Vollständige Version anzeigen : n-tv : sinkt die Qualität?
(aus dem boersenfocus-forum übernommen - als diskussionsanreger...):
Bei mir läuft n-tv eigentlich den ganzen tag so nebenbei mit und in letzter Zeit drängt sich mir eine Vermutung immer mehr auf.
Das Niveau der Sendungen, Gesprächspartner und leider auch der Moderatoren sinkt drastisch. Dies hat wohl auch den Grund, mehr Einschaltquote durch eine bewusste Absenkung des Niveaus zu erreichen. Einen Bernd Heller als Börsenmoderator hätte ich vor einem halben Jahr noch für einen Witz gehalten
Ein Harald Schmidt wäre wohl wesentlich kompetenter und hätte n-tv zum Kult-Börsensender erhoben
Auch die 50- bzw. 100.000 DM Frage geht wohl in diese Richtung. Leiden müssen jedoch die "Fachleute", die sich ihre Infos nicht mehr so nebenbei einträufeln lassen können
Was meint Ihr? Macht n-tv das mit System?
Welche Börsensendungen sind tagsüber zu empfehlen?
Der Fernsehsender n-tv ist ein kommerzieller TV-Anbieter und ist auf hohe Einschaltquoten angewiesen.Je mehr Leute zuschauen,desto mehr verdient man durch Werbung.
Völlig logisch,dass das Niveau dabei nicht zu hoch sein darf,wobei man natürlich fragen muss was überhaupt Niveau ist und wer dies festlegt.
Thieme gehört neben Bernecker und Ochner zu den Quoten-Garanten.
Halte Thieme persönlich für einen hervorragenden Entertainer und sein Spruch "Bundeskanzler Schröder ist der einzigste Schauspieler,der seinen Oskar gerne wieder hergeben würde" war einer der Highlights der letzten Internationalen Anlegermesse.
Auf selbiger IAM fabulierte übrigens der König von Kulmbach,Bernd Förtsch,dass die Aktie Singulus zwar "eine grosse Fangemeinde hätte,aber jeder,der an die Zukunft der DVD glaubt bereits in Singulus investiert sei".
Für ihn sei Singulus aktuell kein "lohnendes Investment".
Nur wenige Monate später dann die Erkenntnis,dass dem doch nicht so ist.
Der `Kniefall von Förtsch` vor Singulus wird in die Historie der dt.Aktienmärkte eingehen.
Gerade in Bezug auf Bernecker Jr. und die vergangenen Diskussionen - auch um und über die Moderatoren ein meiner Meinung nach äußerst interessantes Thema - vor allem für Kleinanleger wie uns. Was denkt Ihr?
Gruss, Trigger
Hi Trigger,
auch ich habe früher ausschließlich N-TV angehabt, nun aber schon seit Monaten (!) nicht mehr, da mir das Niveau einfach zu niedrig geworden ist.
Ab und an schaue ich N24, bevorzuge aber Bloomberg, deutsch wie englisch.
Auf Bloomberg sind die Ad hocs, wenn man nicht gerade Online ist http://www.juchu.de/ubb/wink.gif um 10-15 Minuten schneller.
Für Amiland ganz klar CNBC, Joe Kernen u. Co.
Guido
da ich fast nur in amiland-aktien investiert bin, ist mein lieblingssender cnbc. bevor die auf n-tv gecheckt haben, was los ist, hab ich das auf cnbc schon gehört. mein absuluter liebling ist tom costello von der nasdaq. erstens sind seine berichte lA und zweitens spricht er ein wunderbares englisch. gut finde ich die vorstellung verschiedener fondmanager (mehrere täglich), die ihre top-holdings nennen. da kann man sich ein bild machen, was wirklich gefragt ist.
raffa
indianapu
10.09.2000, 18:19
braucht man aber schüssel für, right?
hi indianapu, krieg cnbc über kabelfernsehen rein, allerdings in ösiland! weiß nicht, wie es bei euch zu empfangen ist. mit schüssel müßte es aber auch zu kriegen sein, hast du auch alle sender durchforstet?
raffa
stockmän
20.09.2000, 11:16
Es ist einfach unglaublich.als der Nasdaq bei 3200 war,hat Marcus Koch den reinsten Pessimismus verbreitet,als er dann wieder auf 4300 stieg,blies er eitel
Sonnenschein,und jetzt wird wieder Pessimismus verbreitet.
Vor 2 Wochen sprach man noch vom bevorstehenden Ausbruch des Daxes,jetzt bei 6800 wird beim selbigen Sender vom Einstieg abgeraten.
Wie soll man denn da Kohle machen,immer am Hochpunkt kaufen,und am Tiefpunkt verkaufen.
Was fuer Idioten arbeiten da eigentlich bei n-tv?
@Stockman
Wenn die Tatsächlich IMMER solche Vorhersagen machen solltest Du sie als Kontraindikator verwenden und schon rollt die Marie...
Nixdorf verkauft n-tv-Anteil
Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) hat dem Ausstieg der Familie Nixdorf aus dem Nachrichtensender n-tv zugestimmt. Die Anteile der Familie, 18,89 Prozent, gehen laut Mitteilung der KEK vom Dienstag an die zum Holtzbrinck-Konzern gehörende GWF Gesellschaft für Wirtschaftsfernsehen und die DFA Deutsche Fernsehnachrichtenagentur.
dpa POTSDAM. Über weitere Beteiligungen der DFA hält damit der Konzern AOL Time Warner 49,81 Prozent an n-tv. Die GWF hält insgesamt 47,33 Prozent. Die KEK billigte auch den knapp zehnprozentigen Einstieg des Internet-Portals web.de bei der B.TV-Television GmbH, die in Baden- Württemberg Lokalfernsehen produziert. Die Kirch Beteiligungs GmbH darf ihre Anteile am Sender Classica, den sie komplett besitzt, auf ihre hundertprozentige Tochter Art Beteiligungs GmbH übertragen.
Schließlich ließ die KEK den neuen Sender TV 50 plus zu. Er darf analog über Kabel und Astra-Satellit ein Fernseh-Vollprogramm mit der inhaltlichen Ausrichtung auf die Altersgruppe ab 50 Jahren ausstrahlen und gehört dem TV-Produzenten George Hiller.
Die Wahrheit über n-tv
Juni 2002
Am 6. Oktober 2001 wurde es bekannt, aber trotzdem weiß es kaum jemand und will es wohl auch nicht wissen.
Auszüge aus: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2001, Nr. 232 / Seite 50
Die beteiligten Banken *), aber auch führende börsennotierte Industrieunternehmen machten keinen Hehl daraus, daß sie die Börsenshow als eine Art Dauerwerbesendung betrachteten. Die Geschäftsführung der DBF sprach von einer "PR-Veranstaltung für den Aktienmarkt". Eine Veranstaltung, die sehr unauffällig organisiert wurde: Öffentlich trat die Deutsches Börsenfernsehen GmbH kaum in Erscheinung.
Solche Bedenken werden von zahlreichen Beteiligten als Spitzfindigkeiten abgetan, womit jedoch nicht die Grundlosigkeit des Einwands, sondern nur die Sorglosigkeit der Reaktion erwiesen wäre. Professor Wolfgang Gerke von der Universität Erlangen-Nürnberg ist der Ansicht, daß es wichtig war, die Finanzmärkte in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Jedoch selbst Gerke sieht einen Interessenkonflikt, wenn ein Nachrichtenmedium von denjenigen subventioniert wird, über die es berichtet. Siegfried Weischenberg, der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbands, hält es für angebracht, bei einer solchen Konstruktion eher von Public Relations zu sprechen. "Im Grunde genommen", so Weischenberg, "handelt es sich um einen wesentlichen Verstoß gegen die Grundregeln des Journalismus." Die nämlich geböten eine sichtbare Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken. "Eine Börsenberichterstattung", so der Medienwissenschaftler, "die im dunkeln beeinflußt werden könnte, nützt auf Dauer niemandem."
Ein Vertreter von n-tv bezeichnete die Konstellation als "potentiell kritisch". Die meisten jedoch erklären, sie wüßten nichts, andere, die davon wissen müßten, erklären nichts: Bernd Heller, seit dreizehn Monaten Anchorman der Sendung und damit erst in der Spätphase des DBF-Engagements bei der "Telebörse", hat zwar von der Gesellschaft schon gehört. Er sagt jedoch, daß er keine Kenntnis über die finanzielle Unterstützung der Fernsehshow durch die Wirtschaft habe.
Die Finanzindustrie frohlockt: Dank solcher Sendungen kann sie an Marketingmitteln sparen. Denn hier findet die Werbung zwischen den Werbeblöcken statt. Wenn es nicht wirklich so wäre, müßte man denken, die "Telebörse" werde von Industrie und Banken finanziert: Bis vor kurzem und viele Jahre lang war dies in der Tat der Fall - eine kuriose und verwickelte, doch in der Öffentlichkeit kaum bekannte Geschichte."
"Seitens n-tv heißt es heute, die finanzielle Verbindung von DBF und "Telebörse" habe zu "keiner expliziten Meinungsbeeinflussung" geführt. Mitarbeiter des Senders erklären, man sei "relativ frei" in der journalistischen Arbeit. Dies schließt jedoch nicht eine implizite Meinungsbeeinflussung aus: von der Sorte, wie sie sich in der Vermeidung kritischer Berichte, einer schonenden oder einer besonders wohlwollenden Behandlung der Sponsoren niederschlägt.
