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Vollständige Version anzeigen : Kapitallebensversicherung vorzeitig kündigen - sinnvoll?


Wolfgang F.
25.11.2004, 17:45
Hallo,

das klingt vielleicht etwas doof. Aber es gibt hier ja immer wieder
einige experten, die sagen, dass eine Kapitallebensversicherung
sinnlos ist und nur dem Bänker fette Provisionen einspielt.

Ich hatte vor einem Jahr eine abgeschlossen. Macht es Sinn, dass ich
die jetzt vorzeitig kündige? oder ist es dafür zu spät?

Kann man eine Kapital-LV auch mal für eine Sicherheit bei einem
Darlehen hernehmen?
Wenn ja, wieviel % von der geschätzten Auszahlungssumme kann man als
Darlehen bekommen? oder lassen die Banken sich nicht auf das Spiel mit
der geschätzten Auszahlungssumme ein, verkaufen das aber so, als ob
man die ja auch bekommen soll.

danke für eure Antwort
Wolfgang

Markus Holzapfel
25.11.2004, 19:14
Matthias Frank <frank@mach.fh-kl.de> schrieb:

> "Wolfgang F." schrieb:
>
>> Ich hatte vor einem Jahr eine abgeschlossen. Macht es Sinn, dass ich
>> die jetzt vorzeitig kündige? oder ist es dafür zu spät?
>
> Seit wann läuft sie und wie lange noch?
> Grundsätzlich, eine ansprechende Rendite bekommt man nur
> wenn man bis zum Ende durchhält.
> Wenn du jetzt z.b. in der Mitte bist und keine finanziellen Problem hast
> würd ich durchhalten,den Verlust holst du mit nix anderem raus

Kaum vorstellbar, daß er eine LV über eine Laufzeit von 2 Jahren
abgeschlossen hat.

SCNR,
Markus
--
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Don Smeagle
25.11.2004, 19:14
"Wolfgang F." <fpsmail_nospam@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:2dff4434.0411250830.53336fc1@posting.google.c om...
> Hallo,
>
> das klingt vielleicht etwas doof. Aber es gibt hier ja immer wieder
> einige experten, die sagen, dass eine Kapitallebensversicherung
> sinnlos ist und nur dem Bänker fette Provisionen einspielt.

Doof klingt eigentlich nur, dass du dich von solchen Argumenten so
beeinflussen lässt
das du eine Entscheidung, die du vor einem Jahr gemacht hast, jetzt
widerufen willst.
Es muss ja einen Grund gegebn haben, warum du abgeschlossen hast.

wenn diese Gründe für dich nicht mehr gelten, und du nach Alternativen
Geldanlagen suchen möchtetst
ist das ja ok, denn jeder entscheidet sich mal falsch.

>
> Ich hatte vor einem Jahr eine abgeschlossen. Macht es Sinn, dass ich
> die jetzt vorzeitig kündige? oder ist es dafür zu spät?

Kommt drauf an. Kündigen kannst du jederzeit. Das geld ist aber
höchstwahrscheinlich komplett weg.
wenn du es verschmerzen kannst, ist es OK
wenn nicht, denk mal über eine reduzierung auf den mindetbeitrag und e ine
Laufzeitverkürzung auf 12 Jahre nach

>
> Kann man eine Kapital-LV auch mal für eine Sicherheit bei einem
> Darlehen hernehmen?

welche Sicherheit?
-Als Tilgungsersatz?
Geht grundsätzlich meist nur bei Baudarlehen, für normale
Konsumentendarlehen (bis zu 6 Jahre) ist die Laufzeit (mind. 12 Jahre) zu
lang
Als Sicherheit falls dir was passieren sollte während der Darlehensphase?
YEPP geht immer

> Wenn ja, wieviel % von der geschätzten Auszahlungssumme kann man als
> Darlehen bekommen? oder lassen die Banken sich nicht auf das Spiel mit
> der geschätzten Auszahlungssumme ein, verkaufen das aber so, als ob
> man die ja auch bekommen soll.

Siehe Punkte oben und wenn Baudarlehen kommt es drauf an ob der Vertrag
Fondsgebunden, fondorientiert oder klassisch unterlegt ist.
Bei klassischen lassen sich die meisten Gesellschaften auf die aktuelle
Kalkulation der VU ein (schlimmer kann es ja auch kaum noch kommen)
bei den fondorientierten und den "reinen" Fondspolicen wird selten ein
Vertrag mit einer höheren Wertentwicklung wie 6-8% für die unterlegten Fonds
akzeptiert.

>
> danke für eure Antwort
> Wolfgang

Matthias Frank
25.11.2004, 19:14
"Wolfgang F." schrieb:

> Ich hatte vor einem Jahr eine abgeschlossen. Macht es Sinn, dass ich
> die jetzt vorzeitig kündige? oder ist es dafür zu spät?

Seit wann läuft sie und wie lange noch?
Grundsätzlich, eine ansprechende Rendite bekommt man nur
wenn man bis zum Ende durchhält.
Wenn du jetzt z.b. in der Mitte bist und keine finanziellen Problem hast
würd ich durchhalten,den Verlust holst du mit nix anderem raus
MFG
MAtthias

>
>
> Kann man eine Kapital-LV auch mal für eine Sicherheit bei einem
> Darlehen hernehmen?
> Wenn ja, wieviel % von der geschätzten Auszahlungssumme kann man als
> Darlehen bekommen? oder lassen die Banken sich nicht auf das Spiel mit
> der geschätzten Auszahlungssumme ein, verkaufen das aber so, als ob
> man die ja auch bekommen soll.
>
> danke für eure Antwort
> Wolfgang

Don Smeagle
26.11.2004, 08:45
"Emil Naepflein" <Emil.Naepflein@philosys.de> schrieb im Newsbeitrag
>
> Macht es Sinn schlechtem Geld noch weiteres hinterher zu werfen?

generell nein.
geht hier nur um Schadenbegrenzung und eine alternative zm Totalverlust den
der OP bei einer Kündigung hätte

>
> Welchen Sinn macht Dein Vorschlag wenn die Provision für die
> ursprüngliche Ablaufsumme bezahlt wurde?

wenn es so wäre, gebe ich dir recht
woher nimmst du die Information? (die übrigens falsch ist)

>
> Die Provision zahlt er in den ersten 2-3 Jahren ab. Entweder kündigt er
> noch jetzt oder er ringt sich durch bis zum Schluß durchzuhalten.

aha du bevorzugst also die "schwarz-weiß-Taktik"
ich wollte dem OP die Farbe GRAU vorstellen ;-)

Don Smeagle
26.11.2004, 13:45
"Emil Naepflein" <Emil.Naepflein@philosys.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ln5eq0llglm1dq3a2r4ei12cd25ar0rl3s@4ax.com...
> "Don Smeagle" <Don_Smeagle@gmx.de> wrote:
>
> > >
> > > Die Provision zahlt er in den ersten 2-3 Jahren ab. Entweder kündigt
er
> > > noch jetzt oder er ringt sich durch bis zum Schluß durchzuhalten.
> >
> > aha du bevorzugst also die "schwarz-weiß-Taktik"
> > ich wollte dem OP die Farbe GRAU vorstellen ;-)
>
> Nein, Du stellst ihm die Farbe tiefschwarz vor. ;-)

ist übrigens keine Farbe ;-)

>
> Wenn er jetzt sofort kündigt dann zahlt er nicht noch 1-2 weitere Jahre
> für die Provision sondern kann das Geld anderweitig anlegen.

was ist daran schlimm, wenn er Geld für Provisionen ausgibt, wenn unterm
strich
nachher für Ihn der Vertrag, den er abgeschlossen hat, von der Rendite her
stimmt

ausserdem ist deine Aussage, das die Provision des ursprünglichen Vertrages
zugrunde gelegt wird falsch.

Was du ihm empfiehlst ist der "Total-verlust"

Markus Pfefferle
26.11.2004, 14:15
Wolfgang F. wrote:
> das klingt vielleicht etwas doof. Aber es gibt hier ja immer wieder
> einige experten, die sagen, dass eine Kapitallebensversicherung
> sinnlos ist und nur dem Bänker fette Provisionen einspielt.

Klar. Weil diese Experten dann meistens dir etwas anderes anbieten werden,
wofür sie dann fette Provisionen einkassieren können.

> Ich hatte vor einem Jahr eine abgeschlossen. Macht es Sinn, dass ich
> die jetzt vorzeitig kündige? oder ist es dafür zu spät?

Eine KLV zu kündigen ist auf alle Fälle mit Verlusten für dich verbunden, da
der Versicherer dich hier zu einem gewissen Maße an seinen
"Einnahmeausfällen" beteiligen wird - ist bei Krediten mit fester Laufzeit
auch nicht anders.

> Kann man eine Kapital-LV auch mal für eine Sicherheit bei einem
> Darlehen hernehmen?

Das muss im Einzelfall die Bank entscheiden - aber das geht auf keinen Fall
wenn sie arbeitgeberfinanziert ist. Dann hast du von staatlicher
Unterstützung (Pauschalbesteuerung durch den Arbeitgeber) profitiert, die
der Staat von dir knallhart wieder zurück fordern würde, wenn du deine
Altersvorsorge "verspielst".

Ich halte ein KLV durchaus für sinnvoll, wenn man tatsächlich jemanden
absichern möchte und gleichzeitig eine von Arbeitgeber und Staat
subventionierte Altersvorsorge abschließen möchte.

Eine KLV auf eigene Rechnung - also ohne Arbeitgeberfinanzierung -
abzuschließen, ist hingegen schon genau zu durchleuchten. Es ist eben nichts
anderes als eine festverzinste Kapitalanlageform mit fester Laufzeit,
Risiko-Lebensversicherung, Überschussbeteiligung und meist unbekanntem
Verwaltungsanteil für den Versicherer *schulterzuck*