Vollständige Version anzeigen : StopLoss, StopBuy eine Strategie nicht nur für Einsteiger.....
besserweis
15.06.2001, 00:15
Tja ich möchte in diesem Thread mal was für den ein oder anderen Börseneinsteiger tun und hoffe, auf Unterstützung oder auch auf Widerspruch unserer Boardprofis oder auch derjenigen die sich noch nicht so lange mit dem Thema Börse beschäftigen. Ich selbst, agiere seit ca. 8 Jahren (1993), permanent mit Stop Loss (seit ca. 3,5 Jahren sind meine Börsenaktivitäten mehr und mehr zu meinem Hauptjob avanciert) , bei Unterschreiten des Kurses der von mir festgelegt wurde, wird die Aktie bestens oder unlimitiert verkauft oder Stop On (Stop Buy) wenn der Kurs ab dem eine Aktie für mich interessant ist, erreicht oder überschritten wird, wird gekauft. Allerdings muss ich gleich voraus schicken, ich bin auch fest davon überzeugt, dass diese Methode bei bestimmten Aktien keinen Wert hat. Ich selbst wähle meine Aktien aber generell danach aus, dass ich mit diesen Hilfsmitteln arbeiten kann.
(Ergänzend hierzu muss ich sagen, gerade in der Börsenphase seit März 2000 bin ich gezwungen gewesen einige Dinge die evt. hier als feststehendes Gebäude dargestellt werden etwas zu ändern. Der Grund hierfür ist aber nicht, dass ich nicht davon überzeugt bin, dass diese Strategie für den normalen Anleger funktionieren kann, sondern er ist ehr darin zu sehen, dass ich meinen Lebensunterhalt mit dem Aktiengeschäft zu verdienen habe.)
Gut wo lohnt es sich nicht.
1. Wenn die Umsätze einer Aktie sehr niedrig sind, so das dass Auslösen meiner Kauf- oder Verkaufsorders bereits massiv Kursbeeinflussend ist. Also generell Phasen zu erkenne waren, wo die Umsätze ehr gering waren. (Dies ist aber noch immer kein Grund hier ab und zu auch mal zuzugreifen, auch bei solchen Aktien tätige ich hin und wieder „Testkäufe“)
2. Wenn eine Aktie in Ihrer Historie schon insgesamt auf Nachrichten und Marktlagen zu große Schwankungen entwickelt hatte. (Dies gilt hauptsächlich, wenn auf negative oder auch auf positive Nachrichten mit massiven Kursrückgängen reagiert wurde).
3. Wenn eine Aktie keinen neuen Höchstkurs erreicht hat.
4. Dieser Punkt ist bereits etwas komplizierter.
Wenn erkennbar ist, das sich gravierende Marktveränderungen abzeichnen die darauf hindeuten, wir steuern in einen sogenannten Bärenmarkt. Bärenmarkt heißt so viel wie, dass die Pessimisten die Oberhand gewinnen und es sich eigentlich nur lohnt auf fallende Kurse zu setzten. Wie man das relativ einfach erkennen kann werde ich im Verlauf der weiteren Ausführungen erklären.
Im weiteren dieses Threads, den ich so nach und nach mal zusammenstöpseln will, möchte ich darauf eingehen, wie ich zu Festlegung einer Stop Loss Marke komme und wie ich meine Stop Loss Marken nachziehe, um zu vermeiden, das ich eine Aktie im Depot halte, die Ihren Wendepunkt erreicht hat. Denn den nächsten Tiefstpunkt muss man nicht unbedingt miterleben.
Einigen wird jetzt schon auffallen, dass ich immer von mir schreibe, aber ich bin überzeugt davon, dass andere mit ganz anderen Techniken, ebenfalls gute oder sogar bessere Ergebnisse wie ich erzielen können, die Methode, die ich hier darstellen will funktioniert für mich und es ist auf jeden Fall keine Anleitung, wie man immer Gewinn machen kann. Aber es ist eine Methode, um Verluste zu begrenzen und die auch auf Erfahrungen basiert, die ich nicht alle selbst gemacht habe, sondern mir angeeignet habe. Aber man muss ja das Rad nicht immer neu erfinden. Die hier erklärte Methode basiert auf einem Buch von Nicolas Darvas, der, als er seine Ausführungen im Buch How I made 2.000.000 $ in the Stock Market veröffentlichte verklagt wurde und in Presse und von Staatsanwälten als Lügner bezeichnet wurde. Die Gründe waren hierfür, das eigentlich niemand glauben konnte, das jemand aus 36.000 $ innerhalb von 18 Monaten ebend 2.000.000 machen konnte. Er wurde später in allen Anklagepunkten freigesprochen und teilweise wurden Regelungen an der NewYork Stock Exchange geändert.
Vom Grundsatz her sind meiner Ansicht nach seine Vorgehensweisen selbst wenn sie schon sehr betagt sind heute genauso gültig wie damals.
So noch ein paar kleine Erklärungen wie ich vorgehen werde. Ich werde anhand von Charts, die ich hier einbinden werde und den Werten, versuchen zu dokumentieren, wie ich zu der ein oder anderen Einschätzung gekommen bin. Ich werde mich in diesem Thread nicht mit dem Fundamentalem der Werte aus einander setzten, also Aussichten und Bewertung von Bilanzen oder Unternehmens- und Analystenmeldungen denn ich selbst muss auch zu geben, ich kümmere mich um solche Sachen bei Kauf einer Aktie höchst selten.
Die Werte die ich mit Masse behandeln will sind Incyte Pharmaceuticals (der alptraumwert für die Stop Loss Strategie, gekauft habe ich ihn trotzdem), einer Micron Technology (der Wert bei dem alles zu finden ist, seit 1993) und Intershop.
Dieser Thread ist bereits die 3. Auflage die ich zusammenstelle und der ein oder andere hat vielleicht auch schon die ersten beiden in einem anderen Board gelesen. Ich werde hier versuchen die Fragen, die bereits in den ersten beiden Auflagen gestellt wurden, um zu setzten.
Allerdings erweitert das den Rahmen so das ich gleich zu Anfang einen Hinweis geben möchte. Da die Sache hier ein ziemlich langer Schlauch wird, bitte ich bevor Fragen oder Anmerkungen hier reingestellt werden genau von Anfang bis Ende zu lesen, sonst artet die Sache in ständigen Wiederholungen aus.
Trotzdem wenn etwas unklar ist löchern, bis es evt. jemand anderes oder ich klarstellen konnte.
Denn meiner Meinung nach ist nichts schlimmer, als eine unverstandene Strategie anzuwenden und dabei sein sauer verdientes Geld aufs Spiel zu setzten.
Im laufe der nächsten Tage wird der Thread von mir nach und nach ergänzt die Umarbeitungen des alten Threads dauern ein wenig und nicht gleich enttäuscht sein, wenn nicht gleich in den nächsten Stunden die ersten Charts und Erklärungen zu finden sind.
Für die Dauer der Erstellung bleibt der Thread geschlossen.
Gruß
besserweis
besserweis
17.06.2001, 20:54
So dann starten wir mal mit dem ersten Bildchen, denn ein Bild sagt bekanntlich oft mehr als 1000 Worte.
Für mich ist Incyte Pharmaceuticals heute unter dem Bergriff Incite Genomics zu finden ein StopLoss Alptraumwert. Trotzdem sollte im Verlauf klar werden, warum ich z.B. diesen Wert gekauft habe.
http://mitglied.lycos.de/besserweis/im/Inc.gif
Hier noch ein Hinweis, sollten die Bilder nicht auf Anhieb hochgeladen werden und man ein rotes Kreuz sehen (nein ich mache keine Spendenaktion :) ) :
Einfach mit der rechten auf das rote Kreuz und im IE auf Bild anzeigen. Dann sollten die Bilder eigentlich angezeigt werden.
Sollte dann immer noch nix angezeigt werden, einfach später nochmal probieren, denn geocities macht anscheindend Nachts ab und zu Wartungsarbeiten an den Servern, so dass die Timeoutzeiten ab und zu nicht ausreichen, um ein Bild hier anzuzeigen.
Gruß
bw
besserweis
17.06.2001, 20:59
So wenn ich diesen Chart jetzt mal ein wenig unter die Lupe nehme, war meine Feststellung, das die Schwankungsbreite, des Wertes alle 6 Monate etwas zugenommen hat. Die Tage vom 06.11 auf 07.11. 1997 hätte wohl jeden aus dem Rennen geworfen, hier ist der Wert von einem Schlusskurs am 06.11 von 42\$ auf einen Schlusskurs von 21\$ am 07.11.97 gefallen, vermutlich waren hier auch Stop Losses für den rapiden Verfall verantwortlich und der Wert hatte am 08.11.97 sofort wieder einen Schlusskurs von 41\$ auf den ersten Blick ärgerlich, auf den zweiten Blick hat sich allerdings nur angekündigt, das der Wert in den zwei folgenden Jahren noch tiefer fallen sollte. Sein ich nenne es mal Dreijahrestief, erreichte der Wert am 05.10.99
mit 18 \$.
Fazit hier haben wir einen enorm Schwankungsfreudigen Wert, der zwar immer wieder große Umsätze macht den ich aber nie im Leben angefasst hätte. Denn hier ein sinnvolles Stop Loss, was nicht über eine Breite von 50% haben oder nicht haben geht kann man im großen und ganzen nicht setzten, dies wäre keine Sinnvolle Verlustbegrenzung.
Der Wert hat mittlerweile einen Aktiensplit hinter sich so dass in Charts die man unter dem Kürzel INCY andere Werte im Internet findet.
http://www.bullfire.de/Frank/InciteS1.jpg
Gruß bw
besserweis
17.06.2001, 21:11
Zu guter letzt möchte ich zu diesem Chart natürlich nicht den weiteren Verlauf der Aktie verschweigen und hier habe ich mit der offnen Linie am rechten Rand noch angezeigt, wo der Kurs auf einen neuen Höchststand gekommen ist, dies ist in der Regel für mich trotzdem ein Signal in einen Wert einzusteigen.
Dies ist auch ein kleiner Vorgriff auf das Thema Langfristinvestments und warum ich pers. dadrauf nicht so gut zu sprechen bin.
Im weiteren Verlauf wird auch versucht klar zu stellen, wo und wie man evt. feststellen kann, das der Zeipunkt für einen Ein- oder Ausstieg bei einem Wert angezeigt ist.
Aber dass hier soll zunächst mal genügen, mehr kommt in kürze.
Gruß
bw
besserweis
18.06.2001, 14:54
Um einen aktuellen Bezug aufzubauen möchte ich bevor ich mich einer Micron Technologie widme, hier mal einen aktuellen Chart mit ein paar Kommentaren.
Der Wert ist Activision und sofern man im alte Tanker Thread schon mal geschmökert hat, findet man hier vielleicht auch nochmal eine Erklärung wie ich auf den Wert gekommen bin. Die parallelen zum Incyte Chart dürften auch auffallen.
Nur mal so zum gucken und vielleicht als Denkanstoß Börsengeschichte wird selten ganz neu geschrieben sondern wiederholt sich.
Denn Activison ist eigentlich auch ein alter Tanker einfach nur komplett renoviert. ;)
Dies soll in keinem Fall ein Kauf oder Verkaufsempfehlung darstellen.
Ich für meinen Teil kann hier nicht sagen, das in naher oder ferner Zukunft noch ein paar Kästchen nach oben dran gehangen werden oder der Wert in kürze ausgestoppt wird. Ich habe dies auch mit dem Warnhinweis auf die Fahnenstange kenntlich gemacht. Eine Fahnenstange kann man mit der Kästchenmethode im gorßen und ganzen daran erkennen, das der Zeitraum in dem immer neue Highs generiert werden nach und nach immer kürzer wird und die Kurssteigerung in diesen Zeiträumen immer heftiger sind. Oft ein Zeichen, das in naher Zukunft ein Wendepunkt in der Kursentwicklung erreicht wird, aber auch dass kann man nicht mit 100%iger Sicherheit vorhersagen. Hier kann genauso gut nach einer Konsolidierung das Spiel weiter gehen.
Leider ist der Activisionchart nicht mehr verfügbar
Man könnte das letzte Kästchen auf dem Nivau bei 34
auch nochmals teilen habe aber bisher bei dem Wert im Moment noch keinen Grund gesehen hektischer zu agieren und Stops enger zu ziehen. Wie sie gesetzt werden kommt in den nächsten Postings.
Gruß
bw
besserweis
19.06.2001, 02:16
So dann gehts weiter und ich probiere mal eine andere Art des hochladens der Bildchen, dass in Zukunft die Probleme beseitigt sein müssten, das hier etwas nicht mehr angezeigt wird.
Ok Micron Technology.
Micron ist für mich eine der besten Aktien, um allen, die denken, wenn sie nur lange genug in einem Wert investiert sind, werden sie schon irgend wann Gewinne haben, zu zeigen, dass das eine ganze Weile dauern kann. Der Chart ist split- und dividendenbereinigt, so dass auch die tatsächlichen Gewinne zu erkennen sind.
Wer den Wert z.B. 1995 zu 70\$ gekauft hat, hat Heute fast 5 Jahre danach gerade mal 1 \$ Gewinn mit diesem Wert gemacht. Vielleicht wird jetzt dem ein oder anderem klar, warum ich kein Freund von Investments für die Rente bin und der Wert hat obwohl er ja in einem sogenannten Wachstumssegment ist, bis Heute seine alten Höchstkurse nicht mehr erreicht. Er ist ebenfalls Beispielhaft dafür, wie schnell eine Aktie drehen kann und eine Branche, ein Management, als Aussichtslos gelten können, und eines könnt Ihr mir auch glauben, die Analysten Meinungen zu Micron als ich sie gekauft habe waren nicht unbedingt gut haben sich aber innerhalb von Wochen zu höchstem Lob bei diesem Wert aufgeschwungen und nur wenige haben vor einem Kauf gewarnt, als ich nur durch meine technische Analyse und mein Stop Loss ausgestiegen bin.
Dies will ich nur mal als Warnung für diejenigen, hinstellen, die 1000% mit dem ein oder anderem Internetwert gemacht haben, bei einer Branchenrotation an der Börse oder einer Baisse, können aus 1000% ganz schnell 0% werden und ein Krampfhaftes verliebt sein in einen Wert hat genau das zur Folge, was bei Micron denjenigen passiert ist, die 1995 zu 70 \$ eingestiegen sind.
Ein paar kleine Zahlen noch zur Untermauerung meiner Meinung:
Micron hat am 11.09.1995 einen Höchststand von 94\$ (Schlusskurs) erreicht, wer hier gekauft hat und ein Stopp Loss bei 84 \$ gesetzt hat, hat nicht einmal 10% verloren, wer keins gesetzt hat und an dem Wert festgehalten hat, hat am 23.07.1996 (nicht mal ein Jahr danach) einen Tiefstkurs von 17,3 \$ erlebt. Wer bis heute noch auf einen Gewinn wartet, weiß ich nicht, aber ich denke es wird schon den ein oder andern geben, denn am 11.09.1995 sind 4252900 Aktien in New York umgesetzt worden.
So hier erst mal der Chart seit 1993 von Micron.
besserweis
19.06.2001, 05:39
Hier mal der Chart, wie ich damals vorgegangen bin.
Zu guter letzt noch der Chart, wie er heute aussieht und man kann schon erkenne, man hätte hier wieder ganz gut verdienen können ;)
Aber zumindest diejenigen, die vor 6 Jahren zwischen ca 70 und 94 $ (die Splitts nicht vergessen) gucken eigentlich immernoch in die Röhre, sofern sie nicht den letzten Hype zum Ausstieg genutzt hatten ;)
So nachdem ich heute nacht eine Umzugs und Probierorgie hatte, bei welchem Webspaceanbieter denn die Charts angezeigt werden und bei welchen nicht wars das erst mal. :D
Prinzipiell müssten alle hier erwähnten Daten neu Angepasst werden, allerdings hat sich am Grundgerüst nichts geändert und das mittlerweile mehr als 10 Jahre nach meinem Kauf.
Gruß
bw
http://bigcharts.marketwatch.com/charts/big.chart?symb=mu&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=9&uf=0&lf=1&lf2=0&lf3=0&type=2&size=2&state=8&sid=3145&style=320&time=20&freq=2&nosettings=1&rand=4160&mocktick=1&rand=1908
besserweis
20.06.2001, 03:01
So jetzt möchte ich mich mal dem ersten NM Wert zuwenden. Intershop.
Bei sehr volatilen (schwankungsbreiten) und jungen Werten bietet sich meiner Meinung mal an das Chartbild zu wechseln und auf den Candle Stick oder BarChart zu wechseln. Denn hier kann ich die teilweise erheblichen Tagesschwankungen eines Wertes wesentlich besser erfassen. Hier möchte ich jetzt auch mal ein wenig auf das technisch fundamentale, wie ich es nenne eingehen. Dazu zunächst eine kurze Zusammenfassung, was man evt. aus den Charts und Werten von Incyte und Micron sehen kann.
1. Ich lege wert darauf, dass die Aktien immer große Umsätze haben.
(zum Thema Umsatz werde ich noch weitere Erklärungen hier einstellen, da hier auch wichtige Entwicklungen abgelesen werden können)
2. Mit meinen Kästchen, kann ich nach einiger Zeit feststellen, ob eine Aktie ehr steigt oder fällt.
(Zu der Entwicklung der Kästchen wird im weiteren Verlauf einmal der Chart von Aktivision in verschiedenen Darstellungsweisen hier einstellen, dazu werden dann allerdings so hoffe ich doch einige Fragen auftauchen)
3. Ich kaufe nur Aktien die Höchstkurse erreicht haben.
(Auf Einstiegszeitpunkte werde ich ebenfalls anhand von Charts im Verlauf noch eingehen und die Sache etwas genauer unter die Lupe nehmen, denn es ist nicht damit getan einen Wert der einfach auf einem ATH steht einfach mal zu kaufen und dann ...)
4. Ich sichere mich immer über ein Stop Loss nach unten bei einer Aktie ab.
(Zur Ermittelung des Stops ist die Entwicklung der Kästchen von enormer Bedeutung )
5. Ich halte gar nichts von Analysten und Börsengurus.
(Wenn man gerade nach einer Baisse feststellt, es geht mit einigen Werten steil aufwärts, werdet Ihr keinen finden, der diese Werte erwähnt, geschweige denn kennt, wenn sie dann bekannt sind und in aller Munde sind dauert es meist auch nicht mehr lange bis die Stories vorbei sind, ist zumindest meine Erfahrung.)
6. Es gibt für mich keinen plausiblen Grund eine Aktie zu halten, die Ihren Zenith in meinen Augen überschritten hat.
(Hierfür steht der eigentlich automatisierte Ablauf, das man eine Aktie über ein Stop verkauft. Ein guter Sportler muss bevor er zum nächsten Sprung ansetzt, zunächst mal in die Knie, aber er darf nicht auf die Nase fallen, was bedeutet fällt eine Aktie unter ein bestimmtes Nivau, werden die Chancen immer größer hier handelt es sich, um die Landung auf der Nase.)
7. Es gibt für mich keinen Grund, eine steigende Aktie zu verkaufen.
8. Ein Investment, was nach 4 Wochen noch keinen Gewinn abgeworfen hat, zähle ich wenn es nicht einen sehr guten Grund gibt sie weiter zu halten, zu den Fehlinvestments.
9. Und das ist bisher noch nicht erkennbar gewesen, ich werde mich immer wieder irren.
(Hier muss man sich klar machen, die Masse der Anleger geht an dieser Sache zu Grunde. Eines der Phänomene, dass ich mir hier pers. nicht erklären kann, sondern eigentlich nur über Literatur nachvollziehen kann. Hat vielleicht bei mir evt. mit einer gewissen Abstumpfung im Laufe der Zeit an der Börse zu tun.)
10. Aktien sind für mich eine Möglichkeit mein Kapital zu vermehren, nicht mehr und nicht weniger.
(Ja wozu investieren wir denn eigentlich ;) )
So jetzt weiter zu Intershop als erstes ein Auszug aus dem Chart, der verdeutlichen soll, wie ich vorgehe, um die Schwankungsbreite einer Aktie festzustellen, um meine Stopp Loss Kurse festzulegen (Deshalb auch die Candel Sticks). Und ein paar fundamentale Zahlen zu Intershop Marktkapitalisierung von 6,844 Mrd. € geschätztes KGV 2000 von 688 Geschätzter Gewinn von knapp 10 Mio. €. Im Jahr 1998 (geprüfter Geschäftsbericht) erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 35 Mio. DM und hatte einen Jahresfehlbetrag von 33,9Mio DM. Wie man die Zahlen und den Kursverlauf von Intershop jetzt deuten soll? Meine Interpretation ist, an der Börse sind fundamental Daten nahezu völlig nutzlos, sofern nicht sofort erkennbar ist, das ein Unternehmen pleite geht und ein Unternehmen ein ordentliches Wachstum zeigt und der Kurs steigt. (Tolle Zahlen und Aussichten waren dass gell. Was heute daraus geworden ist.)
Ich habe im folgenden Chart immer nur versucht, bei Intershop ein paar Fenster einzuzeichnen, die von einem Hochpunkt bis zum nächsten Hochpunkt reicht. Der untere Rand markiert die Tiefpunkte innerhalb dieser Zeiträume. Mit dieser Methode lässt sich recht genau die maximale Schwankungsbreite des Wertes ermitteln und ein sinnvolles Stopp Loss errechnen. Es lässt sich aber auch schon erkennen, das der Wert insgesamt über einen recht großen Zeitraum gestiegen ist. Die größte Schwankung lässt sich im April, Mai 99 erkenne, immerhin eine Schwankung von 26 € weshalb der Wert für mich erst später als interessant eingestuft wurde.
besserweis
20.06.2001, 03:22
Bei 130€ ist Intershop zu einer Aktie geworden wie ich sie gerne sehe. Ohne die jeweiligen Kursfenster, die immer einen Rahmen von ungefähr 18-20% abstecken, türmen sich meine Kästchen. Intershop ist auch nicht mal mehr in den unteren Bereich der Fenster abgesackt na ja es wird schon unten ein wenig gekratzt, um wieder in ein tieferes zu fallen.
Hier war der 1. Chart der jetzt im Anhang ist drin!
Im nächsten Chart gibt es den Rest des Verlaufs,
der den meisten eigentlich bekannt sein dürfte :D
Hier war der 2. Chart der jetzt im Anahng ist drin!
Kleiner Ausblick im nächsten Beitrag wird mal erklärt wo und wie ein SL Nachgezogen wird, da der Micronchart, durch längeren Internetgebrauch und einigen Waschgängen im Netzt schon ein bischen gelitten hat und schwer lesbar ist :).
Gruß
bw
besserweis
20.06.2001, 03:26
Der Stop Kurs ist erst dann nach oben gesetzt worden, wenn das nächste Fenster erreicht wurde und dann liegt der Stopkurs am unteren Rand des vorangegangenen Fensteres.
Das heißt, selbst wenn der Kurs das neue Fenster mal nach unten verlassen hatte, ist die Aktie desahlb noch nicht aus dem Depot gespült worden, da der Puffer nach unten, sobald die Aktie in die Gewinnzone gelaufen ist, recht groß ist.
Gruß
bw
besserweis
20.06.2001, 16:03
Weil es gerade wieder an den Börsen heiß herzugehen scheint und einfach die ersten Fragen unter den Nägeln brennen dürften, habe ich mich entschlossen den Thread jetzt mit zwei Charts, die aktuell sind zu öffnen.
Wer sich die Charts genau ansieht kann vielleicht bereits erkennen, auf was ich Wert lege und wie ich bei der Entwicklung der Kästchen, die zu einem Einstieg bzw. zu einer Ermittlung eines Stopkurses führen vorgehe.
Aktuell ist der untere Rand des Fetten Kästchens mein realer StopKurs und er befindet sich bei Activision genau bei 31,08 $.
Bei der Entwicklung der Charts sollte man auch unbedingt auf die Entwicklung der Umsätze achten!!!
Hier waren zur Zeit als der Thread erstellt wurde ein aktuelles Beispiel mit Activision drin, der Chart ist leider verloren gegangen.
Ich freue mich auf schon auf eine rege Diskussion und hoffe auf viele Fragen zusätzlich werde ich natürlich weiter hier in dem Thread bisherige Erkenntnisse einfließen lassen.
Gruß
bw
besserweis
20.06.2001, 18:11
Einflüsse bei der Aktienauswahl.
Aller Anfang beginnt bei mir mit der Auswertung einer Datenbank eines Chartprogramms.
Hier habe ich im Prinzip einen ganz banalen Filter der nach einer einfachen Rechnung läuft.
ATH – x % <= Aktueller Schlusskurs.
(Zusätzlich schließe ich Werte aus, deren Schlusskurs kleiner als 5 ist, manchmal nehme ich sie aber auch mit rein
Ganz einfache Story oder?
Leider hat die Datenbank ein paar gravierende Maken, weil sie nicht für jeden Wert alle Daten über einen Zeitraum von 10 oder 20 Jahren bereit hält (was eigentlich schade ist, noch eine Ergänzung ich kann natürlich auch den Zeitraum in dem die Formeln angewendet werden bestimmen, dann würde es nicht mehr AllTimeHigh heißen sondern High in Time oder so ähnlich :D ).
Nach dieser Auswertung und je nach eingestelltem Prozentsatz habe ich täglich eine Variabel Anzahl Werte vor mir. Jetzt habe ich die Möglichkeit den Anzeigezeitraum in der Chartgallerie bei den Charts zu wählen. Hier habe ich in der Regel ein halbes bis dreiviertel Jahr eingestellt.
Zusätzlich lasse ich übervolatile Werte (d.h. die Kursveränderung) die mehr als 200% im Anzeigezeitraum schwanken farblich kennzeichnen. Im allgemeinen hat man dann eigentlich nur noch sauber steigende Werte die übrige bleiben. Allerdings kann ich hier genauso daran drehen, was denn nun übervolatil ist, ob es in einem halben oder dreiviertel Jahr 200% oder nur 100% sind.
Die Kurslisten und Werte werden zusammengetragen und gespeichert.
Dieser Vorgang wird eigentlich täglich 1x von mir wiederholt.
Anhand dessen, dass die Listen verglichen werden kristallisieren sich nach und nach bestimmte Werte heraus, die immer und immer wieder auftauchen.
Das war jetzt der rein technische Vorgang, eigentlich kein Hexenwerk, aber vielleicht versteht jetzt der ein oder andere schon mal den Spruch:
Ohne Tools keine fetten Gewinne
Was nach diesem Auswahlverfahren statt findet im nächsten Posting ;)
Gruß
bw
besserweis
20.06.2001, 18:58
Ach ja um die Sache mal etwas plastisch zu machen, wie die rein technische Auswertung aussieht die Sache mal anhand eines Beispiels.
Die Auswertung heute mit den Schlusskursen aus USA von gestern hat aus einer Datenbank von ca. 11000 Werten 415 Wetpapiere ausgeworfen. Die Auswertung hatte als % Parameter 1%.
Durchübervolatilität vom Betrachtungszeitraum 18.11.2000 mit einer Spanne von mindestens 201% glänzten noch 16 Werte hier die Beispielliste:
Alliance Gamig
American Healthcorp~1
Ameristar Casinos
Duramed Pharmaceuticals
Eagle Capital Intern.
Group 1 Automotive
H.D. Vest (ein ganz komischer Verlauf hab mir noch nicht angeguckt was das überhaupt ist ;) )
Impac Manag. Hold.
Metro One Telecommunic.
RFS Bancrop. Inc (auch so ein komischer Verlauf)
Right Management Consult.
SCC Communications
Taro Pharmaceuticals Ind.
T-HQ Inc.
USA Detergents
Vysis Inc.
YorkGroup
Na ist doch eigentlich eine ganz überschabare Sache. ;)
Und für den ein oder anderen auch der ein oder andere schon mal erwähnte Wert ist auch dabei ;)
Gruß
bw
werden jetzt die übervolatilen rausgeworfen oder ausgewählt?
besserweis
20.06.2001, 20:16
@snahas,
die übervolatilen sind die Auserwählten. :D
Übervolatil ist vielleicht der falsche Ausdruck.
es setzt einfach voraus, das der Wert innerhalb der letzten 9 Monate von dem niedrigsten Kurs bis zum Stand ATH - 1% mindestens 201 % zugelegt hat.
Verständlich??
Gruß
bw
dann ist es klar. Das Wort "übervolatil" hatte nur irgendwie einen negativen Beigeschmack.
Mühen. Aber ich nimm´mal an, daß Du das gerne machst. Oder willst Du Deinen eigenen Börsenbrief bald publizieren und die ersten Kunden ködern? :D
Was mich an vielen Deiner Favoriten stört, ist der steile und teilweise schon recht lange Aufwärtstrend. Hast Du keine Bedenken bei den fälligen?? Konsolidierungen schnell ausgestoppt zu werden (ich gehe jetzt vom Neueinstieg aus)?
Aus diesem Grunde bin ich ja bei den für Dich schon langweiligen/konsolidierten Stericycle eingestiegen. Bin nach der 1. Woche eigentlich sehr zufrieden. Vielleicht fällt morgen die 50 $-Marke. Ein richtig nervenschonender Wert im Gegensatz zu meinen Hightechs.
Schon mal Danke für Deine Antwort und Ciao
FMF2000
besserweis
21.06.2001, 09:47
@FMF2000
Ich garantiere Dir, ich werde nie einen Börsenbrief schreiben :D
Ich hatte schon mal überlegt ne Site aufzumachen, da sag ich Dir viel zu viel Stress. ;) Neenee Du. :D
Naja da sprichst Du evt. was an mit Stericycle, was ich hier irgend wo vergessen habe.
Es gibt in Bezug auf Kauf und Verkauf keine Tabus, bis auf die genannten.
Zum einen schließt das nicht aus, das ein ehemals ausgestoppter Wert nicht wieder gekauft werden kann, zum anderen das man es wenn einem etwas nicht gefällt auch bleiben lassen kann.
Vielleicht hatte ich auch nur einen unglücklichen Einstieg bei Stery. ;)
Stery hat übrigens seit April eine fallende Umsatzlinie. Deshalb bleibe ich erst mal dabei der Wert ist mir zu heiß, aber ein Irrtum meiner Seits liegt jeder Zeit im Bereich des Möglichen. ;)
Gruß
bw
FMF2000,
ich mische mich mal ein.
es ist vielleicht der schon länger anhaltende Aufärtstrend, welcher überhaupt die ganze Sache so erfolgreich werden lässt. Gekoppelt mit der Tatsache, dass auf dem ATH keiner auf Verlusten sitzt und deshalb froh ist zu verkaufen.
Abstand würde ich nehmen vor einer Aktie, welche zum Beispiel in einem Anstieg vom letzten Zwischentief über 100% gemacht hat und dann ohne kurzfristige Zwischenkonsolidierung ins ATH ausbricht. Genauso wichtig erachte ich, dass die vorherige Korrektur vom Hoch die Aktie nicht zu tief in ihre Base gedrückt hat. Normalerweise achte ich darauf, dass der Wert vorher nicht mehr als 50% eingebüsst hatte, besser ist sogar nur max.35%.
besserweis
21.06.2001, 14:33
Ich möchte auch nochmal einhaken, bevor es all zu sehr schon in die Einzelwerte oder Marktbeurteilungen geht.
