Jaakob Kind
30.11.2004, 23:15
Mike Dalhaus schrieb:
>
> Da in Deutschland immer mehr Bankkonten von Behörden wie der Polizei
> oder Finanzämter abgefragt werden können, ist es doch naheliegend, das
> Geld dort anzulegen, wo solche Abfragen nicht möglich sind - im Ausland.
>
> Dies ist vollkommen legal und dort legt sich das Geld viel besser an als
> in Deutschland, zumal es unter Umständen dort nicht einmal eine
> Quellensteuer gibt.
Es ist legal, wenn du die Erträge in Deutschland angibst. Und wenn du
das tust, dann stört dich die Quellensteuer eh nicht. Deshalb ist es
nicht ganz konsequent, was du da formulierst. Man könnte versucht sein
zu glauben, du fragest nach Tipps zur Steuerhinterziehung.
>
> Doch wie bekommt man dieses Geld wieder zurück nach Deutschland?
> Man liest und sieht im Fernsehen allzu skuriler Sachen.
>
> Es scheint wirklich Leute zu geben, die fahren mal eben in die Schweiz,
> holen einen schlappen 6 stelligen Betrag von ihrem Konto dort ab, und
> fahren mit diesem Bargeld hübsch wieder nach Deutschland, wo sie dann
> auf der Autobahn vom deutschen Zoll aufgegriffen werden - Pech.
Wenn sie beim Zoll den sechsstelligen Betrag angeben, dann gibt es
keinen Ärger. Vielleicht später mal Fragen vom FA, wenn das Vermögen so
gar nicht zu den Steuererklärungen passen will.
>
> Das ist ja alles ausgesprochen legal.
> Man darf soviel von seinem Vermögen mit sicher herumtragen, wie man
> will.
Klar. Nur muss man inzwischen dem Zoll ab einer gewissen Menge sagen,
wieviel man mit sich herumträgt. Tut man das nicht und der Zoll findet
was, hat man ein Problem.
> In Wahrheit muss der deutsche Zoll nicht annehmen, dass einem das Geld
> nicht gehört und man muss auch niemanden Rechenschaft darüber ablegen,
> woher das Geld stammt, es ist halt eigenes Vermögen.
Der Zoll glaubt dir doch, dass es dein Geld ist. Sonst würde er ja kaum
dein FA verständigen (wenn der Prozess denn so läuft).
>
> Aber was macht der Zoll dann?
> Der Zoll scheint das zuständige Finanzamt zu verständigen. Na und?
> Das ist halt jahrelang Erspartes, was nicht in Deutschland angelegt war.
>
> Erträge wurden in Deutschland versteuert, das ist halt in der Summe
> drin, die man in der Einkommenssteuererklärung angegeben hat.
Wenn du genug versteuerst, mag das angehen.
> Was kann da das Finanzamt überhaupt tun?
Mehr als du vermutlich glaubst.
> Die können doch nicht einfach behaupten, das sei Schwarzgeld und nicht
> versteuert.
So einfach werden die sich das sicher nicht machen. Aber vielleicht
wollen sie ja die Erträge mal einzeln vorgerechnet bekommen. Mit der
neuen Kontenevidenzzentrale kennen sie schon mal die deutschen Konten.
Und wenn die erklärten Erträge nur so hoch sind, wie die Erträge der
deutschen Konten, wirkt die obige Aussage nicht plausibel.
>
> Kennt jemand solche Fälle und weiß, wohin die geführt haben?
Das ist alles mal so spekuliert. Praktische Erfahrungen habe ich da
nicht.
Viele Grüße
Jaakob
>
> Da in Deutschland immer mehr Bankkonten von Behörden wie der Polizei
> oder Finanzämter abgefragt werden können, ist es doch naheliegend, das
> Geld dort anzulegen, wo solche Abfragen nicht möglich sind - im Ausland.
>
> Dies ist vollkommen legal und dort legt sich das Geld viel besser an als
> in Deutschland, zumal es unter Umständen dort nicht einmal eine
> Quellensteuer gibt.
Es ist legal, wenn du die Erträge in Deutschland angibst. Und wenn du
das tust, dann stört dich die Quellensteuer eh nicht. Deshalb ist es
nicht ganz konsequent, was du da formulierst. Man könnte versucht sein
zu glauben, du fragest nach Tipps zur Steuerhinterziehung.
>
> Doch wie bekommt man dieses Geld wieder zurück nach Deutschland?
> Man liest und sieht im Fernsehen allzu skuriler Sachen.
>
> Es scheint wirklich Leute zu geben, die fahren mal eben in die Schweiz,
> holen einen schlappen 6 stelligen Betrag von ihrem Konto dort ab, und
> fahren mit diesem Bargeld hübsch wieder nach Deutschland, wo sie dann
> auf der Autobahn vom deutschen Zoll aufgegriffen werden - Pech.
Wenn sie beim Zoll den sechsstelligen Betrag angeben, dann gibt es
keinen Ärger. Vielleicht später mal Fragen vom FA, wenn das Vermögen so
gar nicht zu den Steuererklärungen passen will.
>
> Das ist ja alles ausgesprochen legal.
> Man darf soviel von seinem Vermögen mit sicher herumtragen, wie man
> will.
Klar. Nur muss man inzwischen dem Zoll ab einer gewissen Menge sagen,
wieviel man mit sich herumträgt. Tut man das nicht und der Zoll findet
was, hat man ein Problem.
> In Wahrheit muss der deutsche Zoll nicht annehmen, dass einem das Geld
> nicht gehört und man muss auch niemanden Rechenschaft darüber ablegen,
> woher das Geld stammt, es ist halt eigenes Vermögen.
Der Zoll glaubt dir doch, dass es dein Geld ist. Sonst würde er ja kaum
dein FA verständigen (wenn der Prozess denn so läuft).
>
> Aber was macht der Zoll dann?
> Der Zoll scheint das zuständige Finanzamt zu verständigen. Na und?
> Das ist halt jahrelang Erspartes, was nicht in Deutschland angelegt war.
>
> Erträge wurden in Deutschland versteuert, das ist halt in der Summe
> drin, die man in der Einkommenssteuererklärung angegeben hat.
Wenn du genug versteuerst, mag das angehen.
> Was kann da das Finanzamt überhaupt tun?
Mehr als du vermutlich glaubst.
> Die können doch nicht einfach behaupten, das sei Schwarzgeld und nicht
> versteuert.
So einfach werden die sich das sicher nicht machen. Aber vielleicht
wollen sie ja die Erträge mal einzeln vorgerechnet bekommen. Mit der
neuen Kontenevidenzzentrale kennen sie schon mal die deutschen Konten.
Und wenn die erklärten Erträge nur so hoch sind, wie die Erträge der
deutschen Konten, wirkt die obige Aussage nicht plausibel.
>
> Kennt jemand solche Fälle und weiß, wohin die geführt haben?
Das ist alles mal so spekuliert. Praktische Erfahrungen habe ich da
nicht.
Viele Grüße
Jaakob