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Kickers Offenbach , der Verein vom Main

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  • Kickers Offenbach , der Verein vom Main

    Hallo , nun will auch ich hier einen Thread über meinen
    Verein machen und eventuell versteckte Offenbacher
    hier im Board mobilisiern
    Auch jeder andere Fussballfan ist hier willkommen ,
    in Offenbach tut sich was wir sind jetzt schuldenfrei
    und es wird wieder hart gearbeitet was ja nicht immer der
    Fall war nun soll für die nächste Saisong ein guter Karder
    presentiert werden lasst uns Offenbach begleiten auf dem Weg nach oben

    Igel

  • #2
    Der "freiberufliche Berater" Lamm
    Von Marc Heinrich

    Für den Fall der Fälle hat Rüdiger Lamm immer ein frisches Hemd im Auto. Der Mann, der Wert auf sein adrettes Äußeres legt, lernt derzeit die Ecken Offenbachs kennen, in denen man sich schmutzig machen kann: die Industriegebiete rund um den Kaiserlei, in denen große Speditionsfirmen zu Hause sind, die Werkstätten der Elektromeister und Schreiner. Ab und an sitzt er bei seinen Stippvisiten auch in Konferenzzimmern regionaler Bankhäuser, Steuerberater oder Rechtsanwälte. Das sei aber eher die Ausnahme, räumt er ein, sein Tagesgeschäft führe statt dessen an die Basis der an Tradition reichen Arbeiterstadt. Immer auf der Suche nach einem Freund der Kickers, dem seine Leidenschaft für den Fußball ein paar tausend Euro wert ist. Klinkenputzen nennt er seine Aufgabe, die in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und bei einer Arbeitslosenquote von elf Prozent nicht die einfachste ist. Doch Lamm, der seit gut sechs Wochen als "freiberuflicher Berater" für den OFC tätig ist, macht sein Engagement Spaß - sagt er. Die Kickers würden ihn lieber heute als morgen, aber spätestens zum 1. Juli als Manager offiziell ins Amt einführen. Für den Vierundfünfzigjährigen wäre es ein überraschendes Comeback, nachdem es lange so schien, als sei er endgültig raus aus dem Geschäft.

    Am Montag saßen auf seine Initiative dreißig neugewonnene Gönner im Foyer eines Autohauses bei Schnittchen und Getränken zusammen. Lamm hatte sie an einen Tisch gebracht und von allen zuvor mindestens 2500 Euro im Namen der Kickers einkassiert. Als Gegenleistung dürfen sich die Spender zum Mitgliedskreis des jüngst geschaffenen "Kickers-Clubs" zählen, sich auf kostenlosen Eintritt in den VIP-Bereich und Hausbesuche von Spielern freuen. Lamm nennt es ein "Modell der Zukunft", und es ist eine von vielen Ideen, mit denen er den Aufschwung bewerkstelligen möchte. Parallel dazu will er die Heimspiele der kommenden Saison vermarkten, sofern sie denn unter Regionalligabedingungen stattfinden wird (F.A.Z. vom 13. Mai). Auf diesem Weg soll eine weitere Million in die Kasse gespült werden.

    Ein Großteil des Geldes wird bei der frühsommerlichen Einkaufstour an den Mann gebracht werden, denn in den wenigen Wochen, die Rüdiger Lamm die Spiele der Kickers genauer verfolgt, glaubt er, erkannt zu haben, daß diese Elf "sechs namhafte Verstärkungen" brauche - ansonsten dümpele sie weiter vor sich hin. Das von Trainer Ramon Berndroth in der Not entwickelte Jugendkonzept hat bei ihm keine Zukunft. Lamm ist seit jeher überzeugt, daß "Erfolg plan- und finanzierbar" ist. Dem OFC hat er vorgerechnet, daß die Zuschauerzahl im Herbst auf 8600 Besucher anwachsen könne - das wäre eine Steigerung um immerhin hundert Prozent. Abwarten.

