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Vollständige Version anzeigen : Napster - oder: wer gibt schon Geld für CD´s aus? :-)


sailormoon
22.07.2000, 10:38
Hier ein richtig schöner Artikel:
http://www.spiegel.de/up/21_netzwelt_studie-napster.html

21. Juli 2000

Napster animiert zum Kauf

Nun ist es amtlich: Benutzer von Online-Tauschbörsen geben mehr Geld für CDs und
Videos aus.

Eine aktuelle Studie von Jupiter Communications weist nach, dass Musik den
Benutzern von Musik-Tauschbörsen wie Napster, Scour oder MP3.com auch im realen
Shop gutes Geld wert ist. Die Internet-Marktforscher befragten 2200 Musikfans im
Alter zwischen 18 und 24 Jahren:

- Mehr als 45 Prozent der Befragten haben ihre Ausgaben erhöht, seit sie
Musik-Seiten frequentieren.

- Auch die Benutzer, die innerhalb von drei Monaten weniger als 20 US-Dollar für CDs
zur Verfügung haben, gaben an, dieses Budget trotz Online-Musikgenuss weiter zu
investieren.
"Napster-User sind Musik-Fanatiker und von daher ist es logisch, dass sie auch in
Zukunft mehr für ihre Leidenschaft ausgeben
wollen," kommentierte Jupiter-Analyst Aram Sinnreich die Ergebnisse.

Jupiter versucht damit den Gegenbeweis zu einer früheren Studie von Soundscan im
Mai dieses Jahres anzutreten. Diese hatten aufgezeigt, dass der Absatz von CD- und
Plattenläden im Einzugsbereich amerikanischer Universitäten um 8 Prozent zum
Vorjahreszeitraum zurückgegangen war. Ergebnisse, die die Recording Industry
Association of America (RIAA) im Kampf gegen Napster bestärkten.

© SPIEGEL ONLINE 29/2000

Ätschibätschi, Musikindustrie. Vielleicht hätte Soundscan dabei untersuchen sollen,
wie viele Studenten denn lieber Online CDs einkaufen, anstatt in einen Laden zu
gehen, häh? Oder per Mailorder bestellen?

Ich weiß zumindest aus meinem Bekannten- und Freundeskreis, daß alle Napster
verwenden, um jene CDs mal zu hören, die eher im Indie Bereich vorzufinden sind.
Sind die neuen Lieder gut, dann wird das Album auch gekauft.

Das sind aber keine Major Bands, die bei Bertelsmann oder Sony oder was immer CDs
raushauen. Hah. Vielleicht ist das der Industrie ein Dorn im Auge?

carlo
23.07.2000, 03:29
Ich kaufe CD's. Mach ich was falsch? http://www.juchu.de/ubb/smile.gif

Amazon freut sich zumindest....

Carlo

süsssauer
23.07.2000, 10:48
Den Fehler hab ich auch mal gemacht, Carlo.

Ich habe jetzt ca. 350 CD´s - es waren bestimmt mal deutlich > 400 - aber viele habe ich getauscht oder verkauft oder verschenkt.

Aber seit es www.charthizt.org (http://www.charthizt.org) gibt, kauf ich mir NIX mehr ! (naja, zugegeben, so 10 CD´s / Jahr dann vielleicht doch noch, weil das Musik ist, die nicht radiotauglich ist und somit auch nicht als MP3 gerippt wird - oder eher selten)

Eine CD kostet in der Herstellung maximal 2 DM. Mit Tantiemen, GEMA, Plattenfirma, etc., etc. kommt man insgesamt auf 10-15 DM. Der Rest (die Differenz zu 30-35 DM Verkaufspreis bei Saturn, WOM & Co.) ist ehrlich gesagt eine pure Frechheit!

Als die Industrie die CD in den Handel brachte, bei Preisen erst um die 40, später dann um die 30 DM, versprach sie vollmundig, wenn sich das Medium erstmal ausgebreitet hätte, würde man die Preise auf LP-Niveau senken (ca. 20 DM).

Tja, nix is´....


Reine Geldmacherei.

Oder wie kommt es, daß in Amiland eine CD (wenn man intelligent kauft) eher 20 als unsere > 30 DM kostet?

Lange Rede, kurzer Sinn: MP3 rules!

http://www.juchu.de/ubb/smile.gif

Süsssauer

Mirko
23.07.2000, 20:13
Niederlage von Napster hätte schreckliche
Auswirkungen für das gesamte Internet!

Bisher konzentrierte sich die Debatte um Napster in
erster Linie auf die Folge für die Musikindustrie.
Viele gigantisch teure Klagen der Musikindustrie
gegen das winzige Unternehmen Napster haben Öl
in das Feuer der Diskussion gegossen.


Doch jetzt lassen Experten verlauten, dass die
wirklichen Folgen von Napster nicht mit der Musik
zu tun haben, sondern um den gesamten Aufbau
des Webs.


Verliert Napster den Prozess, müssen zehntausende
Internetseiten wegen der illegal angebotenen MP3s
geschlossen werden. Napster macht es den Usern
fast zu leicht, an die Daten zu kommen. So die
Internetexperten zur möglichen Abschaltung von
Napster.


Quelle: www.zdnet.de (http://www.zdnet.de)

carlo
24.07.2000, 01:38
Angebote gibt es schon für 19.99DM und die meisten CD's, die ich kaufe kosten unter 26.99DM. Durch den hohen Dollar kosten CD's in den USA viel mehr als vor einigen Jahren. Ich zahle dort zwischen 12 und 17$, die für 12$ kommt von Amazon, da kommt aber noch 1 oder 1,5$ Transport drauf.... Egal, ich bin scheinbar sehr altmodisch. Inzwischen habe ich wohl weit über 600 CD's, ein Freund von mir hat ein paar Tausend, also bin ich doch garnicht so verrückt. http://www.juchu.de/ubb/smile.gif

Carlo

bufett
24.07.2000, 02:43
Ich muss zu meiner schande gestehen, dass ich mp3 und napster immer noch nicht begriffen habe. Ich habe einmal angefangen einen mp3 song runterzuladen und das ist mir nach 6 Minuten zu blöd gewesen und ich ahb abgebrochen. Wenn ich ne stunde brauch, um ne ganze CD runterzuladen, nein danke! mein stundenlohn beträgt immerhin 150 DM :-)
Ich kann mir kaum vorstellen, dass mp3 an die Qualität einer CD rankommt?
Ehrlich gesagt geh ich lieber zu amazon oder saturn shoppen, wo es doch recht viele cds zu 27 oder drunter gibt. Ansonsten gibts ja auch noch ebay. Aber wenn ich meine flatrate hab, werd ich wohl das alles mal antesten.
Aber es geht nichts über eine schöne orginal CD, am besten noch eine limitierte...
Deswegen brenn ich sogar fast ne cd, sondern kauf sie mir- und das bleibt so.
gruss bufett

Vienna
27.07.2000, 16:59
Das war´s dann wohl, zumindest für einige Zeit

Quelle: N-TV news

Die US-Musikindustrie hat in einem ersten größeren Gerichtsverfahren um Urheberrechte im Internet einen Sieg errungen. Die Internet-Musiktauschbörse Napster wird am Freitag abgeschaltet. Das Bezirksgericht von San Francisco gab damit einer Klage des Verbandes der US-Plattenindustrie RIAA statt.

Die RIAA hatte die Internetfirma beschuldigt, mit seiner kostenlosen Online-Tauschbörse Urheberrechte zu verletzten. Die mit dem Fall befasste Richterin hatte nach einer zweistündigen Anhörung erklärt, es finde eine Verletzung der Urheberrechte im Großhandels-Umfang statt. Daher seien die Kläger berechtigt, ihre Ansprüche durchzusetzen.

Napster verstehe den Gerichtsentscheid und die Grundlage dafür, erklärte Unternehmenschef Hank Barry. Man lehne ihn jedoch ab und werde Berufung einlegen. Die Vorwürfe der Musik-Piraterie wies Barry zurück. Die Titel würden nur für private Zwecke angeboten. Daher seien keine Urheberrrechte verletzt worden.

Der RIAA-Verband begrüßte die Entscheidung. Der Beschluss sei wegweisend für die Zukunft von Online-Musik, erklärte RIAA-Anwalt Cary Sherman. Es habe sich gezeigt, dass die normalen Urheberrechte auch im Internet gelten. Der RIAA Verband ist ein Zusammenschluss großer Medienkonzerne wie Seagram, Sony Music und der Bertelsmann-Tochter BMG.

Über die Website von Napster stellen Privatpersonen ihre Lieblingsmusiktitel anderen Internet-Nutzern zur Verfügung. Napster verfügt nach eigenen Angaben über rund 20 Mio. Anwender. Die erste Klage gegen Napstar hatte die bekannte Band Metallica angestrengt.

Quelle: N-TV news

Flob
29.07.2000, 16:01
q/depesche 00.7.29/1

Napster darf weitermachen

Zumindest bis zum 18. August | Berufungsgericht gibt
Napster recht | Musikindustrie muss neue Argumente für
Schließung vorlegen | Alternativen verbreiten sich wie
Lauffeuer

Napster kann vorläufig weitermachen. Ein Berufungsgericht
entschied gestern Abend, dass die populäre MP3-
Tauschbörse nicht wie angeordnet am Freitag um Mitternacht
kalifornischer Ortszeit [9 Uhr Samstagfrüh mitteleuropäischer
Sommerzeit] schließen muss.

Das berichtete der Nachrichtensender CNN. Die
Musikindustrie, die wegen Verletzung des Urheberrechts
gegen Napster geklagt hatte, hat nun bis zum 18. August
Gelegenheit, neue Argumente für eine Schließung vorzulegen.

Napster hatte zuvor das Berufungsgericht beschworen, die
Entscheidung zu überdenken, da innerhalb von Tagen 40
Mitarbeiter auf die Straße gesetzt werden müssten.

Außerdem wären 20 Millionen Musikfans vom Service
ausgeschlossen. Offiziell gibt sich Napster als Promotion-
Tool für junge Bands und behauptet, diese Songs nicht von
"raubkopierten" Songs unterscheiden zu können.

Das Thema MP3 ist derzeit in allen Medien vertreten. Ein
Napster-Sprecher sagte, am Donnerstag hatte die Zahl der
User, die sich im Napster-Netzwerk eingeloggt haben, einen
Höhepunkt erreicht. In der Hektik, in der Napster-User ihre
letzten Downloads veranstalten, sind auch andere Services
wie Phönix aus der Asche gestiegen. Dienste wie CuteMX
und Scour erleben einen ungeahnten Höhenflug. Scour hatte
Donnerstagmittag bereits zwei Millionen Songs online. Den
größten Aufwand erfährt aber Gnutella, ein freies Tool zum
Fileshare. Während Napster zwar äußerst einfach zu
bedienen ist, aber begrenzte Funktionalität bietet, lässt sich
mit Gnutella einfach alles finden - MP3s, Filme, Musikvideos,
Programme und Texte. Der größte Vorteil ist die dahinter
liegende Architektur, die nicht auf einem zentralen Server
basiert. Wie das Beispiel Napster zeigt, reicht ein
Gerichtsbeschluss, um alle User vom Service
auszuschließen.