Damit beginnt auch gleichzeitig eine weitere Erklärung für den Auswahlprozess.
Weil vielleicht etwas in den falschen Hals kommt, gerade in Bezug auf die Übervolatilität. Nochmal ganz deutlich, die 201% sind kein statischer Wert, auch die 6 oder 9 Monate, wo diese Übervola gemessen wird.
Als ich im Jan, Feb, März versucht habe mit solch hohen Meßlatten Werte zu finden, habe ich so gut wie nichts gefunden. Erst jetzt in den letzten 2 Monaten habe ich angefangen die Meßlatten wieder gewaltig nach oben zu schrauben. Der Grund, eigentlich ganz einfach ich suche einfach nach den am stabilsten und am schnellsten steigenden Werte, die zusätzlichen Breaks eines ATH lassen diese Werte meist in den Fokus einer breiten Anlegerschaft rücken, meist allerdings auch etwas später, weil es dauert schon ein Stück bis sich die Sache rumspricht. Es hat etwas mit Anlegerpsychologie zu tun, wer hat schon gerne fallende Werte im Depot und gibt das auch noch gerne zu.
Viele dieser steigenden Werte kommen dann nach und nach ins Gespräch, die Anlegerschaft wird sofern das Unternehmen sich jetzt keinen Kinken (Fehler irgend was z.B. muss bei EPIQ letzte Woche oder am Wochenende passiert sein, nur so als Beispiel der Wert wurde innerhalb von 3 Tagen von 39$ auf 23,6 $ runtergeprügelt solche Werte werden automatisch bei mir irgend wann rausgeckickt (Stop 27,06) hier ist meiner Ansicht nach irgend etwas nicht I.O., bis jetzt habe ich keine Erklärung dafür gefunden.) leistet immer größer und dann kommt dieser mehr oder weniger immer wieder zu beobachtende typische Verlauf zustande
besserweis
21.06.2001, 14:35
Mir wurde z.B. mal zum Vorwurf gemacht, das bei ATVI der Freefloat zu 60% in den Händen von Institutionellen sei. Dazu kann ich nur eines Fragen: Was ist daran verkehrt?
Ich möchte mal den Fondmanger sehen, der seinem Chef erklären soll wenn der Wert sagen wir mal in ca. 6 Monaten auf 100$ steht (was ich tatsächlich im Bereich des möglichen halte unter dem Vorbehalt ich kann mich auch völlig irren, muss ich immer wieder hinzufügen), tja tut mir leid, ich habe den Wert zwischen 33 und 40$ verkauft, dass kann zu einem Schleudersitz werden.
Das irgend wann mal Teile eines Bestandes abgebaut werden und das viele geneigt sind ehr relativ kleine Gewinne zwischendurch mitzunehmen (bei der Realisation von Verlusten sieht es komischer Weise genau umgekehrt aus, man ist geneigt sie auszusitzen), liegt in der Psyche des Menschen begründet. Risikoaverses Handeln oder der Kick ist bei einer Gewinnposition weg. Lieber den kleinen Gewinn in der Tasche als am Ende gar nichts.
Wer sich Suchtspieler (wobei es müssen nicht mal Suchtspieler sein) in Spielbanken ansieht kann die Sache vielleicht ehr ein bisschen nachvollziehen, denn die Verlustposition scheint einfach den größeren Kick zu bescheren. Dazu spielen dann noch einige Wahrnehmungsfehler eine Rolle, auf die ich nicht näher eingehen will.
Ein paar Sätze möchte ich an dieser Stelle auch noch los werden und der Spielt in den Bereich der Fundamentals hinein (die schon eine gravierende Rolle spielen, das kann ich nicht leugnen) :
Ein Wert der über 3, 5 oder 10 Jahre vor sich hin gedümpelt hat, war auch über 3, 5 oder 10 Jahre kein guter Wert und man konnte anhand der Fundamentaldaten nicht feststellen, das man genau diesen Wert im Depot haben sollte. Es gab einfach keinen Grund einen solchen Wert unbedingt zu kaufen.
besserweis
21.06.2001, 14:36
Das ich mich immer wieder fast auf das reine Momentum verlasse, liegt daran, dass ich mich vielleicht zu doof anstelle, fundamentale Daten auszuwerten. Das andere ist ich sehe es als Irrsinn oder für den Menschen unmöglich an, 11000 oder noch mehr Werte fundamental zu überwachen.
Ich glaube ehr wenn jemand hier 200 - 400 Werte anhand fundamentaler Daten überwacht, wird das zu einer Lebensaufgabe und dann muss er auch noch ein geeignetes Instrumentarium haben, damit Ihm der 6er im Lotto nicht entgeht.
Aber jetzt stelle ich mal die Frage in den Raum, ab wann wird denn in der Regel mit der fundamentalen Analyse bei den meisten Werten angefangen?
Ist es nicht so, das die meisten damit erst kommen, wenn Ihnen ein Wert aufgefallen ist. Tja und wann fallen den meisten Anlegern Aktien erst ins Auge, ich behaupte, es sind Kurssteigerungen.
Mit meiner Methode habe ich somit zunächst mal eine enorme Reduzierung der Datenflut erreicht und bringe das geschehen an der Börse auf ein für mich erträgliches Nivau, um nun mal von den Werten die mir ins Auge springen mal die ein oder anderen Fundamentals anzusehen. Hierbei spielen eigentlich im Wesentlichen nur drei Werte eine Rolle, das ist der Umsatz, der Gewinn, der Kurs und die daraus resultierenden Verhältnisse von Kurs / Gewinn ( KGV ) und Kurs / Umsatz (KUV) eines Unternehmens.
(Im Englischen Price Earnings oder Price Sales. )
Dabei spielt für mich zunächst mal in keinem Fall eine Rolle wie es zu einem Gewinn gekommen ist, dazu müsste ich eine genauere Analyse von Quartals und Jahresberichten machen. Also habe ich hier wiederum eine erhebliche Anzahl an Daten reduziert.
Ein kleiner Einschub:
Durch diese weitgehende Reduktion der Daten werden natürlich und dass muss hier mal erwähnt werden, auch die Tore aufgestoßen, dass man einem Betrug aufsitzt.
Denn dort wo es Geld zu Gewinnen gibt sind auch Betrüger unterwegs.
Ich erinnere hier mal an zwei plastische Fälle, im Bereich NASDAQ z.B. Turbodyne (die Anleger die schon etwas länger dabei sind können damit sicher etwas anfangen) oder für den deutschen Neuen Markt der jüngste Fall Metabox. Aber wenn man sich an die Strategie hält und konsequent Stops eingesetzt hätte, wäre man nie bis zum bitteren Ende dieser Unternehmen gegangen und ich setzte jetzt mal voraus, das Möchtabüchs am Ende ist und mit großer Wahrscheinlichkeit ein lang angelegter Betrug war (die Szenarien von ähnlichen Fällen, sind jedenfalls nahezu identisch). Was auch oft nicht in den Köpfen drin ist, an der NASDAQ kommt es fast täglich zu Delistings, diese Normalität muss bei uns erst noch in die Köpfe der Anleger. Ich vergleiche das immer mit den Weltmeeren (Börsenplätzen), in denen tummeln sich eine ganze Menge Haifische(Betrüger) und man muss ab und zu und in bestimmten Regionen schon höllisch aufpassen, wenn man nicht aufgefressen werden will.
Jetzt kommt der etwas kompliziertere Takt. Was fange ich mit diesen stark reduzierten fundamentalen Daten an und was ist letztendlich die wesentliche eigene Leistung, um das Unternehmen zu bewerten. ( Mal gucken, ob mir hier ein Erklärungsansatz in Schriftform gelingt? ).
Meistens geht es mir so, wenn ein Wert anfängt in meinen Fokus zu rücken, dass ich anhand dieser Daten noch nicht erkenne kann warum jetzt eigentlich bereits exorbitante und außergewöhnliche Kurssteigerungen vorliegen, das geht einher, das bereits relativ hohe KGV’s und KUV’s zu beobachten sind. (Deshalb mein Motto, kaufe teuer und verkaufe noch teurer ;) ).
Oder sogar hohe Verluste vorliegen, die die Berechnung eines KGV’s unmöglich machen.
Jetzt kommen die Griffe in die Trickkiste:
1. Ich muss mir mal andere Werte der Branche ansehen.
Finde ich hier evt. mehrere Werte die Anzeichen zeigen einen ähnlichen Verlauf zu nehmen wie ich Ihn bei dem mir auffällig gewordenem Wert festgestellt habe. Finde ich hier zwar ähnliche Verläufe, aber nach wie vor keine plausible Erklärung, kommt der zweite Takt.
2.a) Werte die Verluste ausweisen
Kann ich Anhaltspunkte finden, das von einem Unternehmen getätigte Investitionen, die zu diesen Verlusten geführt haben, dazu gedient haben die Marktposition tatsächlich zu stärken und Produkte zu entwickeln die sich Verkaufen lassen könnten. Wenn ja welcher Umstand könnte dazu führen, dass sich Ihre Produkte denn besser Verkaufen lassen könnten als bisher.
2.b)Werde die Gewinne ausweisen.
War der Turnaround vor kurzem und vielleicht völlig unerwartet? Das wäre bereits ein gute Erklärung und dann kommen eigentlich die selben Überlegungen wie bei 2.a.
Der Erklärungsversuch an sich sollte einem nicht zu schwer fallen, also auch für Doofe wie mich zum Beispiel verständlich und nachvollziehbar klingen.
Ein paar kleine Beispiele:
Pharma, Versicherungen und Healthcare Werte oder Kosmetika, Wellnessbereich.
Jeder ist sich darüber im klaren, das in den Industriestaaten (und die sind Maßgeblich weil hier das Geld ist den ganzen Mist zu bezahlen)das Alter und die Freizeit der Bevölkerung im großen und ganzen steigt. Das alter in dem man aber als Beschäftigungsfähig gilt im großen und ganzen gleich bleibt bzw. bei uns größten Teils sogar gesunken ist. Das heißt für die Altersvorsorge müssen Maßnahmen getroffen werden Versicherungen....
Im Ater nimmt die Anzahl und Häufigkeit der Erkrankungen zu also werden Medikamente entwickelt, die die altersbedingten Krankheiten bekämpfen, um das zu bezahlen müssen wiederum Versicherungen einspringen. Durch die zunehmende Freizeit zum einem im Alter und auch wenn man noch im Berufsleben steht, wird über allerlei Maßnahmen versucht die Lebensqualität zu steigern. Sind wir beim Takt Healthcare und Kosmetika im weitesten Sinn.
So Freizeit es geht weiter und hier der Bogen zu der aktuellen Geschichte Activision.
Nein den spanne ich jetzt nicht, den kann mal jemand anders spannen und versuchen eine Erklärung zu finden die auch ich verstehe. Übrigens im Jan Februar, wo mir zumindest diese Werte auffielen, habe ich ziemlich lange geknobelt, um was es sich den drehen könnte. Ein paar Hinweise hatte ich dann aber von einem User aus einer Finanzcommunity. ;) . Die Werte an sich hatten in der Diskussion noch keine Rolle gespielt.
3. Werte mit Gewinnen und Bewertung der KGV’s und KUV’s
Dieses Thema ist ja bereits mal bei Intershop durchgeklungen. Eine goldene Faustregel gibt es meiner Ansicht nach nicht.
Aber das was ich pers. zumindest an Erfahrung gesammelt habe ist in einem Satz zu formulieren:
Je höher KGV und KUV desto höher die Wahrscheinlichkeit einen Wert auf einem Wendepunkt zu erwischen. Das steht jetzt ein bisschen im Gegensatz zu meinem Motto kaufe teuer, aber schau auch mal nach ob Du evt. zu teuer kaufst. Eine Faustregel gibt es nicht, aber ich habe für meinen Teil festgestellt, wenn man Werte kauft, die KGV’s von 40 überschritten haben, steigt die Gefahr einen Wendepunkt zu erwischen bevor man sein Stop in die Gewinnzone bringen kann recht schnell an. Ab KGV’s von über 70-80 ist meist die Schwankungsbreite bei einem Wert enorm, so das die Verlustbegrenzung nach einem Einkauf ein vabanque Spiel wird. Bei KGV’s von über 100 stelle ich mich grundsätzlich erst mal auf die Seite eines Verkäufers und überlege wo würde ich den Wert abgeben, weil die Bewertung einfach kein Verhältnis zu den Aussichten hat. Ein Beispiel findet man bei einem Wert Efunds (EFDS) der im Alte Tanker sinken... Thread der von jemandem am 08.06.01 eingebracht wurde. Hier bin ich eigentlich mal auf die Seite Verkäufer bzw. Shortseller (verkauft Aktien die er nicht besitzt und die es nicht gibt, zu diesem Zweck wird ein Depot eines anderen in der Regel einer Bank beliehen, die Aktien müssen zu einem späteren Zeitpunkt aber geliefert werden, der Gewinn / Verlust ergibt sich aus der Differenz Verkaufspreis späterer Ankaufspreis (covern). D.h. begrenzte Gewinnmöglichkeit bei fallenden Kursen, bei 0 ist Schluss bei einer Aktie und theoretisch unbegrenzten Verlustmöglichkeiten bei steigenden Kursen. Beispiel Aktie bei 10€ geshortet, steigt auf 1000 € pro geshorteter Aktie 990 € Verlust. Umgekehrter Fall Aktie fällt auf 0 10€ Gewinn.) aufgesprungen.
Eine komplizierte Geschichte, wenn man eine Aktie eigentlich kaufen will und setzt einiges an Selbstdisziplin voraus.
4. Finde ich überhaupt keine Erklärung für Kurssteigerungen probiere ich es ab und zu trotzdem aus und kaufe.
So jetzt ist erst mal genügend gelabert. Der Text ist eigentlich viel zu lang und ich hoffe Euch vergeht nicht schon beim ansehen die Lust aufs lesen. Aber mir ist kein anderer Weg eingefallen, wie ich es plastisch oder kürzer hätte beschreiben sollen.
Im weiteren Verlauf möchte ich dann noch ein paar Worte zu einem Risikomanagement verlieren, der gerade in Bezug auf den Punkt 4 enorm wichtig ist. D.h. wie setzte ich nicht mein ganzes sauer verdientes Geld in den Sand wenn ich investiere und mich geirrt habe. Eine Voraussetzung ist ja hier schon Grundsätzlich erwähnt das setzen von StopLos Orders. Aber es gibt noch mehr zu beachten.
Hierzu auch gleich ein Hinweis, auf einen Thread von TheKing:
STOP! Oder. Aktien haben den Vorteil, dass man sie auch verkaufen kann...
Das wars jetzt aber wirklich erst mal, ich hoffe der ein oder andere kann was damit anfangen!! ;)
Für einen Einsteiger vielleicht schon ein bischen heftiger Tobak und sicher zu viel oder ???
Gruß
bw
was hälst Du von meiner Theorie, dass auch sehr niedrige KGV's kein Zeichen von Unterbewertung sind, sondern ein Zeichen von hohem Risiko`?
besserweis
22.06.2001, 04:10
@sanahs,
kann ich nur schwer beurteilen. da ich doch ganz ganz selten mit sehr niedrigen Bewertungen zu tun habe. ;)
Aber es gibt gerade wohl in den letzten Jahren einige Firmen die Kerngesund waren, aus dem Bereich Maschinenbau. Mir fallen jetzt die Namen nicht mehr ein, die KGV's von 0,.. hatten.
Interessant war hier, dass diese Firmen zwar durch langsames aber stetiges Wachstum geglänzt hatten und sehr hohe Dividenden gezahlt haben.
Die Masse der Aktien war meist im Besitzt von Arabern.
Alleine über die Dividende haben sie den Aktienkaufpreis später mehr fach herausbekommen.
Diese Firmen haben freiwillig ein Delisting (deshalb findet man sie jetzt auch nicht mehr ohne weiteres) durchgeführt, weil man an der Börse keine Käufer für die Akien mehr fand.
Ich würde sagen hier trifft die Aussage, niedriges KGV = gefährliches Investment nicht zu hätte ich mal behauptet, vorallem, weil bei Delisting die Aktienbesitzer nochmal ordentlich aus den Gewinnen der Unternehmen abgefunden wurden.
Wenn man soche Aktien hat ist das eine langfristige Goldgrube, aber wahrscheinlich genauso schwer wie diese zu finden.
Ansonsten stimme ich der Sache im allgemeinen zu.
Gerade wenn ich Bezug auf den Satz mit den Werten die einfach so vor sich herdümpeln nehme, es gibt einfach Gründe dafür, das dort nichts läuft. Evt. sind die Firmen davon bedroht, im Markt zum einen vergessen zu werden, zum anderen könnte ich mir vorstellen, das diese Werte eben anstatt Wachstum (auf was ja immer und immer wieder Wert gelegt wird :D ) Schrumpfung produzieren.
Gruß
bw
besserweis, gestern kleine Nachtschicht eingelegt?
Habe mir gestern mal die Kandidaten aus Deiner letzten Auswertung mit meinen bescheidenen Analysemöglichkeiten angesehen. So wie ich das sehe, ist dies aber nur der erste "Auswurf". Einige Werte sind doch sehr klein (Umsätze, MK), sind überkauft etc.
Kommt für Dich aktuell einer der genannten Kandidaten zum Kauf in Frage? Keine Angst, ich möchte keinen Kauftipp von Dir, sondern ich würde nur gerne versuchen, Deine Gedankengänge zu verstehen.
Wie schon mal gesagt, was mich an vielen Deiner Favoriten stört, ist der steile und teilweise schon recht lange Aufwärtstrend. Hast Du keine Bedenken bei den fälligen?? Konsolidierungen schnell ausgestoppt zu werden (ich gehe jetzt vom Neueinstieg aus)?
Wie siehst Du folgende Modifikation Deiner Strategie:
Kürzere (1 Woche!?) Konsolidierugen abwarten und dann erst kaufen.
Mir ist klar, daß die Konsolidierungen dann auch länger dauern können.
Ich würde sagen, bei Dir geht es rasanter zu, d. h. Du bist öfter beim heißen weiteren Anstieg dabei, wirst aber andererseits auch öfter ausgestoppt.
Bin übrigens hier gerade auf einen konservativen deutschen Wert gestoßen, der in Dein Schema halbwegs paßt: Stada!
Schon mal ein schönes Wochenende zusammen
FMF2000
Snahas, übrigens Dank für Deine Meinung!
besserweis
22.06.2001, 13:01
@FMF2000,
also, um jetzt technische Indikatoren und Ihre Aussagekraft, gerade bei Werten mit niedrigen Umsätzten zu bewerten, müsste man jetzt die kleine Indikatorenkunde mal auspacken.
Das interessante dabei ist, die wenigsten haben sich je damit auseinandergesetzt wie sie eigentlich berechnet werden.
Wenn man sich das mal anguckt, dann versteht man evt. auch warum die Kritiker der Charttechnik etwas über self fullfilling prophecy sagen, was heißt, es müssen halt nur genügend viele daran glauben und das ist mal Fakt es glauben halt schon eine ganze Menge daran ;) .
Jetzt eine gegenfrage. welcher der von Dir verwendeten Indikatoren bezieht das Handelsvolumen mit ein?
Welche Indikatoren hast Du überhaupt verwendet?
(Dann kann ich die Sache vielleicht klären?)
Nein ich würde auf keinem Fall jeden dieser Werte kaufen.
Dazu gehört wie gesagt auch eine Betrachtung des Umsatzes in den Werten. Sie spielt eine Entscheidende Rolle.
Ja ich habe gestern sogar einen aus diesem Reigen nachgekauft und eine bestehende Position verteuert. Ich werfe niemals einem meiner Ansicht nach schlechtem Wert gutes Geld hinterher und schlechte Werte fallen.
(Ich hatte es ja geschrieben EPIQ ist ausgestoppt worden, ich sehe aber im Moment keinen Grund mich dem Markt fern zu halten und nicht voll investiert zu sein).
Ein Beispiel dazu, ein Abteilungsleiter in einer Firma hat 3 Projekte. Eines läuft hervorragend und bringt enorme Gewinne, eines läuft so lala und eines bringt Verluste.
Meist passiert folgendes, die meiste Energie wird in das Verlustbringende Projekt gesteckt, man möchte ja schließlich überall glänzen. Nach einiger Zeit stellt man immernoch fest das schlechte Projekt wird nicht so recht besser und die Folge daraus, dass man hier seine ganze Energie reingesteckt hat ist, das die anderen beiden Projekte auch beginnen schlechter zu laufen.
Es wird jetzt immer verbissener an dem schlechten Projekt gearbeitet. Die bisher gut laufenden kommen auch immer mehr unter die Räder. Das ist die Denkweise von den meisten Menschen.
Richtig wäre gewesen, das gut laufende Projekt mit aller Kraft weiter zu verbessern. Das Projekt was so lala läuft versuchen auf Vordermann zu bringen und das schlechte zu beenden.
Was meinst Du warum einige Firmen gerade im NM unter die Räder kommen?? Meine Meinung, man konzentriert sich nicht auf seine Stärken und baut diese aus, nein, es wurde wild aquiriert, zugekauft, expandiert etc.... um teilweise Sachen ins laufen zu bringen die bisher nicht gelaufen sind. Was rausgekommen ist sehen wir im Moment. Man konnte sich Fehler auch auf Grund des Drucks von außen, den eine börsennotierte AG mit sich bringt zu lange nicht eingestehen. Eines der besten Beispiele ist im Moment für mich Brokat, man hat viel zu lange anscheinend an Projekten die nix bringen festgehalten und will das anscheinend weiter machen, anstatt ein Engagment in den schlechten Bereichen zu beenden.
Ja es kommt öfter vor, das Umschichtungen getätigt werden.
Noch ein Hinweis, schau Dir nochmal genau die Entwicklung der Kästchen im Chart von ATVI an und dann achte auf die Schnittpunkte der großen Kästchen. Vielleicht ist das nicht deutlich geworden, hier sind meine Einstiegszeitpunkte. Hier versuche ich StopBuys zu finden, die ebend nicht dazu führen, dass ein Wert sofort nach einem Kauf eine Verlustposition wird, um technische Indikatoren kümmere ich mich dabei herzlich wenig.
Um nochmal auf die Auswahl da oben zu sprechen zu kommen, nemen wir den letzten Wert raus. Visys alleine als der Wert ein neues ATH gebildet hat (20$) war sein KGV bereits über 80 (mittlerweile über 100) wenn mich nicht alles täuscht und hier habe ich eindeutig geschrieben, die Wahrscheinlichkeit das man sich hier einen Wert einhandelt, der enorme Schwankungen produziert (was der Wert nach dem ATH auch gemacht hat) und auch vielleicht in kürze in einen Wendepunkt laufen könnte, schließen ein Investment im Moment aus. Außerdem viel viel zu geringe Umsätze (auch wenn das nicht unbedingt ein Grund wäre es nicht doch mal zu versuchen).
Zu Stada guck Dir den Passus mit der übervolatilität nochmal an.
Der Wert ist viel viel zu träge, der Wert hat in den letzten 9 Monaten nicht mal eine Steigerung von 100% hinbekommen. Fällt automatisch durch das Raster.
Ich will schließlich Geld gewinnen und nicht Zeit verlieren. ;)
Gruß
bw
Besserweis,
ich habe mal eine Frage zu Deinen Kästchen. Was bedeuten die kleinen Subkästchen? Wozu zeichnest Du sie ein und nach welchen Kriterien? Wann fängst Du an, ein grosses Kästchen zu malen?
Dann eine Frage zu einem Problem, mit dem ich mich seit meinen Anfängen rumplage: Hin und wieder kommt es vor, dass ein umgekehrter Hammer Candle das absolute Top markiert. Dieses Spike entsteht oft bei nur sehr wenig Volumen oder aufgrund einer temporären Nachricht. Siehst Du solch ein Spike als den Widerstand an, den es zu brechen gilt (wenn er das ATH ist) oder orientierts Du Dich eher dort, wo die Kurse sich am High konzentriert haben? Gleiche Frage gilt auch für den Stop.
Bezüglich der Indikatoren kann ich nur hinzufügen, dass diese bei der hier vorgestellten Strategie herzlich wenig nutzen. Das einzige, was ich hier verfolge und für sinnvoll erachte, ist die Reative Stärke Linie (nicht die von Levy! und erst recht nicht mit RSI verwechseln). Diese sollte sich ebenso in einem Aufwärtstrend befinden und am Tag des Ausbruchs auch ausbrechen. Oft ist es sogar ein vorzeitiges Kaufsignal, wenn die RSL vor dem Kurs ausbricht.
besserweis
22.06.2001, 16:07
@snahas,
auf Deine erst Frage, habe ich eigentlich schon die ganze Zeit brennend gewartet! ;)
Die Subkästchen sind wichtig für mich festzustellen, ab wann ein, wie ich es bezeiche Anstiegszyklus, vermutlich beendet und überwunden ist. Mit 100% iger Sicherheit kann man das natürlich nie sagen.
Aber wenn man sich die Sache anguckt stellt man fest, das diese Subkästchen eigentlich immer dann begonnen wurden, wenn ein neues High da war, aber der Wert wie ich es bezeichnet habe dann doch wieder ausgeatment (gefallen ist) hat.
Jetzt habe ich dann eigentlich immer wieder nur diese Kästchen weiterentwickelt und auch die Lows miteinbezogen (dabei wird in keinem Fall der StopKurs irgendwie nach unten oder zunächst mal nach oben gesetzt ein bischen Zeit muss man schon verstreichen lassen). Dabei stellt man dann fest, dass sich die Kästchen nicht sauber auftürmen, sondern ehr nebeneinander oder überschnitten Verlaufen. Dabei ist ein einmaliges unterschreiten des oberen Randes eines Subkästchens noch kein Grund den unteren Rand des nächsten Subkästchens nach unten aufzuweiten. Passiert das aber mehrfach passe ich den unteren Rand an und so kommen dann die nicht sauber aufgetürmten Kästchenzustande. Die Sache wird so lange verfolgt, bis ich feststelle, der Kurs taucht plötzlich (ja wie von Geistehand gell) nicht mehr in ein Subkästchen ab.
Damit habe ich den Zeitpunkt, einen großen Rahmen zu ziehen und mein StopKurs anzupassen. Verständlich ??
Zusätzlich kann man im Chart erkennen, das in der Regel ein Umsatzsprung zu beobachten ist wenn ein neuer großer Rahmen erreicht ist und in der Konsolidierungsphase auch eine Konsolidierung bei den Umsätzten einsetzt, deshalb die eingezeichneten kurzen dünnen fallenden Linien und zum Schluß die Anhebung des Stops auf 31,08. .
Das letzte eingezeichnete Subkästchen und das vermute ich jetzt einfach mal wird evt. der nächste große Rahmen. Es geht hierbei um die Entwicklung und Feststellung der StopKurse. Da ich aber kein Hellseher bin, kann ich im Moment nur etwas verschieben und probieren, bis es so weit ist, den StopKurs wieder anzuheben. Wenn ich eine Prognose wage, sollte der nächste große Rahmen bei 41,1 beginnen und hier wird der Stop dann auf 34,63 gehen. Dieser Bruch sofern er denn kommt, wird dann wenn alles in Butter ist vermutlich wieder mit einer Umsatzexplosion einhergehen. ;)
Eigentlich spiegelt sich hier die gesamte Philosophie der Strategie wieder. Ich gebe dem Wert genügend Luft zum Atmen. Ich weiß nicht im vorraus, wann der Wert ein neues Kästchen abschließt (und das ist natürlich das Gefährliche beim Einstieg), ich bekomme aber im nachhinein heraus, wann es als abgeschlossen gelten kann und ich werde den Wert zwar nie zum Tiefstkurs kaufen und nie zum Höchstkurs verkaufen ich sichere mir aber meine Gewinne, wenn die Wahrscheinlichkeit steigt, das der Wert einen Trendwechsel vollzieht. Und ich kann anhand der Umsätze erkennen, wie wahrscheinlich es ist, das ein neuer großer Rahmen entsteht.
Die Spanne in der sich der Wert wahrscheinlich im Bereich des normalen Bewegt legt der Markt fest und damit auch den Zeitpunkt wo ich handeln muss und kann gut und gerne wie im Fall EPIQ 30% nach unten beinhalten oder sogar noch leicht mehr sein. Ich muss nochmal auf den Umsatzt hinweisen natürlich kann ich den auch nicht vorhersagen, aber ich habe da oben bei ATVI einen Pfeil nach unten eingezeichnet der etwas Kennzeichnet.
Wenn entweder Punktuell beim Auslösen eines StopBuys oder kurz danach ein derartiger Umsatzanstieg erkennbar ist, sinkt die Gefahr enorm, das ich mir ein faules Ei eingehandelt habe.
Beides geht in der Regel Hand in Hand der eindeutige Bruch eines ATH und ein großer Umsatzanstieg mit einem seichten (muss nicht unbedingt Seicht sein, sollte aber erkennbar sein) Umsatzanstieg in der Phase vor dem Bruch.
Jetzt gehen wir mal noch ein wenig in die Vergangenheit.
Das ATH was für mich hier relevant war, war am 18.12.1997 und lag bei 18,65$. Interessant war hier, der Wert hatte z.B. über 5 Handelstage sich zwar punktuelle vom 16.01. bis zum 22.01 nicht über dieses Nivau gegangen. In der Folge gab es einen Tag, wo er bis 18,87 ohne Signifikante Umsatzanstiege gestiegen ist. Kurz danach habe ich dann einen ersten StopBuy für einen Testkauf bei 18,5 der auch promt ausgelöst wurde gelegt und dann eine größere Position bei 19 gelegt, weil ich der Meinung war ab da ist der Bruch durch. (übrigens man lößt damit manchmal eine Lawine aus ;) ).
Ich muss evt. auch mal den einen oder anderen Chart reinstellten, wo ich ein paar tolle Schiffbrüche erlitten habe und das ist mal Fakt, die gibts immer wieder. Es klappt einfach nicht mit jedem Wert das muss man sich ganz einfach auch mal vor Augen halten, nur die Werte, mit denen es eben nicht klappt, fliegen automatisch irgend wann dann auch raus.
Zu den Candles kann ich im Moment mal keine Aussage treffen, habe ich noch nie geprüft. Aus dem Intradayhandel sind mir allerdings einige Dinge bekannt, die man evt. in dieser Richtung übernehmen könnte (hier kommt es aber auch ganz wesentlich auf die gewählten Zeitspannen, die man für die Entwicklung der Candles hernimmt 3, 5, 15 min Tage, Wochen oder ganz Variabel etc. mache ich manchmal auch.).Grade bei Candlesticks denke ich muss man schon einiges an Erfahrung haben, um hier die Entwicklung passend auf einen Wert zuzuschneiden, dass hier was aussagekräftiges rauskommt. Aber weil ich hier ja geschrieben habe nicht nur für Einsteiger, werde ich mal sehen, ob ich hier eine Möglichkeit oder Auffälligkeit finde evt. einen Einstieg besser zu timen (wie gesagt, ich habe es noch nie geprüft, ist aber mal ein Interesanter Aspekt).
so jetzt wünsche ich auch erst mal ein schönes Wochenende und weil es wie ich ja schon am Anfang angekündigt hatte ein ziemlich langer Schlauch geworden ist.
Nochmal der Hinweis.
1. Fragen, Fragen, Fragen, nichts ist schlimmer als eine unverstandene Strategie anzuwenden und sein Geld in den Sand zu setzten.
2. Bitte, bitte, genau von Anfang bis Ende lesen, und zur Not weil es ja doch schon eine ganze Menge ist, vielleicht mal einen Zettel und einen Stift bemühen, daneben legen und die wichtigen Punkte nochmal herausfiltern.
Ja was ist denn jetzt nur Wichtig. Im Prinzip muss man es schon ganzheitlich sehen!!!
Gruß
bw
@besserweis:
Servus,
könntest Du bitte Deine aktuelle ATH-Liste (wie oben im Thread) hier reinstellen?
Ich verfüge leider nicht über die notwendige Software, möchte mich aber mehr und mehr an Deine Strategie herantasten.
Gibt es freie/kostenlose SW für derartige Auswertungen?
Oder welche könntest Du empfehlen (mit Preis)?
Besten Dank schon mal
FMF2000
besserweis
26.06.2001, 21:25
@FMF2000
hier mal eine Liste die auf den Schlusskursen von gestern basiert.
American Healthcorp~1
AMeristar Casinos
Bioanalytical Systems
Duramed Pharmaceuticals
Eagel Caiptal Intern. Ltd
FTI Consulting
H.D. Vest (wobei hier wie schon mal gesagt habe ich noch überhaupt nicht nachgesehen was das ist, würde ich nix drauf geben.)
Metro One Telecommunic.
Movie Gallery
MTR GAming Group
Ohio Art
PDS Gaming Corp.
SCC Communications
Sound Advice (???? auch so ein irrer Wert :D)
Sunquest Information Sys.
Taro Pharmaceutical Ind.
USA Detergents (ganz komischer Chart den ich da habe)
Vysis Inc.
York Group
Eine Sache noch, meine Datenbank ist nicht absolut vollständig, d.h. dass sicher einige Werte, wenn man die Charts mal bei www.bigcharts.com überprüft nicht auf ATH stehen. ;)
Zur softwaren, ich kann nur von dem sprechen was ich verwende und das ist leider ziemlich teuer. Allerdings habe ich auch keine Preise im Kopf. Ich benutze MarketMaker.
http://www.market-maker.de
Da vielleicht einfach mal stöbern und dann findest Du auch eine Preisliste. Die Wiso Börse 2.xx ist zu 100% das selbe Programm, hat aber einige Einschränkungen, wie es da aussieht z.B. mit der Formelfiltererstellung gegenüber der Proffessional Version habe ich aber auch keine Ahnung.
Ansonsten ist mir TaiPan ein Begriff habe ich aber nie mit gearbeitet(musst Dich da vielleicht mal mit Schlaubi auseinandersetzen, der hat das glaube ich). Dann gibt es noch interessante Software wie Omegatrade Station aber das dürfte dann langsam den finanziellen Rahmen des Ottonormalanlegers völlig sprengen.
Hmm dann hatte ich mal einen Link im Internet, wo man ebenfalls in begrenzem Rahmen eigene Formelfilter prgrammieren konnte, da muss ich aber erst mal jemanden anmailen, denn ich habe Ihn nicht mehr und das hilft Dir nicht weiter.
Ansonsten gibt es wenn mich nicht alles täuscht bei Consors auch immer mal eine Auswahl von Werten die auf ATH stehen, habe ich aber selbst nicht geprüft, hat mir nur jemand zugeflüstert ;) .
(Die kommen auch langsam darauf wo die Musik spielt. :D )
Wie gesagt, bei der Software, musst Du ein bischen rumfragen, da kann ich nur das empfehlen womit ich arbeite und da habe ich mich wie gesagt eingearbeitet und ich bleibe halt bei dem was sich bei mir bewährt hat, auch wenn andere Dir vielleicht andere Programme empfehlen können.
Musst Du probieren und von den Firmen evt. mal Demo-CD's anfordern.
Gruß
bw
Toll, was Du hier so aus Deinem Nähkästchen zauberst.
Man kann Dir nur gratulieren und sich für Deine Beiträge bedanken !
Ich benutze seit Jahren WISO Börse 2.0 von market-maker die letzte verfügbare Version ist so um die 2.5x, hm, gerade bei den Filterfunktionen streikt das Teil :eek: ... bei den schönen Kaufpreisen die wir jetzt haben :rolls:.
Dann greifen wir halt wieder zurück zur eigen gebastelten Programmierung ;)
Ich finde eigentlich den Daten-Service von www.buhl.de erste Klasse, die Möglichkeiten die einem so gegeben werden sind enorm ...
Die Mithilfe von Börsensoftware erleichtert die Fleiss-Arbeit in angenehmer Weise zudem sollte man heute sicher auch mit Charttechnik arbeiten doch ich tu mich schwer meine Fundamentals zu vernachlässigen ...
Sei gegrüsst und Besten Dank für den Tipp mit MarketMaker :japan:
also wer sich verstärkt auf USA konzentrieren will, dem empfehle ich TC2000. Kostet 30$ pro Monat ist sein Geld aber Wert. Super Datenbank, einfache Filtermöglichkeiten auch mit Ranking.
Ansonsten...ich als ehemaliger Mitarbeiter von Lenz&Partner (Tai-Pan) kann dieses Programm und besonders deren Kursdaten nur wärmstens empfehlen. Die Filtermöglichkeiten sind leider sehr beschränkt (man kann z.b. keine Candlesticks programmieren9 aber nach Abstand vom ATH, gleitenden Durchschnitten kann man schon filtern. Deren Kursdaten kann man auch sehr konfortabel in Metastock konvertieren.
besserweis
03.07.2001, 23:36
So nachdem wir hier ein bisschen über Software geplaudert haben möchte ich mich hier mit einem weiteren wichtigen Thema weiter machen.
Risiko- oder Moneymanagement
Die Sache möchte ich anhand einer Beispielrechnung erläutern.
Eine Vorbemerkung noch, wichtig dabei ist auf jeden Fall, wie viel Geld habe ich denn überhaupt frei, um zu investieren, je geringer der Betrag, um so höher wird das Risiko was man meiner Ansicht nach in Kauf nehmen muss, einen höheren Prozentualen Anteil von Verlusten einzufahren. Gerade bei kleinen Beträgen, schlagen in der Regel die Ordergebühren schon Massiv zu, vor allem wenn es über deutsche Banken ins Ausland geht und hier braucht evt. der ein oder andere schon Kurssteigerungen von 5%, um überhaupt in die Gewinnzone zu kommen.
Gut dann turne ich mal ein einfaches Szenario vor (habe ich schon mal im Tankerthread gemacht, ist aber meiner Meinung nach auch hier äußerst wichtig !!!)
Sagen wir einfach einmal eine fiktive Summe von 50000 € hat ein Anleger zur Verfügung.
Nehmen wir weiterhin an, er hat sich mit dieser Strategie hier beschäftigt und sagt ok, ich habe einen Wert gefunden, auf den könnten die Merkmale zutreffen und entscheidet ja ich will den Wert xy kaufen und setzt dabei ein Stop Buy meinet wegen bei 50 €.
Da der Anleger aber nach wie vor nicht sicher ist und sich auch bewusst ist, dass er sich ja irren kann, setzt er nur 15 % seines Ihm zur Verfügung stehenden Kapitals ein. Es würde bedeuten er kauft 150 dieser Aktien, Durch das Stop Buy wird er wahrscheinlich ein klein wenig mehr als 15% einsetzten.
Nach dem Kauf dieser Aktie setzt er ein StopLoss bei ca. EK - 12%.
Das würde einen Kurs von ca. 44-45 € bedeuten
Jetzt gehen wir weiter und er muss feststellen, er hat den Wert evt. doch auf einem Wendepunkt gekauft und das SL wird ausgelösst und sagen wir mal im schlimmsten Fall er bekommt erst mal nur noch 40 € wieder für diesen Wert.
Das zurückfließende Kapital ist damit bei 6000€ angekommen und er hat einen Verlust von 1500€ gemacht, ja kein Pappenstil ich weiß, aber in Relation zu seinem Gesamt Kapital hat er zunächst einmal nur 3% verloren.
Hier stehe ich bereits auf dem Standpunkt 3% ist fast schon zu viel Verlust ich versuche pers. eigentlich bei jedem Investment unterhalb von 2% zu liegen (man muss jetzt auch sehen ich habe ja schon einen Grotten schlechten Verkauf angenommen ).
Genau diese Rechnung da oben ist ein absoluter Schlüssel für ein Risiko und Moneymangement, was sich jeder Anleger mal bewusst machen sollte, dass ist zumindest meine Meinung.
Der umgekehrte Fall, nämlich die Aktie steigt so wie ich es erwartet habe, bedeutet dann für mich ich kann weitere Variable Anteile meines Kapitals einsetzten und kann immer wieder darauf achten, dass beim Nachschießen, nur so viel Geld eingesetzt wird, dass im Fall des ausgestoppt werdens ich immer zumindest mit dem zuletzt nachgeschossenen Kapital immer unterhalb dieser 2% Regel bleibe. Verständlich ???
Oberstes Gebot beim investieren in Aktien ist Kapitalerhalt und dass sollten sich die meisten immer wieder vor Augen halten. Wenn ich einen Wert kaufe will ich Ihn nicht heiraten egal wie gut er mir gefällt das Aktiengeschäft ist ein Geschäft und nichts anderes
Kleiner Ausblick noch:
Im nächsten Abschnitt möchte ich mich noch mit dem Thema Commitment beschäftigen und danach will ich noch auf die immer wieder von mir in anderen Threads erwähnte Regel x * 15 (Währung) eingehen und was es damit meiner Ansicht nach auf sich hat.
Dann ist der Thread von meiner Seite her zunächst mal abgeschossen, mehr fällt mir pers. eigentlich nicht mehr ein, was ich jemandem an die Hand geben könnte, um einigermaßen erfolgreich zu investieren.
Gruß
bw
thomtrader
04.07.2001, 12:11
hallo bw,
Einige Fragen zu deiner Strategie:
1.)wenn wir schon bei Thema Risiko-Managment sind, dann würde mich mal interessieren wie hoch der maximale Drawdown deines Depots ist (damit meine ich den größten Verlust den dein Depot bisher erreicht hat.)
Mich würde auch interessieren wieviel % dein Depot, letzte Woche als es bei einigen deiner Depotwerte(Activision...) runterging, von der Spitze verloren hat??
2.)Achtest du eigentlich auch darauf das deine Depotwerte untereinander nur eine geringe Korrelation untereinander aufweisen, oder spielen solche Überlegungen bei dir keine Rolle?
3.)Sind alle deine Verkäufe Stopp-Loss-Verkäufe
4.)Beziehst du den Gesamtmarkt in deine Überlegungen mit ein?
(Verkaufst du Aktien noch bevor Erreichen des Stopp-Kurses, wenn sich die Gesamtmarktsituation verschlechtert)
5.)Eine etwas indiskrete Frage:
Wie hoch ist deine durchschnittliche Depotperformance in den letzten Jahren gewesen(vorallem die Performance 1998,99,00,)
6.)Welche Performance erwartest du dir für die Zukunft?
7.)Handelst du auch Optionsscheine und andere Derivate?
8.)Welche Performance hast du neulich mit den von deiner Strategie abweichenden Neue-Markt-Zocks eigentlich erreicht?
M.f.G. thomtrader
besserweis
04.07.2001, 15:13
@thomtrader,
zu erstens puhh, da bringst Du mich ins Schwitzten, denn ich habe gar nicht darauf geachtet, wie weit durch einzelne Aktien jetzt immer wieder mal die Depotperformance leidet.
Ich gucke gerade im Depotmanagment nach, aber da sind auch die anderen Werte mit dabei, so dass ich also alleine über ATVI und was dieser Drawdown wie du es bezeichnest im Moment mal keine Aussage machen kann.
Insgesamt hatte ich zu dem Zeitpunkt wo ATVI wenn ich mir den Zeitraum von 19. - 25.06. ansehe einen Verlust von weniger als
7%. Hinzu kommt da der Abschmierer von EPIQ die am 20. ausgestoppt wurde. (Hier habe ich mittlerweile den Grund gefunden, im Mai wurde angekündigt, dass man 1,5 Mio Aktien im Markt platzieren will und dann gab es eine Meldung man habe die Aktien zu ca 24$ im Markt platziert, aber die Meldung war natürlich erst 6 Tage nachdem ich ausgestoppt wurde verfügbar, der Drops ist damit meiner Ansicht nach für geraume Zeit gelutscht!!))
Also nochmal, großzügig werde ich bei den Stops erst, wenn ein Wert eine positive Performance gezeigt hat.
Größter Verlust dürfte Mitte 2000 gewesen sein, in % keine Ahnung (stimmt nicht, aber es war derbe, man könnte es als echte Krise bezeichnen) mehr gestrichen aus dem Gedächtnis. Grund war mehrfacher Versuch zu investieren und immer wieder kurz nach Einstieg meist mit Verlust rausgeflogen. Folge später Umstellung von Strategie und Positionsgrößen, eigentlich seit September Oktober 2000 bis Februar so gut wie reiner Intradyhandel. (Habe ich am Anfang mal erwähnt, die Sache hier funzt nicht in jeder Marktsituation und schon gar nicht mit jeder Aktie).
zu 2.
Korrelation?? Du meinst ob es hier eine bewusste Branchenkonzentration oder auch Streuung gibt, denke ich jetz mal.
Nein die gibt es zunächst mal nicht. Die Diversifizierung, bestimmt alleine der Markt nur da wo ich Werte finde, die in mein Schema passen investiere ich (wobei hier auch nochmal auf Punkt eins zurück kommen will, die Irtumsrate wie ich es bezeichne ist Mitte 2000 auf nahezu 90% gestiegen, nur ich habe hier bei mir später ein paar gravierende Wahrnehmnungsfehler festgestellt, ich hatte wohl einige Kontrollinstanzen in meinem Schädel abgeschaltet, ein Problem wenn Du auf eigene Kappe handelst und keinem dritten Rechenschaft schuldig bist.), ob es jetzt nur eine Branche ist oder verschiedene Auftauchen ist irrelevant. (Wobei wie ich geschrieben habe, es sollten in den Branchen ansätze für ähnlich Kursentwicklungen erkennbar sein, das ist in der Regel von Vorteil, aber auch Werte die Ausnahmeentwicklungen in Ihrer Branche zu machen scheinen sind immer wieder interessant).
zu 3.
nein.
ich besitzte wenn ich nicht nach dieser Strategie handle Kursziel und Stop Vorstellungen, an die ich mich dann halte und entsprechend kaufe oder verkaufe und das bereits bevor ich einen Wert anfasse. Läuft etwas gegenmich wird sofort gehandelt.
Zum anderen auch wenn ich mit dieser Strategie hier arbeite, gibt es Einschränkungen, die mich zwingen auf reale Stops zu verzichten. Gesetzt sind sie aber immer. Einen StopKurs den ich nicht einhalte brauch ich nicht zu setzten, das ist hier mein Standpunkt und wie gesagt, ich setzte sie immer und wenn ich Ihn nur auf der Limitliste meines Kurssystems habe.
zu 4.
ja aber vermutlich in einer anderen Weise als Du jetzt vermutest.
ich gucke mir die Indices schon an, bewerte den Gesamtmarkt aber nicht direkt an Ihrem Verlauf.
Dazu ist die Auswertung der Verhältnisse zwischen Aktien die ein AllTimeHigh und ein AllTimeLow machen für mich wesentlich entscheidender als der Stand der Indices.
