Intruder
11.12.2000, 06:56
Hallo,
Neue Sorgen in Fernost
Änderung im Welt-Aktienindex MSCI World werden asiatische Börsen in den kommenden Wochen belasten.
Anleger sollten in nächster Zeit lieber auf Nummer Sicher gehen und die Finger von Fonds lassen, die in Asien investieren. Der Region droht Ungemach.
Dank Morgan Stanley. Das amerikanische Investmenthaus stellt am heutigen Sonntag seinen einflussreichen Aktienindex MSCI World um. Und das zu Lasten asiatischer Aktien. Titel aus Fernost fliegen aus dem Index raus, europäische und amerikanische kommen rein. Folge : Fondsmanager, die sich bei ihren Investments am MSCI World orientieren - und das sind nicht wenige -, werden sich von einigen Positionen an asiatischen Aktien trennen müssen. Nicht gut für die Kurse. Sie werden bei massiven Verkäufen unter Druck geraten.
Hintergrund der Aktion : Morgan Stanley achtet bei der Neuzusammensetzung des MSCI World auf den Free Float, also auf den Streubesitz der Aktien. Sind viele Anteilsscheine einer Gesellschaft in Streubesitz, wird ihr Gewicht im Index erhöht. Spielen dagegen Großaktionäre die erste Geige, wird der Anteil verringert.
Schlecht für Asiens Märkte. Denn hier sind besonders viele der großen im MSCI World vertretenen Wertemit nur wenig Streubesitz beheimatet. Ein Beispiel ist Malaysia Telecom, die zu 80 Prozent in Staatsbesitz sind.
Thailand und Malaysia verlieren an Gewicht
Salomon Smith Barney befürchtet für manche Länder Schlimmes. In einer Studie errechnet die Investmentgesellschaft, dass weltweit anlegende Fonds ihren Anteil an Emerging-Market-Aktien um 40 Prozent reduzieren müssen. Besonders betroffen wären Malasyia und Thailand mit einer Verringerung um 62 Prozent, Taiwan um 40 Prozent und Südkorea um 19 Prozwnt. Japan muss mit 25 Prozent weniger Gewicht rechnen.
Allerdings geht Salomon davon aus, dass einiges bereits in den Kursen enthalten ist und einige Fondsgesellschaften die Änderungen bereits vorab antizipiert und ihre Portfolios bereinigt hätten. Ein Indiz sind die jüngst erneut eingebrochenen Kurse:
So notieren der thailändische SET-Index, der koreanische KOSPI und der Taiwan-Weighted bereits 50 Prozent unter Jahreshoch.
Dennoch: Im schlimmsten Fall fließen in den kommenden Tagen und Wochen 20 Millarden Dollar aus der Region ab.
so long
Ohren steif halten und drei mal Gas geben
------------------
Asien (http://www.asienfreak.de)
Neue Sorgen in Fernost
Änderung im Welt-Aktienindex MSCI World werden asiatische Börsen in den kommenden Wochen belasten.
Anleger sollten in nächster Zeit lieber auf Nummer Sicher gehen und die Finger von Fonds lassen, die in Asien investieren. Der Region droht Ungemach.
Dank Morgan Stanley. Das amerikanische Investmenthaus stellt am heutigen Sonntag seinen einflussreichen Aktienindex MSCI World um. Und das zu Lasten asiatischer Aktien. Titel aus Fernost fliegen aus dem Index raus, europäische und amerikanische kommen rein. Folge : Fondsmanager, die sich bei ihren Investments am MSCI World orientieren - und das sind nicht wenige -, werden sich von einigen Positionen an asiatischen Aktien trennen müssen. Nicht gut für die Kurse. Sie werden bei massiven Verkäufen unter Druck geraten.
Hintergrund der Aktion : Morgan Stanley achtet bei der Neuzusammensetzung des MSCI World auf den Free Float, also auf den Streubesitz der Aktien. Sind viele Anteilsscheine einer Gesellschaft in Streubesitz, wird ihr Gewicht im Index erhöht. Spielen dagegen Großaktionäre die erste Geige, wird der Anteil verringert.
Schlecht für Asiens Märkte. Denn hier sind besonders viele der großen im MSCI World vertretenen Wertemit nur wenig Streubesitz beheimatet. Ein Beispiel ist Malaysia Telecom, die zu 80 Prozent in Staatsbesitz sind.
Thailand und Malaysia verlieren an Gewicht
Salomon Smith Barney befürchtet für manche Länder Schlimmes. In einer Studie errechnet die Investmentgesellschaft, dass weltweit anlegende Fonds ihren Anteil an Emerging-Market-Aktien um 40 Prozent reduzieren müssen. Besonders betroffen wären Malasyia und Thailand mit einer Verringerung um 62 Prozent, Taiwan um 40 Prozent und Südkorea um 19 Prozwnt. Japan muss mit 25 Prozent weniger Gewicht rechnen.
Allerdings geht Salomon davon aus, dass einiges bereits in den Kursen enthalten ist und einige Fondsgesellschaften die Änderungen bereits vorab antizipiert und ihre Portfolios bereinigt hätten. Ein Indiz sind die jüngst erneut eingebrochenen Kurse:
So notieren der thailändische SET-Index, der koreanische KOSPI und der Taiwan-Weighted bereits 50 Prozent unter Jahreshoch.
Dennoch: Im schlimmsten Fall fließen in den kommenden Tagen und Wochen 20 Millarden Dollar aus der Region ab.
so long
Ohren steif halten und drei mal Gas geben
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Asien (http://www.asienfreak.de)