Gnutella hat derzeit die bessere Reputation: Als Open-
Source-Programm ist es nicht auf Profit ausgerichtet.
Napster hingegen hat bereits Investments in der Höhe von
mehreren hundert Millionen ATS erhalten. Als die Gruppe
Offspring als Gegenmaßnahme zum Gratis-Download ihrer
Songs Napster-T-Shirts und -Kappen verkauften, wurde die
Gruppe sogar per Gerichtsanweisung zur Unterlassung
dieser Copyright-Verletzung aufgefordert. Als den Napster-
Leuten jedoch die Lächerlichkeit ihres Vorhabens vorgehalten
wurde, wurde von dem Beschluss abgesehen.

More http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=37048

westwood
30.07.2000, 23:22
Napster-Nachfolger startet Freitagnachmittag

Dem richterlichen Verbot zum Trotz startet noch am Freitag »Audiognome«, der »offizielle« Napster-Nachfolger, wie auf der Hompepage der umstrittenen Tauschbörse zu lesen ist.

Audiognome will es Napster gleich tun und sich zum ebenbürtigen Nachkommen »emportauschen«. So heißt es: »Und denk dran - Audiognome ist die Zukunft«. Napsters Tauschhandel muss nach einem richterlichen Beschluss seinen »Laden« dichtmachen, weil die Musikbranche gegen den »Musikklau« geklagt hatte.

Koshiketo
31.07.2000, 12:08
Mon, 31 Jul 2000, 10:48am MEZ

Musik im Internet: Das Klagelied der Medienindustrie

Weston, Connecticut, 26. Juli (Bloomberg) - - Die Musikindustrie hat einen Etappensieg errungen, die Internetseite Napster muss erst einmal schließen. Über sie ließen sich Songs für umsonst aus dem Netz kopieren. Das Urheberrecht sei verletzt, so ein Gericht in San Francisco. Doch um geistiges Eigentum geht es gar nicht. Die Medienmacher klammeren sich an leicht verdient Milliardengewinne, die sie über kurz oder lang verlieren werden. Die Revolution ist im Gange und wird sie vom Thron stürzen.

Möchten Sie wissen, worum es beim Streit ,Musik übers Internet" wirklich geht? Jedenfalls nicht um Hardrocker, die vor Gericht mit Schlips und Anzug plötzlich seriös über Urheberrechtsverstöße philosophieren. Auch nicht um die Cyberspace- Helden von Napster, die es uns ermöglichten, genug Krach aus dem Internet zu laden, um ganz Pakistan in Minuten taub zu machen. Vielmehr geht es darum, ob sich die Unterhaltungsindustrie in ihren pompösen Palästen halten kann, wenn ein Musikstück ein normaler Handelsartikel ist wie Wurst oder Käse.

Das Produkt Musik ist den Mediengiganten jahrzehntelang in den Schoss gefallen. Im Gegensatz zu Gin musste beispielsweise Gemischtwarenkonzern Seagram nicht Weizen kaufen und ein aufwendiges Produktionsverfahren finanzieren, um Gewinne zu machen, sondern es war mit der simplen Aufgabe getan, den fertigen Song zum Konsumenten zu bringen.

Nun bringen die jungen Wilden der Internetbranche dieses lukrative System zum wanken. Von Büchern über Software bis hin zu Aktien: Das Internet hat allen Branchen die Gewinne verhagelt, nun sind die ,Contents" auf der Abschussliste, die Inhalte also. Mit anderen Worten, "Auf Wiedersehen" ihr zwanzig Millionen Dollar, die Tom Cruise und Bruce Willis bei jedem Film einfuhren, nur weil sie wussten, wie man vor der Kamera zu grinsen hat. "Winke, Winke" den über 22 Millionen Dollar, die Time Warner-Chef Gerald Levin im vergangenen Jahr an Gehalt, Bonus und Aktienbeteiligung eingesackt hat. "So long" den ... na, sie wissen schon.

Es sind also nicht nur die Eigentumsrechte an musikalischen Eruptionen wie denen von Metallica oder bald auch an Kinofilmen, wenn die Breitbandtechnik noch höhere Datenmengen übers Netz schickt. Der Kern der Diskussion geht vielmehr darum, ob die kleine, beherrschende Elite der Infotainmentindustrie sich weiter in ihrem Schikimiki-Leben gönnen kann. Dank des Internets blüht ihnen eine Zukunft, wie den Ärzten, die von Göttern in Weiß zu Angestellten in Gesundheitscentern herabstiegen

Die wirklichen Verlieren in diesem Kampf - langfristig gesehen - sind die Medienkonglomerate wie Disney, Sony oder AOL Time Warner, sie setzen Unternehmen wie MP3.com derzeit unter Beschuss und beobachten durch ihre Schießscharten, ob das Musikhaus im Internet überlebt. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ginge ihre Strategie auf: MP3.com aus San Diego musste zusehen, wie sein Aktienwert um 89 Prozent plumpste. Zwölf Dollar kostet eine Aktie noch, der Ausgabepreis beim Börsenstart vor genau einem Jahr war 28 Dollar, der Kurs am ersten Handelstag 105 Dollar. Trotzdem sind die langfristigen Aussichten für dieses Unternehmen eher gut; nicht nur, weil MP3.com im Gegensatz zu Napster legal Musik ins Netz stellt

Doch die Romanovs des 21. Jahrhunderts haben sich entschieden, beim ,Musik übers Internet" bis zum Tag der Erkenntnis zu kämpfen. Ein Höhepunkt des Streits waren die Hearings im amerikanischen Senat, bei dem ein Lars Ulrich von der Rockband Metallica öffentlich heulte, das Napster-Phänomen, das kostenlose Downloaden, treibe Musiker in den Bankrott. Die armen Millionäre. Dieser Job sollte natürlich den Drogen und den Agenten vorenthalten bleiben, wie ein amerikanischer Fernsehmoderator treffend formulierte.

Kein Copyright wird die Technik aufhalten, Daten einem wachsenden Publikum zu sinkenden Preisen zu übermitteln. Napster, MP3.com, die Namen sind austauschbar, es wird sich immer irgendjemand finden, der an ihre Stelle tritt. Trotz des Etappensiegs vor Gericht wird bald alles umsonst sein, die Daten und der Kampf der Medienindustrie auch. Dann wird Urheberrecht die gleiche abschreckende Wirkung haben wie eine rote Fußgängerampel auf einer übersichtlichen Kreuzung in einer Kleinstadt nachts um halb vier.

Unternehmen wie MP3.com jedenfalls werden die Musikindustrie auch künftig ärgern, Kanonenfutter sind sie nicht. Mit 375 Millionen Dollar hat das Unternehmen seine Kriegskasse gefüllt, dazu kommt der Aktienwert. Genug, um sich einige Jahre über Wasser zu halten und den einen oder anderen Strauß mit den Medienriesen vor Gericht auszufechten. Mit anderen Worten, für die Herausforderer geht es auf lange Sicht wieder bergauf. Für die Medienriesen gibt es dagegen nur eine Richtung: Abwärts.

Christopher Byron in New York /PB (Music on the Web Sounds a Dirge for Industry)

-0- (DBN) Jul/27/2000 11:17 GMT 

Quelle: Bloomberg.de

Okay, ist zwar etwas lang und Napster hat ja nun noch einen Aufschub,ändert aber nichts an der Message.
Wollte ich Euch nicht vorenthalten!

Grüsse aus Berlin
koshiketo

Board-Guru
24.08.2000, 01:15
Achtung: Im Kampf gegen Napster will man
in die Privat-PC's der Nutzer eindringen!

Ein Sony Manager hat im Rahmen einer Konferenz
zur Strategie gegen Napster und andere
File-Tauschprogramme, wie Gnutella, Scour, etc.
Stellung genommen und dafür außergewöhnlich
harte und aggressive Worte gefunden.


Laut Aussagen wollen sie Technologien entwickeln,
die jeden Netz-Nutzer durchdringen und sie wollen
Napster schon an der Quelle blockieren. Sie wollen
es bei Kabelgesellschaften, Telefongesellschaften,
ISPs und in den PC's der Nutzer blockieren.



Man wird alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um
Einnahmen zu schützen, die Musikindustrie wird
keine Verluste hinnehmen. Die aggressiven
technologischen Maßnahmen gegen Napster und
Co. werden mit dem Risiko für den Bestand der
Industriebegründet.


Quelle: futurezone.orf.at

sailormoon
30.08.2000, 17:22
Napster - Gerichtsverhandlung im Oktober
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Napster hatte Einspruch gegen die Klage der Musik-Labels eingelegt. Nun hat das amerikanische Court of Appeals eine weitere Gerichtsverhandlung in die Woche des 2. Oktobers verlegt. Napster wird dann erneut den grossen der Musikbranche gegenüberstehen - Sony Music, Universal Music, Bertelsmann AG, BMG, Time Warner, EMI und Warner Music Group - all diese haben Napster der Piraterie mit MP3s angeklagt. Teilweise durch die starke Resonanz der 20 Mio. Mitglieder des Napster wurde der Einspruch von Napster gegen das Urteil gewährt. Das Urteil lautete damals auf die Schliessung von Napster. Doch sei die Entwicklung nicht aufhaltbar, so sucht man derzeit an einer Möglichkeit, den Service für Copyright-geschütze MP3-Dateien zu sperren.

westwood
03.09.2000, 08:09
Napster stirbt - Sein Nachfolger steigt wie
Phoenix aus der Asche

Aimster, ein Programm, welches als Plug-In mit
dem AOL Instant Messager arbeitet, könnte ein
neuer Albtraum für die Film- und Musikindustrie
werden. Wenige Tage nach der Einführung
verzeichnet der Dienst schon 1 Mio User.


Wie mit Napster ist es mit dem Programm möglich
MP3-Files, aber auch alle anderen Dateien über das
Internet zu tauschen. Aimster peilt die 60 Mio
Nutzer von AOL an, kann aber auch von anderen
Web-Usern verwendet werden.


Im Moment verhandelt die Hersteller-Firma mit Intel
um bestimmte Standards der Übertragung zu
entwickeln. Sollte es eine Allianz geben, wäre das
eine neue Ära des Datei-Tausches. Aimster
verwendet auch keinen Server als Zwischenstation.


Quelle: www.msnbc.com (http://www.msnbc.com)

jan
16.09.2000, 11:10
Napster: ein Rechtsstreit wie aus den
Anfängen des Videos

Napster erkennt in dem Urteil, das Richter Marilyn
Hall Patel gesprochen hat, eine Parallele zu den
Urteilen, die in der Frühzeit des Videos vor zwanzig
Jahren gegen Sony und andere Unternehmen
gefällt wurden.


Auch diese seien wegen Urheberrechtsverletzungen
von untergeordneten Gerichten zunächst verurteilt
worden. Heute seien es legale
Kommunikationstechniken, so wie Napster den
Anspruch erhebt, eine legale Komunikationstechnik
zu sein.


Napster habe die Geschichte auf seiner Seite, titelt
der U.S. News & World report seinen
entsprechenden Bericht.
Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.


Quelle: www.usnews.com (http://www.usnews.com)

Auge
26.09.2000, 18:32
Offspring stellt Musik wieder offline


Nachdem die Musiker der amerikanischen Band Offspring ihre neue CD "Conspiracy of One" über einen Monat vor dem Verkaufsstart zum kostenlosen Download im Internet angeboten hatten, erfolgt nun der Rückzug. Mit dem Angebot hatte die Band dem traditionellen Weg der Musikvermarktung Paroli bieten wollen, war aber auf heftige Proteste seitens der Musikindustrie gestoßen, die gerade gegen das Internet-Musikunternehmen Napster wegen Verletzung von Urheberrechten auf Schadenersatz klagt. Jim Guerinot, Manager der Band, sagte laut US-Medienberichten vom Dienstag, man habe mit der Plattenfirma Sony Music nun eine entsprechende Vereinbarung getroffen.

Als Dankeschön für den Reichtum, den die Fans der Band beschert haben, soll aber trotzdem einer der Nutzer, per Verlosung ermittelt werden, und eine Million Dollar aus der Bandkasse erhalten, so das Magazin 'Billboard'.

Auge
05.10.2000, 20:10
Napster-Anwalt gibt sich siegesgewiß


Die Site der Musiktauschbörse Napster war gestern aufgrund technischer Schwierigkeiten für einige Stunden vom Netz. Gegen 10.25 Uhr Ortszeit war die Seite wieder online. Wann genau die Site nicht mehr zur Verfügung stand, ist nicht klar. Napster hat nach eigenen Angaben 30 Millionen Nutzer. Das MP3-Magazin Webnoize schätzt die Zahl der Downloads im September auf 1.4 Milliarden Songs.

David Boies, der Anwalt von Napster, hat indes seine Zuversicht geäußert, dass er die Justiz von der Legalität der Online-Musiktauschbörse überzeugen kann. "Ich werde verschiedene Argumente vorlegen. Wenn ich nur bei einem Punkt Recht bekomme, hat Napster gewonnen", sagte er der Zeitung 'Die Welt' für ihre heutige Ausgabe. Kopien für nicht-kommerzielle Zwecke seien legal, Napster betreibe nur ein Forum für Musikliebhaber. Zudem habe die Existenz von Napster nach Experten-Ansicht CD-Verkäufe sogar noch angekurbelt. Die Plattenfirmen wollten Napster von der Nutzung des MP3-Format nur deshalb ausschließen, um es selbst kommerziell zu nutzen.

Boies: "Wenn wir anfangen Musik, Text oder jede andere Art von Information nicht mehr kostenlos herauszugeben, dann limitieren wir die Stärke des Netzes. Denn genau genommen ist fast alles urheberrechtlich geschützt, auch Filme und Texte. Und diese Limitierung halte ich für falsch."




[Donnerstag, 05.10.2000] - © 2000 de.internet.com

enrico2
01.11.2000, 11:26
<FONT COLOR="brown">Bertelsmann steigt bei Napster ein</FONT c>


Neues Geschäftsmodell angekündigt





Bertelsmann hat den Einstieg bei der US-Musiktauschbörse Napster bekannt gegeben. Wie es in einer Mitteilung der Bertelsmann eCommerce Group am Dienstag hieß, soll das bisherige Geschäftsmodell verändert werden. Gegen Napster läuft derzeit in den USA eine Klage der US-Plattenindustrie wegen Verletzung der Urheberrechte.
Napster wurde 1999 von dem damals 18-Jährigen Studenten Shawn Fanning gegründet und ist seither die am schnellsten wachsende Anwendung, die es je im Internet gegeben hat. Derzeit sind 37 Millionen Kunden registriert, werden weltweit täglich 20 bis 30 Millionen Musiktitel heruntergeladen.

Geschäftsmodell ändern...

Wie Bertelsmann ankündigte, soll das Geschäftsmodell von Napster geändert und gleichzeitig sicher gestellt werden, dass Tantiemen an Künstler, Autoren und Plattenlabels gezahlt werden. Im Zuge der neuen Partnerschaft kündigte die Bertelsmann Music Group (BMG) an, die Klage gegen Napster zurückzuziehen und den kompletten Katalog ihrer digitalisierten Musiktitel zur Verfügung zu stellen.

Beide Unternehmen gaben keine Details des Geschäfts bekannt. Aus Branchenkreisen verlautete, dass Bertelsmann für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag die Mehrheit an Napster übernehmen wird. Gleichzeitig stellt der Medienkonzern einen Kredit in unbekannter Höhe zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells zur Verfügung. (APA/dpa)

Bald muß bezahlt werden.
Enrico

Auge
07.11.2000, 12:32
83 Prozent der Internet-User sind gegen Bezahl-Modus bei Napster



Umfrage: Nur jeder Zehnte will Nutzungsabgabe entrichten


Nachdem der Bertelsmann-Konzern sich an dem MP3-Tauschdienst Napster beteiligt hat, wird es mit der kostenlosen Nutzung voraussichtlich bald vorbei sein. Bertelsmann hat angekündigt, in Zukunft von den Napster-Usern Geld für die Nutzung zu verlangen: 4,95 Dollar sind die vorgeschlagene Monatsgebühr.

Das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Zeitschrift 'PC-WELT' unter mehr als 1.000 Nutzern zeigt: Über 83 Prozent sind mit der geplanten Regelung nicht einverstanden. Sie werden auf kostenlose Napster-Varianten ausweichen. Immerhin jeder zehnte Befragte hält knapp fünf Dollar für günstig und wäre bereit, für die Nutzung von Napster zu bezahlen. Die Begründung: Für den Gegenwert von umgerechnet etwa elf Mark ist im Geschäft keine CD erhältlich. Fünf Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Abgabe ein fairer Betrag sei, mit dem die Musiker entlohnt werden könnten.




[Di, 07.11.2000] - © 2000 de.internet.com

Cashichen
07.11.2000, 12:49
Find ich auch viel zu viel!

Ich zahl doch nicht 5 Dollar, über 10 DM, für ein Lied!! Da geh ich in n Landen und kauf mir doch her die Maxi!!!

Bis denne

Cashichen, der von bezahlen nichts hält http://www.stockboard.de/ubb/wink.gif

westwood
28.12.2000, 11:02
Napster voll, Kapazitätsgrenze erreicht!
Bei der Musiktauschbörse Napster sind wohl die Kapazitätsgrenzen erreicht. Nach Angaben des Webforschungsunternehmens Webnoize sind im November rund 1,72 Mrd. Musikstücke über Napster getauscht worden.
Nach Aussagen eines Analysten, hätte der Dienst jedoch auch schon die 2 Milliarden Grenze überschritten, hätte Napster neue Server installiert, allerdings ist er der Meinung, dass sich die Firma beim Ausbau zurückhält.
Begründet ist dies mit dem zu erwarteten Kundenverlust durch einen kostenpflichtigen Service, ansonsten hätte man Überkapazitäten. Napster User nutzen den Dienst durchschnittlich rund 56 Stunden pro Monat.
Quelle: www.heise.de (http://www.heise.de)

Trigger
29.12.2000, 14:54
Ist das das Aus für MP3´s, Napster und Co.?
Intel, IBM, Matsushita Electric und Toshiba haben sich letztens zusammengesetzt und einen Schutz entwickelt damit MP3´s nicht mehr kopiert werden können. Das wär dann das Aus für Napster und Co weil es dort keine MP3´s mehr gäbe.
Die "Content Protection for Recordable Media (CPRM)" genannte Technik soll ab Sommer schliesslich in die Zip und Flash Speicher von allen gängigen MP3 Playern integriert werden.
IBM und Sandisk wollen es sogar in jedes Produkt von ihnen reinmachen damit es Käufern unmöglich ist die MP3´s zu kopieren.
Quelle: www.zdnet.de (http://www.zdnet.de)

enrico2
29.12.2000, 17:49
Bertelsmann: "Klarer Fall von Copyright-Verletzung"

Napster geht gegen deutschen Domainklauer vor

Frankfurt/Main, 23.12.2000 (fir) – Napster will gegen einen Domain-Grabber vorgehen, der sich die Internetadresse www.napster.de (http://www.napster.de) gesichert hat. Das bestätigte Frank Sarfeld, Sprecher der Bertelsmann E-Commerce Group, auf Anfrage des Computer Channels.

Der deutsche Medienkonzern ist seit Ende Oktober Partner der MP3-Tauschbörse und unterstützt Napster im Kampf gegen die Firma Eurotronix, laut Impressum Betreiber von www.napster.de. (http://www.napster.de.) "Hier liegt ganz klar eine Verletzung von Domain- und Urheberrechten vor", so Sarfeld.

Gestartet ist die Website am 15. Dezember und enthält Informationen zum Tausch von MP3-Files. Bertelsmann hat bereits versucht, Kontakt mit den Betreibern des Online-Angebots aufzunehmen. Doch "auch nach der siebzigsten E-Mail haben wir keine Antwort erhalten", sagte Sarfeld.


Computer Channel

Cashichen
29.12.2000, 19:05
Tja,

da wir die berliner Eurotronix noch einen heißen Winter erleben dürfen http://www.stockboard.de/ubb/biggrin.gif

Bis denne

Cashichen

slylight
31.12.2000, 00:09
Hi,


ich bin auch Napster-User.
Wenn das Original nicht gerade von einer
Bravo CD kommt, kann man mit der Qualität
zufrieden sein, es sei denn man benutzt die allerbilligsten Rohlinge zum Brennen.

Aber-da ich stolzer Besitzer einer Homekino-Anlage bin, nur eines vorweg.
Die DVD wird schon bald den Markt übernehmen.
Wer zu Hause über eine Dolbi Digital Anlage
verfügt, weis von was ich spreche.
Der Sound ist 10 mal besser als von jeder CD. Bei der digitalen 5plus1 Technik bleibt
kein Hörwunsch offen. Ich habe nie gedacht, daß die Klangunterschiede derart gewaltig sind. Normale CDs auf einer Stereoanlage hören sich dagegen an wie durch eine leere
Colabüchse gequetscht.

Gruß an alle Musikfans

Slylight

Auge
26.01.2001, 12:54
Napsters Nachfolger bereiten der Medienbranche Sorgen

Gelegenheit macht Diebe - und das Internet vielen Medienmanagern Kopfschmerzen. Denn dort ist die Gelegenheit groß, Musik und Videos als Dateien zu finden und sich kostenlos auf den heimischen Computer herunterzuladen. Die einen nennen das File-Sharing (Dateientausch), die anderen Diebstahl geistigen Eigentums. Allein beim virtuellen Erzfeind der Musikindustrie, bei der Onlinetauschbörse Napster, sind mehr als 40 Millionen Nutzer registriert. Auf die meisten von ihnen als Kunden hofft die Bertelsmann AG, die Napster in einen Gewinn bringenden Aboservice umgewandeln will. Doch findige Programmierer entwickeln immer neue Ausweichmöglichkeiten.

Zu dem schon fast zum Klassiker avancierten Gnutella gesellen sich Websites mit exotisch klingenden Namen wie Aimster, Toadnode, Tripnosis und Filetopia. "Wenn Napster erst einmal etwas kostet, weichen die Nutzer auf Alternativen aus", sagt Christian Loeb, Technikexperte bei der Hamburger Marktforschungsfirma Mediatransfer. Im Netz gebe es inzwischen einfach zu viele Möglichkeiten, kostenlos an Musik, Bilder und auch Filme zu kommen. Viele der neuen Sites dürften der Branche besonders große Kopfschmerzen bereiten: Sie seien einfach "ein Stück Software", für das man - anders als bei Napster - niemanden verantwortlich machen oder gar verklagen kann, sagt Loeb.

Mit seiner Tauschbörse hat sich der jugendliche Napstererfinder Shawn Fanning nämlich mit den Großen der Musikindustrie wie Warner Music,Universal, Sony und EMI angelegt. Sie alle wollen vor Gericht erreichen, dass Napster der Urheberrechtsverletzung schuldig gesprochen und die Website abgeschaltet wird. Die Bertelsmann Music Group (BMG) will dagegen inzwischen ihre Klage fallen lassen, sobald Napster als Aboservice Geld einbringt.

Während der Dateientausch bei Napster über einen zentralen Server läuft, werden die digitalisierten Songs bei Börsen wie Gnutella aber einfach direkt von Computer zu Computer weitergereicht. Das macht Experten zufolge die Rechtslage noch komplizierter und die Verfolgung Verantwortlicher extrem schwierig.

Den Geist aus der Flasche gelassen hat Branchenkennern zufolge 1998 ein australischer Hacker: Er soll in das Netz des Fraunhofer-Instituts im bayerischen Erlangen eingedrungen sein und sich dort das Komprimierungsprogramm MP3 besorgt (Branchenjargon: "gezogen") haben. So kam es zur massenhaften Verbreitung von MP3, das schon 1993 in Erlangen entwickelt worden war. An US-Unternehmen wie Napster und MP3.com lizenzierte das Institut einige Jahre später das Programm, das die Datenmengen vor allem von Musikstücken auf eine brauchbare Übertragungsgröße reduziert.

Inzwischen haben die Computerexperten in Erlangen ein Nachfolgeprogramm entwickelt: Das Advanced Audio Coding (AAC) biete eine noch stärkere Komprimierung und damit auch schnellere Übertragung, sagt Martin Weishart, MP3-Experte beim Fraunhofer-Institut. Doch auch andere Entwickler basteln an einem neuen Format, das den Namen MP3pro tragen soll. »Jedes neue MP3 wird bestimmt stärker unter Verschluss gehalten«, sagt Weishart. So einfach zugänglich für jeden Nutzer werde es sicher nicht mehr sein.

Doch selbst dann hat die Medienindustrie das Internet längst noch nicht gebändigt. P2P heißt weiterhin das Kürzel, das bei Gewinn orientierten Managern Panik auslösen dürfte: Es steht für "Peer-to-Peer" und bedeutet die Vernetzung Gleichgesinnter, die über das Internet austauschen können, was immer der neueste High-Tech-Standard ermöglicht. So könnten schon bald auf die Filmindustrie Probleme mit Napster-Ausmaß zukommen.

Zwar ist schon jetzt das Herunterladen von Videos aus dem Internet möglich. Die Filme sind aber eher ruckelnde Filmchen, weil die konventionellen Übertragungswege nicht mehr hergeben. Doch bei der anstehenden Verbreitung von Breitbandkabeln könnte sich das bald ändern. DivX könnten dann die Formel sein, die für sparsame Kino-Fans das Paradies und für die Film-Industrie die Hölle bedeutet. Mit dem Programm DivX ist es nämlich möglich, einen ganzen Film in relativ guter Qualität auf einer CD-ROM unterzubringen. Bei einer Umfrage zeigten sich kürzlich 58 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland interessiert an einer DivX-Film-Tauschbörse im Stil von Napster.

Reuters

Mirko
30.01.2001, 10:15
Napster: Ab Sommer muss bezahlt werden
Ab Juni oder Juli hat Bertlsmann vor, das System umzustellen. Ab dann muss für die Musik bezahlt werden. Die Berteitschaft der User sei da, Geld zu bezahlen. Bertelsmann geht davon aus, dass sich bis Sommer die Benutzerzahlen noch verdoppeln.
Somit währen es dann insgesamt 100 Millionen Nutzer.
Dies sei die einzige Möglichkeit, die Lieder zu schützen (Copyright)

Auge
30.01.2001, 10:16
Spätestens dann gibt es neue Möglichkeiten...

Cashichen
30.01.2001, 11:18
Was heißt hier spätestens ab dann????

Es gibt doch schon längst andere Anbieter!!!! http://www.stockboard.de/ubb/cool.gif

Bis denne

Cashichen

Auge
30.01.2001, 14:19
Aber das ist doch alles verboten...

Cashichen
30.01.2001, 14:56
Ja leider http://www.stockboard.de/ubb/mad.gif

Bis denne

Cashichen http://www.stockboard.de/ubb/biggrin.gif

enrico2
11.02.2001, 18:48
Montag wird Tag der Entscheidung für Napster


US-Berufungsgericht entscheidet über mögliche Schließung der Internet-Musiktauschbörse


Napster




Das mit dem Fall Napster befasste US-Berufungsgericht in San Francisco wird seine Entscheidung zu der umstrittenen Musiktauschbörse am Montag um 20.00 Uhr MEZ Ortszeit veröffentlichen. Das Urteil könnte darüber entscheiden, ob Nutzer von Napster auch künftig urheberrechtlich geschützte Musikstücke von der populären Web-Site herunterladen können. Wie das Gericht am Freitagabend mitteilte, wird das Urteil zur genannten Zeit unter der Internetadresse "www.ce9.uscourts.gov" unter der Rubrik "opinions" zu finden sein.
Steht die endgültige Schließung von Napster bevor?

Der 9. Circuit District Court teilte am Freitag auf seiner Internetseite mit, dass das Gericht seinen Beschluss am Montagmorgen fassen und bekannt geben wolle. Der Verband der US-Plattenindustrie (RIAA) hatte Napster Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen und eine Schließung der Börse verlangt. Zur RIAA gehören Medienkonzerne wie Seagram, die Bertelsmann-Tochter BMG und die Sony-Tochter Sony Music. Die Musikbörse argumentiert dagegen, sie biete lediglich einen Austauschdienst für Musiktitel an. Napster sieht im Vorgehen der RIAA zudem den Versuch der Plattenindustrie, ihre beherrschende und lukrative Stellung beim Vertrieb von Musik aufrecht zu erhalten.

Bertelsmann profitiert in jedem Fall

Nach monatelangem Rechtsstreit über angebliche Urheberrechtsverletzungen war Bertelsmann allerdings im Herbst eine Allianz mit Napster eingegangen. Bertelsmann war mit seiner Napster-Allianz aus der Reihe der weltgrößten Musikunternehmen ausgeschert, die das US-Unternehmen allesamt verklagt haben. Nun will der Gütersloher Konzern Napster mit einem Kredit der Bertelsmann eCommerce Group (BeCG) bei der Umwandlung in einen Abo-Service unterstützen. Anschließend soll die Bertelsmann Music Group (BMG) ihre eigene Klage gegen Napster fallen lassen und der Website ihr digitalisiertes Repertoire zum kostenpflichtigen Herunterladen aus dem Internet zur Verfügung stellen. Die BeCG hat die Option, sich an Napster zu beteiligen.

Mit der Software von Napster können Interessierte Musikdateien im Internet suchen und über die Web Site des Unternehmens mit anderen Napster-Mitgliedern tauschen. Die Datenmengen der Musikstücke werden durch das Kompressionsverfahren MP3 so reduziert, dass die Übertragung der Dateien relativ schnell möglich ist. Napster hat schätzungsweise 50 Millionen Nutzer.

Ende Juli schon vor dem Ende muss nun das Berufungsgericht entscheiden

Ende Juli hatte eine Richterin Napster verboten, urheberrechtlich geschützte Musikstücke über seine Computer- Server tauschen zu lassen. Dies hätte praktisch die Abschaltung von Napster bedeutet. Das Berufungsgericht gewährte der Firma jedoch einen Strafaufschub und hob den Beschluss der Richterin wieder auf.

Der Ausgang des Prozesses hat große Auswirkungen auf die Zukunft

Der Prozess könnte Einfluss auf den Vertrieb von Büchern, Filmen und Musik im Internet haben. "Napster wird ein maßgebendes Beispiel für den Umgang mit Urheberrechten im Internet sein", sagte ein Analyst. Zunächst hatten zahlreiche Urheberrechts-Experten und Anwälte in der Gesetzeslage Vorteile für die Plattenindustrie gesehen. Inzwischen sehen einige Experten jedoch gute Argumente für die Position Napsters. Neben Napster bieten auch Musikbörsen wie Gnutella oder FreeNet die Möglichkeit zum Musiktausch im Internet. (APA/Reuters)

enrico2
11.02.2001, 18:59
Plattenfirmen sperren Sites mit illegalen Downloads


Deutschlands Plattenproduzenten gehen, nachdem Napster und Gnutella noch immer nicht wunschgemäß tot sind, einen Schritt weiter. Zur Zeit wird an der Entwicklung neuer Software gearbeitet um einen illegalen Download von Musik-Files aus dem Internet zu vermeiden. Allerdings wird dieses Programm auch in der Lage sein ge"napsterte" Musikstücke aufzuspüren und danach die Site mit Hilfe deutscher Internetprovider nicht mehr ansurfbar zu machen.
Die schwarze Liste der Uneinsichtigen

Das Rights Protection System (RPS), so der Name der neuen Software, findet nicht nur illegale Downloads sondern erstellt auch gleichzeitig eine "Schwarze Liste" mit den Webadressen der Benützer. Sollte die deutsche Plattenindustrie ihre Wünsche erfüllen können, dann würden solche Sites automatisch von Providern geblockt werden und daher für andere User nicht mehr ansurfbar sein. Sollte ein Surfer die Site besuchen wollen, erscheint ein Pop-Up und warnt vor illegalem Material auf der Seite und verbietet den Zutritt.

Die rechtliche Basis fehlt

Der Chaos Computer Club hat sich schon zu Wort gemeldet und auf die fehlende rechtliche Basis einer solchen Vorgehensweise hingewiesen. Auf der anderen Seite werden solche Argumente nicht gerne gehört und betont, dass Download von Musik Diebstahl ist und bestraft gehört. Die Zukunft wird es weisen, wie mit File-Sharing und Musik-Download weiter umgegangen wird. Am Montag soll es ja zur Entscheidung über Napster kommen.

