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Buchfink
23.07.2004, 11:33
Odo hast Du noch Kapazitäten frei?

Bist ja die geborene Auskunftei:tup:

Odo
23.07.2004, 11:37
@Buchfink:
Bist ja die geborene Auskunftei
das weiß ich nur weil ich wie Pseudo kürzlich in einer ähnlichen Situation war. :)
Meine Vorkrankheiten wollten die kmpl. ausschließen :mad:,das konnte ich natürlich dann nicht unterschreiben :o

Pseudo
23.07.2004, 11:41
Oh weh, dann brauch ich erst gar nicht anfragen :(

gismick
23.07.2004, 12:47
Oh weh, dann brauch ich erst gar nicht anfragen :(

Warum Pseudo - hast Du schon Krankheiten oder Vorkrankheiten, wenn man fragen darf?

Odo
23.07.2004, 17:00
Warum Pseudo - hast Du schon Krankheiten oder Vorkrankheiten, wenn man fragen darf?
ich glaube schon,das dies so gemeint war :D ;)

Buchfink
23.07.2004, 17:10
Hat jemand was davon gehört, dass man ab 01.2005 eine gesetzl iche Zusatzversicherung für Zahnersatz auf gedrückt bekommt?
Soll nochmal 12 Euro extra kosten:angry:

Odo
24.07.2004, 11:42
Hat jemand was davon gehört, dass man ab 01.2005 eine gesetzl iche Zusatzversicherung für Zahnersatz auf gedrückt bekommt?
das ist doch schon ein alter Hut :o
Meine Info war das sich die Kosten auf 7-8 Euro pro Monat belaufen sollen :cool:

Buchfink
13.08.2004, 00:11
Heute Abend bei ZDF

Zahnersatz soll ab 01.2005 bei jemanden der 3500,- Euro verdient 6,80 kosten.

Der Rentner, der nur 1000 Euro oder weniger bekommt zahlt auch 6,80€

Das ist also die Kopfpauschale die von Frau Merkel gefordert und von Frau Schmidt abgelehnt wurde.

Bei den vielen Rentnern die es gibt, kann man so die Krankenkassen entlasten:bang:

Ca$hmandt
20.08.2004, 10:47
Gesundheitsreform wirkt
AOK machen Plus

Die Gesundheitsreform scheint zu wirken. Erstmals seit Jahren haben die Allgemeinen Ortskrankenkassen einen Überschuss erwirtschaftet. Das berichtet die "Bild"-Zeitung am Freitag. Im ersten Halbjahr 2004 habe der Überschuss 960 Mio. Euro betragen. Im Vergleichszeitraum 2003 hätten die AOK ein Defizit von 806 Mio. Euro verzeichnet.

AOK-Vorstandschef Hans Jürgen Ahrens kündigte Beitragssenkungen an. "Endlich ist ein Erfolg des Gesundheitsreform-Gesetzes zu verzeichnen", so Ahrens.

Das jetzige Einnahmeplus ergebe sich nach Kassenangaben daraus, dass allein die Ausgaben für Arzneimittel, Krankengeld und Fahrtkosten um bis zu zwölf Prozent zurückgegangen sind.

Wie stark der durchschnittliche Beitrag von derzeit 14,2 Prozent gesenkt werde, sei noch nicht klar, sagte ein AOK-Sprecher am Freitag. Die von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) angepeilte Senkung auf 13,6 Prozent sei langfristig erreichbar, aber noch nicht zum 1.1. 2005. Ein Teil des Überschusses müsse für den Schuldenabbau eingesetzt werden.

Auch die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) kündigte am Freitag Beitragssenkungen zum Jahresende an.

n-tv.de

gismick
20.08.2004, 11:30
Heute Abend bei ZDF

Zahnersatz soll ab 01.2005 bei jemanden der 3500,- Euro verdient 6,80 kosten.

Der Rentner, der nur 1000 Euro oder weniger bekommt zahlt auch 6,80€

Das ist also die Kopfpauschale die von Frau Merkel gefordert und von Frau Schmidt abgelehnt wurde.

Bei den vielen Rentnern die es gibt, kann man so die Krankenkassen entlasten:bang:

Buchfink,

hattest Du Dir das angesehen und hast Du weitere Infos?

Buchfink
20.08.2004, 16:23
Eigentlich nur, dass es ab 2005 los gehen soll und jeder, außer den Kindern diese Kopfpauschale zahlen muß.

Es wird von der SPD abgelehnt und von der Opposition gefordert. Es wurde gesagt, dass Angela Merkel, so die Kopfpauschale vorbereiten wolle, die sie sofort einführen will, wenn sie dann an der Regierung ist.

Es kommt also noch einiges auf uns zu. So oder so. Wie die Partei heißt die oben ist, ist egal. Wobei ich glaube, dass die Einschnitte ins soziale Netz bei der CDU noch weitaus gravierender sein werden.

Zitat Angela Merkel: Es ist bei Weitem nicht genug:rolleyes:

Ca$hmandt
26.08.2004, 13:08
Bürgerversicherung
Umstrittenes SPD-Modell

Das Konzept für eine gesetzliche Bürgerversicherung ist in der SPD noch umstritten. Die zuständige Arbeitsgruppe kam am Donnerstag in Berlin zusammen, um abschließend über ihre Pläne zu beraten. Umstritten ist vor allem, ob zusätzliches Geld für die Krankenkassen aus Kapitalvermögen der Versicherten in Form von Beiträgen oder als Steuern erhoben werden sollen. Einer Steuerlösung neigt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zu. "Das ist die gerechtere Lösung", sagte sie in Berlin. Auf Mieten und Pachten keine Krankenkassenbeiträge zu erheben, nannte sie richtig.

Grundsätzlich sollen in die Bürgerversicherung auch Beamte, Selbständige und Besserverdienende aufgenommen werden. Schmidt sagte, es müssten noch Wege geprüft werden, wie die Versicherung für die Beamten aussehen könne. Sie plädierte für einen stärkeren Wettbewerb zwischen der gesetzlichen Versicherung und den Privatkassen.

Schmidt sprach sich gegen übereilte Entscheidungen aus. Die Arbeitsgruppe unter Leitung der Parteilinken Andrea Nahles sollte vor allem die grundsätzliche Machbarkeit der Neuregelung prüfen. Sie will ihr Konzept dem SPD-Vorstand vorlegen, der am Wochenende zu einer Klausursitzung zusammenkommt. Über die Eckpunkte der Reform soll nach dem Willen der SPD-Spitze jedoch erst im Juni 2005 entschieden werde. Beschlossen werden soll das Konzept auf dem nächsten Bundesparteitag Ende 2005.
n-tv.de

Ich
26.08.2004, 13:27
Verwaltungskosten der Krankenkassen auf Rekordniveau


ddp

BERLIN. Die Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr mit 8,2 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreicht. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte am 13. Juli einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Die Welt“. Der Zeitung zufolge ist der Anteil für Verwaltung an den Gesamtausgaben der Kassen um 2,3 auf 5,66 Prozent gewachsen.

Der Kostenanstieg lasse sich auf die allgemeine Ausgabenentwicklung zurückführen, sagte eine Ministeriumssprecherin in Berlin. „Alle Ausgaben der Krankenkassen sind gestiegen - damit auch die Verwaltungskosten“, sagte sie. Allerdings würden die Verwaltungskosten mit der Gesundheitsreform „strikt beschränkt“. So dürften die sie nicht stärker steigen als die Einnahmen.

„Die Verwaltungskosten explodieren nicht“, betonte ein Sprecher des AOK-Bundesverbandes. Würde die Steigerung der Ausgaben auf die einzelnen Versicherten umgelegt, ergebe sich eine Erhöhung von 113,29 Euro im Jahr 2002 auf 116,47 Euro in 2003. Dies sei eine „sehr moderate Entwicklung“, sagte der Sprecher der größten deutschen Krankenversicherung.

Der AOK-Sprecher sah den Kostenanstieg „durch die Reformen der letzten Jahre“ begründet. Als Beispiele nannte er den hohen Verwaltungsaufwand für Sozialhilfeempfänger sowie den hohen Personalbedarf für Härtefallregelungen im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform. Die Kosten seien aber auch infolge von Investitionen in die bessere Betreuung für Krankengeldempfänger und des wachsenden Beratungsbedarfs der Versicherten gestiegen. Gleichzeitig habe die AOK seit 1996 aber auch rund 19 Prozent ihres Personals abgebaut und so Kosten gespart.

Ähnlich argumentierte der Sprecher der Ersatzkassenverbände, Martin Plass. Die Kassen hätten immer neue und mehr Aufgaben vom Gesetzgeber bekommen. Ein Beispiel dafür sei die Einführung neuer Fallpauschalen im Krankenhausbereich. Plass fügte hinzu, obwohl die großen Versorgerkassen junge und gesunde Mitglieder verloren hätten, seien die Kostenaufwendungen für die verbleibenden Mitglieder nahezu unverändert geblieben. Gleichzeitig seien „verwaltungsaufwendige Kapazitäten“ abgebaut worden./ddp

Quelle: Deutsches Ärtzeblatt (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=16911) 13. Juli 2004

gismick
30.08.2004, 11:17
Verwaltungskosten der Krankenkassen auf Rekordniveau

.....

Quelle: Deutsches Ärtzeblatt (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=16911) 13. Juli 2004


Ist doch eigentlich auch klar, oder?
KK haben alleine dieses Jahr hohe Verwaltungskosten um die "10€ Praxisgebühr" zu verwalten......mit allem was dazu gehört wie das Mahnwesen! :D ;)

gismick
02.09.2004, 09:22
Die Krankenkassen haben das erste Halbjahr nach Angaben von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt mit einem Überschuss von zweieinhalb Milliarden Euro abgeschlossen.

"Die Gesundheitsreform wirkt", sagte Schmidt den "Aachener Nachrichten".

Nach einem Plus von 950 Millionen Euro im ersten Quartal habe sich der Positiv-Trend im zweiten Quartal noch einmal deutlich verstärkt.

"Die Kassen müssen jetzt die Beiträge senken", forderte Schmidt. In der Gesundheitsreform seien für 2004 rund 1,5 Milliarden Euro zum Schuldenabbau vorgesehen gewesen. "Die Kassen haben also Spielräume, und ich erwarte, dass sie diese im Sinne der Versicherten nutzen." Besonders deutlich seien die Ausgaben mit minus 1,673 Milliarden Euro in den ersten sieben Monaten bei den Arzneimitteln zurück.

Na dann mal nur zu - die Rücklagen scheinen damit schliesslich gesichert zu sein und wenn das zweite halbe Jahr ähnlich verläuft.....was sollte gegen eine Senkung sprechen?
Was machen Eure Kassen? Habt Ihr schon Signale zur Senkung bekommen?
Meine bisher noch nicht :rolleyes: !

Ca$hmandt
02.09.2004, 09:25
jep! :dunce:

Finanzplus der BKK Dr. Oetker im
zweiten Quartal 2004

Beitragssenkung für 2005 geplant

Die Betriebskrankenkasse (BKK) Dr. Oetker meldet für das zweite Quartal 2004 eine positive Finanzentwicklung und beständiges Mitgliederplus. Durch Einsparungen der Gesundheitsreform konnte zur Jahresmitte ein Überschuss von 1,1 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Zurückzuführen sei dies nicht zuletzt auf gesunkene Arzneimittelausgaben sowie geringere Kosten für Arzt- und Zahnarztbesuche durch die Praxisgebühr, so der Vorstandsvorsitzende Klemens Kläsener. Auch der Wachstumstrend hält ungebremst an. Immerhin konnte die BKK seit Jahresanfang zusätzlich über 13.000 Versicherte verbuchen.

Als eine der wenigen bundesweit geöffneten Kassen ist die BKK Dr. Oetker schuldenfrei und bedient keinerlei Kredite. Bei gleich bleibend guter Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte, wird sie die erzielten Überschüsse an ihre 52.000 Versicherten und 12.500 Firmenkunden weitergeben können. Eine Beitragssenkung wird somit voraussichtlich zum Jahresanfang 2005 möglich.

Bereits jetzt liegt die zweitgrößte Betriebskrankenkasse Ostwestfalens mit einem Beitragssatz von 13,4 Prozent 0,9 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt.

möchte jemand wechseln??? :)

siko®
02.09.2004, 09:30
möchte jemand wechseln??? :)

:spam: :lol

Ca$hmandt
02.09.2004, 09:35
wieso spam??? :D

Werden Sie aktiv! Tolle Prämien warten auf Sie! :D


Die BKK Dr. Oetker ist eine bundesweit geöffnete Betriebskrankenkasse und somit für jedermann zugänglich. Als Versicherter der BKK Dr. Oetker haben Sie die Garantie für ein starkes und vielfältiges Leistungsangebot. Denn neben den gesetzlichen Standards bietet die BKK Dr. Oetker umfassende Extras. Dazu gehören z. B. einmalige Angebote zur Gesundheitsvorsorge - von Aktivwochen über Gesundheitskurse bis hin zu maximalen Zuschüssen zu Vorsorge- und Rehabilitationskuren und einiges mehr!

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Es können auch Personen teilnehmen, die nicht bei der BKK Dr. Oetker krankenversichert sind!

siko®
02.09.2004, 09:43
http://www.my-smileys.de/smileys1/spam_2.gif :D

gismick
02.09.2004, 09:46
cashi - die Beitragssenkung ist ja nur geplant, aber noch keine beschlossene Sache! ;)

siko meint wahrscheinlich Deine Aussage " möchte jemand wechseln??? " und sieht diese als "Werbung" ;)

Ca$hmandt
02.09.2004, 09:47
mir liegt doch lediglich das wohl meiner mitmenschen am herzen siko, du müsstest mich doch langsam als uneigennützigen, sozial eingestellten menschen kennen! :D durch einen wechsel sparen sie ein paar euro und können sich so was zu essen kaufen! :behh:

siko®
02.09.2004, 09:49
mir liegt doch lediglich das wohl meiner mitmenschen am herzen siko, du müsstest mich doch langsam als uneigennützigen, sozial eingestellten menschen kennen! :D durch einen wechsel sparen sie ein paar euro und können sich so was zu essen kaufen! :behh:

:angry: Und ich bin Privatpatient :angry: Alle können Essen gehen nur ich nicht! :D

und jetzt http://www.my-smileys.de/smileys1/Back_2_Topic.gif

Ca$hmandt
02.09.2004, 09:51
och da kann ich aber auch hilfreich zur seite stehen:

www.ivm-broker.de

nicht das ich jetzt hier spam verbreite oder so, wie gesagt völlig uneigennützig! :D

Ca$hmandt
02.09.2004, 11:36
Volle Kasse bei den Kassen

BKK mit Überschüssen in Folge der Gesundheitsreform


Die deutschen Betriebskrankenkassen (BKK) haben einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) zufolge in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 503 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet. Das Blatt beruft sich auf Berechnungen des BKK-Bundesverbandes. Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres hatten die BKK noch ein Defizit von 246 Millionen Euro verzeichnet.

