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Von Ultras und Fans

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  • Von Ultras und Fans

    Ultrà-Bewegung aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie (Weitergeleitet von Ultras)

    Die Ultrà-Bewegung (Singular: Ultra) bezeichnet eine besondere Organisationsform für Anhänger des Fußballsports. Mittlerweile gibt es aber auch in anderen Sportarten Ultra-Gruppen.

    Ursprung
    Die Ultrà-Bewegung hat ihre Wurzeln im Italien der späten 50er und 60er Jahre, als sich erstmals "fußballverrückte" Jugendliche in Gruppen zusammenschlossen, um ihre jeweiligen Lieblingsmannschaften gemeinsam organisiert zu unterstützen. Namensgebend war eine italienische Zeitung, die es Ultra nannte, dass Anhänger des AC Turin einen Schiedsrichter bis zum Flughafen verfolgten. Zuerst waren es nur relativ wenige Jugendliche, die sich aber mit Hilfe von Balkenschals und Trommeln von den anderen Fans unterschieden. Die Ultras organisierten dann auch ihre ersten gemeinsamen Auswärtsfahrten.

    Die Bewegung breitete sich rasch aus, und in weiten Teilen Europas bildeten sich entsprechende Gruppierungen. Großbritannien ist eines der wenigen Länder, in dem die Ultrà-Bewegung bisher keinen Anklang finden konnte.

    Struktur und Aktivitäten
    Bei Ultras handelt es sich um fanatische Anhänger, deren Ziel es ist, ihre Mannschaft "immer und überall bestmöglich zu unterstützen".
    Neben der akustischen Unterstützung, die sehr häufig von einem sogenannten Capo (Vorsänger) koordiniert wird, legen Ultras auch viel Wert auf optische Hilfsmittel. Konfettiregen, bengalische Feuer und gigantische Fahnenmeere. Außerdem kreieren, finanzieren und organisieren die Ultras farbenprächtige, einfallsreiche und meist schön anzusehende Choreographien. Unterstützung durch Sponsoren oder Vereine wird strikt abgelehnt. Ultras finanzieren sich durch eigene Mitgliedsbeiträge und von selbstkreierten Fanartikeln.

    Bedeutung
    Ultras sprechen sich "gegen die Kommerzialisierung des Sports" aus.
    Die goldenen Jahre der italienischen Ultrà-Bewegung waren die 80er. Damals zählten einige Gruppen mehr als 10.000 Mitglieder. Aber auch heute noch gibt es einige Gruppen, die mehr als 10.000 Mitglieder haben. Einige wichtige Gruppen sind: Fedayn (SSC Neapel/Napoli Soccer), Irriducibili Lazio, Fossa dei Leoni (AC Mailand), Fighters und Drughi (Juventus Turin) und AS Roma Ultras. Aufgrund der sehr hohen Mitgliederzahlen einiger Gruppen haben diese einen großen Einfluss auf die Vereinspolitik. So durfte z.B. die Fossa dei Leoni entscheiden, was von wem in ihrer Fankurve verkauft werden darf. Allein wegen dieser vereinspolitischen Macht verorten sich einzelne Gruppen auch in einer bestimmten politischen Richtung, so gibt es rechtsextreme Fangruppen, wie Irriducibili Lazio, aber auch neutrale oder linksextreme Gruppen, wie die Brigate Autonome Livornesi des AS Livorno Calcio.

    Abgrenzung zu Hooligans
    Im Unterschied zu Hooligans steht bei Ultras der Fußball im Vordergrund und nicht die Gewalt. Schlägereien und Kämpfe sind aber auch ein Bestandteil der Ultra-Kultur, einige deutsche Gruppen distanzieren sich jedoch, teilweise unter dem Eindruck des polizeilichen Vorgehens gegen die Gewalttäter, von Gewalt. Allerdings gerät das Klauen von gegnerischen Fanutensilien, insbesondere von Schals und Zaunfahnen, immer mehr in Mode.

    Deutschland
    Die erste Gruppe auf deutschem Boden waren wohl 1986 die Fortuna Eagles (Fortuna Köln), 1990 gefolgt von Madness Leverkusen (Bayer Leverkusen, seit 1994 als Mad Boyz). 1994 gründeten sich die Ultras Nürnberg (1.FC Nürnberg), 1995 dann die Binding Szene (Eintracht Frankfurt), Blaue Bomber Stuttgart (Stuttgarter Kickers), Promillos Ultras (SC Freiburg) und Boys Bielefeld (Arminia Bielefeld). Auch bei den beiden Münchner Vereinen und einigen anderen waren in diesen Jahren erste Versuche unternommen worden, die Unterstützung der Mannschaft nach italienischem Vorbild zu organisieren.

