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DADAT, die Alles direkt Bank. Österreichischer Broker

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  • #16
    AW: DADAT, die Alles direkt Bank. Österreichischer Broker

    Zitat von cordo212 Beitrag anzeigen
    Ich sehe hier schon einen Vorteil, nämlich (das weißt du sicher eh auch) das Thema der im [WIKI]Fonds[/WIKI] gleich wiederveranlagten Gewinne ("ausschüttungsgleiche Erträge" ist der steuerrechtliche Begriff).

    Um die Versteuerung musst du dich bei LYNX ja selber kümmern, und das kann unter Umständen echt aufwändig sein.

    Fall 1 - [WIKI]Fonds[/WIKI] meldet/deklariert die wiederveranlagten Gewinne ("Meldefonds")
    Abrufbar sind diese Meldungen, die nach Ende eines jeden Geschäftsjahres fällig werden, unter www.profitweb.at bei der Österreichischen Kontrollbank.

    Gibt es eine solche Meldung, so sind die darin angeführten "ausschüttungsgleichen Erträge" zu versteuern und in die eigene Steuererklärung mit zu übernehmen (Formular E1kv)

    Grundsätzlich wird ein [WIKI]Fonds[/WIKI] eine solche Meldung dann absenden, wenn er sich generell an ein europäisches (österreichischen) Publikum wendet. Oftmals sind solche Produkte davon betroffen, die beispielsweise mittels Sparplan bei den diversen heimischen Brokern gespart werden können.

    Fall 2 - [WIKI]Fonds[/WIKI] meldet/deklariert keine wiederveranlagten Gewinne ("Nicht-Meldefonds")
    Das ist dann der Fall, wenn ein [WIKI]Fonds[/WIKI] sich nicht vordergründig an ein europäisches / österreichisches Publikum wendet.

    Beispiel: SPY (die Original-Version aus den USA, nicht die Europa-Wiederauflage mit irischer ISIN)

    Hier werden mit 31.12. eines jeden Jahres pauschaliert "auschüttungsgleiche Gewinne" angenommen, die sodann zu versteuern sind.

    Und zwar:
    • 90 % des Unterschiedsbetrages zwischen dem Kurswert zum 1.1. und 31.12. eines Kalenderjahres, ODER
    • 10 % des Kurswertes zum 31.12. eines Kalenderjahres


    Aus obiger Auswahl ist die größere Summe als ausschüttungsgleicher Gewinn anzunehmen und zu versteuern.

    Diese Variante ist unter Umständen wesentlich teurer (es fallen auch Gewinne an aus steuerlicher Sicht, wenn vielleicht die ganze über tatsächlich nur Verluste angefallen sind) - dafür ist sie aber einfacher zu zu handhaben.

    Wenn Auslandsdepot und [WIKI]Fonds[/WIKI], dann würde ich eher nur solche mit pauschalierter Besteuerung nehmen.

    Hinfällig wird diese übrigens dann komplett, wenn man die [WIKI]Fonds[/WIKI]-Anteile nicht über den Jahreswechsel hinweg hält, also beispielsweise kurz davor verkauft und sich im neuen Jahr wieder erneut einkauft.

    Auch könnte man, um beim Beispiel des SPYs zu bleiben, sich mit Optionsgeschäften derart absichern, sodass man die Kursbewegungen des [WIKI]Fonds[/WIKI] auch dann 1:1 in der Zeit über den Jahreswechsel mitmacht, in der man die Anteile gar nicht hält. Wirklich anwendbar ist dies aber nur bei Fondsanteilen zu Ganzen von 100 Vielfachen Anteilen. Bei Weiterdenken des SPYs, mit Stückpreisen von ca. € 220,- sind Einheiten zu ganzen 100 Stück dann schon eher unwahrscheinlich für den normalen Privatanleger.

    Aber egal - wie man sieht geht es auch auf einem Auslandsdepot, [WIKI]Fonds[/WIKI]/ETFs/REITs zu halten.

    Und natürlich gilt: Beim [WIKI]Broker[/WIKI] in Österreich erspart man sich nichts in Sachen [WIKI]Steuern[/WIKI], er nimmt einem als Anleger nur das Rechnen ab und zieht die anfallende Steuer gleich vom Verrechnungskonto ab.


    Selber würde ich eher zu einem [WIKI]Fonds[/WIKI] mit pauschaler Gewinnannahme bei einem Auslandsdepot tendieren (aktuell halte ich Anteil an einem Meldefonds-[WIKI]ETF[/WIKI] und nutze dazu ein [WIKI]Depot[/WIKI] bei Flatex)

    Die Gewinne übrigens - egal ob Meldefonds oder Nicht-Meldefonds - erhöhen immer den Einstandswert der Fondsanteile. Bei einem späteren Verkauf ist die Steuer also nicht ganz verloren, da sich dadurch evtl. ein Verlust ergeben kann der wiederum als Steuergutschrift verwendbar ist (Gegenrechnung mit Gewinnen des gleichen Kalenderjahres).
    Zitat von Marquis Beitrag anzeigen
    Danke für die ausführlichen Antworten.

    Noch eine Frage. Wenn Ich Divenden zB aud D kassiere zB von VW. (egal von wem) Dann behält der deutsche Staat ja dort die Quellsteuer ein. ca 28%. DFann nimmt der Österreichische Statt 27,5% und dann hol ich mir das beim Finanzamt wieder zurück weil ich mir die 28% aus D anrechnen lassen kann.

    Stimmt das so in etwa???
    Ich denke, da kann ich Dir auch weiterhelfen: Von den deutschen (und schweizer) Finanzbehörden wird eine Bestätigung der Wertpapierverwahrbank verlangt, für deutsche Aktien ist das in der Regel die Clearstream AG. Diese Bestätigung musst Du bei deinem [WIKI]Broker[/WIKI] bestellen, die [WIKI]Preise[/WIKI] sind unterschiedlich, IB verlangt 60EUR, bei Flatex wurden die [WIKI]Preise[/WIKI] 2018 gesenkt, ich glaube hier kostet es für D Aktien dzt. 30EUR. Wohlgemerkt: Pro [WIKI]Aktie[/WIKI] und pro gezahlter [WIKI]Dividende[/WIKI]. Diese Bestätigungen schickst Du gemeinsam mit einer Ansässigkeitsbestätigung des Finanzamtes nach D. Das musst Du bei Deiner Anlagestrategie berücksichtigen, da haben sich schon viele geärgert.
    15% der deutschen Quellensteuer sind in A anrechenbar, d.h. Du zahlst 12,5% KESTII.

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    • #17
      AW: DADAT, die Alles direkt Bank. Österreichischer Broker

      Du meinst sicher pro Aktien Position und dann nochmal für die selbige [WIKI]Dividende[/WIKI]. Das wären ja bis zu 120€ nur Gebühren auf eine Auslandsaktien Position, um dann erst über 40% der [WIKI]Dividende[/WIKI] an den Fiskus abzuführen....

      Greisft das gleiche Schema auch bei US Aktien?
      Will mit 35 in Pension gehen.

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      • #18
        AW: DADAT, die Alles direkt Bank. Österreichischer Broker

        Zitat von Marquis Beitrag anzeigen
        Du meinst sicher pro Aktien Position und dann nochmal für die selbige [WIKI]Dividende[/WIKI]. Das wären ja bis zu 120€ nur Gebühren auf eine Auslandsaktien Position, um dann erst über 40% der [WIKI]Dividende[/WIKI] an den Fiskus abzuführen....

        Greisft das gleiche Schema auch bei US Aktien?
        Nein, die USA behalten 15% ein (zumindest für Deutsche die das Formular W8BEN ausgefüllt haben wegen dem vorhandenen Doppelbesteuerungsabkommen aber zumindest Ösiland hat das sicher auch). Das heißt Du mußt nix zurückfordern von den Amis sondern nur noch was zu zahlen in DE. Dafür verlangt zumindest mein Finanzamt keine Dividendenbestätigungen sondern akzeptiert die Angaben auf den Kontoauszügen /der Dividendenübersicht des Brokers. Ok, ist vielleicht bei anderen Ämtern anders.

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        • #19
          AW: DADAT, die Alles direkt Bank. Österreichischer Broker

          Zitat von Marquis Beitrag anzeigen
          Du meinst sicher pro Aktien Position und dann nochmal für die selbige [WIKI]Dividende[/WIKI]. Das wären ja bis zu 120€ nur Gebühren auf eine Auslandsaktien Position, um dann erst über 40% der [WIKI]Dividende[/WIKI] an den Fiskus abzuführen....

          Greisft das gleiche Schema auch bei US Aktien?
          Gemeint war: Eine Bestätigung pro Aktienposition und Dividendenzahlung, in der Regel eine Bestätigung pro Position und Jahr.

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          • #20
            AW: DADAT, die Alles direkt Bank. Österreichischer Broker

            Die [WIKI]Preise[/WIKI] oben sind nicht ganz korrekt.

            Bei [WIKI]Interactive Brokers[/WIKI] bzw. den diversen dazugehörigen Introducing Brokers kostet ein Tax Voucher (Fachbegriff "Einzelsteuerbescheinigung" nach deutschem Recht) € 30,-

            Bei Flatex AT € 15,90

            Die Unterlagen sind zusammen mit einem mehrseitigen Formular in 2-facher Ausfertigung, inkl. vom österr. Finanzamt darauf bescheinigtem Wohnsitz an das Bundeszentralamt für [WIKI]Steuern[/WIKI] in Bonn zu senden.

            So erhält man die zu viel gezahlte Quellensteuer irgendwann zurück.


            In Österreich hingegen, wo man als Österreicher die [WIKI]Dividende[/WIKI] letztendlich versteurt gilt (wurde oben auch schon geschrieben):

            Quelltensteuer (QSt) in DE, wird Dividendenzahlungen abgezogen: 26,375 %
            davon anrechenbar in Österreich: 15 %-Punkte

            Steuer (KESt) in Österreich auf Dividenden: 27,5 %

            ergibt unter Berücksichtigung der anrechenbaren deutschen QSt:

            27,5 % minus 15 % anrechenbarer QSt: 12,5 %


            Zusammengefasst also:
            in DE "an der Quelle" einbehalten: 26,375 %
            in AT zu bezahlen: 12,5 %

            macht gesamt: 38,875 %


            Voererst "verloren" sind die 11,375 %, die in Deutschland zu viel einbehalten wurden.
            Das ist jene Summe, die man sich beim Bundeszentralamt für [WIKI]Steuern[/WIKI] in Bonn zurückholen kann (mittels Tax-Voucher, Formular in doppelter Ausfertigung, beide Ausfertigung mit Original-Stempel der österreichischen Finanz).

            Der Antrag auf Rückerstattung muss übrigens in Papier per Post erfolgen. Seltsam, aber ist so.


            Und um auf den Teil in Österreich zurück zu kommen:

            Dort führt man in der nächsten Steuererklärung einfach jeweils die Summen aller Zahlungen an (Dividenden, anrechenbare 15%-QSt) und sendet die eingegebenen Zahlen via "Finanz Online" ab. Nachweise wie Abrechnungen, Depotauszüge, etc. will das Finanzamt ausdrücklich nicht, bzw. wird beim Absenden gesondert darauf hingewiesen, keinerlei Unterlagen zu senden.

            Natürlich müssen die Unterlagen aber grundsätzlich vorhanden sein und auch aufbewahrt werden (7 Jahre für eine allfällige Kontrolle)
            Zuletzt geändert von cordo212; 09.04.2018, 17:03.

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            • #21
              AW: DADAT, die Alles direkt Bank. Österreichischer Broker

              Zitat von cordo212 Beitrag anzeigen
              Die [WIKI]Preise[/WIKI] oben sind nicht ganz korrekt.

              Bei [WIKI]Interactive Brokers[/WIKI] bzw. den diversen dazugehörigen Introducing Brokers kostet ein Tax Voucher (Fachbegriff "Einzelsteuerbescheinigung" nach deutschem Recht) € 30,-

              Bei Flatex AT € 15,90

              Die Unterlagen sind zusammen mit einem mehrseitigen Formular in 2-facher Ausfertigung, inkl. vom österr. Finanzamt darauf bescheinigtem Wohnsitz an das Bundeszentralamt für [WIKI]Steuern[/WIKI] in Bonn zu senden.

              So erhält man die zu viel gezahlte Quellensteuer irgendwann zurück.




              In Österreich hingegen, wo man als Österreicher die [WIKI]Dividende[/WIKI] letztendlich versteurt gilt (wurde oben auch schon geschrieben):

              Quelltensteuer (QSt) in DE, wird Dividendenzahlungen abgezogen: 26,375 %
              davon anrechenbar in Österreich: 15 %-Punkte

              Steuer (KESt) in Österreich auf Dividenden: 27,5 %

              ergibt unter Berücksichtigung der anrechenbaren deutschen QSt:

              27,5 % minus 15 % anrechenbarer QSt: 12,5 %


              Zusammengefasst also:
              in DE "an der Quelle" einbehalten: 26,375 %
              in AT zu bezahlen: 12,5 %

              macht gesamt: 38,875 %


              Voererst "verloren" sind die 11,375 %, die in Deutschland zu viel einbehalten wurden.
              Das ist jene Summe, die man sich beim Bundeszentralamt für [WIKI]Steuern[/WIKI] in Bonn zurückholen kann (mittels Tax-Voucher, Formular in doppelter Ausfertigung, beide Ausfertigung mit Original-Stempel der österreichischen Finanz).

              Der Antrag auf Rückerstattung muss übrigens in Papier per Post erfolgen. Seltsam, aber ist so.


              Und um auf den Teil in Österreich zurück zu kommen:

              Dort führt man in der nächsten Steuererklärung einfach jeweils die Summen aller Zahlungen an (Dividenden, anrechenbare 15%-QSt) und sendet die eingegebenen Zahlen via "Finanz Online" ab. Nachweise wie Abrechnungen, Depotauszüge, etc. will das Finanzamt ausdrücklich nicht, bzw. wird beim Absenden gesondert darauf hingewiesen, keinerlei Unterlagen zu senden.

              Natürlich müssen die Unterlagen aber grundsätzlich vorhanden sein und auch aufbewahrt werden (7 Jahre für eine allfällige Kontrolle)

              Cordo212

              Danke für die Korrektur, da hat mir mein Gedächtnis einen Streich gespielt!
              Ein Kritikpunkt bei flatex ist, dass sie dauernd ihre [WIKI]Preise[/WIKI] und Konditionen ändern, das soll jetzt keine Entschuldigung sein, aber man muss wirklich immer im Preisverzeichnis nachschauen.

              Danke nochmals!

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              • #22
                AW: DADAT, die Alles direkt Bank. Österreichischer Broker

                Danke an @mrvertigo

                bin deiner Bermerkung zu REITS nachgegangen und habe interessante Möglichkeiten gefunden.
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