Versicherte könnten wegen der verbesserten Finanzlage mit weiteren Beitragssenkungen rechnen, schreibt das Blatt. Zum 1. September senkt demnach die Bahn-BKK ihren Beitragssatz von 14,2 auf 13,9 Prozent, die SEL BKK verringert ihren Beitrag von 14,6 auf 14,3 Prozent.
Die Allgemeinen Ortskrankenkassen, Ersatz- und Innungskrankenkassen hatten bereits vor anderthalb Wochen ihre vorläufigen Rechnungsabschlüsse für das erste Halbjahr vorgelegt und durchweg Überschüsse ausgewiesen. Grund sind sinkende Ausgaben im Zuge der Gesundheitsreform.

(N24.de, ddp)

gismick
02.09.2004, 12:18
Na Mahlzeit....da senken erst einmal die wohl absolut teuresten BKK´s :nooo:

siko®
02.09.2004, 12:20
Na Mahlzeit....da senken erst einmal die wohl absolut teuresten BKK´s :nooo:

Die billigsten, also eher wirtschaftlich denkenden müssen doch erst mal sehen, was sie in den "Lastenausgleich" einzahlen müssen! :D

Ich
02.09.2004, 12:46
AOK-Sachsen 12,90 %
(jetziger Beitrag)

Macht Sinn - Meine Angestellten (auch die aus Berlin) fanden den Beitragssatz schon voriges Jahr sehr interessant... :D

gismick
02.09.2004, 13:10
Hier die Aussage meiner KK warum und wieso die Beiträge zum 1.7.04 um 0,9% angepaßt werden mußten:

Die Ursache dieser Preisanhebung ist nicht hausgemacht. Vielmehr wird die BKK FTE wie andere Betriebskrankenkassen dazu herangezogen, aufgelaufene Schulden bei defizitären Krankenkassen auszugleichen und damit deren drohende Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Zusätzlich versuchen die betroffenen Kassen-Verbände, Vorsorge für weitere Sanierungsfälle zu treffen und verlangen Einzahlungen in Haftungsfonds.

Weil die BKK FTE mit 12,9 Prozent einen besonders günstigen Beitragssatz anbieten konnte, ist sie im Rahmen der Haftungsregeln proportional stärker am Ausgleich fremder Schulden beteiligt. Die Anhebung des Beitragssatzes ist also allein auf die Einzahlungen in Haftungsfonds zurückzuführen und nicht in den Leistungsausgaben oder im Management der Kasse begründet.


Ich,
könnte doch sein, dass die auch noch einmal nachlegen werden, aber nach oben....?

Ca$hmandt
02.09.2004, 13:13
gis genau das war auch bei mir der fall von 12,9 auf 13,5 galube ich. jetzt kam aber die meldung das zum jahreswechsl wieder gesenkt wird!

gismick
02.09.2004, 13:24
nachgefragt habe ich auch schon, aber man sagte, dass man erst einmal den "positiven Trend" abwarten wolle bevor man zu früh die Beitragssenkung aussprechen würde. :rolleyes:

Ich
02.09.2004, 13:30
Ich,
könnte doch sein, dass die auch noch einmal nachlegen werden, aber nach oben....?

Die sind schon leit letzteM Jahr immer billiger als alle anbderen, hat mich auch gewundert, denn der einen Angestellte von uns, ist dann von AOK-Berlin nach AOK-Sachsen gewechselt und hat merklich mehr Kohle netto gehabt...

AOK - Sachsen (http://www.aok.de/index.php?bl_neu=15&aok_sess_abl=15&sid=)

Fand ich natürlich auch nicht schlecht, denn der Arbeitgeberanteil ist natürlich auch etwas niedriger ;)

Gruß Ich...

Ca$hmandt
06.09.2004, 08:52
Praxisgebühr
3,1 Mio. befreit

Fast ein dreiviertel Jahr nach dem Start der Gesundheitsreform müssen immer mehr gesetzlich Krankenversicherte beim Arzt und in der Apotheke nichts mehr dazu zahlen. Nach einer Umfrage der "Bild"-Zeitung unter den großen Krankenkassen sind bundesweit mittlerweile 3,1 Millionen Versicherte von allen gesetzlichen Zuzahlungen wie Praxisgebühr und Arzneimittel-Zuschlägen befreit.

Die Kassen begründeten die Freistellung mit den seit Januar gültigen Belastungsgrenzen. Danach sind alle gesetzlich Versicherten von Zuzahlungen befreit, die seit Jahresbeginn zwei Prozent ihres Brutto-Jahreseinkommens für Praxisgebühr, Krankenhaus- und Arzneizuzahlungen ausgegeben haben. Für chronisch Kranke liegt diese Grenze bei einem Prozent.

n-tv.de

gismick
09.09.2004, 13:40
Nur noch bis zum 30.09. hat man die Möglichkeit zur "normalen" Kündigung!!!!

Wer also eine neue Krankenkasse sucht.....Beeilung ist angesagt!

Odo
09.09.2004, 13:50
eigentlich suche ich eine Gesundheitskasse :rolleyes:

Digedag
09.09.2004, 13:58
http://www.aok-business.de/ :bang:

Odo
09.09.2004, 14:16
:bang: :bang:

Digedag
09.09.2004, 14:18
was war denn jetzt wieder falsch. :eek: :( :rolleyes:

Odo
09.09.2004, 14:24
:D Dödel Digedag :D

Ca$hmandt
15.09.2004, 13:00
Starttermin gefährdet
Kommt Gesundheitskarte später?

Der pünktliche Start der neuen Gesundheitskarte kann laut einem Zeitungsbericht womöglich nicht eingehalten werden. Kassen, Ärzte und Apotheker wollten sich bis Ende September auf wichtige Einzelheiten der Karte einigen. Wichtige Fragen zum 1,8 Milliarden Euro teuren IT-System :eek: seien aber weiterhin ungeklärt, berichtete das "Handelsblatt".

Der Chef des Kartenherstellers Giesicke & Devrient, Willi Berchthold, hält den Termin deshalb für gefährdet. "Wenn das Arbeits- und Entscheidungstempo der letzten neun Monate so weitergefahren wird, kann der Januar nicht gehalten werden", sagte Berchthold.

Auch Jürgen Kuttruff vom Münchener Chiphersteller Infineon ist skeptisch, ob die Gesundheitskarte pünktlich kommt. Damit der Termin eingehalten werden könne, sollten die Spezifikationen innerhalb der kommenden Wochen endgültig verabschiedet werden, sagte er gegenüber der Zeitung. Infineon würde ein wichtiger Liferant der neuen Gesundheitskarte werden.

Uneinigkeit über Speicherung der Patienten-Daten

Uneinigkeit zwischen den Beteiligten gibt es beispielsweise darüber, wo die Patienten-Daten gespeichert werden sollen. Die Kassen wollen möglichst viele Daten auf der Gesundheitskarte speichern, Apotheker und Ärzte wollen die Informationen auf einem Server ablegen. Die Apotheker fürchten, dass Versicherte mit der Karte Medikamente nicht mehr in der Apotheke kaufen, sondern im Versandhandel.

Zur Klärung der offenen Fragen hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) laut "Handelsblatt" für kommenden Mittwoch zu einem Krisentreffen in ihr Ministerium eingeladen. Auf Anfrage bestätigte eine Sprecherin das Treffen. Es handele sich jedoch um "ein reguläres Treffen", sagte sie gegenüber n-tv.de. Das Ministerium habe die Vorleistungen für die Gesundheitskarte erbracht. "Jetzt muss die Selbstverwaltung in Bewegung kommen." Der Termin Anfang 2006 stehe jedoch nicht in Frage.

Karte soll Gesundheitskosten um eine Milliarde senken

Mit der Gesundheitskarte ist nun ein weiteres Vorzeigeprojekt der Bundesregierung gefährdet. :rolleyes: (mal was ganz neues)
Die neue Karte soll die Versichertenkarte ersetzen. Sie soll wesentlich mehr Daten enthalten, fälschungssicher sein und elektronische Rezepte ermöglichen. Außerdem soll sie verhindern, dass Unbefugte die Karte für Arztbesuche nutzen. Gesundheitsministerin Schmidt will dadurch eine Milliarde Euro sparen.

Rund 70 Millionen Karten sollen ausgegeben werden. Hinzu kommen 400.000 für Ärzte und Apotheker. Bei ihnen besteht die Bundesärztekammer dem "Handelsblatt" zufolge darauf, dass die Kassen die Kosten von etwa sechse Millionen Euro übernehmen. Die Kassen lehnen das ab.

Udo Barske, Sprecher des AOK-Bundesverbandes, sagte der Zeitung, nach seiner Ansicht könne der Zeitplan eingehalten werden, auch wenn es interne Auseinandersetzungen um die richtige Auslegung des Projektes gebe. Hinter vorgehaltener Hand heiße es jedoch bei den Krankenkassen, die Gespräche seien festgefahren.

n-tv.de

Ca$hmandt
16.09.2004, 12:50
Unions-Streit
Stufen statt Kopfpauschale

Im Unions-Streit um die Gesundheitspolitik sinken die Chancen auf eine Einigung. Nach Informationen des "Münchner Merkur" hat die CSU in München den Grundstein für ein eigenes Modell gelegt, das die Einführung von zehn nach Einkommen gestaffelten Tarifen vorsieht. Die CDU dagegen will weiter an einer einheitlichen Kopfpauschale für Kassenpatienten festhalten.

Wie es nach einer Arbeitssitzung der CSU-Sozialexperten in München von Seiten mehrerer Teilnehmer hieß, sei das Modell von Bayerns Gesundheitsministerin Christa Stewens deutlich praktikabler als eine einheitliche Pauschale. Stewens' Modell sehe die Einführung von zehn Stufenprämien vor, die sich an der Höhe des Einkommens orientierten. Der Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung soll eingefroren und direkt an die Kassen überwiesen werden, schreibt das Blatt. Die CDU dagegen will den Anteil an die Versicherten ausbezahlen.

Teilnehmer erklärten dem Bericht zufolge nach der Sitzung, es sei ausgeschlossen, dass die CSU dem Kopfpauschalen-Modell der Schwesterpartei in der jetzigen Form zustimmen werde. Die Pläne der CDU seien nicht finanzierbar und verursachten enorme Bürokratie, da zur Ermittlung der Pauschalen bundesweit 20 Mio Haushalte von den Finanzämtern überprüft werden müssten, sagte ein Vertreter der CSU-Spitze.

Nach Informationen der Zeitung will CSU-Chef Edmund Stoiber in zwei Wochen parteiintern über das Stufenprämien-Modell entscheiden lassen. Anfang Oktober soll der Vorschlag bei einem Spitzentreffen der Generalsekretäre und Finanzexperten beider Parteien in Berlin diskutiert werden.

n-tv.de

Ca$hmandt
30.09.2004, 08:30
Der Plan von gesetzlichen Krankenkassen, Ärzten, Apothekern und Krankenhäusern, bis Donnerstag ein gemeinsames Konzept zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte vorzulegen, ist vorerst gescheitert.

Es seien noch zu viele Fragen offen, teilten die beteiligten Organisationen in Berlin mit. Da die Krankenkassen eine Reihe von Vorschlägen erst kurzfristig vorgelegt hätten, habe die Zeit gefehlt, sämtliches Material eingehend zu überprüfen. Das Bundesgesundheitsministerium hatte von Ärzten, Kassen, Krankenhäusern und Apothekern bis zum 1. Oktober eine Vereinbarung gefordert.

Die neue Gesundheitskarte soll ab 2006 schrittweise die heutige Versichertenkarte ersetzen. Sie soll langfristig auch wesentlich mehr Daten erhalten, fälschungssicher sein und die Einführung des elektronischen Rezepts ermöglichen. An die Versicherten sollen etwa 70 Millionen Karten ausgegeben werden. Hinzu kommen noch gut 400.000 Karten für Ärzte und Apotheker. Das Ministerium verspricht sich davon Einsparungen in Milliardenhöhe.

Nun müsse das Ministerium entscheiden, wie weiter verfahren werden solle, hieß es in Kassenkreisen. Denkbar sei eine Fristverlängerung für die Einigung der Selbstverwaltung. Das Ministerium kann den Rahmen für die Einführung der Gesundheitskarte aber auch gesetzlich festlegen. Offen ist, ob durch das Scheitern der Selbstverwaltungs-Gespräche der Zeitplan für die Einführung der Gesundheitskarte ab dem 1. Januar 2006 gefährdet ist.

Modellversuche sollten bereits Anfang 2005 beginnen. Acht Bundesländer haben Modellregionen nominiert. Die Auswahl wird erst in einigen Wochen getroffen. Die Verbände betonten in einer gemeinsamen Erklärung, sie wollten weiter an dem Vorhaben der Gesundheitskarte arbeiten.

Ärzte, Kassen und Apotheken streiten unter anderem darüber, ob die Daten auf der Karte gespeichert oder auf einer zentralen Festplatte gespeichert werden sollen. Wie viele Daten gespeichert werden, soll der Versicherte selbst entscheiden. Durch die Karte werden jährliche Einsparungen von bis zu zwei Milliarden Euro erhofft.

n-tv.de

Ca$hmandt
04.10.2004, 12:36
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) drängt die gesetzlichen Krankenkassen zur Senkung ihrer Beiträge. "Die Kassen müssen und sollen die Überschüsse für Beitragssenkungen einsetzen", sagte der Kanzler in einem Fernseh-Interview. Sollten sich die Kassen verweigern, "werden wir eine harte Auseinandersetzung mit denen zu führen haben, die da zu entscheiden haben".

Dagegen kritisieren die Krankenkassen die gesetzliche Verpflichtung zu Beitragssenkungen im kommenden Jahr. "Es ist keineswegs auszuschließen, dass Krankenkassen durch die nun festgeschriebene Beitragssenkung in finanzielle Schwierigkeiten kommen", sagte die Vorstandsvorsitzende des Ersatzkassenverbandes VdAK, Doris Pfeiffer, der "Berliner Zeitung". Die Beitragsgestaltung der Krankenkassen sei "nicht Sache des Gesetzgebers".

Zuvor hatte die rot-grüne Mehrheit im Bundestag beschlossen, dass gesetzlich Krankenversicherte vom 1. Juli 2005 an Zahnersatz und Krankengeld durch einen einkommensabhängigen Sonderbeitrag von 0,9 Beitragspunkten selbst finanzieren müssen - also ohne Beteiligung der Arbeitgeber. Gleichzeitig sind die Krankenkassen dazu verpflichtet worden, ihre Beitragssätze in gleicher Größenordnung zu senken.

Pfeiffer sagte, dass die Krankenkassen Entlastungen durch die Neuordnung beim Zahnersatz und dem Krankengeld selbstverständlich an ihre Versicherten weitergeben werden. "Eine pauschale Beitragssenkung ist weder sinnvoll noch verantwortungsvoll." Manche Kassen hätten ihre Beitragssätze bereits im Vorgriff auf zu erwartende Entlastungen gesenkt, andere seien durch den vorgeschriebenen Schuldenabbau finanziell eingeengt.

n-tv.de

Odo
12.10.2004, 10:30
Der Freiburger Wirtschaftsprofessor Bernd Raffelhüschen erwartet, dass die gesetzlichen Krankenkassen ihre Beiträge bald auf breiter Front anheben müssen: Der Gesundheitsexperte rechnet mit einem Anstieg der Beitragssätze auf über 15 Prozent.



Hamburg - Raffelhüschen begründete die Erhöhungen mit steigenden Kosten der Krankenkassen: Er erwarte, dass die Versicherten trotz Praxisgebühr wieder öfter zum Arzt gehen, sagte er der "Bild"-Zeitung. So lasse die Steuerungswirkung der Gesundheitsreform nach.

Ende 2003 hatte der durchschnittliche Beitragssatz bei 14,3 Prozent gelegen. Damit ist der Satz noch sehr weit von der Vorgabe von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) entfernt, die eine Senkung auf 13,6 Prozent angekündigt hatte.

Schmidt betonte im ZDF-"Morgenmagazin" erneut, dass die Kassen Potenzial für eine Senkung der Beiträge besäßen. Sie warf den Kassen vor, "vorgeschobene Argumente" zu benutzen, um die Senkungen hinauszuzögern. Es habe in diesem Jahr in den ersten drei Quartalen Einsparungen und eine Rückgang bei den Arzneimittelausgaben gegeben, sagte die Ministerin. Deshalb rechne sie spätestens im Sommer 2005 mit sinkenden Beiträgen. "Im kommenden Jahr werden zunächst einmal die allgemeinen Beitragssätze per Gesetz um 0,9 Prozent abgesenkt", so Schmidt. Jedoch hätten die Kassen "mehr Potenzial, und die können auch mehr absenken".

Durch die Gesundheitsreform sollen die Krankenkassen im laufenden Jahr um knapp zehn Milliarden Euro entlastet werden. Ziel der Reform, die zum erheblichen Teil über die höheren Zuzahlungen und Praxisgebühren der Patienten finanziert wird, ist die Senkung der von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gezahlten Beiträge. Das Reformgesetz verpflichtet die Krankenkassen deshalb, Einsparungen an die Versicherten weiter zu geben.


das die Beiträge gesenkt werde,daran habe ich eh nie geglaubt,bin ja nicht mit dem Klammersack gepudert :hmpf: :bang:

Ca$hmandt
12.10.2004, 11:18
"Im kommenden Jahr werden zunächst einmal die allgemeinen Beitragssätze per Gesetz um 0,9 Prozent abgesenkt",


wie witzig, und gleichzeitig müssen wir 0,9% mehr zahlen für zahnersatz und krankengeld, :angry:

Ca$hmandt
12.10.2004, 12:56
Studie: Krankenkassenbeitrag könnte bei 11,8 liegen

Entscheidungen der Politik haben die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) laut einer Studie in den vergangenen Jahren drastisch in die Höhe getrieben. Ohne die Verlagerung von anderen Aufgaben der sozialen Sicherung auf die Krankenkassen würde der monatliche Durchschnittsbeitrag derzeit bei 11,8 Prozent und nicht bei 14,1 Prozent liegen, ergab die am Dienstag in Berlin veröffentlichte Studie des Fritz-Beske-Instituts für Gesundheits-System-Forschung (IGSF). Allein durch die Hartz-Gesetze zur Arbeitsmarktreform würden die Krankenkassen in diesem Jahr mit rund 1,6 Milliarden Euro und im kommenden Jahr mit knapp drei Milliarden Euro belastet.

Das IGSF nahm seit 1977 verabschiedete Gesetze und ihre Folgen für die GKV unter die Lupe. So habe das Krankenversicherungs-Kostendämpfungsgesetz von 1977 bis einschließlich vergangenes Jahr für Mehrbelastungen der gesetzlichen Kassen von 19,6 Milliarden Euro gesorgt. Die Gesetzgebung seit 1989 habe den Kassen zusätzliche Aufgaben mit einem Volumen von 30,41 Milliarden Euro aufgebürdet.

Ohne diese Milliardenbelastungen könnte der Beitragssatz laut IGSF-Chef Fritz Beske 2,3 Prozentpunkte niedriger liegen. Falls zudem versicherungsfremde Leistungen im weiteren Sinne wie die Mitversicherung von Ehepartnern und Kindern herausgerechnet würden, würde der Durchschnittsbeitrag unter zehn Prozent fallen.

"Die Politik muss ehrlich mit der finanziellen Situation der gesetzlichen Krankenversicherung umgehen", forderte Beske. Weder die Struktur noch die Art der Finanzierung der GKV könnten für die Finanzsituation der Krankenkassen verantwortlich gemacht werden. Diese gehe maßgeblich auf die politischen Entscheidungen zurück.

Schmidt: Druck auf Kassen

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) macht weiter Druck auf die Krankenkassen für eine Senkung der Versichertenbeiträge. Das Potenzial sei da, unter 14 Prozent zu gehen, sagte Schmidt im ZDF-"Morgenmagazin". Sie warf den Kassen "vorgeschobene Argumente" für das Hinauszögern der Beitragssenkungen vor. Es habe in diesem Jahr in den ersten drei Quartalen Einsparungen gegeben, sagte die Ministerin. Es gebe einen erneuten Rückgang bei den Arzneimittelausgaben.

Sie gehe deswegen davon aus, dass die Beitragssatzsenkungen kommen. Dies werde jedoch verlangsamt geschehen, da die Kassen die über Jahre angesammelten Schulden jetzt erst einmal abbauen wollten. Der Gesetzgeber habe aber eindeutig gesagt, dass dies in einem Vierjahreszeitraum geschehen solle, damit die Versicherten auch von sinkenden Beitragssätzen profitieren könnten.


Raffelhüschen: Beiträge steigen ab 2006

Der Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen erwartet, dass die gesetzlichen Krankenkassen ihre Beiträge trotz Gesundheitsreform spätestens ab 2006 auf breiter Front anheben müssen. Wie der Gesundheitsexperte der "Bild"-Zeitung sagte, rechnet er mit einem Anstieg der Beitragssätze in zwei Jahren von derzeit durchschnittlich 14,3 Prozent auf "über 15 Prozent".

Nach Angaben der Zeitung begründet Raffelhüschen die Erhöhungen unter anderem mit steigenden Kosten der Krankenkassen, weil die Steuerungswirkung der Praxisgebühr nachlasse. Ein Grund sei, dass die Versicherten künftig trotz Gebühr wieder öfter zum Arzt gingen.

(N24.de, AFP, ddp)

Ca$hmandt
12.11.2004, 10:27
Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung gehen im deutschen Gesundheitswesen jährlich bis zu 20 Mrd. Euro durch Betrug, Missbrauch und Korruption verloren. Das Blatt beruft sich auf Zahlen der Organisation "Transparency International". Damit verschwinden jedes Jahr rund 10 Prozent der Gesundheitsausgaben in dunklen Kanälen.

TI stellt die Ergebnisse der fünfjährigen Arbeit einer Expertengruppe heute vor. Sie will dabei Schwachstellen und Versäumnisse aller im Gesundheitssystem agierenden Gruppen aufzeigen und die Einfallstore für Betrug und Korruption darstellen.

Das Problem betrifft jedoch nicht nur Deutschland. In Europa soll deshalb eine neue Behörde geschaffen werden, die Betrug und Korruption im Gesundheitswesen bekämpft. Als Sitz der Behörde sei London im Gespräch, berichtet das Bielefelder "Westfalen-Blatt".

Die Behörde werde vom staatlichen britischen Gesundheitswesen, den niederländischen Krankenkassen, der Stefan-Batory-Stiftung in Polen, dem slowakischen Innenministerium, der Apothekerkammer Madrid in Spanien und der AOK Niedersachsen geplant, wie AOK-Sprecher Klaus Altmann der Zeitung sagte. In einem Jahr sollen die Pläne für die Behörde auf dem Tisch liegen.

n-tv.de

Pseudo
12.11.2004, 12:27
Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung gehen im deutschen Gesundheitswesen jährlich bis zu 20 Mrd. Euro durch Betrug, Missbrauch und Korruption verloren. ...und da soll man noch Vertrauen zu den Göttern in weisshaben... :angry:

Ca$hmandt
25.11.2004, 13:07
Die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenkassen hat sich nach Angaben aus Regierungs- und Kassenkreisen weiter verbessert. Im dritten Quartal 2004 stiegen die Überschüsse weiter an, nachdem sie zum Halbjahr bereits bei 2,5 Milliarden Euro gelegen hatten. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Beiträge zum Jahreswechsel sinken. Das in den ersten sechs Monaten bei den Arbeiter- und Angestelltenersatzkassen (VdAK) erwirtschaftete Plus von 712 Millionen Euro kletterte im dritten Quartal auf knapp 900 Millionen Euro, heißt es.

Die Barmer Ersatzkasse als größte deutsche Krankenkasse erzielte nach Angaben einer Sprecherin von Januar bis September ein Plus von 423 Millionen Euro. In den ersten drei Monaten waren es 160, im ersten Halbjahr 290 Millionen Euro gewesen. Bei den 19 Innungskrankenkassen stiegen die Überschüsse von 160 Millionen im Halbjahr auf 240 Millionen Euro bis Ende September.

Auch beim AOK-Bundesverband in Bonn hieß es, die Überschüsse im dritten Quartal seien weiter gestiegen, allerdings nicht so steil wie im ersten und zweiten Quartal. Details dazu wurden nicht genannt. Die DAK als zweitgrößte gesetzliche Kasse sprach von einem "anhaltend positiven Trend".

Die Techniker Krankenkasse (TK) als drittgrößte Ersatzkasse erzielte in den ersten drei Quartalen nach eigenen Angaben einen Überschuss von 82 Millionen Euro. Allerdings nahm das Plus im dritten Quartal im Gegensatz zum ersten Halbjahr um 13 Millionen Euro ab. Der Verwaltungsrat der TK kommt am Freitag zusammen. Allerdings soll der Beitragssatz nicht gesenkt werden.

Wegen der erzielten Überschüsse hat Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) die Kassen mehrfach zu Beitragssenkungen aufgefordert. Viele Kassen wollen aber zunächst ihre Schulden abbauen.

n-tv.de

Odo
05.12.2004, 13:39
Patienten und Hilfsorganisationen klagen, dass viele Krankenkassen die Versicherten bei Fahrten zum Arzt oder ins Hospital abzocken. Selbst einem 70-jährigen mit eingegipstem Bein wurde eine Kostenerstattung verweigert.




Seit der Gesundheitsreform müssen Patienten selbst bei akuten Beschwerden sowie an Feiertagen oder bei Nacht eine Genehmigung der Kasse vorweisen, bevor sie oder ihr Arzt einen Krankenwagen zur ambulanten Behandlung bestellen dürfen.

Ein von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt beauftragtes Gremium hatte im Februar festgelegt, dass "eine nachträgliche Genehmigung" von Krankenfahrten durchaus möglich sei. Der Beschluss war aber nie veröffentlicht worden. Jetzt bezahlen einige Kassen wie die DAK die Fahrten, andere verweigern jedoch die Zahlung sogar in Fällen wie dem eines 70-jährigen Patienten mit eingegipstem Bein, der auf ärztliche Anordnung nach Hause gefahren werden sollte.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe registriert eine "Vielzahl solcher Härtefälle", in denen sich Kassenmitarbeiter über Ärzte hinweggesetzt hätten. In den ersten drei Quartalen haben die Kassen bei den Krankenfahrten 188 Millionen Euro eingespart

Orgami
12.12.2004, 15:36
http://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/315878.html


Krankenkassen wollen Langzeitarbeitslose
aus Versicherung drängen

05. Dez 12:49


Einige Gesetzliche Krankenkassen wollen Langzeitarbeitslose loswerden. Die Pauschalbeiträge, die die Arbeitsagenturen ab kommendem Jahr zahlen, sind ihnen zu niedrig.

Gesetzliche Krankenkassen (GKV) drängen künftige Bezieher von Arbeitslosengeld II (ALG II) aus der Versicherung. Das berichtet das Magazin «Focus» am Wochenende vorab. In einem Brief habe beispielsweise die BKK Mobil Oil einen Sozialhilfeempfänger aufgefordert, sich «umgehend eine Krankenkasse zu suchen», bei der er «künftig Mitglied sein wolle», zitierte der «Focus» aus dem Schreiben. Auch die IKK Hamburg habe Schreiben dieses Inhalts an Betroffene verschickt. Ein Sprecher der IKK Mobil Oil sagte dem Focus lediglich: «Wir waren verpflichtet, die Kunden anzuschreiben und auf ihr Wahlrecht hinzuweisen.»

Ministerium hält Vorgehen für illegal

Das Bundesgesundheitsministerium bezeichnete das Vorgehen allerdings als «gesetzeswidrig» und forderte, das Bundesversicherungsamt müsse informiert werden. «Die gesetzlichen Kassen sind verpflichtet, jeden Versicherten aufzunehmen», sagte eine Ministeriumssprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Ein Kassenwechsel könne außerdem nur freiwillig erfolgen.

Die GKV erhalten ab kommendem Jahr für einen Bezieher von ALG II nur noch einen Pauschalbetrag von 124 Euro pro Monat, wohingegen sie heute noch für einen Sozialhilfeempfänger die tatsächlichen Kosten erstattet bekommen. Für einen Arbeitslosen zahlt die Arbeitsagentur bislang einen Beitrag, der sich ähnlich wie bei Lohn- und Gehaltsempfänger nach der Höhe der Arbeitslosenhilfe beziehungsweise des Arbeitslosengeldes richtet. «Die Krankheitskosten für Langzeitarbeitlose dürften die Einnahmen deutlich übersteigen», sagte ein Branchenexperte dem Münchener Magazin. (nz)

Ca$hmandt
14.12.2004, 12:44
Gesetzlich Krankenversicherte sollen ab kommendem Jahr verbilligte Kredite bei ihrem Zahnarzt erhalten können. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den Freien Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ).

Nach Angaben des Verbandes sollen die zinsgünstigen Darlehen Patienten angeboten werden, die ihre Zahnbehandlung nicht vollständig von der Krankenkasse erstattet bekommen. Sie müssten für dieses Darlehen bis zu 20 Prozent weniger Zinsen zahlen als für vergleichbare Kredite.

Der Präsident des FVDZ, Wilfried Beckmann, begründete den Vorstoß mit der rückläufigen Kostenerstattung gesetzlicher Krankenkassen bei Zahnbehandlungen. Der Zeitung sagte er: "Wir wollen verhindern, dass Patienten aus Geldnot auf nötige Behandlungen verzichten." Der FVDZ vertritt bundesweit jeden zweiten der rund 50.000 niedergelassenen Zahnärzte.
n-tv.de

gismick
21.12.2004, 08:48
Krankenkassen senken Beiträge....wessen KK hat auch schon Senkungen angekündigt?

