Vollständige Version anzeigen : Indexfonds und S&P Rating
Jan-Marcus Müller-Onken
30.11.2004, 09:15
Wie kommt es eigentlich, dass Indexfonds in den S&P ratings eigentlich nie
mehr als 2 Sterne holen, wenn doch die indices in 90% der Fälle besser
abscheneiden als die gemanagten Fonds?
Gruss J.
--
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Johannes Schr?der
01.12.2004, 11:44
> Wie kommt es eigentlich, dass Indexfonds in den S&P ratings eigentlich nie
> mehr als 2 Sterne holen, wenn doch die indices in 90% der Fälle besser
> abscheneiden als die gemanagten Fonds?
S&P hat andere Bewertungsmaßstäbe:
hier (http://www.mdr.de/geldanlage/fonds/122728-hintergrund-122521.html):
Üblicherweise wird die Wertentwicklung eines Fonds anhand des
Gesamtertrages, der über einen bestimmten Zeitraum erzielt wurde,
ermittelt. Die traditionelle Methode betrachtet die Komponenten Risiko
und Ertrag als eine Einheit, d.h. sie nimmt an, dass jede
Ertragserhöhung einen proportionalen Anstieg des eingegangenen Risikos
(Schwankungsbreite der Volatilität)nach sich zieht. Auf diese Weise
können solche Fonds innerhalb eines Sektors ganz oben in den
Ranglisten stehen, die größere Risiken als der Durchschnitt des
Sektors eingegangen sind.
Deshalb verwendet Standard & Poor's eine andere Betrachtungsweise der
vergangenen Wertentwicklung: Eine Berechnungsmethode, die diejenigen
Fonds an die oberen Stellen der Ranglisten befördert, die relativ zum
Vergleichsumfeld eine begrenzte Volatilität und eine stetig
ansteigende Wertentwicklung aufweisen. Dazu wird nicht die reine
Performance, sondern die Kontinuität der Wertentwicklung innerhalb des
Betrachtungszeitraums prämiert. Die Fonds erhalten so genannte Fund
Stars (Fonds-Sterne) für diese Eigenschaft.
Zunächst berechnet Standard & Poor's die sogenannte relative
Wertentwicklung. Sie errechnet sich aus der Wertentwicklung des Fonds
vermindert um diejenige des Vergleichsumfeldes. Ein einfaches Beispiel
macht dies deutlich: Steigt der zu betrachtende Fonds in einem Monat
um sechs Prozent und der Sektordurchschnitt um vier Prozent, liegt die
relative Wertentwicklung bei zwei Prozent. Diese Zahl wird für die
letzten 36 Monate berechnet und daraus der Durchschnitt gebildet.
Danach wird mittels statistischer Verfahren die relative
Wertentwicklung ins Verhältnis zur Volatilität gesetzt und so eine
Kennzahl gewonnen, mit der man genau sagen kann, wie viel Fonds-Sterne
ein Investmentfonds bekommt. Danach fällt der Vergleich ziemlich
einfach - nach dem Motto: Fünf Sterne sind besser als einer.
************************************************** ***
und da: http://www.fundresearch.de/berichte/berichte_detail.asp?berichtNr=85358&RubrikNr=476
Jan-Marcus Müller-Onken
01.12.2004, 23:45
Johannes Schr?der wrote:
> S&P hat andere Bewertungsmaßstäbe:
>
> hier (http://www.mdr.de/geldanlage/fonds/122728-hintergrund-122521.html):
>
--schnipp
> ein Investmentfonds bekommt. Danach fällt der Vergleich ziemlich
> einfach - nach dem Motto: Fünf Sterne sind besser als einer.
Danke für die Klarheit.
J.
--
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