Vollständige Version anzeigen : Riester Fakten!!!
Ca$hmandt
04.09.2002, 12:45
In diesem Fixierten Thread werde ich mal alle wichtigen Fakten zur Riester Rente reinstellen.
Falls noch Fragen offen beliben sollten bitte per pm an mich richten, da hier nur die wichtigsten punkte der rente dargestellt werden sollen.
Ca$hmandt
04.09.2002, 12:47
Pflichtversicherte Arbeitnehmer (auch öff. Dienst)
Empfänger von Amtsbezügen
Pflichtversicherte Selbständige
Kindererziehender Elternteil (max. in den ersten 3 Lebensjahren des Kindes)
Nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen, die einen Pflegebedürftigen, der Anspruch auf
Leistungen aus der sozialen oder privaten oder privaten Pflegepflichtversicherung hat, mind
14 h pro Woche in seiner häuslichen Umgebung pflegen.
Bezieher von Lohnersatzleistungen, sofern im Jahr vor Beginn der Leistungen Versicherungspflicht in der GRV bestanden hat.
Bezieher von Vorruhestandsgeld
Geringfügig Beschäftigte, die auf Versicherungsfreiheit verzichtet haben.
Auf eigenen Antrag in der GRV Pflichtversicherte
Landwirte
Allgemeine Punkte:
Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung wer zum geförderten Personenkreis gehört,
sind immer die Verhältnisse des Jahres, in dem der Eigenbetrag gezahlt wird. Dabei genügt es, wenn die Voraussetzung in einem Teil des Jahres vorgelegen haben. Gehört ein Ehepartner dem geförderten Personenkreis an, so kann auch der andere Partner mit Zulagen zu einem eigenen Altervorsorgevertrag gefördert werden, selbst wenn er nicht zum geförderten Personenkreis gehört. Man spricht in diesem Fall von einer abgeleiteten Förderberechtigung.
Ca$hmandt
04.09.2002, 13:04
Nach § 88 EStG besteht Jahr für Jahr Anspruch auf die Zulagen und zwar mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Beiträge geleistet wurden. Eine Zulage erhält nur, wer den geförderten Personenkreis angehört und den einen Eigenbeitrag in maximal 2 zertifizierte Riesterverträge einzahlt.
Die konkrete Ausgestaltung der Grundzulage ist in § 84 EStG geregelt. Der Anspruch auf Grundzulage besteht unabhängig von der Höhe des Einkommens.
Für die einzelnen Jahre vorgesehenen maximalen Beträge der Grundzulage steigen beginnend mit dem Jahr 2002 im Abstand von 2 Jahren bis 2008:
- 2002-2003 € 38,-
- 2004-2005 € 76,-
- 2006-2007 € 114,-
- ab 2008 € 154,-
Bei der Kinderzulage erfolgt ebenso wie bei der Grundzulage eine Anpassung im Abstand von 2 Jahren. Je Kind und Jahr betragen diese:
- 2002-2003 € 46,-
- 2004-2005 € 92,-
- 2006-2007 € 138,-
- ab 2008 € 185,-
Diese Zulage ist vom Kindergeld abhängig. Dies geht soweit, daß im falle einer nachträglichen Rückforderung des Kindergeldes auch der Anspruch auf Kinderzulage für den Veranlagungszeitraum entfällt. Anspruchsberechtigter für die Kindergeldzulage ist grundsätzlich der, dem auch die Kindergeldzahlung zufließt. Bei uneingeschränkt steuerpflichtigen und nicht getrennt dauernd getrennt lebenden Eltern wird die Kindergeldzulage regelmäßig der Mutter zugeordnet. Der Vater erhält sie nur, wenn beide Elternteile dies beantragen. Der Antrag gilt dann jeweils für das folgende Kalenderjahr.
Zulage wird nur gewährt, wenn der Berechtigte fristgerecht, innerhalb 2 Jahren nach Ablauf des Beitragsjahres, einen Antrag auf einen amtlich vorgeschriebenen Vordruck stellt. Der Zulagenberechtigte muß diesen Antrag beim Anbieter seines Altervorsorgevertrages stellen.
Dieser wiederum ist verpflichtet die für die Gewährung der Zulage erforderlichen Daten an die "Zentrale Stelle" für Altervorsorge zu übermitteln. Diese ist der BfA zugeordnet. Sie ist für die Bearbeitung , die Rückforderung von zuviel gezahlter Förderung und für die Bearbeitung von Entnahmeanträgen zuständig. Sie führt dazu einen Datenabgleich mit den anderen Behörden (Finanzamt, Rentenversicherungsträger usw.) durch. Der Anbieter hat die erhaltenene Zulagen unverzüglich den Altervorsorgeverträgen der Begünstigten zuzuführen
Ca$hmandt
04.09.2002, 13:16
Aufgrund der staatlichen Förderung sind die Eigenbeiträge in den allermeisten fällen steuerfrei. Die gezahlten Eigenbeiträge sind grundsätzlich aus dem Nettoeinkommen, also versteuert, zu erbringen. Die Förderung erfolgt bei Riester-Verträgen also nicht direkt durch die Befreiung der Eigenbeiträge von der Steuerpflicht sondern nachträglich durch Zulagen und Steuervorteile. Eigenbeiträge und Zulagen, die innerhalb eines Kalenderjahres in einen oder mehrere Riesterverträge eingezahlt wurden, können als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Dieser Anspruch ist in § 10a EStG geregelt und ist auf folgende Höchstbeträge für die jeweiligen Veranlagungszeiträume begrenzt:
- 2002-2003 € 525,-
- 2004-2005 € 1.050,-
- 2006-2007 € 1.575,-
- ab 2008 € 2.100,-
Die Möglichkeit des Sonderausgabenabzugs besteht zusätzlich zu den sonstigen steuerlichen Versicherungsbeiträgen. Zusammen mit der Einkommenssteuererklärung für das Jahr, in dem die Eigenbeiträge in den Riester-Vertrag eingezahlt wurden, reicht der Zulagenberechtigte die Durchschrift seines Zulagenantrages als Anlage AV bei seinem Finanzamt ein. Dieses prüft automatisch, ob sich aus dem Sonderausgabenabzug ein Steuervorteil ergibt, der den Zulagenanspruch übersteigt. Ist dies der Fall, wird dieser an den Steuerpflichtigen ausgezahlt und steht diesem zur freien Verfügung.
Der Sonderausgabenabzug steht jedem Zulagenberechtigten zu, der aufgrund seiner eigenen Einkünfte zum geförderten Personenkreis gehört. Das gilt auch für Ehepaare. Ist der Zulagenanspruch allerdings vom Ehepartner abgeleitet, hat das Ehepaar nur Anspruch auf einen Sonderausgabenhöchstbetrag nach § 10a EStG.
Ca$hmandt
04.09.2002, 13:20
Zur Finanzierung des eigenen Heims kann der Anleger auch seinen staatlich geförderten Sparvertrag zur privaten Altervorsorge heranziehen. Hier kann ein Betrag von € 10.000 bis
€ 50.000 zinsfrei entnommen werden, wenn dieser zur Finanzierung von Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer von ihm selbst genutzten Immobilie verwendet wird. Der entnommene Betrag muss jedoch in monatlichen Rate bis zu seinem 65. Geburtstag in einen beliebigen Riestervertrag zurückgezahlt werden.
Erforderlich ist zunächst, daß der Zulagenberechtigte einen entsprechenden Antrag an die zentrale Stelle richtet (§ 92b EStG), dem die notwendigen Nachweise beizufügen sind. Grundvoraussetzung für eine derartige Entnahme ist zunächst, daß entsprechendes Kapital
im Vertrag vorhanden ist (mind. € 10.000).
Liegen die Voraussetzungen über die Verwendung von kapital für selbstgenutzten Wohnraum
vor, teilt die zentrale Stelle im nächsten Schritt sowohl dem zulagenberechtigten als auch den Anbietern der jeweiligen Altersvorsorgeverträgen mit, welche Beträge förderunschädlich ausgezahlt werden können und welche Beträge vom Zulagenberechtigten zurückzuzahlen sind.
Kommt der Zulagenberechtigte mit der Rückzahlung des Entnahmebetrages mehr als 12 Monatsraten in Verzug, sind die auf den noch nicht zurückgezahlten Entnahmebetrag entfallenden Zulagen und darüber hinausgehende Steuerermäßigungen zurückzuzahlen. Außerdem müssen die im Entnahmeplan enthaltenen und mit 5% p.a. aufgezinsten Erträge als sonstige Einkünfte versteuert werden (§ 92a Abs. 3 EStG - schädliche Verwendung). Wird die Immobilie von Zulagenberechtigten nicht mehr zu eigenen Wohnzwecken genutzt, muss er den Entnahmebetrag spätestens bis zum Ende des folgenden Kalenderjahres zur Finanzierung
einer anderen selbstgenutzten Immobilie einsetzen oder in einen auf seinem Namen abgeschlossenen Riester Vertrag zurückzahlen, um die Konsequenzen einer schädlichen Verwendung zu vermeiden. Stirbt der Zulagenberechtigte vor seinem 65. Lebensjahr und ist zu diesem Zeitpunkt der Entnahmebetrag noch nicht vollständig zurückgezahlt, kann der Ehepartner die Rückzahlung übernehmen, wenn er selbst Eigentümer dieser Wohnung ist, sie zu eigenen Wohnzwecken nutzt und ein auf seinen Namen abgeschlossener Riestervertrag besteht. In allen anderen Fällen handelt es sich um eine schädliche Verwendung.
Ca$hmandt
04.09.2002, 13:26
Wenn das zur Altervorsorge angesammelte Kapital zu anderen als zu begünstigten Zwecken ausgezahlt wird, spricht man von einer sogenannten schädlichen Verwendung (§ 93 EStG).
Diese kann mehrere Ursachen haben:
- Auszahlung des Altersvorsorgevermögens
- Zahlungsverzug von mehr als 12 Monaten bei Eigenheimfinanzierung
- Tod des Zulagenberechtigten vor Rückzahlung der Eigenheimfinanzierung
- Ende der unbeschränkten Einkommenssteuerpflicht
Ausnahmen liegen bei folgenden Punkten vor:
Bei Auszahlung: Wenn das Altervorsorgevermögen auf einen förderfähigen Altervorsorgevertrag des Ehegatten eingezahlt wird, sofern dieser nicht dauernd getrennt vom Zulagenberechtigten gelebt hat.
Wenn das Altervorsorgevermögen als Hinterbliebenenrente an den Ehepartner oder die kindergeldberechtigten Kinder ausgezahlt wird.
Bei Zahlungsverzug von mehr als 12 Monaten bei der Rückzahlung des Eigenheimbetrages:
Bei der Rückzahlung des Eigenheimbetrages nach Umnutzung der selbstgenutzten Wohnung.
Bei Rückzahlung des Eigenheimbetrages nach Verkauf der selbstgenutzten Wohnung.
Bei Tod des Zulagenberechtigten vor Rückzahlung des Eigenheimbetrages:
Der Ehepartner des Verstorbenen ist Eigentümer der Wohnung, nutzt diese zu eigenen Wohnzwecken und übernimmt die weitere Rückzahlung in seinen Altervorsorgevertrag.
Bei Ende der unbeschränkten Einkommenssteuerpflicht(z.B. Umzug ins Ausland):
Auf Antrag besteht Anspruch auf eine Sonderregelung, die eine Stundung der Rückforderung vorsieht. Die Rückzahlung erfolgt zu Beginn der Auszahlungsphase und ist bis zum Bezug der Altervorsorgeleistung zinslos. Entscheidet sich der Zulagenberechtigte für eine ratierliche Rückzahlung kürzt der Anbieter jeden Auszahlungsbetrag der Altervorsorgeleistung bis zur vollständigen Rückzahlung um 15% und führt diesen Betrag ab.
Der gestundete Rückforderungsbetrag wird erlassen, wenn der Zulagenberechtigte nach Deutschland zurückkehrt und erneut der unbeschränkten Einkommenssteuerpflicht begründet.
Eine schädliche Verwendung hat folgende Konsequenzen:
- Rückzahlung der Zulagen, die auf das Vertragsguthaben zum Zeitpunkt der schädlichen Verwendung entfallen.
- Rückzahlung eines ggf. ausgezahlten zusätzlichen Steuervorteils.
- Versteuerung der Erträge und Wertsteigerungen, die auf das Vertragsguthaben entfallen.
- Versteuerung von Zinsvorteilen (nur bei Altervorsorge Eigenheimbetrag). Ein fiktiver Zinsgewinn von 5% p.a. aus dem noch nicht zurückgezahlten Eigenheimbetrag muss versteuert werden.
Gordon Shamway
23.11.2002, 18:34
Zum Riester-Rechner gehts HIER (click) (http://www.bma.de/de/neuerente/frame.asp)
hoellenfuerst
23.11.2002, 18:44
RIESTER-FLOP
Von Sabine Hoffmann
Mit den Finessen der Riester-Rente kennen sich nur Experten in Banken und Versicherungen aus - und die haben die staatlich geförderte Altersvorsorge teilweise schon abgeschrieben. Beinahe elf Monate nach ihrer Einführung ist das Projekt Zusatzrente ein Ladenhüter.
Berlin - Der Wüstenrot-Mann Volker Wlatschiko hat schnell gemerkt, dass die Riester-Rente ihn nicht ernähren wird. Stundelang studierte er das vertrackte Regelwerk der staatlich geförderten Altersvorsorge, erstellte Zahlenkolonnen und fragte Kunden: "Wissen Sie, dass der Staat Ihnen Geld schenkt?" 14 Kunden konnte der Vertreter bis zur Jahresmitte vom Vertragsabschluss überzeugen, dann stagnierte der Verkauf: "In den letzten Monaten läuft bei Riester nix mehr", resümiert Wlatschiko - und bekommt Zustimmung von Banken und Versicherungen.
Ladenhüter statt Bombengeschäft
Die Finanzbranche hoffte, mit der als Herzstück der rot-grünen Rentenreform gefeierten Riester-Rente ein Bombengeschäft zu machen - nun erweist sich der vermeintliche Gewinnbringer als Rohrkrepierer. Millionen wurden für Werbung, Verwaltung und Mitarbeiterschulung ausgegeben - aber die Kundschaft wollte nicht anbeißen: Von etwa 32 Millionen Berechtigten haben nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft seit Jahresbeginn erst rund 2,65 Millionen einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Banken und Versicherungen haben die Hoffung auf einen staatlich geförderten Verkaufsschlager aufgegeben - und die Riester- Rente teilweise schon abgeschrieben.
So auch die Skandia Lebensversicherung: Als private Altersvorsorge bot das Unternehmen seinen Kunden eine fondsbasierte Police an. Das Riester-Produkt verkaufte sich aber so schlecht, dass der Vertrieb bereits Anfang Oktober eingestellt wurde.
Nicht viel besser ist die Stimmung bei der Allianz . Zur Riester- Rente bietet der Versicherungsriese zwei Produkte an. "Momentan geben wir keine Prognose über zukünftige Abschlüsse mehr ab", sagt Allianz- Leben-Sprecher Markus Schwarzer. Die Zahl der neuen Riester-Kunden sei auf eine Million geschätzt worden, so Schwarzer. Doch damit hat sich Deutschlands führende Assekuranz schwer verrechnet: Hatten zu Jahresbeginn bereits etwa 323.000 Kunden einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, stieg ihre Zahl bis Ende Oktober nur schleppend auf 525.000.
Die schlechte Stimmung nutzte die Union aus. Mitte des Jahres rief die Partei zum Boykott der Riester- Rente auf und kündigte an, die private Altersvorsorge nach einem Wahlsieg komplett zu überarbeiten. Auch die Verbraucherzentralen rieten den Kunden, noch keine Riester-Verträge zu unterschreiben. Stattdessen sollten sie abwarten, bis sich das Chaos gelegt hat. Das mangelnde Nachfrage spiegelt sich auch in den Filialen der Allianz-Tochter Dresdner Bank wieder. Auf Plakaten und Texttafeln rechneten die Banker zu Jahresbeginn den Kunden vor, wie hoch die Zuschüsse des Staates zur privaten Altersvorsorge sind. Doch die Resonanz war ernüchternd. Kaum ein Kunde hätte sich daraufhin nach den Produkten erkundigt, berichtet eine Bank-Mitarbeiterin aus einer Münchner Zweigstelle. Im Jahresverlauf verschwanden auch die Plakate aus den Filialen.
Hauptproblem Verständnis
Tatsächlich behalten auch knapp elf Monate nach der Einführung nur Experten den Durchblick bei den Finessen der privaten Altersvorsorge. Selbst Spezialisten der Stiftung Warentest scheiterten an dem komplizierten Regelwerk. Die Septemberausgabe der Zeitschrift "Finanztest" musste zurückgezogen werden, weil sich die Test-Experten bei einem Vergleich von "Riester"- Rentenversicherungen verrechnet hatten.
Noch immer sei die Riester-Rente schwer durchschaubar, weil sie an eine Vielzahl von gesetzlichen Vorlagen geknüpft sei, sagt Thomas Dammbier von der Stiftung Warentest. Das fängt bei der Zertifizierung an. Denn der Staat fördert nur bestimmte Kapitalanlagen. Elf Kriterien müssen die Verträge erfüllen - vom Schriftsatz in deutscher Sprache bis zur Informationspflicht des Bürgers über die Entwicklung seiner jährlich gezahlten Beiträge.
Hohe Kosten für Bürokratie
Rund 3600 Produkten von Banken, Versicherungen und Investmentfonds drückte das Bundesaufsichtsamt für Versicherungswesen (BAV) in Bonn bislang den Riester-Stempel auf. Den Kunden hilft das bei der Kaufentscheidung jedoch nichts, ein Kostenvergleich der einzelnen Angebote ist kaum möglich. Wer Riester-Fonds, Riester-Immobilien und Riester-Sparpläne korrekt miteinander vergleichen will, müsste die Steuersätze der kommenden 30 Jahre kennen.
Zudem versickert ein erheblicher Teil der Beitragsgelder in der Bürokratie. Um die Riester-Policen anzupassen, müssen Einkommen und Familienstand jedes Jahr kontrolliert werden - und das schlägt erheblich zu Buche. Nach einer Studie von Finanztest zwacken die Anbieter bis zu 15 Prozent der eingezahlten Gelder für Verwaltung und Provision ab. Das Analyseinstitut Morgen&Morgen und das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) gehen sogar von 20 Prozent aus.
Vater Staat schenkt 38 Euro
Die Rendite verkümmert durch die hohen Verwaltungskosten. Nach einer McKinsey-Studie liegt die Rendite unter der traditioneller Lebensversicherungsprodukte. Zudem ist der staatliche Zuschuss bis zum Jahr 2008 in vier Stufen aufgestockt - und in den ersten Jahren nur kümmerlich. 38 Euro Zulage kann ein Erwachsener im ersten Jahr kassieren, von 2008 an sind es jährlich 154 Euro.
Für Wüstenrot-Mann Wlatschiko ist und bleibt die Riester-Rente ein Verlustgeschäft. Er kassiert 25 Euro Provision - für eineinhalb Stunden Beratung.
Steven Broker
24.11.2002, 00:19
Für Wüstenrot-Mann Wlatschiko ist und bleibt die Riester-Rente ein Verlustgeschäft. Er kassiert 25 Euro Provision - für eineinhalb Stunden Beratung.
Wenn er halt zu doof ist, die Riesterrente nur als Ansprachesignal zu nutzen und in seiner Beratung nicht alle Ziele und Wünsche mit den individuellen finanziellen Gegebenheiten seines Kunden in Einklang zu bringen (weitere Altersvorsorge, Familienabsicherung, Zielsparen usw usw usw), dann darf er gerne bei der Wüstenrot bleiben!!! :D
Aus der BdV Info 2/2002
Riestern oder Eichel-Förderung ?
Mit der Riester-Rente sollen die Einbußenin der gesetzlichen Rentenversicherung durch private Altersvorsorge ausgeglichen werden. Je nach Kinderzahl, Einkommens- und Familiensituation gibt es unterschiedlich hohe Förderbeträge (vgl. "BdV-INFO" 1/2001 und 2/2001). "Riestern" kann man mit einem privaten Vertrag oder im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge, wenn der Arbeitgeber das anbietet. Bei der Riester-Rente gibt es staatliche Zuschüsse. Daneben steht die sogenannte "Eichel-Förderung", also die betriebliche Altersvorsorge ohne Riesterzuschuss, aber mit steuerlicher Förderung Bruttoentgeltumwandlung) und (bis 2008) Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen. Der Arbeitnehmer verzichtet freiwillig auf einen Teil seines Gehalts (etwa Weihnachtsgeld) zugunsten einer späteren Betriebsrente. Seit 2002 haben Arbeitnehmer Anspruch auf diese Form der Entgeltumwandlung. Der Arbeitgeber bestimmt, in welcher Form er dies durchführt. Ob sich die Riester-Rente oder die Eichel-Förderung mehr lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Eichel-Förderung meist günstiger
Die Bruttoentgeltumwandlung ist zur Zeit für die meisten Beschäftigten mit einem durchschnittlichen Verdienst der günstigere Weg, denn die Steuer- und Beitragsersparnis ist höher als die "Riester-Förderung". Steuerfrei sind Einzahlungen bis zu 2.160 Euro im Jahr, also vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung. Bei der Bruttoentgeltumwandlung wird aber ab 2008 die Ersparnis der Sozialversicherungsbeiträge wegfallen. Dann wird die Nettoentgeltumwandlung mit "Riester-Förderung" für viele wohl lohnenswerterwerden.
"Riestern" lohnt sich bei geringeren Einkommenund vielen Kindern
Es gibt Beispiele, bei denen die Entscheidung klar ist: Für einen allein verdienenden Ehepartner mit einem Einkommen von 1.500 € pro Monat und mehr als 2 Kinder lohnt sich die "Riester-Rente" sicher Bei 30 € eigenem Aufwand pro Jahr bekommt man eine Förderung von 214 € . Dagegen braucht ein Single mit einem Einkommen von 6.000 Euro pro Monat die Riester-Rente derzeit nicht in Betracht zu ziehen. Einem Eigenbetrag von 525 € steht eine Zulage von nur 38 € im Jahr gegenüber. Dazu gibt es noch eine Steuervergünstigung, die das Ergebnis aber nur wenig verbessert. Die bessere Alternative ist die Eichel-Förderung. Durch Entgeltumwandlung bekommt der Single durch die zusätzlich gesparten Sozialversicherungsbeiträge eine Förderung von 62,3%. Solange die betriebliche Bruttoentgeltumwandlung noch mit einem Einsparen vonSozialversicherungsbeiträgen verbunden ist, ist dies (bis 2008) die bessere Variante. Zusammenfassend lässt sich sagen: Familien mit mehreren Kindern und (unter-)durchschnittlichem Einkommen fahren mit der "Riester-Förderung" besser, Singles und Familien mit höherem Einkommen liegen im Regelfall bei der "Eichel"-Förderunggünstiger.
Für mich lohnt sich Riestern aber welcher Vertrag ?
Riester-Verträge können als Banksparpläne, als Fondssparpläne und als Rentenversicherungsverträge abgeschlossen werden. Innerhalb der Varianten gibt es erhebliche Unterschiede bei den Verwaltungskosten Vergleichstests, die in letzter Zeit zuhauf erschienen sind, helfen nur begrenzt weiter, weil die Rendite der Verträge nicht vorhergesagt werden kann. Es gibt aber Angebote mit besonders hohen, zum Teil versteckten Kosten, etwa beim Vertragswechsel, die man meiden sollte. Banksparpläne haben den Vorteil, dass die Kosten von den Banken von Anfang an verrechnet werden, so dass die Banken weniger Verzinsung zusagen. Dies ist die sicherste Variante des Riester-Modells, allerdings kann bei den meisten Verträgen der Zins von den Banken während der Laufzeit angepasst werden. Am besten ist es, wenn der Zinssatz sich vertraglich nach festen Größen richtet, etwa nach der allgemeinen Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt. Fondssparpläne bieten die beste Renditeerwartung, gerade bei langer Laufzeit, also für junge Leute. Man sollte aber darauf achten, dass der Fonds ein ausgewogenes Verhältnis an Aktien-, Renten- und Immobilienfonds aufweist, damit das Risiko gestreut wird. Bei Rentenversicherungen gibt es viele versteckte Kosten, die einen Vergleich sehr schwierig machen. Auch Rentenversicherungen legen das Geld am Kapitalmarkt an, häufig weiß man nicht einmal wie. Bank- und Fondssparpläne sind da transparenter.
Hinweis: Vor Abschluss eines konkreten Vertrages sollte man zunächst die eigenen Bedürfnisse prüfen (will ich die Zwänge des Riesterns überhaupt eingehen?) , dann erfolgt die Entscheidung für eine Vertragsart und erst dann für ein konkretes Vertragsangebot. Prüfen Sie Ihre Entscheidung gründlich! Sie soll möglicherweise viele Jahre lang gelten und später die Versorgung im Alter sichern helfen. Wer noch nicht ausreichend vergleichen konnte oder keinen geeigneten Vertrag gefunden hat, für den gilt: im Zweifel lohnt es sich eher, die Förderung für 2002 verstreichen zu lassen als übereilt einen falschen Vertrag abzuschließen und später hohe Wechselkostenzu zahlen..
Für wen lohnt sich Riestern?
In der letzten "BdV-INFO" 1/2002 druckten wir eine Tabelle ab, für wen sich die Riester-Förderung und für wen sich die Eichel- Förderung eher lohnt. Nochmals im Überblick:
Alleinstehend, Single, ohne Kinder, Steuerklasse I :
Die Riester-Rente lohnt sich bis zu einem Jahresbruttoeinkommen von 10.000 Euro, darüber hinaus die betriebliche Eichel-Förderung.
Verheiratet, 1 Kind, Steuerklasse III:
Die Riester-Rente lohntsich bis zu einem Jahresbruttoeinkommen von 26.000 Euro, darüber hinaus die Eichel-Förderung.
Verheiratet, 2 Kinder, Steuerklasse III
Die Riester-Rente lohnt sich bis zu einem Jahresbruttoeinkommen von 30.000 Euro, darüber hinaus die Eichel-Förderung.
Zwänge bei der Riester-Rente
Bei der Riester-Rente sind Zwänge vorgeschrieben, die über die Entgeltumwandlung vermieden werden. Während die Entgeltumwandlung bei pauschaler Versteuerung und Sozialversicherungsersparnis (Eichel-Förderung) später dauerhaft steuerfrei sein wird, muss die Riester-Rente "nachgelagert" bei Rentenbezug versteuert werden. Hinzu kommt, dass bei der Riester-Rente das Kapital im Rentenalter nicht voll zur Verfügung steht, sondern zum größten Teil verrentetwerden muss.
http://www.bundderversicherten.de/BdVAktuelles/bdv-info200202.pdf
http://www.bundderversicherten.de/BdVAktuelles/bdv-info100202.pdf
hola,
wie schon u.a. bei der neuen eigenheimzulange rentiert es sich auch bei der rissterrente wieder für die singels überhaupt nicht!!!!
Steven Broker
24.11.2002, 14:03
Das ist nicht ganz richtig Stefano....auch als Singel liegt Deine Förderquote durch den Steuervorteil mindestens bei deinem Steuersatz...je nachdem wieviel du verdienst also zwischen 25 % und dem Spitzensteuersatz!!! :eek:
Wird die Riester-Rente später nicht nur mit dem Ertragsanteil besteuert? :confused:
Einem Eigenbetrag von 525 € steht eine Zulage von nur 38 € im Jahr gegenüber.
Das sind 7,2 % ohne Zinsen und Prämien - welcher Banksparplan bringt so eine Rendite?
hoellenfuerst
24.11.2002, 21:17
Woran die Rente wirklich krankt
Hendrik Munsberg
In Deutschland, befand der frühere Bundespräsident Roman Herzog, gebe es kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Die Debatte um eine neuerliche Rentenreform beweist: Herzog irrte. Wir haben auch ein Erkenntnisproblem. Da erklärt der Chef der neuen Regierungskommission zur Reform von Gesundheits- und Rentensystem, Bert Rürup, zur Stabilisierung der Alterssicherung reiche eine schrittweise Anhebung des Rentenalters aus. Jetzt meldet sich Finanzminister Hans Eichel zu Wort: Das Rentensystem müsse nach Schweizer Vorbild umgebaut werden. Künftig sollten neben Arbeitnehmern auch Unternehmer, Beamte und Politiker in die Solidarkasse einzahlen.
Beide Einlassungen zeigen, dass das Grundproblem des deutschen Rentensystems bisher kaum verstanden ist. Es besteht darin, dass unsere Alterssicherung auf dem Äquivalenzprinzip von Leistung und Gegenleistung - sprich: Einzahlung und Auszahlung plus angemessener Verzinsung - beruht; aber leider nur noch auf dem Papier. In Wahrheit müssen alle Männer, die Jahrgang 1961 oder jünger sind, mehr in die Solidarkasse einzahlen als sie im statistischen Schnitt je herausbekommen werden. Bei Frauen sieht die Lage kaum besser aus. Ein derartiges Rentensystem sendet beständig den Anreiz aus, jede Einzahlung, wenn möglich, zu vermeiden, um das Geld besser auf eigenen Namen rentierlich anzulegen. Das kann auf Dauer nicht funktionieren.
