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Vollständige Version anzeigen : Generic drugs


Luna
05-08-2002, 23:31
Die Generika Schere öffnet sich. Generics graben den Big-Pharmas das Wasser ab.

http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=myl&compidx=aaaaa%3A0&comp=nbi%2Cteva&ma=0&maval=9&uf=0&lf=1&lf2=0&lf3=0&type=64&size=2&state=8&sid=3256&style=380&time=8&freq=1&nosettings=1&rand=1220&mocktick=1
Habe zum Vergleich den NBI (Nasdaq Biotech-Index beigefügt)

Die israelische TEVA will sogar die Erwartungen der zweiten Jahreshälfte schlagen. Und Mylan Labs. hat Rekord-Zahlen hingelegt. Schauen wir weiter...

Für mich ein sicherer Wert im Bio-Depot. Gerade jetzt.

Ca$hmandt
05-08-2002, 23:38
Go luna go! guter einstand! ;)

DOTcom
06-08-2002, 11:43
Also dein Tip scheint gut zu sein. Ich setze derzeit meine Hoffnung gerade in Biowerte - scheint einen allgemeinen Trend nach oben zu geben - mittelfristig.

Odo
06-08-2002, 12:00
den Trend nach oben sehe ich noch nicht :mad:
Er wird kommen,da sind sich alle einig,nur wann?

Luna
06-08-2002, 14:54
Sehe es genau wie Odo.

Der Trend wird wieder kommen.
Abgesehen von der rasanten Medikamentenentwicklung, denke ich zum Beispiel auch an die Bioinformatik.

Die Chipindustrie stösst in einigen Jahren an ihre Grenzen.
Kleiner geht es nimmer
Das goldene Zeitalter der Moletronic beginnt. Chips gespickt mit speziellen Molekülen, entwickelt aus der Biochemie, sollen dabei die heutigen konventionellen "Silizium-Heizer" in punkto Leistung um das Millionenfache übertreffen.
Forscher an Universitäten und Wissenschaftler in neu gegründeten Firmen haben das Rennen auf die neuen Claims der Informatik eröffnet. Bis in etwa zehn Jahren wollen sie die ersten funktionstüchtigen Geräte kreiert haben. Erste Experimente mit einem DNA-Rechner haben die Funktionstüchtigkeit unter Beweis gestellt.

Einige bauen schon neben Intel :)

Luna
27-08-2002, 22:33
Ranbaxy erhält FDA Genehmigung für generisches Hytrin

Ranbaxy (RBXLF) erhiält die Genehmigung der FDA zur Vermarktung der Generikaversion des von Abbott entwickelten Originalproduktes Hytrin. Hytrin wird zur Behandlung von gutartiger Prostatawucherung und Bluthochdruck eingesetzt. Laut Ranbaxy Labs hat das Tocherunternehmen Ranbaxy Pharmaceuticals, Inc. mit Sitz in den USA, die Erlaubnis zur Herstellung und Vermarktung des Generikums Terazosin Hydrochlorid in Kapselform erhalten. Der zugrundeliegende Wirkstoff wird derzeit in den USA von Abbott und noch fünf weiteren Generikaherstellern verkauft. Die weltweiten Umsätze mit dem Wirkstoff, der gegen eine nicht kanzerogene Vergrößerung der männlichen Prostata zum Einsatz gelangt, beliefen sich im Jahr 2001 auf etwa $ 206,8 Millionen.

Luna
22-10-2002, 08:53
US-Präsident Bush wird einen Gesetzesvorschlag unterbreiten, der den Zugriff auf kostengünstigere Generika-Medikamente für den Verbraucher erleichten soll.

Mylan Labs hat Pfizer im Visier. ANDA für Pfizer´s Blockbuster Norvasc

Luna
06-01-2003, 00:07
Mylan Labs (MYL) (868270) nicht zu bremsen :cool:

Mylan Labs kann nach Kommentaren von UBS Warburg um 1,5% zulegen. Analyst Steven Valiquette will von Kontakten im Grosshandelsbereich erfahren haben, dass Mylan für eine neue Generika Arznei des ursprünglichen Mittels Synthroid von Abbott Labs bereits im März Quartal die Marktzulassung durch die FDA erhalten könnte. Somit wäre die Zulassung um 6 Monate eher als erwartet erteilt worden. Der grössere Zeitvorsprung könnte zusätzliche $50 Mio. Umsatz für Mylan bedeuten.

