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Vollständige Version anzeigen : Marktbericht Asien


Muggsy
06.12.2000, 17:18
Deutliche Kursgewinne nur in Hong Kong


Das Kursfeuerwerk an den US-Börsen löste heute an den wichtigsten Märkten in Asien zumeist nur moderate Kursbewegungen aus. An der Nasdaq hatten die Notierungen mit 10,5 Prozent den größten prozentualen Kursgewinn aller Zeiten aufs Parkett gelegt. US-Notenbanker Alan Greenspan hatte mittelfristig sinkende Zinsen in Aussicht gestellt. Die Weltleitbörse an der Wall Street war daraufhin um mehr als drei Prozent nach oben gesprungen.
In Asien spurtete einzig Hong Kong im Sog der Nasdaq-Steilvorlage deutlich gen Norden. Um fast vier Prozent verbesserte sich der Hang Seng Index. Getragen wurde der Aufschwung von der gesamten Börse. Zinssensitive Werte wie Banken und Immobilien waren besonders gesucht. Auch der Straits Times Index in Singapur wurde von den positiven US-Vorgaben nach oben gezogen. Um 1,1 Prozent verbesserte sich das Marktbarometer. Gegen den Trend weltweit mussten die Aktien in Taiwan moderate Verluste einstecken. Wirtschaftliche und politische Unsicherheiten verhinderten einen versöhnlichen Tagesabschluss. Der Taiex büßte 0,55 Prozent ein. Wenig Bewegung zeigten die Aktien in Südkorea. Der Kospi verbesserte sich um 0,18 Prozent. Auch in Thailand war wenig los. Der SET-Index legte moderate 0,21 Prozent zu.

Nach der Nasdaq-Steilvorlage von gestern Abend knallten heute auch in Hong Kong die Sektkorken. Um fast vier Prozent schnellte der Hang Seng Index nach oben, Schluss war erst bei 15.098,95 Zählern. Damit wurde auch die psychologisch wichtige Marke von 15.000 Punkten im Sturm erobert.

Notenbankchef Alan Greenspan hatte mit salbungsvollen Worten die Lunte für das Kursfeuerwerk gelegt. Sollte die US-Wirtschaft zu stark abkühlen, wären Zinssenkungen sehr wahrscheinlich, lautete die verschlüsselte Botschaft. Analysten erklärten heute, unter Umständen könne es bereits im Frühjahr nächsten Jahres in den USA zu einer Senkung der Zinsen um 50 bis 75 Basispunkte kommen.
Kein Wunder, dass heute besonders die zinssensitven Werte wie Banken und Immobilien-Werte profitierten. Der Immobilien-Teilindex ging mit einem Anstieg von 7,5 Prozent regelrecht durch die Decke. Sun Hung Kai Properties (WKN 861270) explodierten um fast zehn Prozent auf 70,75 HK-Dollar, Henderson Land (WKN 867157) schnellten um 7,7 Prozent nach oben, Cheung Kong (WKN 862398) verbesserten sich um 6,9 Prozent.
Bei den Banken steigerte sich Blue-Chip HSBC Holdings (WKN 923893) um 3,7 Prozent auf 113,50 HK-Dollar. Hang Seng Bank (WKN 862271) kletterten um 2,7 Prozent auf 95,00 HK-Dollar. Bank of East Asia (WKN 868943) schafften einen Anstieg von 2,2 Prozent.

Gefragt waren auch die Telekomunternehmen. Branchenriese Nokia (WKN 870737) hatte sich positiv zur Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren geäußert. Wachstumsraten von 25 bis 30 Prozent jährlich peilt der finnische Handyhersteller demnach bis zum Jahr 2003 an. Befürchtungen über nachlassendes Wachstum in der Branche waren daher heute kein Thema.
China Mobile (WKN 909622) verteuerten sich um 2,2 Prozent, Konkurrent China Unicom (WKN 615613) legten ein Plus von 4,3 Prozent aufs Parkett. Zuletzt hatten beide Titel stark an Wert eingebüßt. Pläne der Regierung, die Gebührenstruktur für mobile Telefonate zu verändern, hatten das Desaster ausgelöst. Erst nachdem die Verantwortlichen die Pläne für die kommenden zwei Jahre auf Eis gelegt hatten, hatte sich Erleichterung breit gemacht (wir berichteten). Hutchison Whampoa (WKN 864287) kletterten um 4,6 Prozent. Presseberichten zufolge steht der Mischkonzern vor der Übernahme eines Anteils von 20 Prozent am Mobilfunkgeschäft von Telekom Malaysia.

Pacific Century CyberWorks (WKN 924882) verteuerten sich um 6,8 Prozent auf 5,50 HK-Dollar. Sollte sich in den kommenden Tagen die Lage bei den Technologiepapieren weiter aufhellen, könnte PCCW in diesem Bereich endlich eine Boden finden.Warten Sie vor einem Neuengagement eine Beruhigung der Kurse ab. Aktuell sehen wir keinen Handlungsbedarf.
Gut machte sich heute auch unser Musterdepotwert Legend Holdings (WKN 894983). Chinas größter Computerhersteller schaffte ein Plus von 4,2 Prozent auf 6,15 HK-Dollar. In Frankfurt notierten die Anteilsscheine heute gegen 16 Uhr bei 0,88 Euro. Bleiben Sie hier weiter investiert.
Der Software-Hersteller Founder Holdings (WKN 936949) schnellte um fast neun Prozent auf 2,48 HK-Dolar nach oben. Auch an der Wachstumsbörse GEM zeigte der Kursverlauf heute steil nach oben. Am Ende stand ein Plus von 3,81 Prozent zu Buche. Tom.com (WKN 935147) explodierten um 8,3 Prozent auf 2,93 HK-Dollar, SUNeVision (WKN 936016) legten 4,6 Prozent zu.