Der Rentenexperte Meinhard Miegel hat Recht: Wir brauchen eine Grundrente, die über eine allgemeine Steuer finanziert wird, deren Beitragslast niemand ausweichen kann und die nach dem Leistungsfähigkeitsprinzip funktioniert. Für alles, was darüber hinausgeht, muss jeder selbst aufkommen. Bei solcher Eigenvorsorge würde strenge Äquivalenz gelten, soll heißen: Renditerechnen lohnt sich. Endlich.
Steven Broker
24.11.2002, 23:12
Wird die Riester-Rente später nicht nur mit dem Ertragsanteil besteuert?
Nein, das besondere an der Riesterrente ist die nachgelagerte Besteuerung! Aber das muss nicht schlecht sein, denn so hat der "Vorsorger" heute schon den Steuervorteil, denn wer weiss ob versprochene Steuervorteile in der Zukunft überhaupt gehalten werden! (Stichwort: Ertragsanteilsbesteuerung bei privaten Rentenversicherungen!)
hola,
mag sein, dass ich da was nicht verstehe, :rolleyes: aber bei 38 € förderzulage für 02/03 für ein singel, ist dies aus meiner sicht nicht gerade reizwoll um ne riester abzuschliessen. :rolleyes:
wo liegt mein denkfehler :confused:
Du hast die "Steuerrückerstattung" vergessen. Aber selbst ohne diese sind ,wie BeFrank schon richtig bemerkte 38 EURO auf 525 EURO (bei max. Einzahlung) garantierte 7,2%!!
schau in dein Postfach
gruss aus bernau
siko;)
hola,
oki, rückanwort is unterwegs.
auch wenn´s 7,2 % sind, schliess ich doch net wegen 37 € so nen ding ab? und steuerrückerstattung ???
mal zur Verdeutlichung:
bei ca 50.000 EURO Jahresbrutto und einer "Höchsteinzahlung" von 525 EURO p.a. erhältst du eine Steuerrückerstattung in Höhe von 215,05 EURO
Zusätzliche Steuerersparnis (AVmG)
Die Steuerersparnis durch den Sonderausgabenabzug abzüglich der Gesamtzulage.
Die zusätzliche Steuerersparnis errechnet sich aus Differenz der Steuerbelastungen vor und nach Sonderausgabenabzug, vermindert um die bereits gezahlte Gesamtzulage.
zusammen mit den 38 Euro Zulage für einen Single ohne Kinder ergibt sich ein Betrag von
253,05 EURO
also 48,20 % FÖRDERQUOTE!!!
und das ganze ohne Zins und Zinseszins!
gruss aus bernau
siko;)
hola,
thanks :)
e-mail erhalten und antwort is schon back ;)
Wenn Ihr mit einer Angestellten Rentenversicherungspflichtigen verheiratet seid, seid auch IHR "Riesterfähig"!!
Hölli, watt nu?
40,58 EURO im Monat und der Staat zahlt 21,09 p.Monat dazu!
3,17 € in den Vertrag (38€:12) und 17,92 € p. Monat (Steuerrückerstattung) cash in die Täsch!
Das heißt, von 43,75 €, zahlt ihr "nur"22,66 € aus der eigenen Tasche!!!
Nicht reden! Handeln.
gruss aus bernau
siko;)
Steven Broker
26.11.2002, 19:53
Kann siko da nur bestätigen!!! ;)
Die Riesterrente wird nachgelagert besteuert!
Den Steuervorteil hat man in den Ansparjahren, und das ist mir lieber als Steuervorteile in der Zukunft zu haben, wo man doch nicht genau weiss ob man diese überhaupt noch bekommt! ;)
Danke Steven, aber für geldwerte Tipp's ist diese Board doch da!*grins*
gruss aus bernau
siko;)
Es würde mich glatt interessieren, wer von Euch allen schon einen Riestervertrag abgeschlossen hat.
Ich hab!
gruss aus bernau
siko;)
Gordon Shamway
04.12.2002, 22:42
Kann man bei Riester eigentlich schon jetzt ausrechnen, wie alt man werden muss, um seine eigenen Nettobeiträge wieder zurück zu bekommen? :confused: ;)
Steven Broker
05.12.2002, 22:59
@Gordon:
...bei Riester-Rentenversicherungen: I.d.R. hat man da eine sogenannte "Garantiezeit", d. h. so lange ist die Rente garantiert! Stirbt man wärhend des Rentenbezuges, aber in der Garantiezeit, so bekommen die Erben die Rente so lange weiter, bis die Garantiezeit abgelaufen ist! Durch die Garantiezeit ist gesichert, das die eingezahlten Beiträge, die Förederung und viele viele Überschüsse ausgezahlt werden, auch wenn einer gleich nach Renteneintritt versterben sollte!
...bei Fondsparplänen: Soweit ich weiss bekommt nach dem Tod die Erben mind. die eingezahlten Beiträge...hier kann Siko vielleicht noch mehr Infos rauskramen! ;)
...bei anderen Arten von Riesterförderung, Z.Bsp. Unterstützungskassen, Pensionskassen, VBL....usw....kommt es auf den Vertrag an, ob man die mind. die Beiträge irgendwie gesichter hat!
Ca$hmandt
06.12.2002, 08:39
vergest aber nicht die 4% steigerung die ihr latzen musst von eurem brutto um die volle zulage zu erhalten! DAS WIRD TEUER! Ganz zu schweigen von den kosten, mit denen eins olcher vertrag berechnet wird!
4% von 2500 Brutto=100€ per monat!! viel spass! da gibs warhaft besseres!
denkt mal über die pensionskasse nach!
Steven Broker
06.12.2002, 23:14
12,67 Euro zahlt man dann aber von den 100 Euro eh weniger (Beispiel ohne Kinder!!!)
Dann noch die Steuerrückerstattung: 100 Euro, Steuersatz 35 %...dann gibts also nochmal 35 Euro zurück!!!
Nicht ganz die Hälfte der 100 Euro zahlt also schon mal der Staat!
Und das soll nix sein Cashi!?! :eek:
Teuer, naja...wenn keine Förderung (Antrag usw...) dabei wären, dann wärs wohl auch billiger!!! Steht doch aber in keinem Verhältniss, oder?
Ausserdem sind die Riester-Fondssparpläne nun auch nicht soooo teuer!!! :rolleyes:
Pensionskassen haben auch kein Kapitalwahlrecht, ich seh da jetzt nicht soooo nen Vorteil! Zudem ist eine PK eher Arbeitgebergebunden, was zwar nicht schlecht sein muss, aber man muss sich Gedanken drüber machen!
Wo liegt denn noch der Vorteil einer PK? Ab 2008 soll auch die Sozialabgabenbefreiung fallen...dann gibts keine nennenswerte Vorteile mehr! :eek: (Wobei ich noch sehr hoffe, das sie nicht fällt!!!)
Unterstützungskassen sind aber besser, finde ich, zumindest wenn man keine Kinder hat! ;)
@SB
Es gibt Leute, die wechseln wegen 0,5% die Bankverbindung.......
Aber wenn man 48,20% garaniert bekommt, interessiert man sich nicht dafür.
zurück zu Gordons Frage.
Folgender Fall angenommen:
Mann wird 40;) ist alleinstehend, keine Kinder, Jahresbrutto
50.000 EURO; Angenommene Zinsen 5,0%
Rentenzahlung 20 Jahre
Hat eine Eigenleistung bis 2028 von 46.675 EUR nach Abzug der gezahlten Zulage.
Zieht man davon die Steuerrückerstattungen in Höhe von
17.504 EURO ab, bleiben als
EIGENBETRAG netto noch : 29.171 Euro übrig.
bei angenommenen 5 % Verzinsung würde er ein Rente pro Monat in Höhe von 597 EURO bekommen. Das wären pro Jahr
7.164 EURO
Nach nur 4 Jahren und nicht ganz einem Monat wäre der EIGENBEITRAG aufgezehrt!!
hier noch mal die Zahlen im Überblick:
gruss aus bernau
siko;)
Ca$hmandt
07.12.2002, 14:17
die pensonskasse hat sehr wohl kapitalwahlrecht! ;) :)
Ca$hmandt
07.12.2002, 14:23
Für wen lohnt sich Riestern?
In der letzten "BdV-INFO" 1/2002 druckten wir eine Tabelle ab, für wen sich die Riester-Förderung und für wen sich die Eichel- Förderung eher lohnt. Nochmals im Überblick:
Alleinstehend, Single, ohne Kinder, Steuerklasse I :
Die Riester-Rente lohnt sich bis zu einem Jahresbruttoeinkommen von 10.000 Euro, darüber hinaus die betriebliche Eichel-Förderung.
Verheiratet, 1 Kind, Steuerklasse III:
Die Riester-Rente lohntsich bis zu einem Jahresbruttoeinkommen von 26.000 Euro, darüber hinaus die Eichel-Förderung.
Verheiratet, 2 Kinder, Steuerklasse III
Die Riester-Rente lohnt sich bis zu einem Jahresbruttoeinkommen von 30.000 Euro, darüber hinaus die Eichel-Förderung.
Außerdem ist die Provision für den Vermittler höher, stimmts? :D
Die obigen Aussagen kann ich so nicht unterschreiben. Sie kommen vom Lobiistenverband der Versicherer.
Schau in die Stiftung Warentest ich denke die sind unabhängig.
http://www.warentest.de/bilder/o/Z030100.jpg
http://www.warentest.de/pls/sw/sw.main?p_KNr=5002213190699620021207145453&p_E0=7061&p_E1=0&p_E2=0&p_E3=140&p_E4=0&p_info=p_artikel:Z030100,p_prodnr:7139
die 7,50 sind vielleicht nicht unbedingt rausgeschmissenes Geld.
gruss aus bernau
siko;)
Ca$hmandt
07.12.2002, 18:52
ich bekomme keine provision, weder für das eine noch für das andere! :(
Sorry, warst du nicht bei einem Versicherungsmakler angestellt??
Sollte auf alle Fälle nicht beleidigend wirken!!!
gruss aus bernau
siko;)
Ca$hmandt
08.12.2002, 02:09
ja, ich bin dort im innendienst, wir haben eigentlich gar keinen aussendienst, das macht der boss alles selber.
ist auch nicht so rübergekommen, hast aber recht, dafür gibs natürlich nicht so viel provision.... :(
Steven Broker
08.12.2002, 02:47
@cashi:
die pensonskasse hat sehr wohl kapitalwahlrecht!
Mhhh...aber soweit ich weiss auch nicht jede, oder!?!
...zu deinem obigen Posting:
Wie kommt "BdV-INFO" da dauf!?! Würd das gern auch nachvollziehen können!!!
Hi Sparer,
Riester? NEIN DANKE!!
Schaut euch den Beitrag an!
http://212.168.37.25/aktienmarkt/showthread.php?postid=506782#post506782
Gruss
Kerstin
Ca$hmandt
30.12.2002, 00:39
...zu deinem obigen Posting:
Wie kommt "BdV-INFO" da dauf!?! Würd das gern auch nachvollziehen können!!!
aeh, kann ich dir nicht sagen, ich hab da nicht gerechnet, denke die werden sich schon was dabei gedacht haben... ;) :D
Gordon Shamway
30.07.2003, 18:42
Institut erklärt Riester-Rente für gescheitert
Die Riester-Rente ist nach Auffassung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) gescheitert. Es drohe eine Rentenlücke dramatischen Ausmaßes.
Nur eine Minderheit von 15 Prozent der Bundesbürger habe einen privaten Vertrag für eine kapitalgedeckte Alterssicherung abgeschlossen. Die ersten der rund 300.000 Verträge seien seit Januar bereits wieder gekündigt worden, geht aus dem jüngsten vom DIA am Mittwoch veröffentlichten "Rentenbarometer" hervor. Trotz des Booms bei Betriebsrenten mit 200.000 Neuabschlüssen bleibe ein Minus von 100.000 Policen.
Die Zahl der "Riester-Verweigerer" hat der repräsentativen DIA-Umfrage zufolge seit Jahresbeginn leicht auf 70 Prozent zugenommen. Die Zahlen belegten die große Verunsicherung der Bevölkerung durch immer neue Rentendiskussionen. Viele Bürger hätten "die Dramatik der Situation" noch nicht in vollem Umfang erkannt.
Deshalb sieht das von der Deutschen Bank getragene Institut die Riester-Reform eineinhalb Jahre nach ihrem Start als gescheitert an. Im letzten Quartal des Jahres 2002 war die Zahl der privaten Zusatzrenten noch sprunghaft auf 5,1 Millionen Verträge gestiegen. Die vom Staat geförderte private oder betriebliche Altersvorsorge soll nach den Vorstellungen der Regierung Einschnitte bei der gesetzlichen Rente ausgleichen.
Düstere Prognosen
Prognoserechnungen des DIA kommen zu dem Ergebnis, dass wegen der schlechten Privatvorsorge die Rentenlücke künftig immer dramatischere Ausmaße annimmt. Schon in 30 Jahren werde das gesetzliche Rentenniveau, das heute bei 70 Prozent liegt, nur noch 58 Prozent erreichen.
Wer heute rund 5000 Euro im Monat verdiene und sich allein auf die gesetzliche Rente verlasse, dem droht nach den Berechnungen im Jahr 2035 eine Rentenlücke von rund 500 Euro im Monat. Deshalb müssten viele, die ihren Lebensstandard im Alter halten wollten, mehr als vier Prozent des Einkommens - wie dies die Riester-Reform von 2008 an vorsieht - zurücklegen.
© dpa
Ursprünglich geschrieben von siko
Außerdem ist die Provision für den Vermittler höher, stimmts? :D
Die obigen Aussagen kann ich so nicht unterschreiben. Sie kommen vom Lobiistenverband der Versicherer.
Schau in die Stiftung Warentest ich denke die sind unabhängig.
Das ist doch nicht dein Ernst, Stiftung Warentest ist alles andere als unabhaengig! Das Geld sollte man sich sparen, die Riester-Rente ist bzw. war legaler Betrug am Kunden, BASTA!
Wer vorsorgen will kommt um ein gute Fondspolice mit den richtigen Fonds nicht herum, natuerlich sollte man schon 15-20 Jahre Zeit haben fuer die Vorsorge.
Hoffentlich hat nun auch der letzte erkannt das die Riester-Rente einfach nur Mist ist!
cu
Die <RisterRrente> war an sich eine gute Sache, sie wurde nur viel zu kompliziert für den Kunden entwickelt!
boersenkater
07.08.2003, 10:12
so wie es mal gedacht war war die riester-rente sicher eine
gute sache....
aber wie immer im bürokraten-lobbyisten-deutschland haben
mal wieder alle ihre finger drin gehabt und solang dran rum-
gedoktort das am schluss - wie immer in unserm lieben land -
nur scheisse rauskommt...
vor ein paar tagen lief auf phoenix eine sendung über die ganze
steuergesetzgebung...wenn man sich das anhört und ansieht
kann man nur den kopf schütteln...mir ist klar geworden das die
politik gar nicht dran schuld ist...die haben schon die richtigen
ideen...aber wie gesagt am ende - weil zig interessenparteien
auch noch berücksichtigt werden wollen und dementsprechend
"nachgebessert" wird - kommt nur scheisse raus... :rolleyes:
scheiss bürokratie... :eek: :rolleyes:
Buchfink
07.08.2003, 17:22
Genau!!!!!!
