Überschuldung der Konsumenten
Tatsache ist zwar, bisher haben die Amis eindeutig über ihre Verhältnisse gelebt. Das recht hohe Handelsbilanzdefizit kam ja hauptsächlich durch die Konsumenten zustande, die auf Pump viele ausländische Konsumgüter kauften, wovon allerdings auch die gesamten Weltwirtschaft profitieren konnte. Nicht umsonst hat die größte Volkswirtschaft der Welt Leitfunktion. Jetzt aber hat die Aktienbaisse in den USA auch nachhaltig das Konsumverhalten der Konsumenten verändert – konkret, daß Verbrauchervertrauen hat in den letzten Wochen stark nachgelassen – so das wir davon ausgehen können, daß das konsumieren auf Kredit stark nachlassen wird.
Boersenkredite
Bei Börsenkrediten haben sich viele Spekulanten eine blutige Nase geholt und somit dürfte der kreditfinanzierte Aktienkauf in absehbarer Zukunft stark zurückgehen.
Historisch hohes KGV bei den Aktien
Ich sehe kein historisch hohes KGV bei amerikanischen Aktien, im Gegenteil. Schaut man sich einige High-Tech-Aktien an, so ist das Bewertungsnveau schon beinahe als moderat zu bezeichnen, vorausgesetzt die Wachstums- und Gewinnerwartungen werden eingehalten und wir bekommen keine Rezession, die nach den jüngsten US-Zahlen wirklich drohen
Sinkender Dollar – Inflationsgefahren
Durch den stärker als erwarteten konjunkturellen Abschwung in den USA sinkt zwar der Dollar, aber die Dollarschwäche ist noch lange nicht beängstigend. Von inflationären Entwicklungen ist weit und breit nichts zu sehen. Diese Ängste sind also auch eindeutig irreal und wirklich keine Gefahr für die Amiwirtschaft, denn die Rohstoffpreise haben in der letzten Zeit stark nachgegeben.
Steigende Lohnkosten
Zwar ist momentan der amerikanische Arbeitsmarkt noch angespannt – wir haben mit ca. 4 Prozent Arbeitslose quasi Vollbeschäftigung – allerdings scheint sich die Lage nun aber deutlich zu entspannen.
Immer mehr Betriebe müssen Arbeitskräfte abbauen, bzw. bei Dotcom-Firmen kommt es immer öfter zu Pleiten, was zwangsläufig Arbeitskräfte freisetzt und somit den Druck von den Löhnen nimmt. Dies mindert zusätzlich die Inflationsgefahren. Für die betroffenen Arbeitnehmer schlecht und für den Börsianer letztlich gut, ja so pervers kann auch die Börse sein, über diesem Umstand sollten wir uns auch mal Gedanken machen.
Im Falle einer Rezession: Umsatzeinbußen und fallende Gewinne oder sogar Verluste bei vielen Firmen
Bei einer Rezession würde in der Tat die Gewinn- und Umsatzentwicklung stark beeinträchtigt, ich kann nur hoffen, daß dies Szenario nicht eintritt. Aber wir sollten das nicht dramatisieren, denn die Fed hat anders als in Japan, bei den Leitzinsen viel Spielraum nach unten.
Die Wichtigkeit von Zinssenkungen
Beispiel: ASIENKRISE
Wegen der Asienkrise 1998 hatte die Fed 3mal die Leitzinsen gesenkt. Damals hat die Fed unter Herrn Greenspan sofort Handlungsbedarf gesehen. Und jetzt kommt mir das vor, als ob Greenspan mit offenen Augen zusieht, wie die Weltkonjunktur absäuft, oder sehe ich schon Weltkrisen-Gespenster?
Damals jedenfalls, ging es nach den 3 Zinssenkungen mit den Kursen nur noch Richtung Norden. Schlagartig hatte sich das Börsenumfeld und überhaupt das ganze Konsumklima verbessert. Nur die Zinssenkung muß nun sofort erfolgen, sonst droht uns wirklich noch ein Waaterloo.
WENN WIR IN DEN USA EINE REZESSION BEKOMMEN, SO GEHT DAS AUF DIE KAPPE VON GREENSPAN
Man ist immer schnell mit Schuldzuweisungen dabei, aber diesmal hat Greenspan den Bogen überspannt, denn die letzten beiden Zinserhöhungen waren nicht nötig gewesen.
Das Zinserhöhungen generell nicht gut für Kurssteigerungen sind, gehört zum Basiswissen eines Börsianers. Wir alle haben die Auswirkungen von sechs Zinserhöhungen (FED) allerdings gewaltig unterschätzt. Die konjunkturelle Abschwung in den USA verläuft viel schneller als wir uns das bis vor kurzem noch vorstellen konnten. Jetzt verlangsamen sich die Umsatz- und Gewinnsteigerungen stärker, als es selbst namhafte Ökonomen voraussagten. Besonders die High-Tech-Firmen werden durch dies Szenario in einem nie dagewesenen Sog nach unten gezogen.
Die Nasdaq hat 2000 den stärksten Rückgang - vom Jahreshoch 52% - in ihrer 29jährigen Geschichte erleiden müssen. Wie viele andere Börsianer war ich auch viel zu optimistisch und hatte geglaubt, bei 3000 Punkten hätte die Nasdaq den Boden gefunden. Flötepiepen, offensichtlich war mal wieder Wunschdenken Vater des Gedankens, denn ich habe die Gefahren einer weiteren Kursschwäche bei den High-Tech-Aktien einfach unterschätzt.
Für uns Börsianer sind jetzt starke Nerven und vor allem Geduld gefragt, denn allmählich sollten wir die gefallenen Engel herausfiltern, wenn dann die (hoffentlich) Rezessions-Ängste in den USA wieder verflogen sind, werden die Kurse der zuletzt doch arg gebeutelten High-Tech-Aktien wieder steigen. Positiv zu werten ist, daß die Öl- und Rohstoffpreise sinken und der Euro endlich wieder den Boden gefunden hat. Negativ ist, daß sich Japan nun in einer Rezession befindet und das hat auch negative Folgen für den gesamten asiatischen Raum und obendrein kühlt sich die Weltwirtschaft ab. Das alles spricht für schnelle und stärkere Zinssenkungen und wenn dann noch die neuen Arbeitsmarktdaten (diese Woche Freitag) positiv ausfallen – bedeutend mehr Arbeitslose in den USA - ist leider so, würde dieser Umstand eine positive Signalwirkung auf die Börse haben, weil dann die Fed spätestens dann handeln muß.
Bevor ich aber in einem blinden Aktionismus verfalle, muß ich erst einmal bei der Nasdaq eine Bodenbildung abwarten. Wäre da nicht die hohe Volatilität bei einigen High-Tech-Aktien, so wäre es eigentlich sekundär, ob nun der Nasdaq-Boden bei 2000 oder 2200 gefunden wird. Aber selbst für den Langfristinvestor kann das frühzeitige reingehen in High-Tech-Aktien schmerzvoll sein. Aber trotzalledem, wir müssen uns wie eine Raubkatze schon jetzt in einer Lauerstellung begeben, um in einem richtigen Augenblick zuzuschlagen.
Favoriten für die kommende High-Tech-Rally
Trotz vieler Abstufungen in jüngster Zeit, ich bleibe dabei, meine Favoriten sind hauptsächlich in der Breitbandtechnologie zu finden, insbesondere der Glasfaserbereich wird meines Erachtens wieder ein tolles Comeback erleben. Eine Alcatel und vor allem eine Cisco ist auf diesem Niveau ganz klar ein Kauf. Auch eine Nortel Networks scheint auf diesem Niveau ein klarer Kauf zu sein. Klar, ich darf auch eine Corning nicht vergessen, denn diese Firma stellt nicht nur Glasfaser her (Weltmarktführer) sondern ist auf verschieden Gebieten im High-Tech-Bereich hervorragend positioniert. Im Speicherbereich ist eine EMC absoluter Weltmarktführer. Wer es spekulativer mag, der sollte sich mal eine Brocade oder eine Veritas anschauen. Im Handybereich zählt eine Nokia zum Basisinvestment. Unsere Fokussierung sollte aber auch Zulieferfirmen miteinbeziehen, wobei ein gutes Management und eine kontinuierliche Umsatz- und Gewinnentwicklung Voraussetzung ist. Antizyklisches Handeln dürfte im Chip Sektor erfolgreich werden, denn auf diesem Bewertungsniveau dürfte die französische ST Microelectronics und die amerikanische Texas Instruments mit einer guten Performance für dieses und für das kommende Jahr aufwarten. Beide Firmen beliefern mit ihren Chips namhafte Hersteller und sind von einer abflauenden PC-Nachfrage nicht sonderlich betroffen.
Aussichtsreiche E-Commerce Software-Firmen sind: Im CRM > Siebel Systems (absoluter Weltmarktführer) könnte aber noch bei schwächerer Nasdaq konsolidieren, deshalb erst bei weiterer Kursschwäche kaufen.
Im B2B-Bereich würde ich eine Ariba vorziehen, denn C1
hat die Gewinnschwelle noch nicht erreicht und schreibt noch dicke Verluste.
Server: Sun Microsystems > Sun ist eindeutiger Weltmarktführer, hat aber in der letzten Zeit - aufgrund von Herabstufungen – viel Prügel bezogen und ist jetzt wieder auf ein akzeptables Kauf-Niveau.
SCM > I2 Technologies und Oracle als Datenbankspezialist
Netz-Sicherheits-Software: Check Point (Weltmarktführer) und der Marktführer im Bereich Datencodierung Verisign, diese Firma entwickelt auch Software für digitale Zertifikate.
Selbst eine AOL, Yahoo oder eine Infospace scheinen wieder ein attraktives Investment zu sein.
Eine Exodus (Weltmarktführer) sollte wir auch im Auge behalten, da Web Hosting eine große Zukunft vorausgesagt wird. Leider schreibt die Firma noch dicke Verluste und ist deswegen auch übel unter die Räder gekommen.
Im Biotech-Sektor habe ich lediglich Medimmune. Hier ist aber meines Erachtens noch viel Luft in der Spekublase, denn viele Firmen aus diesem Sektor können noch keine Gewinne generieren.
In vielen dieser Firmen bin ich selbst investiert. Mal schauen wie lange die Unsicherheit an der Nasdaq noch anhält, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, daß es bald wieder aufwärts geht.
Ich wünsche ALLEN ein erfolgreiches Börsenjahr 2001
Capoon
Tja,
es ist Greenspans Intention die Aktienmärkte etwas runterzuholen, da nach den Fed-Berechnungen sowohl Dow als auch Nasdaq überbewertet sind. Dass gewisse Hightechs jedoch dermaßen abgeben mußten darf eigentlich nicht sein Ziel gewesen sein, denn dies wird sich nun kräftig in einem zurückkommen der Wirtschaftskraft zeigen.
Für eine Zinssenkung wird es jetzt Zeit, ich rechne auch mit 0,5 Prozentpunkte.
zu Deinen Favorites: hört sich alles recht gut an, allerdings sind es genau die Favorites der vergangenen Ralley. Meinst Du nicht es wird neue Chancen geben?
Ich frage Dich, weil ich von Deiner Meinung was halte, Capoon, nicht um Dich herauszufordern. Ich selbst bin am suchen und finde auch nichts.
Was hällst Du eigentlich von Inktomi?
cu
capoon,
dein analytischer weitblick in allen ehren, aber deiner äusserung, dass die KGV's nicht hoch seien muss ich absolut wiedersprechen.
in den letzten hundert jahren schwankte das normale markt-kgv in den usa meist zwischen grob 13 und 23. wobei 23 bis mitte der 90er als absurd hoch eingestuft wurde. wir sind jetzt irgendwo bei 23 denke ich.
viele einwände sagen, dass es ja aufgrund der high techs so hoch sei und dass es ja auch gerechtfertigt sei aufgrund ihrer hohen wachstumsraten. da wir im moment sehen, dass auch high-techs nicht gtrenzenlos wachsen und sogar zins- und konjunkturzyklen unterliegen, scheinen die hohen kgv's doch nicht so sehr gerechtfertigt zu sein.
Hi zusammen,
mit dem KGV von 23 im S&P lagst du vorgestern noch richtig. Wenn überhaupt liegen wir minimal darunter, wobei die FTD gesten diese vergleichsweise hohe Bewertung mit den niedrigen langfristigen Zinsen rechtfertigte bzw. als vollkommen "in Ordnung" bezeichnete.
Ob eine derart hohe Bewertung noch einen guten Nährboden für die kommende Ralley bieten kann, wage ich noch zu bezweifeln.
Beste Grüße, Morgan
WOW!
Die Wende oder die Rettung in letzter Not!!!
Nasdaq schon 10 Prozent+
Bei meinen letzten Postings habe ich die Zinspolitik der FED schon radikal angegriffen, denn ich dachte schon, die FED wäre eine starrköpfige Schar von alten Herrschaften, die mit offenen Augen die Weltkonjunktur kollabieren lassen. Endlich erbarmen sich die Crash-Piloten der FED und senken die Leitzinsen um 0,50 Basispunkte
PS. Eine verdammt späte Zinssenkung, sie hätte schon im Dezember erfolgen müssen!
Mal sehen wie schnell sich Normalität an den Märkten wieder einstellt. Jedenfalls, ich freue mich mit Euch über eine kleine Zwischenrally, die uns wahrscheinlich schon in den nächsten Monaten die 3000 Marke bei der Nasdaq beschert.
Capoon, der jetzt wieder bei bester Laune ist
Hallo zusammen!
Von Michael Mross
Crashbericht
Die US-Notenbank senkt die Zinsen. Keine andere Schlagzeile hat am Mittwoch für mehr Wirbel an den Börsen gesorgt. Der Aktienmarkt läuft Amok. Die Bullen jubeln. Wahrscheinlich zu früh.
Das, was Alan Greenspan so überraschend tat, ist leider nichts anderes als ein Warnsignal. Ein Alarmzeichen. Das Erlahmen der Wirtschaft hat größere Ausmaße, als selbst Experten es bisher für möglich gehalten haben. Die Auswirkungen auf den Aktienmarkt am Mittwoch Abend ? wohl nur das heftige Aufflackern eines Strohfeuers. Eine Short-squeeze. Aber: der Bärenmarkt ist noch nicht vorbei!
Ich kenne niemanden, der nicht bullish ins neue Jahr gegangen wäre. Der Durchschnitt aller Prognosen aller Analysten und der meisten Experten erwarten für 2001 steigende Kurse ? gleich in welchem Marktsegment. Ich kenne keinen einzigen Bären ? außer Roland Leuschel.
Und genau das ist das Problem: Wie sind alle bullish. Wir hoffen alle auf steigende Märkte. Niemand kann sich vorstellen, dass der Neue Markt und die Nasdaq auf 1.000 Punkte fallen. Niemand glaubt, dass die Weltwirtschaft vor ernsten Problemen steht. Niemand entwirft einen wirklichen Börsen-Supergau.
FAZIT: Wir sind alle in einem Boot. Im Bullenboot. Und das kentert gerade. Rettungsreifen sind nicht in Sicht. Der Orkan tobt. Jetzt hilft nur noch beten ? damit kriegen wir die Börse aber auch nicht mehr hoch.
Und das sind die traurigen Fakten: Die reale Wirtschaftswelt spielt am Rande des Abgrunds. Die Banken geben kaum noch Kredite raus (Credit Crunch). Jede Zahl, die von irgendeinem Unternehmen veröffentlich wird, ist schlechter als erwartet. Alles fällt. Die Gewinne, die Umsätze, die Kurse, das BIP, Baumwollpreise, Ölpreise, Zinsen, Löhne, Einzelhandelspreise... und natürlich auch die Börse.
Weitere Zinssenkungen werden nicht helfen, kommen zu spät. Ein zu starkes Eingreifen der Notenbanken würde die Panik eher noch erhöhen. Wir werden in diesem Quartal schon das erste Mal das Wörtchen ?Deflation? in den Mund nehmen. Und dann fällt uns auf, dass es Ähnlichkeiten zu 1929 gibt. An der Börse passiert immer das Gegenteil von dem, was die meisten Marktteilnehmer erwarten. Wir warten alle auf steigende Kurse. Da müssen wir uns noch ein Weilchen gedulden. Die Dynamik der Abwärtsspirale hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Schon bald wird auch die "Old Economy" erfasst werden. Einziger Trost: Dieses Mal wird alles schneller gehen als 1929. Und technische Reaktionen nach oben sind nie ausgeschlossen. Das hilft uns über den Niedergang hinweg. Zumindest für kurze Zeit.
Aber: Erst wenn der letzte Bulle aufgegeben hat, ist der Markt bereinigt. Doch noch ist es nicht so weit.
Michael Mross ist TV-Börsenexperte und Buchautor "Die Börse!" (Econ)
http://www.mross.de
Bezüglich des Kommentars von Michael Mross
An alle Spekulanten
Noch einer der die Wichtigkeit von Zinssenkungen eklatant unterschätzt. Michael Mross wärst Du doch bloß bei Monitor geblieben.
Nasdaq und Neuer Markt: Kursziel 1000 Punkte
Selten solch eine haarsträubende und hanebüchernde Prognose gelesen. Haben wir es bei diesen Moderatoren (N-TV) denn nur noch mit wirtschaftlichen Analphabeten zu tun? Ja Herr Mross, Du kannst ja mit Roland Leuschel den Börsenbrief „Titanic“ herausgeben, und alles was an der Börse gehandelt wird – außer Gold – madig machen. Auf solche Dünnbrettbohrer wie Du es einer bist, können wir liebend gerne verzichten.
Ich betone es noch mal, die letzten beiden Zinserhöhungen durch die Fed waren unnötig und haben die US-Konjunktur stark belastet. Greenspan hätte schon am 20 Dezember die Zinsen senken müssen, denn da sahen schon fast alle wirtschaftliche Indikatoren zappenduster aus. Das jetzt gleich die Leitzinsen um 0,50 Basispunkte gesenkt worden sind, unterstreicht nur den Ernst der Lage der US-Wirtschaft. Nur in diesem Punkt hat Mross recht. Greenspan hat den Crash an der Nasdaq durch seine übertriebene restriktive Zinspolitik verursacht, deshalb ist ein Lobgesang auf diesem alten Zappelgreis meines Erachtens überflüssig. Ich habe in meinem obigen Beitrag schon lauthals und ohne Wenn und Aber für sofortige Zinssenkungen plädiert.
Die Arbeitsmarktdaten – am Freitag - werden schlechter ausfallen als bisher angenommen, d. h. konkret: die Arbeitslosenzahlen steigen erheblich an, was für die neuen Arbeitslosen fatal ist, ist perverserweise für uns Börsianer gut, weil die Zinsen dann am 31.01 erneut gesenkt werden müssen.
Das es in diesem „gelobten Land“ keine soziale Absicherung gibt, ist allerdings nicht unsere Schuld.
TEIL 2
Ich bin Berufs-Spekulant und selbst ich bekam in der letzten Zeit Muffensausen, denn die Hälfte meines Depots besteht aus Optionsscheinen. Immerhin wurde mein Kapital (1,07 Millionen in der Spitze) um das „kleine Sümmchen“ von ca. 650 000 DM reduziert. Da kann man sich ja ausrechnen, wann man wieder ackern gehen muß.
Mein Cashbestand lag noch Mitte Oktober bei ca. 80 000 DM. Aber schon Ende November war ich schon wieder fast voll investiert, denn ich glaubte – wie viele andere Börsianer auch - an einer kleinen Jahresendrally.
Allein seit den 20 Dezember 2000 habe ich etwa 270 000 DM Buchverluste erleiden müssen.
Deshalb war ich auch stinksauer auf die Fed, bzw. auf Greenspan, denn wie viele Börsianer auch, hatte ich schon am 20 Dezember mit einer Zinssenkung gerechnet. Überraschend war für mich, daß die FED die Leitzinsen auf den hohen Level beließ. Ein bißchen mehr Gespür hatte ich der Fed unter Herrn Greenspan schon zugetraut, war aber leider nicht.
Am 22.12. habe ich noch einen kleinen Bestand Optionsscheine von EMC gekauft. Zwischenzeitlich schon 40% - und jetzt wieder 20% +.
Mir war zwar die Problematik der hohen Zinsen bekannt, allerdings habe ich mit den vielen Umsatz- und Gewinnwarnungen nicht gerechnet. Überrascht war ich auch über die schnelle Verschlechterung der US-Konjunktur. Somit waren alle wichtigen Grundsteine für einen Crash bei den High-Tech-Aktien gelegt. Allerdings auch für eine Zinssenkung! Siehe erstes Posting!
Die Vehemenz der Kursrückgänge in den letzten Tagen haben mich dennoch überrascht. Da ich nur mit mentalen Stop-Loss arbeite - lag ich mit wenigen Ausnahmen - mehr oder weniger mit allen Werten in Minus. Einige High-Tech-Aktien haben sich halbiert und andere sogar geviertelt und wenn man wie ich, nach wie vor von der Story überzeugt ist, halte ich wie im Krieg auch knallhart die Stellung, denn ich war felsenfest von einer baldigen Zinssenkung überzeugt. Übrigens, ich bin kein Freund von hin- und herzappeln!
Um wieder so richtig durchzustarten braucht die Börse Liquidität, denn Liquidität ist Sauerstoff für den Börsenmotor. Defensive Aktien sind wieder out, jetzt sollte man wieder aggressiv in die Märkte gehen und die Wachstumsaktien herauspicken. Wir müssen zwar weiter mit schlechten Umsatz- und Gewinnentwicklungen rechnen, aber die Zinsphantasien werden das mehr als kompensieren.
Eine Zinssenkung wird erst nach ca. 6 Monaten für die Märkte spürbar. Ich hatte fälschlicherweise von 2 bis 4 Monaten in irgendeinem meiner Posting geschrieben.
Denkt alle stets daran: Liquidität ist Sauerstoff für die Börse!
Leider springt die EZB nicht über ihren Schatten
Capoon
Servus Männer !
Ich hätte gerne eine Einschätzung zu Rambus...!
In meinen Augen ein Topinvestment, gerade jetzt...
Was meint Ihr und insbesondere Capoon ?
Für eure Antworten danke ich euch im Voraus !
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Die Ampel für den Börsenzug stehen auf grün!
Die Zinssenkung anfangs Januar war die Initialzündung für eine grundlegenden Wandel an den Weltbörsen. Diesmal ist die Erholung an den Aktienmärkten kein Strohfeuer wie im September letzten Jahres. Viele von uns hatten letztes Jahr auf eine Jahresendrally spekuliert und wurden böse überrascht, als die Aktienkurse nur noch Richtung Süden gingen. Fazit: Eine Regelmäßigkeit gibt es an der Börse nicht. Vielmehr ist die Psychologie der Marktteilnehmer von ausschlaggebender Wichtigkeit.
Alle die anfangs Januar noch meinten die Technologiewerte seien nun out, müssen sich nun wieder schleunigst eindecken. Die Renaissance der noch jüngst verschmähten Technologiewerte ist doch schon beachtlich. Inflationäre Gefahren sind durch Rezessionsgefahren abgelöst worden und wenn jetzt noch die Rezessionsängste nachlassen – die mal wieder nach den jüngsten US-Konjunkturzahlen Nahrung fanden – werden wir mit großer Sicherheit am 31 Januar eine weitere Zinssenkung um 0,50 Basispunkte durch die Fed sehen. Zinssenkungen haben bisher immer noch Aktienkurse beflügelt, denn desto niedriger die Zinsen, desto höher die Kurse.
In Anbetracht dieser Fakten und der „noch“ vielen Pessimisten sind die weiteren Chancen für weiter steigende Aktienkurse erstaunlich gut. Viele Anleger und vor allem Fonds haben noch jede Menge liquide Mittel, die nun peu a peu angelegt werden. Historisch gesehen haben eine ganze Reihe von Hightech-Aktien momentan ein relativ günstiges Bewertungsniveau. Wir erleben momentan eine Verbesserung des Börsenumfelds, ist das Börsenumfeld gut, sind höhere Bewertungen gerechtfertigt. Jetzt gilt es Topwerte herauszufiltern und in erstklassigen Wachstumsaktien aggressiv zu investieren. Der wachstumsorientierte Anleger sollte schon auf die Qualität des Unternehmens achten. Umsatz- und Gewinndynamik, sowie die Marktstellung, die Solidität des Management müssen dabei stimmen. Es darf nicht sein, daß das Prinzip Hoffnung in unseren Überlegungen eine wesentliche Rolle bei unseren Anlageentscheidungen spielt. Mein Anlageschwerpunkt bleibt der Breitband-Sektor und die Datenspeicherung, beziehungsweise Datensicherung. Der Appetit auf Bandbreite im Internet wächst, weil unter anderem die Nachfrage nach Musik und Video-Übertragungen kontinuierlich wachsen. Für die aufkommende Datenflut braucht man intelligente Speicher-Lösungen, deshalb dürfte sich ein Investment in diesem Sektor auszahlen. Im E-Buisness Software Bereich favorisiere ich jetzt eine Siebel Systems und nach den jüngsten Zahlen eine Commerce One. Im Logistik-Sektor habe ich mit D-Logistics einen soliden Wachstumswert, der mit seinen Zahlen noch nicht enttäuscht hat und demnächst die Planzahlen anheben wird. Bei allen Werten gilt, daß die Wachstumsraten noch viele Jahre exorbitant hoch sein dürften. Nokia habe ich aufgrund einer vorübergehenden Sättigung bei Handys aus meinen Portfolio genommen.
Folgende Werte erachte ich als besonders aussichtsreich:
Wachstumsaktien
Avanex
Broadcom
Brocade
Check Point
Ciena
Commerce One
Corning
EMC
JDS Uniphase
Siebel Systems
Silicon Storage
Sun Microsystems
Verisign
Neuer Markt
AT&S
D.Logistics
Biotech
Medimmune
Konservative Aktie
Siemens
PS. Mein Depot braucht eine Straffung. Auf der Abschußliste befinden sich Sun und eine Verisign. Wachstumsschwäche werde ich nicht tolerieren.
Capoon
hallo capoon,
mein erstes posting hier im board.
habe mir gerade deine postings in diesem thread seit 3.1.01. durchgelesen. bin, was die einschaetzung der us-zinspolitik anbelangt ebenso mit dir d'accord wie in deinen fundamentalen einschaetzungen und auch (weitestgehend) in deinen ausblicken. auch ich sehe mit den ersten zinschritten mit grosser wahrscheinlichkeit einen boden am aktienmarkt markiert. in der vergangenheit war es jedenfalls bei den 21 erfolgten bias-aenderungen der fed auf zinssenkung 17 mal so, dass bereits der erste zinsschritt einen marktboden markierte. nicht von ungefaehr einer der klassischen boersensprueche: don't fight the fed!
auch einige eher technische indikatoren sehe ich persoenlich auf hell bis dunkelgruen. so die advance-decline line, die seit einiger zeit eine andere sprache spricht als der index, der new high/new low und auch der arms-index (trin) hat aus beinahe historischem tief nach oben gedreht. auch das sentiment scheint einen boden zu bestaetigen.bad-news kratzen den index kaum noch, siehe z.b. yahoo.
also: beste chancen fuer steigende kurse.
boerse ohne risiko gibt es aber nicht. so sehe ich im gegensatz zu dir die kgv's vielfach noch (viel) zu hoch. lasse mich aber gerne eines besseren belehren. :) wenn z.b. eine msft noch 3 cents im ergebnis von q4/99 zu q4/00 auf nunmehr 47 cents zulegen kann, frage ich mich ob ein kgv von ~40? noch gerechtfertigt ist. schau dir mal diese grafik zum thema kgv/s&p 500 an:
http://www.zellers.de/images/boerse/s&p.gif
aber wie gesagt, darueber kann man geteilter meinung sein.
ich kann mir bei bestaetigung des trendwechsels massive umschichtungen aus defensiven werten in die techs vorstellen. im fruehjahr nannte man das branchenrotation!
so koennte ein trend schnell an dynamik gewinnen und vielleicht auch wieder 'irrationale uebertreibungen' hervorrufen.( hoff!!!)
jetzt zu dem punkt, den ich nicht verstehe: du bezeichnest dich als boersenprofi! oder so aehnlich. laesst jedenfalls durchblicken, dass die spekulation dein kerngeschaeft ist.
auch deine offenheit was die eigene strategie und depotentwicklung anbelangt finde ich erfrischend. im uebrigen ist es mir ( mit aehnlichen summen und aehnlichen aktien) nicht viel besser ergangen . allerdings bin ich bis jetzt ein hobby-boersianer gewesen und verdiene mein geld mit einem 'anstaendigen beruf'.
ich habe zwar schon das eine oder andere buch ueber die boerse gelesen, aber eben nicht ernst genommen. denn im zurueckliegenden bull-markt lief ja eigentlich alles wie geschmiert. auch fuer die banale buy and hold strategie. aber in der situation in der wir jetzt sind , auch du als profi, zeigt sich eines ganz deutlich: um langfristig an der boerse erfolgreich zu sein ( noch erfolgreicher?) muss man sich intensiv mit themen wie money-management, stop-strategien, risko-begrenzung und aehnlichem auseinandersetzen.
es kann nicht sein, dass sich ein depot-wert viertelt! nicht bei einem profi. das ist das was ich von den profis in den boards gelernt habe. wenn du den wert wieder in den gruenen bereich bringen willst, muss er ab jetzt 300%!!!!!
zulegen. da brauchen wir schon einen ganz gewaltigen bullenmarkt. nicht persoenlich nehmen, aber ich finde, man muss versuchen aus fehlern zu lernen. und wenn man sich oeffentlich in boards engagiert heisst das gemeinsam lernen. sorry, ich melde mich wieder, bin spaet dran und muss weg.
gruss woernie
hallo woernie, hallo capoon,
wenn ihr meinen thread "wie gehts weiter?" hier gelesen habt, dann wisst ihr ja, dass ich meine börsenampel auch auf grün gestellt habe, bis auf weiteres. das einzige problem was ich neben dem schon wieder zu schnell aufkeimenden optimismus sehe, und womit ich im einklang mit woernie stehe, ist die immer noch recht hohe bewertung. ich schaue inzwischen dabei recht gerne auf das valuation-modell auf der seite http://www.yardeni.com
es handelt sich dabei um eine anlehnung an das fed-valuation modell für die s&p500 aktien, welches erwartete gewinne und zinsniveau mit berücksichtigt. gemäss dieses modells sind wir immer noch im überbewerteten bereich. das sollte einem zu denken geben, insbesondere weil fast jeder bullmarkt im unterbewerteten bereich gestartet ist.
ich frage mich, wie einige leute immer noch auf die idee kommen, die aktien seien jetzt billig. ich meine, es kann ja ruhig ein neuer bullmarkt kommen und die kurse explodieren, aber billig sind die aktien jetzt immer noch nicht.
bezüglich der a/d linie möchte ich zur vorsicht mahnen. sie kann ein guter indikator sein, aber bei der letzten divergenz hatte sie über ein jahr vorlauf. d.h. sie hatte schon bedeutend länger nach unten gedreht, bevor der markt gedreht hat. wer sich zu stark auf die a/d linie verlassen hätte, hätte den stärksten bullmarkt der letzten wasweissich wieviel jahre verpasst.
woerni hat auch etwas wichtiges angesprochen. ich denke, ein wichtiger punkt, um langfristig erfolg zu haben, ist dass man den drawdown nicht zu gross werden lässt. man sollte schon bemüht sein, sein kapital nicht mehr als 30% schrumpfen zu lassen in schlechten zeiten.
[Editiert von snahas am 21-01-2001 um 23:40]
Hallo,
ich habe Eure doch sehr umfangreichen Statements gelesen.
Hier vielleicht mal ein kurzer und passender (??) Kommentar:
Wir erleben eine Bärenrallye“ sagt John Zaro von Bourgeon Capital Management. Nachdem der Markt stark überverkauft war, und sich viel Geld angesammelt hatte, versuchten Anleger den Aufwärtstrend nicht zu verpassen. Ein Marktstratege rät: „Viel Spaß auf der Nasdaq-Party, aber tanzen Sie in Türnähe und verlieren Sie den Ausgang nicht aus den Augen!"
Viele Grüsse
Hovo
ich glaube kaum, dass es die strategen der investmenthäuser besser wissen als wir.
Hallo Hightech-Freaks!
Ich bin mal gespannt, ob Bush seine angekündigten Steuersenkungen schon bald in Taten umsetzt. Dadurch würde die Konjunktur zusätzlich noch an Fahrt bekommen.
@woerni
Kostolany sagte mal, eine Trendumkehr ist erst dann erreicht, wenn schlechte Nachrichten nicht mehr im Kurs berücksichtigt werden, gute Nachrichten sich hingegen sehr positiv auf die Kurse auswirken. Jetzt sehen wir, mit welcher Dynamik Aktien mit guten Ergebnissen steigen. Ein anderes Beispiel: Yahoo verkündete vor zwei Wochen grottenschlechte Ergebnisse und der Kurs stieg trotzdem bis heute kräftig an. Eine banale Börsenweisheit besagt: „Steigt die Börse, kommt das Publikum, fällt die Börse, geht das Publikum" Wir Börsianer neigen dazu, zwischen übertriebenen Optimismus und Pessimismus hin und her zu schwanken. Wer dies alte zyklische Spiel einigermaßen beherrscht, wird auch an der Börse jede Menge Kohle verdienen.
Was nützt die beste Firma, wenn die Kurse fallen?
Wer hätte schon gedacht, daß selbst Aktien mit sehr guten fundamentalen Daten sich innerhalb kürzester Zeit halbieren? Meine SSTI hatte sich fast gedrittelt und ich bin trotzdem drin geblieben. Im Nachhinein sicherlich ein Fehler, nicht konsequent mit Stop-Loss zu arbeiten. Ich war und bin aufgrund der recht hohen Wachstums- bzw. Gewinnentwicklung und des relativ niedrigen KGVs von der Firma überzeugt, zumal die Produkte (Flash-Memory-Chips) eine große Zukunft haben.
Gute Unternehmen sind der Schlüssel zum langfristigen Anlageerfolg, nur meistens ist das Bewertungsniveau von wachstumsstarken Hightech-Aktien schon oft sehr hoch. Würde ich nach dem KGV gehen, dürfte ich eine Juniper oder eine Brocade niemals kaufen. Diese Aktien sind fundamental unglaublich teuer, aber die Wachstumsraten in den kommenden Jahren (an der Börse wird nun mal die Zukunft gehandelt) rechtfertigen diese hohe Bewertung. Momentan erleben wir eine Trendumkehr, d. h.
die Börsenstimmung hellt sich zusehends auf, die Psychologie der Marktteilnehmer wird kontinuierlich besser und schon spricht kaum noch einer über das hohe Bewertungsniveau dieser Firmen. Plötzlich zählen primär wieder die Ertrags- und Gewinndynamik (KUV/PEG) eines Unternehmens und das KGV wird wieder sekundär.
Heute top und morgen flop, einige vorher hochgelobte Hightech-Firmen sind durch ungerechtfertigte Herabstufungen arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Nicht nur unqualifizierte Analysten neigen dazu in beiden Richtungen zu übertreiben und durch die vielen Trader wird dieser Effekt noch dramatisch erhöht. Seit 1971 besteht nun die Nasdaq und die Kursschwankungen und Kursverluste (Crash auf Raten) waren im Jahre 2000 am stärksten. Selbst Weltmarktführer im absoluten Wachstums-Sektor, die kontinuierlich mit Topzahlen aufwarten, sind im Abwärtssog geraten. Fazit: Ob Profi oder nicht Profi, hinterher ist man immer klüger. Wie viele andere Börsianer, glaubte ich im Herbst letzten Jahres auch an einer kleinen Jahresendrally und aus diesem Grund bin ich viel zu früh wieder eingestiegen. Fehler macht man immer wieder und fehlerfreies agieren an der Börse gibt es nicht. Auch Qualitätsaktien schützen nicht vor Kursverluste (siehe z. B. den Chart von Brocade, Siebel oder EMC) und selbst als Langfristinvestor muß ich rechtzeitig die Notbremse ziehen und aussteigen, beziehungsweise mein Depot mit mentalen Stop-Loss sichern, denn Kapitalerhaltung sollte oberste Priorität haben.
Allerdings ist eine Stop-Loss-Strategie gar nicht so einfach. Ich selber bin ein paarmal unglücklich ausgestoppt worden - die Schwankungungsbreite bei einigen Hightech-Aktien war einfach zu hoch - und das ist mehr als ärgerlich wenn die Aktie danach wieder stark steigt.
PS. Natürlich muß ich meine Fehler analysieren und die nötigen Konsequenzen daraus ziehen, allerdings bleibt fehlerfreies Spekulieren reines Wunschdenken.
Ich wünsche ALLEN viele http://www.imperium.de/animationen/anims4/dollar1a.gif
Capoon
hallo capoon,
danke fuer deine ausfuehrliche antwort.
du wirst mir immer sympathischer! fast alle von dir gepriessenen werte habe oder hatte ich im depot! und jetzt auch noch ssti!
silicon storage habe ich seit ca. 2 jahren. habe sie allerdings letztes jahr bei 35 € (nach split) verkauft. das hat mir, obwohl ich viel zu frueh zurueckgekauft habe (ab 22$...) ca 100 000 maerker gespart. deinen ausblick auf die zukunft von ssti kann ich voll und ganz unterschreiben! ssti ist im moment mein gewichtigster depot-posten.
aber jetzt ganz aktuell:
nach den schlechten zahlen von sndk (-20%)und den verschobenenen quartalszahlen von ssti koennte man sich natuerlich ueberlegen nochmal an die seitenlinie zu gehen! zur erinnerung, auch die nasdaq steht an einer delikaten wegmarke! ohne korrektur, mindestens ein pullback an den abwaertstrendkanal halte ich fuer wahrscheinlich,werden wir die 3000 wohl nicht knacken. koennte ein schnelles aufstocken dess ssti bestandes um 20% ermoeglichen.;)
was meinst du ??
was macht alan heute? ich koennte mir vorstellen, dass er den markt erstmal verbal zu bremsen versucht um ihm am naechsten dienstag (zinssenkung) wieder auf die beine zu helfen.
gruss woernie
hallo capoon,
es gibt keine perfekte ausstiegsregel. das ist das schlimme an der sache und man wird auch viel zu oft ausgestoppt, um dann zu sehen, wie es richtig explodiert.
aber was ist schlimmer? einen gewinn nicht machen oder eventuell einen verlust riskieren, der das kapital stark dezimiert? dadurch muss der nächste gewinn umso höher ausfallen, um dies zu kompensieren.
man sollte die kleinen verluste und nicht gemachten gewinne durch stoploss als kosten für eine versicherung ansehen.
die meiste zeit ist aussitzen eine der besten strategien aber irgendwann kommt halt ein punkt, an dem geht durch das aussitzen soviel kapital flöten, dass man komplett aus dem spiel fliegt oder die arbeit von jahren den bach runter geht. das gilt es zu vermeiden.
gruss
snahas
http://www.imperium.de/animationen/anims2/hello3D.gif
Dramatische Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums in den USA!
Nach den jüngsten Konjunkturdaten ist mit schnellen (mehrere) Zinssenkungen zu rechnen. Der wirtschaftliche Abschwung in den USA vollzieht sich viel schneller, als wir uns das bis vor kurzem noch vorstellen konnten. Ich gehe davon aus, daß die Fed heute die Leitzinsen um mindestens 0,50 Prozent und damit auf 5,5 Prozent senkt, alles andere wäre eine echte Überraschung. Selbst eine Senkung um 0.75 %ist nun nicht mehr auszuschließen.
Erstaunlich stabil zeigt sich der Aktienmarkt, da selbst Schwergewichte wie Cisco und Nokia mit schlechten Aussichten für die kommenden Quartale nicht mehr die Nasdaq nach unten reißen können. Offenbar sind viele schlechte Nachrichten schon in den Kursen eingepreist. Folglich liegen die Tiefstände hinter uns und mittel- bis langfristig wird es mit großer Sicherheit weiter nach oben gehen. Jetzt wird es wieder Zeit eine (teilweise) aggressivere Anlagestrategie zu fahren, Jede Schwäche bei den Hightech-Aktien ist konsequent zum Aufbau von Positionen zu nutzen!
Der Nasdaq 100 ist dabei den Abwärtstrendkanal zu verlassen!
http://www.investtech.com/sp500/fig/ndx1.gif
Allerdings sind Schön- oder Schwarzmalerei fehl am Platze. Wir sollten realistisch das Chance/Risiko-Verhältnis abwägen. Tatsache ist, die Börse läuft der Wirtschaft voraus und antizipiert bereits vorher die Wirkung der Zinssenkungen. Zinssenkungen sind Sauerstoff für den Börsenmotor und das Signal zum Einstieg. Jedenfalls in der Vergangenheit war nach der zweiten Zinssenkung meistens ein kräftiges durchstarten des Börsenmotors zu beobachten, auch wenn die nächsten Monate noch „etwas prekär“ werden könnten, weil enttäuschende Unternehmens- und Wirtschaftsdaten drohen.
Mein aktuelles Depot
Radikal und aggressiv auf Wachstum ausgerichtet
15 000 AT&S OS/Call,
200 Brocade,
50 Broadcom
400 D.Logistic,
100 CheckPoint
2000 Check Point OS/Call
3000 Ciena OS/Call,
10 000 Commerce One OS/Call,
500 Corning,
500 EMC
10 000 EMC OS/Calls Nr. 623 840
100 JDSU
10 000 JDSU OS/Calls
50 Juniper Networks,
100 Siebel Systems
6000 Siebel OS/Calls
5000Siemens OS/Call,
1000 Silicon Storage
50 Verisign
Was demnächst nicht läuft wird rausgeschmissen!
Verisign steht auf der Abschußliste, bei AT&S und Silicon Storage warte ich die Zahlen ab.
@Woerni
Die Bekanntgabe der Geschäftszahlen bei SSTI sollte schon am 25 01 erfolgen. Ich hoffe nicht, daß die Verschiebung des Ergebnisses triftige Gründe hat. Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack.
Bei OS ist ein Stop-Loss-Strategie von elementarer Wichtigkeit
Alle Aktien und OS sind ausgezeichnete Wachstumswerte mit reichlich Potential. Leider haben (fast) alle gute Wachstumsaktien durchweg ein ambitioniertes Bewertungsniveau. Ausnahmen sind AT&S und Silicon Storage.
Am 12.02 kommen die Zahlen von AT&S (AT&S ist noch recht günstig bewertet und die Zahlen sollen aller Voraussicht nach sehr gut ausfallen. Vielleicht sollte man hier mal ein Call kaufen.
Die Schwierigkeit einer richtigen Stop-Loss-Strategie
@snahas
Du hast das Problem einer „erfolgreichen“ Stop-Loss-Strategie erkannt. Wer bei Infospace nicht rechtzeitig ausgestiegen ist, hat nun ein Haufen Kohle verbrannt. Bisher setzte ich meine Stop-Loss mental, denn ich bin ein paarmal schon böse ausgestoppt worden und mußte anschließend ansehen, wie die Aktien wieder Richtung Norden marschierten. Mit der Problematik der Stop-Loss-Strategie muß ich mich noch wirklich ernsthaft auseinandersetzen, denn die Kapitalerhaltung sollte bei unseren Überlegungen oberste Priorität haben. Nur ein Patentrezept habe ich noch nicht gefunden. Bei volatilen Aktienmärkten (wie in der jüngsten Zeit) können Stop-Loss selbst bei 20 bis 25 Prozent unter den Einstiegskursen schon zu eng bemessen sein. Bei Optionsscheinen ist die Volatilität noch größer und folglich eine Stop-Loss-Strategie noch schwerer zu handhaben. Zum Beispiel hatte ich bei meinen Nokia/Calls ein Stop-Loss gesetzt und in einer Kursdelle (Bekanntgabe der Verkaufszahlen – statt 140 Millionen nur 128 Millionen) zu einem sehr ungünstigen Kurs verkauft. Das „kleine Sümmchen“ von 55 000 DM hätte ich zwei Tage später mehr auf meinem Konto haben können.
Viele http://www.imperium.de/animationen/anims4/dollar1a.gif wünscht
Capoon
Gordon Gecko
31.01.2001, 18:04
wow, also Checkpoint Software ist wirklich der wahnsinn! Liegt voll auf Kurs. Sicherheits-Software-Werte bleiben bestimmt auch weiterhin in der Diskussion. (Microsoft ... )
Dieses Unternehmen ist wohl wirklich ein Invetsment wert. Auch ansonsten sehe ich die Zukunft ähnlich wie du, capoon, es könnte durchaus langsam wieder nach oben gehen.
Gruß Gecko
-=N[E]O=-
01.02.2001, 16:41
Hi Capoon,
geniales Posting! Gratulation.
Kannst Du mir vielleicht die WKNs von den Optionsscheinen geben, die Du im Depot hast. Also Siebel, C1, Checkpoint, Ciena..
Ich interessiere mich sehr für OS, kenn mich bloss noch nicht so gut aus.
Thanx :)
http://www.lbbs.org/CrisesCurEvts/Globalism/global_masthead.gif
http://www.imperium.de/animationen/anims2/hello3D.gif
ICH HABE MICH GEIRRT!
Wegen ernsthafter Rezessionsgefahren stehen die Börsenampeln wieder auf gelb!
Wo steht die Nasdaq in sechs Monaten? Droht der USA eine echte Rezession? Wenn ja, welche Auswirkungen hat dies Szenario für Europa? Das sind momentan die wichtigsten Fragen. Wo man hinschaut, Unsicherheit und teilweise sogar Panik.
Die Rezessionsgefahren in den USA habe ich unterschätzt. Das sich die psychologische Stimmung der Marktteilnehmer sich so rasant verschlechtert, damit habe ich nicht gerechnet. Jedenfalls war ich mal wieder viel zu optimistisch, aber nachher ist man immer klüger. Dabei hatten wir im letzten Sommer in den USA noch 5,5 Prozent Wachstum und am Jahresende waren es gerade noch 1,4 Prozent.
Offensichtlich hat Greenspan die Zinsschraube viel zu stark angezogen.
Ich hatte am 15 Dezember schon folgendes geschrieben:
Stagnierende Reallöhne und konsumgetragenes Wachstum passen nur zusammen, wenn der Konsum auf Pump erfolgt oder die Aktienkurse jedes Jahr ordentlich steigen. Weil bisher jeder zweite Ami an den steigenden Aktienkursen partizipieren konnte, haben die konsumgeilen Amis die US-Wirtschaft richtig unter Dampf gesetzt. Aber nun ist Schluß mit lustig. Die Konjunktur kann jetzt schneller kippen, als sich einige dieser Ökonomen sich das vorstellen können.
Seit März letzten Jahres befinden sich die Aktien - mit kurzen Zwischenerholungen - auf Talfahrt und das Greenspan nach den April-Crash die Zinsen im Mai noch um 0,5 Prozent angehoben hat, war eindeutig des Guten zu viel. Greenspans Crashkurs muß jetzt schleunigst korrigiert werden! Schon Mitte November gab es erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Abkühlung in den Staaten und spätestens am 20. 12. 2000 hätte Greenspan die Zinsen um 0,50 % senken müssen, hat er aber nicht. Dieser Fehler hat den Anleger schon eine Menge Kohle gekostet, denn nach dem 20.12 kam es zu einem (weiteren) weltweiten Kurssturz an den Finanzplätzen. Die überstürzte Zinssenkung anfangs Januar konnte das wirtschaftliche Vertrauen der US-Bürger nicht wieder stärken. Es ist einfach unglaublich wie schnell das Verbrauchervertrauen in den Staaten nachläßt. Der wichtige Index der US-Einkaufsmanager rutschte im Januar unter die Marke, die gewöhnlich eine Rezession anzeigt. Das alles sind Belastungsfaktoren für den Aktienmarkt.
Der Nasdaq-Index schien den Abwärtstrendkanal überwunden zu haben, aber leider erwies sich das als Falle. Ich bin auch viel zu früh wieder in den Hightech-Aktien eingestiegen. Ferner glaube ich, daß Greenspan noch in diesem Monat die Zinsen um mindestens weitere 0,25 % senken wird, ja muß. Diese außerplanmäßige Zinssenkung würde den Markt positiv beeinflussen, weil die Börse solch eine Maßnahme nicht eingepreist hat. Außerdem gehe ich davon aus, daß Bush bald mit Steuersenkungen die amerikanischen Konsumenten beglückt. Steuergeschenke und Zinssenkungen greifen allerdings mit einer zeitlichen (6 bis 9 Monate) Verzögerung, aber trotzdem, daß Verbrauchervertrauen muß in den USA jetzt schnellstens wieder auf Vordermann gebracht werden. Bedenklich ist aber der hohe Verschuldungsgrat vieler amerikanischer Haushalte. Deshalb sind jetzt schnelle und mutige Sofortmaßnahmen nötig. Die Leitzinsen müssen ganz schnell bis zum Sommer auf 4,0 % gesenkt werden.
Amerika war und „bleibt“ (hoffentlich) die Weltkonjunkturlokomotive. Auch der asiatische Raum profitiert nicht unerheblich von der nun wegbrechenden Konsumwut der amerikanischen Konsumenten. Eine Rezession in Amerika hat zwangsläufig für die Weltwirtschaft fatale Folgen. Oder anders gesagt, die Weltwirtschaft hängt an die Geldpolitik der Fed und der absolute König hierbei ist Greenspan und somit ist dieser alte tatterige Greis der mächtigste Mann der Erde. Und das ist meines Erachtens einfach verrückt!
EUROPA und ASIEN
Wir bleiben am Rockzipfel von Amerika, denn Europa wird sich nicht von Amerika abkoppeln können, auch wenn einige das Gegenteil behaupten. Dafür braucht man keine prophetische Begabung zu besitzen, um diese realen Gefahren zu erkennen. Der kleine wirtschaftliche Aufschwung in Europa wird hauptsächlich von der ausländischen Nachfrage getragen. Durch eine Rezession in den Staaten würde ein wichtiger Markt wegbrechen. Das EZB-Präsident Wim Duisenberg die Leitzinsen nicht senkt, liegt an der Looser-Währung Euro. Eigentlich müßten die Zinsen auch in Europa gesenkt werden. Lange wird Wim Düse das nicht durchhalten, denn bei einer echten Rezession in den Staaten, werden sich die wirtschaftlichen Fundamentaldaten im Euroland schnell verschlechtern. Von Japan (dieses Land erstickt an seinen Schulden und Korruptionsaffären) oder Korea ist garantiert keine Hilfe zu erwarten und China kann die Weltkonjunktur auch nicht retten.
@N [E] O
Ich bin selber viel zu früh wieder bei OS eingestiegen!
Es besteht die reale Gefahr (siehe mein Bericht) weiterer Kursstürze, deshalb sehe ich bei OS momentan kein Handlungsbedarf.
Siebel WKN 767348
C1 766947
Ciena 767291
Check Point 602027
http://www.bilbo.purespace.de/Katalog/animgifs/animsonstiges/ansons014.gif
Viele http://www.imperium.de/animationen/anims4/dollar1a.gif
wünscht EUCH
Capoon
http://www.imperium.de/animationen/anims2/hello3D.gif
Rein und raus – die neue Mentalität im Casino-Kapitalismus
Die Vehements des Kursverfalls bei den Aktien im Breitbandspektrum ist wirklich nicht von Pappe. Dabei sind die Wachstumsperspektiven nach wie vor bei den meisten Firmen dieser Branche hervorragend. Gut, auch hier kann es zu einer vorübergehenden Wachstumsschwäche kommen.
Einer der Ursachen dieser Wachstumsdelle
Der Verschuldungsgrat vieler Telekomkonzerne ist wg. der saublöden teueren Versteigerung der Lizenzen beängstigend hoch. Durch diese staatliche Abzockerei sind viele Netzbetreiber in einer finanziellen Schieflage geraten und somit fließen auch die Aufträge für viele Glasfaser-Equipmenthersteller nicht mehr so üppig. Fazit dieser modernen Wegelagerei - auch wenn viele andere eine andere Meinung dazu haben - durch diesen staatlichem Dirigismus wird eine zukunftsträchtige Technik zwar nicht verhindert, aber immerhin verzögert.
Persönlich
Ich habe noch nie in meinem Leben irgendwelche Sympathien für die Herrschenden und Mächtigen, seien es bestimmte Politiker, Stars oder Gurus, sowie eiskalte Manchester-Kapitalisten gehabt. Niemals werde ich solche Typen zum Götzen machen, vielmehr werde ich stets kritisch jede Art von Herrschaftsgebaren analysieren. Deshalb ist auch ein Himmelskomiker, wie der Papst oder Alan Greenspan nicht unfehlbar!
Die Börse macht keinen Spaß mehr!
So locker flockig drauf wie anfangs letzten Jahres ist keiner mehr. Viele haben von dieser unberechenbaren Börse wirklich langsam die Schnauze voll.
Die Sophisterei einiger Möchtegern-Gurus a la Förtsch oder Maydorn kann man nicht nur in einer ausgeprägten Baisse getrost vergessen. Eine einigermaßen „zuverlässige Prognose“ läßt sich zwar in einer Hausse annähernd verwirklichen , aber in einer ausgeprägten Baisse ist es schon verdammt schwierig, oder anders gesagt: Sich als vermeintlich guter Wahrsager aufzuspielen ist in einer Hausse wirklich keine Kunst, aber in einer Baisse versagen diese Sophisten kläglich.
Die irrationalen Handlungen
Momentan spielen Gier und Angst die Faktoren die uns gefühlsmäßig manchmal zu irrationalen Handlungen hinreißen lassen. Auch Companys die weiterhin recht gute Wachstums- und Gewinnaussichten prognostizieren geraten jetzt im Abwärtssog, aber was zählen schon gute fundamentale Daten in dieser verrückten und schnellebigen Zeit. Mir ist vollkommen bewußt, in den Branchen wo die höchsten Kursgewinne locken, sind erfahrungsgemäß auch die größten Gefahren. Wer also das Risiko liebt, begibt sich an der Börse auf einem heißen Pflaster. Ich persönlich liebe das Risiko, auch wenn eine konservative Strategie für den strategischen Vermögensaufbau sinnvoller ist. Jeder muß aber seine eigene Strategie finden, die auch zu seiner Persönlichkeit paßt. Wie oft haben wir in jüngster Zeit nicht schon irrtümlich angenommen, die Baisse wäre vorbei und ernsthaft angenommen, die Nasdaq hat die Bodenbildung hinter sich. Flötepiepen, denn schon nach kurzer Zeit sind wir eines BESSEREN belehrt worden.
Die Zeit der Momentumsspieler
Die enorm hohe Volatilität an den Märkten haben wir hauptsächlich diesen Tradern zu verdanken. Diese Art Zockerei paßt in dieser heutigen Zeit und zweifellos kann ein guter Trader in einer Baissephase bei entsprechender Volatilität Kohle machen, aber auch dieses „kurzfristige Spekulieren“ ist nicht immer vom Erfolg gekrönt. Auch wenn viel dieser Momentumsspieler von der Charttechnik viel verstehen, gibt es wenige echte Gewinner, denn einmal klappt es und ein anderes mal zahlt man kräftig drauf. Dieses rein und raus liegt mir (bis jetzt) persönlich nicht und außerdem muß man bei diesen „Zocks“ auch noch jede Menge Glück haben. Viele dieser Spieler haben eine ausgeprägte Casino-Mentalität und der Mittel- bis Langfristanleger wird von diesen Spezies als ein Relikt der Vergangenheit bezeichnet, der in dieser prekären Börsenphase aufgrund seiner Unflexibilität selber Schuld an seinen Verlusten sei. Wie ein fauler Apfel gesunde Äpfel ansteckt, so stecken diese Casinospieler auch viele Mittel- bzw. Langfristinvestoren an, die eigentlich dieses Spielchen ablehnen. Eigentlich! Wenn das die neue Börsenkultur sein soll, ja dann schwant mir für die Zukunft noch Schlimmes.
PS. Ich habe bisher nur wenige Kurzfristzocks hinter mit. Das flexible agieren (Kapitalerhalt mit Stop-Loss) an der Börse ist allerdings bei einer ausgeprägten Baisse, bzw. volatilen Markt von elementarer Wichtigkeit.
Bei der nächsten Hausse wird alles besser!
Wenn der Zug Richtung Norden startet, wird die nächste Spekulationsblase à la New Economy hoffentlich nicht lange auf sich warten lassen! Wenn dann irgendwann die Euphorie (Gier) mal wieder überschießt, werde ich sofort dem Markt (hoffentlich rechtzeitig) den Rücken kehren und Puts on mass kaufen!
Chttp://themen01.exit.de/protest/member/red-shark//symbole/anarchy_s.gifpoon
Selbst Weltmarktführer schützen nicht vor herben Verlusten!
Dieser Bärenmarkt entpuppt sich als besonders hinterlistig. Immer wenn man meint, daß Gröbste sei nun hinter uns, werden wir Anleger mit neuen und manchmal recht unterschiedlichen Fakten konfrontiert, so daß wir Börsianer durch ein Wechselbad der Gefühle gehen. Ob es in den Staaten wirklich zur einer echten Rezession kommt, ist noch lange nicht sicher. Das Konsumverhalten der Verbraucher kann sich auch ganz schnell wieder zum POSITIVEN drehen.
Das jetzige marktpsychologische Umfeld für die Börse erweist sich nach wie vor als äußerst schwierig und ist so launisch wie das Aprilwetter. Von wegen Qualitätsaktien kaufen und Schlaftabletten nehmen. Bei diesem Börsenumfeld mutiert selbst der eingefleischteste Langfristanleger irgendwann zum Spieler, denn wenn die echten Blue-Chips im Hightech-Sektor so massiv unter die Räder geraten, geht das letzte Quentchen Vertrauen bei vielen Anlegern flöten. Klar, sicher ist momentan nichts mehr, aber das man bei einer Umsatz- und Gewinnverlangsamung um ca. 10 %, z. B. eine NOKIA in wenigen Tagen um 35 Prozent abstraft, ist nur noch schwer nachzuvollziehen. Sicherlich haben sich die kurzfristigen Wachstumsperspektiven im Handygeschäft verschlechtert, aber langfristig dürfte der Weltmarktführer seine Margen halten und auch seinen Weltmarktanteil weiter ausbauen.
Big-Leader CISCO stürzt den Hightech-Sektor in die Tiefe
Cisco scheint in die Jahre gekommen zu sein. Das sequentielle Wachstum wurde in den letzten Jahren hauptsächlich mit einer aggressiven Übernahmepolitik generiert. Die neuen Hightech-Unternehmen müssen aber schnell integriert werden, was Cisco ja auch bisher bemerkenswert gut gelungen ist, aber irgendwann entsteht ein riesengroßer Koloß, der aus lauter Kraft kaum noch Laufen kann. Diese Unbeweglichkeit bei CISCO nutzen kleinere, beweglichere Firmen zu ihren Gunsten aus. Zum Beispiel verliert eine Cisco im Routergeschäft kontinuierlich Marktanteile an Juniper. Das fatale daran ist aber, daß solche Unternehmen wie Cisco stets Signalcharakter für eine ganze Branche haben. Wenn es beim Big-Leader schlechter läuft, wird alles kollektiv abgestraft, siehe den Kurs von Juniper.
Die Bewertungskriterien für Aktien sind stets relativ, desto schlechter das psychologische Marktumfeld, desto niedriger das Bewertungsniveau und umgekehrt
Die Spreu trennt sich von Weizen! Einer der vielen Börsensprüche die im miesen Marktumfeld an Gültigkeit eingebüßt haben, denn wenn selbst absolute Spitzenunternehmen und Blue-Chips wie Corning, JDS Uniphase, Juniper, Ciena, EMC, Brocade, Broadcom, Check Point, Commerce One und eine Siebel Systems sich teilweise halbieren oder sich sogar dritteln, glaubt man an solchen Weisheiten nicht mehr. Einige Analysten halten solche vermeintlichen Blue-Chips immer noch viel zu teuer,
nur die selben Analysten haben im Frühjahr letzten Jahres solche Blue-Chips wärmstens empfohlen. Fazit: Wie die Wetterfahne im Wind, so drehen sich die Meinungen der Analysten.
Gute Quartalszahlen werden in einer ausgeprägten Baisse nicht honoriert
Zum Beispiel haben Siebel Systems, Brocade, EMC, Check Point und eine Juniper Networks hervorragende Quartalszahlen gebracht und die weiteren Perspektiven wurden vom Management als rosig bezeichnet und überhaupt war von einer Umsatz- oder Gewinnverlangsamung keine Rede. Wenn aber solche Aktien trotzdem abstürzen, soll ich dann von einem kollektiven Fehlurteil sprechen?
Es sah Ende Januar schon so aus, als ob die Nasdaq signifikant den Abwärtstrendkanal hinter sich gelassen hat. Flötepiepen, wieder einmal bin ich zu früh eingestiegen. Wie heißt es doch so schön: wer Aktien nicht hat, wenn sie fallen, hat sie auch nicht wenn sie steigen. Galgenhumor muß sein.
Bei dieser Volatilität kann man sich schnell die Finger verbrennen
Die Schwankungsbreite einiger Aktien sind enorm und deshalb ist es bei einem unberechenbaren Markt schwierig Kohle zu verdienen. Zu oft dreht sich die Nasdaq im Tagesgeschehen und man hat ganz schnell durch einen Stop-Loss 15 Prozent verloren.
Die Rationalität wird an der Börse des öfteren auf den Kopf gestellt und wie ich oben schon geschrieben habe, bestimmen Gier und Angst den weiteren Verlauf des Börsengeschehens. Momentan triumphieren eindeutig die Angstgefühle der Marktteilnehmer, aber meines Erachtens nicht mehr allzu lange, denn nach Regen kommt auch wieder Sonnenschein!
Capoon
[Editiert von Capoon am 10-02-2001 um 11:38]
Hallo Capoon, ich lese wirklich gerne Deine Postings, super informativ. Momentan kann ich leider nicht entnehmen , wie du dich an der Börse verhälst.
Bleibst du erstmal noch investiert, oder hast du Teile Deiner Aktien abgestoßen?
Orderst Du bei einem Discount-Broker? Wen empfiehlst Du?
-Trader-
Hallo zusammen!
Eine alte Börsenweisheit
Je mehr Optimisten es gibt, desto weniger potentielle Käufer und desto mehr potentielle Verkäufer sind vorhanden. Je mehr Pessimisten es gibt, desto mehr potentielle Käufer und desto weniger potentielle Verkäufer sind vorhanden.
Die Nasdaq besteht nun schon 30 Jahre und in deren Geschichte hat es meines Wissens noch nie solch hohe Kursverluste gegeben.
Die Kursverluste in der jüngsten Zeit sind auch nicht bei mir spurlos vorüber gegangen. Ich habe nie gedacht, daß die wirklichen Blue-Chips im Hightech-Sektor wie Corning, Ciena, Juniper, Check Point, EMC, Siebel, C1 usw. so weit einbrechen.
Zinssenkungen
Das statistisch gesehen Zinssenkungen stets gut für die Aktienkurse sind, ist eine nicht zu leugnende Tatsache. Die Statistik zeigt das auch klipp und klar: Bei 17 von 21 Zinssenkungen der Fed, erfolgte schon nach dem ersten Zinssenkungsschritt eine Bodenbildung. Bei drei weiteren Zinssenkungen erfolgte die Bodenbildung erst nach dem zweiten Zinssenkungsschritt. Warum soll es diesmal anders sein? Nur 1929 kam es nicht zur einer Bodenbildung.
@Trader
Schon seit der ersten Zinssenkung im Januar fahre ich eine aggressive Strategie. Ich hätte lieber warten sollen, das wäre viel klüger gewesen, aber hinterher ist man immer klüger. Aber trotzdem, wir werden wenn mir nicht alles täuscht, schon bald eine moderate Rally sehen. Folglich bin ich auch voll investiert. Ich ordere über Comdirect, Kreissparkasse die auch Online Banking erlaubt und über die Volksbank. Mit Comdirect hatte ich bisher noch keine Schwierigkeiten.
Warum soll es nicht schnell zur einer Erholung der Kurse kommen? Zwar bin ich auch in der letzten Woche ganz schön verunsichert worden, aber trotzdem bin ich recht optimistisch für die Zukunft. Zur Beruhigung kann ich nur empfehlen mal wieder ein Buch von Kostolany zu lesen, denn damit kann man am besten die ansteckende Nervosität bekämpfen. Aus dem Buch von Kostolany "Die Kunst über Geld nachzudenken"
habe ich folgendes kopiert:
=>KOSTOLANYS WEISHEITEN<=
"Befindet sich die Wirtschaft in einer Rezession oder Stagnation, wird die Notenbank die Zinsen senken. Die Kredite für die Unternehmen und Unternehmer werden damit günstiger. Die Geschäftsführer werden neue Investionen planen, weil Investitionen bei niedrigen Zinsen rentabler sind. ... Genauso werden die Konsumenten eher bereit sein, Kredite aufzunehmen, ... In der Realität kommt es aber fast immer vor, daß die Unternehmer aufgrund der Rezession keine Nachfrage erkennen können, die Investitionen zum Zweck höherer Produktionskapazitäten oder der Produktentwicklung nahelegen würden. Die Nachrichten aus der Wirtschaft sind sehr schlecht, was allgemeinen Pessimismus bei den Unternehmern und Geschäftsführern der großen Unternehmen verbreitet. Auch die Konsumenten haben in diesem Umfeld noch Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und halten sich mit Ausgaben und größerer Verschuldung zurück.
Statt in Direktinvestitionen oder in den Konsum, fließt das frische, von der Notenbank geschaffene Geld an den Aktienmarkt, und so geschieht es, daß die Börse steigt, ja sogar haussiert, obwohl die Nachrichten aus der Wirtschaft noch sehr schlecht sind und Unternehmensgewinne und Dividenden sinken. Dieser Prozeß kann länger als ein Jahr andauern.
Fazit: Nach Kostos Szenario kann es nicht verkehrt sein, bei fallenden Zinsen einzusteigen, zumal jetzt viele grottenschlechte Nachrichten schon in den Kursen eskomptiert sind. Tiefere Kurse werden wir höchstwahrscheinlich (nichts ist an der Börse sicher) nicht mehr sehen, zumal die Ängstlichen den Markt schon „fast panikartig“ verlassen haben. Man denke in diesem Zusammenhang an die ganzen Abstufungen der Brokerhäuser, die dazu ihren Anteil beigetragen haben. Die Crashpropheten a la Leuschel haben jetzt zwar noch Hochkonjunktur, aber meines Erachtens nicht mehr lange. Auch das die Stimmung der meisten Boardteilnehmer in den verschiedenen Boards mies ist, stimmt mir recht zuversichtlich.
Jetzt noch zu verkaufen ist daher nicht sinnvoll. Cool bleiben und den Blick auf ausgebombte Hightech-Werte richten!
Capoon, der heiße Wetten auf bessere OS-Kurse hat
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Abwärtstrend der US-Wirtschaft bestätigt – Hohe Lagebestände - Rezession kann nicht mehr ausgeschlossen werden – Produktivitätswachstum bleibt auf hohem Niveau – Zuversicht bei vielen Hightech-Firmen - Rückläufige Rohstoffpreise - Keine Inflationsgefahren - Weitere Zinssenkungen immer wahrscheinlicher
Nicht die Inflation ist schlecht für die Kurse, sondern die Maßnahmen gegen Inflation.
Das die Aktien zeitverzögert auf Zinssenkungen steigen, dürfte vielen hier wohl bekannt sein. Ähnlich sieht das ja auch bei Zinserhöhungen aus. Noch sind die Kurse tief, noch herrscht Pessimismus, aber wer schon länger dabei ist, der weiß auch, wie schnell sich die Psychologie der Marktteilnehmer verbessern kann. Den Markt kann man sowieso nicht timen. Mutige kaufen jetzt schon bei ausgebombten Werten zu. Das ganze Rezessions-Gerede in den USA wird sich hoffentlich bald in Luft auflösen. Anscheinend befinden sich die amerikanischen Verbraucher auch nicht im Käuferstreik, jedenfalls belegen das die jüngsten Einzelhandelszahlen. Die Amis haben (anders als die Japaner) bisher stets auf großem Fuß gelebt.
Die meisten Unternehmensnachrichten werden sicherlich im ersten Halbjahr noch schlecht ausfallen, aber bekanntlich nimmt die Börse die wirtschaftliche Entwicklung 6 bis 9 Monate vorweg. Daher können trotz schlechter Unternehmensnachrichten die Aktienkurse steigen, denn an der Börse werden die Zukunftserwartungen gehandelt, alles andere ist Schnee von gestern. Für das dritte und vor allem für das vierte Quartal rechne ich schon mit besseren Unternehmensergebnissen. Durch die expansive Geldpolitik der Fed (zwei Zinssenkungen und die dritte kommt spätestens im März) wird die Investitionsbereitschaft vieler Firmen wieder steigen. Spätestens nach der dritten Zinssenkung (FED) werden die Kurse Richtung Norden (Liquiditäts-Hausse) gehen und das Verbrauchervertrauen wieder ganz schnell zunehmen.
Nach diesem Crash im Hightech-Sektor sind viele Börsianer noch geschockt, aber der Treibsatz für höhere Kurse ist schon gelegt. Keiner kann mit Bestimmtheit sagen, wann es wieder aufwärts geht, aber ich glaube nicht, das wir lange darauf warten müssen.
Abgestürzte Werte
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Capoon.
capoon,
die aussage, dass man den markt nicht timen kann, würde ich nicht unbedingt unterschreiben. es wird nur von vielen leuten erzählt, dass man das nicht kann...und zwar von den buy and hold-verfechtern, den fondsmanagern, die zu 80% sowieso nicht viel drauf haben.
beim markttiming ist es nur schwer, auf den tag genau zu treffen. aber die zeiträume kann man m.e. sehr gut timen.
selbst so leute wie kostolany haben starkes markttiming betrieben.
desweiteren ist es so, dass zinssenkungen (also die geldpolitik, nicht die sinkenden zinsen am anleihemarkt) sehr schnell auf die kurse wirkten, wobei die verzögerung der wirkung auf die aktien viel mehr bei den anhebungen festzustellen war.
gruss
snahas
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@snahs
Börse ist Psychologie, wie es der Altmeister Kostolany zu sagen pflegte. Die zyklische Abfolge von Hausse und Baisse gehören eben mal zum Börsengeschehen. Börsenkurse oder Börsentendenzen kann man selbst mit wissenschaftlichen Methoden nicht voraus berechnen. Auch ein Börsianer mit langjähriger Erfahrung kann massenpsychologisches Verhalten kaum einschätzen und außerdem gibt es viele Unwägbarkeiten, die plötzlich und unerwartet panikartige Reaktionen auslösen können. Folglich kann man auch nicht den günstigsten Ein- oder Ausstiegskurs erwischen, es sei denn man hat mehr Glück als Verstand. Wer von uns kann schon von sich behaupten, daß er stets den Zeitraum zum Ein- oder Ausstieg immer weiß. Ich jedenfalls nicht.
US/The Conference Board sieht keine Rezession im Anflug
TEIL 1
New York (vwd) - Die renommierte private Forschungsgruppe The Conference Board sieht derzeit keine Rezession in den USA im Anflug. Gail Fosler, Chefökonomin des Instituts, verwies am Mittwoch aber darauf, dass eine deutliche Verschlechterung der Verbraucher- und Unternehmensstimmung die größte Bedrohung für die weitere Wirtschaftsentwicklung sei. Die aktuellen Daten zu den Einzelhandelsumsätzen, zur privaten Bauwirtschaft und zur Beschäftigung würden jedoch immer noch auf eine grundlegende Wachstumstendenz hindeuten, sagte Fosler. "Die US-Wirtschaft ist zwar in einer schwachen Phase des Wachstumszyklus, aber ein neuer Aufschwungsprozess hat bereits eingesetzt", sagte die Ökonomin.