UBS Warburg bekräftigt das Buy Rating für Mylan Labs und erhöht das Kursziel von $40 auf $43.

http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=myl&compidx=aaaaa%3A0&ma=1&maval=100&uf=0&lf=1&lf2=4&lf3=1024&type=64&size=2&state=9&sid=3256&style=350&time=8&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=1672&mocktick=1

the mind
06-01-2003, 00:45
MYL (36,74$) sieht langfristig interessant aus, steuert aber momentan auf den massiven alltimehigh-widerstand bei 38$ zu, auch der +dmi mahnt zur vorsicht! ich denke, dass MYL dort erstmal abprallen bzw. eine pause einlegen wird! :rolleyes:

Odo
15-01-2003, 10:16
Das Klima für die Zulassung von Generika ist im Wandel begriffen, schneller und häufiger wollen die Zulassungsbehörden in Zukunft die Nachahmerprodukte der großen Markenpräparate zulassen und damit ihre Hersteller noch attraktiver als bisher erscheinen lassen. Bisher galten sie auch in schlechten wirtschaftlichen Zeiten als sichere Häfen, die großen Pharmahersteller, doch seit die US-Regierung sich dazu entschlossen hat, das Patentrecht zu revolutionieren und künftig den Schutz der Originalwirkstoffe zu verkürzen, fallen auch die einst als defensiv geltenden Pharmawerte mit dem Rest des Marktes. In den kommenden Jahren wird eine nicht unerhebliche Anzahl von Blockbustermedikamenten, also diejenigen mit Umsätze von mindestens $1 Milliarde jährlich, ihren Patenschutz verlieren und profitieren werden die Hersteller der Nachahmerprodukte, die man auch unter der Bezeichnung Generika kennt.

Doch die Hersteller von Nachahmerprodukten sind nicht erst seit diesem Umbruch im Patentwesen interessante Investitionskandidaten, Firmen wie Ivax Pharmaceuticals (IVX) und Watson Pharmaceuticals (WPI) sind bereits seit längerem die Lieblinge der Investoren. Grund hierfür war die Erkenntnis, dass die Nachfrage nach Medikamenten zwar stetig wächst, dass jedoch die Bevölkerung wie auch die staatlichen Versicherungsträger nicht länger gewillt sind, die horenten Preise der Pharmaunternehmen zu bezahlen. Diese Tatsache machten sich die Generikahersteller zu Nutze, indem sie identisch wirkende Kopien der Originalprodukte herstellten, diese jedoch auf Grund fehlender Forschungsausgaben wesentlich billiger abgeben konnten.