Bei mir soll es ab dem 1.4.05 auf 13,5% runter gehen! :cool:

Ca$hmandt
21.12.2004, 08:54
die bkk dr. oetker bleibt bei 13,4% leider... :rolleyes:

Ca$hmandt
23.12.2004, 13:00
Die Mehrheit der gesetzlichen Krankenkassen wird zum Jahreswechsel keine Beitragssenkungen vornehmen.

Ausnahmen bestätigen allenfalls die Regel. Einige Kassen werden sogar teurer. "Die Beiträge werden im Durchschnitt allenfalls stabil bleiben", erklärt der Chef des BKK-Bundesverbandes, Schmeinck. Begründet wird die Entwicklung mit "unkalkulierbaren Ausgaberisiken". Der durchschnittliche Beitragssatz aller 279 Krankenkassen liegt derzeit bei 14,2 Prozent. Zu den wenigen Anbietern mit sinkenden Kosten gehört die DAK. Der Satz von derzeit 14,7 Prozent soll im Laufe des Jahres um 0,3 Prozentpunkte reduziert werden.

Mitte 2005 werden die Beiträge aller Gesetzlichen um 0,9 Prozentpunkte sinken. Allerdings wird der Vorteil sofort wieder aufgefressen. Denn für Zahnersatz und Krankengeld müssen Zusatzversicherungen abgeschlossen werden. Einen Vorteil haben nur die Arbeitgeber, die sich an den Kosten für die Zusatzversicherungen nicht beteiligen müssen.

Als günstigste gesetzliche Kasse gilt zur Zeit die IKK Sachsen mit einem Beitragssatz von 12,7 Prozent. Das Schlusslicht bildet nach wie vor die AOK Berlin mit 15,5 Prozent. Bei einem Einkommen von 2.500 Euro brutto ergibt das ein Sparpotential von immerhin 420 Euro.
n-tv.de

Ca$hmandt
27.12.2004, 20:57
Die Ausgaben für Arzneimittel sind im Zuge der Gesundheitsreform in diesem Jahr nach Angaben der Betriebskrankenkassen (BKK) deutlich zurückgegangen.

Während im vergangenen Jahr von den Krankenkassen noch 22,8 Milliarden Euro für Medikamente ausgegeben worden seien, würden es in diesem Jahr 20,4 Milliarden Euro sein, teilte der BKK-Bundesverband am Montag in Berlin mit. Im Arzneimittelsektor gebe es damit einen Ausgabenrückgang von 10,5 Prozent.

Hauptgründe für den Rückgang der Arzneiausgaben sei die Ausgliederung der meisten nicht-verschreibungspflichtigen Medikamente aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen, der höhere Herstellerrabatt sowie die höheren Zuzahlungen für die Versicherten. Nach Angaben der BKK mussten die Versicherten für verschreibungspflichtige Medikamente in diesem Jahr insgesamt per Saldo rund 400 Millionen Euro mehr für Zuzahlungen aufwenden. Nicht-verschreibungspflichtige werden bis auf wenige Ausnahmen von den Kassen überhaupt nicht mehr bezahlt.

Einsparziel bei Festbeträgen nicht erreichbar

Der BKK-Bundesverband geht zudem davon aus, dass das Einsparziel von einer Milliarde Euro durch die Wiedereinführung von Festbeträgen für patentgeschützte Arzneimittel ohne therapeutischen Zusatznutzen erst 2007 erreicht werden kann. Ursprünglich sollte dies bereits 2005 erreicht werden. Die BKKs erwarten nun für 2005, dass die Einsparungen sich durch die erweiterte Festbetragsregelung auf 390 Millionen Euro und in 2006 auf 740 Millionen Euro summieren werden. 2007 werde der Effekt schließlich bei einer Milliarde Euro liegen. Einige patentgeschützte Medikamente ohne therapeutischen Zusatznutzen und kostengünstigere patentfreie Nachahmerpräparate werden von Januar an in Festbetragsgruppen zusammengefasst. Die Kassen erstatten die Kosten aber nur bis zu der jeweiligen Obergrenze.

Am Sonntag hatte es bereits in Kreisen des Gesundheitsministeriums geheißen, die ab 2005 kalkulierten Einsparungen von einer Milliarde Euro würden nicht erreicht. Dies hänge damit zusammen, dass der zuständige Gemeinsame Bundesausschuss der Selbstverwaltung mit der Festsetzung von Festbeträgen hinterher hinke. Bei den Betriebskrankenkassen hieß es dazu, bei der Bildung von Festbetragsgruppen müsse "Gründlichkeit vor Schnelligkeit" gehen.

n-tv.de

gismick
03.01.2005, 13:00
Sparen...sparen....die Kassen sparen derzeit echt gut und geben leider nix an die Beitragszahler zurück.
Vielleicht, wenn man 2005 genug für schlechte Zeiten gebunkert hat, werden auch endlich die Beiträge spürbar sinken.

Ca$hmandt
03.01.2005, 13:03
wenn man 2005 genug für schlechte Zeiten gebunkert hat, werden auch endlich die Beiträge spürbar sinken.

war das jetzt der witz zum neuen jahr? :D ;)

gismick
03.01.2005, 13:09
nö wieso :D ;)

Ca$hmandt
07.01.2005, 13:19
Als Folge der Gesundheitsreform haben die Krankenkassen 2004 insgesamt rund 9,5 Milliarden Euro eingespart. Das berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf Angaben von Regierungsberater Karl Lauterbach. Demnach gaben die Versicherungen 2,5 Milliarden Euro weniger für Arzneimittel aus. Weitere drei Milliarden Euro sparten sie laut Lauterbach durch die Zuzahlungen der Versicherten zu medizinischen Leistungen und die Praxisgebühr. Die Einrechnung der Betriebsrenten zum Krankenkassenbeitrag brachte zwei Milliarden Euro zusätzlich.

Leistungskürzungen - etwa die seit Anfang vergangenen Jahres gestrichene Zuzahlung zu Brillen - brachten eine halbe Milliarde. 1,5 Milliarden Euro erzielten so genannte Struktureffekte, das heißt: gehen die Patienten seltener zum Arzt, bekommen sie auch weniger medizinische Hilfsmittel, Massagen oder Krankengymnastik verschrieben, schrieb "Focus".

Trotz erster Erfolge der seit vergangenem Jahr geltenden Gesundheitsreform hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) einen grundlegenden Umbau des Sozialsystems gefordert. Bei den bisherigen Neuerungen mit der Praxisgebühr und den Zuzahlungen bei Medikamenten habe es sich um ein Programm zur Sanierung und zum Defizitabbau der Krankenkassen gehandelt. Nun müssten aber weitere und umfassende Schritte folgen.

"Wir brauchen eine grundsätzliche Reform", mahnte Böhmer. Unter dem Strich werde die Eigenversorgung stark an Bedeutung gewinnen. "Wir werden nicht alles solidarisch abdecken können."
n-tv.de

hopy
07.01.2005, 14:04
Vielleicht, wenn man 2005 genug für schlechte Zeiten gebunkert hat, werden auch endlich die Beiträge spürbar sinken.

:lol

Von dem eingesparten Geld werden neue Verwaltungspaläste aus dem Boden gestampft, einigen verdienten Politikern neue Nebenverdienstmöglichkeiten eingeräumt und weitere Milliarden für teuere Werbekampagnen ausgegeben.

Und es werden weitere hochqualifizierte Eierköpfe eingestellt die in endlosen Meetings und Workshops darüber klugscheissen werden, welche Leistungen man nun als nächstes aus dem Leistungskatalog entfernen will bzw. sich zusätzlich bezahlen lassen will...

Badgirl
11.01.2005, 10:10
hat schon mal jemand in 2005 versucht eine Massage auf Rezept zu bekommen?

Das Rezept stellt der Hausarzt noch einfach,die Probleme beginnen bei der Suche nach einer Massagepraxis. Ich wurde letzte Woche bei 2 verschiedenen Masseuren mit dem Argument wir sind voll abgelehnt.

Nun habe ich mich mal informiert. Der Grund in der Ablehung liegt in der geänderten Abrechnungspraxis die ab dem 01.01. gegriffen hat. Kranenkassen zahlen nur noch einen Festbetrag von 9.80 Euro pro Massage. Bei 20 Min. rechnet sich das nicht und deshalb werden Privatpazienten die 25,00 Euro bezahlen bvorzugt.

Stefano
11.02.2005, 08:28
Praxisgebühr - Keine Gefahr für Säumige

Wer trotz Mahnungen seine Praxisgebühr nicht zahlt, muss nach einem Bericht der "Ärzte Zeitung" vorläufig keine rechtlichen Konsequenzen fürchten. Kassenärztliche Vereinigungen (KV) wollen danach nicht mehr gegen säumige Gebührenzahler vorgehen, weil sie das Geld nur zu unverhältnismäßig hohen Kosten eintreiben können. Sie müssten dafür 150 Euro bezahlen, und zwar unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Der Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, (KBV), Roland Stahl, nannte dies "einen Schildbürgerstreich". Nun sei die Hilfe des Gesundheitsministerium und der Krankenkassen gefordert.

Ministeriumssprecher Klaus Vater wies das Ansinnen zurück. Er verwies auf die Zuständigkeit der Selbstverwaltung: Das nun kritisierte Inkassoverfahren hätten Kassen und Kassenärzte gemeinsam verabredet. Im übrigen liege die Zahl der säumigen Zahler "im Promillebereich". Nach den Worten von Vater ist die Praxisgebühr laut Gesetz Bestandteil des kassenärztlichen Honorars. Deshalb sei es nur konsequent, dass die KVen auch für das Inkasso bei säumigen Zahlern zuständig seien.

Die Kassenärzte bekommen die Praxisgebühr später mit dem Honorar verrechnet. Die KBV betrachtet deshalb die Gebühr als "Geld der Kassen", das bei säumigen Zahlern dann auch in deren Interesse eingetrieben werde. Die Zahlungsmoral der Patienten ist nach KBV- Erkenntnissen bislang generell sehr hoch: Mehr als 99,9 Prozent haben bislang die Eintrittsgebühr beim Arzt bezahlt.

Dem Bericht zu Folge müssen Körperschaften wie die KVen für eine Klage vor dem Sozialgericht 150 Euro zahlen. Um im Auftrag der Kassen zehn Euro Praxisgebühr einzutreiben, bliebe eine KV also im Erfolgsfall auf 140 Euro Kosten sitzen. Laut Stahl haben 377.000 Patienten ihre Praxisgebühr von zehn Euro nicht bezahlt. Es handelt sich in der großen Mehrzahl der Fälle um Behandlungen in Klinik-Ambulanzen.

Bislang hat lediglich die KV Berlin offiziell erklärt, dass ihr eine Klage zu teuer ist. Alle anderen Kassenärztlichen Vereinigungen schweigen laut Zeitung zu dem Thema. Nach Angaben von Stahl laufen derzeit Gespräche mit Kassen und Ministerium über eine Änderung der Inkasso-Regelung. q: n-tv.de

Stefano
11.02.2005, 08:39
hat schon mal jemand in 2005 versucht eine Massage auf Rezept zu bekommen?

Das Rezept stellt der Hausarzt noch einfach,die Probleme beginnen bei der Suche nach einer Massagepraxis. Ich wurde letzte Woche bei 2 verschiedenen Masseuren mit dem Argument wir sind voll abgelehnt.

Nun habe ich mich mal informiert. Der Grund in der Ablehung liegt in der geänderten Abrechnungspraxis die ab dem 01.01. gegriffen hat. Kranenkassen zahlen nur noch einen Festbetrag von 9.80 Euro pro Massage. Bei 20 Min. rechnet sich das nicht und deshalb werden Privatpazienten die 25,00 Euro bezahlen bvorzugt.

Dafür muß doch der Kassenpatient für ein Massagerezept 10,- € plus 10,- € für die Massage zuzahlen :rolleyes:

Also bei unsren Hausärzten ist es schwieriger nen Massagerezept zu erhalten, daher laß ich mir Krankengymnastik verschreiben und hab mir nen Krankengymnast gesucht, der auch von "Massage" bissel Ahnung hat und schon passt es ;)

gismick
16.02.2005, 12:34
Ich hatte auch noch keine Probleme mit Anwendungen.
Den Masseuren geht es schlecht genug als das sie Patienten ablehen können. Viele Masseure schliessen derzeit oder gehen mit anderen Masseuren zusammen.
Bisher hatte ich immer Termine bekommen!

Odo
17.02.2005, 09:20
ich habe heute den neuen Beitragsbescheid meiner KK bekommen. Daraus geht hervor daß kinderlose Männer seit dem 01.01.05 0,25 % mehr Pflegeversicheruung zahlen müßen :eek: :angry:
Dies wäre ein neues Gesetz das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist :rolleyes:
Kann das sein :confused:

Ca$hmandt
17.02.2005, 09:50
ja das kann nicht nur sein, das ist auch so! :( ist aber schon lange bekannt....
ab juli kannst man dann nochmal drauflegen...., der satz sinkt zwar um 0,9% aber gleichzeitig gibs die zahnzusatzversicherung in Höhe von 0,9 % ohne arbeitgeberanteil...

Odo
17.02.2005, 09:59
ab juli kannst man dann nochmal drauflegen
nun farge ich mich wo da der Gleichheitsgrundsatz bleibt :mad: :confused:
Ich könnte argumetieren besser kein Kind wie einen Arbeitslosen großzuziehen. :rolleyes:
Ich fühle mich diskriminiert :bang:
ist aber schon lange bekannt....
mir eben nicht :nounder: ,bin eben nicht ein so clevers Kerlchen wie unser Cashi :D ;)

Ca$hmandt
17.02.2005, 10:06
:behh:
dafür bin ich ja da! nun ja man hätte ja auch den satz für verdiener mit kindern senken können.... :rolleyes:

gismick
17.02.2005, 10:08
Ich könnte argumetieren besser kein Kind wie einen Arbeitslosen großzuziehen.

Odo,
zu dieser Aussage fällt mir nix mehr zu ein! :mad:
Kinder müssen nicht arbeitlos werden - oder kannst Du in die Zukunft blicken und weißt was in 20 Jahren los sein wird.
Dies kann nur einer schreiben, der selbst keine Kinder hat - Kinder sind was wunderbares und es liegt auch mit an den Eltern, dass die Kinder eine gute Erziehung bekommen - nun ob das dann letzendlich in 20 Jahren oder so zu einem Arbeitsplatz reicht weiss jetzt sowieso noch keiner.....da spielt auch viel der Zufall oder das Glück eine Rolle....am richtigen Platz zur richtigen Zeit.....

gismick
17.02.2005, 10:10
Demnächst werden auch noch die Raucher höherer Beiträge zahlen müssen! :D

Cashi,
senken hätte doch bei Familien nix gebracht, weil man doch ein weiteres plus in die Kasse einfahren möchte bzw. versucht das minus zu minimieren!

Ca$hmandt
17.02.2005, 10:15
schon klar gis! ;)

ich frage mich wo die seit jahren angekündigte senkung der lohnnebenkosten bleibt.....im endeffekt zahlen wir arbeitnehmer doch immer mehr drauf....ich hab jetzt 3 euro mehr, ab juli sind die wieder weg... :angry:

gismick
17.02.2005, 10:31
schon klar gis! ;)

ich frage mich wo die seit jahren angekündigte senkung der lohnnebenkosten bleibt.....im endeffekt zahlen wir arbeitnehmer doch immer mehr drauf....ich hab jetzt 3 euro mehr, ab juli sind die wieder weg... :angry:

mehr in der Tasche habe ich leider auch nicht...ist eigentlich in den letzten 15 Jahren Stück für Stück schleichend weniger geworden!
Ab 1.5. senkt meine KK zwar die Beiträge, aber es wird nicht wirklich viel mehr in meiner Kasse bleiben!

Odo
17.02.2005, 10:40
@Zengi:
Kinder müssen nicht arbeitlos werden - oder kannst Du in die Zukunft blicken und weißt was in 20 Jahren los sein wird.
müssen nicht, aber die Chance arbeitslos zu werden/bleiben ist groß.
Mal ganz davon abgesehen was du die Null Bock Generation so mit ihrer Zukunft anfängt :hmpf:
Dies kann nur einer schreiben, der selbst keine Kinder hat
falsch :angry: ich habe eine 13 jährige Tochter,auch wenn meine Frau sie mit in die Ehe brachte :)
Und ich behandele sie auch als die meine :hmpf:
Kinder sind was wunderbares und es liegt auch mit an den Eltern, dass die Kinder eine gute Erziehung bekommen
Ja,Kinder sind was wunderbares,das eine hat aber noch lange nichts mit d em späteren Berufsleben zu tun :bang:
Unsere Tochter hat eine gute Erziehung,trotzdem hat sie keinen Bock auf Schule und raucht heimlich in der Schule :mad:
da spielt auch viel der Zufall oder das Glück eine Rolle....am richtigen Platz zur richtigen
Ohne Vitamin B mit einem Notendurchschnitt von 3,6 auf der Realschule bekäme sie nichts. Den Realitäten darf man sich auch nicht verschließen.

EMEUV
17.02.2005, 10:51
ich frage mich wo die seit jahren angekündigte senkung der lohnnebenkosten bleibt.....im endeffekt zahlen wir arbeitnehmer doch immer mehr drauf



Hartz IV führe zu erheblichen sozialen Härten, beklagte Bauer. Besonders hart getroffen seien Ältere, Kranke und Behinderte, die durch das Arbeitslosengeld II unter das Existenzminimum gedrückt würden

Die einen wollen weniger zahlen und die anderen wollen mehr kassieren, wie soll dass gehen?

gismick
17.02.2005, 11:19
Odo,

ich weiss....unsere Jugend heute ist sehr schwierig, da kann man in der Erziehung alles richtig machen, aber dann sind es evtl. die falschen Freunde...
Das war auch kein persönlicher Angriff gegen Dich, mein Freund!

Verstehe Dich sehr gut - ich habe in der Verwandtschaft auch einen komplizierten Fall...noch dazu hat sie jetzt selbst ein Kind bekommen und das war gar nicht gut!

Odo
17.02.2005, 11:27
@Zengi:
schon gut :) :tup:
ich habe in der Verwandtschaft auch einen komplizierten Fall..
willst du mir damit implizieren das ich ein komplizierter Fall bin :eek: :D ;)
Bin ich gar nicht :behh: ,ich weiß aber warum ich nicht noch ein Kind habe :o

Ca$hmandt
17.02.2005, 11:28
Ohne Vitamin B mit einem Notendurchschnitt von 3,6 auf der Realschule bekäme sie nichts. Den Realitäten darf man sich auch nicht verschließen.

immer positiv denken odolein! sie könnte auch auf der hauptschule sein und dort einen notendurchschnitt von 3,6 haben, das wäre schlimmer oder? :)

gismick
17.02.2005, 11:32
@Zengi:
schon gut :) :tup:

willst du mir damit implizieren das ich ein komplizierter Fall bin :eek: :D ;)
Bin ich gar nicht :behh: ,ich weiß aber warum ich nicht noch ein Kind habe :o

:lol nein sicherlich nicht!!!!
Ich meine damit nur, dass man die Entwicklung von Kindern vorher nie bestimmen kann!

Odo
17.02.2005, 11:33
immer positiv denken odolein! sie könnte auch auf der hauptschule sein und dort einen notendurchschnitt von 3,6 haben, das wäre schlimmer oder?
stimmt :)
was ist die Hauptschule heute noch wert?? :cool:
Nichts :rolleyes:

Odo
17.02.2005, 11:34
Ich meine damit nur, dass man die Entwicklung von Kindern vorher nie bestimmen kann!
nichts anderes habe ich sagen wollen :D :bang:

gismick
17.02.2005, 11:35
Gesamtschulen haben auch einen zweifelhaften Ruf, aber zum Glück bin ich da noch nicht!

Odo
17.02.2005, 11:37
Gesamtschulen haben auch einen zweifelhaften Ruf, aber zum Glück bin ich da noch nicht!
den zweifelhaften Ruf haste trotzdem :behh: :lol :lol

gismick
17.02.2005, 11:38
den zweifelhaften Ruf haste trotzdem :behh: :lol :lol

wer??? ich ???? die Kinder ???? oder die Schulen ??? :lol

Odo
17.02.2005, 11:42
du natürlich,Meister aller Sperrmanitatoren :behh: :lol :lol

Odo
22.02.2005, 10:57
Leiden für die Krankenkassen?


Bei der Schmerztherapie ist Deutschland in der Forschung Weltspitze - in der Anwendung dagegen ein Entwicklungsland. Gerade erst ist eine Infrastruktur entstanden, die den Patienten eine bessere Versorgung ermöglicht. Doch mit den zum 1. April 2005 geplanten Änderungen bei der Leistungsbewertung droht jetzt ein schwerer Rückschlag.

Odyssee des Leidens
Bei einem unverschuldeten Motorradunfall wurden Werner M. schon vor Jahren drei Rückenwirbel zertrümmert. Zunächst ging die Heilung gut voran. Doch dann begann ein jahrelanges Martyrium. Werner M., von Beruf Bausachverständiger, erinnert sich: "Ich hatte also unvorstellbare Schmerzen. Ich hab ja immer noch meinen Job gemacht. Und teilweise im Auto gesessen. Ich bin also tagtäglich unterwegs. Im Auto gesessen, geschrien, geweint, alles Mögliche."

Es folgte eine Odyssee von Arzt zu Arzt. Man verschrieb ihm Akupunkturen, Magnetfeldtherapien, Kuren, Medikamente, immer mehr Medikamente. Am Ende bekam er sie aber nicht mehr auf Rezept, musste selbst zahlen. Jeden Monat gab Werner M. allein für Schmerzmittel 800 Euro aus: "Und irgendwann hat man immer mal wieder den Punkt, wo man kurz davor ist, vielleicht zu sagen: So, jetzt ist Ende. Der nächste Baum, irgendein Strick, irgendwas in der Richtung, oder man erschießt sich oder irgend so etwas. Man ist total verzweifelt, total am Ende."

Nur zufällig las Werner M. einen Artikel über das Schmerzzentrum in Wiesbaden. Dort gelang es, seinen Tablettenbedarf auf ein Minimum zu reduzieren. Zusätzlich versorgt ihn eine Pumpe im Bauch ständig mit einer geringen Dosis Morphium. Damit hat sich sein Leben vollkommen verändert. M. kann wieder arbeiten und hat manchmal sogar Tage ohne Schmerzen.

Was ist ein Schmerzpatient?
Die meisten Patienten haben ähnliche Leidensgeschichten hinter sich, bevor sie nach Wiesbaden kommen, weiß Dr. Thomas Nolte vom Schmerzzentrum der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie: "Der typische Schmerzpatient hat mindestens zehn Ärzte gesehen, er ist zehn Jahre auf der Suche nach einer Lösung seines Schmerzproblems. Er hat häufig zahllose Medikamente, teilweise auch in Eigenregie, durcheinander eingenommen. Er hat in vielen Fällen dann auch Medikamenten-Abhängigkeitsprobleme, sodass er in der Situation, in der er sich dann hier bei uns befindet, hoffnungslos verzweifelt ist und häufig eben auch extrem depressiv bis suizidal. Und das ist eine Situation, die an sich eine Anklage an unser Gesundheitswesen ist."

Schmerzpatienten sind schwer zu behandeln. Der zeitliche Aufwand für Diagnose und Behandlung ist in den ersten Monaten extrem hoch. Außerdem brauchen sie nach ihrem langen Leidensweg unbedingt psychologische Unterstützung.

Die gesetzlichen Krankenkassen sparen!
Dieser Aufwand wurde bisher auf der Grundlage von besonderen Vereinbarungen mit den Kassen abgerechnet. Doch ab 1. April 2005 soll der so genannte "Einheitliche Bewertungsmaßstab 2000 plus" gelten, kurz EBM 2000 plus. Er hat zur Folge, befürchten die Schmerz-Spezialisten, dass die Honorare für diese Behandlungen um bis zu 50 Prozent gekürzt werden. Hoch spezialisierte Schmerzzentren wären dann kaum noch finanzierbar, stellt Dr. Thomas Nolte vom Schmerzzentrum Wiesbaden fest: "Ich denke, dass das für uns das wirtschaftliche Aus bedeutet, wenn wir nach denselben Kriterien weiter arbeiten wie bisher."

Die hessischen Spezialisten haben in einer gemeinsamen Resolution bereits angekündigt, dass sie unter diesen Umständen ab April keine qualifizierte Schmerztherapie mehr anbieten können. Die Kollegen aus den anderen Ländern wollen folgen. Dr. Thomas Nolte: "Wenn ein großer Teil der Regelversorgung für Krankenkassenpatienten ab 1.4. wegfällt, dann bricht damit die schmerztherapeutische Versorgung im ambulanten Bereich für diese Patienten zusammen."

Auf der Strecke bleiben die Patienten
Schlechte Zeiten für Patienten wie Jutta W. Lange Zeit konnte sich niemand ihre schrecklichen Schmerzen erklären, und beinahe wäre sie einfach als eingebildete Kranke abgestempelt worden. Erst am Schmerzzentrum nahmen sich Ärzte verschiedener Fachrichtungen ausreichend Zeit und entdeckten eine Krebserkrankung. Heute kann Jutta W. wieder laufen. Ihre Schmerzen konnten auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Ob das nach dem 1. April noch geht, weiß sie nicht: "Ich fühle mich von den Kassen alleine gelassen und ich muss sagen, wir sind die Klientel, die hier keine Lobby mehr hat. Für uns setzt sich überhaupt niemand ein, und wir sind die Patienten, die es bald nicht mehr können, wenn dann unsere Angehörigen nichts mehr für uns tun können. Was bleibt uns denn dann?"

Schon heute werden nur 20 Prozent aller Schmerzpatienten fachlich richtig betreut. Der große Rest wird unzureichend oder sogar falsch behandelt, was das Leiden oft verschlimmert und die Kosten nach oben treibt.

Schmerzpatienten bleiben mit ihrem Leid allein
Darauf wollen die Patienten der Deutschen Schmerzliga mit einer Unterschriftenaktion aufmerksam machen. Sie fürchten, dass die wenigen spezialisierten Ärzte in ihre alten, von den Kassen besser bezahlten Fachgebiete zurückkehren. Verzweiflung macht sich breit.
Martha D., Schmerzpatientin: "Ich weiß nicht mehr, wie das weitergeht. Denn in den Anfangszeiten, die ich hinter mir hab, hab ich nur geweint, bin von Arzt zu Arzt gerannt. (...) " Ortrud B., Schmerzpatientin: "Dann wird's mir so gehen, dass ich voraussichtlich irgendwann, schätzungsweise nach spätestens zwei, drei Wochen nur noch im Bett liege, mich nicht mehr bewegen kann vor Schmerzen."

Die Krankenkassen weisen das alles zurück. Die Kritik der Therapeuten und Patienten sei weder "aus medizinischer noch aus wirtschaftlicher Sicht" gerechtfertigt, erklärte die AOK-Bundesverband gegenüber [plusminus. Immerhin hat das Bundesgesundheitsministerium inzwischen den zuständigen Ausschuss aufgefordert, eine "ausführliche Stellungnahme" zu dem Thema abzugeben.

Milchmädchenrechnung
Sollten die neuen Regeln trotzdem zum April 2005 in Kraft treten, dürfte der Spareffekt übrigens gegen null gehen. Ein einziger Tag im Krankenhaus kann erheblich mehr kosten als eine Schmerztherapie im ganzen Quartal - von der Lebensqualität der Betroffenen einmal ganz abgesehen.
Autor: Ingo Blank
plusminus.de

Ca$hmandt
01.03.2005, 09:00
Die gesetzlichen Krankenkassen haben das Jahr 2004 nach Informationen des "Handelsblatts" mit einem Überschuss von 3,8 Milliarden Euro abgeschlossen. Das gehe aus den Abrechnungsdaten der Kassenverbände vor. Angesichts der unerwartet positiven Entwicklung würden die Ortskrankenkassen im Mai oder Juni über weitere Beitragssenkungen entscheiden, sagte der Vorstandschef des AOK-Bundesverbandes, Hans Jürgen Ahrens, dem Blatt.

"Der Spielraum für Senkungen ist allerdings nicht so groß, wie die Überschussdaten nahe legen", sagte Ahrens. Er verwies auf neue Kostenrisiken in diesem Jahr und den immer noch hohen Schuldenstand mancher Kassen. Allein im AOK-System müssten noch drei Milliarden Euro Schulden abgebaut werden, sagte Ahrens weiter.

Noch vor wenigen Tagen hatten führende Kassenfunktionäre das Plus auf 3 bis 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen, Thea Dückert, forderte in der "Berliner Zeitung": "Die Krankenkassen müssen die Gelder, die ihnen durch die Gesundheitsreform ins Haus gespült worden sind, nun über eine Senkung der Beiträge weitergeben." Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse (TK), Norbert Klusen, nannte in der Zeitung ein Potenzial an Beitragssenkungen von 0,1 bis 0,2 Prozent. Seinen Angaben zufolge wirkt die Gesundheitsreform.

Den niedrigsten Überschuss erzielten nach "Handelsblatt"-Angaben mit rund 300 Millionen Euro die Innungskrankenkassen, gefolgt von der AOK mit 900 Millionen Euro, den Betriebskrankenkassen mit 1,2 Milliarden Euro und den Ersatzkassen mit 1,4 Milliarden Euro. Damit erzielten die Betriebskrankenkassen gemessen an ihrem geringen Marktanteil von 20 Prozent den höchsten Überschuss pro Mitglied. :tup:

n-tv.de

gismick
01.03.2005, 09:21
Wie und was ist das eigentlich zum 01.07. mit den Krankenkassen?

Die Beiträge gehen um 0,9% zurück und man bekommt wieder einen neuen Zuschlag und dann mit dem Zahnersatz...?
Alles böhmische Dörfer und man findet keinerlei Erklärung, aber vielleicht wisst ihr schon mehr?