Die offizielle Pressmitteilung

Im Online-Bereich konzentrieren sich die Anstrengungen der IFPI auf die Verfolgung illegaler Angebote in Deutschland. Im Jahr 2000 wurden insgesamt 832 deutsche Webseiten mit nicht-legalen Musikangeboten bei den Internet-Providern abgemahnt, die die Seiten daraufhin gesperrt haben. Das entspricht in etwa der Zahl der 1999 abgemahnten Seiten. In Deutschland funktioniert die Verfolgung der Internetpiraterie so gut, dass die Zahl der illegalen Angebote relativ gering bleibt. In der internationalen Piraterieverfolgung arbeitet die Deutsche Landesgruppe der IFPI eng mit ihren Schwesterorganisationen in weltweit über 70 Ländern zusammen. Insgesamt 5365 illegale Angebote aus dem Ausland wurden im Jahr 2000 an die jeweils zuständige Landesgruppe der IFPI weitergeleitet und von dort aus verfolgt. Die Internet-Piraterie ist weltweit ein großes Problem der Musikwirtschaft. Illegale Angebote von Musik zum downloaden finden sich auf tausenden von Websites, hinzu kommen illegale Filesharing-Angebote nach dem Vorbild von Napster. Wegen der internationalen Angebote im Internet ist das Vorgehen gegen die Anbieter aber wesentlich schwieriger als im Bereich der illegalen CDs.

Erfolge nur mit hartem Durchgreifen

Um nachhaltige Erfolge zu erzielen, sind deshalb neue Lösungsansätze wie etwa das im Auftrag der Deutschen Landesgruppe der IFPI entwickelte „Rights Protection System“ RPS notwendig. Damit kann der Zugriff auf illegale Musikangebote im Ausland aus Deutschland heraus unterbunden werden. „Die Anerkennung geistiger Leistungen ist die Voraussetzung für eine funktionierende Kommunikationsgesellschaft. Das Vorgehen gegen die Internetpiraterie muss alle Möglichkeiten nutzen“, betont Wolf-D. Gramatke. „Hierzu zählen die konsequente Verfolgung und das Ausschöpfen der Rechtsmittel ebenso wie technische Lösungen und wirtschaftliches Handeln der Unternehmen. Das werden wir auch in Zukunft weiter vorantreiben.“

Mirko
11.02.2001, 22:07
Ich bin bei Napster schon gesperrt worden, nur weil ich ein paar Songs einer Band gezogen hab, die offiziell noch gar nicht erschienen sind

;(

enrico2
18.02.2001, 14:48
WASHINGTON (dpa-AFX)

- Napster-Chef Hank Barry teilte am in Kalifornien mit, dass das Unternehmen zusammen mit dem Bertelsmann-Konzern eine neue Technologie einführe. Sie erlaube zwar weiterhin einen Austausch und das Herunterladen von Musiktiteln aus dem Internet, doch könne sie verhindern, dass die Songs anschließend auf Compact Discs gebrannt werden.
Barry sprach von einem neuen Beweis, dafür dass Napster sich ernsthaft bemühe, eine Übereinkunft mit den Musikfirmen zu erreichen. Barry hob erneut hervor, dass Napster so bald wie möglich einen auf Mitgliedschaft basierten Dienst einführen wolle.

Die inzwischen mit Bertelsmann verbündete Musiktauschbörse Napster war vom amerikanischen Verband der Musikindustrie wegen Verletzung des Urheberrechts verklagt worden. Anfang der Woche hatte Napster vor einem Berufungsgericht eine schwere Niederlage erlitten. Die Bundesrichter machten Napster für die Einhaltung des Urheberrechts verantwortlich


HANDELSBLATT, Sonntag, 18. Februar 2001

kisakaupunka
22.02.2001, 21:58
Vivendi und Sony starten Napster-Konkurrenz im Sommer

Paris (Reuters) - Die Plattenfirmen Vivendi Universal und Sony Corp wollen nach eigenen Angaben im Sommer einen Online-Musikdienst starten, das der Online-Tauschbörse Napster Konkurrenz machen soll. Der Leiter der
Universal Music France, Pascal Negre, sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag über das geplante Joint Venture: "Dies ist eine Alternative zu Napster, wo wir exakt beobachten können, welche Titel angehört und
heruntergeladen wurden". Der Online-Musikdienst oder "virtual jukebox" von Vivendi und Sony werde über ein Sicheheits-Netzwerk verfügen, das den Weitervertrieb über das Internet verhindere, fügte er hinzu.
Vivendi-Chef Jean-Marie Messier sagte in einem am Donnerstag veröffentlichten Zeitungsinterview, das Joint Venture habe den Arbeitsnamen "Duet". Nach Angaben von Sony wird der Sitz des Gemeinschaftsunternehmens
New York sein. Der Online-Dienst werde neben den Mosiktiteln von Universal und Sony Music Lizenzen von anderen Unternehmen erwerben. "Wir hoffen, 50 Prozent des weltweiten Musikangebots zu lizenzieren", sagte Messier. "Wir hatten öfter gedacht, dass die einzige Möglichkeit eine Allianz mit Napster wäre. Ich glaube aber nicht, dass es richtig
wäre, Vorteile an Musikpiraten zu geben" fuhr Messier im Zeitungsinterview fort.
Napster hatte zuvor an die großen Musikkonzerne die Zahlung von einer Milliarde Dollar an Lizenzgebühren angeboten,
die dieses Angebot die als unzureichende abgelehnt hatten. Die von Napster angebotene Summe über fünf Jahre mache keinen Sinn in einer Branche, die jährlich rund 40 Milliarden Dollar umsetze, hatte Sony Music am Mittwoch in Los Angeles mitgeteilt. Napster strebt mit dem Angebot eine Kooperation mit den Musikunternehmen an, die die Börse per Gerichtsbeschluss schließen lassen wollen. Die Online-Tauschbörse hat nach eigenen Angaben
mehr als 60 Millionen Nutzer, die digitalisierte Musikstücke bislang kostenlos tauschen.

Die fünf großen Musikkonzerne Sony, Universal, Warner, EMI und die Bertelsmann Music Group (BMG) hatten Napster im Dezember 1999 wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt. Bertelsmann war allerdings im Herbst
aus der Reihe der klagenden Konzerne ausgeschert und eine Allianz mit Napster eingegangen. Danach soll Napster
mit einem Kredit der BeCG bis Juli in ein kostenpflichtiges Angebot umgewandelt werden, anschließend soll die BMG ihre Klage fallen lassen und ihr digitalisiertes Repertoire zur Verfügung stellen. In der vergangenen Woche war Napster von einem US-Gericht dazu verurteilt worden, seine Nutzer am Tausch urheberrechtlich geschützter Lieder zu
hindern. Einer Abschaltung entging das Unternehmen allerdings zunächst, weil das Gericht den Fall an die Vorinstanz zurückverwies. Deren endgültige Entscheidung wird Anfang März erwartet.
http://de.yahoo.com

enrico2
25.02.2001, 11:24
DAS ZUKUENFTIGE PREISMODELL VON NAPSTER

Nach langem Hin und Her stehen jetzt endlich die Gebuehren fest, die
man zukuenftig fuers Herunterladen seiner Lieblingsnummer aus dem
Internet berappen muss. Nachdem Napster der Musikindustrie 1 Mrd. Dollar
angeboten hat, um sich von der Copyright-Klage freizukaufen, soll diese
Summe in den naechsten 5 Jahren von den 50 Millionen Napster-Usern
refinanziert werden.
Dabei wird es zwei verschiedene Preismodelle geben:
Basis Mitgliedschaft: 6 - 10 Mark
Premium Mitgliedschaft: bis zu 20 Mark
Glueck gehabt: Das kommt immer noch billiger kommen, als sich jeden
Monat teure CD's zu kaufen.

Enrico <IMG SRC="http://cwm.ragesofsanity.com/s/ruinkai/biggrinpimp.gif" border=0>

enrico2
03.03.2001, 19:19
03.03.2001
15:45 MEZ
Gerichtsanhörung zu Napster ohne Urteil beendet


Musikbörse kündigt Schutz des Urheberrechts an - Richterin arbeitet an einstweiliger Verfügung


Napster




San Francisco - Die Anhörung über die Zukunft der Internet-Musikbörse Napster vor einem Bundesgericht in San Francisco ist ohne Urteil zu Ende gegangen. Richterin Marilyn Hall Patel beendete die Verhandlung am Freitag nach zweieinhalb Stunden, ohne einen Termin für ihre Urteilsverkündung zu nennen. Napster bot in der Anhörung an, den Tausch von geschützter Musik umgehend zu unterbinden.

Schon am Wochenende soll ein Filter installiert werden, der das Herunterladen von rund einer Million urheberrechtlich geschützter Musikstücke blockieren könne, sagte Napster-Anwalt David Boies. Die Rechtsvertreter der gegen Napster klagenden Musikindustrie forderten die Richterin dagegen auf, die Musikbörse sofort schließen zu lassen. Patel kündigte an, eine einstweilige Verfügung vorbereiten zu wollen.

Die vor knapp zwei Jahren von einem US-Teenager gegründete Tauschbörse Napster hat nach eigenen Angaben inzwischen 60 Millionen registrierte Benutzer. Die fünf größten Musikunternehmen hatten Napster wegen Verletzung der Urheberrechte geklagt, weil Sänger, Bands und Musikkonzerne am Tausch der Dateien im Internet nicht verdienen. Mit der Klage will die Industrie die Schließung der Website www.napster.com (http://www.napster.com) erreichen.

Das Bezirksgericht unter dem Vorsitz von Richterin Patel hatte bereits im Sommer gegen das in Kalifornien ansässige Unternehmen Napster eine einstweilige Verfügung erlassen, die praktisch das Aus für die Tauschbörse bedeutete. Napster ging darauf in die Berufung. Doch auch die zweite Instanz entschied Mitte Februar im Sinn der Musikindustrie. Das Berufungsgericht verwies den Fall zurück an Patel, die nun die Verfügung präzisieren soll.

Nach den bisherigen Gerichtsentscheidungen muss Napster seine Nutzer künftig daran hindern, urheberrechtlich geschützte Musiktitel zu tauschen. In das Napster-System werde ein Hilfsprogramm eingebaut, das zunächst rund eine Million urheberrechtlich geschützte Titel blockiere, sagte Napster-Anwalt Boies. Weitere Titel würden folgen. Napster will damit in letzter Sekunde die engültige Schließung der Website verhindern.

Faire, praktikable Lösung

Die Musikindustrie will dagegen einen Aufschub der Verfügung gegen Napster durch technische Fragen nicht hinnehmen. "Unserer Meinung nach sollte es in diesem späten Stadium (des Verfahrens) keine Verhandlungen über Formate geben", sagte der Anwalt der US-Musikindustrie, Russ Frackman. Richterin Patel sagte, sie wolle eine faire und praktikable Lösung finden, um den Schutz der Urheberrechte durchzusetzen.

Gerichtsbeobachter rechneten damit, dass sie schon bald eine neue Verfügung erlassen würde. Die Entscheidung gilt als richtungweisend für den künftigen Umgang mit Urheberrechten und damit für den Vertrieb von Musik, Büchern und Filmen im Internet. Der Verband der US-Musikindustrie (RIAA) forderte, Napster solle sofort den Tausch der jeweiligen Billboard Top 100 Singles und der Top 200 Alben blockieren.

In der vergangenen Woche lehnte die Musikindustrie ein Kompromissangebot von Napster ab, über einen Zeitraum von fünf Jahren eine Milliarde Dollar (1,068 Mrd. Euro/14,7 Mrd. S) zu zahlen. Der Vorschlag sei unzureichend, erklärten die Unternehmen Sony, EMI, Warner und Universal, die gegen Napster geklagt haben. Bertelsmann hingegen hat seine Klage nach Erwerb einer Beteiligung an Napster im Vorjahr zurückgezogen

kisakaupunka
06.03.2001, 20:02
Oh Du Scheisse http://www.stockboard.de/ubb/wink.gif
kisakaupunka

Urteil: Napster muss Musikstücke sperren!

Die US-Richterin Marilyn Hall Patel hat am Dienstag mittag (18 Uhr MEZ) in San Francisco entschieden, dass die Musiktauschbörse Napster von nun an 72 Stunden Zeit hat, urheberrechtlich geschützte Musiktitel zu sperren, wenn die Plattenindustrie diese als geschützt erklärt.

Es steht noch noch nicht fest, welche Strafe die Napster-Verantwortlichen erwartet, wenn sie sich dieser richterlichen Anordnung widersetzen. Eins ist sicher, diese neue Wandlung im Napster-Prozess ist der bisher grösste Erfolg der Plattenindustrie gegenüber der beliebten Tauschböse. Die Präsidentin der amerikanischen Plattenindustrie, Hilary Rosen, verkündete, dass die Industrie hinter dieser Anordnung steht.

Von nun an müssen die Plattenlabels alle wichtigen Daten eines Musikstücks, wie Titel oder Name des Künstlers an Napster weiterleiten. Die Musikbörse hat daraufhin drei Tage Zeit, die benannten, urheberrechtlich geschützten Songs zu sperre

Quelle: http://www.giga.de

kisakaupunka
08.03.2001, 12:21
Eine Prise Anarchie

Napster ist Geschichte. Aber die Idee von Tauschbörsen im Netz hat Zukunft. Eilig entwickeln Start-ups und Konzerne Software für den neuen Markt

Von Götz Hamann

Bringen die Anwälte Napster zur Strecke, dann ..., ja, was eigentlich. "Ein Jahr noch, dann benutzen 20 Millionen Surfer mein Aimster", sagt Johnny Deep. Nichts fürchtet die Musikindustrie mehr als einen Mann wie ihn. Seit Monaten bekämpft sie Napster, die beliebteste Tauschbörse für Musik im Internet, weil deren Nutzer alles kopieren, was sie gerade hören wollen - ohne zu zahlen. Nun ist Napster endlich so weit, klein beizugeben und rechtlich geschützte Lieder vom Tausch auszuschließen. Da kommt ein Harvard-Absolvent, der Klavier gespielt und am Computer gesessen hat, dabei aber nie richtig studierte. Lernt ein paar Programmierer kennen und entwickelt mit ihnen Aimster. Nichts ist damit leichter und bequemer, als Musik zu kopieren.

Aimster kann noch mehr. Setzt ein Unternehmen die Software ein, kann jeder Mitarbeiter die Festplatten seiner Kollegen nach Dokumenten durchstöbern - zumindest den Teil, der zuvor als öffentlich definiert wurde. Was bisher nur mit viel Aufwand gelingt, entsteht so im Nu: der dezentrale Zugang zum kollektiven Wissen des Unternehmens. Gerissener Dieb oder genialer Soft-warearchitekt - Johnny Deep hat ein Janusgesicht.

Peer-to-Peer könnte die nächste Evolutionsstufe des Internet sein

Der Mann aus dem US-Bundesstaat New York ist nicht allein. Immer mehr Gründer ergreifen die wirtschaftlichen Chancen von "Peer-to-Peer", dem technischen Prinzip hinter Napster und Aimster. Mehr als hundert sollen es schon sein. Ist Peer-to-Peer die nächste Modewelle im Internet? Noch drückt der Prozess gegen Napster auf die Stimmung in den Start-ups, und viele Geschäftskonzepte sind vage. Trotzdem sei "jetzt die Zeit zu investieren", sagte Bill Joy dem Branchendienst O'Reilly Network vor ein paar Tagen. Joy ist Chefstratege des Konzerns Sun Microsystems, der leistungsstarke Computer für die technische Infrastruktur des Internet herstellt.

Für Joy ist Peer-to-Peer, kurz p2p, die nächste Evolutionsstufe des Internet. Mit der Technik kann man Informationen und Rechnerleistung miteinander teilen. Geschieht das massenhaft, dann könnten die ans Internet angeschlossenen Rechner zu einem Supercomputer zusammengeschlossen werden oder die Festplatten zu einem gigantischen Archiv. Auch in kleineren Dimensionen wäre das Ganze mehr wert als die Summe seiner Teile.

Am Anfang der Innovation stand die Suche nach außerirdischem Leben. 1998 schrieben Wissenschaftler an der Berkeley-Universität in Kalifornien das Programm SETI@home. Heute helfen auf dieser Grundlage mehr als zwei Millionen Freiwillige; sie bekommen aus Berkeley kleine Portionen der gigantischen Datenmenge zugeschickt, die ein Weltraumteleskop auf seiner Suche nach fremder Intelligenz im All sammelt. Die einzelnen Rechner analysieren die Daten automatisch und schicken sie samt Analyse zurück. SETI@home war so erfolgreich, dass die kombinierten Rechner nach ein paar Monaten schneller waren als der größte Supercomputer der Welt.

Die Gründer der texanischen Firma United Devices gehören zu den Pionieren des distributed computing, der Verteilung von Arbeit auf viele Rechner. "Die ans Internet angeschlossenen Computer werden nur zu fünf Prozent ausgenutzt. Andererseits brauchen manche Branchen unglaublich viel Rechnerleistung", sagt David McNett, einer der Entwickler. Sein Unternehmen will als Händler für freie Rechnerleistung auftreten und beispielsweise Bioinformatiker bedienen. Noch zögern die ausersehenen Kunden, sensible Daten in fremden Unternehmen bearbeiten zu lassen. McNett argumentiert, dass die Daten in kleine Portionen zerlegt würden, von denen niemand auf das Ganze schließen könne. "Seit Jahren versuchen Hacker, Projekte wie SETI@home oder Distributed.net zu manipulieren. Jeden Tag. Aber ohne großen Erfolg. Wir haben also viel Erfahrung, wie man ein dezentrales Netzwerk schützt," sagt McNett. "Die ersten Kunden sind fast überzeugt."

Andere Start-ups organisieren den Zugriff auf kollektives Wissen. Seit den Anfängen des Computerzeitalters schicken Wissenschaftler einander Aufsätze auf elektronischem Weg, Freunde einander Bilder. Jetzt können sie sich die Dateien selbst suchen. Es liegt daran, wie Peers (Gleichberechtigte) zueinander kommen: Sie müssen nur alle das gleiche kleine Programm auf ihren Rechner laden, um Teile seiner privaten Festplatte für andere zu öffnen. Wenn ein Mitglied dieser losen Gemeinschaft einen Musiktitel gespeichert hat, können die anderen darauf zugreifen: Es verbreitet sich in Windeseile. So die Theorie - im realen Leben nutzt die Mehrheit der Surfer das Netzwerk, ohne die eigene Festplatte zu öffnen. Aber das Prinzip funktioniert dank der offenherzigen Minderheit trotzdem.

Die neuesten Lieder werden 30 000-mal im Monat kopiert. Öffentliches Aufsehen erregt Peer-to-Peer vor allem, wenn es um den wirtschaftlichen Existenzkampf jener Branchen geht, die Urheberrechte erwerben und weiterverkaufen - wie der Musikindustrie. Das Napster-Prinzip zerstört ihr Geschäftsmodell. Digitalisierte Musik, Texte, Bilder, Filme sind dann kostenlos zu haben. Die Konzerne versuchen nach Kräften, die Tausch- und Kopierbörsen verbieten zu lassen oder ihren Betrieb zu stören. "Am Ende wird es das sichere, legale Internet und einen Rotlichtbezirk geben - wie in jeder großen Stadt", sagt der prominente Trendforscher Ossi Urchs.

Allein Napster-Nutzer schickten zuletzt monatlich 1,8 Milliarden kopierte Lieder über die weltweiten Datenleitungen. Der Preis: zero. Eminem, Madonna oder das Köln Concert von Keith Jarrett - Tests der Musikindustrie belegen, dass die beliebtesten Lieder monatlich zwischen 30 000- und 40 000-mal kopiert werden. In Deutschland benutzen rund 1,2 Millionen Menschen das kleine Kopierprogramm.

Höchst im Odenwald ist nicht gerade ein Ort, aus dem die Musikindustrie Hilfe erwarten würde. Doch dort programmieren Die Brüder Björn und Mirko Hartmann unter dem Arbeitstitel Spice Weasel ein Peer-to-Peer-Programm, mit dem es möglich sein soll, für Bilder, Töne oder eben Musik eine Gebühr zu erheben. Der Clou: Damit kein Käufer frustriert von dannen zieht, wenn er bezahlt hat und dann sein Computer abstürzt, erkennt das Programm automatisch, wo es wieder ansetzen und die Datei vervollständigen muss.

Die große Frage lautet: Wie wollen die Gründer überhaupt Nutzer in das Netz von Spice Weasel locken? Erstens mit Inhalt, sagen die Hartmann-Brüder und hoffen erst einmal auf das Bildarchiv des Burda-Verlages. Der hält inzwischen die Mehrheit an dem Start-up und könnte dazu beitragen, aus Spice Weasel zunächst einmal eine Bilderbörse zu machen. Zweitens wollen die Gründer ihre Nutzer mit Geld ködern. Wenn ein User seine rechtlich einwandfrei erworbenen Songs zur Verfügung stellt und andere sie herunterladen, dann bekommt nicht nur die Plattenfirma dafür Geld. Ein kleiner Teil fließt an den, von dessen Computer das Lied kommt.

Ideen wie diese funktionieren aber nur, wenn die bekanntesten Tausch- und Kopierbörsen geschlossen oder verändert werden. Nach den gerichtlichen Votum gegen Napster "werden Prozesse gegen Nachahmer viel schneller entschieden sein", glaubt Dietmar Schlumbohm vom Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft. Gilt das auch für die Aimster-Software von Johnny Deep? Daran glaube er nicht, sagt der Unternehmerpirat aus dem Bundesstaat New York. "Die Inhalte unserer Nutzer sind verschlüsselt. Wir wissen nicht, was sie tauschen, machen uns also wissentlich keiner Urheberrechtsverletzung schuldig. Wer will uns belangen?"

Sagt es und zitiert eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA.


(c) DIE ZEIT 11/2001

Juchu.de
08.03.2001, 13:09
Diese Woche wird ein sehr ausführlicher Artikel zu allem um Napster im Anlegerbrief zu lesen sein.

Clarissa
08.03.2001, 21:18
Sagt was ihr wollt, aber Napster ist Musikklau. Wenn ihr selber Musiker, Komponisten o.ä. wärt, die davon leben müssen, würdet ihr anders reden.

Clarissa
08.03.2001, 21:26
Sagt was ihr wollt, aber Napster ist Musikklau. Wenn ihr selber Musiker, Komponisten o.ä. wärt, die davon leben müssen, würdet ihr anders reden.

Clarissa
08.03.2001, 21:26
verzeihung, zweimal gedrückt. bin blond.

kisakaupunka
16.03.2001, 12:24
hallo du bist also auch da. stellst du den artikel von juchu hier rein, sobald ein neuer anlegerbrief rausgewogt ist?

wäre gespannt was da drinnen steht, kann mir aber bei meinem depot nicht mal den alegerbrief leisten.

viel erfolg

kisakaupunka

Auge
16.03.2001, 14:49
Hallo Clarissa,
Du hast nur gekaufte Software auf deinem Rechner? Die richtige OEM-Version?
Na Na Na http://www.stockboard.de/ubb/wink.gif

Auge
06.04.2001, 16:27
NEWMEDIA 06.04.2001

Die Musikkonzerne erobern das Internet

In nur einer Woche hat der Musikvertrieb im Internet Gestalt angenommen. Seit sich milliardenschwere Konzerne in den Markt gedrängt haben, handelt es sich nicht mehr um ein Sache von Computer-Freaks. Nach jahrelanger Zurückhaltung rücken nun die Mediengiganten massiv in den Internet-Musikmarkt vor. Mit Allianzen und Investitionen wollen sie den Online-Vertieb erschließen, den sie zuvor ignoriert oder bekämpft hatten. "Die Unternehmen sind aufgeschreckt", sagte Analyst John Corcoran von CIBC World Markets.

Die "Major Labels" reagieren damit auf den Trend der Online- Branche: Viele Menschen laden Musik aus dem Internet, ohne dafür zu zahlen. Zunächst zog die Rock-Gruppe Metallica gegen die US- Musiktauschbörse Napster vor Gericht. Metallica beklagte, dass ihre Songs kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden könnten. Plattenindustrie und Künstler wollten auf ihre Entgelte nicht verzichten.

Lange bekämpften sich die amerikanische Plattenindustrie und die populäre Tauschbörse Napster unter großem öffentlichem Interesse vor Gericht. Napster darf inzwischen auf einstweilige Verfügung einer amerikanischen Bundesrichterin keine kommerziellen Titel mehr anbieten. Diese aus dem Dienst herauszufiltern, ist jedoch nie richtig gelungen.

Innerhalb weniger Tage wurden jetzt die großen Medienkonzerne im Internet-Musikmarkt aktiv. Sony Music und Vivendi Universal taten sich zusammen und gaben am Donnerstag bekannt, mit dem weltbekannten Internetportal Yahoo einen gebührenpflichtigen Musikkanal aufzubauen. "Das ist ein Schritt in eine neue Welt", tönte US-Sony-Chef Howard Stringer. Über eine Zusammenarbeit von Vivendi und einer der ältesten MP3-Musikplattformen, Emusic, wurde am Freitag spekuliert.

Nur wenige Tage älter ist die Bekanntgabe der Online-Plattform MusicNet. In ihr schlossen sich Warner Music, Bertelsmann Music Group (BMG) und EMI zusammen. Napster tauchte in der ersten Pressemitteilung nur noch in einem Nebensatz auf, als einer der möglichen Kunden für die Musikrechte. Ab Juli planen Bertelsmann und Napster mit seinen 60 Millionen Usern weltweit ein gebührenpflichtiges Angebot.

Andere Unternehmen ziehen nach. Neben einem Versuch des Musiksenders MTV, ins Onlinegeschäft einzusteigen, stellte der Software-riese Microsoft diese Woche ein neues Portal ins weltweite Datennetz. Dort kann allerdings nur Musik gehört und dann über einen Plattenversand bestellt werden. Auch einzelne Künstler streben ins Netz. David Bowie kündigte an, ein eigenes Internetradio zu starten - Herunterladen jedoch verboten.

Neben Napster existieren weitere Tauschbörsen im Netz. Gegen sie ist es schwer, juristisch vorzugehen, da sie im Gegensatz zu Napster nicht über einen zentralen Server verfügen. Sie haben ihre Daten auf verschiedene Computer verteilt. Jeder einzelne Nutzer müsste wegen des illegalen Tausches verklagt werden. Strittig ist vor allem bei amerikanischen Analysten, ob in dem Markt Geld verdient wird. Vivendi-Chef Jean-Marie Messier meint jedoch: "Es ist klar geworden, dass Onlinemusik ein riesiges Geschäft sein wird."

Mirko
25.04.2001, 22:41
Napster "plant" sich in den Ruin: 94% der User wollen nicht zahlen
Auf Napster kommt keine rosige Zukunft zu: Nach neuesten Umfragen wollen fast alle Napster-User (94%) kein Geld für den Download bezahlen, wenn der Kopierschutz bestehen bleibt.
Somit zeigten die User ganz deutlich, dass sie die 'erworbenen' Musikstücke nicht auf dem PC lassen wollen. Napster wurde, wie schon oft berichtet, regelrecht gezwungen, Gebühren einzuführen.
Quelle: www.computerchannel.de (http://www.computerchannel.de)

Auge
27.04.2001, 07:40
NEWMEDIA 26.04.2001 22:19 Uhr

Studie: Zahl der Napster-Nutzer um 20 Prozent gesunken

Die Internet- Musiktauschbörse Napster hat einer Studie zufolge 20 Prozent seiner Nutzer verloren. Seit der Einführung von Software zum Blockieren von urheberrechtlich geschütztem Material sei die Zahl der Nutzer von 15 Millionen im Februar auf zwölf Millionen im März gefällen, teilte der Technologieforscher Jupiter Media Metrix am Donnerstag mit. Ein wachsender Anteil von Benutzern logge sich ein, ohne jedoch anschließend Musikstücke zu tauschen. Es habe zudem einen sprunghaften Anstieg der Nutzung von Websites gegeben, die alternative Tausch- Systeme wie Aimster oder BearShare anböten.

Mehrere Plattenfirmen werfen Napster Urheberrechts- Verletzungen vor. Im Februar hatte ein US- Bundesberufungsgericht einer entsprechenden Klage vom Dezember 1999 stattgegeben und die Bezirksrichterin Marilyn Hall Patel beauftragt, eine einstweilige Verfügung zu erlassen. Patel hatte Anfang März Napster angewiesen, den Tausch von geschützten Musikstücken zu unterbinden. Sie hat eine völlige Stilllegung der Börse nicht ausgeschlossen. Unklar ist, als wie effektiv sie das Verfahren zum Blockieren von geschützten Liedern einschätzen wird. Napster hat eine Neuanhörung des Verfahrens beantragt.

Napster ging Mitte Februar eine strategische Partnerschaft mit der Bertelsmann-Tochter Digital World Services (DWS) ein. Etwa 60 Millionen Menschen hatten vor der Einführung der Blockade-Mechanismen die Website http://www.napster.com genutzt, um Musikdateien auszutauschen. Schätzungen der Musikindustrie zufolge konnte über Napster auf etwa 1,2 Milliarden Lieder zugegriffen werden. Alternative Systeme wie Aimster oder Gnutella benötigen keine zentrale Anlaufstelle und gelten als wesentlich schwerer zu kontrollieren.

emilio
05.05.2001, 12:48
ftd.de, Fr, 4.5.2001, 18:45
Napster will mit Microsoft kooperieren

Die Musiktauschbörse Napster verhandelt mit Microsoft über die Nutzung von Software. Napster könnte mit Microsofts Technik den Urheberschutz von Musikstücken sichern und so deren illegale Verbreitung über den eigenen Dienst stoppen.

Gerüchten zufolge stehen der Softwarekonzern aus Redmond und das angeschlagene Unternehmen vor einer weit reichenden Kooperation. Dies berichtet die "Los Angeles Times" in ihrer Ausgabe vom Freitag.


Die beiden Unternehmen seien seit Wochen in Gesprächen. Napster hätte sich dabei selbst zum Kauf angeboten, schreibt das Blatt unter Berufung auf zwei Napster-Insider. Microsoft hätte dies jedoch zurückgewiesen. Seitdem würden sich die Gespräche nur noch um die Nutzung der Software gedreht. Die Bezahlung könnte nach Angaben der LA Times in Lizenzgebühren oder Anteilen an Napster bestehen.

Für Microsoft könnte das Geschäft der Einstieg in den Markt des digitalen Musikhandels bedeuten. Die Sicherheitstechnologie des Konzerns wird von den Plattenfirmen anerkannt. Napster könnte die Musikindustrie damit überreden, die Tauchbörse mit neuen Titeln zu beliefern. Napster würde damit auch die Auflagen der Gerichte erfüllen.

Eine Sprecherin von Napster hat Gespräche mit Microsoft bestätigt. Microsoft sei jedoch lediglich eine von vielen Technologie-Firmen, mit denen die Musiktauschbörse über die Einbindung von Produkten verhandele. Eine Microsoft-Sprecherin verweigerte mit Hinweis auf die Firmenpolitik jeglichen Kommentar.


Napster war von der Vereinigung der amerikanischen Musikindustrie (RIAA) wegen Verletzung des Urheberrechts verklagt worden und muss nun alle geschützten Titel herausfiltern. Dies ist aber bisher noch nicht vollständig geschehen. Dennoch musste die Tauschbörse, die mit dem Medienriesen Bertelsmann kooperiert, bereits deutliche Rückgänge bei der Zahl der Nutzer hinnehmen.

Napster weist Berichte über Niedergang zurück


Napster-Chef Hank Barry hat Berichte über den Niedergang der Online-Tauschbörse als übertrieben zurückgewiesen. Täglich nutzten nach wie vor Millionen Menschen Napster zum kostenlosen Tausch von Musiktiteln, sagte er am Donnerstag in Los Angeles.


Das Forschungsinstitut Webnoize hatte in dieser Woche mitgeteilt, die Zahl der über Napster getauschten Titel sei in Folge eines gerichtlich verfügten Filters im April um 36 Prozent niedriger gewesen als im März. Auch wenn 80 Prozent der Titel durch die Inhaber der Urheberrechte blockiert seien, nutzten fast acht Millionen Menschen täglich Napster, sagte Barry. Die Nutzer seien die besten Kunden der Plattenindustrie, fügte er hinzu. 40 Prozent der Napster-Nutzer hätten Umfragen zufolge angegeben, in den vergangenen sechs Monaten zehn oder mehr CDs gekauft zu haben.


Webnoize zufolge ging die Zahl der über Napster getauschten MP3-Dateien vom Höchststand von 2,79 Milliarden im Februar auf 2,49 Milliarden im März und 1,59 Milliarden im April zurück. MP3 wandelt Musikstücke in kleine digitale Dateien um. Durch diese Technologie ist der Tausch von Musikstücken über das Internet in den vergangenen zwei Jahren explosionsartig gestiegen.


URL des Artikels: http://www.ftd.de/tm/it/FTDE67ZGBMC.html

Auge
10.05.2001, 11:54
Dänemark legalisiert Web-Musikkopien
03.05.2001 16:08:13

In Dänemark will der Gesetzgeber noch vor den Sommerferien das Kopieren von Musik aus dem Internet über Tauschbörsen wie Napster erlauben. Wie die Zeitung "Politiken" meldet, hat sich die Regierung eine Mehrheit für den Parlamentsentscheid gesichert.
Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt dem Parlament bereits vor. Kulturministerin Elsebeth Gerner Nielsen begründete die als sicher geltende Neuregelung mit der Absicht, "zeitgemäßere" Regeln zu finden. Nachdem das Gesetz in Kraft getreten ist sollen die Verbraucher auf nicht bespielte CD-Rs eine Copyright-Abgabe von vier Kronen (1,20 Mark) zahlen. Diese seit längerem bekannten Pläne hätten zu massiver Hortung von CD-Rohlingen bei den Verbrauchern geführt, berichtete Politiken.

In Dänemark ist bisher jede Form von digitaler Musikkopie verboten. Demnach ist derzeit auch auf Minidisk- oder MP3-Player geladene Musik illegal. Sprecher der heimischen Musikindustrie wandten sich in scharfer Form gegen die Pläne. Sven Karnov, Chef des Urheberrechts-Verbandes Copy-Dan meinte: "Es wird zu unüberschaubaren Konsequenzen führen, wenn Dänen gesetzlich freie Bahn für das Laden von Musik über Dienste wie Napster bekommen."

Ein Sprecher des Kulturministeriums in Kopenhagen bestätigte, dass in Dänemark entgegen der US-Rechtsprechung künftig Musik vom Netz für private Nutzung ebenso legal kopiert werden kann wie von einer CD auf eine andere. (dpa/uba)

McRenco
29.04.2002, 00:21
Die Umsätze der Musikindustrie gingen nach unten und das musste natürlich einen Grund haben, der auch schnell gefunden wurde: Musikaustausch im Internet. Wie eine Studie von zwei US-Universitäten belegt, ist das ein großer Irrtum der Musikindustrie.
Kurz und Bündig, Leute die mp3 tauschen kaufen mehr CDs. Früher kaufte man von Stars alle Neuerscheinungen, heute informiert man sich und wählt differenzierter. Soll heißen, dass nicht alle Star-Produkte blind gekauft werden wie früher.
Die Studie weiter: Statt Filesharing gerichtlich zu verfolgen, sollte Geld ins Marketing fließen. Den Markt muss sich die CD heute mit Video-Games und DVDs teilen.

elsgar
15.05.2002, 07:17
Die Übernahme der Mehrheit an Napster durch den Medienkonzern hätte die notwendige Liquidität gesichert, um den Napster-Betrieb zunächst fortführen zu können. Die Musiktauschbörse ist seit Mitte 2000 offline und verfügt über faktisch keine Einnahmequellen. Ein Neustart als kommerzieller Onlinedienst scheiterte bislang an technischen Problemen und der Weigerung der großen Musiklabels, ihre Musikkataloge für einen Vertreib über den Musiktauschring zu lizensieren.

Die Bertelsmann AG erklärte in einer Stellungnahme, dass sie die Entwicklung bedauere, aber weiter in die Zukunft der Peer-to-Peer-Tauschbörsen glaube. Berterlsmann soll bislang rund 85 Mill. $ in Krediten in Napster investiert haben.

Bertelsmann, heißt es in Unternehmenskreisen, hat 5 Mill. $ für Napster geboten sowie den Verzicht auf alle Forderungen und 5 Mill. $ sofortige Liquiditätshilfe. Dies sei den Altgesellschaftern, vor allem der Venture Capital Firma Hummer Winblad, nicht genug gewesen. Bertelsmann habe jedoch jede Nachbesserung abgelehnt. Nun drohe eine Totalliquidition nach Chapter 7, heißt es, falls kein neuer Investor einspringen sollte. Bei Napster in Redwood City war bislang keine Stellungnahme zu erhalten.

Mirko
23.05.2002, 21:33
KaZaA und Morpheus geht das Geld aus, KaZaA-Nachfolger in den Startlöchern
Verschiedene Zivilprozesse machen den Tauschbörsen KaZaA und Morpheus massive
Schwierigkeiten. Die zweite Generation von Filesharingdiensten hat offensichtlich finanzielle
Probleme die Prozesse weiterzuführen.
Vertreter der Tauschbörsen haben jetzt erklärt, dass man die Kosten für die Prozesse nicht
mehr tragen könne. Am liebsten würde man einen Vergleich ziehen, auch wenn dieser das Ende
der Tauschbörsen bedeuten könnte.
KaZaA scheint bereits an einen Nachfolger zu denken. Die Technologie FastTrack wurde
bereits an die Firma Brilliant Digital Entertainment, bzw. dessen Tochter Altnet, lizensiert. KaZaA
ist an dem Unternehmen mit fast 50 Prozent beteiligt.

Auge
03.06.2002, 16:37
Napster vor Konkursantrag

Die US-Musiktauschbörse Napster hat bei einem Gericht in Delaware Konkursantrag gestellt. Der Antrag sei Teil des Übernahmeplans mit dem Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann, teilte Napster mit. Napster hatte vor einigen Tagen angekündigt, dass das Unternehmen seine Vermögenswerte an Bertelsmann verkaufen wird. Der Gütersloher Konzern will den Napster-Gläubigern dafür acht Millionen Dollar (8,6 Mio Euro) zahlen. Bertelsmann hatte zuvor bereits 85 Millionen Dollar an Napster überwiesen, um die Gesellschaft am Leben zu erhalten.

Napster, die einst populärste Musiktauschbörse mit 67 Millionen Nutzern in aller Welt, musste auf richterliche Anordnung im vergangenen Jahr seinen kostenlosen Dienst einstellen. Die weltgrößten Musikfirmen, darunter auch Bertelsmann, hatten das Unternehmen wegen Urheberrechtsverletzung erfolgreich verklagt. Bertelsmann will Napster in einen gebührenpflichtigen Abo-Dienst umwandeln.

Für den geplanten kostenpflichtigen Musikdienst müssen erst Musiklizenzen von den großen Musikfirmen eingeholt werden. Ob sich die anderen großen Musikfirmen AOL Time Warner, Vivendi Universal, Sony und EMI hierauf einlassen, ist noch nicht sicher.

Mirko
19.06.2002, 08:57
Erst Audiogalaxy, dann Morpheus und KaZaA: Musikindustrie räumt auf Audiogalaxy, der bekannte Suchdienst für Musikstücke, musste sich aufgrund des massiven juristischen Drucks Anfang dieser Woche dem US-amerikanischen Plattenverband RIAA beugen und zahlreiche Lieder aus den Datenbanken nehmen.
Das alleine bei Download.com mehr als 30 Millionen mal heruntergeladene Audiogalaxy muss in Zukunft, so sieht es die Vereinbarung mit der RIAA vor, zuerst die Genehmigung der Rechtehalter einholen, bevor Lieder aufgenommen werden dürfen.
Damit dürfe der RIAA der entscheidende Schlag gegen Audiogalaxy gelungen sein. Doch die Plattenindustrie gibt sich mit dem Sieg nicht zufrieden. Jetzt stehen Morpheus, KaZaA, Grokster und andere Tauschbörsen auf der Abschussliste.
Quelle: news.com.com

Mirko
29.06.2002, 18:43
ILLEGALE MUSIKDOWNLOADS

Verpfeif die Firma

Der Branchenverband der US-Musikindustrie (RIAA) geht gegen Firmen vor, deren Mitarbeiter Copyright-geschützte Musik aus dem Internet laden und übers interne Netz an Kollegen verteilen.

Damit die RIAA von diesen illegalen Aktionen erfährt, muss jemand die Firma verpfeifen - dank der vielen Entlassungen in der Hightech-Branche scheint es genügend verärgerte Ex-Mitarbeiter zu geben, die sich bei der Hotline melden. Eine im April ertappte Firma, ein Consulting-Unternehmen aus Arizona, hat sich inzwischen bereit erklärt, eine Millionen Dollar zu zahlen. Vor Gericht wäre die Strafe wohl noch höher ausgefallen. Das illegale Tauschen lässt sich dennoch kaum verhindern: Seit immer mehr Privatleute mit schnellen Breitbandanschlüssen ins Internet gehen, sind sie nicht mehr auf die Firmen-PC angewiesen: Jetzt wird eben abends zu Hause getauscht.

bullish-0815
08.11.2003, 09:53
Napster-Deal mit US-Universität beginnt 2004

Die Penn State University hat die Details zu dem gestern angekündigten Gratis-Musikangebot für ihre Studenten bekannt gegeben. Der Vertrag mit Napster sieht ab 12. Januar 2004 für zunächst 18.000 Studierende die üblichen Konditionen vor: Napster stellt per Streaming in 96 kBit/s kodierte WMA-Files und eine unbegrenzte Anzahl von Downloads zur Verfügung. Die im Rahmen des Abos erhaltenen Dateien sind DRM-geschützt, können nicht gebrannt werden und lassen sich auf bis zu drei Windows-PCs abspielenDie Abspiellizenzen sind nur 30 Tage gültig und werden bei bestehender Online-Verbindung automatisch aktualisiert. Für 99 US-Cents pro Stück kann man einzelne Dateien auch auf CDs brennen oder auf verschiedenen Geräten speichern. Bis Ende 2004 will die Universität das Programm allen rund 83.000 Studierenden anbieten. Außerdem werde überlegt, den Service auch auf die rund 150.000 Absolventen der Penn State auszudehnen.

Nach Angaben der Universität wird das Angebot, das die Verbreitung von raubkopierter Musik eindämmen soll und für Abonnenten normalerweise 9,95 US-Dollar pro Monat kostet, aus den Gebühren -- 160 US-Dollar pro Semester -- finanziert, die die Studenten für die Bereitstellung von IT-Infrastruktur zahlen. Nach US-Medienberichten soll es jedoch bereits erste Proteste gegen die "Zwangsmitgliedschaft" bei dem Online-Musikservice gegeben haben. (wst/c't)

Lachender Hans
12.09.2006, 17:43
Napster verschenkt MP3-Player

Neue Abonnenten erhalten Player mit 512 MByte Flash-Speicher :o

Um sein Abo-Geschäft anzukurbeln, verschenkt Napster nun passende MP3-Player. Kunden, die ein Abo für Napster To Go abschließen, erhalten einen kostenlosen MP3-Player, können sich aber auch für ein größeres Modell entscheiden, das dann wie in der Mobilfunk-Branche subventioniert wird.

Der ganze Artikel bei Golem.de (http://www.golem.de/0609/47747.html)

Zur Info: Bei Napster kann man als Abonnent unbegrenzt Musik hören und runterladen.
ABER, wenn mann das Abo kündigt, kann man Dank DRM die Stücke nicht mehr abspielen. :bang: