Vollständige Version anzeigen : Mit ein Grund warum ich Daytrader bin...
Enterlong
21.06.2001, 15:37
www.stern.de/sterntv/aktuell/2000/47/boersenduell.html (http://www.stern.de/sterntv/aktuell/2000/47/boersenduell.html)
Was die Amerikaner schon vor Jahren gemacht haben jetzt auch in Deutschland. :)
Ich weiß nicht was in 4 monaten sein wird aber ich weiß wo der markt basierend auf dem momentanen trend steht und kann mit einer gewissen warscheinlichkeit sagen wo er sich in die nächsten 10 bis 20 minuten hin bewegen wird.
so long
Hi!
Du sagst es :lol :lol :lol :lol :lol
Wenn man´s nicht sehen würde,man könnte es kaum glauben :lol:lol:lol:lol:lol
Grüße
Ist es nicht ein bisschen hektisch ?
Hi,
ich habe mal aus nem anderen Thread einige Comments von mir zusammenkopiert, die einiges bezüglich des Thread-Themas rüberbringen!
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Warum handle ich überhaupt an der Börse?
Ganz einfach! Mir macht das ganze Spass. Allerdings weniger das Handeln nach irgendwelchen heissen Tipps die irgendwie die Runde machen und mit etwas Pech zuletzt bei einem ankommen. Statt dessen will ich aktiv und direkt am Marktgeschehen teil haben. Was Analysten und irgendwelche Fachleute auf Witz-n-tv und co. meinen interessiert mich schon lange nicht mehr. Meist möchte ich mir meine eigenen Meinungen bilden - das dürfte aber wohl bei fast allen die in diesem Thread aktiv sind so sein nehme ich an. Wie war das doch gleich? Manipulation heisst das Spiel der Großen oder? Und das sollte man irgendwann checken oder gehörig nutzen aber nicht nachlaufen...nur wer selbstständig und konsequent agiert kann von dem was er macht überzeugt sein und nur das führt letztendlich zum Erfolg.
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Warum handle ich recht kurzfristig?
Es ist nicht, weil ich dann super-ultra-viel Geld scheffeln kann (nach dem Motto: jede noch so kleine Kursbewegung rigoros ausnutzen). Nein, es vielmehr weil bei der Sicherheitsaspekt quasi ganz oben steht weshalb ich große Verlust erst gar nicht entstehen lasse. Je kürzer der Zeithorizont ist, umso einschätzbarer ist die Situation. Und da habe ich lieber viele kleine Gewinne anstatt auf die nächste große 100%-Chance zu HOFFEN. Genau: Was doch viele an der Börse machen ist nur HOFFEN oder GLAUBEN. Von diesen beiden Punkten habe ich mich schon lange verabschiedet. Wichtig ist doch was man sieht und das muss man dann auch traden. Das funktioniert dann eigentlich auch ganz gut (nur macht mir eben manchmal fehlende Liquidität in Deutschland slebst bei großen Werten - ausgenommen DAX - zu schaffen).
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Im Normalfall richte ich mein Handeln nach bestimmten Regeln die auch vorschreiben irgendwann (im Normalfall eher zu früh als zu spät) die Reissleine zu ziehen. Dadurch habe ich zwar schon manches mal 1-2% Verlust hinnehmen müssen um dann mit ansehen zu müssen dass das ganze wieder erheblich dreht und ich mit 10-20% im Plus rausgekommen WÄRE. Nachdem ich aber genug Beispiele habe bei denen ich mehr als froh war rausgegangen zu sein (Extrembeispiel Intershop am Neuen Markt - da war ich auch mal bei 40 EUR drin und bin nach zahlreichen Gewinntrades dann doch mal mit Verlust raus - heute stehen die bei 5 EUR rum und haben an einem einzigen Tag -70% hingelegt bei 30 EUR rum). Es fällt halt doch leichter bei max -3% auszusteigen als bei -20%. Und genau das ist die Gefahr. Bei -20% sagen sich viele, das wird schon wieder. Und plötzlich ist man bei -50%, dann bei -60% usw. ... und irgendwann ist es einem egal - ganz nach dem Motto: jetzt rentiert es sich auch nicht mehr zu verkaufen (und aus einer kurzfristig geplanten Sache ist halt was langfristiges geworden). Das läuft dann 4 oder 5 mal so und schon kann man aufhören zu traden. Das Schlimme ist ja, dass viele wirklich bis zum letzten an ihrer nicht gerade bewährten Strategie festhalten anstatt hier etwas zu ändern. Die Folge ist möglicherweise die Pleite oder zumindest der Rückzug von der Börse (mit einer Erfahrung reicher die jedoch nicht genutzt wird).
Mir ist nur aufgefallen, dass (fast) jedes mal wenn ich mich nicht an meine Regeln gehalten habe und wieder einmal GEGLAUBT habe ich müsse Recht haben obwohl der Markt in die andere Richtung ging irgendein Mist passiert ist und gleich wieder -20% oder so, was wirklich die allerletzte Reissleine darstellt drin waren. Das wird und darf nicht mehr passieren. Diese kleinen Ausrutscher werde ich abstellen müssen (ist eigentlich schon geschehen ).
Interessant ist auch noch, dass ich seit dem ich Daytrading betreibe nicht etwa nervöser geworden wäre und ein unansprechbares Nervenbündel darstelle. Nein, das Gegenteil ist der Fall!! Seit dem ich kaum mehr Overnightpositionen habe kann ich relaxt die Nacht geniesen, kann morgen relaxt allem möglichen Nachgehen, muss mich nicht ständig mit Aktien beschäftigen. Ich tu es nur wenn mir danach ist - dann aber konzentriert und richtig und nicht so schnell mal Mittags ne Order aufgeben weil wieder irgendwer meinte "Du, der heisseste Tipp des Jahrhunderts, da kommt heute Nachmittag noch ne Meldung - da musst du JETZT ordern!" Ich habe gelernt: Wenn du diese Chance verpasst, dann kommt die nächste und die übernächste- jeden einzelnen Tag gibt es Unmengen von Chancen und nochmals Chancen, also keine Hektik und schon gar nicht Panik!
Zunächst habe ich viel FÜR die Börse aus meinen allgemeinen Einstellungen und Erfahrungen gelernt und dann habe ich viel auch für das tägliche Leben VON der Börse gelernt: Konsequentes Handeln, Flexibel sein, Innovativ sein, Relaxt sein (verbissen sein bringt nix), Planung ist wichtig aber man kann nicht alles bis ins kleinste Detail planen (ergo nicht enttäuscht sein wenn mal was nicht so klappt - lieber sich schnell was neues überlegen), nicht sprunghaft sein, Entschlussfreudig sein, Überzeugt sein vom eigenen Handeln, Ehrlich sich selbst gegenüber sein und noch vieles mehr...
Ich sags mal so: Wenn mir nicht ganz zu Beginn ein paar ganz doofe Sachen nach dem Motto "Aktie vom Handel ausgesetzt und dann bei -50% wieder in den handel gegangen" o.ä. (habe ich alles schon erlebt) passieren dann bin ich sehr zuversichtlich *grins* Das ganze muss langsam losgehen bis ein gewisses Ploster vorhanden ist - dann kann mit mehr Geld reingegangen werden was allerdings nicht automatisch höhere Risikobereitschaft heisst!!!
Es ist beispielsweise interessant, dass ich während die Börse nach unten ging die besten Gewinne gemacht habe (aber nicht etwa durch Shorten - das geht ja in Deutschland nicht) weil ich immer wieder bei jedem kleinsten Anzeichen mit Gewinn raus bin - ganz einfach weil ich mir bezüglich Hoffnungen einfach nix vorgemacht hatte. Ich wusste, die ganze Sache ist momentan verdammt hostil und du willst nicht mit nach unten gerissen werden. Und genau solch ein Überlebenswillen ist glaube ich irgendwo sehr wichtig (Börse ist Krieg) - ich kann nicht einfach wie bei nem 3D-Shooter abspeichern und den Trade immer wieder machen oder auch mal schauen ob der später nochmal nach oben geht. Ich muss meine Entscheidungen JETZT treffen und sie werden endgültig sein. Das gefährliche hierbei ist wohl, dass das kaufen vielen immer so verdammt leicht fällt (nach dem Motto: juhu ich habe mich getraut und jetzt geh bitte nach oben). Läuft es aber mal nicht so wie gehofft dann werden viele in die Realität zurückgerissen und ihnen fällt es wahnsinnig schwer (für viele ist es quasi unmöglich) zu verkaufen. Fazit: Zuerst Verkaufen lernen bevor man kaufen lernt!! Bei Daytradern gibt es aber auch den umgekehrten Fall, die Kaufhemmung (bin ich noch früh genug dran - passt das Signal wirklich). Und hier habe ich mich schon sehr oft geärgert weil ich mir selbst nicht ganz vertarut habe - das wird aber besser.
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cu
Seeker
...und natürlich wegen sowas (habe ich auch schon in nem anderen Thread gepostet, passt aber hier auch wunderbar):
Ich habe mal wieder was, das zeigt, dass die Börsen-Realität so ziemlich jeden Witz toppen kann - oder ist der Neue Markt ein Witz? :D
Als kleiner Hinweis vorweg: Met(a)box notiert momentan bei ca. 0,50 EUR. Das Ding hatte zwar mal nen Splitt erfahren, aber selbst vor dem Splitt war der max. Kurs bei ca. 200 EUR.
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Analysen - Neuer Markt
10.07.00
Metabox Kursziel 800 Euro
Brokerworld-Online
Für die Analysten von Brokerworld-Online ist die Aktie der Met@box AG (WKN 692120) ein klarer Kauf.
Der Aktienkurs habe die ersten 9 Monate meist unterhalb der Emissionspreises von 45 EUR notiert. Erst als das Unternehmen im April den ersten Großauftrag habe vermelden können, musste man den Set-Top-Boxen die Markttauglichkeit zusprechen. Mittlerweile habe das Unternehmen zwei weitere Großaufträge bekannt gegeben, die die Zukunftsperspektiven enorm verbessern könnten. Alleine das Volumen der drei gemeldeten Großaufträge würden sich auf insgesamt 2,8 Millionen Boxen belaufen und es sei davon auszugehen, dass weitere Aufträge in der Pipeline seien.
Die Set-Top-Boxen seien das Kerngeschäft von Metabox. Mittels dieser Boxen werde das Fernsehen via Telefonleitung internetfähig. Metabox sei aber mehr als nur eine Box! Die Phantasie liege in der neuen Unternehmensstrategie, so werde nicht mehr nur ein Einzelprodukt vertrieben, sondern eine schlüsselfertige e-Commerce-Komplettlösung, die eine zukünftige Plattform für interaktives TV darstellen solle. Dafür liefere die AG sämtliche Systembestandteile.
Beim aktuellen Stand der Dinge werde vom Researchteam für 2001 nun einen Umsatz von mindestens 500 Millionen EUR und einen Gewinn von mindestens 72 Millionen EUR erwartet. Unter Berücksichtigung der anstehenden Kapitalerhöhung und des geplanten Splits im Verhältnis 1:5 ergebe sich beim Kurs von 210 € für das Geschäftsjahr 2001 ein KUV von 1,22 und ein KGV von 8,43!
Nach einem Anstieg von über 400% seit April wirke die Aktie optisch mittlerweile teuer. Anleger sollten sich davon aber nicht irritieren lassen, denn fundamental sei die Aktie aufgrund der neuen Planzahlen nach wie vor massiv unterbewertet und verfügt auch weiterhin noch über erhebliches Potential. Zudem dürfte das bevorstehende Zweitlisting in London und die neue Generation der Metaboxen, welche im Herbst in den USA vorgestellt werden sollen, weitere positive Impulse bringen.
Das Papier sei ein klarer Outperformer werde Anlegern weiterhin zum Kauf empfohlen, das Kursziel werde auf 800 EUR erhöht, so das Researchteam.
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cu
Seeker
Seeker,
ein fabelhafter Beitrag!
Bravo, Seeker!
Alles, was Du über den Markt und die persönlichen Qualifikationen schreibts, kann ich nur unterstreichen.
Dummerweise weiß man theoretisch immer mehr, als man praktisch zu leisten im Stande ist. :mad:
Wenn DT für dich der beste Weg ist, dann ist es gut so.
Ich für michst momentan nix, weil ich irgendwie der Meinung bin, daß man Gewinne laufen lassen sollte,
Außerdem ist meine Timing oft hundsmiserabel. Aber das ist nicht so schlimm.
Was mir allerdings nicht ganz klar ist, ist was der Affe mit DT zu tun hat.
Entweder man versuchst mit Affenzucht, oder man erkennt, daß handeln mehr ist als Aktien-Raussuchen.
Wenn man Deine Überlegeungen auf einen etwas größeren Zeitrahmen ausweitet (paar tage-wochen), dann kann man auch dannach handeln.
Und wenn ich wähernd der Öffnungszeiten meinen Mittagsschlaf halten kann, dann kann ich auch mit offen Positionen übernachten. :D
good trades
cu
:smokin: