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Vollständige Version anzeigen : Asiens Internetwerte: Noch kein Licht am Ende des Tunnels


Howie
05.12.2000, 18:43
Moin!

Schwache Geschäftszahlen und Kursentwicklung im November

Zum Ende des Novembermonats schafft nur ein Wert den Sprung in die Gewinnzone. Und das ist Hikari Tsushin. Seit Mitte Oktober notiert Sino-I.com nun schon bei 0,03 €. Ebenfalls unverändert zeigt sich Celestial Asia Securities Holdings. In der letzten Novemberwoche kann keine Aktie im Plus abschließen. Angeführt wird die Verliererliste von Hartcourt, gefolgt von Pacific Internet. Beide Unternehmen gehören auch zu den größten Verlierern des Monats.

Aber auch die Aktienmärkte im allgemeinen befinden sich im Abwärtstrend. Der Nikkei verliert im November 1,5%, der Hang Seng 8,9% und die amerikanische Nasdaq gibt sogar 22,1% ab.

Hinzu kommen die Zahlen des vergangenen Quartals, die auch nicht viel versprechend aussehen. Chinadotcom steigert den Verlust um 40,8% auf 20,5 Mio. US-$. Sohu.com verdreifacht das Minus aus dem Vorjahr auf 4,3 Mio. US-$. Noch mehr Verlust erwirtschaftet SUNeVision mit einer 15-fachen Steigerung auf 4,1 Mio. US-$. Tom.com liegt mit 21 Mio. US-$ im Minus. Von Hartcourt gibt es nur vorläufige Zahlen, die eine 12%ige Verluststeigerung auf 2,7 Mio. US-$ vorweisen. Das kann sich aber noch zum Positiven ändern. First Ecom steigert sich mit minus 3,4% auf 2 Mio. US-$. Pacific Internet schreibt erstmals rote Zahlen in Höhe von 1,5 Mio. US-$. Netease.com erhöht den Verlust von 0,8 Mio. auf 41,6 Mio. US-$ im Vergleich zum Quartal des Vorjahres.

Sina.com kann den Verlust wenigstens um 33,1% auf 10,3 Mio. US-$ reduzieren. Häufig sind die Verluste durch Beteiligungen oder Kooperationen mit anderen Unternehmen zurückzuführen. Es wird sich zeigen, ob diese Maßnahmen mit Erfolg gekrönt werden.

Gewinne vereinnahmen Hikari Tsushin, Sino-I.com, Softbank sowie Trans Cosmos.

Chinas Internet-Portale werden in ihrer Entwicklung gebremst, da strenge Regeln diese blockieren. Nur Nachrichten der Regierung sind auf den entsprechenden Seiten der Content-Provider erlaubt. Außerdem sind bestimmte Äußerungen beziehungsweise Beleidigungen in Chat-Räumen und Foren untersagt. Internet-Anbieter müssen darauf achten, dass solch verbotene Aussagen von ihren Webseiten verschwinden. Einige Web-Portale mussten bereits ihr Geschäft einstellen, da sie die Regeln missachtet haben.

In China gibt es neue Webadressen, die nun im Dezember benutzt werden können. Unternehmen, die eine Erlaubnis des Ministeriums für Industrie-Informationen haben, erhalten einen Domainnamen in chinesischer Sprache. 42.000 Webadressen wurden bisher registriert.

Positives wird für den B2B-E-Commerce Markt in Japan verkündet. Von 1998 bis 2003 wird dieser Markt von um 900% auf 68 Mrd. Yen wachsen. Allerdings wird das E-Commerce Geschäft der USA das von Japan um 100 Mrd. Yen übertreffen. Gesetze, die in Japan für diesen Bereich gelten, sind mittlerweile überholt. Man fordert eine Überarbeitung dieser Gesetze, damit der Markt in Schwung kommt.

Quelle: wallstreet-online

So long
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