siko®
20.05.2002, 01:03
18.05.2002, 15:47
Überraschende Wende
Der SSV Reutlingen hat am Freitagabend (17. Mai 2002) überraschend doch noch die Lizenz für die 2. Bundesliga erhalten und bleibt vom Zwangsabstieg in die Regionalliga verschont. Zu diesem Ergebnis kam der Vorstand des Liga-Verbandes auf seiner Sitzung in Leverkusen, nachdem die Reutlinger erneut Beschwerde eingelegt hatten. Absteiger in die Regionalliga ist nun neben dem 1. FC Schweinfurt 05, dem SV Babelsberg und dem 1. FC Saarbrücken die SpVgg Unterhaching. Das bestätigte Tom Bender, Sprecher der Deutschen Fußball Liga.
Sechs Punkte Abzug, 250.000 Euro Geldstrafe
Am 6. Mai hatte die DFL den Lizenzentzug "wegen schwerwiegender Verstöße im Lizenzierungverfahren" noch bestätigt und den Einspruch als "nicht stichhaltig" zurückgewiesen. Der Klub von der Kreuzeiche habe Bürgschaften in Höhe von rund 900.000 Euro zurückgezogen und vor der DFL nicht deklariert. Der SSV, der als Tabellenzehnter sportlich die Klasse gehalten hatte, startet nun mit der Hypothek eines Sechs-Punkte-Abzugs in die Saison 2002/2003 und muss zusätzlich bis zum 30. Juni 2002 250.000 Euro Strafe zahlen.
"Die Reutlinger Klub-Führung hat die Vorstöße im Lizenzierungsverfahren zugegeben. Lediglich gegen die Höhe des Strafmaßes, die mit Lizenzentzug festgelegt wurde, legte der Verein Einspruch ein", erläuterte Bender am Freitagabend (17. Mai 2002). Ein Protest der SpVgg Unterhaching wird laut Bender "keinen Erfolg haben, da der Verein sportlich abgestiegen ist."
SSV-Präsident Winko war guter Dinge
Zu der mehrstündigen Anhörung in Leverkusen war die Reutlinger Vereinsspitze mit prominenter Verstärkung angerückt. Oberbürgermeister Dr. Schultes unterstützte den Einspruch des bayerischen Zweitligisten genauso wie der Sportrechts-Experte Dr. Reinhard Rauball. Bei der erneuten Beschwerde war Präsident Dieter Winko, der Anfang Mai gemeinsam mit dem kompletten Präsidium zurückgetreten war, bereits "guter Dinge". Bei einem erneut negativen Bescheid hätte den Reutlingern noch der Weg zum ständigen Schiedsgericht offen gestanden.
Kopfschütteln in Unterhaching
Mit großem Unverständnis reagierten die Verantwortlichen der SpVgg Unterhaching, die innerhalb eines Jahres von der Bundesliga in die Regionalliga durchgereicht wurde, auf die Lizenz-Erteilung für Reutlingen. "Wir waren alle überrascht. Ich habe zwar keinen hundertprozentigen Einblick, aber wenn solch massive Verstöße wie im Falle Reutlingen in einen Punktabzug umgewandelt werden, kann ich das nicht nachvollziehen", sagte Manager Norbert Hartmann dem Sport-Informations-Dienst.
Hoffnungen, wegen des möglichen Lizenz-Entzuges eines anderen Klubs doch noch zweitklassig zu bleiben, hat Hartmann abgeschrieben: "Da muss man realistisch sein." Einen Protest seines Klubs werde es nicht geben. Durch den Abstieg stehen die Münchner vor einem personellen Schnitt. "Ein Teil der Spieler kann über Optionen gebunden wurden. In welchen Fällen wir das tun, muss man abwarten", sagte Hartmann. Freude herrschte dagegen in Reutlingen über den plötzlichen 'Klassenerhalt'. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen", sagte Präsident Winko.
Oh, oh, DFB, rinn in de Kartoffeln raus aus de Kartoffeln!
gruss aus bernau
siko;)
Überraschende Wende
Der SSV Reutlingen hat am Freitagabend (17. Mai 2002) überraschend doch noch die Lizenz für die 2. Bundesliga erhalten und bleibt vom Zwangsabstieg in die Regionalliga verschont. Zu diesem Ergebnis kam der Vorstand des Liga-Verbandes auf seiner Sitzung in Leverkusen, nachdem die Reutlinger erneut Beschwerde eingelegt hatten. Absteiger in die Regionalliga ist nun neben dem 1. FC Schweinfurt 05, dem SV Babelsberg und dem 1. FC Saarbrücken die SpVgg Unterhaching. Das bestätigte Tom Bender, Sprecher der Deutschen Fußball Liga.
Sechs Punkte Abzug, 250.000 Euro Geldstrafe
Am 6. Mai hatte die DFL den Lizenzentzug "wegen schwerwiegender Verstöße im Lizenzierungverfahren" noch bestätigt und den Einspruch als "nicht stichhaltig" zurückgewiesen. Der Klub von der Kreuzeiche habe Bürgschaften in Höhe von rund 900.000 Euro zurückgezogen und vor der DFL nicht deklariert. Der SSV, der als Tabellenzehnter sportlich die Klasse gehalten hatte, startet nun mit der Hypothek eines Sechs-Punkte-Abzugs in die Saison 2002/2003 und muss zusätzlich bis zum 30. Juni 2002 250.000 Euro Strafe zahlen.
"Die Reutlinger Klub-Führung hat die Vorstöße im Lizenzierungsverfahren zugegeben. Lediglich gegen die Höhe des Strafmaßes, die mit Lizenzentzug festgelegt wurde, legte der Verein Einspruch ein", erläuterte Bender am Freitagabend (17. Mai 2002). Ein Protest der SpVgg Unterhaching wird laut Bender "keinen Erfolg haben, da der Verein sportlich abgestiegen ist."
SSV-Präsident Winko war guter Dinge
Zu der mehrstündigen Anhörung in Leverkusen war die Reutlinger Vereinsspitze mit prominenter Verstärkung angerückt. Oberbürgermeister Dr. Schultes unterstützte den Einspruch des bayerischen Zweitligisten genauso wie der Sportrechts-Experte Dr. Reinhard Rauball. Bei der erneuten Beschwerde war Präsident Dieter Winko, der Anfang Mai gemeinsam mit dem kompletten Präsidium zurückgetreten war, bereits "guter Dinge". Bei einem erneut negativen Bescheid hätte den Reutlingern noch der Weg zum ständigen Schiedsgericht offen gestanden.
Kopfschütteln in Unterhaching
Mit großem Unverständnis reagierten die Verantwortlichen der SpVgg Unterhaching, die innerhalb eines Jahres von der Bundesliga in die Regionalliga durchgereicht wurde, auf die Lizenz-Erteilung für Reutlingen. "Wir waren alle überrascht. Ich habe zwar keinen hundertprozentigen Einblick, aber wenn solch massive Verstöße wie im Falle Reutlingen in einen Punktabzug umgewandelt werden, kann ich das nicht nachvollziehen", sagte Manager Norbert Hartmann dem Sport-Informations-Dienst.
Hoffnungen, wegen des möglichen Lizenz-Entzuges eines anderen Klubs doch noch zweitklassig zu bleiben, hat Hartmann abgeschrieben: "Da muss man realistisch sein." Einen Protest seines Klubs werde es nicht geben. Durch den Abstieg stehen die Münchner vor einem personellen Schnitt. "Ein Teil der Spieler kann über Optionen gebunden wurden. In welchen Fällen wir das tun, muss man abwarten", sagte Hartmann. Freude herrschte dagegen in Reutlingen über den plötzlichen 'Klassenerhalt'. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen", sagte Präsident Winko.
Oh, oh, DFB, rinn in de Kartoffeln raus aus de Kartoffeln!
gruss aus bernau
siko;)