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Vollständige Version anzeigen : Welche Art von gleitendem Durchschnitt ist zu verwenden?


LuckyTrader
14.08.2005, 10:46
Ich weiß, das Thema wurde schon 1000 mal behandelt. Ich poste dieses Beispiel für denjenigen, der meint, den Gleitenden Durchschnit als Unterstützung/Widerstand oder gar Anziehungspunkt (GD200) zu sehen. Ich hoffe die Mehrheit der Marktteilnehmer haben sich für eine Methode entschieden, und zwar der "einfachen GD" oder SMA. Ansonsten kann man diese Aussagen über GD´s getrost "in die Tonne kloppen" (siehe unten).
Welche "Linien" seht Ihr da als Unterstützung/Widerstand o.ä? Bei der Sache gibt´s halt eine Interpretationsbandbreite von ca. 150 Punkten. (nicht gerade wenig).


http://www.charttec.de/resource/charts/n_009.png

gnki
14.08.2005, 11:42
wichtig ist nicht welchen man wählt, sondern dass man immer den
gleichen benutzt und sich nichts im nachhinein vormacht

plasir
14.08.2005, 23:30
LuckyTrader, du siehst das etwas undifferenziert.
Das Bild wurde von Charttec eingeunden, den ich als Kollegen schätze.
Ich weiss jetzt nicht, in welchem Zusammenhang er es gepostet hat.

Aber aus dem Bild + Einstellungen folgendes:
1) 50GD ist für die Amis angesagt (nicht 38)
2) dann der Zeithorizont: klar ist es undifferenziert und ermöglicht viel Spielraum, aber man muss die GD's für geringere Bandbreite entspr. des kurzfr. Zeithorizonts auch anpassen
3) Standard GD (arihtmetisch): damit liegt man meistens auf der sicheren Seite. Wer aber optimieren will, kann u. sollte expo/gew. GD's miteinbeziehen

" sondern dass man immer den gleichen benutzt"
Man sollte aber zur Kenntnis nehmen, wenn er nicht mehr enstpr. Signale liefert. Bestehende Systeme müssen ständig überprüft werden.

LuckyTrader
15.08.2005, 17:28
@plasir
jo, chartec ist eine 1A Seite. Da stehen viele gute tipps.
Das mit den GD´s leuchtet mir schon ein, daß man die Parameter ändern sollte/muß. Meistens laß ich den GD durch den Optimierer laufen. Der findet dann schon automatisch die richtige "Frequenz".

Mir leuchtet nur nicht ein warum z.B: ein GD(200) als Widerstand oder Unterstützungslinie fungieren soll, oder das dieser GD sogar die Kurse anziehen soll, u.s.w. Ich meine wenn man sich das anschaut, mag das vielleicht meistens zutreffen, ich sehe aber keinen objektiven Zusammenhang zwischen der GD-Formel und diesen Vorkommnissen. Das ist schon irgendwie "strange".
Gruss
:)

Big AL
03.10.2005, 20:04
@Luckytrader


Ich antworte dir hier auf deine GD-Frage:


1) GDs können einen Widerstand/Support bilden, müssen aber nicht. Hängt von der individuellen Konfiguration ab. Es gibt also keinen heiligen Gral in der Beachtung von gleitenden Durchschnitten!

2) Mal passen SMA, mal passen EMA zu einem Wert in einer gewissen Phase besser, siehe hier: http://www.aktienboard.com/vb/showthread.php?t=88574

3) Self fulfilling prophecy ist es nur dann, wenn genügend Leute an einer solchen Chartmarke daran glauben, dass sie hält. Denn dann überwiegt automatisch der Druck in die entsprechende Richtung. Du musst also erkennen können, ob eine GD für die Kursbewegung entscheidend ist oder nicht. Nur dann kannst du mit ihr handeln.

4) Es gibt "wichtige" GD-Marken, d.h. z.B. GD200, GD100, GD50 und GD20 werden von der Masse beachtet. Es bringt daher nichts einen GD384 anzuschauen.

5) Um auf dein Beispiel oben einzugehen: Es gibt Werte, die halten sich nicht erkennbar an irgendeine GD. Das muss auch nicht zwingend der Fall sein. V. a. bei Indizes sind GD-Entscheidungen oftmals trügerisch (=zu viele Fakes).

jetzgehtslos
03.10.2005, 20:48
Hi Luckytrader,

man muß sich wohl über eines im Klaren werden, bevor man überhaupt Charts & Co. verwendet.

Jede Darstellungsform ob Candles, Bars, Indikatoren ... ist dazu da die Informationen leichter zu verarbeiten und einordnen zu können. Aber jede dieser Formen hat seine Fehler. Perfektion wird es nie geben können.

Mit den reinen Kursen wären aber wohl fast alle überfordert.

Ich persönlich könnte auf GDs nur schwer verzichten.

Ciao
jgl

LuckyTrader
03.10.2005, 21:14
Danke @BigAl und @jetztgehtslos. Das sind gute Antworten! (Pöngen klappt aus technischen Gründen irgendwie nicht. Wird aber nachgeholt.)

Ich werde es jetzt folgendermaßen handhaben:

Im Langfristchart die GD´s mit den Standardeinstellungen (20,50,100,200) kurz überfliegen um einschätzen zu können, welcher GD sich evtl. als support/resistance oder rebounder am Naheliegensten eignet/geeignet hat.

Grüße
:)


PS: hauptsächlich halte ich mich meistens sowieso nur an horizontale support/resistancelinien und trade Ausbrüche aus Dreiecken. Dabei ist es mir meist egal gewesen wo die GD´s stehen. In Zukunft werde ich sie aber mehr beachten, aber trotzdem nicht allzu ernst nehmen.

euromax
10.10.2005, 19:04
@LuckyTrader @jetztgehtslos

:tup: Genau...!

GD(s) hat auch für mich niX mit Support+Widerstand
zu tun . (...iss$ vielleicht 'n bisschen "Parano" bei dieser Behauptung / Verwechslung... find ich ...)

Wie JGLos sagt: "wären sonst -ohne- überfordert ".

Die GDs helfen mir (persönlich) das LEBEN von dem Chart besser zu verstehen / erfassen,
d.h.: wie die betroffen Bude funktioniert,
sprich: ihre Dynamik (den Verlauf über die Jahre, Mon, Wochen), ... und natürlich speziell, wenn sich da ein Trend Wechsel allmählich andeutet / kristallisiert.

Support + Resistance: Ja... die resp. Bezeichnung erkärt sich von selbst.

Pöng an jedem "überwiesen" ...!
Gruß an Alle / emx :dunce: