Moneygeil
12.12.2000, 10:35
Salve Aktienboarder,
das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird sich nach Einschätzung der Commerzbank im nächsten Jahr auf 2,8 Prozent von 3,0 Prozent in diesem Jahr abschwächen. Damit expandiere die Volkswirtschaft immer noch deutlich stärker als im Durchschnitt der vergangenen Jahre, sagte der Leiter der Commerzbank-Volkswirtschaft, Jürgen Pfister, am Dienstagabend in Frankfurt. Für die Euro-Zone rechnet er 2001 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,0 Prozent nach 3,5 Prozent. Beim Euro erwartet Pfister eine Trendwende mit deutlich steigenden Kursen und sieht die Gemeinschaftswährung Mitte 2001 bei 1,05 Dollar.
Am Dienstagvormittag kostete ein Euro knapp 0,88 Dollar.
Vor allem der private Konsum werde auf Grund der Auswirkungen der Steuerreform zulegen können, sagte Pfister mit Blick auf die deutschen Konjunkturaussichten. Der
Commerzbank-Volkswirt prognostiziert beim privaten Konsum einen Anstieg um 2,5 Prozent nach 2,0 Prozent im laufenden Jahr. Hinsichtlich der Euro-Entwicklung sagte Pfister, die sich deutlich abschwächende Konjunktur in den USA werde den Dollar belasten und den Euro stärken. Die Investitionen in den USA würden zurückgehen, eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed im kommenden Jahr sei wahrscheinlich. Pfister geht allerdings davon aus, dass es in den USA zu einer "weichen Landung" der Wirtschaft kommen wird. Die Chancen dafür stünden bei 60 bis 70 Prozent. Ein Rezessionsszenario in Form einer "harten" Landung sei dagegen wenig wahrscheinlich.
Der Euro sei auch mit einem zunächst erwarteten Kurs von
1,05 Dollar noch unterbewertet, sagte Pfister. Auch wenn ein Kurs von 1,10 Dollar möglicherweise den Export etwas bremsen könnte, sei der Aufschwung in der Euro-Zone dadurch nicht gefährdet.
In der Euro-Zone werde die Europäische Zentralbank die
Leitzinsen vor allem wegen der Inflationsgefahren weiter
anheben. Lohnerhöhungen und die sinkende Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone werde die Kerninflation - also ohne Energie und saisonale Lebensmittel - bis Ende 2001 an die Marke von 2,0 Prozent steigen lassen. Es könne noch eine oder sogar noch zwei Zinserhöhungen im kommenden Jahr geben. Im Oktober lag die Kerninflation in der Euro-Zone bei 1,5 Prozent. Der entscheidende Leitzins in der Euro-Zone beträgt derzeit 4,75 Prozent.
Die Steuerreform in Deutschland nannte Pfister einen
wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Allerdings seien die Signale, dass die Bundesregierung tatsächlich ein Ende des Reformstaus anstrebe, noch nicht deutlich genug.
Quelle: Commerzbank
Alors, Euer
Moneygeil
[Diese Nachricht wurde von Moneygeil am 12. Dezember 2000 editiert.]
das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird sich nach Einschätzung der Commerzbank im nächsten Jahr auf 2,8 Prozent von 3,0 Prozent in diesem Jahr abschwächen. Damit expandiere die Volkswirtschaft immer noch deutlich stärker als im Durchschnitt der vergangenen Jahre, sagte der Leiter der Commerzbank-Volkswirtschaft, Jürgen Pfister, am Dienstagabend in Frankfurt. Für die Euro-Zone rechnet er 2001 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,0 Prozent nach 3,5 Prozent. Beim Euro erwartet Pfister eine Trendwende mit deutlich steigenden Kursen und sieht die Gemeinschaftswährung Mitte 2001 bei 1,05 Dollar.
Am Dienstagvormittag kostete ein Euro knapp 0,88 Dollar.
Vor allem der private Konsum werde auf Grund der Auswirkungen der Steuerreform zulegen können, sagte Pfister mit Blick auf die deutschen Konjunkturaussichten. Der
Commerzbank-Volkswirt prognostiziert beim privaten Konsum einen Anstieg um 2,5 Prozent nach 2,0 Prozent im laufenden Jahr. Hinsichtlich der Euro-Entwicklung sagte Pfister, die sich deutlich abschwächende Konjunktur in den USA werde den Dollar belasten und den Euro stärken. Die Investitionen in den USA würden zurückgehen, eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed im kommenden Jahr sei wahrscheinlich. Pfister geht allerdings davon aus, dass es in den USA zu einer "weichen Landung" der Wirtschaft kommen wird. Die Chancen dafür stünden bei 60 bis 70 Prozent. Ein Rezessionsszenario in Form einer "harten" Landung sei dagegen wenig wahrscheinlich.
Der Euro sei auch mit einem zunächst erwarteten Kurs von
1,05 Dollar noch unterbewertet, sagte Pfister. Auch wenn ein Kurs von 1,10 Dollar möglicherweise den Export etwas bremsen könnte, sei der Aufschwung in der Euro-Zone dadurch nicht gefährdet.
In der Euro-Zone werde die Europäische Zentralbank die
Leitzinsen vor allem wegen der Inflationsgefahren weiter
anheben. Lohnerhöhungen und die sinkende Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone werde die Kerninflation - also ohne Energie und saisonale Lebensmittel - bis Ende 2001 an die Marke von 2,0 Prozent steigen lassen. Es könne noch eine oder sogar noch zwei Zinserhöhungen im kommenden Jahr geben. Im Oktober lag die Kerninflation in der Euro-Zone bei 1,5 Prozent. Der entscheidende Leitzins in der Euro-Zone beträgt derzeit 4,75 Prozent.
Die Steuerreform in Deutschland nannte Pfister einen
wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Allerdings seien die Signale, dass die Bundesregierung tatsächlich ein Ende des Reformstaus anstrebe, noch nicht deutlich genug.
Quelle: Commerzbank
Alors, Euer
Moneygeil
[Diese Nachricht wurde von Moneygeil am 12. Dezember 2000 editiert.]