Vor diesem Hintergrund erwartet sie für das erste Quartal 2001 dann auch wieder ein Anziehen des BIP-Wachstums auf 3,6 Prozent, nachdem im letzten Quartal 2000 lediglich eine Rate von 1,4 Prozent verzeichnet worden war. Danach werde das BIP im zweiten Quartal um 4,6 Prozent und im dritten Quartal um 5,1 Prozent zulegen. Für das letzte Quartal 2001 prognostiziert Fosler einen BIP-Zuwachs von fünf Prozent. Als Folge dieser weiterhin dynamischen Entwicklung geht die Ökonomin davon aus, dass die US Federal Reserve in der zweiten Jahreshälfte wieder einen restriktiven geldpolitischen Kurs einschlagen wird, um mögliche Inflationsgefahren in Schach zu halten.
Quelle: vwd/DJ/14.2.2001/ptr
TEIL 2
BARARA BLÄSING
Handelsblatt, 14.2.2001
DÜSSEIDORF.
Verbrauerkredite belasten US-Konsumausichten
Zukunftsangst schien den US-Haushalten im längsten Wirtsboom der Geschichte ein Fremdwort zu sein. Der Konsum wuchs rascher als die Einkommen und wurde zunehmend kreditfinanziert. Steigende Aktienvermögen förderten die Konsumneigung, denn die Altersvorsorge schien in den Händen der Finanzmärkte gut aufgehoben.
Dieser Konsum fördernde Vermögenseffekt trug mit dazu dass die Sparquote ins Negative fiel. Doch nun zeigen sich die Risiken des Konsums auf Pump.
Als Sicherheit der Banken für rapide steigende Konsumentenkredite dienen die Wertpapierdepots, die bis Anfang 2000 durch eine scheinbar nicht endende Aktienhausse aufgebläht wurden. Im dritten Quartal 2000 standen durchschnittlich 1 525 Mrd. Dollar an Konsumentenkrediten aus. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) waren dies rund 15 %, gemessen an den Konsumausgaben im dritten Quartal 22 %.
Die Gesamtverschuldung der US-Haushalte als Anteil am verfügbaren Einkommen ist seit 1984 drastisch gestiegen. Seit Anfang 1995 haben die Verbraucherkredite nominal um etwa die Hälfte zugenommen, zwischen Anfang 1999 und Herbst 2000 nach Angaben der US-Notenbank allein um rund 19 %. Der private Verbrauch legte im gleichen Zeitraum nur um 11 % zu. Hinzu kommen die reinen Wertpapierkredite, die nach Angaben von Bernhard Gräf, Analyst bei DB Research, immerhin 3 % der Kredite an den privaten Sektor und mittlerweile 4 % des verfügbaren Einkommens ausmachen.
Mittlerweile haben die Aktienmarktturbulenzen die als Sicherheit dienenden Depots gefährlich schrumpfen lassen. Dies birgt besondere Risiken für die künftige Entwicklung des US-Konsums, auf den nun - nachdem die Investitionsnachfrage nachlässt die konjunkturellen Hoffnungen in den gesetzt werden. Durch den geringeren, Depotwert kommt es nicht nur zu so genannten Nachschusspflichten der Kreditnehmer, die wiederum zumindest teilweise zu Lasten der Konsumausgaben gehen, sondern auch zu einer zunehmenden Anzahl von Kreditausfällen bei den Banken. Nach Angaben der US-Notenbank lagen die Ausfälle bei Verbraucherkrediten im dritten Quartal bei 2,3 % des Volumens. Anfang 1995 betrug diese Quote noch 1,5 %. Viele US-Banken schränken ihre Linien für Verbraucherkredite ein und stocken ihre Rückstellungen gegen Kreditausfälle auf.
Der nachlassende Vermögenseffekt könnte den Spargroschen aus Sicht der Analysten bald wieder in den Trend bringen. Der bislang noch auf hohem Niveau anhaltende US-Konsumrausch könnte noch in diesem Quartal ein Ende finden. Hinweise hierauf liefert das eingetrübte Verbrauchervertrauen. Dabei ist das Verbrauchervertrauen schon hundsmiserabel, oder?
Die Haushalte haben durch die Turbulenzen an den Aktienmärkten an Zuversicht verloren, so Gräf von DB Research. Damit gewinne das Vorsichtsmotiv des Sparens an Bedeutung.
Für den Euro-Raum befürchten die Analysten eine ähnliche Entwicklung nicht. Hierzulande wird der Konsum stärker aus den verfügbaren Einkommen bestritten. Ende September 2000 beliefen sich die Konsumentenkredite nach Angaben der EZB auf rund 470 Mrd. Euro. Damit machen sie rund 8 % vom BIP aus.
Aber auch in den Euro-Ländem gewinnt der kreditfinanzierte Konsum zunehmend Anhänger. Zwischen Anfang 1999 und Herbst 2000 legten die Verbrauchsausgaben in konstanten Preisen um 3,4 % zu, die Kredite um 10 %. Doch Risiken für den Konsum ergäben sich nicht, weil der Vermögenseffekt in Europa weniger stark sei, meint Thomas Hueck von der HypoVereinsbank.
Jeder kann daraus seine eigenen Schlußfolgerungen ziehen, aber ich finde diese widersprüchlichen Stellungnahmen, von renommierten Ökonomen sind "unglaublich" interessant.
Gruß Capoon
Cisco´s CEO warnt vor einer Rezession
John Chambers, CEO von Cisco Systems, warnt in einem Zeitungs-Interview vor einer bevorstehenden Rezession. Er glaubt nicht an eine, von vielen erwartete oder besser erhoffte, weiche Landung der US-Konjunktur. Er ist der Meinung, dass die Zentralbank schneller reagieren hätte müssen, anstatt sich auf veraltete Statistiken zu verlassen. Wenn man bereits im vergangenen November interveniert hätte, sähe die Situation heute anders aus, so Chambers. Der CEO eines der größten US-Unternehmen glaubt, dass man einer langfristigen Rezession, welche sich auf die ganze Welt ausweiten könnte, nur mit massiven Steuersenkungen für die nächsten 10 Jahre Einhalt gebieten kann.
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Hallo zusammen!
Dieser Crashkurs geht also eindeutig auf die Kappe von Greenspan.
Hoffentlich irrt Chambers, denn wenn jetzt schon Cisco`s CEO vor einer Rezession warnt,
dann sieht es düster aus. Dabei hatte Greenspan – nicht nur er ist ein Sklave der Wirtschaftszahlen sondern auch wir Aktionäre sind es - noch im November Inflationsgefahren gesehen. Spätestens im Dezember hätte er die Leitzinsen senken müssen. Die Frage lautet jetzt: Bekommen wir eine Rezession (Chambers) oder eine Softlanding? Sind die von Greenspan prognostizierten 2,0 bis 2,5 % BIP-Wachstum für 2001 reiner Zweckoptimismus? Oder bekommen wir eine längere Schwächephase. Das fatale bei der ganzen Sache ist, mit Gewißheit kann keiner von uns sagen, wohin die Reise geht.
Die verschiedenen Szenarios für die US-Wirtschaft
Der Optimist glaubt an einer V–förmigen oder kurzfistigen Delle
Der Realist glaubt an einer U-förmigen oder an einer länger andauernden Delle (Rezession mindestens 2 Quartale mit negativen Wachstum)
Der Pessimist glaubt an einer L-förmigen oder an einer darbenden Wirtschaft ohne Erholung für die kommenden Jahre. Diese Japan-Variante dürfte wohl doch nicht eintreten, da durch die kommenden Zinssenkungen die Wirtschaft wieder schnell an Fahrt gewinnen dürfte.
Ich gehe nach wie vor von einer V-förmigen, folglich einer kurzfristigen Delle der US-Wirtschaft aus, aber sicher ist momentan nichts. Sollte es aber zur einer echten Rezession kommen, sehen wir noch tiefere Kurse.
Dabei stieg die Nasdaq nach der ersten Zinssenkung im Januar schon deutlich an. Eine typische Bullenfalle. Es scheint so zu sein, als ob wir das Schlimmste noch immer nicht gesehen haben. Im Nachhinein fragt man sich doch ernsthaft: Warum man nicht rechtzeitig komplett aus den Markt ausgestiegen ist. Anscheinend war das gierige Verhalten mal wieder stärker, als die Vernunft. Dieses trottelige Verhalten war alles andere als profihaft. Gut, ich bin mit einem Teil meines Geldes ausgestiegen, aber viel zu früh wieder in den Markt rein gegangen, anstatt eine eindeutige Bodenbildung abzuwarten. Antizyklisches Handeln bei fundamental aussichtsreichen Blue-Chips im Hightech-Sektor ist gut und schön, aber wer zu früh einsteigt, ist selber schuld an seiner Misere.
Aktienkurse und wirtschaftliche Entwicklung in den USA
Nur durch eine kräftige Kurserholung wird sich die Konsumbereitschaft in den USA deutlich verbessern und parallel auch wieder die Investitionsbereitschaft der Unternehmer. Deshalb muß der „Wirtschaftsabwürger“ vom Dienst (Greenspan) schnell weitere Zinsschritte einleiten. In der Vergangenheit hat Grenspan sein Job hervorragend gemacht, aber diesmal hat er die restriktive Geldpolitik eindeutig überzogen und die daraus resultierenden rezessiven Gefahren klar unterschätzt.
Die teilweise auf Pump erfolgten hohen Konsumausgaben der Amis, konnten eigentlich nur durch eine Zinsanhebung gebremst werden, denn die Überhitzungserscheinungen der Amiwirtschaft lassen sich nicht leugnen. Man denke hierbei auch an dem leer gefegten Arbeitsmarkt. Übrigens: Lateinamerika leidet auch unter den hohen US-Zinsen, weil viele Latino-Währungen wg. der Stabilität an den US-Dollar gekoppelt sind. Außerdem, ich kann das ganze Gerede über Inflation nicht mehr hören, auch wenn die Erzeugerpreise aufgrund der hohen Öl- und Gaspreise und der Energiekrise - z. B. Kalifornien - deutlich über den Erwartungen lagen, tendenziell werden aber die Preise bald nachgeben.
Der große Vertrauensverlust!
Wenn renomm