Doch leider haben auch Generika ihren Nachteil, einmal zugelassen führen sie zu rasanten Preiskriegen unter den Herstellern selbst, was widerrum dazu führt, dass die Umsätze einzelner Unternehmen durch überzogene Billigpreise ihrer Konkurrenten rapide absinken können. Bei der Investition in einen Generikahersteller ist deshalb oberstes Gebot, nur Unternehmen zu selektieren, die sich durch eine aggressive Zulassungsstrategie auszeichnen und über ein diversifiziertes Produktportfolio verfügen.
Wichtig ist darüber hinaus, sich auf die First-Mover zu konzentrieren, also diejenigen, die nach dem Auslaufen eines Patentes die Exklusivrechte zur Produktion eines Generikums erwerben. Diese Unternehmen erwerben damit das Recht, das Generikum für einen kurzen Zeitraum, meist ein halbes Jahr, exklusiv herzustellen und zu vermarkten. Das Ganze hat zwar lediglich den Sinn sicherzustellen, dass der Herstellungsprozess leicht reproduzierbar ist, doch für den ersten Generikahersteller bedeutet es nicht unerhebliche Umsätze und den Vorteil der Erste am Markt zu sein und sein Produkt zu etablieren. Erst wenn es dem ersten Unternehmen gelingt, ein äquivalentes Produkt zum Original auf den Markt zu bringen, genehmigt die FDA auch den übrigen Produzenten die Vermarktung des Produktes. Doch sobald die restlichen Unternehmen die Genehmigung zur Herstellung besitzen beginnt der Preiskampf, weshalb nur die Unternehmen überleben können, die es schaffen, ihre Herstellungskosten massiv zu senken, um trotz niedriger Preise immer noch anständige Gewinne zu erzielen.
Ein Unternehmen dem dies gelungen ist, ist Teva Pharmaceuticals, das mit immer neuen Generika den Markt überschwemmt und sich häufig die Exklusivrechte, d.h. das halbjährige alleinige Verkaufsrecht, sichert bevor die übrigen Generikahersteller den Markt mit immer billigerer Massenware überschwemmen. Darüber hinaus verfügt Teva über ein gutes Sortiment an Generika, was für stabile Umsätze von wesentlicher Bedeutung ist. Denn gewöhnlich dauert der Preiskampf nur etwa 12 bis 18 Monate, dann haben sich die Sieger am Markt etabliert und können mit relativ stabilen Verkaufszahlen rechnen. Watson Pharmaceuticals, ebenfalls eines der interessanteren Unternehmen der Generikabranche, generiert z.B. 70 Prozent seiner Umsätze mit generischen Wirkstoffen die bereits vor 1990 zugelassen wurden. Der Nachteil dieser relativ stabilen Umsätze ist aber ein meist nur geringes Umsatzwachstum, dass bei Watson im Vergleich zum Vorjahr nur etwa 2 Prozent betrug.
Im Gegensatz dazu generiert Pharmaceutical Resources (PRX) zwar nur etwa 30 Prozent seiner Umsätze mit Wirkstoffen, die den Generikastatus erst innerhalb der letzten 18 Monate erhalten haben, konnte dafür aber die Umsätze im vergangenen Jahr um satte 49 Prozent steigern. Doch auch das Produktportfolio eines Generikaherstellers sollte man als potenzieller Investor genau im Auge behalten. Barr Labs (BRL) zum Beispiel erzeugt 35 Prozent seines Umsatzes aus den Verkäufen von Tamoxifen, einer generischen Version von AstraZenecas Krebsmedikament Nolvadex. Das Produkt verfügt zwar über ein gewaltiges Marktpotenzial doch bereits im Februar werden wenigsten sechs andere Hersteller mit dem Verkauf von Tamoxifen starten und Barr Labs gehörig unter Druck setzen.
Eines ist jedoch sicher, die Lockerung des Patentrechtes wird den Generikasektor künftig noch attraktiver aussehen lassen, denn wie bereits Salomon Smith Barney anmerkte, werden die Hersteller von Generika nur durchschnittlich bei dem 12,7 fachen ihrer prognostizierten Gewinne für 2003 gehandelt, was im Vergleich zu den übrigen Sektoren des S&P 500 etwa 22 Prozent weniger ist. Und was darüber hinaus von Vorteil ist, ist die Tatsache, dass ein guter Generikahersteller mit umsatzstarken günstigen Produkten auch bei schlechtem wirtschaftlichem Umfeld, oder sollte man besser sagen gerade deswegen, noch mit einem stabilen Gewinnwachstum aufwarten kann.

the mind
21-01-2003, 06:31
MYL ist nicht zu bremsen, nach dem break und folgendem retest der 38$-marke tendiert MYL weiter zu neuen alltimehighs! :eek:

Luna
21-01-2003, 09:12
Bald folgt der Split.
Zudem ist MYL relativ kriegssicher. :cool:

Luna
21-01-2003, 20:48
...noch ein heisser Kandidat aus der Generic-Küche.

EON-Labs (NASDAQ:ELABS) dürfte über kurz oder Lang zum Giftbiss ansetzten. :D
Zu spüren bekam dies schon Elan Pharmaceuticals. Weitere Opfer folgen bestimmt.

http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=ELAB&compidx=aaaaa%3A0&comp=drg&ma=0&maval=9&uf=0&lf=1&lf2=0&lf3=0&type=64&size=2&state=8&sid=1090361&style=350&time=8&freq=1&nosettings=1&rand=3372&mocktick=1

Eskimato
03-02-2003, 02:47
Der Generika-Markt ist riesig, Ihr habt die Shooting-Stars

HITK und LCI vergessen.

Beide haben kürzlich einen 3 for 2 Split durchgeführt.

