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Vollständige Version anzeigen : TV Rechte an Kirch Media


Odo
28.06.2002, 18:35
Die Deutsche Fußball-Liga hat die Fernsehrechte der Bundesliga an die Kirch-Media verkauft. Damit dürften die Spiele auch in der nächsten Saison bei SAT1 und dem Abonnement-Sender Premiere zu sehen sein. Neben Kirch hatte sich auf der anderen Seite auch der oberbayerische Filmhändler Herbert Kloiber mit der ARD um die Rechte beworben.

Die Kirch-Media zahlt für die Übertragungsrechte in den kommenden beiden Bundesliga-Spielzeiten 680 Millionen Euro und erhält zusätzlich eine einseitige Option auf zwei weitere Jahre. Das gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) auf einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main bekannt.

Die Rechte mussten neu verhandelt werden, nachdem Kirch-Media die eigentlich vereinbarten Zahlungen nicht mehr leisten konnte. Insgesamt 800 Mio. Euro hätte das Unternehmen normalerweise für die beiden nächsten Spielzeiten überweisen müssen.

Deutschlands Bundesliga-Macher saßen schon vor der Bekanntgabe der Entscheidung mit wachsender Begeisterung bei den WM-Spielen der deutschen Nationalmannschaft vor dem Fernseher und jubelten mit jedem Tor der Völler-Elf. Der Marktwert der Liga stieg mit den Erfolgen der deutschen Elitekicker wieder in ungeahnte Höhen.

„Der deutsche Fußball geht rosigen Zeiten entgegen, es wird einen Boom geben wie noch nie", fasste Bayern Münchens Vize-Präsident Karl-Heinz Rummenigge die Goldgräberstimmung im millionenschweren Fußball-Geschäft zusammen.

Werner Hackmann, Boss der DFL, zeigte sich optimistisch. Die Bundesliga hat einen neuen Stellenwert bekommen. „Die Liga ist stärker, als viele denken, das beweist das WM-Abschneiden", meint Klaus Stabach, Manager von Energie Cottbus.

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten dagegen wollten ihr Engagement auf dem Länderspiel-Sektor verstärken und mehr Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft übertragen.

Mirko
29.06.2002, 08:15
Die Deutsche Fußball-Liga hat dem insolventen Münchner Medienunternehmen die Senderechte für die kommenden vier Spielzeiten abgetreten.

Die Bundesliga hat die Übertragungsrechte an der Bundesliga an die insolvente KirchMedia verkauft. Dies teilte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Freitag mit.

Die Senderechte gehen an die Nachfolgergesellschaft von Kirch Media und gelten zunächst für die kommenden zwei Spielzeiten. Der Preis für die Saison 2002/2003 sowie 2003/2004 beträgt jeweils 290 Millionen.

Verlängerungs-Option bis 2006

Außerdem wurde dem Unternehmen eine Option für die zwei darauf folgenden Spielzeiten eingeräumt. Bei Ausübung der Optionsrechte für 2004/2005 wären somit weitere 295 Millionen Euro fällig, für die Saison 2005/2006 betragen die Kosten 300 Millionen.

Die neuen Chefs des Münchner Medienunternehmens hatten auf einer Vertragsdauer von fünf Jahren (einschließlich Verlängerungs-Optionen) bestanden.

Kloiber ausgebootet

Neben dem bisherigen Rechteinhaber KirchMedia mit der Tochter SAT1 und dem Abosender Premiere hatte auch der Münchner Filmkaufmann Herbert Kloiber mitgeboten. Kloibers Angebot belief sich auf etwa 360 Millionen Euro und lag somit rund 60 Millionen über dem Angebot des Kirch-Konzerns.

Premiere-Chef Georg Kofler hatte vorab ausgeschlossen, die Rechte von Kloiber im Nachhinein zu übernehmen, falls die Entscheidung gegen sein Haus ausfällt.

Kloiber wollte Informationen aus Branchenkreisen zufolge nach einem Zuschlag der ARD einen Teil der Fernsehrechte weiterverkaufen.

Zukunft von Premiere vorerst sicher

Die Zukunft des hochdefizitären und ebenso von der Insolvenz bedrohten einzigen deutschen Bezahlsenders Premiere hing nach Branchen-Einschätzung wesentlich vom Erhalt der Fußball-Fernsehrechte ab.

Die Kirch Media wollte dem Abokanal Verbindlichkeiten in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro nur dann erlassen, wenn sie bei den Fußball-Rechten im Geschäft bleibt.

(sueddeutsche.de/AFP/AP)

Stefano
11.10.2002, 12:19
hola,

jetzt kommt "scheitel" netzer ;)

D er Sportrechtehandel der insolventen KirchMedia wird an das Management um Günther Netzer verkauft – damit hat er die TV-Rechte für die WM 2006 und die Bundesliga. Der Gläubiger-Ausschuss habe den Verkauf abgesegnet, teilten Insolvenzverwaltung und KirchMedia-Geschäftsführung am Donnerstag in München mit. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Für einen Erwerb hatte sich auch Leo Kirch interessiert.

Die Entscheidung über den Verkauf der restlichen Teile der KirchMedia solle am 30. Oktober fallen, hieß es. Im Rennen um den Filmrechtehandel und den TV-Konzern ProSiebenSAT.1 seien noch drei Konsortien. Dies ist zum einen die Gruppierung der Altgesellschafter mit der US-Bank Lehmann Brothers, dem saudischen Prinzen Al Walid und dem Handelskonzern Rewe, zu dem sich jetzt auch die Commerzbank gesellte. Daneben sind derzeit auch noch der Hamburger Bauer-Verlag mit der HypoVereinsbank sowie der französische Fernsehsender TF1 und der US-Milliardär Haim Saban im Rennen.