Wenn die 1 mal sagen würden so wird es gemacht und nicht anders, dann wäre vieles besser. Aber die Politik wird ja schon seit Ewigkeiten von der Industrie beherrscht :angry:
Glaub mal, die werden nicht zurückstecken, egal wie schlecht es dem Land geht :angry:
Altersvorsorgekonto: Das "Riestern" soll attraktiver werden !
Besser wäre es, wenn das "riestern" einfacher wird und es nur noch ein paar einzelne Elemente gibt. Die derzeitigen Fakten sind fast allen zu umfangreich!
Auszug aus einem Bericht des Bankenverbandes:
Nachteile:
- immensen bürokratischen Aufwand
- hohen Produktanforderungen
- Einschränkungen bei der Verwendung des angesparten Vermögens
Die Grundidee der "Riester-Rente" ist eigentlich sehr einfach: Wer privat für sein Alter vorsorgt, wird vom Staat durch Zulagen oder Steuerersparnis darin unterstützt. Dies folgt der demographischen Herausforderung, mit der Deutschland in den kommenden Jahren und Jahrzehnten konfrontiert ist.Rückläufige Geburtenraten und die wachsende Lebenserwartung führen dazu, dass im Jahr 2040 rund jeder zweite Deutsche über 65 Jahre alt sein wird. Da eine rein umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung unter diesem Alterungsdruck zusammenbrechen würde, war der mit der Einführung der Riester-Rente - wenn auch späte - erste Schritt in Richtung einer kapitalgedeckten Eigenvorsorge der Bürger nur konsequent.
Allerdings ist die praktische Umsetzung der staatlich geförderten Altersvorsorge enttäuschend ausgefallen - denn sie ist ein bürokratisches Ungetüm: Wer die staatliche Förderung bekommen will, muss sich einem aufwändigen und fehleranfälligen Antragsverfahren unterziehen. Die gesetzlichen Produkt- und Verfahrensvorschriften sind äußerst komplex, selbst für Experten schwer durchschaubar und dem Kunden erst recht kaum vermittelbar. In der Auszahlungsphase gibt es enge Beschränkungen, und große Bevölkerungsteile, etwa das Gros der Selbstständigen und der nicht Erwerbstätigen, sind vom Kreis der Förderberechtigten ausgeschlossen.Hinzu kommt,dass die Höhe der staatlichen Förderung sich zwischen 2002 und 2008 nur allmählich aufbaut und die in der Anfangsphase gewährten Vergünstigungen vergleichsweise unattraktiv erscheinen. Kein Wunder also,dass die Riester-Rente von den Deutschen nicht angenommen wird: Bis Oktober vergangenen Jahres hatte nur rund jeder Zehnte aus dem Kreis der Förderberechtigten einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen, und im gesamten Jahr 2003 gab es nur sehr wenige Neukontrakte. Im Gegenteil: Viele Riester-Sparer haben bereits geschlossene Verträge wieder storniert.
Um die private Altersvorsorge attraktiver zu machen, schlägt der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) nun vor, die Riester- Rente zu entbürokratisieren,von unnötigen Einschränkungen zu befreien und auf die gesamte Bevölkerung auszudehnen. Die heute sehr eng gefassten Kriterien, denen alle Riester-Produkte genügen müssen, sollen auf Mindeststandards reduziert werden:
Nach den Vorschlägen soll die Auszahlung des Altersvermögens frühestens beginnen,wenn der Altersrentenfall eintritt oder der Sparer das 60. Lebensjahr vollendet hat. Wer vorzeitig über sein Alterskapital verfügen will, muss sein Vorsorgekonto auflösen und in diesem Fall die erhaltenen staatlichen Zulagen und Steuervergünstigungen zurückerstatten.Der Anbieter muss allerdings zusagen, dass zu Beginn der Bezugsphase mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge zur Verfügung steht. Eine eventuelle "Unterdeckung" des Kontos wäre vom kontoführenden Produktanbieter auszugleichen.
Vereinfacht werden sollen vor allem die Regeln für die Bezugsphase selbst. Wenn überhaupt, sollte der Staat nur die Verwendung der eingezahlten Beiträge, nicht aber der Kapitalerträge regeln. Über diese müsse der Bürger frei verfügen können. Gegenwärtig gelten sehr rigide Vorschriften über die Auszahlung des angesparten Alterskapitals.
hör auf so einen Quatsch zu erzählen! :bang:
Ursprünglich geschrieben von Dopamin
@Siko
du solltest dich lieber aus Sachen raushalten, von denen du keine Ahnung hast. So wie ich es sehe biste nämlich einer der tolen Typen die eine Lebensversicherung oder einen Bausparvertrag abgeschlossen haben. Wenn du auch nur ansatzweise so viel Ahnung hättest wie du vorgibst dann wärst du scheinbar reich müsstest dich nicht in diesem Forum aufhalten. glaube aber nicht das du auch nur einen blassen Schimmer hast von Inflationsschutz, geschweige denn Stille Reserven mit den zusammenhängenden Prinzipien Niederstwertprinzip und Buchwertprinzip. Aber wer will es dir auch verübeln. Jeder der glaubt die Riesterrente wäre gut, hat sich falsch informiert oder wurde flasch informiert, außer er hat eine Familie, dann lohnen sich die Zulagen in jedem Fall. Alle aderen sollten für eine LANGFRISTIGE Anlage ein SACHWERT-Portfolio verwenden.
Könntest ja zumindest mal deinen Anschuldigungen begründen. Aber wenn du dazu nicht in der Lage bist... und lieber tolle Sachen sagst wie: erzähl doch keine Scheiß, etc...
Manchmal ist weniger eben mehr...oder?
MfG
Dopmain
http://www.smilieportal.de/img/frech/1/1.gif
Ca$hmandt
02.02.2004, 21:48
hallo mr. schlaum...aeh dopamin, was würdest du denn tolles vorschlagen? produkte schlecht reden kannst du ja gut, ebenso wie du hier einen merkwürdig agressiven ton gegenüber anderen usern pflegst...
lass mal einen sinnvollen vorschlag hören ok? :tup:
was verstehst du unter einem sachwert portfolio? sollen sich die durchschnittsverdiener inmobilien zulegen? :confused:
http://www.nuhr.de/data/karte2_takeaway.gif
Ca$hmandt
02.02.2004, 22:10
Laut OLG Hamburg ist die Kapitallebensversicherung legaler Betrug. Bund der Versicherten, Bund der Sparer und Freier Berater gehen sogar so weit und bezeichnen es als "Verbrechen am deutschen Volk". Ist nicht von mir, finde ich aber ziemlich aussagekräftig.
begründung? Urteilstext?
2. Bausparvertrag
sorry, wenn ich mein eingezahltes kaptital mit 2,5% verzinst bekomme und dann dazu nochmal 10% auf meine einzahlung vom staat dazu, errechnet sich hier eine nicht zu verachtende rendite oder willst du das etwa leugnen?
ebenso ist es bei dem riestervertrag den man übrigens auch fondgebunden abschließen kann, da hast du ja dein deine SACHWERTE oder etwa nicht? :confused:
:angry:
mr. dope, wo siehst du inflation? :bang:
geldanlagen, die vom staat mit ordentlichen prämien gefördert werden, sind also betrug? :bang:
bin schon gespannt auf deine erklärung, warum beim bausparen vermögen vernichtet wird - und komm mir nicht mit inflation!
tolle vermögensstruktur: aktien und immobilien - damit hast du in den letzten jahren bestimmt gut performt. :bang:
im übrigen kann man die riester-rente auch als normalen fondssparplan anlegen.
Ca$hmandt
02.02.2004, 22:26
man kann ja mal jeden x-beliebigen immo fond im 10 jahresvergleich zum dax hierreinstellen, oder da ja langfristig angesprochen wurde, im 20 jahresvergleich! würde mich mal interesieren! :eek:
Ursprünglich geschrieben von Dopamin
Jo.Wi. trifft den Nagel auf den Kopf! Riestern lohnst sich nur bei viiiiiieeeeelen Kindern.
Hinzu kommt das die Riesterrente aus Geldwertanlagen besteht und keinerlei Inflationsschutz genießt. Bei Minizinsen von ungefähr 3% spart man sich nach Abzug der Inflation arm! Dazu kommt, dass selbst wenn die Riesterrent gut wäre, niemand sie verkaufen würde, weil Versicherungsvertreter leiber unsinnige Lebensversicherungen verkaufen, die mehr Provision bringen. Ebenso ist es mit Banken die lieber total unsinnige Bausparverträge verkaufen die in die Tonne gehören. Es geht halt wie immer ums Geld!
MfG
Dopamin
Es mußte ja wohl einen Grund haben, warum ich geschrieben habe, das du keinen Quatsch erzählen sollst!
1. Riestern lohnst sich nur bei viiiiiieeeeelen Kindern.
Falsche Aussage! Die Förderquote bei Singles mit höhem Steuersatz ist fast immer höher bzw. mindestens genausohoch!
Lies dazu meine Beiträge von Seite 1 (ALLE)
2.Hinzu kommt das die Riesterrente aus Geldwertanlagen besteht und keinerlei Inflationsschutz genießt.
Durch das wiederholen von Unwahrheiten werden sie nicht zu Wahrheit! Riesterverträge kann man sehr wohl in Aktienfonds besparen!!!Nur das es die meisten nicht tun, da sie 3-4 Jahre negative Aktienerfahrungen sammeln mußten.
Mein Riester läuft über einen 100%igen Aktienfond's
3. Bei Minizinsen von ungefähr 3% spart man sich nach Abzug der Inflation arm!
siehe Punkt 2. dazu die staatliche Förderung und die Steuerrückerstattung! Lies dazu meine Beiträge von Seite 1 (ALLE)
4. Dazu kommt, dass selbst wenn die Riesterrent gut wäre, niemand sie verkaufen würde, weil Versicherungsvertreter leiber unsinnige Lebensversicherungen verkaufen, die mehr Provision bringen.
Da muss ich dir Rechtgeben!!! Lies dazu mein Posting Nr. 32
5. Ebenso ist es mit Banken die lieber total unsinnige Bausparverträge verkaufen die in die Tonne gehören.
Wenn dir deine Bank auf die Anfrage nach der Risterförderung einen Bausparvertrag anbietet, solltest du die Bank wechseln!
Riester ist nicht das Allheilmittel!!! Aber eine der Formen der Altersvorsorge!
Und zum Schluss: Es geht halt wie immer ums Geld!
Genau!
Ca$hmandt
02.02.2004, 22:29
die Kapitallebensversicherung benutzt den 3-geteilten Beitrag. Von z.B. 100€ gehen 10% Risikoanteil weg und bei zwischen 30 und 40% Verwaltungsanteil. Das Prinzip ist bei jeder Versicherung dasselbe. Den Rest nennt man Sparanteil. und nu darauf gibt es die jetzt noch garantierten 2,75% Zinsen.
und wie kommt es dann das die lv´s die jetzt nach 30 jahren ausbezahlt werden eine nachgewiesene rendite zwischen 6 und 7 prozent haben? irgendwas stimmt doch da nicht..... :confused:
dope, jetzt mal ganz ernsthaft
der templeton growth ist ein toller fonds der durch seinen RENTENanteil(max. 25%) in den letzten jahren so stabil war.
aber mal angenommen, wir würden diese diskussion vor einem jahr führen, ohne den aktuellen kursverlauf zu kennen, würdest du dann immer noch so lauthals auf jede festverzinsliche sparform schimpfen?
(ja ich weiss, man hätte den quadriga kaufen können,
aber wir reden hier von ottonormalsparer)
im übrigen möchte ich bei rentenbeginn nicht auf die launen des aktienmarktes angewiesen sein.
wieso redet der mann von darlehenszins, wenn wir über geldanlagen diskutieren? :confused:
schonmal was vom effektiven jahreszins gehört, der bei allen bauspardarlehen angegeben wird?
die rendite auf einen bausparvetrag mit ASZ/WOP liegt bei 7 jahren laufzeit um die 5,30%
Ca$hmandt
02.02.2004, 22:35
hier geht es ja nicht um aktienhandel sondern darum eine sichere rente nach hause zu bringen. und da nimmt man sich die bausteine die was bringen. ich habe einen bs ohne jeweils den kredit in anspruch zu nehmen, nur wegen den 10% die der staat draufzahlt
Ca$hmandt
02.02.2004, 22:41
:tup:
und jetzt? han ide auch keine ahnung? bitte runterladen und dann von der festplatte in RUHE durchlesen.
Ca$hmandt
02.02.2004, 23:01
Beim ersten überfliegen bereits 2 fehler entdeckt:
Kapitalauszahlung IST möglich!
Bei Tod stehen dem EHEPARTNER die Rente zu!
morgen werde ich das teil mal richtig durchackern, aber wenns schon so anfängt....
desweiteren sind bei der riesterrente zumindst die beiträge garantiert, wer garantiert mitr die 10% gewinn bei aktienfond? als beimischung gerne , aber darauf möchte ich nicht meine rente aufbauen..... :eek:
du müsstest dann evtl. mal eine Quelle angeben, damit man weiss was man runterladen soll und vorallem wo. Danke
-keinerlei hinweis auf kapitalgarantien bei versicherungen bzw. risiken bei aktienfonds
"dabei sind zahlen über die staatlichen zuschüssen relaiv unwichtig" - das ist höchst unseriös
genauso wie die assoziation mit bankrotten japanischen versicherungen da könnte ich auch bankhäuser, beteiligungsgesellschaften und ähnliches hervorzerren
sieht für mich aus wie mies gemachte propaganda von irgeneiner kapitalanlagegesellschaft
Die Aussage "Was kostete ein BMW damals, was kostet er heute" kann ich auch nicht stehen lassen. Es ist erwiesen das die Produktivitätsfortschritte der letzten Jahrzehnte quasi sämtliche Produkte (denke mal Zigaretten haben sich dank Steuer verteuert) im Bezug zum durschnittlichen Einkommen verbilligt haben. Die EZB hat meines Wissens das feste Ziel, die Inflation langfristig auf ca. 2% zu halten. bei 2,5%-5% Rendite sehe ich da keinen Verlust.
Imobilien, wo uns vlt. ein gehöriger Bevölkerungsschwund bevorsteht ? Die eigenen 4 Wände, ja!
In der Regel taugen meiner Ansicht nach Fonds überhaupt nichts und ich vertraue keiner Bank, bzw. fremden Fondsmanager mein Geld an. Die Banken erzählen viel wen der Tag lang ist, letztendlich wollen sie sich nur auf Kosten der Kunden berreichern, nicht zu beiderseitigen Profit. Es ist mindestens so schwer den besten Fonds für die nächsten 10 Jahre zu finden, wie die beste Aktie, da kann man es gleich ohne Ausgabesaufschlag, Erfolgsbonus und jährlicher Verwaltungsgebühr selber machen.
Leider lässt einem der Staat auch nicht viel wahlmöglichkeiten
Ca$hmandt
03.02.2004, 08:21
Warum sollte ich mir einen Bausparvertrag nehmen und 10% Zuschuss einsacken, wenn ich beim Fondssparen 20% bekomme und die Renditen wesentlich höher.
ich sag ja auch garnicht das man nicht fondsparen sollte, nur warum nicht auch eine sache auf der 100% sicheren seite haben? das ist nunmal die regel je sicherer ein produkt desto geringer die renditen.
sich mit Leuten zu unterhalten die eine festgefahrene Meinung haben und denen Argumente gegen ihre eigene Überzeugung am Ar.... vorbei gehen, ja sie nicht mal lesen!
aha, jetzt kommen wir der sache näher,
ein bischen gegoogelt und man kann eins und eins zusammenzählen,
der "Bund der Sparer" dient freien Vermittlern als Persilschein um Seriösität zu erwecken. (So einen Verein kann übrigens JEDER gründen)
mit dem "Zertifikat" würden die freien Vermittler bei IHK und EFPA keinen blumentopf gewinnen.
Ursprünglich geschrieben von Dopamin
Fonds sind i.d.R sicher und bringen weitaus mehr Rendite. :bang:
ich schliesse mich siko an, weitere diskussionen sinnlos
Ursprünglich geschrieben von Dopamin
Ja, ja Ignoranz... hab ja gewusst dass unter einer vorherrschenden Meinung im Aktienforum unter so genannten "Spezialisten" keine Überzeugung möglich sei. Dass es sogar soweit geht dass von "Ahnungslosen" der Bund der Sparer als Persilschein für Freie Berater genutzt werden soll, verschlägt mir glatt die Sprache. Für bessere Information, die sich der Autor hier scheinbar überhaupt nicht bemüht hat, geschweige denn die Seite des Bund der Sparer gelesen hat, der wird merken, dass das alles andere als ein Persilschein für Berater ist. Im Gegenteil, es ist eine Kontrollfunktion. Gerade auch für den Verbraucher, der es in der Regel nicht besser weiß. Hier mal eine kurze Übersicht für diejenigen, die sich noch nie mit dem BdS beschäftigt haben:
http://www.ifafinanz.de/bds.htm
Wenn "Green" meint das jeder einen e.V. gründen kann so hat er juristisch gesehen Recht. Die bloße Hinstellung allerdings ohne Zahlen, Daten oder Fakten zu nennen, dass was konkret faul dran sein soll, dafür hat er sich keine Mühe gegeben. Zu Urteilen über andere ohne sich ein Bild zu machen, finde ich ziemlich fatal. Was mich besonders stutzig macht, ist dass die wenigsten diesen gemeinnützigen Verein überhaupt kennen, da dieser doch in führenden Kaptalzeitschriften wie Capital, Cash, Finanzen, Freier Berater als besonders zu empfehlen gilt. Das zeigt mir besonders wie oberflächlich gearbeitet wird.
Ich gehe zu 99% davon aus dass "siko" ein Banker ist. Das kritische Auftreten gegenüber den klassischen Bankenprodukten treibt mich immer mehr zu dieser Überzeugung. Der freie Berater schreibt dazu folgendes:
"Unter dem "Schleier" des Bankkaufmanntitels verstecken sie ihr oftmals begrenztes Wissen und beschränken sich auf ihre Hausprodukte. Sie sind die schlimmsten Verkäufer der gesamten Branche. Denn der Kunde erstarrt vor Respekt und Ehrfurcht. Er kauft, was ihm von seinem Banker angeboten wird, nur damit er keine Schwierigkeiten in seiner Kontoführung oder beim Beantragen des nächsten Kredites bekommt. Die Macht der Banken ist grenzenlos." (Zitat, Quelle: Der freie Berater)
Man kann es sehen wie man will: Banker sind i.d.R. NUR auf ihre Hausprodukte beschränkt, ebenso wie die Versicherungskaufleute. Ein Banker oder Versicherungskaufmann können, selbst wenn sie wollen niemals einen Kunden mit der breiten Palette des Marktes beraten. Ein wirklich freier Berater ist ungebunden und kann kompetent und individuell beraten. Wie will der Banker einen Kunden beraten, den er nicht mal sieht? Da haben sogar Versicherungskaufleute ein großes Plus. Der Banker ist als Außendienstmitarbeiter ungeeignet. Das nötige Fachwissen bringt er mit, nur die notwendige Kundenberatung kommt zu kurz! Das "siko" verständlicherweise die Diskussion beenden will ist mir klar. Es fehlt mir ja der "Überzeugungswille". Und was ist mit ihm? Mein Meinung: ihm gehen die Argumente aus- dann kann man ja schnell die Diskussion beenden.
@ cashmandt (einer mit dem man wirklich diskutieren kann) Nur Fondsparen ist selbstverständlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Wie gesagt: es kommt auf das "richtige" Portfolio an. Ein optimales Portfolio gib es nicht! Man muss immer das eigene Risiko abwägen können. Dementsprechend muss das Portfolio aussehen. Bei jedem möglichen Scheiß riskieren die Menschen etwas, allerdings immer dann wenn es um nichts geht! Bungeejumping, Freeclimbing, Fallschirmspringen, ... Aber immer wenn es um das wichtigste geht wird gekneift. Beim Geld. Und da kommt der Banker ins Spiel. War es nicht so dass uns der Banker jahrelang verarscht hat? Aktien sind R-I-S-I-K-O. Nehmen Sie doch lieber das Sparbuch. Der Banker hat das Geld vom ahnungslosen Kunden genommen und dieses Geld in die Wirtschaft investiert. Darauf gab es schon immer große Lohnsteuervorteile und Gewinne. Und was hat der kleine Mann davon abbekommen? Nix. Genau dasselbe Prinzip wie bei der Kapitallebensversicherung. Der Sparer ist bei der Bank NUR Kunde, kein TEILHABER und hat somit von den Überschüssen, Gewinnen und Lohnsteuervorteilen nicht viel. Die großen Zeitschriften schreiben es doch: Einbruch der Rendite, Sinnhaftigkeit einer KLV, können Millionen Bausparer irren? JA!, Gewinnen mit Beteiligungen, Gehaltserhöhungen, Trennen Sie immer Kapitalanlage und Versicherung!, SACHWERT schlägt Geldwert um längen. Im Fernsehen kommt man gar nicht mehr daran vorbei: Plusminus, Reporter, Monitor berichten mit Schrecken von dem Bausparen und KLV. Warum die KLV absoluter Schrott ist, hab ich ja schon in den letzten Beiträgen erwähnt. Das Urteil des OLG Hamburg ist nicht umsonst so aussagekräftig. Wer mir nicht glaubt kann es im Internet selber nachlesen. "Googlen" könnt ihr ja bestens. Die Bemerkung, dass Fondsgebundene LV ja Sachwerte sind, ist zwar inhaltlich korrekt, nur hat der Kunde von diesen Sachwerten nichts, denn von den einbehaltenen Steuervorteilen und insbesondere Stillen Reserven, sieht der Kunde, weil er kein Teilhaber ist wie der Aktionär, Kommanditist oder Koplementär keinen Cent! Das ist Fakt! Deshalb nennt das OLG sowas "legaler Betrug". Die Argumentation das heute Lebensversicherungen 7% erwirtschaftet haben, tritt nur auf die ausgezahlten zu. Mein Opa sein KLV hat auch wesentlich mehr Rendite erzielt wie die heutigen. Es geht nicht um früher, sondern um hier und jetzt. Der Käfer war früher auch gut und trotzdem fährt ihn heute (fast) keiner mehr. Man muss auch mal die Gegenrechnung machen, was man statt einer KLV oder eines Bausparvertrages erzielt hätte, wenn man das Geld in Fonds oder Aktien investiert hätte. Diese sind "natürlich" inflationsgeschütz. Bsp.: Wenn die Infaltion steigt wird die Miete auch entsprechend erhöht. Hat mich das irgendwas gekostet? Ein paar Briefe. Bei den meisten stehts sogar im Vertrag. Der Wert der Immobilie steigt zeitgleich durch die Infaltion. Oder glaubt Ihr man bekommt heute noch eine Immobilie für 30.000 Mark????
WISO hat einen Test mit Banken gemacht: Sie sind mit 10.000€ in die Bank gegangen und haben ein Sparbuch und Bausparvertrag bekommen. Eine Woche später mit 50.000€ wurden plötzlich Fonds, Aktien angeboten. Auf die Bemerkung das 10% doch normal wären bekamen WISO die Antwort: R-I-S-I-K-O und unseriös! Als der Geschäftsbericht gefordert wurde, kam raus, dass die Bank über 28% Rendite gemacht hat. Man sind die risikoreich und unseriös. Da würde ich mein Geld nicht anlegen! Nicht dass ich jetzt die Banker in Verruf bringen möchte, ich kenne aber auch sehr gute Banker die Ihre Kunden einwandfrei und korrekt beraten. Leider ist das aber nicht die breite Masse
@ Flo
als nächstes willst du mir wohl weismachen, dass es überhaupt keine Inflation gibt und in Wirklichkeit alles billiger geworden ist? Hier die korrekte Erklärung von Inflation: Inflation ist der anhaltender Prozess der Geldentwertung, der seinen Ausdruck in einem Anstieg des Preisniveaus findet (Gegensatz: Deflation). Die Inflation wird gemessen am Anstieg eines das allgemeine Preisniveau am besten widerspiegelnden Preisindex. Der prozentuale Anstieg des Preisindex in einem bestimmten Zeitraum wird als Inflationsrate bezeichnet. Darunter fallen gerade im Elektrobereich der Technologische Fortschritt und die besseren Fertigungsverfahren.
Unterm Strich bleibt es dabei:
"...Vermögensvernichter Bausparen. Volksverdummung oder legaler Betrug? ...Geradezu erschreckend ist es, wie Staat und Bausparkassen gemeinschaftlich und vorsätzlich Bürger unseres Landes, insbesondere junge Familien, in das Elend der von ihnen konstruierten Bauspar-Falle treiben. Die Bausparkassen, mit ihrer gut geschulten und mit Fachkenntnissen ausgestatteten "Beratern" kennen die Nachteile des Bausparens. Doch sie wollen und müssen Gewinne machen. Also nutzen sie den bereits seit vielen Jahren unberechtigt guten Ruf Bausparens, um ihre Kunden "über den Tisch zu ziehen"..." (Zitat, Quelle: Spitze -1/93)
Immerhin: Die Banken wollen nur Ihr Bestes: Ihr Geld!
Mein Fazit:
Über Afrika lacht die Sonne, über uns Deutsche bald die ganze Welt!
Gutgläubigkeit ist ja noch in Ordnung. Aber Blauäugigkeit sollte abgeschafft werden. Wachen Sie auf!
Die Wahrheit tut halt weh!!!
Der Mensch lernt nur durch Schmerzen!
ist schon verblüffend, wie sich ein piefiger verein absolute kompetenz anmassen kann, zumal er erst seit 1998 besteht und nach eigener aussage keine spezialisten aufnimmt
mich würde es reizen, mal eine stellungnahme der IHK oder der Verbraucherzentrale zu diesem gebaren einzuholen
besonders der "TÜV" mit dem sich freie berater schmücken können ist nicht das paier wert auf dem er steht
ich bleibe dabei: hier hat sich die vermittlerriege eine vehikel zur seriösitätserweckung geschaffen
eine kleine anleitung gibts hier
www.bfb-verband.de/Februar%202003/Das%20ewige%20Problem.pdf
Zu Urteilen über andere ohne sich ein Bild zu machen, finde ich ziemlich fatal.
Ca$hmandt
03.02.2004, 19:43
Der BdS hat zu diesem leidigem Thema Kapitalanlagen ja sogar ein Video herausgebracht. :eek:
Ca$hmandt
23.11.2004, 09:21
Verbraucherzentrale rät: Zulage für 2002 nicht verschenken
11.11.2004 "Lange wurde an der Riester-Rente herumkritisiert, doch inzwischen hat sie sich zu einer echten Alternative für jeden Geldbeutel entwickelt", bestätigt Merten Larisch, Altersvorsorge-Spezialist der Verbraucherzentrale Bayern. Die Beitragshöhe kann individuell gewählt werden, und die Anlageform ist variabel. Sie reicht vom Banksparplan über die klassische Rentenversicherung bis zum Fondssparplan. Die so genannte Zertifizierung eines Riester-Vertrages bedeutet nicht automatisch, dass es sich um einen kostengünstigen und rentablen Vertrag handelt. Es ist daher ratsam, verschiedene Angebote zu vergleichen. Riester-Verträge, und das wird zunehmend wichtiger, können beim Arbeitslosengeld II nicht angerechnet werden. Aber auch Gutverdiener profitieren, da die Einzahlungen in einen Riester-Vertrag steuerlich absetzbar sind, in diesem Jahr immerhin bis zu 1.050 € pro Fördervertrag.
Besonders interessant ist diese Altersvorsorge für kinderreiche Familien. Zur Grundzulage von derzeit 76 € kommt noch die Kinderzulage von gegenwärtig 92 € pro Kind dazu. Wer bereits im Jahr 2002 einen Riester-Vertrag abgeschlossen hatte, dem können 38 € staatliche Zulage und 46 € pro Kind gutgeschrieben werden. Doch diese Zulagen müssen beantragt werden, sonst verfallen sie. Daher rät Merten Larisch allen Sparern zu überprüfen, ob sie die Anträge für 2002 bereits gestellt haben, denn dies ist bis Jahresende noch möglich. Wer sein Antragsformular nicht mehr findet, kann es sich erneut von seinem Vertragspartner zuschicken lassen oder unter
www.bff-online.de/Altersvermoegensgesetz downloaden.
Weil wir so schön beim Thema Riesterrente sind:
Um vom Staat gefördert zu werden, muss ein Riester-Vertrag unter anderem mehrere Voraussetzungen erfüllen:
* Das angesparte Kapital wird in der Regel erst nach Vollendung des 60. Lebensjahrs ausgezahlt.
* Der Produktanbieter garantiert, dass bei Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge und Zulagen für die Auszahlung bereitstehen.
* Das vorhandene Kapital wird in der Regel in eine lebenslange, monatliche Rente umgewandelt. Bei Auszahlungsbeginn ist allerdings auch eine Einmalkapitalauszahlung von bis zu 30 Prozent möglich.