Bereits im Februar März diesen Jahres konnte man hier bereits erkennen, das sich im Markt durch Änderung des Verhältnisses ATH / ATL etwas verändert. (Hauptsächlich im März) ;)
zu5.
Ich kenne die Gesamtperformance im Moment wobei hier natürlich die Steuern von diesem Jahr nicht drin sind aber sie ist Hoch, sehr hoch seit 98 983%.
zu6.
ich erwarte eine geringere, da 99 - Anfang 2000 wohl ehr die Ausnahme denn die Regel waren.
zu 7.
OS manchmal, aber sehr selten, hab mich damit einfach auch noch nicht eingehend befasst.
Futures nein, ich kenne nur einen von 4 Leuten die das machen oder gemacht haben, die nicht damit Pleite gegangen sind.
Der eine handelt die Futures auch nicht Intrady sondern strategisch und setzt nicht gerade auf kenianischen Hochlandkaffee. :D
zu 8.
es waren mit dem eingesetzten Kapital 32%
Ist ein anderes Depot, deshalb kann ich das relativ schnell sagen.
Nahm ca. ein viertel des gesamten Kapitals ein.
So das war jetzt Hose runter. :D
Gruß
bw
Das ist ja wirklich eine tolle Performance - mich würde aber, wenn Dir das möglich ist, doch eine ungefähre Aufgliederung auf die einzelnen Jahre interessieren - nicht, daß Du jetzt denkst, ich würde Dir die Performance nicht glauben - mich interessiert aber sehr die "Stetigkeit" dieser Strategie - hast Du den Großteil Deiner Performance 1999 erzielt ?
Harry
besserweis
04.07.2001, 20:02
Da hab ich jetzt wohl die Büchse der Pandorra geöffnet :D .
@Harry,
es gibt Überschneidungen in den Jahren. (Resultiert daraus, dass z.B. im Nov 99 ne Menge Biotechs anfingen zu laufen wie verrückt und mit der Clinton-Bläir-Rede 2000 erst aus dem Depot geflogen sind, ab da war eigentlich das erste mal in 2000 wo es mir innerhalb von 2 oder drei Tagen automatisch fast das gesamte Depot geleert hatte, nicht ganz denn ISH z.B. kam später).
Aber Du kannst ruhig glauben, wenn ich da oben schreibe 99 - Anfang 2000 waren der dickste Batzen. (Es bringt nix, wenn ich es nochmal wiederhole).
98 war ungefähr ein verdoppler(ich habe aber auch erst Mitte 98 mit der Zeitrechnung angefangen). Aber auch hier habe ich im Oktober abgegeben, aber viel früher als 2000 die absolute Reißleine gezogen.
Aber hier in 98 habe ich den Grund gefunden, warum ich 2000 viel länger auf der falschen Seite war, denn 98 war ein kurzer heftiger aber ebend ein kurzer Einbruch.
Dies Auffassung und Erfahrung hatte ich auf 2000 übertragen. Einige Indizien sprachen Mitte 2000 auch noch dafür, dass wir eigentlich durch sind, war aber wie sich nach und nach herausstellte ein Irrtum.
Mehr kommt jetzt zu dem Thema Performance hier mit Sicherheit nicht mehr von mir! ;)
Den Rest kannst Du gerne wenn Du willst an Hand der von mir mal ins Gespräch gebrachten Werte nachvollziehen.
Ich habe es ja schon mal geschrieben, ich bin ja ein alter Pusher, der mit Masse nur Werte selber hier einbringt, die ich dann mit Masse auch in meinem Depot habe. Daraus mache ich kein Geheimnis. Aber ich hoffe auch am Beispiel MNTG (Im alte Tanker... Thread) ein bischen zu zeigen, nix ist ohne Risiko.
Such immer bevor Du investierst erst nach dem was gegen ein Investment spricht, aber verlier nicht aus den Augen was der Wert an der Börse macht, vorallem wenn er steigt.
Gruß
bw
@besserweis
Danke für Deine Ausführungen ... so ungefähr habe ich mir das vorgestellt - mir ist es nämlich sehr ähnlich ergangen, wenn auch mir etwas "kleineren" %-Sätzen.
Ich habe mit genaueren Aufzeichnungen erst im letzten Quartal 98 begonnen, und das restliche Jahr war nicht gerade berauschend. 99 war ziemlich erfolgreich. 2000 aus eben den von Dir genannten Gründen weniger - ich dachte ebenfalls, nach dem schnellen Kursverfall hätten wir es hinter uns, und es würde eher eine längere Seitwärtsphase folgen.
Allerdings muß ich auch dazusagen, daß die Performance-Werte eben grds nicht vergleichbar sind, da ich bis Mitte 2000 ausschließlich als Investor unterwegs war - und was das Traden betrifft - aller Anfang ist schwer ...
So long,
Harry
Hallo besserweis,
da wollte man Dich heute ganz schön auspressen:D
Und jetzt komme ich auch noch mit meiner Bitte:
Könntest Du nochmal Deine aktuelle Auswertung hier reinstellen?
Ich habe fest vor, mich die nächsten Tage mit den Screening-Programmen auseinanderzusetzen, und dann "belästige" ich Dich diesbezüglich nicht mehr!
Weiterhin viel Erfolg! Und Du hast jetzt schon ein paar Bierchen gut bei mir:)
FMF2000
besserweis
04.07.2001, 21:35
@FMF
American Healthcorp
Bioanalytical Systems
Circuit City Strs-Carmaxg
D & K Healthcare Resource
Delias A
Duramed Pharmaceuticals
FAmous Dave's of AMerica
Flir Systems
FTI Consulting
Horizon Health corp.
Impac Manag. Hold.
Intergarmed America
Ilton Inc.
Medical Action Industries
Metro One Telcommunic.
MTR Gaming Group
Multimedia Games
Ohio Art
Old Dominion Freight Line
Penn National Gaming
Racing Champions
SCC Communications
Sound Advice
Sunquest Information Sys
USA Detergents
Women First Healthcare
prüfen musst Du die Dinger selber nochmal genau auf ATH kriterien. Wie gesagt, die Datenbank ist nicht 100%.
Aber Du merkst schon es wird nach und nach mehr. ;)
Gruß
bw
thomtrader
05.07.2001, 02:13
bw,
Danke dir für die ausführlichen Antworten. :)
zu 1.)
Schade das du deinem maximalen Verlust nicht in % ausdrücken kannst :( es würde mich wirklich sehr interessieren. Eine grobe Schätzung von dir würde mir vollkommen reichen.:rolleyes:
zu 4.)
Habe mir schon in etwa gedacht, das du solche Indikatoren verwendest. :D
Wo findest du solche Indaktoren im Internet????
zu 5.)
:eek: Gratuliere!!
zu 6.)Das ist klar das die Performance der vergangenen Jahre in nächster Zeit nicht mehr so leicht erreichbar ist.
Aber es würde mich doch sehr interessieren welche Renditeerwartung du für die nächsten Jahre hast?? 50%p.a.????????
Ich habe noch eine weitere Frage:
Spielen bei dir Transaktionskosten für deine Aktivitäten eine Rolle
Wieviel darf bei deiner Strategie pro gehandelte Position an Gebühren drauf gehen????
Seit wann hast du eigentlich ein Depot bei einem US-Broker.
Und bei welchem US-Broker bist du?
M.f.G. thomtrader
:dunce:
besserweis
05.07.2001, 03:05
@thom,
zu ok es waren etwas mehr als -30%
im Internet gibt es ne Menge Sites wo Du eigen suchfunktionen definieren kannst.
Ich glaube z.B. hier kannst Du was in der Art finden, ich selbst nutze das Netz hier aber so gut wie nicht. Hier gibts Scans für 52 wochen Hochs und Tiefs.
http://stockcharts.com
Wenn Dich ein Broker interessiert, mit dem Du an die NADAQ gehen kannst, um zu traden,
http://www.interactivebrokers.com
Ansonsten muss ich Dir sagen ich habe ein Telefon, die Deutsche Bank ein Comdefekt Konto, bei Consors habe ich auch noch eine Leiche und bisher eigentlich keine Schmerzen irgend welche Gebühren zu verdauen.
Nochmal die Performance ist nach Abzug Geb. und der Zwiebelbriefe, die ich nach meiner Steuererklärung bekommen.
(Zwiebelbriefe deshalb, weil ich jedesmal heulen könnte wenn ich sie aufmache).
Kleiner Nachbrenner ach ja bei der Sparkasse habe ich auch noch ein Konto, bei der Raifeisen ein Spaabuch und ich glaube sogar noch 86 DM auf einem Postsparbuch irgendwo rumliegen, ich hoffe wir haben den Takt dann langsam geklärt. :D
Wenn jetzt noch einer kommt und meine Kontoauszüge sehen will. Excuse das fällt im Allgemeinen nicht unter die Geschichten die man im Internet so dikutiert.
Gruß
bw
@thomtrader
Hallo Tom,
kleiner Tipp von mir zum NASDAQ-Handel:
Auch ich handele erst seit kurzem direkt an der NASDAQ, aber noch nicht über einen US-Broker (kommt aber wohl noch).
Von den deutschen Banken ist meines Wissens die Comdirect mit Abstand am günstigsten bei US-Orders:
bis 5000 Euro 27,- Euro inkl. aller Kosten
bis 10000 Euro 36,- Euro inkl. aller Kosten
Viel Erfolg mit Deinen Trades
FMF2000
thomtrader
05.07.2001, 11:51
@bw,
Danke dir für die ausführliche Antwort,
Ich selber habe bisher nur ein Konto bei der DAB.
Ich habe bisher zwar nur an deutschen Börsenplätzen gehandelt, aber Angesichts meines mickrigen Depotvolumens :( und der für meine Verhältnisse recht vielen Trades in den letzten Monaten, mußte ich schockiert feststellen das die Gebühren einen nicht unerheblichen Teil meines Depots gefressen haben:angry:
Ich habe mir ausgerechnet das wenn ich eine Stopp-Loss-Strategie ala Nicolas Darvas verfolge ich auf ca.50Trades im Jahr komme(bei der verwandten CANSILM-Strategie von William O´Neil werde ich auf eine ähnliche Zahl von Trades kommen)
Da an deutschen Börsenplätzen zuwenig interessante,liquide Papiere gehandelt werden, und ein Handel über die DAB(oder Comdreck) direkt in USA angesichts der Gebühren(und meines Depotvolumens) wenig Sinn macht, muß ich wohl ein Konto bei einem US-Broker eröffnen. :rolleyes:
Ich werde mich wahrscheinlich zwischen Datek und IB entscheiden.
M.f.G. thomtrader
hallo snahas,
kannst du etwas genaueres über TC2000 hier reinstellen?
Danke!
@besserweis
Zwei Fragen noch zu Deiner Strategie:
Orientierst Du Dich bei Deinen StopBuys an den Schluß-ATH´s oder den Intraday-Highs? Die Abweichungen sind ja oft enorm. Ich gehe eher nach den Schlußkursen, da diese in den meisten Charts berücksichtigt sind und somit wohl wichtiger sind.
Offensichtlich legst Du keine StopBuys über Tage und Wochen in den Markt, sondern schlägst direkt beim Ausbruch zu?
Und beim evtl. Absturz/Verkauf verfährst Du genauso?
Das würde bedeuten, daß Du immer "dabei" bist?
Das führt mich zu einer dritten Frage:
Wieviel Werte hältst Du in der Regel nach dieser Strategie?
Schon mal danke und schönes Wochenende
FMF2000
besserweis
16.07.2001, 10:50
@fmf2000,
Ich bin nicht immer dabei ! ;)
Ich orientiere mich an den absoluten ATH's, will heißen eine Kurshöhe die noch nie vorher da gewesen ist, berücksichtigt also auch die Intradayhighs. (Mit der Ausnahme was 10 -15 Jahre her ist vergesse ich ab und zu mal :D )
Nein ab und zu liegen StopBuy's auch mal 14 Tage oder länger im Markt, aber wenn ein Wert sich wieder massiv von dem Punkt wo ich eingestiegen wäre entfernt, streiche ich auch wieder. (als Beispiel MNTG Stop Buy war hier bei 14,45 gewesen Intradyhigh im Jahre 92 oder 93 war bei 14,25, der Wert ist meiner Meinung nach zunächst mal gegessen.)
Ich halte in der Regel 1- 6 Werte, wobei es auch vorkommen kann das mein gesamtes Kapital in einem Wert steckt, dann kann ich aber eben nicht mehr mit einem SL arbeiten was im Markt liegt, vorallem wenn die Umsätzte bei dem Wert nicht ganz so hoch sind.
Im Moment sind 3 werte im Depot wobei einer schon einen sehr sehr hohen Anteil hat. Die beiden anderen ehr unter dem Begriff schauen wir mal laufen, vielleicht wird es mehr. ;)
Gruß
bw
besserweis,
wieder mal besten Dank für Deine ausführliche Antwort.
Du überrascht mich mit Deinen wenigen Werten!
Ich habe dagegen ein Depot in der Größe von 10 bis 15 gleichgewichteten Aktien.
Gründe hierfür sind, daß ich mir einfach bei einer/wenigen Aktien nicht sicher bin, daß genau diese die beste Chance für einen rasanten Anstieg haben. Auch nach meiner/Deiner Strategie habe ich keine Probleme genug "gleichwertige" Kandidaten zu finden.
Da ich wie Du vom Aktiengeschäft lebe, möchte ich einfach nicht an einem schlechten Tag mit wenigen Werten um mehrere Monatsgehälter ärmer sein.
Da ich im Gegensatz zu früher, mein Depot völlig emotionslos und beinahe automatisiert manage (StopBuy-Kauf, SL-Festlegung, SL-Anpassung etc.), glaube ich auch mit einem Dutzend gut leben zu können.
Oder wo siehst Du Vorteile/Nachteile?
Ciao
FMF2000
besserweis,
eine hab´ ich noch:
Wie verträgt sich Dein kleines Depot mit dem beschriebenen Money Management (max. 2 % Verlust pro Position)?
Oder bist Du doch nicht so konsequent? :D
FMF2000
Bid-Hitter
16.07.2001, 22:05
Hallo besserweis,
meine Frage lenkt von dem Inhalt dieses Threads (vielleicht magst Du ja ein neues eröffnen ;) ) ab, trotzdem beschäftigt mich folgende Frage:
Nach welcher Strategie handelst Du im Intraday-Bereich? Wenn ich Dich recht verstanden habe, handelts Du ja dann auch ausschließlich Stocks... Es reicht mir wenn Du kurz Deine Strategie im ID-Bereich skizzierst. Mir kommts mehr aufs "Gesamtbild" an...
Schönen Gruß,
B.-H.
www.tc2000.com
dort gibts die cd gratis (kostet 10$ versand, sonst nix).
besserweis
17.07.2001, 00:40
@fmf2000,
hmm, also ich denke alleine viele Werte zu haben schützt nicht davor mal an einem Tag ein tolles Auto in den Sand zu setzen. :D
Oder wenn Du ebend auf viele Werte setzte, das Auto nach und nach in den Sand zu setzen.
Noch zu der 2% Regel. das eine schließt hier das andere nicht aus. Ich habe ja nicht geschrieben, dass ich wenn ich in einen Wert einsteige sofort mein ganzes Kapital in den einen investiere.
Aber ich verbillige nie nie nie......
Ich verteure, verteure, verteure.......
Die DarvasMethode beinhaltet einen gewissen Automatismus.
Die Werte die nicht sauber danach laufen fliegen automatisch irgend wann raus.