Beflügelt von den deutlichen Kursavancen bei Dow Jones und Nasdaq schafften heute auch die Aktien in Singpur den Sprung ins positive Terrain. Von Euphorie wie in den USA war hier jedoch nichts zu spüren. Mit 1,1 Prozent fielen die Zuwächse vergleichsweise moderat aus, Endstand: 1974,83 Zähler.

Gewinnmitnahmen im späten Handel hatten deutlichere Pluszeichen verhindert. Auch segelten einige Schwergewichte, wie Singapore Airlines (WKN 878596) oder Singapore Telecom (NASDAQ: SGTJY) heute unter keinem guten Stern, was zusätzlichen Druck auf den Straits Times Index ausübte.
Technologie-Papiere und einige Blue-Chips standen in der Gunst der Anleger ganz oben. Creative Technologies (WKN ) verbesserten sich um 5,4 Prozent, DBS Group Holdings (WKN ) legten 3,6 Prozent zu, Venture Manufacturing (WKN ) schnellten um 4,6 Prozent nach oben, Datacraft Asia (WKN ) glänzten mit einem Gewinn von mehr als sieben Prozent. In den kommenden Tagen rechnen Händler mit einer Fortsetzung der freundlichen Tendenz.

Unsicherheiten über die politische und wirtschaftliche Situation auf der Insel verdarben heute den Anlegern in Taiwan die Laune. Gewinnmitnahmen übten zusätzlich Druck auf die Notierungen aus. Trotz der starken US-Vorgaben rutschte der Taiex um 0,55 Prozent in den Keller, Endstand: 5170,62 Zähler.

Im Sog der starken Nasdaq hatte das Marktbarometer im frühen Geschäft noch mit 3,2 Prozent im Plus notiert. Die hausgemachten wirtschaftlichen und politischen Probleme ließen jedoch in der zweiten Sitzungshälfte die Gewinne dahinschmelzen.
Belastend wirkte sich auch eine Neueinstufung der Rating-Agentur Standard & Poor`s aus. Die Experten hatten den Daumen für die Kreditwürdigkeit Taiwans von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Misstrauen erweckten auch die gestern von der Regierung veröffentlichten Zahlen fauler Kredite bei den Banken. Nachdem man kürzlich von bis zu 15 Prozent notleidender Kredite gesprochen hatte, sollen nun lediglich fünf Prozent in den Bilanzen der Finanzinstitute schlummern.
Anleger und Analysten sahen dies heute anders und trennten sich von Bank-Aktien.

Ein weiterer Belastungsfaktor war eine neue Prognose der Regierung zum Wirtschaftswachstum. Danach soll das Bruttosozialprodukt in Taiwan im kommenden Jahr von derzeit 6,5 auf sechs Prozent sinken.
Unter Druck standen Chunghwa Telecom mit einem Verlust 1,7 Prozent. Anleger befürchten sinkende Gewinne bei dem Unternehmen. Im Mittelpunkt des Interesses standen auch Macronix (WKN 900765). Die Ankündigung, die geplante Platzierung neuer American Depository Receipts (ADRs) zu verschieben, brachte der Aktie einen Verlust von 3,4 Prozent. Das Börsenumfeld sei für eine derartige Maßnahme aktuell zu schlecht, hatte ein Unternehmenssprecher erklärt.
Taiwans größter Chiphersteller Taiwan Semiconductor (WKN 909800) verbesserte sich gegen den Trend um 0,56 Prozent. Spekulativ agierende Investoren sollten auf dem gegenwärtigen Kursniveau zugreifen. Setzen Sie sicherheitshalber einen Stopp-Kurs im Bereich um die 18 Euro. In Frankfurt notierten die Anteilsscheine heute gegen 16 Uhr bei 21,50 Euro. United Microelectronics (WKN 578089) beendeten den Tag ohne Kursveränderung. Taiwans größter Computerhersteller Acer (WKN 897815) büßte 1,91 Prozent ein.


Quelle: fnet.de

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Moderator Asienforum

Muggsy
07.12.2000, 18:38
Börsen ohne klare Richtung


Uneinheitlich präsentierten sich heute die wichtigsten Börsen in Asien. Unerwartet schwache Vorgaben aus den USA ließen zumeist keine rechte Kauflaune aufkommen. Eine Gewinnwarnung des US-Computerherstellers Apple hatte die Anleger verstimmt. Tagessieger war die Börse in Seoul mit einem Anstieg von 1,14 Prozent. Die großen Telekom-Firmen fuhren hier heute auf der Überholspur. Schwächer tendierten dagegen die Aktien in Singapur. Unsicherheiten über die künftige Gewichtung des Landes im Morgan Stanley Capital International-Index verdarb den Anlegern die Laune.
Auch in Hong Kong bröckelten die Kurse heute ab. Der Hang Seng Index büßte 0,6 Prozent ein. Gegen den Trend konnten sich einige Immobilien-Aktien stemmen. Analysten gehen davon aus, dass diese Unternehmen von einer möglichen Zinssenkung in den USA am stärksten profitieren könnten. In Taiwan stand der Tag unter positiven Vorzeichen. Allerdings hatten staatliche Fonds mit ihren Käufen den Taiex gestützt. Um 0,8 Prozent legte das Marktbarometer zu.

Schlechte Vorgaben aus den USA und eine Gewinnwarnung des Computerherstellers Apple (WKN 865985) verdarb heute den Anlegern in Hong Kong den Appetit auf Aktien. Der Hang Seng Index bröckelte um 0,6 Prozent ab, Endstand: 15.011,52 Zähler. Gegen den Trend konnten sich einige Banken und Immobilien-Unternehmen stemmen. Sollte es im kommenden Frühjahr zu einer Zinssenkung in den USA kommen, dann dürfte diese zinssensitiven Werte überproportional profitieren, erklärten Analysten. Das Handelsvolumen war heute mit nur 9,5 Millionen HK-Dollar verschwindend gering.

Auch bei den Immobilien-Werten hatte es zunächst nicht besonders günstig ausgesehen. Eine Land-Auktion der Regierung hatte weniger Nachfrage erbracht als ursprünglich erwartet. Cheung Kong (WKN 862398) konnten dennoch um 1,3 Prozent zulegen. Henderson Land (WKN 867157) blieben unverändert bei 35,10 HK-Dollar, Sun Hung Kai Properties (WKN 861270) büßten 1,8 Prozent ein. Am Vortag war das Papier allerdings um fast zehn Prozent expoldiert.
Hong Kongs größtes Konglomerat Hutchison Whampoa (WKN 864287) mit bedeutenden Beteiligungen im Telekom-Sektor bröckelte um ein Prozent auf 96,50 HK-Dollar ab.
Wie berichtet, befindet sich das Unternehmen derzeit in Verhandlungen zur Übernahme von 20 Prozent an der Mobilfunksparte der Telekom Malysia.

Pacific Century CyberWorks (WKN 924882) gaben 1,8 Prozent auf 5,40 HK-Dollar nach. Heute war der Handel mit Bonus-Optionen aus der jüngsten Kapitalerhöhung aufgenommen worden. Die Papiere notierten zunächst bei 0,79 HK-Dollar, stürzten dann aber bis auf 0,65 HK-Dollar ab. Analysten rechnen damit, dass die Optionen noch bis auf 0,50 HK-Dollar fallen werden.
Rechtzeitig vor Weihnachten hatte das Unternehmen heute noch eine bittere Pille für seine Angestellten parat. Heute gab die Gesellschaft bekannt, dass man in diesem Jahr keinen Bonus an die Belegschaft zahlen werde. Ausgenommen sind Mitarbeiter, die weniger als 10.000 HK-Dollar verdienen.
Ein Sprecher der Belegschafts erklärte, die Entscheidung werde sich auf die Arbeitsmoral der Arbeiter auswirken.

Die Apple-Gewinnwarnung in den USA belastete heute unseren Musterdepotwert Legend Holdings (WKN 894983). Chinas größter Computerhersteller stürzte um fast fünf Prozent auf 5,85 HK-Dollar in die Tiefe. In Frankfurt notierten die Anteilsscheine heute gegen 16 Uhr bei 0,83 HK-Dollar. Beachten Sie bitte unseren Stopp-Kurs bei 0,74 Euro.
Founder (WKN 936949) verbilligten sich um vier Prozent auf 2,37 HK-Dollar. Nachrichten gab es auch von Culturecom (WKN 886723). Die Holding möchte Anfang nächsten Jahres mit dem Verkauf ihres e-books in China beginnen. Hierzu wolle man mit einem der führenden Verlage zusammenarbeiten. Das e-book soll zu einem Preis von rund 2.000 Renminbi (242 US-Dollar) auf den Markt gebracht werden.

An der Wachstumsbörse GEM büßten die Notierungen 1,22 Prozent ein. Tom.com (WKN 935147), brachen um 5,1 Prozent auf 2,77 HK-Dollar ein, SUNeVision (WKN 936016) verbilligten sich im Sog der schwachen Nasdaq um 4,4 Prozent.
Analysten gehen davon aus, dass der Hang Seng Index die Marke von 16.000 Zählern demnächst wieder erreichen dürfte. Voraussetzung dafür sei allerdings ein nachhaltig sinkender Ölpreis.

Gewinne bei einigen Blue-Chips bescherten heute den Aktien in Südkorea einen versöhnlichen Tagesabschluss. Der Kospi verbesserte sich um 1,1 Prozent auf 523,78 Zähler. Zunächst hatte es nach einem weiteren schwachen Tag ausgesehen. Die schlechten Vorgaben von der Nasdaq wollten im frühen Geschäft keine rechte Stimmung aufkommen lassen. Die späteren Gewinne werteten Experten als technische Reaktion auf die deutlichen Verluste der vergangenen Tage und Wochen.

Auch in Seoul belasteten die Gewinnwarnungen von Apple Computer (WKN 865985) und Bank of America (WKN 858388) die Stimmung. "Der Markt ist völlig unkalkulierbar geworden, weil die Investoren praktisch nur noch auf die Futures oder diverse Gewinnwarnungen reagieren", klagte ein Händler. Das Handelsvolumen war mit 297,1 Millionen Aktien relativ hoch.
Als Stütze für die Börse erwiesen sich heute die großen Telekom-Unternehmen. Vor allem SK Telecom (WKN 902578) und Korea Telecom (WKN 922613) konnten mit Zuwächsen von 2,7 bzw. 4,3 Prozent glänzen. Anleger gehen davon aus, dass die Regierung den beiden Firmen die neuen Lizenzen für Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge erteilen wird. Analysten räumen den beiden Unternehmen in den kommenden Jahren große Wachstumschancen ein.