    "Vier Wochen" gibt sich der Verwaltungskaufmann noch, dann sei es an der Zeit, eine "erste Bilanz der Zusammenarbeit zu ziehen" und eine Entscheidung zu fällen, ob ein Verbleib im Hessischen für ihn Sinn mache. Nach dem Abschied von Michael Lueken gab es seit dem Jahreswechsel auf der Geschäftsstelle keine Vollzeitkraft mehr, die sich ausschließlich um das Sponsoring gekümmert hat. Berndroth gefällt Lamms bisheriger Einsatz. "Er hat gezeigt, daß er ein Kämpfer ist." Nach wie vor pendelt der ehrgeizige Geschäftsmann, nächtigt ab und an im Hotel und wohnt weiter im ostwestfälischen Steinhagen. Für ihn ist die Beschäftigung bei den Kickers Neuanfang und Chance zugleich, um wieder in der Szene Fuß zu fassen. Zuletzt stand Lamm bis vor anderthalb Jahren beim mittlerweile ums Überleben ringenden Traditionsklub 1. FC Magdeburg unter Vertrag. Seinen Dienst in Sachsen-Anhalt trat er freilich nie an, weil er sich mit der Vereinsführung überwarf und, ohne je seinen Schreibtisch richtig bezogen zu haben, mit einer Abfindung von dannen zog.

    Heute, sagt Lamm, brauche er eigentlich nicht mehr zu arbeiten, er könne sich ruhigen Gewissens im Gartenstuhl zurücklehnen, weil ich auch so "zweimal täglich warm essen kann". Doch auf ein Frührentnerdasein hat er keine Lust, da spielt er lieber den Entwicklungshelfer bei den Kickers in Offenbach.

    Seine beste Zeit, bis zur Entlassung 1998, hatte Lamm in Bielefeld. Mit seinem Freund Ernst Middendorp, inzwischen mit dem FC Augsburg ebenfalls in der Regionalliga gelandet, führte er die Arminia von der dritten in die erste Klasse. Die Voraussetzungen waren anfangs denen bei den Kickers ähnlich: Der Klub drohte in der Anonymität zu versinken. Doch Lamm besorgte dem Verein in einer strukturschwachen Region an die 400 Sponsoren - und handelte sich mindestens genauso viele Gegner ein. Es fing an bei Budenbesitzern, die er von der "Alm" verwies, ging weiter mit dem Deutschen Fußball-Bund, der Scheinsponsoring monierte, und hörte auf bei Journalisten, die er für ihr "Geschreibse" mit Stadionverbot strafte. Diese Art der Öffentlichkeitsarbeit will Lamm bei den Kickers nicht einführen. Obwohl man keine Scherze mit Namen machen soll, ist er heute in der Lage, sich selbst aufs Korn zu nehmen: "Ich weiß", sagte er, "daß ich kein Unschuldslamm war." Ihm ist klar, daß er mit dieser Einsicht seinen Kritikern viel Wind aus den Segeln nimmt.

    In diesen Tagen, wenn Lamm über den Bieberer Berg schlendert, nimmt er regelmäßig das Wort "wir" in den Mund, appelliert an den Gemeinschaftssinn aller Beteiligten. Doch sobald es ausgesprochen ist, dauert es nur Sekunden, und im weiteren Verlauf seiner Sätze fallen zwei Begriffe, die entlarven, daß seine Gedanken weiterhin um eine alte Herzensangelegenheit kreisen: "Arminia" oder "Bielefeld". Durch und durch vertraut geworden ist der ehrgeizige Geschäftsmann mit der Herausforderung im Rhein-Main-Gebiet eben noch nicht.

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    • #3
      ... Beitrag entnommen
      Zuletzt geändert von Morgan; 30.12.2014, 12:58.