Ich wiederhole: Mindestens die eingezahlten Beträge und Zulagen! Das heißt, wenn insgemat 50.000 Euro eingezahlt wurden, bekomme ich am Ende mindestens 50.000 Euro heraus. Ich möchte jetzt nicht ausrechnen, wie hoch der Betrag ist, wenn man noch die Inflation mit einrechnet.
Eine tolle Sicherheit für die Riesterrente. *kopfschüttel* Da kann ich auch mein Sparbuch nehmen, da bekomme ich dann immerhin noch 0,5 Prozent Zinsen garantiert. Besser als eine garantierte Geldanlage ohne Garantiezinsatz. Ein zinsloses Darlehen für die Bank also. Wirklich super ;)
Du solltest dich mit "Riester" vorher beschäftigen, dann würdest du solche Aussagen nicht treffen
Du hast recht, ich muss mich noch deutlich mehr damit beschäftigen. Dennoch ist die Aussage auf Basis des Zitats korrekt. Und das Hab ich von der der Seite des Ministeriums für Finanzen...
ich hab allerdings woanders auch noch irgendwo was von Mindestverzinsung gelesen... Allerdings nicht auf der Seite des Minieriums ;)
Mich würde das offizielle Papier für die Riesterrente interessieren. Wo alles drin geregelt ist. Insbesondere was mit den Zulagen des Staates passiert, was wie angelegt wird und was nun wirklich "garantiert" ist.
Hast du dazu einen Link? Ich konnte durch googlen noch keine ausführlichen Informationen dazu finden.
Was nützt mir eine scheinbare Garantieverzinsung, wenn lediglich die Rückerstattung des eingezahlten Kapitals garantiert wird? Das passt doch irgendwo nicht zusammen? Entweder ich garantiere einen Zinssatz oder ich garantiere, dass ich mein Kapital zurückerhalte.
@SB
Es gibt Leute, die wechseln wegen 0,5% die Bankverbindung.......
Aber wenn man 48,20% garaniert bekommt, interessiert man sich nicht dafür.
zurück zu Gordons Frage.
Folgender Fall angenommen:
Mann wird 40;) ist alleinstehend, keine Kinder, Jahresbrutto
50.000 EURO; Angenommene Zinsen 5,0%
Rentenzahlung 20 Jahre
Hat eine Eigenleistung bis 2028 von 46.675 EUR nach Abzug der gezahlten Zulage.
Zieht man davon die Steuerrückerstattungen in Höhe von
17.504 EURO ab, bleiben als
EIGENBETRAG netto noch : 29.171 Euro übrig.
bei angenommenen 5 % Verzinsung würde er ein Rente pro Monat in Höhe von 597 EURO bekommen. Das wären pro Jahr
7.164 EURO
Nach nur 4 Jahren und nicht ganz einem Monat wäre der EIGENBEITRAG aufgezehrt!!
hier noch mal die Zahlen im Überblick:
http://www.aktienboard.com/vb/attachment.php?attachmentid=7229&stc=1
gruss aus bernau
siko;)
Die 7,50 € sind nicht unbedingt rausgeschmissenes Geld
Und UNABHÄNGIG!
KLICK HIER (http://www.warentest.de/pls/sw/sw.main?p_KNr=5002213190699620021207145453&p_E0=7061&p_E1=0&p_E2=0&p_E3=140&p_E4=0&p_info=p_artikel:Z030100,p_prodnr:7139)
Carex flacca
27.10.2005, 10:59
Irgendwer hat jetzt mal was losgelassen, daß die RR eine Pflichtrente werden soll. Dann haben wir hier die Freiheit völlig ruiniert. Sozialismus läßt grüßen. Wie kann man sich als Staat zu Beitragszuschüssen verpflichten. Sowas geht doch gar nich.
In der DDR kam die Zusatzrente in den 80 Jahren auf. Fast alle haben abgekotzt. Nur in der DDR war sie wirklich wichtig.
Hier ist sie nicht wichtig und schon gar nicht, wenn andere davon noch Provisionen abkrigen.
Das wollen die nun hier auch einführen? Ich kann nun die Häme nicht mehr halten. Garantiert ohne mich Freunde des Friedens.
Wenn's ums Geld geht da haben die große Masse der Bundi's die totalen Probleme. Sollte man nicht denken. Ich schätze mal, daß mindestens 50% wenn nicht gar noch mehr mit Prozentrechnung nich viel am Hut haben und Zinseszinsrechnung beherrschen wahrscheinlich nich mal 5%.
cf
@Siko:
eventuell solltest du mal einen Blick auf den Wert in Klammern werfen:
"Entspricht heute 269 Euro" was also der inflationsbereinigte Betrag sein dürfte. Ich bin wirklich gespannt, wie jemand von 269 Euro im Monat leben kann...
ach ja, hast du mal nachgerechnet?
Ich hab mal dein "Eigenanteil" auf die 26 Jahre verteilt und bin dabei auf eine jährliche Sparleistung von 1795 Euro gekommen. Wenn ich diese selbst zu 5 Prozent anlege, komme ich auf 91750 Euro nach 28 Jahren. Mit Riester sind es 96500 Euro. Macht eine Differenz von knapp 5000 Euro.
Wo sind jetzt die "zusätzlichen Vorteile von 17500 Euro" geblieben, die da noch so schön ausgeschrieben sind? Irgendwas hab ich da scheinbar nicht verstanden?
Ach ja, wenn ich das in Riester gesparte Geld in eine Anlage investieren würde, die nur einen Prozent mehr bringt, dann ist Riester mit 106200 Euro schon leicht in den Schatten gestellt...
Mir wird der Vorteil von Riester immer noch nicht klar...
@Siko:
eventuell solltest du mal einen Blick auf den Wert in Klammern werfen:
"Entspricht heute 269 Euro" was also der inflationsbereinigte Betrag sein dürfte. Ich bin wirklich gespannt, wie jemand von 269 Euro im Monat leben kann...
Wer hat behauptet, das Riester die gesamte Altersvorsorge abdeckt, bzw. abdecken sollte?
Riester soll und kann nur ein TEIL der Altersvorsorge sein!
ja das mag sein.
Dennoch halte ich den Effekt für schwach. Von den 17500 Euro steuerliche Förderung seh ich bis jetzt noch nichts oder verstehe nicht, wie sie sich auswirken. Ansonsten bleiben noch 3690 Euro vom Staat, die scheinbar unverzinst angelegt werden.
Unter diesen Gesichtspunkten gibt es ein duzend Produkte, die bei gleicher Einlage eine höhere Rendite erzielen.
Ich sehe den Vorteil einfach nicht, tut mir leider *schulternzuck* :(
ach ja, hast du mal nachgerechnet?
Ich hab mal dein "Eigenanteil" auf die 26 Jahre verteilt und bin dabei auf eine jährliche Sparleistung von 1795 Euro gekommen. Wenn ich diese selbst zu 5 Prozent anlege, komme ich auf 91750 Euro nach 28 Jahren. Mit Riester sind es 96500 Euro. Macht eine Differenz von knapp 5000 Euro.
Dann wirst du dich verrechnet haben.
Wo sind jetzt die "zusätzlichen Vorteile von 17500 Euro" geblieben, die da noch so schön ausgeschrieben sind? Irgendwas hab ich da scheinbar nicht verstanden?
Da, wo das Finanzamt deine Steuergutschrift hinüberweist, auf deinem Konto :rolleyes:
Ach ja, wenn ich das in Riester gesparte Geld in eine Anlage investieren würde, die nur einen Prozent mehr bringt, dann ist Riester mit 106200 Euro schon leicht in den Schatten gestellt...
Mir wird der Vorteil von Riester immer noch nicht klar...
:rolleyes: Die 5% sind ein Prognosezinssatz, also "angenommen"
Wenn der Aktienfonds mit dem du Riester besparen kannst 10 % p.a. bringt, ist es natürlich mehr als die 5% "Beispielrechnung" :bang:
Ca$hmandt
27.10.2005, 21:10
Unter diesen Gesichtspunkten gibt es ein duzend Produkte, die bei gleicher Einlage eine höhere Rendite erzielen.
welche 12 denn? :confused:
bei gleicher garantie? oder mit möglichkeit eines verlustes/totalverlustes? :confused:
ja das mag sein.
Dennoch halte ich den Effekt für schwach. Von den 17500 Euro steuerliche Förderung seh ich bis jetzt noch nichts oder verstehe nicht, wie sie sich auswirken. Ansonsten bleiben noch 3690 Euro vom Staat, die scheinbar unverzinst angelegt werden.
Unter diesen Gesichtspunkten gibt es ein duzend Produkte, die bei gleicher Einlage eine höhere Rendite erzielen.
Ich sehe den Vorteil einfach nicht, tut mir leider *schulternzuck* :(
logisch wird die Zulage vom Staat verzinst, denn sie fließt ja in die selbe Anlage :rolleyes:
Wenn aus 3690 EURO 5000 werden dann werden da wohl Erträge anfallen, oder?
also aus 3600 Euro in 26 jahren 5000 euro zu machen, ist wohl eher Betrug. Von Ertrag würde ich da jedenfalls nicht mehr sprechen.
Ansonsten hast du meine Frage zu den 17500 Euro noch nicht beantwortet. Was ist nun mit denen? Wer bekommt die, wann bekommt er sie bzw. wo werden sie eingerechnet? Oder doch nur Augenwischerei?
ließt du meine Beiträge überhaupt, oder rätst du meine Texte?
Menno die Förderung sind doch kein EINMALBETRAG :rolleyes: :bang:
Wohin bekommt man eine Steuergutschrift? :chin:
Hast du überhaupt schonmal eine Steuererklärung gemacht?
ja, ich lese deine Texte und finde einige auch sehr interessant.
Dennoch: Auf dem von dir eingefügten Bild steht hinter der 2028 klar ein kleines Sternchen. Dieses Sternchen verweist auf eine Erläuterung, hinter der steht: "Summe der Beträge bis Vertragsende". Das heißt für mich, dass die 3600 Euro die gesamte Summe der Beträge sind. Und selbst wenn die sich über 26 Jahre verteilt wäre ein Ergebnis von 5000 Euro doch eher Schwach, zumindest aber kein Grund für die Riesterrente.
Was die zusätzliche steuerliche Förderleistung betrifft, habe ich erhlicherweise keine Ahnung. Erwähnte ich aber schon und fragte deshalb, wie die sich auswirken. Hatte bisher noch keine Scherereien mit der Steuer, bin Student und hab die Ehre erst noch vor mir.
erklärt das Bildchen!
noch genauer kann ich es übers Internet nicht darstellen.
Zu Deutsch, du hast in 26 Jahren 29.171€ eingezahlt und bekommst dann 20 Jahre lang eine Rente in Höhe von 597€ !!
Dein Eigenbeitrag wäre somit nach nur 4 Jahren und nicht ganz einem Monat AUFGEBRAUCHT! Deine Rendite bekommst du dann 15 Jahre und 11 Monate lang Monat für Monat aufs Konto.
okay, wenn ich die 597 Euro auf 20 Jahre hochrechne, dann komme ich auf eine Summe von 143000 Euro. Das klingt schon besser. Wie die allerdings nun zustandekommt... Keine Ahnung :-)
Dennoch stimmt der Vergleich mit dem Eigenbetrag nicht. Wie gesagt, wenn ich das Geld selbst für 5 Prozent anlege, dann komme ich auch auf 90.000 Euro. Und damit kommt man schon eine Weile aus... nicht nur 4 Jahre
Ca$hmandt: Ich habe speziell an Aktienfonds gedacht. Über eine Anlagezeit von 20-30 Jahren stellen sie eine sehr sichere Kapitalanlage dar und meiner Ansicht nach auch mit den besten Renditeaussichten.
Vorteil ist, dass man nicht erst bis zum Renteneintritt warten muss, um sich die Beträge auszahlen zu lassen. Weiterhin ist die Rate flexibel und wenn man will, geht auch alles auf einmal :)
okay, wenn ich die 597 Euro auf 20 Jahre hochrechne, dann komme ich auf eine Summe von 143000 Euro. Das klingt schon besser. Wie die allerdings nun zustandekommt... Keine Ahnung :-)
Dennoch stimmt der Vergleich mit dem Eigenbetrag nicht. Wie gesagt, wenn ich das Geld selbst für 5 Prozent anlege, dann komme ich auch auf 90.000 Euro. Und damit kommt man schon eine Weile aus... nicht nur 4 Jahre
Ca$hmandt: Ich habe speziell an Aktienfonds gedacht. Über eine Anlagezeit von 20-30 Jahren stellen sie eine sehr sichere Kapitalanlage dar und meiner Ansicht nach auch mit den besten Renditeaussichten.
Vorteil ist, dass man nicht erst bis zum Renteneintritt warten muss, um sich die Beträge auszahlen zu lassen. Weiterhin ist die Rate flexibel und wenn man will, geht auch alles auf einmal :)
Nochmal......
Du kannst auch Riester mit einem 100% Aktienfonds besparen!
Nur das du bei Riester auch noch eine 100% Kapitalgarantie inkl. hast!
Eine staatliche Förderung erhältst und evtl. über die Steuerrückerstattung auch noch deinen tatsächlichen Eigenbeitrag senkst.
AL Bundy
30.10.2005, 02:30
Ich bin bei diesem ganzen Riester-Zeugs etwas unsicher geworden.
Eigentlich halte ich da gar nichts von. Allen finanziellen Staatsdingen stehe ich mißtrauisch gegenüber - ganz besonders in Sachen Rente.
Ich habe neulich gelesen, dass bei Neuverträgen ab 2006 Männer den gleichen Beitrag zahlen sollen wie Frauen, obwohl Männer stat. gesehen früher sterben.
Von unserer neuen Wunderwaffe "Große Koalition" habe ich ansatzweise vernommen, dass private Vorsorge obligatorisch werden soll.
Sollte ich unter diesen Umständen evtl. doch an eine Riester-Rente denken (vor 2006)? :confused:
(oder soll ich gleich auswandern. :D )
Buchfink
30.10.2005, 11:12
an eine Riesterrente denken solltest du in jedem Fall:tup:
Habe gestern einen Flyer bekommen:
Satte 15% ist für Männer mehr drin in 2005.
Sage das aber mit Vorbehalt, weil ich erst ab Mittwoch mal klären möchte, was diese Aussage tatsächlich bedeutet:rolleyes: ;)
AL Bundy
03.11.2005, 19:33
Habe gestern einen Flyer bekommen:
Satte 15% ist für Männer mehr drin in 2005.
Sage das aber mit Vorbehalt, weil ich erst ab Mittwoch mal klären möchte, was diese Aussage tatsächlich bedeutet:rolleyes: ;)
Und? Hast Du schon was rausbekommen? :confused:
Irgendwelche schlagenden Argumente, die zum sofortigen Vertragsabschluss bewegen könnnen.? :chin:
Buchfink
04.11.2005, 14:42
Leider nein:mad: :(
Meine Schwiegertochter hatte einen Unfall, und ist am Mittwoch also gestern operiert worden.
Diese Woche habe ich meine beiden Enkelkinder ca. 3 und 1,5 Jahre
ich kriege kein Bein auf die Erde. Gerade schlafen mal beide, deshalb kann ich antworten.
Ich kann Dir nicht versprechen, wann alles wieder im grünen Bereich sein wird.
Na dann mal gute Besserung an deine Schwiegertochter!
Kinder halten Jung, Enkel halten auf trapp :D :tup:
Buchfink
04.11.2005, 22:46
Danke Siko:)
ich freue mich auch, dass ich/wir sie hier haben:D Es wäre natürlich schöner gewesen, wenn dafür nicht erst meine Schwiegertochter ins Krankenhaus gemußt hätte.
Wir hoffen sehr, dass sie nächste Woche raus darf:tup:
Aber jetzt verstehe ich erst richtig, warum man die Kinder in jungen Jahren bekommt und nicht mit 50 bzw. 60 +
Ich bin abends Fix und Foxi, dann kommen noch die nächtlichen Streicheleinheiten und das "Ich mit Dir kuscheln will Oma:calm:
Das ist viel viel schöner, als Versicherungen und Finanzierungen:behh:
Xan-Krieg0r
05.11.2005, 13:29
Moin Jungs, mal ne Frage:
Da ich schon auf eigene Faust und sehr kostengünstig Fondssparen betreibe, wollte ich in puncto Riester auf Nummer sicher gehen und mir einen Banksparplan zulegen, da hier sehr sichere, transparente und abschlusskostenfreie Rendite winkt. Außerdem ist es ja sinnvoll zu diversifizieren, daher sorge ich sowohl klassisch per Banksparplan(Riester) und dynamisch per Fondssparplan vor (Aktienfonds, VL usw).
Weiß jemand, ob die beim Riester Sparplan anfallenden Zinsen unter die Kapitalertragssteuer fallen? Das wäre ja leider ein gravierender Nachteil und ziemlich unfair da ja die Erträge bei Versicherungen oder Fonds auch nicht unter diese Steuer fallen... Sondern erst im Alter bei der Auszahlung mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden...
mfg
ja die Erträge bei Versicherungen oder Fonds auch nicht unter diese Steuer fallen... Sondern erst im Alter bei der Auszahlung mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden...
Genauso passiert es auch bei Riester ;)
Sogenannte nachgelagerte Besteuerung
Frage: Wie alt bist du? Bzw. welche Laufzeit hätte dein Riester bis zum 65 LJ?
jetzgehtslos
05.11.2005, 15:02
Hi,
hab mich bisher mit Riester nicht so sehr beschäftigt.
Das was ich nirgends richtig finde ist, ob man Riestern kann und nebenher eine betriebliche Altersversorgung aufbauen kann?
Gibt es dazu auch irgendwelche Einschränkungen bezüglich Steuerersparnis & Co.?
Ciao
jgl
da würde ich einen Steuerjockey fragen.
Ich habe nächste Woche einen Termin bei "meinem" mal schaun, was der sagt
Xan-Krieg0r
05.11.2005, 15:53
Hi Siko Du hast mir meine Frage nicht wirklich beantwortet:
Muss ich die anfallenden bankzinsen versteuern??
ich hab nämlich die Produktunterlagen schon bekommen aber da war auch n Freistellungsauftrag dabei :(
Riester wird NACHGELAGERT versteuert!
Also erst bei Auszahlung
Xan-Krieg0r
05.11.2005, 18:04
Riester wird NACHGELAGERT versteuert!
Also erst bei Auszahlung
Hmmm aber wieso haben mir die Fritzen dann nen Freistellungsauftrag mitgeschickt? Wenn der angeblich sinnlos sein soll!? :confused:
BrokerMaster II
05.11.2005, 18:25
ein freistellungsauftrag ist für die freitstellung von kapitalerträgen (zinsen & dividenden) und hat nichts mit der versteuerung der rente bei auszahlung zu tun.
Xan-Krieg0r
05.11.2005, 18:58
ein freistellungsauftrag ist für die freitstellung von kapitalerträgen (zinsen & dividenden) und hat nichts mit der versteuerung der rente bei auszahlung zu tun.
Ja schon klar. ABER:
Wenn ich einen Riester-Banksparplan habe, kriege ich ja jedes Jahr Zinsen die meinem Vertrag gutgeschrieben werden. Und wenn jetzt bei den Unterlagen ein Freistellungsauftrag dabei war, schließe ich daraus, dass diese Zinsen der Kapitalertragssteuer unterworfen sind.
Bei einem Riester-Vertrag in Form einer Versicherung werden die alljährlich auflaufenden Überschüsse ja NICHT versteuert.
Somit ist der Banksparplan ja deutlich benachteiligt oder? :(
Und schon findest du die Antworten auf deine Fragen:
Zwei drängende Fragen stellen sich im Zusammenhang mit der Besteuerung. Zum einen in der Ansparphase "Muss ich Kapitalertragssteuer zahlen?" und zum anderen in der Auszahlungsphase "Wie wird im Auszahlungsfall die Leistung besteuert?"
Muss ich Kapitalertragssteuer zahlen?
Nein. Bei den Erträgen und den Auszahlungen aus einer Riester-Rente handelt es sich nicht um Kapitalvermögen. Damit unterliegt es auch nicht der Kapitalsertragssteuer.
Wie wird im Auszahlungsfall die Leistung besteuert?
Die Leistung aus einem geförderten Riestervertrag wird nachgelagert besteuert. Denn auch bei der Riester-Förderung gilt der Grundsatz: "Wird in der Ansparphase die Beitragszahlung steuerfrei gestellt, so wird die Auszahlung besteuert".
Genau dies passiert bei der Riester-Rente. Weil durch die Günstigerprüfung des Finanzamtes im Rahmen des Sonderausgabenabzugs sichergestellt ist, dass Sie mindestens eine Förderung in Höhe des steuerlichen Sonderausgabenabzugs erhalten - gegebenenfalls nur über Zulagen - sind die von Ihnen für die Altersvorsorge gezahlten Beiträge im Ergebnis steuerfrei gestellt. Mit der Folge, dass die Auszahlung der vollen Steuerpflicht unterliegt.
Quelle: www.infonetz-altersvorsorge.de (http://www.infonetz-altersvorsorge.de/index.php?sid=69)
sevenredseven
14.11.2005, 16:34
an eine Riesterrente denken solltest du in jedem Fall:tup:
Habe gestern einen Flyer bekommen:
Satte 15% ist für Männer mehr drin in 2005.
Sage das aber mit Vorbehalt, weil ich erst ab Mittwoch mal klären möchte, was diese Aussage tatsächlich bedeutet:rolleyes: ;)UNISEX-Tarif ab 2006.
http://de.wikipedia.org/wiki/Riester-Rente
Für mich als Mann und Versicherungs-Laien hört sich das nach einem guten Grund an sich noch dieses Jahr zu entscheiden.
Buchfink
14.11.2005, 18:13
@sevenredseven
Diese 15% mehr für Männer beziehen sich darauf, dass die Tarife für Frauen immer etwas teurer sind, weil Frauen eine höhere Lebenserwartung haben.
Dies ist vom Gesetzgeber verboten worden. Ab 2006 müssen die Riesterverträge geschlechtsneutral abgeschlossen werden.
Das bedeutet, das der Riestervertrag für einen Mann in diesem Jahr 15% günstiger ist, als er im kommenden Jahr sein wird, dann werden die Beiträge für Mann und Frau gleich sein.
Der Vertrag für Frauen wird etwas günstiger, der für Männer etwas teurer.
Hallo,
habe eben mal die Beiträge im Schnelldurchgang gelesen. Dabei ist mir eines noch nicht ganz klar geworden.
Wie sieht es mit dem Sonderausgabenabzug aus?
Beim Sonderausgabenabzug werden doch die gewährten Zulagen gegengerechnet, oder? D.h. leiste ich in 2005 1050,- €, erhalte ich (Single, kinderlos) 76,- € Zulage. Die 1050,- € kann ich bei der Steuer gegenrechnen, muss aber die 76 €,- berücksichtigen.
Bei einem Grenzsteuersatz von 42% ergibt sich ein Sonderausgabenabzug von 365,- € (1050 * 0,42 = 441 - 76 = 365).
Im Prinzip heißt das doch für mich, ich werde so gestellt, als ob ich die 1050,- €, also 441,- €, einfach von der Steuer absetzen könnte, oder?
Wenn meine Rechnung richtig ist, warum erhalte ich bei diversen Riester-Rechnern im Internet ständig andere, sich unterscheidende, Ergebnisse?
Und wie kommen die Leute von 'finanztest' eigentlich auf Ihre berechneten Mindestrenditen (12/2005)?
Vielen Dank für Eure Hinweise.
Wie wirkt sich der Sonderausgabenabzug aus, wenn die Höchstbeträge für Vorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 3 EStG) ausgeschöpft sind?
Durch den seit 2002 geltenden § 10a EStG kann der gesamte Vorsorgeaufwand als Sonderausgaben berücksichtigt werden, also Altersvorsorgebeiträge und Altersvorsorgezulage. Dieser Vorsorgeaufwand fließt nicht ein in die Berechnung des Höchstbetrags für die übrigen Vorsorgeaufwendungen nach § 10 EStG.
Als Vorsorgeaufwand sind für die Jahre 2004 und 2005 jeweils bis zu 1.050 Euro abzugsfähig (für die Jahre 2006 und 2007 bis zu 1.575 Euro), wenn sich (im Rahmen der so genannten Günstigerprüfung) der Sonderausgabenabzug günstiger auswirkt als die Zulage. Ist der Steuervorteil aus dem Sonderausgabenabzug höher als der Anspruch auf Altersvorsorgezulage, erstattet das Finanzamt im Rahmen des Einkommensteuerbescheids die Differenz.
Schließen sich die Förderung durch Altersvorsorgezulage und der Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG aus?
Zulage und Sonderausgabenabzug schließen sich nicht aus.
Neben der einkommensunabhängigen Zulage gibt es unter Umständen einen weiteren Steuervorteil, wenn der Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG günstiger ist als der Anspruch auf Zulage. Dies prüft das Finanzamt im Rahmen des Einkommensteuerbescheides automatisch und erstattet Ihnen die über die Altersvorsorge hinausgehende Steuerermäßigung.
Das heißt also: Ist die unterstellte Zulage höher als der Steuervorteil aus dem Abzug der Aufwendungen als Sonderausgaben, scheidet ein Sonderausgaben-Abzug aus.
Ist der Steuervorteil aus dem Abzug der Aufwendungen als Sonderausgaben dagegen höher als die unterstellte Zulage, wird der Sonderausgaben-Abzug gewährt und zugleich die tarifliche Einkommensteuer um die Zulage erhöht. Das bedeutet: Es wirkt sich immer nur der steuerliche Vorteil aus, der über den Zulagenanspruch hinaus geht.
QUELLE (http://www.fm.rlp.de/Steuerrecht/Fragen_und_Antworten/RiesterRente.htm)
Hallo siko®,
vielen Dank für Deine Antwort.
Deiner Quelle entnehme ich u.a.:
"Ist der Steuervorteil aus dem Sonderausgabenabzug höher als der Anspruch auf Altersvorsorgezulage, erstattet das Finanzamt im Rahmen des Einkommensteuerbescheids die Differenz."
Übertragen auf mein Beispiel:
Steuervorteil: 441,- €
Altersvorsorgezulage: 76,- €
Differenz: 365,- €
Ist meine Berechnung also richtig?
Und wie seiht es mit der Mindestrenditeberechnung von 'finanztest aus'
Grüße
Am besten, du rufst einfach mal bei "Finanztest" an, dann erfährst du es aus 1. Hand und kannst dann hier auch einen wertvollen Beitrag fürs Board erstellen ;)
zockerpeter
03.12.2005, 14:12
Die 13 Haken der Riester-Rente
Seit Januar 2002 gibt es die private Zusatzversicherung zur Altersvorsorge. Der Staat verteilt dafür Fördergelder – und nur wer den Paragraphendschungel durchdringt, kommt in den Genuss dieser Zuschüsse.
Doch auch wer das Kleingedruckte bei der Riester-Rente durchschaut, sollte sich eine Vertragsunterschrift gut überlegen: Zahlreiche Fußangeln hindern beim Einstieg in die Privatvorsorge.
Der Riester-Rente auf den Zahn gefühlt:
http://finanzen.focus.msn.de/D/DA/DAL/DAL14/dal14.htm
naja auch wenn ich Focus als alles andere als seriös einstufen würde, kann man grundsätzlich wohl zusammenfassen, dass Riester weiterhin mehr Haken und Ösen als Vorteile bringt und damit weiterhin schlechter als ein normaler Fondssparplan ist.
zockerpeter
03.12.2005, 20:40
und wenn nur 5o% davon stimmen, ist das weit zu viel :mad:
AL Bundy
03.12.2005, 21:18
Die 13 Haken der Riester-Rente
Doch auch wer das Kleingedruckte bei der Riester-Rente durchschaut, sollte sich eine Vertragsunterschrift gut überlegen: Zahlreiche Fußangeln hindern beim Einstieg in die Privatvorsorge.
Der Riester-Rente auf den Zahn gefühlt:
http://finanzen.focus.msn.de/D/DA/DAL/DAL14/dal14.htm
:pray:1000-Dank für den Link. Der hat mich jetzt endgültig darin bekräftigt KEINE Riester-Rente abzuschließen.
Frechheit: wenn der Anbieter pleite geht, kann das Geld durchaus futsch sein.
zockerpeter
03.12.2005, 21:27
freut mich, dir bei der entscheidung geholfen zu haben :dunce: :D
Buchfink
03.12.2005, 23:37
Frechheit: wenn der Anbieter pleite geht, kann das Geld durchaus futsch sein.
Stimmt das denn:confused: Ich habe das noch nicht gehört:rolleyes: ;)
Dürfte doch eigentlich nicht wahr sein:bang:
ich dachte eigentlich, dass die Anbieter für Riester-Produkte das Geld ähnlich wie bei Fonds separat anlegen, sodass im Pleitefall das Kapital nicht als Konkursmasse eingeht.... Dies dürfte zumindest bei Riester mit Fondsanteil gegeben sein. Bei Versicherungen ist man allerdings durchaus abhängig von der Liquidität der Anbieters, was sich auch mit Riester nicht großartig ändern sollte.
Und Focus Money ist eine unabhängige Fachzeitschrift! :rolleyes: :bang:
Lückenbüßer?
Jo, der Artikel ist ein solcher!
Malorcarente?
Der Fakt ist bekannt und die Begründung sogar in dem Artikel beschrieben! Man kann eben nicht immer nur die Haut fressen wollen
Graue Panther?
ein Jahrgang 45 braucht sich sicher um seine Rente noch keine Sorgen zu machen, ein Jahrgang 60 und Jünger sollte das aber!
