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Vollständige Version anzeigen : Frage zu Optionsscheinen


Coyote
23.11.2000, 18:09
Hi,

ich hätte mal eine Frage. Ich habe in der letzten Zeit einen
Optionsschein auf Ariba verfolgt. Der ist inzwischen auf 0,01 angelangt. Tiefer kann er ja nicht mehr fallen. Angenommen Ariba würde noch auf 60$ fallen. Irgendwann hat Amerika dann auch mal einen neuen Präsidenten und es geht wieder aufwärts. Meine Frage ist, ob der Optionsschein bei Kurssteigerungen wieder mitgeht oder ob er erst einmal bei 0,01 bleibt???

Grüße Coyote http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/mexican-bandit.gif

huch
26.11.2000, 21:47
Also, wenn er nicht knapp vor dem Auslaufen ist, kann er schon steigen.
Man kann die Frage besser beantworten, wenn Du mal die WKN postest.

Tschüss
huch

Moneygeil
27.11.2000, 11:22
Hallo,

sehr wichtig ist wie weit der Optionsschein vom Kurs des Basisobjekts entfernt ist. Wie lange der Restlaufzeit ist etc. danach kann ein Optionsschein steigen, denn wichtig ist nach wie vor die Nachfrage, die bestimmt den Kurs mit!
Am besten mal die WKN angeben!

Alors,
Moneygeil

Blues
01.12.2000, 22:39
Sorry Moneygeil, dass ich dir widersprechen muß aber die Nachfrage bestimmt nicht den Kurs eines O-Scheines!

Gruß Blues

Morgan
01.12.2000, 22:57
Nun in gewisser Weise wohl schon... Ohne Nachfrage keine Kurse, oder? Und wenn der Schein schon ewig weit aus dem Geld ist und bald ausläuft, werden sich nicht mehr viele Händler finden, die das gute Stück kaufen.http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/biggrin.gif Kommen Kurse zustande, sollte der Kurs des Scheins (mal ganz platt gesagt) sich mit dem Basisinstrument verändern. Jedoch nur, wenn nicht zuweit aus dem Geld + Laufzeit nicht zu kurz.

@Blues: hast du im Moment einen Euro-Call, den du empfehlen kannst?

Grüße Morgan

Blues
02.12.2000, 11:59
Hallo Morgan,

Euro/Call WKN: 665178 (DB) Strike 0,90 LFZ: 01.06.01

Ja, und ich muß euch leider weiter widersprechen.

Bei derzeit ca 15.000 gelisteten Scheinen bleibt kaum noch zeit auf die Gegenorder zu warten (Angebot und Nachfrage), stattdessen wird der Auftrag über die von dem Emittenten zur Verfügung gestellten elek. Handelssysteme direkt an die Banken weitergeleitet und ausgeführt. Dass Handelsvolumen für die Liquidität von O-Scheinen hat keine Bedeutung. Der Emittent stellt die An- und Verkaufskurse, ob es dabei kleine große oder gar keine Handelsvolumina ist völlig egal.

Leider beurteilen auch immer noch viele Bankberater O-Scheine nach dem gehandelten Volumen, deshalb werden Kunden falsch beraten (nach dem Motto es sind keine Kurse gestellt worden, besser nicht kaufen). Dies kommt meist dadurch zustande, da sich der jew. Bankberater sich nur nach den gehandelten Kursen an den Börsenplätzen richtet.

Wichtig der Anleger sollte sich einfach die direkte Preisstellung der Emis anschauen und einfach seine Order aufgeben. Fast alle Emis veröffntlichen mittlerweile ihre Kurse auf eigenen Internetseite´n.

Richtig ist, dass sich ein Schein gegen Ende der LFZ und wenn dann noch weit aus dem Geld ist nicht mehr nach oben bewegt, auch wenn der Kurs des Underlyings steigen sollte, dies hängt zum einen mit dem inneren Wert des Scheines und zum anderen am rapide zum Schluß hin einsetzenden Zeitwertverlust zusammen.

Gruß Blues

Gordon Gecko
03.12.2000, 15:34
Hi Blues, was Du da schreibst ist neu für mich. Kannst Du mir derartige Seiten nennen?

Also ich lernte in meiner Banklehre auch, dass das Handelsvolumen eines OS sehr wichtig ist, da andernfalls ein nicht-loswerdens des Scheins durchaus im Bereich des möglichen liegt.
Aussage war stets: Ein OS schwankt um seinen rechnerischen Wert, gesteuert von Angebot und Nachfrage.
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Enittenten die Scheine in Kleinstmengen zurückkaufen. Áußerdem: Wie fair sind denn die gestellten Kurse.

Also Blues, ich lasse mich gerne belehren wenn das nicht so sein sollte, wie oben beschrieben, schließlich bin ich ja kein OS-Spezi.

Gruß Gecko

Blues
03.12.2000, 16:25
Hi Gecko,
www.warrants.com (http://www.warrants.com)


Grüße Blues

Blues
03.12.2000, 19:29
und noch als Ergänzung:

Alle wichtigen Emissionshäuser schaffen selbst einen Markt, indem sie sich verpflichtet haben für die Scheine die Funktion des Market Maker zu übernehmen und dadurch einen immer funktionierenden Sekundärmarkt zu schaffen.
D.h., das die meisten (eigentlich alle bekannten) Emittenten für die von ihnen ausgegebenen Scheine während der gesamten LFZ einen liquiden Sekundärmarkt(Market Marking) bereitstellen.

Das bedeutet für den Anleger: Die Emissionshäuser verpflichten sich jedes Kauf -und Verkaufsangebot zu bedienen, täglich einen Kurs festzusetzen und zu publizieren und somit für den jew. Investor einen Markt zu formen.
Da der Investor den Kauf bzw. verkauf von O-Scheinen i.d.R. über eine Bank bzw. einen DirectBroker abwickelt, merkt er von dieser Konstellation nichts.

Noch Fragen??

zu weiteren Fragen stehe ich gerne in 2 Wochen (bin jetzt leider beruflich weg) wieder zu Verfügung,
oder über E-Mail: SEinetagur@t-online.de


Grüße Blues

Moneygeil
04.12.2000, 09:38
Hallo Blues,

so nun mal alles zur Aufklärung, ich habe geschrieben daß das Volumen den Kurs mitbestimmt nicht das es alleine davon abhängt.

Dann zu Deiner Aussage über den Emittent:
Der Emittent stellt die An- und Verkaufskurse, ob es dabei kleine große oder gar keine Handelsvolumina ist völlig egal.
Dies stimmt so nicht ganz, Emissionshäuser die Optionsscheine ausgeben sind verpflichtet, die Scheine auch wieder einzulösen. Sie sind dabei an die Entscheidung des Optionsscheininhabers gebunden. Sie sind dafür verantwortlich dass Käufe und Verkäufe jederzeit möglich sind. Findet sich kein Käufer, so sollte die Emissionsbank einspringen. Auch dürfen die Kurse nicht von ihrem fairen Wert abweichen!
Und wie entsteht ein Kurs?? Alleine vom Hebel, der Laufzeit etc. ???
Die Börse ist ein MARKT, folglich verhält sie sich auch danach. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Man kann Sie praktisch mit einem Wochenmarkt vergleichen. Mit einem Unterschied: Es werden keine physischen Gegenstände gehandelt, d. h. es wird nicht mit greifbaren Produkten gehandelt. Kein Börsianer schleppt Tausende von Optionsscheinen mit sich herum und verkauft bzw. kauft diese sondern die Transaktionen werden nur virtuell durchgeführt. Die Verbuchung dieser Transaktionen erfolg dabei auf Konten. Die Preisfindung erfolgt jedoch ähnlich wie auf dem Wochenmarkt. Die Makler sind bemüht, den größtmöglichen Umsatz der jeweiligen Optionsscheine zu erreichen. Es wird folglich der Preis festgesetzt, wobei dei meisten Kauf- bzw. Verkaufsaufträge ausgeführt werden können. So erfolgt die Preisfestsetzung nach dem Kurs nicht durch die Emmissionsbank!

Alors, Euer
Moneygeil