    Mittlerweile existieren bei fast allen Vereinen der oberen drei Ligen, aber auch in hierarchisch tieferen Spielklassen Gruppen, die sich selbst als Ultras sehen. In vielen Fanszenen spielen die Ultras allein schon deswegen eine dominante Rolle, weil es keine weiteren Gruppierungen gibt, die ihnen diesen Platz streitig machen können. Das daraus resultierende Missverständnis, die Ultras hätten einen Alleinvertretungsanspruch der Kurve und Befehlsgewalt über den Fanblock, führt immer wieder zu Konflikten zwischen Ultras und unorganisierten Fans.
    Zuletzt geändert von Stefano; 16.05.2006, 11:20.
    Ciao Stefano

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  • #2
    Ultragruppierungen in Deutschland

    1.FC Köln: Wilde Horde 1996
    Rot-Weiss Essen: Ultras Essen
    FC Schalke 04: Ultras Gelsenkirchen
    FC Hansa Rostock: Suptras Rostock '01
    Hannover 96: Ultras Hannover und Brigade Nord 99
    Eintracht Frankfurt: Ultras Frankfurt 1997
    1.FC Kaiserslautern: Generation Luzifer
    Karlsruher SC: Phönix Sons 99
    SC Freiburg: Ultras Freiburg 1995 (Promillos Ultras)
    1.FC Nürnberg: Ultras Nürnberg 1994
    Hertha BSC Berlin: Harlekins Berlin
    VfB Stuttgart: Commando Cannstatt
    FC Bayern München: Schickeria München
    Dynamo Dresden: Ultras Dynamo
    Borussia Dortmund: The Unity, Desperados Dortmund
    Bayer 04 Leverkusen: Ultras Leverkusen
    MSV Duisburg: Ultras Duisburg
    Borussia Mönchengladbach: Ultras Mönchengladbach
    1. FSV Mainz 05: Ultraszene Mainz
    VfL Bochum: Ultras Bochum
    Eintracht Braunschweig: Ultras Braunschweig '01
    Die Ultraszene in Bremen besteht nach der Auflösung der Übergruppierung "Eastside 97" nun aus den Gruppen "Racaille Verte", "Infamous Youth" und "Rolands Erben", die auch bereits vor der Auflösung der "Eastside" aktiv waren.

    Auftreten
    Die Mehrheit der deutschen Ultra-Gruppierungen verhält sich unpolitisch: Ausnahmen sind Großteile der Szenen des FC St. Pauli, das "Filmstadt Inferno ´99" des SV Babelsberg 03, die "Horda Azzuro" vom FC Carl Zeiss Jena, die "Diablos" vom FC Sachsen Leipzig, die Blue Side Lok vom 1.FC Lokomotive Leipzig und das Inferno Cottbus vom FC Energie Cottbus. Ultras in Deutschland geht es hauptsächlich um die "Verbesserung der Stimmung" und das Wachsen der eigenen Gruppe. Ultras fungieren quasi als "Gegenpol zum unkritischen und konsumierenden Mainstream in den deutschen Fußballstadien".

    Da Feuerwerkskörper aller Art in deutschen Stadien verboten sind, kommt es mittlerweile fast nur noch in unteren Ligen zum Einsatz von bengalischen Feuern und ähnlichen Mitteln. In der Bundesliga ist der Einsatz von pyrotechnischen Materialien zumindest im Ligabetrieb selten geworden.
    Ciao Stefano

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    • #3
      Österreich
      Auch in Österreich gibt es einige Ultra-Gruppierungen mit einem unterschiedlichem Grad an Aktivität und Bekanntheit. Die älteste & international bekannteste Gruppe sind die "Ultras Rapid 1988", die auf der "Block West" genannten Westtribüne des Gerhard-Hanappi-Stadions den SK Rapid Wien unterstützen. Sie ist eine der wenigen Ultra-Gruppierungen in Europa, die jedes Spiel eine Choreographie (meist mit Pyro-Einsatz) zeigt. Die Ultras Rapid wurden 2005 von der T.I.F.O. (Torcida International Fans Organisation) zur Gruppierung mit den besten Choreographien in Europa gewählt.

      Andere wichtige Gruppen finden sich in Salzburg, Graz und Innsbruck. Die Union Ultra '99 sowie die Tough Guys Salzburg 92 litten sehr stark unter der Übernahme ihres Klubs Austria Salzburg durch Red Bull, da diese in weiten Teilen der Salzburger Fanszene auf Ablehnung stieß. Umstritten ist zudem die Einordnung der Tough Guys Salzburg 92 in die Ultra-Szene, da diese Gruppe einen eigenen Stil pflegt, der nur wenige Gleichheiten mit dem italienischem Original hat.

      Beim SK Sturm Graz ist die bekannteste Gruppe die Brigata Graz 1994, die aus der österreichischen Fanszene nicht mehr weg zu denken ist. Auch die Verrückte Köpfe Innsbruck 1991 des FC Tirol Innsbruck sind ein sehr wichtiger Bestandteil der österreichischen Fanszene.

      Portugal
      Auch in Portugal gibt es einige Ultra - Gruppierungen. Die bekanntesten sind die Diabos Vermelhos von der Mannschaft Sport Lisboa e Benfica. Dieser Verein besitzt auch noch eine zweite Ultra Gemeinde, nämlich die No Name Boys. Sonst gibt es noch die Super Dragoes vom FC Porto, und die Juve Leo, bzw. Torcida Verde von Sporting Lissabon. Alle anderen Ultra-Gruppierungen sind eher weniger bekannt.

      Griechenland
      Die Szene in Griechenland bzw. in der Hauptstadt Athen gilt als eine der extremsten Europas. Bei Duellen der großen Athener Klubs (Olympiakos, Panathinaikos, AEK) kommt es so gut wie immer zu schweren Ausschreitungen. Deshalb ist es Ultra-Gruppierungen seit einigen Jahren verboten, Derbys im Stadion des Gegners zu besuchen. Die bekanntesten Gruppen sind Gate 13 (Panathinakos) und Gate 7 (Olympiakos).