Schlechte Karten hatten heute dagegen Dacom. Koreas zweitgrößter Festnetzanbieter brach um 5,8 Prozent ein. Nach einem Streik der Arbeitnehmer hatte das Unternehmen Teile der Belegschaft ausgesperrt. Experten befürchten wachsende Spannungen zwischen der Unternehmensleitung und den Angestellten.
Sehr schlecht war die Stimmung auch bei den Banken. Unklarheiten über künftige Fusionen in dem Sektor belasteten die Stimmung. Kwangju Bank stürzten um fast 15 Prozent in die Tiefe, Kyungnam Bank rauschten um 14 Prozent in den Keller, Hanvit Bank brachen um zwölf Prozent ein. Gegen den schwachen Branchentrend konnten Kookmin Bank (WKN 902872) um 0,7 Prozent zulegen.

An der technologielastigen Freiverkehrsbörse Kosdaq kletterten die Notierungen um marginale 0,3 Prozent. Angesichts der Möglichkeit sinkender US-Zinsen und des derzeit fallenden Ölpreises geben Händler einer Jahresendrally in Südkorea gute Chancen.
"Die Kursverlusten der vergangenen Wochen schreien förmlich nach einer stärkeren Gegenbewegung", sagte ein Analyst.

Unsicherheiten über die Gewichtung einiger Papiere im Morgan Stanley Capital International-Index (MSCI) machten heute den Anlegern in Singapur Sorgenfalten. Auch die Gewinnwarnungen von Apple Computer (WKN 865985) und Bank of America (WKN 858388) sorgten nicht gerade für Erheiterung. "Die Marktteilnehmer betrachten die Gewinne an der Nasdaq Anfang der Woche jetzt schon wieder mit großer Skepsis", sagte ein Händler. Der Straits Times Index büßte heute 0,82 Prozent auf 1958,73 Zähler ein.

Neue Regeln für die Zusammensetzung des MSCI-Index sorgten heute für Unruhe auf dem Parkett. Der Index wird allgemein als wichtige Benchmark für die Zusammensetzung der Portfolios zahlreicher Fondsmanager angesehen. Experten rechnen nun damit, dass der Index künftig eine stärkere "free-float-Gewichtung" erhalten wird. Das heißt, es werden solche Unternehmen stärker berücksichtgt, die einen hohen Anteil frei handelbarer Anteilsscheine aufweisen.
Singapore Telecom, Chartered Semiconductor (WKN 929000) und Singapore Airlines (WKN 878596) bekamen die Ängste der Anleger heute zu spüren. Es wird befürchtet, dass speziell diese Firmen unter den neuen Regeln leiden und somit eine geringere Gewichtung haben dürften.
Singapore Telecom verbilligten sich um 3,6 Prozent, Singapore Airlines rutschten um 1,2 Prozent ab, Chartered Semiconductor rauschten um fast sechs Prozeent in den Keller.
Datacraft Asia (WKN 899695) dagegen, einer der potentiellen Profiteure der neuen Bestimmungen, verbesserten sich um 4,4 Prozent.

Händl

Muggsy
11.12.2000, 16:27
Börsen profitieren von Nasdaq-Vorgabe


Kein Wunder, dass die wichtigsten Börsen in Asien heute geschlossen gen Norden aufbrachen. Die Vorgaben aus den USA waren ja auch exzellent. Um fast sechs Prozent war die Nasdaq am vergangenen Freitag nach oben geschnellt. In Asien ließ man sich mit derart starkem Wind im Rücken heute nicht lumpen. Star des Tages war die Börse in Südkorea. Angetrieben von Gewinnen bei den Telekom-Aktien und einigen Blue-Chips packte der Kospi fast vier Prozent drauf. Auch die Aktien in Hong Kong konnten von der guten Stimmung in den USA profitieren. Zusätzlich wurden die Banken durch die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen beflügelt. Einige Immobilien-Aktien erfreuten ebenfalls mit teilweise deutlichen Zuwächsen.
Schnäppchenjäger hatten sich heute in Singapur auf die Suche nach Sonderangeboten gemacht. Dem Straits Times Index bescherte dies ein Plus von 2,25 Prozent. Die Börsen in Taiwan und Thailand konnten heute um 0,6 bzw. 0,36 Prozent klettern. Gegen den Trend rauschten die Notierungen in Indonesien in den Keller. Spekulationen über eine Herabstufung von Index-Schwergewicht Telkom im Morgan Stanley Capital International-Index bescherte dem Composite einen herben Verlust von 2,39 Prozent.

Starke US-Vorgaben sorgten heute in Südkorea für Feiertagslaune unter den Investoren. Gewinne bei den Telekom-Papieren bescherten dem Kospi ein Plus von 3,74 Prozent auf 554,29 Zähler. Damit sprintete das Marktbarometer schon den fünften Tag in Folge ins positive Terrain. Gefragt war auch Marktschwergewicht Samsung Electronics (WKN 881823). An der technologielastigen Freiverkehrsbörse Kosdaq marschierten die Kurse um vier Prozent nach oben.