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      • #4
        Vorsicht! Neunkirchener sind besser als ihr Tabellenplatz
        OFC kann sich mit Sieg gegen das Schlusslicht aus dem Gröbsten rausschaffen
        Offenbach (uss) - Fröhlicher Abschied oder unrühmlicher Abgang in eine ungewisse nähere Zukunft? Das letzte Saisonspiel der Offenbacher Kickers auf dem Bieberer Berg - die Partie gegen den FC Schweinfurt 05 am 31. Mai muss wegen des Grönemeyer-Konzerts auf einem noch festzulegenden fremden Platz ausgetragen werden - ist von wegweisender Bedeutung: Mit einem Sieg heute Abend (19.30 Uhr) gegen Schlusslicht Borussia Neunkirchen wäre der OFC aus dem Gröbsten raus, bei einem Unentschieden oder gar einer Niederlage ginge das Zittern um den Verbleib in der Regionalliga Süd womöglich bis zum letzten Spieltag weiter.

        Die Ausgangslage der Kickers hat sich in dieser Woche ohne eigenes Zutun verbessert. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen ist etwas größer geworden, seit das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in letzter Instanz den Drei-PunkteAbzug gegen die Sportfreunde Siegen bestätigt hat. In der begradigten Tabelle haben der OFC und Siegen die Plätze getauscht. Die Kickers (41 Punkte) sind jetzt Elfter, die Sportfreunde (39) Zwölfter.

        Auf dem Papier ist das Spiel gegen die bereits seit Monaten hoffnungslos abgeschlagenen Neunkirchener (nur 15 Punkte) eine klare Sache. Doch Vorsicht. Erst am vorigen Wochenende erlebte der SV Wehen eine böse Überraschung, als er in Neunkirchen 0:1 verlor. OFC-Trainer Ramon Berndroth hat sich dieses Spiel per Videoaufzeichnung angeschaut und sieht sich in seiner Einschätzung bestätigt: "Neunkirchen hat sich in dieser Saison nie aufgegeben. Ihr größtes Problem ist der kleine Kader. Wenn sie komplett sind, können sie mit jeder Mannschaft in der Liga mithalten." Dass es bei der Borussia in jüngster Zeit deutlicher besser läuft, beweist auch ihr Einzug ins saarländische Pokalfinale gegen den FC Homburg.

        Auf seine Angriffsformation wollte sich Berndroth gestern noch nicht festlegen. Vermutlich aber wird Samel Sabanovic neben Nazir Saridogan stürmen und Christian Knappmann zunächst auf der Bank Platz nehmen. Gegen Knappmann spricht das Gesetz der Serie. Berndroth: "Er hat noch kein Tor geschossen, wenn er zur Anfangself gehörte."

        Seit gestern steht der Austragungsort für das Hessenpokal-Finale fest. Titelverteidiger OFC und Liga-Konkurrent SV Wehen stehen sich am 4. Juni, 18.30 Uhr, in Rüsselsheim (Stadion Am Sommerdamm) gegenüber. Der Sieger qualifiziert sich für die erste Runde des DFB-Pokals (29. August bis 1. September).

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        • #5
          Heute Abend müssen wir gegen Neukirchen ran

          Mein Tip ein 3 : 0

          für den OFC

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          • #6
            Halbzeit 0:0

            Ein Sieg tut not , also auf gehts 45 Minuten stehen noch an

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            • #7
              Offenbach geht durch Barletta in der 76 Minute durch Fèlfmeter
              1:0 in Führung

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              • #8
                Endstand 1:0

                Damit haben wir wichtige 3 Punkte eingefahren


                Das Spiel soll allerdings grauenhaft gewesen sein , Schwamm
                drüber in der Situation......

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                • #9
                  Die Nächsten Spiele


                  Fr 23.05.03 19:30 RW Erfurt - Kick. Offenbach -:-
                  Sa 24.05.03 14:30 1. FC Schweinfurt 05 - SV Wehen -:-
                  1. FC Saarbrücken - Jahn Regensburg -:-
                  Eintracht Frankfurt Am. - Stuttgarter Kickers -:-
                  Bor. Neunkirchen - VfR Aalen -:-
                  FC Augsburg - K'lautern Am. -:-
                  SC Pfullendorf - FC Bayern Amat. -:-
                  Darmstadt 98 - SpVgg Unterhaching -:-
                  So 25.05.03 15:00 Spfr. Siegen - TSG Hoffenheim -:-

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                  • #10
                    Kickers zwischen Galopp und Kriechgang

                    Es war ein bitterer Sieg für die Offenbacher Kickers. Weil der harte Kern der Fans auf dieses 1:0 am Freitag abend über Borussia Neunkirchen pfiff. Dabei war es der erste, langersehnte Heimerfolg auf dem Bieberer Berg seit Anfang April, dem 1:0 gegen Hoffenheim. Dieses Gefühl des Hauptsache gewonnen wollte sich gegen die Saarländer einfach nicht einstellen. Weil die dargebotenen Leistungen beim Gastspiel des Tabellenletzten der Fußball-Regionalliga allzu dürftig waren. Wenn jetzt nicht, wann dann? werden sich die rund 4000 Getreuen im Stadion zum Thema Spielausgang mit drei Punkten auf der Habenseite gedacht haben. Was wäre wohl ohne den Elfmeterpfiff in der 77. Minute für eine leichte Berührung des Abwehrspielers Marco Schmit gewesen? Der hatte den eingewechselten Stürmer Christian Müller aus dem Gleichgewicht gebracht, Angelo Barletta wiederum nutzte die mildtätige Gabe des Schiedsrichters zum Tor des Tages.
                    Nicht die bessere, die glücklichere Mannschaft habe gewonnen, hörte man Sieger wie Besiegte sagen. OFC-Trainer Ramon Berndroth wirkte so zerknirscht, als hätte seine Elf gerade zweistellig verloren. "Ein schlechtes Spiel, um nicht zu sagen ein grausames Spiel", räumte er ein, ehe er zu einer vielsagenden Selbstanklage überging: "Ich bin verantwortlich für diesen Kader, also bin ich auch verantwortlich für diese Spielweise." Berndroth hatte zuvor Zeit gehabt, sich die Worte zurechtzulegen. Im Hintergrund sah er den gefragten, angehenden Marketing-Manager Rüdiger Lamm stehen. Er konnte nicht hören, was dieser sagte, aber der Trainer wird es sich zusammengereimt haben, weil alles, was der "freiberufliche Berater" in diesen Tagen von sich gibt, auf dasselbe hinausläuft: Wenn die Kickers mit diesem Personal weitermachen, kicken sie demnächst nur noch vor 2000 Getreuen, und das Minus am Ende der Saison 2003/2004 läge bei 300000 Euro. Dagegen setzt Lamm Persönlichkeiten auf dem Rasen, die er mit dem von ihm aquirierten Geld zu verpflichten gedenkt. Am kommenden Donnerstag will Lamm einen weiteren, den dritten Spieltagpartner für die kommende Saison präsentieren. Ein Modell, das er schon in Bielefeld praktizierte. In Ostwestfalen hatte er außerdem 219 Unternehmen gewonnen, die sich für die Arminia engagierten. In Offenbach sind es bislang 37, die unterschrieben haben, drei weitere haben ihre mündliche Zusage gegeben.

                    "Wir galoppieren weiter", verspricht Lamm, während die aktuelle Mannschaft das Ende der Saison im Kriechgang angeht. Geschwächt von Verletzungen tragender Spieler, aber auch verunsichert durch die Beurteilung Lamms, der so manchem im Kader längst die gehobene Regionalligatauglichkeit abgesprochen hat. Jene Elf, die auf dem Rasen stand, begann gegen Borussia Neunkirchen, als wollte sie ihren Chefkritiker eines Besseren belehren. Aber als ansehnliche Kombinationen nicht zum Ziel führten, die unbekümmert aufspielenden Borussen ihrerseits die Kickers in Verlegenheit brachten, übernahmen Krampf und Kampf die Regie.