Frühstart?
totaler Unsinn,
1. Kann auch bei Riester ein Fonds mit bis zu 100% Aktienanteil bespart werden und wie schon richtig beschrieben wird ein relativ großer Sparanteil auch noch staatlich dazugegeben. Keiner verbietet einem doch, einen Mix aus beidem zu tätigen! und 2. bis zu 48% der Sparbeiträge sind staatlich finanziert!
Nachlass?
Um wessen Absicherung geht es eigentlich?
Ist der "Nachlass" der Sinn des Produktes?
Soll der Nachlass staatlich gefördert werden? Mit welchem Produkt wird er das? :rolleyes:
Abkürzung?
klare Aussage!
Gewinnhoffnung?
Was hat die Zertifizierung mit der Rendite einer Anlage zu tun?
Wenn ein 30jähriger einen Aktienfonds kauft bekommt er eine? :rolleyes: Äpfel? Birnen? Bahnhof? Rembrandt?
Pfand?
Klare Antwort! Der Gesetzgeber will halt nicht die Altersvorsorge durch ein Kreditrisiko belasten! Und das ist auch gut und richtig!
Job weg?Notlage?
Was macht man denn mit seinen Lebensversicherung und Fondssparplänen, wenn man arbeitslos wird und die Raten nicht mehr zahlen kann? Richtig, nach Möglichkeit Beitragsfreistellen! Und das ist ohne Probleme bei Riester möglich!
Immobil?Umleitung?
Riester wurde nicht zur Immofinanzierung erfunden, wer das will macht das sicher auf andere Art und Weise besser :rolleyes:
Anbieterpleite?
Jo, das meistabgeschlossene Altersversorgungsprodukt der Bundesrepublik ist in GEFAHR!! die ALLIANZ geht pleite:lol :bang:
Der nächste bitte!
Peter, ganz ehrlich, das war NIX!
zockerpeter
04.12.2005, 14:28
aber siko, das ist doch genau so eine information wie bei allen zeitungen.
man muß sie mit der nötigen vorsicht genießen :rolleyes: und sich eine meinung selbst bilden ;) ........... und bei den versicherungen muß man noch viel mehr vergleichen.
und von wegen "allianz geht ..........." :rolleyes: , es zeichnet nicht nur die allianz sowas sondern nahezu alle eure versicherer ;) ........... und daß bei euch kein versicherer marod werden kann, na das hat man ja gesehen (obwohl sicher auch bei euch ein "auffangnetz" besteht).
Was soll ich sagen..........
Meinst du das die Allianz einen Imageschaden, der durch die Pleite einer anderen Versicherung entstehen würde, zulassen würde?
Du kannst sicher sein, das die Deutsche Versicherungswirtschaft Gegenmaßnahmen einleiten würde!
zockerpeter
04.12.2005, 17:17
ihr hattet ja heuer, wenn ich mich nicht täusch, zwei versicherermit "problemen", aber schadet das der branche :confused: sicher nicht ................ und "imätsch" der versicherer :rolleyes: , naja, frag mal den otto normalverbraucher, was er vonner versicherung hält :D . ist bei uns nicht anders.
aber die sicherheit in der anlage ist natürlich schon gegeben. schon auch durch das auffangnetz über den verband.
über die riester (im gegensatz zur "normalen" leben) bin ich mir aber trotzdem nicht gannnsss klar :rolleyes:
Hm, es wird ja immer so schön mit den staatlichen Zugaben geprahlt. Aber was bringen mir die beigaben, wenn dieser Teil der staatlichen Beigaben nicht mit in meinen Aktienfonds einfließt sondern bei Minimalverzinsung irgendwo vor sich hindümpelt? Damit wächst der Anteil des Staates so gut wie gar nicht.
Damit kann ich auch auf die unkalkulierbare Bindung verzichten, die ich bei Riester erdulden muss, eröffne stattdessen einen separaten Aktienfondssparplan und komme jederzeit an mein Geld in kompletter Summe heran, ohne weitere Haken und Ösen. Und beitragsfrei kann ich den Sparplan auch jederzeit stellen ;) Ach und eine größere Auswahl an Aktienfonds habe ich nebenbei auch noch....
Hm, es wird ja immer so schön mit den staatlichen Zugaben geprahlt. Aber was bringen mir die beigaben, wenn dieser Teil der staatlichen Beigaben nicht mit in meinen Aktienfonds einfließt sondern bei Minimalverzinsung irgendwo vor sich hindümpelt? Damit wächst der Anteil des Staates so gut wie gar nicht.
Damit kann ich auch auf die unkalkulierbare Bindung verzichten, die ich bei Riester erdulden muss, eröffne stattdessen einen separaten Aktienfondssparplan und komme jederzeit an mein Geld in kompletter Summe heran, ohne weitere Haken und Ösen. Und beitragsfrei kann ich den Sparplan auch jederzeit stellen ;) Ach und eine größere Auswahl an Aktienfonds habe ich nebenbei auch noch....
Wer erzählt dir denn sowas? :rolleyes:
Kannst du diese Aussage belegen?
Kannst du das Gegenteil beweisen?
Ich schau heut Abend mal, dass ich nen paar Quellen raussuche, im Moment hab ich dafür keine Zeit.
Well, ich muss gestehen, dass ich auf die schnelle gerade keinen handfesten Beweis für meine Aussage gefunden habe. Allerdings hab ich genauso wenig einen Gegenbeweis gefunden, der nur annähernd klärt, wie das Geld investiert wird.
Fakt ist, dass die Kosten bei der Riesterrente alles andere als Transparent sind, die Gebühren flexibel sind und vom Sparbetrag abgezogen werden. Fakt ist auch, dass gar keine 100 Prozent investiert werden können, weil der Riester-Anbieter ja die Rückzahlung der einbezahlten Beträge garantieren muss. Hinzu kommen überdurchschnittliche Verwaltungskosten für den höheren Aufwand der Organisation, der durch die Regelungen entsteht und der eindeutig Negative fakt, dass man mit der Riesterrente faktisch nie vollständig über sein Kapital verfügen kann, sondern selbst in der Rente nur eine monatlich gestückelte Auszahlung hinnehmen muss, die nebenbei auch noch vollständig versteuert wird.
Dagegen überzeugt ein einfacher Fondssparplan mit einer klar erkennbaren Gebühr in Form von Ausgabeaufschlag und einer Mangementgebühr, die ebenfalls klar angegeben ist. Mehr Gebühren gibts da schlicht nicht. Durch den verzicht auf irgendwelche scheinheiligen Garantien kann ein einfacher Fonds zudem deutlich höhere Renditen erreichen als mit der Riesterrente möglich sind. Und ich komme jederzeit an mein Geld ran, wenn ich es möchte.
Well, ich muss gestehen, dass ich auf die schnelle gerade keinen handfesten Beweis für meine Aussage gefunden habe. Allerdings hab ich genauso wenig einen Gegenbeweis gefunden, der nur annähernd klärt, wie das Geld investiert wird.
Fakt ist, dass die Kosten bei der Riesterrente alles andere als Transparent sind, die Gebühren flexibel sind und vom Sparbetrag abgezogen werden. Fakt ist auch, dass gar keine 100 Prozent investiert werden können, weil der Riester-Anbieter ja die Rückzahlung der einbezahlten Beträge garantieren muss. Hinzu kommen überdurchschnittliche Verwaltungskosten für den höheren Aufwand der Organisation, der durch die Regelungen entsteht und der eindeutig Negative fakt, dass man mit der Riesterrente faktisch nie vollständig über sein Kapital verfügen kann, sondern selbst in der Rente nur eine monatlich gestückelte Auszahlung hinnehmen muss, die nebenbei auch noch vollständig versteuert wird.
Dagegen überzeugt ein einfacher Fondssparplan mit einer klar erkennbaren Gebühr in Form von Ausgabeaufschlag und einer Mangementgebühr, die ebenfalls klar angegeben ist. Mehr Gebühren gibts da schlicht nicht. Durch den verzicht auf irgendwelche scheinheiligen Garantien kann ein einfacher Fonds zudem deutlich höhere Renditen erreichen als mit der Riesterrente möglich sind. Und ich komme jederzeit an mein Geld ran, wenn ich es möchte.
Fakt ist das meine Zulagen in den Aktienfonds geflossen sind.
Fakt ist, das eine Kapitalgarantie der Sinn einer Rentenzahlung ist!
Und diese ist nicht Scheinheilig sondern ein Produktmerkmal.
Du vergleichst ja auch keine Lebensversicherung oder eine Rentenversicherung mit einem Fondsparplan, oder?
Fakt ist, die Riesterrente KANN und SOLL nur EIN Baustein der Altersvorsorge sein! Keiner Hindert mich z.b. den Betrag, den ich vom Staat dazugelegt bekomme in einen seperaten Aktienfondssparplan zu investieren.
Du meinst also ein einfacher Fonds kann eine deutlich höhere Rendite erwirtschaften :chin: Aber auch eine Niedrigere, oder?
Nun gut
Angenommen du sparst 100 Euro pro M. in einen Fondsparplan
100% Aktien
Das mache ich auch, aber ich zahle davon nur 51,75 p. M. (100% Aktien!)
Den Rest zahlt mir der Staat dazu.
Meine Förderquote beträgt 48,..% :eek:
Mit den 48,25 Euro bespare ich ebenfalls einen Fondssparplan.
Angenommen du sparst 100 Euro pro M. in einen Fondsparplan
100% Aktien
Das mache ich auch, aber ich zahle davon nur 51,75 p. M. (100% Aktien!)
Den Rest zahlt mir der Staat dazu.
Meine Förderquote beträgt 48,..% :eek:
Mit den 48,25 Euro bespare ich ebenfalls einen Fondssparplan.
Okay, ich akzeptiere deine obigen Aussagen mal und komme auf den spannenden Punkt. Wie kann mir jemand nominalen Kapitalerhalt garantieren und dabei 100 Prozent in Aktienfonds investieren? Wir wissen doch beide, dass Aktienfonds sowohl höher als auch niedrigere Rendite bringen können.
Gehen wir nun aber davon aus, dass sie es garantieren können, weil die Chance, das Aktienfonds nach so langer Zeit negative Rendite bringen, minmal ist, dann spricht doch auch nichts dagegen, dass ich mir eigene Aktienfonds heraussuche, niedrigere Gebühren zahle und flexibler an mein Geld komme und eventuell sogar eine höhere Rendite erziele?
Ist dem jedoch nicht so, dann wird die Riesterrente garantiert nicht zu 100 Prozent in den Aktienfonds investieren, sondern zu einem Mindestgrad Rücklagen zur Sicherheit bilden, um den Kapitalerhalt zu garantieren, was sich auf jeden Fall negativ auf die Rendite niederschlägt.
Dann interessiert mich noch der Punkt bei der Auszahlung, welcher heißt, dass die Riesterrente nachgelagert versteuert wird. Wie äußert sich das genau? Zumindest bisher ist es doch so, dass Aktienfonds nur zur Hälfte versteuert werden müssen, während die Riesterrente aber zu 100 Prozent versteuert wird?
Klär mich auf...
AL Bundy
05.12.2005, 23:54
Und was sind z.B. 200-300 Euro Zusatzrente nach 40 Jahren Inflation. :surprise:
Und dann noch nachgelagerte Steuer?! :hmpf:
Nee Nee, wo soll dat noch hinführen - ich ahne Böses.
Ca$hmandt
08.12.2005, 15:39
Nur gut fünf Millionen Deutsche haben eine Riester-Rente abgeschlossen, obwohl der Staat kräftig zuschießt. Sie ist jedoch besser als ihr Ruf, denn die Rendite kann sich sehen lassen. Was sie bringt, für wen sie taugt und was zu beachten ist ...
So ganz langsam begreifen die Deutschen, dass sie selbst fürs Alter vorsorgen müssen und sich nicht auf den Staat verlassen können. Im vergangenen Jahr haben deshalb deutlich mehr eine Riester-Rente abgeschlossen als das Jahr davor. Mittlerweile dürften über fünf Millionen einen entsprechenden Vertrag in der Schublade haben, bei 29 Millionen Anspruchsberechtigten.
Nur 2,7 Millionen Anträge eingereicht
Allerdings sind bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (ZfA) lediglich 2,7 Millionen Zulagenanträge eingegangen, das heißt, vielen ist das Procedere zu umständlich und unverständlich. Sie scheuen davor zurück.
Abwicklung soll einfacher werden
Das alles spricht aber nicht gegen die Riester-Rente nur gegen die Abwicklung, und da soll sich einiges zum Besseren wenden. So müssen Sparer einer Riester-Rente die Zulage ab 2005 nicht mehr jedes Jahr neu beantragen. Auch die Auszahlungsmodalität wurde verbessert. Mit Rentenbeginn können 30 Prozent (bislang 20) des angesparten Kapitals auf einen Schlag entnommen werden.
92 Euro Zulage pro Kind
Die nach dem damaligen Bundesarbeitsminister Walter Riester benannte Rente wurde zum 1. Januar 2002 eingeführt. Die Grundzulage beträgt für dieses Jahr 76 Euro, die Zulage pro Kind 92 Euro. 2004 hatten laut Bundesregierung rund 4,2 Millionen Bürger einen Riester-Vertrag abgeschlossen.
Vieles spricht dafür, dass die Riester-Rente eine Renaissance erlebt, die Politiker müssen diese Form der Altersvorsorge aber noch entbürokratisieren.
jetzgehtslos
08.12.2005, 16:23
Hi,
ich habe mich mal bei der Raiba schlau gemacht, die bieten den Uni-Global als Riesterfond an mit 5% Ausgabeaufschlag. Der Fond ist höchstens Mittelklasse.
Meines Erachtens ist das schon bischen viel. Kennt vielleicht jemand ein Riesterprodukt, wo diese AA wegfallen oder reduziert sind?
Das ganze schaut stark danach aus, als ob hier eine Subventionierung von schlechten Finanzprodukten erfolgt.
Ciao
jgl
Ca$hmandt
08.12.2005, 16:45
also ich habe riester damals über die allianz gemacht...soweit ich mich recht entsinne wird überhaupt kein ausgabeaufschlage erhoben bei deren fonds..müsste ich aber nochmal nachschauen.
Ca$hmandt
08.12.2005, 16:47
Riester ist vor allem für Arbeitnehmer gedacht, aber auch Beamte können davon profitieren.
Zulagen gibt es für die Altersvorsorge von Personen, die Pflichtmitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung sind:
-rentenversicherungspflichtige Angestellte
-Bezieher von Lohnersatzleistungen wie Kranken- und Mutterschaftsgeld oder Arbeitslosenhilfe
-nichterwerbstätige Eltern während der Kindererziehung
-alle geringfügig