Gruss Eskimato

http://chart.bigcharts.com/bc3/quickchart/chart.asp?symb=HITK&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=9&uf=0&lf=1&lf2=0&lf3=0&type=2&size=2&state=8&sid=9198&style=320&time=8&freq=1&nosettings=1&rand=537&mocktick=1&rand=4324

http://chart.bigcharts.com/bc3/quickchart/chart.asp?symb=LCI&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=9&uf=0&lf=1&lf2=0&lf3=0&type=2&size=2&state=8&sid=2831&style=320&time=8&freq=1&nosettings=1&rand=2288&mocktick=1&rand=6341

Luna
17-05-2003, 23:22
Die Biotech-Industrie kommt in die Jahre und damit auch der Patentschutz der Produkte. Die Geburt der Biogenerika hat begonnen.

Noch ist es nicht soweit :bounce:

Nur wegen des noch laufenden Patentschutzes gibt es zur Zeit noch keine Biogenerika auf dem Markt. Für einige grosse Biopharmazeutika ist allerdings der Patentablauf absehbar. Wegen der Hochpreisigkeit der Erstanbieter, der vitalen Indikationen und der bis heute nicht abgeschlossenen Marktpenetration der Originale lassen Biogenerika daher aussergewöhnlich attraktive Umsatzpotenziale erwarten.

Ein lukrativer Markt :smokin:

Insulin, verschiedene Interferone zur Behandlung von Hepatitis beziehungsweise multipler Sklerose sowie monoklonale Antikörper zur Behandlung von Krebs und Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis, gehören heute zu den Spitzenprodukten von Pharma- und Biotech-Industrie. Noch im Jahr 1989 wurden damit weniger als USD 50 Mio. Umsatz erzielt. Heute beläuft sich das weltweite Marktvolumen für Biopharmazeutika auf rund USD 30 Mia., und bis ins Jahr 2010 sollte es sich noch einmal mehr als verdoppeln.

Bis zum Jahr 2006 werden 11 biopharmazeutische Produkte aus der ersten Generation biotechnischer Medikamente der Achtziger- und der frühen Neunzigerjahre mit heute über USD 13 Mia. Umsatz ihren Patentschutz verlieren. Biopharmazeutika sind ideale Kandidaten für die Nachahmung. Die Umsätze sind hoch, die Margen komfortabel und oft höher als für klassische Pharmazeutika, und die Verabreichung mit Spritze oder Infusion ist meist unkompliziert.

Einige Generikaproduzenten sind bereits dabei, Kopien zu entwickeln, oder versuchen, den Patentschutz zu umgehen. Es ist jedoch nicht in allen Fällen möglich, Patenthürden zu umgehen beziehungsweise. einen alternativen Weg für die Herstellung identischer Wirksubstanzen zu finden. Der Originalhersteller besitzt in der Regel das Patent nicht nur für die Wirksubstanz, sondern auch für den Herstellungsprozess und die Formulierung. Diese Patente können gestaffelt eingereicht werden, sodass nicht alle auf einmal ihren Schutz verlieren. Hinzu kommt eine Schutzklausel, der so genannte Orphan-drug-Status, der gewissen Produkten nach der Zulassung einen besonderen Exklusivitätsschutz von sieben Jahren in den USA und zehn Jahren in Europa bietet.

Die Produktion ist sehr aufwendig :pray:

Die Entwicklung und die Produktion von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sind nicht vergleichbar mit Entwicklung und Produktion von Pharmazeutika mit klassischen, chemisch definierten Wirkstoffen. Biopharmazeutika sind oft komplizierter aufgebaut als klassisch-chemische Medikamente. Für die Identifizierung eines biotechnologischen Medikaments genügt es nicht, sich nur auf physikalisch-chemische Parameter zu stützen. Es ist oft der Prozess, der hier das Produkt definiert. Kleine Änderungen in der Herstellung können die Qualität und die klinisch-therapeutischen Eigenschaften redikal verändern. Ein Beispiel dafür lieferte vor kurzem das Medikament Eprex® von Johnson & Johnson , das mit Epogen® von Amgen scheinbar identisch zu sein schien. Eprex® führte aber bei rund 180 Patienten zu einer Form von Blutarmut, die unter Epogen® bisher kaum zu beobachten war. Die Produkte Raptiva® von Genentech und Pegasys® von Roche mussten noch einmal einer Reihe klinischer Untersuchungen unterzogen werden, da der jeweilige Fabrikationsort geändert wurde. Diese Fälle zeigen deutlich, dass die Herstellung biopharmazeutischer Produkte äusserst komplex ist und selbst Biogenerikahersteller mit erfahrenem Management vor grosse Herausforderungen stellt.
Eine erfolgreiche Entwicklung muss zudem den gewünschten Wirkstoff in wirtschaftlich vertretbaren Mengen und möglichst hoher Reinheit anfallen lassen. Eine umfangreiche Erfahrung in Biotechnologie, die nicht nur die Entwicklungsfragen, sondern auch die spätere Produktion abdecken muss, ist dafür unabdingbare Voraussetzung.
Zudem erfordert die Entwicklung von Biogenerika auch ein grosses finanzielles Investment, das weit über dem für die Entwicklung üblicher Generika liegt.

Regelungen für die Zulassung fehlen noch :chatter:

In Europa bestehen nur ansatzweise behördlich verbindliche Regelungen für die Zulassung von Biogenerika. Erforderlich sind Standards, die Investitionen in Entwicklung und Produktion rechtfertigen, eine spezifische Regelung für Biogenerika gibt es gegenwärtig nicht, In den USA ist die Situation sogar noch komplizierter. Auch hier existieren weder Gesetzgebung noch klare Richtlinien der beiden Zulassungsinstanzen CBER/CDER für Biopharmazeutika oder Biogenerika.

Wen wird es treffen? :hammer:

Vom Ablauf der Patente wird zuerst der europäische Markt getroffen; in den USA sind die meisten Biopharmazeutika noch einige Jahre länger geschützt. Als Erste werden die heutigen Ersatztherapien mit Proteinmedikamenten (menschliches Wachstumshormon HGH oder Insulin) generisch werden.
Zu den begehrtesten Präparaten gehört wie angesprochen das Blutbildungshormon Epogen® (kurz Epo) vom weltweit grössten Biotech-Unternehmen Amgen . Dieses umsatzmächtigste Medikament aus der ersten Generation von Biopharmazeutika verliert nächstes Jahr seinen Patentschutz in Europa, in den USA fällt das erste Patent 2004, wobei weitere Patente das Produkt bis 2008 schützen. Epogen® ist ein Milliardenseller, weil es dem Unternehmen zuerst gelang, das menschliche Hormon für den Einsatz bei Nierenkranken und Dialysepatienten zu entwickeln.
Medikamente der zweiten biotechnischen Generation, etwa für den gezielten Einsatz von Antikörpern oder Zytokinen, werden diese Entwicklung gegen Ende dieses beziehungsweise Anfang des nächsten Jahrzehnts vollziehen, darunter möglicherweise erste monoklonale Antikörper (Bsp.: Herceptin® von Genentech/Roche gegen Brustkrebs oder Rituxan® von Idec/Genentech zur Behandlung von Blutkrebs). Humaninsulin ist schon heute generisch. Unternehmen wie Novo Nordisk oder Eli Lilly konzentrieren sich im Segment der mittleren und oberen Preise auf die Verbesserung der Produktion, der Qualitätskontrolle und der Darreichung; ihre ursprüngliche Kostenführerschaft haben sie an Untenehmen aus Osteuropa, Südostasien, China und Lateinamerika abgegeben.

Investoren müssen wachsam sein :unsure:

Mit der ersten ernst zu nehmenden Konkurrenz in Europa ist frühestens 2005/2006 zu rechnen, in den USA fünf bis acht Jahre später. Allerdings können sich politische und gesetzliche Rahmenbedingungen sehr rasch ändern. Die Kapitalanleger müssen daher ein wachsames Auge auf die Biogenerikaindustrie haben. Weniger bekannte Titel wie Sicor , American Pharmaceutical Partners, Stada und Ranbaxy können als interessante Portfoliokandidaten geprüft werden, während etablierte vorallem europäische Hersteller von Biopharmazeutika wie zum Beispiel Novo Nordisk oder Serono mit Blick auf die biogenerische Konkurrenz in Zukunft kritischer zu beurteilen sind.

buuzzz
19-05-2003, 14:29
CARA steht noch ganz an Anfang, hat aber schon erste Erfolge zu verzeichnen!
Ausser Konkurenz, da BB! :D

Luna
12-06-2003, 22:27
Jetzt erst recht :D

US-Präsident Bush sagte am Donnerstag, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA die Hindernisse bei der Zulassung von Generikamedikamenten in Zukunft beseitigen wolle. Ziel sei eine schnellere Marktzulassung von Generikas. Zudem wird die FDA Vorschriften ausgeben, die die Möglichkeiten einer Klage gegen Generika Hersteller einschränken soll. Bisher haben Hersteller von Originalmedikamenten oft Generika Hersteller verklagt, was den Marktzulassungsprozess deutlich verlangsamte.

Luna
31-07-2004, 11:54
Mylan hat sich King Pharma für 4Mia. USD geschnappt.

Für die Aktionäre von King Pharmaceuticals hat sich die Übernahme richtig gelohnt. Nach dem Gebot von 4 Mia. USD das Generkikahersteller Mylan bereit ist, für den Hersteller von Markenpharmazeutika zu bezahlen, kletterte die Aktie von King um mehr als 20 Prozent.


Mit dem Abschluss der Übernahme bis Ende 2005 werden 56 Prozent des vereinten Unternehmens den Anteilseignern von Mylan gehören, die restlichen 44 Prozent werden dann im Besitz der King-Anleger befinden. Die Fusion wird sich für beide Unternehmen lohnen, denn in letzter Zeit quälten Umsatzprobleme. Anders lässt sich wohl die nicht legitime Preispolitik für ihre Produkte nicht erklären. Vor einiger Zeit hat der Staatsanwalt von Florida eine Untersuchung gegen sechs Medikamentenhersteller, darunter auch Mylan, in die Wege geleitet. Mylan wird dabei vorgeworfen, gegen gültiges Gesetz im Hinblick auf die Preispolitik gegenüber Medicaid verstoßen zu haben. Auch King war jüngst wegen des Verdachts ungerechtfertigter Preise gegenüber Medicaid in das Kreuzfeuer der Börsenaufsicht und des Gesundheitsministeriums geraten.

Die beiden unternehmen dürften jetzt weit weniger Probleme haben, insgesamt werden sie 3 Mrd. Dollar Umsatz und etwa 650 Mio. Dollar operativen Cash-Flow haben. Hinzu kommt das gut ausgebaute Vertriebsnetz mit rund 1.400 Pharmavertretern, welche nun auch Mylans Produkte erfolgreich an den Kunden bringen sollen.

darkmark
03-08-2004, 15:16
Künstige Kaufgelegenheit für Mylan Laboratories?

Die Mylan Labs (http://www.mylan.com/) kaufen King Pharmaceuticals (http://www.kingpharm.com/default_king.htm) auf, um ihre Marktposition zu verbessern. Von der Börse wurde diese Übernahme aber bislang eher negativ aufgenommen. So sackte der Kurs in den letzten Wochen deutlich ab (http://finance.yahoo.com/q/bc?s=MYL&t=6m&l=on&z=m&q=l&c=).
Dies könnte für langfristig orientierte Anleger eine gute Einstiegs- oder Nachkaufgelegenheit sein.

KGV bzw. Price/Earnings-Ratio ist durch den Kursabfall natürlich auch ´runter.
Mylan Labs haben hohe Eigenkapitalrenditen, ein hervorragendes Gewinnwachstum und keine Schulden (Total Dept = 0) (siehe http://finance.yahoo.com/q/ks?s=MYL)

--

Die langfristige Kursentwicklung war ebenfalls hervorragend (siehe log. Langzeitchart: http://finance.yahoo.com/q/bc?s=MYL&t=my&l=on&z=m&q=l&c=).

Der Kurs steigerte sich in den letzten 15 Jahren von 0,95* am 02.08.1989 auf 14,69* am 02.08.2004. Das sind pro Jahr im Schnitt +20,03%. (Rechnung: 15te Wurzel aus (14,69:0,95) = 1,2003 => +20,03%)

* = close prices adjusted for dividends and splits

(siehe
http://finance.yahoo.com/q/hp?s=MYL&a=07&b=1&c=1989&d=07&e=3&f=1989&g=d
und
http://finance.yahoo.com/q/hp?s=MYL&a=07&b=1&c=2004&d=07&e=3&f=2004&g=d)

--

Mylan Labs hervorragende Gewinnentwicklung:
(Siehe Seite 20, Geschäftsbericht 2004, (Geschäftsjahr 2004 endete bei Mylan Labs am 31. März 2004)):

Net income per common share, diluted (prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Klammern):

2004: 1,21 (+26,04%)
2003: 0,96 (+5,49%)
2002: 0,91 (+600%)
2001: 0,13 (-75,47%)
2000: 0,53
Letzte 4 Jahre von 0,53 auf 1,21 gesteigert, d.h. im Schnitt pro Jahr um +22,92%.


Eigenkapitalrendite (Diluted net earnings per share : Diluted shareholders´ equity per share):

2004: 20,13%
2003: 18,75%
2002: 18,61%
2001: 3,27%
2000: 12,90%


Dividends per share in $ (prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Klammern):

2004: 0,10 (+25%)
2003: 0,08 (+14,29%)
2002: 0,07 (0%)
2001: 0,07 (0%)
2000: 0,07
In den letzten 4 Jahren von 0,07 $ auf 0,10 $ gesteigert, d.h. im Schnitt jährlich um +9,33%.

---



Schöne Grüße,

darkmark


P.S.:
Der geringe Gewinn 2001 und die niedrige Eigenkapitalrendite 2001 beruhen auf Zahlungen im Zusammenhang mit Gerichtsverfahren. (Siehe Geschäftsbericht 2004, Seite 20, Kleingedrucktes)

moony
27-08-2004, 21:39
Barr hat von der FDA die provisorische Genehmigung für Zoran erhalten.
Die abschließende Genehmigung und die Einführung soll am 24. Juni 2006 erfolgen.

moony
07-10-2004, 09:03
Barr hat eine vorläufige FDA-Zulassung für eine Generika-Version von Femhrt erhalten.

the mind
17-10-2004, 16:51
LCI belegte bei der alljährlichen top 200 small caps forbes-wahl den 3.ten platz und könnte nun einen kleinen push bekommen, da auch die - unter sinkendem volumen erreichte - psychologische marke von 10$ zu halten scheint.

aktuell: 10,22$
stop: 9,50$
midterm-target: ~13$

http://bigcharts.marketwatch.com/charts/big.chart?symb=lci&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=20%2C50%2C100%2C200&uf=0&lf=268435456&lf2=0&lf3=0&type=4&size=2&state=11&sid=2831&style=320&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=2734&mocktick=1

http://bigcharts.marketwatch.com/charts/big.chart?symb=lci&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=20%2C50%2C100%2C200&uf=0&lf=268435456&lf2=0&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=2831&style=320&time=10&freq=2&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=4227&mocktick=1

Schneewittchen
17-10-2004, 19:00
aha :chin: the mind generiert drogen :chin:

the mind
17-10-2004, 19:02
http://www.aktienboard.com/vb/attachment.php?attachmentid=27205

Schneewittchen
17-10-2004, 19:17
:chin:

the mind
17-10-2004, 19:24
probier doch mal :lol

http://www.bcbsok.com/graphics/generics2.jpg

moony
05-11-2004, 11:16
Barr hat im ersten Fiskalquartal einen Gewinn von 52,1 Mio. $ bzw. 49 Cents/Aktie erzielt.
Im VJFQ verdiente Barr 38,5 Mio. $ bzw. 37 Cents/Aktie.

Luna
06-12-2004, 21:23
Schlechte Kunde für Generics! Auch für 2005 sieht es flau aus!

Nach den Boomjahren 2002/03 setzte die Ernücherung ein. Mylan, Teva und Co. wurden zurück in die Realität geholt. Zumindest die Kurse der entsprechenden Aktien. Das Geschäft mit den Nachahmern läuft immer noch einwandfrei, die Dividende fliesst ohne Frage. Umsatz und Gewinn lassen sich aber nicht immer ins unermessliche steigern. Hier verliert der Normalo schnell einmal die Geduld, lässt die Aktie fallen.

Bereits Ende 2003 sah man das Unheil kommen und mancher der auf den neuen Trend setzte wurde eines besseren belehrt. Die Einstandskurse wanderten in unerreichbare Höhen. Frustverkäufe, Abstufungen und es kommt leider noch schlimmer.

2005 ein Pharmajahr!
So zumindest verkünden es die Experten. Ablaufende Originalpatente, der Lebensnerv der Generics, fehlen gänzlich. Zeit für die Originalhersteller sich zu erholen.
Also sollte man auf Pfizer und Co. setzten? Ich persönlich meine :Ja. Doch nicht zulange. Die nächste Welle kommt bestimmt. Mit Ihr die ersten auslaufenden Patente der Big Bio's. Amgen und Idec zum Beispiel. So sollte man im Prinzip schon wieder gewappnet sein für das was man hat und das was man möchte.
Manchmal ein schwieriges Unterfangen aber durchaus lukrativ.