Vor allem die Telekom-Aktien konnten heute glänzten. Am Freitag will die Regierung bekannt geben, welche Firmen eine UMTS-Mobilfunklizenz erhalten. Investoren rechnen damit, dass die beiden Schwergewichte SK Telekom (WKN 902578) und Korea Telecom (WKN 922613) den Zuschlag erhalten werden. SK Telekom (WKN 902578) wurden heute um 8,7 Prozent nach oben katapultiert, Korea Telecom (WKN 922613) kletterten um knapp fünf Prozent.
Positive Gewinnaussichten beim US-Chipriesen Intel (WKN 855681) beflügelten heute die Papiere von Blue-Chip Samsung Electronics (WKN 881823). Die Anteilsscheine legten stolze 6,23 Prozent zu. Langfristig agierende Anleger sollten den Titel an schwachen Tagen einsammeln. Leider wurden wir kürzlich bei 36 Euro unglücklich ausgestoppt. Auf dem derzeitigen Kursniveau ist die Aktie ein Kauf, zumal der Wert im internationalen Vergleich deutlich unterbewertet ist. Sollten die Technologieaktien weltweit in den kommenden Monaten die eine Trendwende sehen, dürfte auch das koreanische Vorzeigeunternehmen kräftig profitieren.

Neben seinen erfolgreichen Aktivitäten bei Speicherchips ist Samsung Electronics immerhin viertgrößter Handygersteller der Welt. Heute gegen 15 Uhr notierten die Papiere in Frankfurt bei 38,70 Euro. Konkurrent Hyundai Electronics verbesserte sich um 2,4 Prozent.
Auch einige Standardwerte hatten heute gute Karten. Korea Electric Power (WKN 893161) wurden durch eine Empfehlung des japanischen Brokerhauses Nomura Securities (WKN 857054) beschwingt. Die Experten hatten das Papier mit "outperform" eingestuft, prompt ging es heute um 0,5 Prozent aufwärts. Der weltweit größte Stahlerzeuger Pohang Iron & Steel (WKN 893094) rutschte um 0,74 Prozent ab.
In den kommenden Tagen rechnen Händler mit einer Fortsetzung der freundlichen Tendenz. Einige Analysten erklärten, die Tatsache, dass der Markt in den vergangenen Tagen auch schlechte Nachrichten klaglos verdaut habe, deute auf ein Ende der mittelfristigen Abwärtsbewegung hin.

Quelle: www.fnet.de (http://www.fnet.de)

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Moderator Asienforum

Muggsy
13.12.2000, 07:04
Nur in Taiwan klettern die Kurse


Die guten Vorgaben aus den USA interessierten die Anleger in Asien heute nur am Rande. Trotz des Schubs von der Nasdaq rutschten die meisten asiatischen Börsen in die roten Zahlen. Am größten waren die Verluste in Südkorea. Mit einem Abschlag von mehr als zwei Prozent beendete der Kospi seine eindrucksvolle fünftägige Gewinnstrecke. Die Index-Schwergewichte hatten in Seoul heute einen schweren Stand. Computergesteuerte Verkaufsprogramme brachten die Notierungen zusätzlich unter Druck.
In schlechter Verfassung präsentierte sich auch die Börse in Bangkok. Im Vorfeld einer lange erwarteten Entscheidung um die angeschlagene Thai Petrochem büßte der SET-Index 1,49 Prozent ein. Auch der Hang Seng konnte von der guten Vorstellung der Nasdaq nicht profitieren. Telekom-Titel drückten das Marktbarometer in Hong Kong um 0,5 Prozent nach unten.
Gegen den schwachen Trend in Asien stemmte sich heute die Börse in Taipeh. Die Chiphersteller bugsierten den Taiex um 1,81 Prozent gen Norden. Händler rechnen mit einem Widerstand bei 5500 Zählern. Heute verabschiedete sich der Index mit 5380,09 Punkten aus dem Handel.

Gewinnmitnahmen und computergesteuerte Verkaufsprogramme verdarben heute den Anlegern in Südkorea die Laune. Der Kospi rauschte um 2,11 Prozent in den Keller, Endstand: 543,08 Zähler. Damit beendete das Marktbarometer eine fünftägige Gewinnstrecke. Fast elf Prozent hatten die Aktien in Südkorea in dieser Zeit zugelegt.

Dabei hatte es zunächst noch recht positiv ausgesehen. Bis auf 558,50 Zähler war der Index im frühen Geschäft gesprintet, drehte später aber ins Minus. An der technologielastigen Freiverkehrsbörse Kosdaq brachen die Notierungen um 1,9 Prozent ein. Unter Druck standen heute einige Schwergewichte. Samsung Electronics (WKN 881823) verbilligten sich um 2,2 Prozent. Spekulativ agierende Anleger sollten bei dem Papier jetzt zugreifen. Im internationalen Vergleich ist Samsung deutlich unterbewertet. Heute gegen 15 Uhr notierten die Anteilscheine in Frankfurt bei 38,90 Euro. Setzen Sie sicherheitshalber einen Stopp-Kurs knapp unter 36 Euro.
Kopfzerbrechen bereitet den Anlegern derzeit auch die politische Lage in Südkorea. Einerseits wächst die Hoffnung auf eine mögliche Wiedervereinigung der beiden koreanischen Staaten, andererseits ist die innenpolitische Situation im Moment wenig erbaulich.
Die südkoreanischen Bankangestellten haben für kommende Woche einen Streik angekündigt. Damit wollen die Arbeitnehmer gegen die von der Regierung initiierten Bankenfusionen zu Felde ziehen. Die Unternehmenszusammenschlüsse bedrohen Tausende von Arbeitsplätzen. In konkreten Verhandlungen stehen derzeit Kookmin Bank (WKN 902872) und Housing & Commercial Bank (WKN 580661). Sollten die Pläne gelingen, entstünde das größte Finanzinstitut des Landes mit einer Bilanzsumme von 130 Milliarden US-Dollar. Kookmin Bank (WKN 902872) verbilligten sich heute um 0,7 Prozent.

Kräftig gerupft wurden auch die Telekom-Papiere. Der Kursanstieg von rund 20 Prozent in nur fünf Tagen war manchem wohl doch des Guten etwas zu viel. Gewinnmitnahmen bescherten SK Telecom (WKN 902578) einen Verlust von 3,5 Prozent, Korea Telecom (WKN 922613) verbilligten sich um 4,7 Prozent.
Nach wie vor sind Anleger jedoch der Meinug, dass die beiden Telekom-Riesen bei der anstehenden Vergabe der UMTS-Lizenzen die erste Geige spielen werden. Am Freitag will die Regierung bekannt geben, welche Unternehmen die begehrten Genehmigungen erhalten werden. Das Investmenthaus Samsung Securities hat die Papiere von Korea Telecom (WKN 922613) heute erneut zum Kauf empfohlen.
Der Stahlgigant Pohang Iron & Steel (WKN 893094) verbilligte sich heute um 0,87 Prozent, Korea Electric Power (WKN 893161) rutschen moderate 0,21 Prozent ab. Auch in den kommenden Tagen rechnen Händler mit leichteren Kursen in Seoul.
Entspannung dürften die Börsen weltweit jedoch sehen, wenn endlich das unsägliche Polit-Spektakel um die Nachfolge von US-Präsident Bill Clinton beendet sei.

Gegen den schwachen Trend in Asien konnten sich heute die Aktien in Taiwan stemmen. Die positiven Nasdaq-Vorgaben zeigten hier ihre Wirkung. Den vierten Tag in Folge sprintete der Taiex ins positive Terrain. Um 1,81 Prozent schwang sich das Marktbarometer nach oben, Endstand: 5380,09 Zähler. Es war der größte Tagesgewinn seit mehr als drei Wochen. Bei 5500 Punkten rechnen Marktteilnehmer mit größeren Widerständen. Folglich dürften die Kurse schon bald durch Gewinnmitnahmen unter Druck kommen.

Mit der Nasdaq-Steilvorlage im Rücken waren es vor allem die Technologie-Papiere, die heute glänzten. Der entsprechende Teilindex schnellte um 2,27 Prozent nach oben. Die Umsätze bei den High-Tech-Aktien machten heute stolze 83 Prozent des Tagesvolumens aus. Unter den Umsatz-Spitzenreitern stachen die Chiphersteller Winbond Electronics mit einem Plus von 4,4 Prozent und Mosel Vitelic hervor, die 1,8 Prozent zulegten.
United Microelectronics (WKN 578089) schnellten um 1,9 Prozent gen Norden. Das Unternehmen hatte angekündigt, für 2,5 Milliarden NT-Dollar eine Chip-Fabrik in Singapur bauen zu wollen, um so die Kapazitäten zu erhöhen. Taiwan Semiconductor (WKN 909800) legten 2,8 Prozent zu. Beide Chipgiganten hatten die jüngsten Erdbeben ohne Produktionsausfälle überstanden. Macronix (WKN 900765) verbesserten sich um 1,4 Prozent.

Für schlechte Nachrichten hatte kürzlich Taiwans größter Computerhersteller Acer (WKN 897815) gesorgt. Im November waren die Umsätze um 42 Prozent eingebrochen. Jetzt reagiert das Unternehmen mit einer neuen Strategie. Man will sich künftig stärker auf die Kerngeschäftsfelder konzentrieren. Im Zuge der Restrukturierung soll auch Personal abgebaut werden.
Weiter gab die Gesellschaft heute die Umsatzschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr bekannt. In 2000 rechnet man mit einem Umsatz von neun Milliarden US-Dollar. Im kommenden Jahr will das Unternehmen zehn Milliarden US-Dollar einfahern. In der abgelaufenen Geschäftsperiode wurden nur zwölf Prozent des Gesamtumsatzes aus China und Taiwan generiert. Dieser Anteil solle künftig deutlich erhöht werden. Unter Berücksichtigung der Verkaufszahlen in Hong Kong solle er bei mehr als 30 Prozent liegen.
Derzeit rangiert Acer bei den PC-Verkäufen in China nur auf dem sechsten Platz. Im kommenden Jahr will die Firma unterstützt durch eine Marketing-Offensive auf Platz drei vorrücken. Unangefochten auf Platz eins liegt unser Musterdepotwert aus Hong Kong, Legend Holdings (WKN 894983).

Gute Vorgaben aus den USA ließen heute zunächst auch die Aktien in Hong Kong deutlich nach oben springen. Gewinnmitnahmen im Telekom-Sektor ließen dann jedoch die Notierungen abbröckeln. Am Ende stand beim Hang Seng ein Abschlag von 0,5 Prozent auf 15.329,60 Zähler zu Buche. Die Umsätze waren mit 8,5 Milliarden allerdings HK-Dollar ausgesprochen gering.

Auch die ansprechende Performance der Bank-Titel konnte das Minus am Ende nicht verhindern. Von der Hoffnung auf Zinssenkungen in den USA konnte heute HSBC Holdings (WKN 923893) profitieren. Das Marktschwergewicht legte 0,4 Prozent zu. Intraday hatte das Papier mit 117,50 HK-Dollar sogar ein 52-Wochen-Hoch markiert, ein seltenes Bild in diesen turbulenten Tagen.
Hang Seng Bank (WKNN 862271) gaben 0,5 Prozent nach. Gestern hatte der Titel allerdings ebenfalls einen Jahreshöchststand markiert.