      Kroatien
      Die älteste Ultra-Gruppierung Torcida von Hajduk [WIKI]Split[/WIKI] hat ihre Wurzeln im Jahr 1950, als im Vorfeld eines entscheidenden Meisterschaftsspiels eine nach heutigen Maßstäben ultra-artige Unterstützung organisiert wurde. Nach dem raschen Verbot durch die jugoslawische Staatsführung und der in den folgenden Jahren zwangsweise unorganisierten Anhängerschaft, erfolgte 1980 eine Wiedergeburt. Heute sind die 1986 gegründeten Bad Blue Boys vom Hauptstadtklub Dinamo Zagreb die größten Rivalen in der Szene. Erwähnenswert ist noch die Armada vom HNK Rijeka.

      Ultras beim Handball
      Seit dem Jahre 2000 entstehen auch beim Handball Ultra-Gruppierungen. Als erste und wichtigste gelten die Ultras Flensburg. Sie konnten sich durch die größte Stehplatztribüne der deutschen Handball-Bundesliga gut entwickeln. Aber auch in anderen deutschen Städten entwickeln sich Ultragruppen (z.B. die Lemgo Maniacs, Evergreen Göppingen, Commando-1924, Ultras Leutershausen). Im Ausland gibt es noch die Boys aus Aalborg (Dänemark) und die Ultras von Leoben aus Österreich. Dazu kommen viele relativ unbekannte Gruppen in den unteren Ligen und Osteuropa.

      Weblinks
      Network Ultra: Treffpunkt/Forum
      Erlebnis Fußball: überregionales Fanzine
      Stadionwelt: Kurven-Fotos, Links uvm.
      ProFans: aktive Fans
      Ultramanifest: deutsche Übersetzung des „Il manifesto degli Ultras“ der ASR ULtras
      Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Ultr%C3%A0-Bewegung“
      Ciao Stefano

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      • #4
        Und nun zu der Gruppierung die wohl keiner im/um das Stadion sehen will
        aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

        Hooligan ist die Bezeichnung für eine Person, die vor allem im Rahmen bestimmter Sportereignisse durch aggressives Verhalten auffällt.

        Sie treten häufig in größeren Gruppen auf und zeigen eine hohe Gewaltbereitschaft, was allerdings nicht auf das "normale" Leben eines Hooligans zutreffen muss, da es recht unterschiedliche Charaktere unter den Hooligans gibt. In der Regel sind sie auch fanatische Anhänger eines Sportvereins, unterscheiden sich aber von den eigenen Sportfans. Vor allem bei und im Umfeld von Fußballbegegnungen treffen sie auf ebenso aggressive Hooligans des gegnerischen Vereins. Bei der Konfrontation der miteinander verfeindeten Fangruppen kommt es häufig zu gewalttätigen Übergriffen. Hooligans sind nicht nur von gewöhnlichen Fans und Ultras, sondern auch von anderen gewaltbereiten Gruppierungen, Szenen und Einzelpersonen zu unterscheiden, da sie eine bestimmte, charakteristische Art von Gewalt kultivieren.

        Abweichend davon wurde in der Vergangenheit der Begriff Hooligan von Außenstehenden oft für alle Randalierer und Schläger in den Stadien benutzt.

        Etymologie des Begriffes
        Die genaue Herkunft des Begriffes Hooligan ist nicht bekannt. Eine Theorie lautet, die Bezeichnung gehe zurück auf den Iren Patrik Hooligan, der 1898 in London in einem Polizei-Bericht als Randalierer und Anführer einer Jugendbande auftaucht. Das Wort entstammt sonach dem Londoner Polizeijargon und ist zurückzuführen auf den Bandenführer mit dem Spitznamen Hooley, der die Bevölkerung des Londoner Stadtteiles Islington geraume Zeit terrorisierte. Das Wort „hooley“ stammt aus dem Irischen und bedeutet „wild“.
        Eine bekannte, häufig gebrauchte, Kurzform des Begriffs lautet "Hool" bzw. in der Mehrzahl entsprechend "Hools".

        Herkunft und Verbreitung
        Meistens sah man Hooligans bei Fußballspielen, aber es gab sie auch bei anderen Sportarten und in anderen Lebensbereichen. Die Hooligan-Bewegung stammt ursprünglich aus England und hat sich sehr schnell in alle Teile der Welt ausgebreitet. In den 1950er und 1960er Jahren war Hooliganismus in Großbritannien bei Tanzveranstaltungen in Großstädten weit verbreitet
        Zuletzt geändert von Stefano; 16.05.2006, 11:25.
        Ciao Stefano

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        • #5
          Hooligan-Philosophie und Hooligan-Kultur
          Das Zelebrieren von Gewaltritualen und das Kultivieren einer Ästhetik der Aggressivität sind bestimmende Elemente der Hooligan-Kultur. Hooligans behaupten, der Beweggrund für ihr Handeln sei der Kick, den sie daraus zögen, mit physischer Gewalt zu zeigen, dass man stärker sei als der Gegner. Auch der Zusammenhalt in der Gruppe der "harten Männer" sei für viele der Grund, einer Hooliganbande beizutreten und sie auch nicht wieder zu verlassen.

          Unter Hooligans gibt es laut eigener Aussage so etwas wie Regeln, der sog. Ehren-Kodex: Es werden im Normalfall keine anderen Zuschauer der Veranstaltungen, sondern nur gegnerische Hooligangruppen angegriffen. [U]Personen, die auf dem Boden liegen, dürfen nicht weiter geschlagen werden, und der Gebrauch von Waffen und Gegenständen (Regenschirme, Stöcke, Flaschen, Steine, Bierdosen) ist nicht die Regel. Geschilderte Fälle normaler Sportveranstaltungsbesucher belegen jedoch z.T. das Gegenteil. Besonders in Ost- und Südeuropa, aber auch in Deutschland werden in letzter Zeit die Grenzen des sogenannten "Ehren-Kodex" missachtet, und so kommt es teilweise zu blinder Gewalt mit vereinzeltem Einsatz von Hieb- und Stichwaffen. Auch bei uns in Deutschland!!!!

          Für die Hooligans spielt das Fußballspiel selbst dabei teilweise nur eine untergeordnete Rolle. Oft nehmen Hooligans nicht einmal als Zuschauer teil, sondern verabreden sich mit anderen Hooligangruppen außerhalb davon oder suchen den Konflikt im Umfeld des Stadions. Dies ist vor allem dadurch entstanden, weil rund um die Stadien der Bundesliga umfassende Videoüberwachung und erhöhter Polizeieinsatz Alltag geworden sind. Dies hat das Hooliganproblem jedoch nicht behoben, sondern nur verdrängt. Das Ausweichen auf untere Ligen und neutrale Plätze gehört mittlerweile zum Alltag - dies steht aber nicht mehr so häufig in der Presse.

          Wie zwischen den Fanklubs der Vereine gibt es auch zwischen den Hooligans Freund- und Feindschaften. Je nach Verein sind die Hooligans politisch rechtsstehend - in wenigen Fällen vermischt mit rechtsradikalen Boneheads), oder sie grenzen sich davon ab. Insbesonder die Borussenfront ( Dortmund ) ist eine Szene in der sehr viele Rechtsradikale mitlaufen. Im Osten Deutschlands ist es meist so das alle Gruppen mit Neonazis übersät sind. Hooligans, die sich bewusst als politisch linksstehend bezeichnen, sind seltener zu finden. Anhand der Namen der Hooligangruppierungen kann man (allerdings nicht immer) häufig bereits erkennen, ob diese politisch motiviert sind, oder nicht.

          Hooligans stammen aus unterschiedlichen sozialen Schichten. Von Arbeitern über Angestellte hin zu Akademikern ist alles vertreten. Die Altersgrenzen reichen von etwa 14 Jahren bis Mitte/Ende 40.

          Der klassische Hooligan ist als solcher im Stadion nicht so einfach zuzuordnen wie der traditionelle Fan, da er im Gegensatz zum Fan einer Mannschaft nicht die Devotionalien seines Vereins trägt, sondern eher unauffällige, aber prestige-trächtige Markenbekleidung bevorzugt, allerdings in der Regel in einem charakteristischen Stil. Bevorzugt werden meist weitere, bauschige Schnitte: Blousons und schenkel-weite Hosen. In den frühen neunziger Jahren etablierte sich eine relativ einheitlicher Stil aus z.B. Sweatshirts oder Pullover der Marken BEST COMPANY, Tesco, Fred Perry, Iceberg und Carlo Colucci, College-Jacken von Chevignon oder Replay, Nylon-Jacken im Jeansjackenstil von blue system, Diesel oder Replay, sowie bananenförmige Jeans von Diesel (Modell "Saddle", oft auch in Cord) und teure Anzüge von Armani.

          Bis heute ist dieser Stil präsent, wird allerdings ergänzt durch Designerkleidung von Burberry, Stone [WIKI]Island[/WIKI], Henri Lloyd, Ralph Lauren, Lacoste und anderen bekannten Modeschöpfern, sowie durch Hosen oder Jeans der Marke Jet Lag. Auch Streetwear- und Sport-Marken wie Lonsdale, Pitbull, Umbro oder New Balance (Schuhe) wurden und werden getragen. Hooligans bevorzugen oft nicht nur den beschriebenen Stil und bestimmte Marken, sondern auch ganz bestimmte Kleidungsstücke mit Kult-Status - die stereotyp von vielen getragen werden. Teilweise sind das "legendäre" Kleidungsstücke aus der Hooligan-History, die nicht mehr hergestellt werden und deshalb zu einer Ikone der Szene, zum begehrten Klassiker und zum raren Sammelobjekt mutieren (z.B. Best Company Sweatshirts). In Hooligan-Kreisen ist ein plakatives Zur-Schau-Stellen von Marken in Form großer Logos sehr verbreitet, sowie z.T. ein aggressives "pimp"-artiges Posing mit prestigeträchtigen Statussymbolen. Mit diesem Stil und dieser Haltung haben die Hooligans auch die jugendliche Massenmode, besonders in Ostdeutschland in den letzten 15 Jahren nachhaltig beeinflusst. Interessant ist auch die stilistische Nähe des Kleidungsstils zur politisch meist ganz anders denkenden „Lan“-Szene.

          Einer großen Öffentlichkeit wurde das schon lange vorhandene Hooligan-Phänomen anlässlich des Europapokalendspiels zwischen Juventus Turin und dem FC Liverpool im Brüsseler Heysel-Stadion am 29. Mai 1985 bekannt, bei dem 39 Menschen starben. Viele Hooligans distanzieren sich von diesem Ereignis und behaupten, dass solche Taten nicht von "wahren" Hooligans begangen würden.

          Der Fall Nivel
          Das wohl bekannteste Opfer randalierender Fußballhooligans ist der der französische Polizist Daniel Nivel. Am 21. Juni 1998 kam es im nordfranzösischen Lens nach dem Spiel Deutschland gegen Jugoslawien bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 zu Straßenschlachten zwischen Hooligans und der Polizei. Nivel erlitt damals schwerste Kopfverletzungen, fiel sechs Wochen ins Koma und ist seitdem schwerbehindert. Die Bilder der Prügelszene gingen um die Welt.

          Die meisten Hooligan Gruppierungen veranstalten ihre Aufeinandertreffen nicht mehr an bestimmten Spieltagen, sondern nur noch bei Wald und Wiesen Treffen fernab von den Begegnungen. Hierzu verabreden und treffen sich die verschiedenen Gruppierungen zur selbstinszenierten "dritten Halbzeit" an ruhigen und verlassenen Orten, in Wäldern, auf Feldern oder auch in Gewerbegebieten. Dieses deviante Verhalten führt in der Regel zu Ermittlungsverfahren und Verurteilungen wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

          Sicherheitsvorkehrungen gegen Hooligans
          Die Polizei agiert in Deutschland mit szenekundigen Beamten in Zivil, die besonders gewaltbereite Personen an Spieltagen verstärkt beobachten oder gleich mit einem Stadionverbot belegen. Zuletzt gerieten die Ordnungskräfte allerdings für ihr Vorgehen in die Kritik. Aus der deutschen Fanszene wird der Polizei und den privaten Sicherheitsdiensten im Stadion verstärkt unverhältnismäßig brutales, pauschalisierendes Vorgehen und die Verletzung von Bürgerrechten vorgeworfen. Ebenso werden zur Gewaltprävention vielfältige Maßnahmen angesetzt, welche Hooligans wie auch normale Zuschauer besser identifizieren und überwachen lassen. Dabei werden die Hooligans mitunter als Begründung für die Notwendigkeit neuer Sicherheitsmaßnahmen herangezogen (Videoüberwachung in den Städten bezüglich der WM 2006).

          1992 wurde die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) beim Landeskriminalamt Düsseldorf eingerichtet. Die ZIS registriert und beobachtet bundesweit Fußball-Gewalttäter im Rahmen der Kartei und steht mit anderen Ländern über den internationalen Datenaustausch in Verbindung, um Einlaß von Hooligans in Stadien zu verhindern. Der Jahresbericht 2002 führt 7302 deutsche Fans der Kategorien B ("bei Gelegenheit gewalttätig") und C ("zur Gewalt entschlossen") an. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 10 Prozent weniger.

          Allerdings wird an der Datenbank "Gewalttäter Sport" auch Kritik geäußert. Ein Vorwurf ist, dass in der Datenbank auch friedliche Fans sofort Stadionverbot bekommen, auch wenn sie nur am Rande in Fussballkrawalle verwickelt waren. Die friedlichen Fans unter Generalverdacht zu stellen und das Verfahren zur Löschung aus der Datenbank sind weitere Vorwürfe.

          Bevorzugte Musik der Hooliganszene
          Der Musikstil ist stark von Punkrock, Oi! und normalem Rock ’n’ Roll geprägt. Die Texte handeln häufig von Kampfgeist, Stärke, Durchhaltevermögen, Freundschaft und dem Unverständnis Außenstehender. Die Bremer Band "VollKontaCt" macht seit einigen Jahren Musik die sehr vom "Hooligan-Alltag" geprägt ist.
          Ciao Stefano

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          • #6
            Die Welt zu Gast bei Feinden?


            Dortmund erwartet Fans aus vielen Ländern
            - Neonazis sind gegen Multi-Kulti.


            http://www.wm2006do.de/Die_Welt_zu_G...%5BbackId%5D=6

            Weltoffen, freundlich und sicher - so will sich Dortmund bei der Fußball-Weltmeisterschaft zeigen. Ob das gelingt, hängt nicht zuletzt davon ab, wie sich eine Gruppe verhalten wird, die sich in der Ruhrmetropole zu Hause fühlt: die Neonazis.

            Die WM ist voll im Gange, die Stimmung ist fantastisch, "die Welt ist zu Gast bei Freunden". Und plötzlich passiert es: Eine Gruppe Dortmunder Neonazis schlägt Fans aus dem afrikanischen Togo zusammen. Hunderte Journalisten tragen die Nachricht in die ganze Welt. CNN und BBC World unterbrechen das laufende Programm: BREAKING NEWS! Skinheads in the western German city of Dortmund beat African fans. Am nächsten Tag stehen es in den Zeitungen von Tokio bis New York: Deutschland - Hitler - Nazis. Der Sport ist vergessen, die Stimmung im Keller, der Schaden für die Stadt und das Gastgeberland enorm.

            Eine solche Horror-Vision ist zwar sehr unwahrscheinlich, jedoch nicht unmöglich. "Dortmund ist unsere Stadt" - mit dieser Parole erheben die Neonazis ihren Anspruch auf die Ruhrmetropole und zeigen regelmäßig Präsenz. Szenen wie bei der Demonstration vom 28. Januar 2006 gibt es hier immer wieder: Junge Männer mit kahl rasierten Köpfen ziehen durch die Straßen, umringt von Polizisten, die sie von den Gegendemonstranten trennen. Mit Dutzenden Mitgliedern der so genannten "Kameradschaften" aus der Stadt und Umgebung gilt die Dortmunder Gruppierung als eine der größten in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland.

            Fußballnahe rechte Szene

            Szeneangehörige sieht man in Dortmund nicht nur auf Demos, sondern auch am Hauptbahnhof, in Geschäften oder in der Straßenbahn. Auch im Stadion gibt es einzelne Glatzköpfe, auf der Südtribüne, wo die Fans des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund ihre Mannschaft mit Hymnen wie "Ball-Heil Hurra! Borussia!" anfeuern. Das offizielle Vereinslied darf seit November 2005 wieder mit dem umstrittenen Refrain aus der Nazizeit gesungen werden. Dass dabei bei dem einen oder anderen BVB-Fan der rechte Arm zum verbotenen Hitlergruß hoch gehen könnte, wird trotz öffentlicher Kritik hingenommen.

            Eine Entwicklung, die Menschen wie Siegfried Borchardt freuen dürfte. Borchardt (52) ist der bekannteste Dortmunder Neonazi und mischt sich gerne in Fußball und Politik ein. In den 90er Jahren stand Borchardt, auch "SS-Siggi" genannt, an der Spitze einer Hooligan-Gruppe namens "Borussenfront" und versuchte, unter den gewaltbereiten Fans rechtsextremistische Propaganda zu verbreiten. Mit wenig Erfolg, wie sich später zeigte, denn das braune Gedankengut schreckte viele ab. Heute sind nur noch einzelne Mitglieder der "Borussenfront" aktiv und machten zuletzt im vergangenen Jahr auf sich aufmerksam, als es bei einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft in Slowenien zu Randale kam.

            Polizei: "Es wird nicht krachen"


            Bilder wie dieses soll es bei der WM nicht geben: Polizei-Einsatz bei Nazi-Demo.


            Werden die Rechtsextremen während die Öffentlichkeit während der Weltmeisterschaft für ihre Zwecke nutzen? Offizielle Stellen glauben dies nicht. Die Dortmunder Polizei, die die rechte Szene unmittelbar beobachtet, warnt sogar vor Panikmache. Die Neonazis sind kein großes Thema bei der polizeilichen Vorbereitung auf die Fußball-WM in Dortmund, sagt Polizei-Sprecher Wolfgang Wieland: "Die sind bei uns nicht aufgefallen. Die meisten gehen nicht ins Stadion und sitzen lieber zu Hause vor der Glotze mit einer Flasche Bier in der Hand". Seine Prognose: "Es wird nicht krachen". In der Landeshauptstadt Düsseldorf wird eine solche Einschätzung der Lage geteilt. Nach Angaben des NRW-Verfassungsschutzes gebe es "keine Hinweise auf geplante Aktivitäten" der Neonazis zum Zeitpunkt der WM. Die Behörde schließt allerdings nicht aus, dass die Spiele in Dortmund "verstärkt auch Szeneangehörige mobilisieren können".

            Auch für den Konfliktforscher Gunter A. Pilz von der Universität Hannover stellen die Neonazis bei der Fußball-Weltmeisterschaft "keine ernstzunehmende Gefahr" dar. Der renommierte Sportwissenschaftler erarbeitet Sicherheitskonzepte für das deutsche WM-Organisationskomitee. Zum einen, sagt er, sei es unwahrscheinlich, dass Neonazis überhaupt ins Stadion kommen, da die Hürden beim Ticketverkauf hoch seien. Zum anderen sei die fußballnahe rechte Szene in Dortmund heute so gut wie nicht existent. Hooligans der "Borussenfront" seien "inzwischen in die Jahre gekommen", ihr mehrmals vorbestrafter Anführer Borchardt verhalte sich "ruhig". Die Krawalle in Slowenien seien aus der Sicht des Sportexperten "die letzten Muskelspiele" gewesen.

            Interesse an medialer Präsenz

            Trotzdem deutet einiges darauf hin, dass Neonazis die Weltmeisterschaft für ihre Zwecke nutzen könnten. Szenebeobachter registrieren seit Jahren, dass Rechtsextremisten gezielt nach medialer Präsenz suchen. Fußball-WM ist für sie deshalb eine einmalige Chance, auf sich aufmerksam zu machen. "Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie an so etwas basteln", sagt Martin Dietzsch vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Der Rechtsextremismus-Experte zweifelt allerdings daran, dass ein möglicher Versuch, braune Propaganda aus Dortmund in die Welt zu tragen, erfolgreich sein wird. Zum Zeitpunkt der WM werde in der Stadt ein Ausnahmezustand herrschen. Unter solchen Bedingungen eine Großaktion mit "100 Leuten" durchzuführen wäre "schwierig", meint Dietzsch.


            Ein BVB-Fan während der Neonazi-Demo am 28.01.2006.


            Ausschließen kann man ein solches Szenario nicht. Die Stadt Dortmund müsste dann abwägen: öffentliche Sicherheit auf der einen Seite und das Grundrecht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit auf der anderen. Denn vorbeugend "eingesperrt" werden während der WM dürfen die Neonazis nicht, erklärt Ina Holznagel von der Staatsanwaltschaft: "Bloße rechte Gesinnung rechtfertigt keinen Freiheitsentzug".

            Ein Aufmarsch der Rechtsextremisten zur Zeit des internationalen Fußballfestes ist also möglich. Ob ein Antrag auch genehmigt wird, entscheidet die Stadt. Weniger als ein halbes Jahr vor der WM hatte Dortmund eine Neonazi-Demonstration zunächst erlaubt und dann versucht, sie kurzfristig zu verbieten. Das Bundesverfassungsgericht hatte das Verbot jedoch aufgehoben. Das hohe Gut "Versammlungsfreiheit" gilt auch für die Rechten. Doch mit dem anrückenden Mega-Event dürfte die Toleranzgrenze sinken. Im Stadtrat gibt man zu, dass eine rechtsextremistische Aktion einen großen Imageschaden bedeuten könnte. Man werde deshalb auch die Auswirkungen für den WM-Standort berücksichtigen, was zu einem Demo-Verbot führen könnte. Springerstiefel und Bomberjacken mitten im Multi-Kulti-Fieber auf Dortmunder Straßen? "Das wäre in der Tat ein Problem", sagt ein Sprecher.

            Text und Fotos von: Roman Goncharenko WM-Portal Dortmund (wmp), bitte beachten Sie die Lizenz:




            Dieser Beitrag unterliegt der Creative Common License. Sie dürfen diesen Text verwerten, wenn Sie:

            1) in Ihrem Beitrag die Quelle und den Autor nennen

            Zuletzt geändert von jukaido; 16.05.2006, 14:39.

            Kommentar


            • #7
              Ich finde es echt krass das die Bundesregierung zur WM überhaupt Demos der rechten Chaoten zulässt...wenn ich richtig zugehört habe sind bisher viere genehmigt...eine dierekt nach dem Eröffnungsspiel

              Auch für den Konfliktforscher Gunter A. Pilz von der Universität Hannover stellen die Neonazis bei der Fußball-Weltmeisterschaft "keine ernstzunehmende Gefahr" dar.
              ich hoffe, er behält Recht
              Ciao Stefano

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              • #8
                Ach, jetzt ist Herr Pilz schon Konfliktforscher??

                Wat der nich allet kann....

                13.03.2010 - ECW Arena
                23.12.2011 - Hammerstein Ballroom
                04.01.2015 - Tokyo Dome
                01./02./05.01.2015 - Korakuen Hall

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                • #9
                  ...aahaa du kennst ihn... dann berichte doch mal
                  Ciao Stefano

                  Ich wurde nicht gefragt...ob ich geboren werden wollte...
                  Ich werde nicht gefragt...ob ich sterben will...
                  also lasst mich LEBEN...wie ich es will...!

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                  • #10
                    Der Pilz taucht in jedem noch so bescheiden recherchierten Artikel auf, der irgendwas mit Fussballfans und Ultras zu tun hat.
                    Heute fordert Pilz Toleranz und Freiraum, sowie Selbstregulierung der Kurve, morgen wieder mehr Einpferchung der Fans.
                    Heute kann er noch den Unterschied zwischen Ultra und Hooligan buchstabieren, morgen schmeißt er alles zusammen und kreiert den Begriff Hooltra (kein Mensch weiß, was das bedeuten soll).
                    Er behauptet von sich die repräsentativste Studie über Fussballfans angefertigt zu haben und diese in absehbarer Zeit zu veröffentlichen (das hör ich jedoch schon seit 2 Jahren, also genau dem Zeitraum in dem ich mich intensiver mit diesem Thema befasse).
                    Mit dieser Studie ist her Pilz nun aber auch schon ein knappes Jahrzehnt beschäftigt.

                    Für mich ist dieser Herr einzig und ein allein eins: ein Fördermittelabkassierer.
                    13.03.2010 - ECW Arena
                    23.12.2011 - Hammerstein Ballroom
                    04.01.2015 - Tokyo Dome
                    01./02./05.01.2015 - Korakuen Hall

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                    • #11
                      Thanks
                      Ciao Stefano

                      Ich wurde nicht gefragt...ob ich geboren werden wollte...
                      Ich werde nicht gefragt...ob ich sterben will...
                      also lasst mich LEBEN...wie ich es will...!

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                      • #12
                        Gestern "Hooligans" auf pro sieben....

                        Irgendwie konnte man schon kurz nach Filmbeginn erahnen wie das Ende ausschauen würde...der Film hat auch gezeigt das Ehrenkodexe NICHT mehr bestehen...keine Kinder dabei...ohne Waffen...nicht auf einen liegenden noch einschlagen...das gibt es heuer leider nicht mehr!!
                        ...ansonsten war der Film nett anzusehen...mehr aber nicht!
                        Ciao Stefano

                        Ich wurde nicht gefragt...ob ich geboren werden wollte...
                        Ich werde nicht gefragt...ob ich sterben will...
                        also lasst mich LEBEN...wie ich es will...!

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                        • #13
                          AW: Von Ultras und Fans

                          Wann begreifen diese Chaoten das sie dem Osten dadurch nur mehr schaden

                          800 Chaoten wüten in Leipzig

                          Erschreckende Jagdszenen, Schüsse und Verletzte: Nach dem mehrfach unterbrochenen Fußball-Pokalspiel des Bezirksligaklubs Lok Leipzig gegen den Landesligaverein Erzgebirge Aue II (0:3) vor 5000 Zuschauern griffen gewaltbereite Lok-Anhänger beim Abmarsch in Stadionnähe viele Polizeibeamte an. Rund 800 Chaoten stürmten auf die Sicherheitskräfte los, warfen gezielt mit Pflastersteinen und Betonteilen.

                          Insgesamt wurden 36 Polizisten sowie sechs Zivilpersonen verletzt und 21 Fahrzeuge beschädigt. Ein Zivilbeamter musste in akuter Notlage einen Warnschuss abgeben. Die Polizei wehrte sich mit Schlagstöcken und Pfefferspray, nahm bisher fünf Gewalttäter vorläufig fest. Gegen sie wird wegen Landfriedensbruchs ermittelt. Die Kriminalpolizei bildete eine Einsatzgruppe, die nun Videomaterial sichtet. Mit weiteren Festnahmen wird gerechnet.

                          Am maroden Bruno-Plache-Stadion, früher Heimstätte des inzwischen insolventen Bundesligavereins VfB Leipzig, spielten sich dramatische Gewaltszenen ab. Zwei Unbekannte rissen unter anderem die Tür eines Polizeiautos auf, ein darin sitzender Beamter wurde mit einer Schreckschusspistole attackiert. "Er fürchtete um sein Leben, konnte nicht wissen, dass es eine Schreckschusswaffe war", sagte Polizeirat Mario Luda. Es handelte sich um einen aufgesetzten Schuss, der Beamte erlitt ein Hämatom am Oberschenkel.

                          Nach dem Ausbruch der Gewalttätigkeiten griff zudem eine größere Anzahl von Hooligans zwei Zivilbeamte der Polizei an. Diese wurden zu Fall gebracht und dann durch ein "Spalier" skandierender Anhänger getrieben. Als ein Zivilbeamter durch körperliche Attacken erneut zu Fall kam, wurde er so bedrängt, dass er akute Lebensgefahr für sich befürchtete und einen Warnschuss abgab. Die Gewalttäter entfernten sich dennoch nicht, erst ein Einsatzkommando konnte den Beamten aus der Bedrohungslage befreien.

                          Kurz nach dem Anpfiff hatte der Schiedsrichter die Partie erstmals wegen gezündeter Feuerwerkskörper aus beiden Fanlagern unterbrochen. Auch in der zweiten Halbzeit unterbrach der Referee das Spiel für acht Minuten. Die Polizei, offiziell mit 300 Beamten im Einsatz, musste die Pufferzone zwischen den Fangruppen vergrößern.

                          Nach Spielende verlief der Abtransport der Gäste-Fans laut Poilzeibericht reibungslos. 80 gewaltbereite Lok-Anhänger versuchten allerdings, zum Abfahrtsort der Busse zu gelangen, was die Einsatzkräfte verhinderten. Wenig später eskalierte die Situation, als sich die Zahl der Angreifer auf rund 800 erhöht hatte. Auch Polizei-Pferde und -Hunde waren Ziel der offenbar geplanten Angriffe.

                          "Die Gewaltbereitschaft der Anhänger des 1. FC Lok wurde offensichtlich durch einige Personen koordiniert", heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Mit Erschrecken wurden bei der "Treibjagd" gegen die beiden Zivilbeamten auch "normale" Lok-Fans registriert, die heftige Parolen skandierten.

                          Der 1. FC Lok Leipzig gilt als Sammelbecken für rechtsgesinnte Personen. Hinweise auf einen solchen Hintergrund bei den Vorfällen am Sonnabend gab es laut Polizeiauskunft aber nicht.
                          Ciao Stefano

                          Ich wurde nicht gefragt...ob ich geboren werden wollte...
                          Ich werde nicht gefragt...ob ich sterben will...
                          also lasst mich LEBEN...wie ich es will...!

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                          • #14
                            AW: Von Ultras und Fans

                            Zitat von Stefano Beitrag anzeigen
                            Wann begreifen diese Chaoten das sie dem Osten dadurch nur mehr schaden
                            Leider schaden diese Assis nicht nur dem Osten! Sondern ganz Fussballdeutschland! Sie machen unseren Sport kaputt!
                            EISERN
                            siko®

                            Unsre Herrn, wer sie auch seien, sehen unsre Zwietracht gern, denn solang sie uns entzweien, bleiben sie doch unsre Herrn. (Bert Brecht) "Sie dachten sie wären an der Macht, dabei waren sie nur die Regierung." (Kurt Tucholsky)

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                            • #15
                              AW: Von Ultras und Fans

                              habs heute in der Zeitung gelesen. 5000 Zuschauer, davon 800 Hools?! Das ist eine verdammt hohe Quote (16 der Zuschauer)! Da muss gegen vorgegangen werden, solange die noch in der 10.Spielklasse oder so rumdümpeln...lasst die mal in die Regionalliga aufsteigen, dann ist Sense, dann werden die ein Stadion nach dem anderen abreißen!

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