DEVISEN/Schwäche im Dollar hält an - Euro stabil über 1,30 USD

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Dioxin – 2. August 2010 – 7:17

DJ DEVISEN/Schwäche im Dollar hält an - Euro stabil über 1,30 USD

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro startet mit Kursen deutlich oberhalb der 1,30 USD in den europäisch dominierten Handel am Montag. "Die Skepsis gegenüber dem Dollar wurde am Freitag durch die schwachen US-Daten bestätigt", so ein Händler. Daher bilde der Greenback für die kurzfristige Kaufentscheidung nicht die erste Wahl. Unterstützung könnte die US-Währung durch eine steigende Risikoaversion erhalten, die auch den Yen weiter stützen sollte. Eine solche dürfte allerdings nur einen kurzfristigen Impuls liefern.

Für diese Woche stehen eine Reihe von US-Daten auf der Agenda, die den Dollar weiter belasten könnten. Gleich zum Wochenstart steht der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im Juli auf der Agenda. Christoph Balz, Volkswirt bei Commerzbank Corporates & Markets, prognostiziert einen Rückgang des wichtigsten Stimmungsindikators auf 54 von 56,2 Punkten im Vormonat.

Die bereits für Juli veröffentlichten regionalen Unternehmensbefragungen der Federal-Reserve-Banken von Philadelphia und New York hätten bereits auf eine Eintrübung des Geschäftsklimas hingewiesen. Dies lege auch einen neuerlichen Rückgang des ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe nahe. Nach eineinhalb Jahren kräftigen Anstiegs sei eine Schwächeperiode aber nicht ungewöhnlich. Eine negative Überraschung dürfte nach Einschätzung aus dem Handel für erneuten Druck auf dem Dollar sorgen.

Ansonsten stehen am Mittwoch der ADP-Arbeitsmarktbericht und am Freitag die offiziellen Arbeitsmarktdaten auf der Agenda. Ohne einen anspringen Arbeitsmarkt wird auch der US-Konsum nicht in Schwung kommen. Und der heimische Konsum bildet weiterhin den Motor für die US-Wirtschaft. Der Übergang von einem zyklischen zu einem selbsttragenden Aufschwung könnte scheitern, das ist das Hauptargument der Dollar-Bären.

Aus technischer Sicht bleibt die Zone um 1,31 USD entscheidend. Gelingt der Sprung darüber, eröffnet sich nach Einschätzung der Helaba weiteres Potenzial bis 1,3267 USD . Allerdings mahne die Tatsache, dass der Euro bereits zweimal an dieser Hürde scheiterte, zur Vorsicht. Zwar sei der Ausblick auf Basis des Wochencharts freundlich, einer kurzfristigen Konsolidierung spreche dies aber nicht entgegen. Wichtige Unterstützungen lägen bei 1,2950/80 und 1,2877 USD.

Die Feinunze Gold kostet am Freitagmorgen 1.184,00 USD. Am Freitagnachmittag wurde sie in London mit 1.169,00 USD festgestellt.

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Europa New York Europa
(Mo., 7.51) (Fr., Späthandel) (Fr., 17.20)
EUR/USD 1,3087 1,3053 1,3040
USD/JPY 86,56 86,41 86,66
EUR/JPY 113,28 112,76 113,02
EUR/GBP 0,8315 --- 0,8315
EUR/CHF 1,3604 --- 1,3614
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DJG/thl/gei

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August 02, 2010 02:17 ET (06:17 GMT)

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