Du kannst Dir ja mal eine Rechnung überlegen und einfach mal die Werte die am Anfang im Tankerthread standen in ein Hypotetisches Depot aufnehmen. In keinen Wert investierst Du zu beginn mehr als 15 % deines Kapitals, wenn ein Wert so läuft wie du es gerne siehst schießt zu du gegebenem Zeitpunkt weiter übriggebliebene Anteil in einen Wert nach. Dann werden im Laufe der Zeit einige Ausgestoppt (ja ich weiß mit den 6 Werten die da drin waren habe ich auch schon eine Auswahl getroffen die einiges Vorgelegt hat). Die Anteile die hier wieder frei werden schießt Du Werte die übriggeblieben sind nach (muss auch nicht immer alles sein genau wegen der 2% vom Gesamt kapital.)
Dann musst Du Dir noch überlegen wo Du die Benchmark oder die Basis hinlegst, ist das Dein Start von 100% Cash ab oder machst Du alle 4 Wochen eine Neuberechnung oder jeden Tag in Abhängikeit von Deinem pers. ATH. (Ich hoffe Du verstehst was ich meine? )
Du könntest ja mal aus den Werten die ich mal vorgelegt habe und den Punkten wo ich ausgestoppt wurde mal den Versuch starten eine Möglichkeit auszurechnen wie man unter der 2% Regel bleibt und am Ende trotzdem vielleicht nur einen Wert im Depot hat ;) .
(Netter neben Effekt, Du hast dann am Ende vermutlich auch den besten Wert im Depot :D )
@Bad Hitter
Dazu machen wir dann wirklich mal einen anderen Thread auf, wenn es so weit ist, dass ich wieder mal umsteigen muss, im Moment wie gesagt sehe ich keine Notwendigkeit, der Markt ist viel Stabiler, als es die Indexstände im Moment anzeigen, so sieht es zumindest aus, wenn ich ins Depot und auf meine überwachten Werte gucke. (Aber es weicht nicht mal so sehr von dieser Sache hier ab. ;) )
Gruß
bw
Bid-Hitter
17.07.2001, 09:50
Hallo bw,
ich stehe dem ID-Handel ebenfalls skeptisch gegenüber. Ich bin irgendwann zum Schluß gekommen, daß einfach die Wahrscheinlichkeit es in diesem Bereich "zu schaffen" kleiner (IMHO deutlich kleiner) sind, als mit Strategien, die Du so schön in Deinem Thread beschrieben hast.
Und so habe ich mich entschlossen mich den O`Neil`s und Boucher`s anstatt den Schwartz`s anzuschliessen. Ein zumindest kleiner Mosaikstein zu diesem Entschluß war sicherlich, daß ich mich im ID-Bereich "schwer getan" habe;) (nettere Formulierung für "nicht ausreichend performen" hatte ich jetzt nicht parat ;) ).
Ich machs jetzt mal lieber kurz: Ich finde es ziemlich interessant, daß jemand, der eine solche "Intermediate/Long-Term-Strategie" fährt, und das auch noch sehr erfolgreich, in schlechten Zeiten auf den ID-Handel wechselt. Damit Du mich recht verstehst (ist halt übers Board ein wenig schwierig das auszudrücken): Ich finde nicht zuletzt den psychologischen Aspekt daran interessant.
Würdest Du nicht auch sagen, daß solche Vorgehensweise nur eine absolute Minder-Minderheit überhaupt in der Lage ist, soetwas Erfolgreich zu fahren? Wäre es nicht besser dem nicht so erfahrenen prinzipiell zu sagen:
"Bleib bei Deiner Stategie, und wenn Du durch schlechte Zeiten gehst, dann fahr einfach auf 100% Cash und warte auf bessere..."
Ich bin zusammenfassend, ein wenig verwundert, daß Du meinst, um das ganze professionell, und das auch auf Dauer betreiben zu können, man in der Lage sein sollte, "Geld zu beschaffen" und Du damit den ID-Handel meinst. Vielleicht kannst Du das noch etwas näher erleutern?
Und nur nochmal um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin nicht der Meinung, daß man im ID-Handel kein Geld Verdienen kann... Es geht mir mehr um die Erläuterung des "Gesamtbildes" oder der "Gesamtstrategie".
Schönen Gruß,
B.-H.
PS: Schon interessant, daß Dein ganz "persönlicher Freud" aus Bid-Hitter bei der Frage nach dem ID-Handel plötzlich "Bad-Hitter" draus gemacht hat. ;)
besserweis
17.07.2001, 13:38
Ganz kurze Antwort Bid-Hitter ( ;) diesmal richtig oder?? )
Ein paar kurze Ausschnitte aus einem anderen Thread zum Thema ID.
Wer im Bereich Daytrading erfolgreich sein will, muss dann wenn er es betreibt die Sache zu 100% betreiben. Das heißt hier kann kein Job neben der Börse bestehen bleiben.
meine eigene Erfahrung zeigt mir jedes mal wenn ich nur 3 oder 4 Monate damit ausgesetzt habe muss ich erst mal mindestens 1-2 Monate wieder üben und in der Zeit darf schon nix anderes stehen als üben, üben....)
Ich sehe diese Sache hier für Leute geeignet die Abends nach Hause kommen und sich ein wenig informieren wollen, wo man und wie man evt. ein bischen Geld an der Börse machen kann ohne gleich in die großen Fallen an der Börse zu tappen.
Das unterstreicht hoffentlich, das wenn jemand eine Strategie gefunden hat mit der er Leben kann, die Erfolg bringt, diese auch anwendet und dabei bleiben soll. ;)
Gruß
bw
hat einer von Euch eigentlich eine Ahnung, wo ich die anderen Bücher von Darvas bekommen kann?
Ich habe ja nur "How I made $2.000.000 in the stock market"
ABer Darvas hat noch ein paar weitere geschrieben.
besserweis
02.08.2001, 13:25
Hmm snahas,
vor 2 Jahren konnte man bei Amazon noch 4 Bücher von Ihm finden ich habe heute mal nachgeguckt in Germany ist eines übrig geblieben (interessant von 2 Jahren waren gerade mal 150 oder 160 Stk verkauft heute sind es über 15000. In Amerika ist es bei Amazon mit etwas über 3000 verkauften Exemplaren nicht gerade der Hit, aber immerhin).
Die meisten sind out of print und sofern ich weiß eben auch keine neuen Auflagen.
Was es wohl noch gibt ist You can still make it in the Market.
http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0872234924/qid=996751102/sr=1-2/ref=sc_b_2/103-6624302-0141443
Aber da bleibt Dir der Gang zum Buchladen wohl nicht erspart. ;)
Gruß
bw
Hast Du denn mehrere Bücher von ihm?
:dunce:
Hallo zusammen.
Ich hab gebannt diesen thread verfolgt. Aber jetzt würde mich brennend interessieren, wo im Netz ich eine Seite finde, bei der man selber nach Belieben scannen kann. Bei bigcharts hab ich die Möglichkeit nicht gefunden. Und stockcharts.com will ja Unsummen von Geld dafür haben.
Kann mir jemand weiterhelfen?
Außerdem hab ich bei amazon.com die Leserkritiken zum 2.000.000$-Buch durchgelesen, vor allem die negativen. Da steht u.a., daß der Autor die Methode nicht so recht erklärt und stattdessen lieber erzählt, wie toll sie funktioniert hat. Aber lest doch selber:
1.)
Absolute jibberish....... What a waste.... The author tells me how he he made the money, but never goes into detail about how the process works.... This book was on the Amazon.com hot list, So I bought it.. It is a "Wall Street Classic" that consists of a tried and true method of boxing stocks while relying on stop/loss to minimize losses.. The book was written in 1959 or something and $2 million was a lot of cheese back then....
I feel like I am no better off after reading this book.... Besides, to follow the plan one must rely on margin calls with no diversity of investments.... Basically this guy ( A dancer by trade) borrows money on margin and puts his eggs in one basket.. His only safety net is the stop/loss......
*************************************************
2.)
I found myself rereading several times to try to understand how his "box theory" works. The author does an extremely poor job of explaining the most important part of the book as is evident by the questions posed by other readers in the Appendix. He focuses too much on the story and not enough on the technique.
*************************************************
Haben die recht? Oder sind die nur zu dumm, die box theory zu kapieren? (Aus den charts weiter oben wurde sie mir auch nicht 100%ig klar. Aber sie hat wohl was mit Widerständen zu tun.) Oder mal von der anderen Seite aufgezäumt: Läuft die Methode so, daß ich immer dann, wenn ein Widerstand überwunden wurde, den Stop auf das Level der vorletzten Unterstützung nachziehe?
Vielen Dank im Voraus!
Grüße, Dayzz.
@dayzz:
Willkommen im Club!
Habe auch erst vor einigen Wochen zu Scannen begonnen. Das Programm, das ich nutze, ist wohl eher eines der einfachen, aber zunächst in Ordnung und kostenlos!
www.marketguide.com
Da ich selbst kein Chartie bin, kann ich Dir zu Deinem anderen Punkt nicht weiterhelfen. Deine StopLoss-Aussage ist aber vom Prinzip her richtig. Aber ein Programm zum Reichwerden gibt es nicht.
Was mir derzeit zu Schaffen macht: Die Intraday-Volatilität. Ratzfatz werden da SL abgefischt.
Beispiel: 15 % SL-Setzen - wenige Tage nach dem Kauf liegt der Kurs ein paar Prozent unter EK - dann kommt ein kurzer, aber heftiger Intraday-Absturz und Du bist Deinen Hoffnungsträger futsch - am Ende des Tages notiert der Kurs wieder nahe am Vortagesschluß!
Und dies passiert nicht nur bei Fake-Ausbruch-Werten, oder?
Ciao
FMF2000
mit den stops fischen ist es so...O'Neil hat es mal so beschrieben:
die stops sind eine versicherungsprämie. man schliesst auch eine feuerversicherung für sein haus ab, aber man ärgert sich dann nicht, wenn das haus nicht abbrennt.
man sollte lernen, herauszufiltern welche ausbrüche man kaufen soll und welche nicht. ich habe oft geschrieben, dass der ausbruch zum high (weniger das absolute ATH, das ist verlässlicher) in vielen fällen ein wunderbarer verkaufspunkt sein kann. noch dazu ist es nun mal so, dass wir in einem bärmarkt sind und dort scheitern viele ausbrüche, was wiederum ein gutes indiz über die verfassung des marktes ist.
die Boxtheorie ist in dem Buch von Darvas und dem Appendix gut genug beschrieben, dass man sich ein Bild davon machen kann, welcher Gedanke dahinter steht. Das ist in meinen Augen wichtiger als die reine Technik selbst. Noch dazu ist das Buch sowieso recht gut zu lesen in Bezug auf andere Analysemethoden und ihre Fallen, sowie den psychologischen Fallstricken.
@FMF2000 & all
Stimmt genau, ist mir in den letzten Wochen auch ein paarmal passiert, obwohl ich meine SL's, aufgrund der Volatilität, tiefer gesetzt habe.
Meist habe ich dann darunter auch gleich wieder eine Kauforder, denn ich bin von dem gekauften Papier eigentlich überzeugt, doch das ganze artet bald in 'Stress' aus ;)
z.B. AMD, war von Jan 01 an, in einem schönen Aufwärtskanal,
eigentlich sehe ich AMD als longrunner doch unter dem Strich habe ich seit März 01 mit diesem Papier nicht das erreicht, was der Chart hergibt :eek:
Tragen wir die Verluste der letzten Zeit mit Fassung, denn auch die wohl wiederkehrenden Gewinne sollten uns nicht aus der Ruhe bringen :)
Gruss Indio
AMD hat mit der hier vorgestellten Strategie auch nichts im geringsten zu tun.
damit man mein letztes Posting nicht falsch versteht:
der einwand sollte nicht derb rüberkommen oder unhöflich. sollte eigentlich nur verdeutlichen, dass der wert nichts mit der besprochenen strategie zu tun hatte.
ich dachte eher, dass AMD aufgrund der strategie ausgewählt wurde und wollte damit auf einen fehler aufmerksam machen.
man kann nämlich leicht denken, dass man bloss jedes high kaufen braucht und dann hie und da noch ein paar abstriche und alles wird gut....dem ist halt nicht so. die korrekte vorauswahl der werte, der branche, die beobachtung des marktes, die nachrichtenlage....all das gehört dazu und fügt sich ineinander wie ein puzzlespiel.
ich habe einen freund, welchen ich mit meinen anlageprinzipien vertraut machte und er machte sich gleich eifrig ans werk, um geld zu verdienen....täglich bekam ich emails wie ich den den oder den anderen wert fände....da war nie auch nur ein wert dabei, welcher auch nur annähernd den "geist" der strategie wiederspiegelte.
ich muss ja zugeben, dass ich auch oft von den regeln abweiche und werte kaufe, die weiter von den highs weg sind als mir lieb ist oder der markt im schlechten umfeld ist oder die base zu volatil ist. das hat auch stark an meiner performance im letzten jahr gekratzt. zumindest weiss ich, dass die werte nicht stimmen und schiebe es dann nicht auf die strategie, die nicht funktioniert, sondern auf mich und meine ignoranz.
besserweis
09.08.2001, 13:23
!!!!! Warnung !!!!!
Eine StopMarke, die ich nicht einhalte brauche ich nicht zu setzen.
Es gibt für mich eine einzige Ausnahme und das sind Aktien die Splitten, hier kann man ca 2-4 Wochen vor einem Splitt immer das selbe Spiel beobachten, der Wert geht in den Keller und kommt meist bis zum Splitt wieder und generiert neue Highs.
Wer das ein bischen Timen kann, kann hier auch noch nebenbei ordentlich gewinnen.
@fmf2000,
nirgens werden StopMarken abgefischt (im NM hat man sogar im Fernsehen wohl damit argumentiert, wo jetzt die Werte wo das passiert sein soll stehen brauche ich wohl nicht zu sagen). Investor schneidet sich wenn er verkauft, um evt. billiger an einen Wert zu kommen ins eigene Fleisch und dieses Wissen ist in der Regel bei denen die investieren vorhanden.
Denn hiermit können unkalkulierbare Lawinen ausgelöst werden.
Wer sich gegen den Markt stemmt, wird auf Dauer verlieren.
Das ist meine Meinung.
Du bist schon wieder in der Phase wo ich heraushöre, ich bin ja eigentlich von den Werten überzeugt. Das nutzt Dir gar nichts beim Geldgewinnen, wenn andere nicht genauso überzeugt sind und verkaufen.
Das was zur Zeit passiert ist alles andere als ein Markt in dem man investiert sein muss. Wenn die Werte rauspurzeln, dann stimmt etwas nicht mit Ihnen. Schluss alles andere zählt dabei nicht. Bei mir selbst hat sich in den letzten Wochen das Depot nahezu gänzlich geleert. Bei mir sind wirklich nur zwei sehr kleine Positionen übrig, wovon sofern sie diese Woche nicht anfängt wieder zu steigen durch ein Zeitlimit eliminiert wird die andere evt. durch ein Stop rauscht, es ist nur noch eine Frage von wenigen cent. Aber nie nie nie würde ich meinen StopKurs auch nur einen cent nach unten verlegen.
snahas hat die Geschichte so würde ich sagen zu 100% durchschaut. Sobald Du anfängst etwas aus einem ganzheitlich eigentlich funktionierendem System außer acht zu lassen, fängst Du an die typische Verliererstraße zu wählen.
@dayzz,
ich kann zu diesen Kommentaren nicht viel hinzufügen, außer wer lesen kann und einen Text analysieren kann und sich allgemein mit Börse beschäftigt, wird nicht zu diesem Schluss kommen.
Hier hat jemand versucht Börse zu verstehen, dieser Anspruch wird gar nicht im Buch erhoben. Ich für meinen Teil will gar nicht alles verstehen, weil ich weiß, ich werde die Kursentwicklungen an Börse zu 95% nicht verstehen. Es geht hier eigentlich um einen rein mechanischen Vorgang.
Du könntest folgendes Spiel machen. Nimm alle NM Werte drucke Dir eine Liste aus hänge sie an die Wand und schmeiße 5 Dartpfeile darauf. Dann kaufe diese Werte mit jeweils 5000 DM und setzte 10% unter dem EKpreis ein Stop und ziehe es wenn ein Wert gewinne bringt nach und ich wette mit Dir Du wirst eine bessere Performace haben als 80% der Anleger.
(Was meinst Du warum Affen im Vergleich zu Experten fast immer besser abschneiden?? )
Den einzigen Anspruch, den Darvas wohl verbucht ist, er wird den Affen schlagen, weil die Auswahl der Werte wenn man sich an die Regeln hält besser ist.
Es reicht manchmal das Wissen zu haben das etwas so ist wie es ist, das warum ist dann oft zweitrangig.
@Indio,
zu AMD kann ich nicht viel sagen, er war mal ganz gut mittlerweile steht er nicht mehr in meinem Fokus.
Gruß
bw
besserweis + alle,
Eure letzten Beiträge waren wieder mal sehr "überdenkenswert"!
Ich suche halt nach meinen ersten 6 Wochen Darvas-Strategie Gründe, warum es nicht so gut lief - wurde öfter ausgestoppt als daß ich das SL hätte nachziehen müssen/dürfen.
Kann es sein, daß mein Indikator (meine Ergebnisliste beim Scannen hat sich mit den gleichen Parametern in den letzten Wochen auf weniger als die Hälfte reduziert!), der zur Vorsicht mahnt, richtig liegt?
Ich möchte natürlich nicht ausschließen, daß ich auch bei der Titelauswahl, dem SB etc. nicht optimal gehandelt habe, d.h. kaum besser als der Affe war! :rolleyes:
Ciao
FMF2000
ich muss besserweis schon ein wenig widersprechen.
stops werden vorsätzlich abgefischt. das ist keine theorie, sondern erfahrung und ich kenne auch einige, die damit seit jahren viel geld verdienen.
genauso ist es im intradaybereich an den futuresbörsen...die locals ziehen in trendlosen märkten die kurse hin zu charttechnischen "breakout"-marken um die stops auszulösen...
aber trotzdem darf man nie und nimmer auf den stop verzichten.
besserweis
09.08.2001, 23:09
@sanhas,
wenn dieses Spiel mit einem Wert funktioniert, stimmt etwas bereits nicht mehr.
Dann gab es bereits zu einem bestimmten Preis kein ausgewogenes Verhältnis von Käufern zu Verkäufern.
Das kann im ID Bereich noch alles hinhauen.
Haut aber dann wenn Du Werte ohne massive Käuferwiderstände ca 10-15 abschmieren lassen kannst nicht mehr hin. Hier beginnt, der Bereich, der wie ich es bezeichne technical damage und wenn ein ATH Wert eine technical damage bekommt, sehe ich schwarz, das hier ein Fischer noch gewinnt.
Das geht dann nämlich ruck zuck in den Bereich -30 - -50% .
Manchmal sogar ohne Zwischenerholung.
Denn die Werte sind meist teuer und professionelle Anleger wissen das und wie Stimmungen schnell umschlagen.
Würde mich mal interessieren jemanden kennenzulernen, der damit Geld verdient.
Kann sein, dass es was bringt, nur mit Sicherheit nicht mich als Investor ;) .
Gruß
bw
nein, diese techniken sind nur was für kurzfristspieler, meist nur sekunden oder minuten. beliebt sind gerade kursmarken und kürzliche tiefs und hochs. bei illiquiden werten ist das verfänglich für automatische stoporders.
wenn es um liquide werte geht: schau dir einfach mal an, wie oft der s&p future oder auch der nasifuture intraday beim ersten bruch des vortages-hochs und tiefs kurz darauf wieder zurückfällt. der zweite bruch ist oft auch noch ein fake...erst der dritte oder vierte wird ernst.
besserweis
09.08.2001, 23:48
OK, snahas,
da stimme ich Dir zu. Wie gesagt, sehr kurzfristig eine Sache die was bringt, ebend ID bereich. Aber meist stimmt mit den Werten und im Markt schon einiges nicht mehr, wenn diese Marken greifbar werden.
Alles andere wäre meiner Ansicht nach Performance Mord im eigenen Depot :D .
Gruß
bw
Noch eine Frage zu später Stunde:
Sichert ihr Euch gegen Währungsverluste bei den US-Titeln ab?
Ich benutze EURO/Dollar-Calls.
Gute Nacht zusammen
FMF2000
besserweis
10.08.2001, 00:46
@fmf2000,
nein habe ich nicht gemacht.
Hat aber letztendlich bei mir zumindest ein nullsummenspiel ergeben, bzw. leichte Gewinne durch den letzten €uro verfall.
Ab und zu bezahlt man mal die Mördermark, wie ich es bezeichne, ab und zu gewinnt man damit. Hat sich bei mir noch nie gravierend negativ ausgewirkt, die Spanne, in der sich das €/$ Verhältnis bewegt ist meist zu klein.
Gruß
bw
:dunce:
Hallo zusammen.
Kennt jemand eigentlich schon http://invest-faq.com/fiveminute/ ?
Da wird eine einigermaßen ähnliche Taktik wie in diesem thread beschrieben.
Grüße, Dayzz.
:bigcry:
... und warum gibt mir eigentlich keiner Karma? Findet Ihr mich so scheiße? ;-)
Grüße, Dayzz
Aber nein Dayzz!
das mit den 5 Minuten stimmt aber wohl nicht ganz!
Nach 5 Minuten hab´ ich aufgehört - weil meine Terrine fertig war - die Strategie dauert schon etwas länger!
Schönen Abend
FMF2000
cotiton5
13.08.2001, 17:53
@FMF2000
Habe mir mal http://www.marketguide.com/ angeschaut.
leider habe ich nicht die Opption gefunden wie man nach dem ATH sucht sonder nur nach den 52Wochen high. Die ATH kandidaten werden natürlich auch angezeicht nur eben auch die wo das ATH mehr als ein jahr zurück ligt.
Wie suchst Du also bei marketguide noch dem ATH ?
soweit ich weiss, kann man nur nach dem 52wochen high scannen. Dies sollte aber schon mal ein Ansatz sein.
Das schöne an Marketguide sind noch die vielen fundamentalen Scan-Möglichkeiten, zumindest gut genug für gratis.
cotiton5,
snahas hat Recht.
Ich lasse täglich meine Scan-Liste mit den gleichen Kriterien raus. Einmal muß ich halt kurz checken, ob es sich um ein ATH handelt. Außerdem kenne ich mittlerweile meine Pappenheimer, d.h. die Kandidaten, die immer wieder auftauchen.
Ist sogar recht interessant, zu sehen wie sich die "nur" 52 Wo.-ATH´s gegenüber den echten entwickeln.
Ciao
FMF2000
FMF,
erzähl doch mal näheres für die anderen
snahas, danke für Dein Interesse!
Aber ich "muß" jetzt gleich auf ein Bier. Und morgen geht es in Urlaub.
Außerdem bin ich ja selbst noch Neuling im Bereich Darvas-Strategie.
Zu meinen Auswahlkriterien habe ich schon mal was geschrieben. Das beste -auch wenn es recht lange dauert- sind dieser und der X-Large-Thread "Alte Tanker,...."!
Absolut EMPFEHLENSWERT.
Schöne Zeit
FMF2000
ich meinte auch nicht die Auswahlkriterien, sondern wie sich ATH im Vergleich zu anderen Highs entwickeln
:dunce:
Hallo zusammen.
Ich komme gerne in ein paar Tagen oder Wochen nochmal auf dieses Thema zurück. Aber ich warte halt auf das 2.000.000$-Buch.
In freudiger Erwartung,
Dayzz.
Hi dayzz (von mir ist der Karma-Punkt ;) ),
erwarte nicht zuviel von dem Buch, zumindest keine ausführliche Strategieanleitung. Darvas hatte damals so getradet, wie es heute kein vernünftiger Mensch machen würde, zumindest zum Schluß seiner Börsentätigkeit (volle Pulle investiert inklusive Margin ohne großartige Streuung), eine mächtige Portion Glück ist schon dabei gewesen.
ABER: Es öffnet die Augen vieler, man überdenkt seine Strategie (wenn man sich entschlossen hat, das Buch zu lesen, war diese bisher nicht die beste...), man bekommt eine ganz andere Sichtweise und interessiert sich plötzlich für Werte, von denen man zuvor nie gehört hat.
Fazit: Empfehlenswert !!! In Kombination mit "richtigem" Moneymanagement sicherlich eine der besten Möglichkeiten seinen Anlegehorizont gewaltig zu erweitern.
Viel Spaß, C.
:dunce:
Hallo Chrilli.
VIELEN DANK für den wunderschönen Karmapunkt.
:D
Ich habe genau das, was Du sagst, auch gedacht, als ich hier über diese Strategie gelesen habe. Das "Risikomanagement" ist schon ganz schön harakirimäßig. Aber man kann ja sein Geld in z.B. 5 Portionen aufteilen, und schon ist das Risiko ge5telt. Ich kann natürlich auch erst nach der Lektüre genaueres sagen. Nur wurde mir ein wenig übel bei dem Gedanken, fast mein ganzes Geld in einer Position zu haben, wo der Stop vielleicht 20% wegliegt. Man kann natürlich argumentieren, daß das Geld, was man da riskiert, schon durch das System verdient wurde. Aber trotzdem ist das für meinen Geschmack zu heftig. Mal sehen...
Grüße, Dayzz.
besserweis
23.08.2001, 02:10
@Dayzz,
chrilli hat es wohl vorweg genommen, wenn Du eine einfache Erklärung suchst wirst Du vom Buch enttäuscht sein ;) .
Es ist eine einfache Story eines Anlegers, der das Ziel hatte Gewinne an der Börse zu machen. Keine wissentschaftliche Abhandlung mit einer Anleitung zum Gelddrucken.
Ich habe es mal versucht hier auch zu zeigen, ob Du mit 10 oder 20 ausgestoppten Werten die nach und nach kommen, 10% deines Kapitals verlierst oder mit einem, ist vom Prinzip her egal.
Eine schwierige Aufgabe ist es zur Zeit viele kleine illiquide Werte die eigentlich in letzter Zeit zu den Gewinnern gehörten von den Werten die liquide sind und steigen zu trennen. In den minis kannst Du nur gestreut größere Summen unter bringen, alles andere wäre wirlich Harakiri.
Deshalb gibt es die Regel Nr. 1 die ich hier mal formuliert habe :)
1. Ich lege wert darauf, dass die Aktien immer große Umsätze haben.
Alles andere ist Spielerei, betrachte es ganzheitlich und nicht einen Punkt, ich weiß es ist nicht ganz einfach, aber nur so wird ein Schuh daraus.
Gruß
bw
Hallo besserweis.
Ich bin auf jeden Fall aus dem Alter raus, als ich nach einem System gesucht habe, das man einfach nur anwendet, und - zack - ist man reich. Deshalb habe ich ja auch schon geschrieben, daß ich das beschriebene System wohl noch modifizieren würde, um das Risiko einzuschränken. Die Gewinnmöglichkeiten vermutlich auch, aber das gehört nunmal dazu, wenn man ein System sicherer machen will. Also keine Sorge.
DU schreibst, es sei egal, ob man auf einmal oder trade für trade sein Geld verliert. Klar ist jedesmal das gleiche Geld weg. Aber mir würde es bei der Diversifizierung auch darum gehen, völlig unvorhergesehene und vor allem extreme Einbrüche abzufedern. Skandale um gefälschte Bilanzen oder sowas kommen schließlich immer wieder mal vor. Und da sieht man ja ziemlich blöd aus, wenn das gerade die eine Aktie trifft, in die man mit dem Großteil seines Geldes investiert ist. Rein fiktive worst-case-Betrachtung eben.
Vermutlich hast Du das am Anfang des threads schonmal geschrieben, aber was ist denn nach diesem System nochmal die Größenordnung, ab der man bei einem Titel von "liquide" spricht? (Ich finde das gerade nicht mehr.)
Grüße, Dayzz.
Wie läuft das mit dem SL im US Markt im Moment ab.
Sehe ich es richtig:
Die bestehenden SL sind nicht ausgelösst nachdem die Börse nicht aufgemacht hat ?
Sobald die Börse jetzt öffnet werden die SL gehandelt ?
besserweis
12.09.2001, 11:42
flu,
ein SL Order wird dann zur Marketorder (zumindest an Parkettbörsen an den elektronischen Handelsplätzen ist Dein Broker verantwortlich das die Order zur Marketorder wird) wenn der Kurs erreicht oder unterschritten ist.
Wo sind gestern Kurse gemacht worden die ein SL hätten auslösen können?!
Abwarten und Tee trinken. ;)
Gruß
bw
besserweis
18.09.2001, 18:10
Dann will ich mal noch ein bisschen weitersabbeln, weil ich angekündigt habe, etwas zum Thema commitment zu schreiben ich weiß nicht genau, ob mit dem was ich hier rüberbringen will jeder was anfangen kann, wenn nicht es ist bei dieser Strategie nicht so wichtig, aber vielleicht erklärt es ein bisschen warum der Sache viele so skeptisch gegenüber stehen.
Einfach übersetzt heißt commitment nix anderes als Verpflichtung.
Jetzt kommt ein kleine Übertragungsleistung, die man vollbringen muss, ja was hat commitment denn jetzt mit Börse und Aktienkäufen zu tun.
Dazu muss ich ein bisschen ausholen. Wenn ich eine Verpflichtung eingehe ist dies in der Regel damit verbunden, dass ich eine gewisse Verantwortung übernehme. Jemand oder etwas kann mich in diesem Fall auch für eine bestimmte Entwicklung verantwortlich machen.
Mit jeder Verpflichtung die ich eingehe, steigert sich der Grad des Unbehagens. Je unbekannter die Rahmenbedingungen sind desto stärker wird sich ein flaues Gefühl in der Magengegend breit machen. Man könnte auch sagen, evt. bekommt man Angst, gerade dann wenn etwas nicht von Anfang an so läuft wie man es sich beim eingehen der Verpflichtung vorgestellt hat. Wenn man dermaßen Emotionsgeladen jetzt anfangen soll rationelle Entscheidungen zu treffen kommt bei den meisten Leuten höchstens noch mal ein Zufallstreffer bei der Lösung von schwierigen Aufgaben heraus, die durch die Übernahme von Verpflichtungen nun mal auf einen zu kommen können.
Also wird es immer wieder so sein, dass man im großen und ganzen versucht einem unguten Gefühl auszuweichen. Es wird versucht z.B. mit einer Masse zu schwimmen, um Verantwortung zu verteilen oder man übernimmt erst gar keine Verantwortung.
Beim Aktienkauf kann man meiner Meinung nach diese Sache 1 zu 1 übertragen.
Mit dem Kauf gehe ich eine Verpflichtung ein.
Der häufigste Fehler der beim Kauf auftritt, ich versuche mit einer breiten Masse zu schwimmen, wäre ja an sich nicht so schlecht, aber wenn eine Masse von Investoren bereits vorhanden ist wer soll denn dann für Käufe sorgen die Kurssteigernd sind. Hier könnte man dem ersten Trugschluss aufsitzen.
Dadurch dass ich mich unbehaglich fühle wenn ich mich in Regionen vorwage die ich nicht so recht kenne, werden mir aber höchstwahrscheinlich die dicksten Dinger immer wieder durch die Lappen gehen.
Wenn ich jetzt noch den Takt Positionsgröße bzw. Kapitaleinsatz hinzunehme und hier in Bereiche gehe, wo ich vorher noch nie war, also Summen einsetzte, die ich noch nie