                    Es war das letzte Heimspiel dieser Saison auf dem Bieberer Berg. Die Mannschaft wird kollektiv aufgeatmet haben, sich diesem kritischen Publikum nicht noch einmal stellen zu müssen. Der OFC gastiert kommenden Freitag in Erfurt, trägt seine Heimpartie gegen Schweinfurt wegen des zeitgleichen Grönemeyer-Konzerts auf dem Bieberer Berg vermutlich am Bornheimer Hang aus und macht sich zum Abschluß auf die Reise nach Pfullendorf. Angesichts der Tabellenkonstellation reicht den Kickers, um sicherzugehen, ein weiteres Pünktchen zum Klassenverbleib. Das wird sich wohl machen lassen.

                    Was dann kommt? Lamm mit all seinen Ideen, vielleicht auch der Neunkirchener Spielertrainer Andreas Golombek, der am Freitag abend eine ausgezeichnete Figur als Führungsspieler abgab. Er, ein alter Spezi von Lamm aus gemeinsamen Tagen in Ostwestfalen, entspricht dem Anforderungsprofil des Mannes, der den Kickers Beine machen will. Ob Lamm dabei Doppelpaß mit Berndroth spielt, ist eine Frage der Kompetenzen und der Chemie. Lamm ist einer, der gern Öl ins Feuer gießt, während Berndroth Brandherde löscht. Vielleicht endet soviel Gegensätzlichkeit wie der Konflikt in der Jugendabteilung des OFC. Deren Leiter Manfred Skowonek wurde am Freitag vom OFC-Vizepräsidenten Edgar Olt seines Postens enthoben. Weil das Vertrauensverhältnis gestört ist. Dabei hat Skowonek gute Arbeit geleistet, gilt die Jugendabteilung als Kapital der Kickers. Auf diese Anlage haben sie bauen wollen. Mit Lamm ist ein Baumeister gekommen, der einen anderen Entwurf für tragfähiger hält.

                    Hans-Joachim Leyenberg-FAZ- 19.05. 2003

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                    • #11
                      (Aus der Homepage von 1860 München)
                      "Anke ist mein Leben - wunderbar"
                      Er ist Welt- und Europameister, hat 101 Länderspiele (11 Tore) bestritten, war Profi in Köln, Turin, Rom, Karlsruhe, Dortmund und beim TSV 1860. Am Samstag, um 17.15 Uhr, erhält Thomas Häßler, der am 30. Mai 37 Jahre alt wird, noch einen „Titel“: Ex-Bundesliga-Spieler nämlich. 399 Partien (68 Tore) hat er bisher in der deutschen Eliteklasse bestritten nach dem Auftritt gegen Bochum ist für ihn hierzulande Schluss. In der heutigen Ausgabe der Münchner tz gab es den ersten Teil seines Abschieds-Interviews zu lesen.


                      Herr Häßler, mit welchen Gefühlen werden Sie am Samstag ins Olympiastadion einlaufen?
                      Häßler: Da wird am Samstag eine gehörige Portion Wehmut mitschwingen. Das wird sicher ein ganz komischer Tag werden: Es ist mein letztes Bundesligaspiel, das kann man jetzt noch gar nicht so in Worte fassen. Meine Eltern werden kommen, mein Bruder Sascha wird da sein, so wie ich mich kenne, wird da schon die eine oder andere Träne fließen am Samstag, da schäme ich mich auch nicht dafür.

                      Die Löwen-Fans werden Sie feiern wie keinen anderen Spieler, der am Samstag verabschiedet wird. Wie erklären Sie sich diese ungemeine Beliebtheit?
                      Häßler: Es soll jetzt nicht arrogant klingen, aber ich denke, dass ich, wenn ich fit war, immer alles für den Verein gegeben habe bis zur letzten Sekunde, und das kommt eben an bei den Fans.

                      Was bleibt hängen von Ihren vier Jahren beim TSV 1860?
                      Häßler: Für mich ist immer das Positive wichtig und das hat in den vier Jahren hier klar überwogen. Ich habe mit der Mannschaft an der Champions League gekratzt. Diese Spiele gegen Leeds, das waren absolute Highlights in meiner Karriere. Aber auch der Zusammenhalt in der Mannschaft war hier bei Sechzig einfach sensationell. Wenn ein Spieler Probleme hatte, waren die Kollegen immer für ihn da, haben sich hinter ihn gestellt. Das gibt es, glaube ich, nur bei sehr wenigen Vereinen.

                      Welchen Stellenwert haben Ihre vier Jahre beim TSV 1860 in ihrer Karriere?
                      Häßler: Ach, da will ich keine Vergleiche anstellen, alle meine Stationen sind mir positiv in Erinnerung geblieben, ich hatte überall viel Spaß. Klar war das Jahr in Turin damals insgesamt gesehen nicht besonders gut, sportlich betrachtet. In der Hinserie war ich noch zum besten Ausländer in der Serie A gewählt worden, aber weil die Mannschaft keinen Erfolg hatte, habe ich dann wie andere auch den Verein verlassen müssen, obwohl ich mir persönlich nichts vorzuwerfen hatte. Tja, und dann hatte ich ja bekanntlich das Glück, zum AS Rom zu kommen, mit Rudi Völler zusammen zu spielen. Also, wie gesagt, insgesamt gesehen werden mir die 19 Jahre Profifußball allesamt gut in Erinnerung bleiben.

                      Die Saison beim BVB ausgenommen.
                      Häßler: Nein, gar nicht. Auch wenn es da für mich sportlich nicht gut lief, habe ich durch diese neue Situation viel gelernt. Die Zeit in Dortmund hat mich richtig abgehärtet. Alle haben sie damals behauptet: Ach ja, der Häßler, der hat seinen Zenit längst überschritten, den kannste doch in die Tonne kippen. Ich hab von allen Seiten nur auf die Fresse bekommen. Aber ich bin nicht umgefallen, ich hab’ mich von nichts und niemandem unterkriegen lassen. Der Erfolg mit Sechzig war dann eine richtige Genugtuung für mich. Dass ich all den Kritikern gezeigt habe: Hallo, es ist noch lange nicht zu Ende mit mir, das war einer meiner schönsten Triumphe.

                      Ihr Image als Sensibelchen sind Sie trotzdem nie losgeworden.
                      Häßler: Wie das halt so ist, wenn du in eine Schublade reingeschoben wirst, dann bist du drin. Aber ich gebe natürlich zu, dass da auch einiges an Wahrheit dahinter steckt. Ich nehme mir eben viele Sachen sehr zu Herzen, so bin ich nun mal. Ich wär kein Mensch, wenn ich sagen würde, dass alles an mir abprallt. Meine Art nach negativen sportlichen Erlebnissen war immer, mich in mein Kämmerchen zurückzuziehen und es beim nächsten Spiel besser zu machen. Nicht, dass ich mich verstecken wollte, im Gegenteil. Ich habe mir nur innerlich das vorgehalten, was ich falsch gemacht hatte, mit dem festen Vorsatz, dass ich¹s am Samstag allen zeige, dass es nur ein einmaliger
                      Ausrutscher war.

                      Auch nach Ihrem Fehler in Leverkusen, der zum 0:1 führte, sollen Sie nach ihrer Auswechslung zur Halbzeit alleine in der Kabine geblieben sein. Ohne Fernseher.
                      Häßler: Na ja, ich hab zwischendurch schon hin und wieder rausgeschaut, wie¹s steht. Aber klar habe ich mir Vorwürfe gemacht, die Mannschaft durch meinen Bock auf die Verliererstraße gebracht zu haben. So was trifft mich
                      selbst immer am meisten.

                      Sind die Aussagen von Karl-Heinz Wildmoser in Ihre Richtung schon verdaut, oder bleibt da ein fader Nachgeschmack?
                      Häßler: Wie gesagt, ich will nur das Positive mitnehmen. Was da alles gesagt und geschrieben wurde in den letzten Wochen, da habe ich wirklich keinen Bock mehr drauf, noch meinen Senf dazuzugeben. Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat. Mit mir persönlich hat der Präsident seit Februar kein Wort mehr gesprochen.

                      Wer kann Ihre Nachfolge als Spielmacher bei 1860 antreten?
                      Häßler: Ich weiß ja nicht, ob es meine Position in dieser Form künftig noch geben wird bei Sechzig. Aber besonders der Jiayi Shao hat schon ein Riesen-Potenzial. Wenn man den sieht im Training, was der schon alles für Tricks draufhat, das ist schon toll. Und er hat auch einen unglaublichen Willen, da sage ich wirklich: Hut ab! Er muss jetzt halt behutsam aufgebaut werden, man darf ihm nicht zu schnell zu viel Verantwortung auflasten. Ich bin mir sicher, in einem halben Jahr ist der Junge ¹ne absolute Rakete.

                      Bedeutet das Vertragsende Ihren endgültigen Abschied von 1860, oder werden Sie den Löwen in irgendeiner Weise verbunden bleiben?
                      Häßler: Nein, außer der Erinnerung wird es da keine Verbindung mehr geben.

                      Wie geht es sportlich weiter bei Ihnen, ist die Sache mit Katar schon in trockenen Tüchern?
                      Häßler: Solange nichts unterschrieben ist, kann ich dazu nichts sagen. Die Entscheidung wird spätestens nächste Woche fallen.

                      Katar hin oder her, wollen Sie nach diesem letzten Profijahr weiter in München wohnen bleiben?
                      Häßler: Es könnte gut sein, dass ich hier meinen wie sagt man so schön? Lebensabend verbringen werde (lacht). Hier in München bist du so flexibel, du kannst in die Schweiz, nach Österreich oder Italien fahren, hast `nen Flughafen um die Ecke, um zu den Eltern nach Köln oder zum Bruder nach
                      Karlsruhe zu fliegen. Außerdem ist das Umland hier wunderbar, die Seen, die Berge obwohl ich jetzt kein Skifreak bin aber besser kann man¹s doch eigentlich gar nicht haben.

                      Würde Ihre Freundin Anke mit nach Katar kommen?
                      Häßler: Die Anke ist die absolute Traumfrau, die geht mit mir überall hin. Da habe ich wirklich Glück gehabt, dass ich so eine Frau noch mal gefunden habe. Anke ist wie ein Sechser im Lotto, besser geht¹s nicht.

                      Interview: Ludwig Krammer

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                      • #12
                        Aus dem Offenbacher Board ...............



                        Ob Häßler kommt ..."
                        21-05-2003, 17:42 Uhr (GMT)


                        ... oder nicht ist hier nur nebensächlich. Was ich mal anmerken wollte ist das diese kleine "BILD Meldung" (ob was dran ist oder nicht) es geschafft hat das ganz Fussball Deutschland heute lesen kann das es uns noch gibt und das wir wieder nach oben streben. Jeder Videotext (egal welcher Sender) schreibt darüber und ganz nebenbei ist sogar hier im offiziellen Forum mal wieder richtig was los. Alleine für diesen positiven Aspekt ein Danke an Lamm. So langsam wacht Dornrösien (die war des doch, oder?) wieder aus ihrem langen Schönheitsschlaf auf. Und wir sind schöner als je zuvor.
                        Die schönsten Fans der Welt (formely known as die besten Fans der Welt)


                        Tradition heißt nicht die Asche aufzubewahren, sondern die Flamme am Brennen zu halten.

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                        • #13
                          Verhandlungen am 31. Mai - 20.05.2003 17:35

                          Liga-Pokal-Erweiterung auf 32 Mannschaften?

                          Um weitere Einnahmequellen im Bereich der TV-Gelder zu erzielen, denkt die Deutsche Fußball Liga (DFL) derzeit über eine wesentliche Erweiterung des Liga-Pokals nach. So sollen in Zukunft an dem Turnier 18 Erst- und 14 Zweitliga-Mannschaften teilnehmen. Bisher hatten nur sechs Klubs um den Pokal gespielt. Die 32 Bundesligisten würden dann in fünf Runden nach K.o.-System antreten.

                          Trotz des konkurrierenden DFB-Pokals (64 Mannschaften, davon 28 Amateur-Klubs) würde die Terminvergabe kein Problem sein, da die Champions League ab kommender Saison um vier Spieltage verkürzt wird.

                          Die Verhandlungen mit den Sportchefs der ARD und des ZDF sollen laut DFL am 31. Mai vor dem DFB-Pokalendspiel in Berlin stattfinden.

                          Für etwas Kopfzerbrechen sorgten die Planspiele der DFL allerdings beim Deutschen Fußball-Bund: “Wir sind von den DFL-Überlegungen in dieser Form überrascht worden“, so DFB-Pressesprecher Harald Stenger.

                          Am Dienstagnachmittag kam es zu einem Gespräch zwischen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt und Wilfried Straub, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der DFL. Dabei wurde vereinbart, dass der Dialog bei ohnehin geplanten Termingesprächen fortgesetzt wird, wenn sich die DFL-Pläne konkretisiert haben. “Das gleiche gilt für die Gedankenspiele, die Bundesliga-Spiele eventuell am Sonntag zu einem früheren Termin anzupfeifen. Zu beiden Themen gibt es feste Vereinbarungen im Grundlagenvertrag zwischen DFB und DFL, so dass Vorschläge über mögliche Änderungen und Neuerungen auch einer juristischen Prüfung bedürfen“, so Stenger.

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                          • #14
                            OFC prüft Möglichkeit, Ex-Nationalspieler Häßler zu holen


                            OFFENBACH. Gestern Abend hat Lars Schmidt die Handynummer von Thomas Häßler gewählt. Der Manager des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach hatte vor, Häßler zu fragen, "wie die Geschichte in die Münchener Abendzeitung gekommen ist", so Schmidt. Die "Geschichte" ist das angebliche Interesse des OFC an dem mittlerweile 37 Jahre alten, einstigen Weltklassespieler, der nach dem Ende dieser Saison beim Erstligisten 1860 München ausgemustert wird.

                            Schmidt will seinen ehemaligen Teamkollegen vom Karlsruher SC - in der Saison 1994/95 spielten die beiden dort gemeinsam - allerdings auch fragen, ob er sich vorstellen könnte, zum Abschluss seiner Karriere noch mal in der Regionalliga zu spielen. "Sollte Thomas tatsächlich Lust haben, dann werden wir alle [WIKI]Hebel[/WIKI] in Bewegung setzen, um ihn zu verpflichten". Das dürfte jedoch schwierig werden, denn Häßler ist ein anderes Gehaltsniveau gewohnt. Und der 101-fache Nationalspieler hat überdies ein Angebot aus Katar vorliegen, mit dem eine eventuelle OFC-Offerte kaum konkurrieren könnte. Rüdiger Lamm, derzeit freiberuflicher Marketing-Manager des OFC, hält indes "in der Branche alles für möglich". Er habe "keine Angst vor großen Namen" und wisse, "was mit einem solchen Namen im Marketing alles möglich wäre".

                            Derweil endet am Saisonende die Zusammenarbeit zwischen dem OFC und Mounir Zitouni. "Er hat mir mitgeteilt, dass er aus beruflichen Gründen den Verein verlässt", sagt Schmidt, der sich nun nach einem Verteidiger umschauen muss. Am Freitag, so Schmidt, werde er sich mit einem Kandidaten treffen. "Aus dem Norden" und mit Bundesligaerfahrung. hunz

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                              Zuletzt geändert von Morgan; 30.12.2014, 12:58.

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