Gruß
gis

Ca$hmandt
07.03.2005, 09:57
Der Ärzteverband Hartmannbund hat die Gehaltserhöhungen von Krankenkassen-Vorständen scharf kritisiert. "Die Gehaltserhöhungen der Kassen-Vorstände sind für die Versicherten ein Schlag ins Gesicht", sagte Verbandssprecher Peter Orthen-Rahner der "Berliner Zeitung".

Millionen von Beitragszahlern hätten Milliarden-Überschüsse der Kassen erwirtschaftet und warten bisher vergeblich auf Beitragssenkungen. Es zeige sich, dass die Vorstände nicht frei von Selbstbedienungsmentalität sind, so Orthen-Rahner. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte zuvor über die bekannt gewordenen Gehaltserhöhungen gesagt: "Managergehältern müssen Managerleistungen folgen und entsprechen."

Einem Zeitungsbericht zufolge ist beispielsweise das Bruttojahresgehalt der Chefs des Essener Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK), Wolfgang Schmeinck und Klaus-Dieter Voß, um 8,5 beziehungsweise 10,5 Prozent auf 215.000 und 175.000 Euro 2004 gestiegen. Ein BKK-Sprecher betonte, die Gehaltserhöhung habe im September 2003 stattgefunden.

Das Gehalt des Vorstandschefs der Innungskrankenkasse (IKK) Brandenburg und Berlin, Enrico Kreutz, stieg um 18,5 Prozent auf 113.353 Euro. Bei der BKK Mobil Oil weist die Gehaltsliste bis zu 194.267 Euro für Vorstandschef Jan Bollhorn aus. Die Gehälter liegen unter den Spitzenvergütungen bei den Kassenärztliche Vereinigungen, die zwischen 250.000 in Niedersachsen und 162.000 Euro in Hamburg und Berlin schwanken.

n-tv.de

hopy
07.03.2005, 10:06
Wie und was ist das eigentlich zum 01.07. mit den Krankenkassen?

So wie ich das verstanden habe, geht der Beitrag zwar zunächst um 0,9% (also je 0,45% für Arbeitgeber/Arbeitnehmer) runter, wird aber im gleichen Atemzug um 0,9% (und zwar ausschließlich für die Arbeitnehmer) erhöht, so daß also der gesetzlich versicherte Arbeitnehmer für die Zahnversicherung alleine aufkommt - wie dies geplant war.

Ein weiterer Schritt auf dem Weg, auf dem sich die Arbeitgeber aus den Sozialversicherungssystemen zurückziehen.

Delenn
07.03.2005, 12:21
Das Gehalt der Chefs des Essener Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK), Wolfgang Schmeinck und Klaus-Dieter Voß, stieg beispielsweise auf 215 000 und 175 000 Euro. Der Schritt erfolgte nach BKK-Angaben bereits im September 2003. Einem Zeitungsbericht zufolge sind dies 8,5 und 10,5 Prozent mehr.
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Mehrere Vorstände deutscher Krankenkassen haben sich im vergangenen Jahr die Gehälter deutlich erhöht. Das gehe aus der Gehaltsliste 2004 hervor, berichtet die «Bild am Sonntag». Die Vorstände der gesetzlichen Kassen müssen ihre Einkommen seit der Gesundheitsreform jeweils zum 1. März offen legen. So erhielten etwa die Chefs des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen je 16 667 Euro im Jahr mehr. Unionsfraktionsvize Wolfgang Zöller kritisierte die Erhöhungen als «völlig falsches Signal.

:chin: die haben sich ihr gehalt erhöht um das jahresgehalt einer krankenschwester :rolleyes:
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Die gesetzlichen Krankenkassen konnten ihren Schuldenberg nach einem «Focus»-Bericht deutlich abschmelzen. Wie das Nachrichtenmagazin berichtet, lag die Gesamtverschuldung Ende 2004 noch bei etwa 5,1 Milliarden Euro. Das wären 3,2 Milliarden weniger als Ende 2003. 67 Krankenkassen waren danach wieder ganz schuldenfrei. Die Kassen hatten im vergangenen Jahr als Folge der Gesundheitsreform einen Überschuss von mehr als vier Milliarden Euro verbucht. Die Bundesregierung drängt sie zu Beitragssenkungen.

wem gehört eigentlich so ein Überschuss? :confused:

Ca$hmandt
07.03.2005, 12:22
wem gehört eigentlich so ein Überschuss?

eigentlich doch der versichertengemeinschaft...

zockerpeter
07.03.2005, 12:26
Mehrere Vorstände deutscher Krankenkassen haben sich im vergangenen Jahr die Gehälter deutlich erhöht.
das hätt ich auch gern, ich erhöh mein salär von eigenen gnaden jedes jahr :bang: :mad:

wer ist denn eigentlich für die "gehaltserhöhungen" :eek: :hmpf: bei euch verantwortlich ???

Delenn
07.03.2005, 12:27
Ein weiterer Schritt auf dem Weg, auf dem sich die Arbeitgeber aus den Sozialversicherungssystemen zurückziehen.

hört sich irgendwie so an, als ob du das für unfair oder falsch hälst?

zockerpeter
07.03.2005, 12:28
versichertengemeinschaft
an dem wort stimmt doch was nicht ????!!! Ihr seid versichert und die sind gemein :bang: :hmpf: :D

Ca$hmandt
07.03.2005, 12:30
an dem wort stimmt doch was nicht ????!!! Ihr seid versichert und die sind gemein

na dann stimmts doch wieder! :D ;)

Delenn
07.03.2005, 12:30
wer ist denn eigentlich für die "gehaltserhöhungen" :eek: :hmpf: bei euch verantwortlich ???

@zp,

odo ist da in dem punkt "ne richtig arme sau". der hat einen harten knochen - so einen richtigen sklaventreiber, alter schule - mit dem er sein gehaltserhöhungen ausfechten muss.

ist ja nicht nur das gehalt - geht genauuuuso mit dem urlaub usw.


also wie der das mit DEM aushält, ist mir ja ein rätsel ;)

zockerpeter
07.03.2005, 13:29
odo ist da in dem punkt "ne richtig arme sau".
jaaaaaaa :D , delenn, son chef wie dem seinen möcht ich auch nich ham :bang: :behh: :dunce: :D

hopy
07.03.2005, 14:19
hört sich irgendwie so an, als ob du das für unfair oder falsch hälst?

Ja, halte ich. Als nächster Schritt kommt es dann dazu, daß die Arbeitgeberbeträge zunächst eingefroren werden. Eine Steigerung der Beitragssätze trifft also voll die Arbeitnehmer, verteuern aber nicht mehr die Lohnnebenkosten und schon wieder haben Wirtschaft und Politik ein weiteres Ziel erreicht. Und die Bevölkerung ist eh zu dämlich, um den erneuten Beschiss zu merken, solange RTL II und Co. mit ihren primitiven Programmen den Dämlichkeitskoeffizienten nach oben schrauben. Und für den Fall, daß es dennoch zu Demonstrationen kommt, kann man ja immer noch die Polizei aufrüsten und die Schiesserlaubnis etwas lockerer handhaben (na gut, ist jetzt etwas polemisch :D ).

Unsere Sozialversicherungssystem basieren auf dem Grundsatz - zumindest bisher - daß Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils 50% der anfallenden Beiträge in die Sozialkassen einzahlen.

Wenn man das nicht mehr haben will, so soll man das sagen aber auch die logischen Konsequenzen daraus ziehen und das Sozialversicherungsmodell für gescheitert erklären - und dann halt als Staat damit leben, daß der soziale Abstieg vom Mittelstand abwärts eine weitere Beschleunigung erfahren wird.

Im Grunde genommen ist das ja auch das Ziel unserer politischen und wirtschaftlichen "Elite": Die Verelendung weiter Teile der Bevölkerung herbeizuführen, auf daß man wieder billige Arbeitskräfte erhält um die eigenen Taschen um so kräftiger füllen zu können.

jetzgehtslos
07.03.2005, 15:32
Hi Hopy,

dieser Grundsatz ist aber nicht mehr sinnvoll. Denn dadurch werden Unternehmen bestraft, die Menschen einstellen. Immer mehr ändert sich doch die Gesamtstruktur der Gesellschaft.

Sinnvoller wäre meines Erachtens eine komplette steuerfinanzierte Sozialversicherung, welche die Grundversorgung aller gewährleistet.

2 oder 3 Klassen Medizin wird sowieso nicht zu verhindern sein, es ist utopisch an etwas festhalten zu wollen, das es noch nie gegeben hat.

Die vielen Krankenkassen sind total überflüssig und man kann wirklich nicht behaupten, das hier gespart werden kann. Der Verwaltungsaufwand ist dadurch viel größer geworden. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Kassen sind viel zu gering, und für Arztpraxen ist nur noch mehr Papierkrieg die Folge gewesen.

Jetzt stopfen sich die Manager auch noch die Taschen voll. :angry:

Warum kapieren die Politiker das nicht endlich?

Ciao
jgl

Ca$hmandt
07.03.2005, 15:40
Und die Bevölkerung ist eh zu dämlich, um den erneuten Beschiss zu merken, solange RTL II und Co. mit ihren primitiven Programmen den Dämlichkeitskoeffizienten nach oben schrauben.

das trifft den nagel auf den kopf! 100% zustimmung! :tup:

EMEUV
07.03.2005, 16:42
Sinnvoller wäre meines Erachtens eine komplette steuerfinanzierte Sozialversicherung, welche die Grundversorgung aller gewährleistet.

Wer so was fordert weis genau, dass damit die Sozialversicherung kaputt geht. Es ist nur erforderlich, dass die Beitragsbetrüger endlich zur Finanzierung herangezogen werden.

Delenn
07.03.2005, 17:09
Unsere Sozialversicherungssystem basieren auf dem Grundsatz - zumindest bisher - daß Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils 50% der anfallenden Beiträge in die Sozialkassen einzahlen.
richtig, aber bisher hat diese finanzierungsform nur funktionieren, weil wir verdammtes glück gehabt haben.
wir haben 150 jahre wirtschaftswachstum bzw. produktivitätsschub hinter uns - die masse der erwerbstätigen hat sich immer vergrössert bzw. die einkommen sind immer mehr gestiegen => das geldaufkommen für die sozialversicherungssysteme hat sich immer mehr erhöht
und nur so konnten bisher der immer grösser werdende kostenblock finanziert werden

Im Grunde genommen ist das ja auch das Ziel unserer politischen und wirtschaftlichen "Elite": Die Verelendung weiter Teile der Bevölkerung herbeizuführen, auf daß man wieder billige Arbeitskräfte erhält um die eigenen Taschen um so kräftiger füllen zu können.
zustimmung, diese leute würde ich auch nicht als "elite" bezeichnen :angry:
zustimmung auch zu dem punkt, das man vieles gemacht hat um möglichst billige arbeitskräfte zu erhalten (die green card war auch so ein fall; bei der deutsche arbeitskräfte systematisch ausgegrenzt wurden) - schrecklich aber war mit 40 biste schon zu alt zum wechseln
gleichzeitig soll aber unsere generation bis 67 arbeiten - das passt vorne und hinten nicht

hopy, mit der EU-dienstleistungsrichtlinie hat diese "elite" ihr werkzeug erhalten - im mom sieht der deal doch so aus, die werben osteuropäer an (z.b. putzfrauen aus polen, deren tarif liegt bei 1,67 euro die stunde. ihr erfüllungsort liegt in deutschland, ihre sozialversicherungsbeiträge zahlt sie in polen, ihre steuern auch. gezahlt wird nicht der polische tarif, sondern das dreifache.
die putzfrau die in einem deutschen betrieb angestellt ist - bekommt 8,67 euro tarif, sie muss arbeitshandschuhe tragen, biologisch abbaubare putzmittel verwenden usw. - all diese richtlinien und vorschriften gibt es bei den polischen Unternehmen nicht

hopy, wer kann es sich über kurz oder lang leisten, einen deutschen betrieb zu beauftragen? das gleiche spiel findet derzeit auch auf den EU-Grossschlachthöfen statt - die ausbeiner (das sind diejenigen die z.b. rinder- bzw. schweinehälften zerlegen) arbeiten akkord, waren als subunternehmer beauftragt und konnten mit 2500-3000 euro pro monat rechnen - jetzt fallen die löhne durch osteuropäische kolonnen auf knappe 800 euro (für einen richtigen knochenjob) - und die leute fragen sich - wie sie ihr leben finanzieren sollen

und wenn die politik nichts macht und derzeit sehe ich nicht, wie man diesen prozess legal stoppen könnte - wird die anzahl derjenigen die in die sozialversicherungssyeteme einzahlen noch kleiner.

hinzukommt das auch die deutschen unternehmen reagieren müssen und dann folgenden legalen weg "wählen" - man verlegt das unternehmen nach z.b. polen und eröffnet eine "filiale" in deutschland - dann darf auch der deutsche unternehmer polnisches recht anwenden (geringer arbeitsschutzvorschriften, geringer auflagen allgemein). das "nun" polische unternehmen zahlt in polen steuern und auch seine sozialabgaben!!!

d.h. nochmal weniger die einzahlen in die deutschen sozialversicherungssysteme

auf der anderen seite - haben wir eine überalterung der gesellschaft - und ältere leute brauchen nunmal mehr medizinische versorgung als junge und diese kostet geld
die medizinische forschung sorgt dafür, dass die lebenserwartung sich weiterhin erhöht, pro jahr um 3 monate - lass es mich mal überspitzt formulieren, früher wären viele dieser leute an akuten krankheiten gestorben - die dank der medizinischen möglichkeiten, heute überleben. im gegenzug oder auf der schattenseite gibt es heutzutage viel viel mehr chronisch kranke als früher.
hopy, versteh mich richtig, ich will die uhr nicht zurückdrehen und bisher ist das doch eher ein tabu-thema.


die überalterung zeigt sich auch in den erwerbstätigenzahlen: in 10 jahren ist die mehrheit der erwerbstätigen über 50 jahre alt!

szenario Gerontokratie anfang:
was ist eigentlich wenn die alten in deutschland die mehrheit der bevölkerung stellen, werden sie dann auch diese macht politisch ausnutzen? wie sieht das denn eigentlich aus, wenn es so weiterläuft wie bisher?
wenn du das thema heute anschneidest, bekommst du ein totschägerargument "baut ihr doch erstmal was auf, wir haben das wirtschaftswunder vollbracht....."
die wollen einfach nicht sehen, das verglichen mit 1960 der zeitraum des rentnerdasein, sich für männer um 47 prozent und für frauen sogar um 73% erhöht hat. das 1962 fast 8 erwerbstätige einen rentner finanziert haben und derzeit so 3 erwerbstätige einen rentner finanzieren (und das was bei den renten ist, passiert doch analog mit der krankenversicherung)

ich sehe es so - wir bewegen uns auf eine Gerontokratie hin; d.h. eine "herrschaft der alten". gemeint ist damit, das in einer gesellschaft die alten ihre interessen durchsetzen.
a) ganz konkret heisst das, die zuzahlung von medikamenten wird abgeschafft
b) die ablösung des rentenumlageverfahrens durch das kapitaldeckungsverfahren, diese reform wird zurückgefahren - die rückführung ist nur bis 2023 möglich; davon profitieren werden die (dann) jungen.
c) die alten sorgen dafür (über die politischen verhältnisse), dass das an kaufkraft gemessene rentenniveau nicht absinkt

die gerontokratie ist 2027 möglich, ab dann haben die alten eine klare mehrheit :) sie wird aber faktisch bereits vorher eintreten - wenn es politisch so weiterläuft, weil die jungen politikmüde sind und nur 1/3 von ihnen wählen geht; bei den alten hingegen gehen 2/3 wählen

wenn die rentner-lobbyisten ihre forderungen durchsetzen, dann kommen auf die jungen erwerbstätigen mit gutem einkommen
so ungefähr auf eine abgabenlast von 70% ihres einkommens für steuern und sozialsystem - und das sind ja nur die direkten abgaben (die indirekten abgaben umsatzsteuer, bezinsteuer, luxussteuer usw. fehlen ja noch)
ich erwarte, dass die jungen dann vermehrt ihre laptops packen und sich ins EU-ausland abmachen - schliesslich herrscht ja freizügigkeit :D
bereits jetzt bezahlen einige gut situierte rentner(oder doch erst im nächsten jahr*kopfkratz), steuern auf ihre renten und wenn sie die steuerlast von diesen rentern erhöhen, dann ziehen sie weg, nach mallorca vielleicht? :)

dann kommt bestimmt die idee auf, das einwanderer die arbeit übernehmen - insbesondere im gesundheitssektor - aber letztlich wird es dieser gesellschaft am geld fehlen - und die einwanderungsströme werden ausbleiben

im endeffekt kommt es dann zu erheblichen einschnitten im renten und gesundheitssystem.
- der verfall von schulen und universitäten wird ein dauerbrenner in der öffentlichen debatte werden
- die alten beklagen sich, dass sie von den berufstätigen schlecht behandelt werden
bzw. das sie in krankenhäusern vielleicht gar nicht mehr behandelt werden, ab einem gewissen alterszenario ende:

noch hopy, lassen sich solche grundlegenden änderungen (wie weg von der "erwerbstätigenfinanzierung" hin zur "prokopf-finanzierung") durchsetzen - später wohl eher nicht mehr

Wenn man das nicht mehr haben will, so soll man das sagen aber auch die logischen Konsequenzen daraus ziehen und das Sozialversicherungsmodell für gescheitert erklären - und dann halt als Staat damit leben, daß der soziale Abstieg vom Mittelstand abwärts eine weitere Beschleunigung erfahren wird.

das gesamte Sozialversicherungsmodell als gescheitert zu erklären - klar doch und sofort - wäre für dich und mich toll - nur was machen wir mit den existierenden rentnern oder denjenigen die jetzt 50 sind, und noch so 10 bis 15 jahre erwerbstätigenzeit vor sich haben und bereits so 20-30 jahre eingezahlt haben? sagen wir denen "pech gehabt"
- zugegeben lust hätte ich dazu, weil das haben sie mit unserer generation ja auch schon öfters gemacht - ich erinnere nur an die reduzierung der schulzeiten bei der berechnung der rente!
- aber gerecht wäre es nicht.

bestimmte bereiche gehören einfach nicht in die hände von politikern, die in 4 jahres-zyklen denken und handeln - m.E. zählen sowohl das renten- als auch das gesundheitssystem dazu

nur ne lösung hab ich auch keine - und vor allen dingen keine einfache - aber hopy, wenn ich eine hab, DANN GEH ICH IN DIE POLITIK und hoffe auf deine wahlstimme ;)

Delenn
07.03.2005, 17:15
Und die Bevölkerung ist eh zu dämlich, um den erneuten Beschiss zu merken, solange RTL II und Co. mit ihren primitiven Programmen den Dämlichkeitskoeffizienten nach oben schrauben.
ich glaub nicht das die zu dämlich sind, nur die wissen auch keine "gute" lösung

das trifft den nagel auf den kopf! 100% zustimmung!
@cashi, es ist ein fehler von sich auf andere zu schliessen :behh: ;)

Gulbenkian
07.03.2005, 19:10
das gesamte Sozialversicherungsmodell als gescheitert zu erklären - klar doch und sofort - wäre für dich und mich toll - nur was machen wir mit den existierenden rentnern oder denjenigen die jetzt 50 sind, und noch so 10 bis 15 jahre erwerbstätigenzeit vor sich haben und bereits so 20-30 jahre eingezahlt haben? sagen wir denen "pech gehabt"
- zugegeben lust hätte ich dazu, weil das haben sie mit unserer generation ja auch schon öfters gemacht - ich erinnere nur an die reduzierung der schulzeiten bei der berechnung der rente!
- aber gerecht wäre es nicht.

bestimmte bereiche gehören einfach nicht in die hände von politikern, die in 4 jahres-zyklen denken und handeln - m.E. zählen sowohl das renten- als auch das gesundheitssystem dazu

nur ne lösung hab ich auch keine - und vor allen dingen keine einfache - aber hopy, wenn ich eine hab, DANN GEH ICH IN DIE POLITIK und hoffe auf deine wahlstimme ;)
Tja natürlich kann man, muß man sogar das Sozialversicherungsmodell als gescheitert betrachten...
Wenn ich gekonnt hätte, wäre ich aus der Versicherungspflicht (Rente) ausgestiegen, wie ich es bei der KV gemacht habe...
Leider bin ich jetzt 53 und auf das bißchen staatliche Rente angewiesen. Ich werde als Rentner weiter Steuern zahlen, weil ich in Mietimmobilien investiert habe, um mir im Alter einen gewissen Lebensstandard zu erhalten. Laut Rentenbescheid werden auch bei mir nur Fachschulbesuch ab 16 Jahren berücksichtigt und auch nur 1 Jahr.
Ich hab mich ein bißchen mit Schule und Ausbildung beeilt (war mit 18 fertig, seitdem arbeite ich).
Ich kann nur sagen, daß noch nie so wenig gearbeitet werden mußte wie heute...(dasselbe sagten mir Leute vor 30 Jahren)...
Bevor hier jemand auf die ganz Alten schimpft, so führe derjenige sich mal vor Augen, was diese Generation in Euren Schnöseljahren durchgemacht hat...Von Nazizeit bis Kriegs-und Nachkriegszeit. Letztere hab ich als Kind mitgemacht. Zu diesen Zeiten gab es wirklich sehr arme Leute und auch denen den es etwas besser ging lebten nicht in solchem Saus und Braus wie heute. Wenn man was lernen wollte, mußte man sich einiges gefallen lassen, und von wg. BAFÖG und was weiss ich noch alles...Im Nachbarhaus (altes Lehmfachwerkhaus) lebten 5-6 Familien mit ca. je 3-4 Kindern auf ca. 50m² Wohnfläche... Auto???Fernseher???Trotz alledem war keiner von denen asozial, jeder von denen hat sich einen gewissen Wohlstand erarbeitet und auch aus den Kindern ist was geworden...
Ihr solltet Euch was schämen, hier Stimmung gg. alte Menschen zu machen, die in ihrem Leben hart arbeiten mußten...
Wenn Eure Generation sogar so dumm oder zu faul ist, um zur Wahl zu gehen, dann ist irgendwas bei Euch absolut nicht in Ordnung...
Hört auf zu Jammern und tut was!

Ca$hmandt
07.03.2005, 20:09
ich glaub nicht das die zu dämlich sind, nur die wissen auch keine "gute" lösung

doch sie sind dämlich und lassen sich einlullen...ich kann mir nicht erklären, wie es ansonsten sein kann das die abzockerparteien cdu und spd immer noch derartige prozente bekommen.

zockerpeter
07.03.2005, 20:18
doch sie sind dämlich und lassen sich einlullen...ich kann mir nicht erklären, wie es ansonsten sein kann das die abzockerparteien cdu und spd immer noch derartige prozente bekommen.

und was/wen willst du denn ansonst wählen :eek: :bang: :( , es ist doch bei euch nicht besser als bei uns, nur die beiden parteien sind umgekehrt am ruder :bang: :hmpf:

vielleicht die blauen, bei euch gelben :rolleyes: :mad: ....... oder grünen stärken :D

Ca$hmandt
07.03.2005, 20:44
wenns wenigstens mal genügendprotestwähler geben würde, aber anscheinend geht´s allen noch zu gut... :rolleyes:

jetzgehtslos
08.03.2005, 13:15
Hi EMEUV,

kann dir beim besten Willen nicht folgen.

Ich sehe auf lange Sicht keine andere Möglichkeit, denn die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigtenzahlen werden nicht steigen.

Es gibt immer mehr "400-Euro Jobs". Die Arbeitslosen werden wohl auch nicht abnehmen.

Das einzige was wohl ziemlich beständig bleibt und wächst ist das Kapital.

Ciao
jgl

Delenn
08.03.2005, 13:57
Leider bin ich jetzt 53 und auf das bißchen staatliche Rente angewiesen.

ein gedankenspiel.
was wäre wenn 1992 der gute norbert die fakten auf den tisch gelegt hätte - anstelle eine "schämt euch" bzw. "schafft erstmal was" kampanie zu fahren und alles plattzuwalzen was auf eine finanzierungsproblem in der sozialversicherung hingewiesen hat.

wieviele leute würden heute (finanziell) besser darstehen als sie es jetzt tun?
wieviele leute wurden abgehalten über die damalige "schämt euch"-kampanie - privat vorzusorgen?

eine solche argumentation halte ich für unverantwortlich - weil damit hälst du den status aufrecht und fährst im prinzip weiterhin mit 120 km/h in richtung wand.

Delenn
08.03.2005, 14:37
Das einzige was wohl ziemlich beständig bleibt und wächst ist das Kapital.

nicht zwingend jgl,

das stichwort heisst "age wave" - wenn du die zahl der erwerbstätigen ins verhältnis setzt mit denen der renter und darunter die nettovermögensbildung der privaten haushalte legst, dann siehst du dass die börsen haussierten, solange eine wachsende zahl berufstätiger kapital bilden können

es könnte also sein, das die zwanzigjährige hausse so grob ab 1982 in deutschland, von den babyboomern (also den geburtenstarken jahrgängen) herrührt

wenn die sich dann zur ruhe setzen, das wird ab 2014 sein, werden sie ihre kapitalreserven auflösen - es kommt dann zu einer art "asset meltdown" was nichts anderes heisst als die die aktienwerte mangels nachfrage dahinschmelzen

Ca$hmandt
14.03.2005, 12:59
Nach den Gehältern geraten nun auch Pensionszahlungen der Krankenkassen-Vorstände und Ärztefunktionäre in die Kritik. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, haben Dutzende von Krankenkassenchefs Pensionsansprüche zum Teil in Höhe von mehr als 7.000 Euro.

Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel, übte scharfe Kritik an der Höhe der Verdienstregelungen. "Zurzeit sind die Höhe der Gehälter und Pensionen der Kassenvorstände und Ärztefunktionäre für die Versicherten eine Provokation", sagte sie der Zeitung.

Dem Bericht zufolge können viele Krankenkassen- und Ärztefunktionäre ab 65 Jahren mit Pensionen von bis zu 71,75 Prozent des Gehaltes rechnen. So habe der Chef des AOK-Bundesverbandes, Hans Jürgen Ahrens, einen Pensionsanspruch in Höhe der Hälfte seines letzten Jahresgehaltes und damit von rund 7.100 Euro im Monat.

n-tv.de

Buchfink
14.03.2005, 17:38
Man sollte sich einfach weigern, z. B. die Praxisgebühr zu zahlen:bang:


Aber wenn ich das alleine mache, bringt das nichts:angry:

Delenn
15.03.2005, 01:44
"Zurzeit sind die Höhe der Gehälter und Pensionen der Kassenvorstände und Ärztefunktionäre für die Versicherten eine Provokation", sagte sie der Zeitung.


schön zu sehen, dass man sich so langsam an die richtgen heran robbt ;)

Ca$hmandt
17.03.2005, 09:20
Die Bundesbank hat sich im Streit zwischen Ulla Schmidt und den Krankenkassen um die Beitragshöhe gegen die Gesundheitsministerin gewandt und den Kurs der gesetzlichen Krankenkassen unterstützt. In einer Stellungnahme für den Gesundheitsausschuss des Bundestages betont die Bank, zunächst müssten die Kassen ihre Schulden abbauen, berichtet die "Financial Times Deutschland".

"In der Tat ist vor allem unter dem Aspekt der Vorsicht ein möglichst schneller Schuldenabbau geboten", heißt es in dem Papier. Die Experten lobten, dass die Kassen im vorigen Jahr angesichts ihres Milliardenüberschusses infolge der Gesundheitsreform mehr Schulden getilgt hätten als gesetzlich vorgeschrieben. "In der Vergangenheit haben Gesundheitsreformen stets nur vorübergehend zu einer deutlichen Verbesserung der Finanzlage geführt", heiße es in dem Papier. "Daher ist nicht auszuschließen, dass sich im Falle einer raschen kräftigen Senkung der Beitragssätze schon in Kürze erneut die Notwendigkeit von Beitragssatzerhöhungen ergibt."

Schmidt hatte die Kassen aufgefordert, angesichts überraschender Milliardenüberschüsse rasch weitere Beitragssenkungen vorzunehmen und gesetzliche Maßnahmen angedroht. Es seien vor allem die Versicherten, die durch höhere Zuzahlungen, Praxisgebühr und den Ausschluss von Leistungen zum Überschuss der Kassen von mehr als vier Milliarden Euro im Jahr 2004 beigetragen hätten. Die Kassen haben auf diese Forderungen bisher zurückhaltend reagiert und argumentieren, es seien unter anderem höhere Medikamentenausgaben zu befürchten.

n-tv.de

Delenn
17.03.2005, 09:49
komisch, man hört immer nur von dem milliardenüberschüssen
nie davon, wieviele milliarden sie denn nun insgesamt eingenommen haben

um so mal rückzurechnen um wieviel prozent der beitrag gesenkt werden könnte?

Tourmalin
17.03.2005, 09:54
schöne Frau,

die Frage und dein Anliegen ist ja subversiv!
Steht dir das als Beitragszahler denn überhaupt zu?

Delenn
17.03.2005, 10:15
Steht dir das als Beitragszahler denn überhaupt zu?
kommt wohl darauf an, wen du fragst ;)

lass uns mal ein bischen strategisch denken und uns vorstellen wir wären in einer solch komfortablen situation wie die chefs der krankenkassen :)

also zuerstmal erhöhen wir den kostendruck auf krankenhäuser, ärzte, apoteken, die pharma-industrie usw.
schliesslich auch noch auf den partzenten mit medikamentenzuzahlung, praxisgebühr, zahnbehandlungskosten usw

damit schaffen wir es dann, grosse überschüsse zu machen und damit werden dann aufgelaufene schulden abbezahlt.

so und nun sitzen wir beide - comfortabel mit (wahrsceinlich) dicken überschüssen und können uns jetzt endlich mal das gehalt erhöhen oder die schon längst fällige neue büroausstattung
vielleicht auch mal die mitarbeiter in weiterbildungsmassnahmen schicken? oder auch dort komplett umziehen in ein neues bürogebäude?
irgendwie bekommen wir die überschüsse schon wieder unter die leute

beitragssenkung? das kommt erst in die tüte, wenn uns wirklich nix mehr einfällt, was man mit dem geld anstellen könnte oder aber der öffentliche druck riesig ist, dann werden wir wohl oder übel den beitragssatz um 0,0001% senken

unsere kumpels von der politik werden uns schon helfen, dass als riesigen erfolg und grossen schritt zu verkaufen :(

nur bisher, machen wir ein bonusprogramm nach dem anderen auf, um die zukünftigen kosten zu senken - so erzählen wir es den zahlern

ich glaub die rechnung könnte aufgehen oder siehst du ein problem? ;)

Tourmalin
17.03.2005, 10:24
ich glaub die rechnung könnte aufgehen oder siehst du ein problem? ;)

ja eines:
Wie kommen wir in die Vorstandsetage?
Bei "den" Bezügen werden wir uns beide schon arrangieren ...

EMEUV
17.03.2005, 10:31
Wie kommen wir in die Vorstandsetage?
Bei "den" Bezügen werden wir uns beide schon arrangieren ...
Bei der Bundesbank oder reicht Dir ein Vorstandsposten in einer KK?

Tourmalin
17.03.2005, 10:34
@EMEUV,

nachdem ich mit Delenn im Team aufmarschiere, darf sie entscheiden - sie is Frau und hat die bessere Intuition was machbarer ist.
Okay?

Delenn
17.03.2005, 14:11
ja eines:
Wie kommen wir in die Vorstandsetage?
Bei "den" Bezügen werden wir uns beide schon arrangieren ...

wie wir in die vorstandsetage kommen - aus meiner sicht ganz einfach :D
das problem lösst DU! :D


ich kümmere mich gerade um die allgemeine arbeitslosigkeit, das rentenproblem, pflegeversicherung usw. ;)

Ca$hmandt
24.03.2005, 08:17
Die Praxisgebühr ist zulässig und darf von den Kassenärztlichen Vereinigungen eingetrieben werden. Verweigerern drohen aber keine Mahn-, Porto- oder Gerichtskosten. Das hat das Sozialgericht Düsseldorf am Dienstag in einem bundesweiten Musterverfahren entschieden (Az.: S 34 KR 269/2004).
Das Verfahren zum Eintreiben der Gebühren sollte zwischen Ärzten und Krankenkassen neu geregelt werden, empfahl das Gericht. Die bisherige Praxis sei "absurd". Im konkreten Fall verurteilte das Sozialgericht einen 48-Jährigen zur Zahlung der zehn Euro. Er hatte vergeblich argumentiert, die Gebühr angesichts eines Nettoeinkommens von 1000 Euro nicht aufbringen zu können. Die insgesamt vielfach höheren Mahn- und Gerichtskosten könnten dem Mann aber nicht aufgebürdet werden.
Das Urteil stieß bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein auf Kritik. "Das ist noch schlimmer als wir befürchtet hatten", sagte deren stellvertretender Vorsitzender Klaus Enderer. "Die Ärzte werden nun vermutlich noch mehr Schwierigkeiten haben, die zehn Euro einzuziehen." -
onWirtschaft Newsletter

Ca$hmandt
31.03.2005, 14:48
Mehrere Krankenkassen werden ihre Beiträge zum 1. Juli um mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen 0,9 Prozentpunkte senken. Das berichtet "Bild" unter Berufung auf den Bundesverband der Innungskrankenkassen. Demnach haben die IKKen Rheinland-Pfalz und Thüringen eine Reduzierung um 1,2 Punkte auf 13,3 und 12,3 Prozent beschlossen.

Die Betriebskrankenkasse Mobil Oil senkt ihren Beitrag demnach um einen Punkt auf 12,6 Prozent. Zudem stellte ein Sprecher der Deutschen Angestellten -Krankenkasse (DAK) in der Zeitung eine Beitragssenkung um bis zu 1,2 Prozentpunkte in Aussicht.

Die DAK werde darüber im Mai befinden, sagte der Sprecher demnach. Die 4,8 Millionen DAK-Mitglieder zahlen derzeit einen Satz von 14,7 Prozent. Der bundesweit durchschnittliche Beitragssatz liegt derzeit bei 14,2 Prozent. Die Kassen sind durch die Gesundheitsreform verpflichtet, die Beiträge zum 1.Juli als Ausgleich für die Ausgliederung von Zahnersatz und Krankengeld um 0,9 Prozentpunkte zu senken.

(N24.de, Netzeitung)


na endlich!!! da werdeich wohl auch langsam mal an wechseln denken, mobil oil nur 12,6% dasist happig gegen meine 13,4! :eek:

Stefano
13.04.2005, 00:15
Der Untergang des Patienten hat begonnen :angry:

Das Ende der Schmerz-Therapie? :angry:

Änderung: Mit neuen Richtlinien zum 1. April zahlen die Kassen einige Leistungen für Schmerzpatienten nicht mehr. Die Ärzte wehren sich.

Schmerzen können unerträglich sein: wenn sie bohren, stechen, brennen, zerren oder ziehen, wenn sie Körper und Seele schinden. Meist haben sie eine Warnfunktion und können als Symptom behandelt werden, bevor sie verschwinden. Aber nicht immer. Bis zu 15 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen, bei ein bis zwei Millionen - vor allem weiblichen Patienten - lautet die Diagnose sogar: Schmerzkrankheit. Das bedeutet: Die Schmerzen sind die Krankheit.

Weil die Schmerztherapie in der Arztausbildung unterschlagen wird, erkennen viele Ärzte die Schmerzkrankheit jedoch nicht oder erst spät. "So haben die Betroffenen häufig eine über zehnjährige ,Arztkarriere' hinter sich, sind vielfach schmerzmittelabhängig und suizidgefährdet, wenn sie zu uns in die Behandlung kommen", sagt Dr. Dietrich Jungck, einer von 15 (algesiologisch) qualifizierten Therapeuten in Hamburg und Präsident des Verbandes Deutscher Ärzte für Algesiologie.

Schmerzkranke benötigen eine besondere Versorgung durch qualifizierte Ärzte. Bundeseinheitliche Qualitätsstandards, gültig für alle Versicherten, gab es nicht. Abhilfe soll die "Qualitätssicherungsvereinbarung Schmerztherapie" schaffen, auf die sich kürzlich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Spitzenverbände aller gesetzlichen Krankenkassen verständigt haben. Geplant ist, daß sie zeitgleich mit den neuen Leistungsverzeichnissen für gesetzlich Versicherte, kurz EBM (Einheitlicher Bewertungsmaßstab) genannt, am 1. April in Kraft tritt.

"Sollte dies geschehen, wäre das das Aus für eine hochwertige Behandlung", kritisiert Jungck. Auch die Präsidentin der Schmerzliga, Dr. Marianne Koch, spricht von einer drohenden "Katastrophe für die Schmerzpatienten". Denn zahlreiche Leistungen, die fester Bestandteil einer qualifizierten Schmerztherapie sind, wurden in den "EBM 2000plus" nicht mit aufgenommen. Das darf dann nicht mehr abgerechnet werden: Einsatz, Auswertung, Dokumentation von Schmerzfragebögen, Schmerztagebüchern und Schmerzkalendern sowie psychologische und körperliche Untersuchungen, Entzugsbehandlungen, Gespräche und Schulung von Schmerzkranken, Beratungen mit anderen Ärzten und Schmerzkonferenzen. Die Krankenkassen waren nicht bereit, für diese Therapiemaßnahmen zu bezahlen.

"Zudem soll die Dauer der Behandlung zwei Jahre nicht überschreiten", kritisiert Jungck. "Das ist nicht gerechtfertigt." Immerhin litten diese Menschen unter einem oft lebenslangen Leiden. Einem Diabetiker oder Herzkranken würde die Therapie auch nicht zeitlich begrenzt.

Weiterer Kritikpunkt: Viele ärztliche Leistungen sollen gebündelt und pauschal honoriert werden. "Gleichzeitig wird das Gesamthonorar der Schmerztherapeuten um rund 40 Prozent reduziert", sagt Jungck. Er schätzt, daß die Ärzte pro Patient zwischen 20 und 40 Euro draufzahlen müßten. "Ich kann mir vorstellen, daß sich viele der 13 schmerztherapeutischen Praxen in Hamburg dann nicht halten werden", so Jungck weiter.

Laut Schmerzliga können schon jetzt nur 20 Prozent der Schmerzpatienten angemessen versorgt werden. Sollten Anlaufstellen wegfallen, würde sich ihre Versorgung weiter verschlechtern. Allein Jungck hat in über 80 Briefen Vorschläge zur Verbesserung der Neuregelung gemacht. Antwort erhielt er nicht. "Die KBV und die Krankenkassen scheinen völlig beratungsresistent. Sie zeigen keinerlei Interesse an den Beiträgen fachkompetenter Ärzte", so Jungck.

Die Schmerztherapeuten anderer Bundesländer haben beschlossen, den Vereinbarungen nicht beizutreten. Jungck: "Wir werden bis zum letzten Tag mit unseren Patienten gegen die Neufassung kämpfen." Dieter Bollmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hamburg, sieht sogar eine Chance, an dem Regelwerk nachzubessern: "Vielleicht gibt es diese Woche noch eine Zusatzregelung für die Schmerztherapeuten." :angry:
q: abendblatt

Buchfink
14.04.2005, 15:09
Stefan ich hoffe sehr, dass diese Zusatzregelung kommt und was bringt:D

Stefano
14.04.2005, 16:00
Ich hoffe auch :tup: ...und Schmitt und Co. wünsch ich Alles...nur nichts Gutes :angry: :angry:

Ca$hmandt
27.04.2005, 13:38
Vertreter der Zahnärzte haben ihre Gehälter nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Nach Statistiken, die dem Blatt vorliegen, sind die Bezüge einzelner Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV) um mehr als 300 Prozent gewachsen.

Spitzenreiter sei der Chef der KZV Westfalen-Lippe, Dietmar Gorski, dessen Jahresgehalt nun bei 221.600 Euro liege, berichtet das Blatt. Ein Jahr zuvor habe es noch 49.000 Euro betragen - ein Plus von knapp 350 Prozent.

Damit verdient Gorski mehr als der Chef der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) Jürgen Fedderwitz, der laut "SZ" mit 220.000 Euro nach Hause geht. Zuvor hätten dessen Bezüge bei 73.600 Euro gelegen, wobei damals Zahlungen wie Sitzungsgelder hinzugekommen seien.

Nach den Unterlagen haben besonders die Zahnarztfunktionäre in Ostdeutschland ihre Bezüge kräftig erhöht. So stieg in Thüringen das Gehalt des KZV-Vorsitzenden von 29.400 Euro auf 120.000 Euro, die nun Karl-Friedrich Rommel erhält. Der Chef der KZV Mecklenburg- Vorpommern, Wolfgang Abeln, bekomme inzwischen 146.800 Euro, bei seinem Vorgänger waren es 36.800 Euro. Und Dieter Hanisch von der KZV in Sachsen-Anhalt verdiene 160.000 Euro nach 42.900 Euro.

Ein Sprecher der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) verwies auf die Gesundheitsreform, wodurch sich die Aufgaben der KZV geändert hätten. Nun seien die Vorstände hauptamtlich tätig, wodurch sie nur sehr selten in den Praxen arbeiten könnten. "Eine solche Entwicklung muss sich in den Gehältern widerspiegeln", sagte der Sprecher. Außerdem gebe es weniger KZV, weil kleinere zusammengelegt worden seien und damit auch Posten wegfielen.

n-tv.de

Ca$hmandt
18.05.2005, 10:45
Nach einer Regelung in der Gesundheitsreform können die Apotheken von den Krankenkassen Ausgleichszahlungen fordern, wenn die Einnahmen bei rezeptpflichtigen Medikamenten im Jahr 2004 unter denen von 2002 lagen. Die Apotheker in Deutschland wollen vorerst nicht auf diese Nachzahlungen verzichten. Der Präsident der Bundesvereinigung der Apothekerverbände, Heinz Günther Wolf, verwies am Dienstag darauf, dass die Apotheker im Zuge der Gesundheitsreform "eindeutige Verluste" bei verschreibungspflichtigen Medikamenten erlitten hätten. Entgegen der Behauptung von Gesundheits-ministerin Ulla Schmidt (SPD) hätten sie noch größere Verluste im Bereich der nicht verschreibungspflichtigen Arzneien verbucht.
Laut der Ministerin habe die Apothekerschaft ein guten Geschäftsjahr 2004 verzeichnet. Die Gewinne seien durchschnittlich um 3000 Euro auf 81.000 Euro vor Steuern gestiegen - unter anderem über den Verkauf rezeptfreier Medikamente. Mit Blick auf die Nachzahlungen sagte Wolf, hier solle der Beschluss eines Schiedsgerichts abgewartet werden.
Schmidt erneuerte unterdessen ihre Forderung an die Apotheker, auf Nachzahlungen von den Krankenkassen zu verzichten. "Heute erwarte ich, dass die Apotheker keine Nachforderungen stellen", sagte Schmidt bereits am Montag-Abend. Die Versicherten hätten sehr viele Leistungen erbracht, um das Gesundheitssystem zu stabilisieren. Da alle eine Verantwortung hätten, gebe es "keinen Spielraum, dass die Apotheker einen Nachschlag fordern und darauf bestehen, dass sie zusätzliches Geld erhalten".

onWirtschaft Newsletter

Ca$hmandt
18.05.2005, 11:23
Krankenkassen müssen die Gehälter ihrer Vorstände offen legen. Das entschied das Augsburger Sozialgericht in einem bundesweiten Musterprozess (Az: S 10 KR 320/04).

Ein Gerichtssprecher bestätigte einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach die Betriebskrankenkasse Essanelle die Einkünfte ihrer Chefs in der Mitgliederzeitung veröffentlichen muss. Das Bundesversicherungsamt hatte als Aufsichtsbehörde gegen die Kasse geklagt.

Seit 2004 sind die Krankenkassen gesetzlich zur Offenlegung der Vorstandsgehälter verpflichtet. Das Augsburger Gericht kam in dem Rechtsstreit zu dem Ergebnis, die Bekanntgabe der Gehälter sei im "überwiegenden Allgemeininteresse zulässig" und ein geeigneter Beitrag zur Kostendämpfung. Nach Angaben des Gerichts sind bundesweit gegen weitere Krankenkassen Verfahren wegen des Verstoßes gegen die Offenlegungspflicht anhängig.

n-tv.de

Ca$hmandt
24.05.2005, 10:52
Ein Jahr nach Beginn der Gesundheitsreform ha