Abwärts ging es bei den Telekom-Werten. China Mobile (WKN 909622), Chinas größtes Mobilfunkunternehmen, fiel nach anfänglichen Gewinnen um 0,8 Prozent auf 47,10 HK-Dollar zurück. Konkurrent China Unicom (WKN 615613) büßte 0,4 Prozent ein.
Pacific Century CyberWorks (WKN 924882) purzelten um 3,4 Prozent auf 5,70 HK-Dollar in den Keller. Pressebereichten zufolge will das Unternehmen die monatlichen Gebühren für lokale Telefongespräche um mehr als elf Prozent anheben. Der monatliche Festpreis würde dann bei über 100 HK-Dollar liegen. Das Unternehmen wollte sich dazu heute nicht äußern.
An der Wachstumsbörse GEM gaben die Notierungen um 1,6 Prozent nach. Tom.com (WKN 935147) rutsch

Muggsy
13.12.2000, 13:39
Südkorea hebt ab

Mit zumeist positiven Vorzeichen beendeten die wichtigsten Börsen in Asien den heutigen Tag. Die Aussichten auf eine Ende des Polit-Theaters in den USA verliehen den Aktien Flügel. Anleger gehen davon aus, dass der Republikaner George W. Bush das Rennen um die Nachfolge von US-Präsident Clinton machen wird. Dies könnte mittelfristig eine Trendumkehr an den Weltbörsen einleiten. Star des Tages war die Börse in Seoul. Angetrieben von Fusionen im Finanzsektor sprang der Kospi um fast drei Prozent nach oben. Index-Schwergewicht Samsung Electronics konnte heute ebenfalls glänzen. Feiertagsstimmung auch in Hong Kong. Die Titel aus der Telekom-Branche standen im Mittelpunkt des Interesses. Der Hang Seng Index konnte fast zwei Prozent draufpacken.
Auch in Indien waren die Anleger gut gelaunt. In Bombay sprang der SENSEX um 1,55 Prozent gen Norden. Institutionelle Anleger hatten sich mit Technologie-Papieren eingedeckt. Einige Zementhersteller waren ebenfalls gesucht. An der Börse in Bangkok verbesserte sich der SET-Index um 0,85 Prozent.

Quelle: www.fnet.de (http://www.fnet.de)

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Moderator Asienforum

Muggsy
14.12.2000, 12:45
Börsen wieder auf Talfahrt


Keine positiven Impulse brachte die Entscheidung im Polit-Drama um die Nachfolge von US-Präsident Bill Clinton für die asiatischen Börsen. Im Sog schwacher Vorgaben von der Nasdaq rutschten alle Märkte in die roten Zahlen. Deutliche Verluste mussten die Aktien in Südkorea einstecken. Computergesteuerte Verkaufsprogramme und Turbulenzen bei der geplanten Fusion zweier Finanzinstitute bescherten dem Kospi eine Minus von fast zwei Prozent auf 547,38 Zähler. Auch in Singapur marschierten die Kurse deutlich gen Süden. Gewinnmitnahmen bei einigen Blue-Chips und Verluste im Technologiesektor drückten den Straits Times Index um 1,64 Prozent in den Keller. In Hong Kong büßte der Hang Seng 0,8 Prozent ein. Auch hier drückte die schwache Nasdaq auf die Stimmung.


Quelle: fnet.de


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Moderator Asienforum

Muggsy
19.12.2000, 07:29
Taiwan deutlich im Minus


Uneinheitlich präsentierten sich heute die wichtigsten asiatischen Börsen. Während die Hoffnung auf fallende Zinsen den Handel in Hong Kong belebten, litten die Aktien in Taiwan unter weiter nachgebenden Notierungen in den USA. Größter Tagessieger war die Börse in Kuala Lumpur mit einem Zuwachs von 1,52 Prozent. Gedrückt war die Stimmung in Taiwan. Blue-Chips und Technologiewerte standen auf den Verkaufslisten der Anleger ganz oben. Freundlich verlief der Tag dagegen in Südkorea. Gewinne im Telekom-Sektor beflügelten den Kospi. Schwach startete die Börse in Bangkok in die neue Woche. Verluste bei den Technologie-Aktien bescherten dem SET-Index ein Minus von 0,72 Prozent. Kursverluste gab es auch in Indonesien zu beklagen. Gewinnmitnahmen ließen den Composite um 1,21 Prozent abbröckeln.

Die Hoffnung auf fallende Zinsen bescherte heute den Anlegern in Hong Kong einen positiven Tagesausklang. Der Hang Seng Index verbesserte sich um moderate 0,33 Prozent auf 15.024,53 Zähler. Dabei hatte es zunächst nicht besonders günstig ausgesehen. Um mehr als 200 Zähler war das Marktbarometer im frühen Handel eingebrochen.

Getragen wurde das erfreuliche Ergebnis in erster Linie von den zinssensitiven Immobilien-Werten. Auch einige Banken konnten moderate Kursgewinne verzeichnen. Dies galt jedoch nicht für Blue-Chip HSBC Holdings (WKN 923893). Das Index-Schwergewicht büßte 0,9 Prozent ein. Die eng verbundene Hang Seng Bank (WKN 862271) konnte dagegen um fast zwei Prozent auf 100,50 HK-Dollar steigen. Intraday hatte das Papier mit 101 HK-Dollar ein neues Jahreshoch markiert. Bank of East Asia (WKN 868943) kletterten um 1,1 Prozent auf 18,65 HK-Dollar.

Die Immobilien-Werte konnten sich heute von Freitagsverlusten wieder teilweise erholen. Cheung Kong (WKN 862398) legten ein Prozent auf 99,75 HK-Dollar zu, Sun Hung Kai Properties (WKN 861270) verteuerten sich um 2,8 Prozent auf 72,25 HK-Dollar. New World Development (WKN 862121) schnellten in gleicher Größenordnung nach oben. Henderson Land (WKN 867157) verbesserten sich um 2,7 Prozent auf 37,50 HK-Dollar.
Schlechte Karten hatten wieder einmal Pacific Century CyberWorks (WKN 924882). Die Anteilsscheine gaben um 2,7 Prozent nach. Presseberichten zufolge wollen die australische Telstra und PCCW bis Ende nächsten Jahres etwa ein Viertel der Aktien an ihrem Internet Joint Venture verkaufen. Durchwachsen präsentierten sich die Telekom-Werte. Chinas größtes Mobilfunkunternehmen China Mobile (WKN 909622) legte 1,3 Prozent auf 46,50 HK-Dollar zu, Konkurrent China Unicom (WKN 615613) tauchte dagegen um 3,4 Prozent auf 12,65 HK-Dollar ab.

An der Wachstumsbörse GEM gaben die Kurse um 0,28 Prozent nach. Tom.com (WKN 935147) hatten erneut unter der Herabstufung des Investmenthauses ING Barings zu leiden. Die Experten hatten den Wert in der vergangenen Woche von "kaufen" auf "verkaufen" gesetzt (wir berichteten). Die Papiere verloren weitere zwei Prozent auf 2,47 HK-Dollar.
SUNeVision (WKN 936016) notierten unverändert bei 3,07 HK-Dollar. In den kommenden Tagen rechnen Händler mit einer Trading-Range beim Hang Seng Index zwischen 14.200 und 15.000 Zählern.

Die psychologisch wichtige Marke von 5000 Punkten konnten die Aktien in Taiwan heute nur mit Mühe verteidigen. Mit einem Abschlag von 1,54 Prozent auf 5055,20 Zähler gehörte der Taiex zu den größten Verlierern in Asien.

Ursache für die neuerliche Kursschwäche waren die schlechten US-Vorgaben und Gewinnmitnahmen bei einigen Schwergewichten. Auch die Technologie-Papiere zeigten sich heute nicht gerade von ihrer Schokoladenseite.
Auffallend war heute wieder das Eingreifen staatlicher Unterstützungsfonds. Immer dann, wenn der Markt sich der Barriere von 5000 Zählern näherte, drehten die Fondsmanager den Geldhahn auf und halfen den Aktien so wieder auf die Beine.

Arg gerupft wurden im Sog der schwachen Nasdaq wieder einmal die Chiphersteller. Auch die PC-Werte gerieten unter die Räder. Taiwan Semiconductor (WKN 909800) brachen um 3,4 Prozent ein, United Microelectronics (WKN 578089) verloren drei Prozent auf 48,50 NT-Dollar.
Bei den Computerwerten belastete die Senkung der Gewinnprognosen bei Branchenprimus Acer (WKN 897815) die Stimmung. Die Papiere verbilligten sich um 3,17 Prozent auf 18,30 NT-Dollar.

Spekulativ agierende Anleger können vorsichtig Bestände in Taiwan Semiconductor (WKN 909800) aufbauen. Denken Sie aber an einen Stopp-Kurs im Bereich um die 18 Euro. Heute gegen 17 Uhr notierten die Anteilsscheine in Frankfurt bei 20,20 Euro.

Die Telekom-Papiere beflügelten heute den Aktienmarkt in Südkorea. Um ein Prozent sprang der Kospi nach oben, Endstand: 539,27 Zähler. Wie von den Marktteilnehmern erwartet, hatten die beiden Platzhirsche SK Telecom (WKN 902578) und Korea Telecom (WKN 922613) den Zuschlag für die begehrten UMTS-Lizenzen erhalten. Die Anteilsscheine schnellten heute um 5,3 bzw. 2,5 Prozent nach oben.

An der technologielastigen Freiverkehrsbörse Kosdaq büßten die Notierungen zwei Prozent ein. Weiter turbulent geht es bei den Banken zu. Kookmin Bank (WKN 902872) verloren weitere 1,9 Prozent. Korea Exchange Bank stürzte um 10,5 Prozent in die Tiefe.
Doch es gab auch gute Nachrichten. Samsung Electronics (WKN 881823) etwa konnten den schwachen Nasdaq-Vorgaben widerstehen und um zwei Prozent zulegen. Das Unternehmen hatte gemeldet, den Kauf von 2,36 Millionen Stammaktien und 340.000 Vorzugsaktien abgeschlossen zu haben. Heute wurde ein Angebot für weitere 100.000 Stamm- und 10.000 Vorzugsaktien platziert. Spekulativ agierende Anleger sollten sich ein paar Stücke ins Depot legen. Im internationalen Vergleich ist der koreanische Blue-Chip deutlich unterbewertet. Konkurrent Hyundai Electronics brach um 3,65 Prozent ein.
Schwergewicht Korea Electric Power (WKN 893161) konnten dagegen um 1,8 Prozent zulegen. Der größte Stahlhersteller der Welt, Pohang Iron & Steel (WKN 893094), legte 0,12 Prozent zu.

Quelle: fnet.de


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Moderator Asienforum