Jenseits des Börsenabgrunds ist die Sicht sehr viel klarer: Die "Popularisierung der Aktie", welche Banken, Verlage und Industrie strategisch avisiert hatten, ist erreicht worden. Die Zahl der deutschen Wertpapierbesitzer ist allein von 1999 auf 2000 um 44 Prozent gestiegen und beläuft sich aktuell auf 13,4 Millionen. Sämtliche Beobachter sind sich einig, daß die "Telebörse" einen maßgeblichen Anteil daran hatte, den deutschen Kleinanleger zu erwecken.
Doch die vorläufige Gewinn- und Verlustrechnung aus dem Börsenboom mutet schief an: Die Geldhäuser meldeten für das Jahr 2000 Rekorde, so die Deutsche Bank mit dem besten Konzernergebnis ihrer Geschichte. Die Deutsche Börse steigerte ihren Gewinn um mehr als hundert Prozent. n-tv, mittlerweile ein profitabler Fernsehsender, verdreifachte seinen Profit. Die Bilanz des gemeinen Börsenbürgers aber läßt sich am Siechtum der Aktienindizes ablesen. Und diese bilden Milliardenverluste in den Wertpapierdepots ab.
Von unserem Autor ist zur nächste Woche beginnenden Frankfurter Buchmesse im Rowohlt Taschenbuch Verlag der Titel "Die Geldfalle. Wie Medien und Banken die Anleger zu Verlierern machen", erschienen, Preis 9,90 Euro.
*) Deutsche Bank, Dresdner Bank, DG Bank, BHF-Bank, Commerzbank, DGZ sowie die Verlage Springer, Handelsblatt und Börsenzeitung
Ca$hmandt
20.06.2002, 22:50
Für mich gibts nur CNBC, dieser Sender ist wirklich top und man kann nebenbei noch prima sein english auffrischen!!!
CNBC (http://moneycentral.msn.com/cnbc/tv/default.asp)
Holtzbrinck macht den Radikalinski: Seit letzter Woche werden die Reihen der nachrichtenjongleure bei n-tv gelichtet. Besonders betroffen ist das Wirtschafts-Blabla des Handelsblatt-Tickers und die Telebörse, aus der ein Telebörschen wird.
Angesichts immer neuer Tiefststände eine Entscheidung, die man längst hätte treffen sollen. Nun hat das ganze etwas vom Letzten, der von Hunden gebissen wird, als auch vom sprichwörtlichen letzten Deppen. Die Frage bleibt aber, womit n-tv dann Geld verdienen will, wenn´s mit dem Kurspushen nicht mehr läuft.
Zumindest weiss man aber, wer als Erster über die Klinge muss: Die Kollegen, die die Kollegialität zu ernst nahmen und einen Betriebsrat wollten. Stört nur, passt nicht zum Image der freien Selbstausbeutung in der freien Marktwirtschaft, deshalb wech mit ihnen! Und komm Holtzbrinck bitte keiner mit Moral. Da kann man nix für kaufen.
wenn man gut englisch kann ist das Klasse. Bei mir fehlt es da ein wenig-schon zu lange aus der Schule. Mir bleibt somit nur n-tv.
Der RTL Group ist mit dem jetzigen Einstieg bei n-tv ein echter Coup gelungen. Noch im letzten Jahr, in der Zeit nach dem 11. September als Nachrichten Hochkonjunktur hatten, hatte RTL Gespräche über einen Einstieg bei n-tv abgebrochen. Grund: Zu teuer.
Gut neun Monate später ist alles anders: Die Werbeeinnahmen von n-tv sind in den ersten sechs Monaten diesen Jahres um ein Drittel auf 33 Millionen Euro eingebrochen. Zugleich aber schalten nach neuesten Erhebungen immer mehr Zuschauer n-tv ein.
Für RTL wird die Übernahme somit zum Glücksgriff: Der Hype um die Nachrichtensender ist abgeklungen, der Preis für den Einstieg günstiger, die Aussichten aber vielversprechend.
n-tv startet Sparprogramm
Der schwache Werbemarkt macht auch dem Berliner Nachrichtensender zu schaffen. Nach Informationen der 'Süddeutschen Zeitung' rechnet man 2002 in Berlin mit einem noch höheren Minus als im Vorjahr: 20 Millionen Euro Verlust.
n-tv Geschäftsführer Helmut Brandstätter gegenüber der 'Süddeutschen Zeitung': 'Wir müssen unseren Sender schlanker machen und starten deshalb ein neues Sparprogramm.' Daher soll das Programm nun billiger produziert werden.
Naheliegend wären Einsparungen durch den Einstieg von RTL, doch Brandstätter versicherte, dass n-tv auch in Zukunft frei von 'Feldbusch und Bohlen' bleibt. Ebenso werden Spielfilme und Ähnliches keinen Einzug bei n-tv finden.
Quelle: dwdl.de
jetzt müßten sie nur die überpropotional vielen Bild-und Tonausfälle in den Griff bekommen.
@Odo
Manche lernens nie :D
Gruß Nobody
@nobody:
na,schau mer mal.
Gut Ding will Weile haben ;)