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Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

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  • AW: Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

    In der Bilanz von Microsoft gibt es unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten den Punkt "Securities lending payable " mit 814 Mio USD.

    Microsoft schreibt dazu:
    We lend certain fixed-income and equity securities to increase investment returns. The loaned securities continue to be carried as investments on our balance sheet. Collateral and/or security interest is determined based upon the underlying security and the creditworthiness of the borrower. Cash collateral is recorded as an asset with a corresponding liability.
    Heißt das, dass diese Verbindlichkeiten in Wirklichkeit gar nicht bestehen und dieser Punkt quasi nur einen möglichen Ausfall des Ausleihenden vorwegnimmt? Also ähnlich wie eine Rückstellung für den Fall eines Ausfalls des Schuldners.

    Wenn sich jemand damit auskennt, wäre ich für ne detailierte Erläuterung dankbar.
    "An economist is an expert who will know tomorrow why the things he predicted yesterday didn't happen today."
    - Laurence J. Peter

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    • AW: Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

      Also mit aller Vorsicht. Meine Bilanzkenntnisse sind begrenzt. Ich denke dies sind Bilanztricks um die Gewinne (erstmals) zu verringern. Quasi Rücklagen, steuerbefreit (?!) zu schaffen. Ist aber nur eine Vermutung!

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      • AW: Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

        Zitat von Karl Eugen Beitrag anzeigen
        Also mit aller Vorsicht. Meine Bilanzkenntnisse sind begrenzt. Ich denke dies sind Bilanztricks um die Gewinne (erstmals) zu verringern. Quasi Rücklagen, steuerbefreit (?!) zu schaffen. Ist aber nur eine Vermutung!
        Das war auch meine Vermutung. Aber eben nur eine Vermutung.

        Sonst hab ich diesen Punkt nur noch bei Google gesehen (ausgenommen Finanzunternehmen). Google weist sogar 3 Mrd $ so aus.
        "An economist is an expert who will know tomorrow why the things he predicted yesterday didn't happen today."
        - Laurence J. Peter

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        • AW: Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

          Ich hab's mir jetzt von jemanden erklären lassen, der das beruflich macht. Wenn es jemanden interessiert, dann würde ich ein paar Zeilen dazu schreiben. Da es aber ziemlich komplex und sehr theoretisch ist, erspar ich mir ansonsten die Mühe.

          Kurz gesagt: Standard ist, die Sicherheiten nicht auf der Assetseite zu verbuchen und dementsprechend gibt's bei den Passiva auch keine Gegenposition. Die Art wie Google und MS das machen (Sicherheit auf Aktivseite verbucht und Gegenforderung bei Passiva gebildet), ist eher ungewöhnlich und dient normalerweise für Repo-Geschäfte (die MS und Google aber mit ihren Cashbeständen nicht nötig haben).

          Will man also den "wahren Cashbestand" von MS erfahren, sollte man die securities lending payable vom Cashbestand abziehen.
          "An economist is an expert who will know tomorrow why the things he predicted yesterday didn't happen today."
          - Laurence J. Peter

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          • AW: Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

            Hi,
            hat sich hier mal jemand fundamental mit Gerry Weber beschäftigt ?
            Was erwartet ihr so für die [WIKI]Aktie[/WIKI] ?

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            • AW: Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

              So. Ich hatte gut 1 Jahr lang keine Lust zu schreiben und eine Pause hier im Forum eingelegt. Nur hin und wieder mal einen Kommentar hinterlassen. Vielleicht krieg ich jetzt wieder mehr Lust und schreibe etwas regelmässiger.

              Es bietet sich zur Zeit eine sehr interessante Fallstudie an für die Aktienanalyse. Wir werden täglich mit neuen News aus allen möglichen Quellen überschüttet, die meistens keine echten News sind sondern nur Gesabbel und wiederaufbereiteter Kaffee der Nachrichtenagenturen. Die Emotionen kochen hoch, Gerüchteküche, Käufer sitzen auf 40-60-80% Kursverlusten und jeden Tag geht ein Hedgefunds mehr auf die Shortseite in dieser Aktie. Was sonst nur bei Zockerwerten passiert, passiert gerade bei einem DAX Wert. Analysten die Ihre Kursziele von 45 Euro auf 11 Euro je Aktie senken. Ich rede von der Kali und Salz AG Aktie.

              Kali & Salz ist in 3 Geschäftsbereichen unterwegs. Die Herstellung von Salz (z.B. für den Winterdienst), Sonstiges (ein kleiner Geschäftsbereich mit zu vernachlässigendem Umsatz/Gewinn) und dem Geschäftsbereich Kali & Magnesium der ganz erheblich für Gewinn/Umsatz verantwortlich und der auch für diese Turbulenzen verantwortlich ist. Der Kurs fiel bereits seit längerer Zeit, die Entwicklung seit Ende Juli hat noch einmal an Geschwindigkeit zugenommen. Ist K&S auf dem Weg zum Pennystock und muss den DAX bald verlassen?

              Grund für die aktuellen Turbulenzen ist die folgende Meldung:
              http://www.stern.de/wirtschaft/geld/...l-2044741.html

              Die Uralkali, einer der grössten Produzenten von Kali, hat ein Exportbündnis mit der Belaruskali verlassen und kündigt an, daß man demnächst mehr Volumen liefern wird. Der Weltmarktpreis könnte dadurch deutlich fallen und man nimmt das in Kauf da es jetzt zur Strategie passt. Man befürchtet durch die geplatzte Kooperation, Belaruskali verkauft jetzt auf eigene Rechnung nach China rein, Marktanteile zu verlieren. Als ganz großer der Branche lässt man sich das nicht gefallen. Was letztendlich dahinter steht, manche vermuten sogar den Kreml dahinter, ganz wilde spekulieren auf eine Übernahme die von Goldman Sachs vorbereitet wird (als etwas älterer Börsianer kann ich sagen, daß 99% aller Spekulationen schon fast ins lächerlich gehen).

              Kali & Salz Aktie Chart

              Kali & Salz fand ich schon vor mehr als 2-3 Jahren teuer. Wie würde ich Kali & Salz nach einem 40% Kursrutsch allein in den letzten Wochen einschätzen ? Ich mach mal den Versuch einer Analyse und wir schauen gleich in die Zahlen rein. Ich hab die Gewinne / Umsätze der K&S AG und einige andere Kennzahlen der letzten Jahre in der folgenden Excel zusammengetragen.

              K&S - Kali und Salz AG - ist die Aktie nach 40% Kursverlust schon billig ?

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Kalibewertung Excel.jpg
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Größe: 100,4 KB
ID: 3905486

              die Gewinnentwicklung der letzten Jahre im Bereich Kali und Magnesium ist interessant anzuschauen. Besonders der Umsatz & Gewinnsprung der Jahre 2005,2006 und was dann in 2007, 2008,2009 passierte ist interssant. Um das zu verstehen sollte man sich den Chart des Rohstoffes vielleicht einmal anschauen. Wie hat sich der Rohstoff Pottasche / Kali (Potash Chlorid) in den letzten 15 Jahren verhalten.

              Die anderen Geschäftsbereiche der K&S sind nicht so volatil, daher lohnt es sich bei der K&S besonders diesen wichtigen Geschäftsbereich Kali&Magnesium anzuschauen. Hier entscheidet sich mehr oder weniger die "Bewertungsschlacht" für die Aktionäre und Hedgefunds. Das besondere an K&S ist jetzt, daß man ein Milliardenprojekt in Kanada plant in dem man die nächsten Jahre 3 Jahre insgesamt ca. 3 Milliarden Euro investieren muss (es gab bereits 2x eine Korrektur der Kosten nach oben und 2x eine Verschiebung des Starttermins um jetzt inzwischen fast 2 Jahre. Es wurde seit über 40 Jahren keine neue Mine in der Grössenordnung gebaut wie es K&S jetzt gerade vorhat). Das andere ist die Rückzahlung einer Anleihe die nächstes Jahr zurückgezahlt werden muss, ausstehendes Volumen 750 Millionen Euro. K&S verfügt per Ende Q1/2013 über ein netto Finanzvermögen von 1,5 Mrd. Euro und einer Kreditliniein Höhe von 1 Mrd. Euro.

              15 Jahre Potassium Chlorid Chart von Indexmundi

              meine These ist, daß dieser enorme Gewinnsprung der letzten Jahre, die Kursteigerungen in der Kali und Salz Aktie von 4000% und mehr (die in den Geschäftsberichten für meinen Geschmack zu sehr als "eigene Leistung" verkauft wurden) das Ergebnis einer weltweiten Rohstoffblase ist. Alteisen, Gold, Pottasche, Zucker und fast alle Rohstoffe und ergo auch die Unternehmen aus dieser Branche konnten sich über einen riesigen "Windfall" Profit freuen für den Sie letztlich nichts konnten. Am Ende dieser jahrelangen Rohostoffhausse war fast jeder Hedgefunds, normale Fonds investiert. Es wurden sogar ETF und ETC aufgelegt, die am Hoch mehrere Milliarden Volumen hatten, die z.B. direkt in Gold investierten (der ETF Gold Spider hatte +10 Milliarden Dollar am Hoch). Das ganze Geld in diesen Instrumenten schätze ich als sehr spekulativ ein, beim kleinsten Kursrutsch ist das Geld genauso schnell draussen wie es drin war.

              Für die Bewertung der Aktie und wie ich das Chance / Risikoverhältnis sehe ist diese These natürlich essentiell. Wer hier völlig anderer Meinung ist, begründet oder unbegründet, wird zu völlig anderen Schlussfolgerungen kommen.

              Was wäre wenn Szenario - was preist die Börse gerade ein
              Ich habe eine Zahlenspielerei "Was wäre wenn" gemacht und die Ergebnisse (EBIT1) der letzten 3 Jahre gemittelt per einfachem Durchschnitt. Ich erkläre ein bisschen ausführlicher damit zu sehen ist wie man so eine Analyse machen könnte, auch wenn man soetwas noch nie gemacht hat. Es ist wirklich einfach und kann von jedem erstellt werden der überhaupt keine Ahnung von Bilanzen, IFRS oder sonstwas hat.

              Ich habe ganz simpel 3x die EBIT´s aufaddiert und dann mit der Zahl 3 dividiert. Soweit so gut. Dieses EBIT habe ich dann mit einem Multiplikator versehen. Das macht man so, auch in der besten Investmentbank klatscht man ein Multiple auf den Jahresgewinn und kann mit den Kaufpreisverhandlungen anfangen (egal ob Übernahme eines Unternehmens per Aktienkauf oder die Frittenbude von nebenan)

              Die Multiplikatoren für den Jahresgewinn sind 7/11/14. In meiner Annahme bin ich also bereit das 7fache des EBIT für die K&S AG zu zahlen, das 11fache, das 14fache.

              (ich rechne normalerweise immer mit EBT.. nicht EBIT und würde dann zugestehen um 1 hochzugehen im Multiplikator - da K&S nicht viel Schulden / Zinsen hat, hab ich einfach 1 abgezogen im Multiplikator, ich war zu faul jetzt in allen GB nach den EBT zu suchen).

              Hier muss man eine weitere Annahme für die Bewertung treffen. Der DAX, ein schön diversifizierter Index, mit den 30 grössten Unternehmen/schwersten Aktien in deutschland ist mit einem KGV von 15 schon "relativ" teuer bzw. nicht mehr günstig. Der DAX ist mit einem KGV von 7/8 eher als günstig zu bezeichnen, wenn die Gewinne normal sind.

              Das heisst mein KGV von 7 ist im Zweifelsfall eher zu hoch. K&S ist sicher mit mehr Risiko behaftet als ein Index mit 30 Aktien. Vielleicht sollte man da eher mit KGV 5 rechnen, ab dann wäre eine K&S billig... im Tief. (man kann jetzt viele, viele Milchmädchenrechnungen machen). Die Multiples für den Bereich Mining liegen höchstens bei 6 ..im Tief.... wenn wir irren wollen dann lieber zu vorsichtig als zu optimistisch.

              Wir rechnen also mit relativ hohen EBIT Zahlen aus den letzten 3-5 Jahren wenn wir die Annahme vertreten das alles eine Rohstoffblase war. Wenn wir die EBIT aus den Jahren 2007 oder ähnlich nehmen sieht jeder, daß die K&S viel weniger verdienen würde in Zukunft.



              Und hier wird es spannend. Wenn ich die Gewinne der letzten 3 Jahre nehme und das mit einem KGV von 7 versehe dann müsste die K&S Aktie schon doppelt so hoch sein verglichen mit Schlusskurs von Freitag. Ist Sie aber nicht.

              Die Hedgefunds und der Markt preist ganz andere Szenarien ein. Was preist er ein ? Massiv fallende Kalipreise. Sind die Kalipreise der letzten Jahre nur Phantasie und nicht nachhaltig ? oder preist der Markt zusätzlich noch etwas mit Legacy ein ? Finanzierung passt nicht, kommt später usw.

              wenn der Markt nur die letzten 3 Jahre nehmen würde, hätte man fast 100% Kursgewinn sicher, Kurs der Kali Aktie am Freitag ca. 18,30 € / Marktkapitalisierung 3,48 Mrd €, die Hedgefonds decken noch lange nicht ein.

              wer ganz sicher ist, daß die HF falsch liegen kann bald 100% Kursgewinn vereinnahmen. Bei einem KGV von 14 und normalen Gewinnen der Vergangenheit sind sogar mehrere hundert Prozent möglich .... (Sicher und Börse... alles ist relativ)

              Ich gehe davon aus, daß K&S in den nächsten 12 Monaten massive Cashflowprobleme bekommen wird. Selbst bei einem Status Quo des Kalipreises reicht etwas bei der Finanzierung nicht. Darauf scheinen auch die HF zu spekulieren.

              Für das Projekt in Kanada muss jährlich 700 Millionen oder 800 Millionen Euro investiert werden, es gibt im Geschäfts/Quartalsbericht eine Anlaufkurve der Investitionen in grafischer Form der es nicht 100% zu entnehmen ist. Kali und Salz hat hohe Kosten, Kali und Salz kann den Output nicht mehr steigern weil man bereits an der Kapazitätsgrenze fährt.

              Wenn an den Gerüchten und der Aussage von Uralkali nur ein Fünkchen Wahrheit ist (ich halte es für 100% glaubwürdig und nachvollziehbar die Strategie von Uralkali) wird der Kalipreis sinken. K&S wird als teuerster Anbieter der Branche (die höchsten Förderkosten) und als Anbieter der seinen Output nicht mehr erhöhen kann voll erwischt von fallenden Preisen. Die Anleihe in Höhe von 750 Millionen muss in 2014 zurückgezahlt werden und das Projekt in Kanada muss auch fertiggestellt werden da die Kosten in Deutschland irgendwie aus dem Ruder laufen und die Minen noch eine Restzeit von 35 Jahren haben in Deutschland.

              Eine Dividendenkürzung für 2014 und auch weiteres Kapital in Form einer Kapitalerhöhung bzw. neuen Anleihen sehe ich als fast unausweichlich an. Das Szenario wird auch nicht schlagartig besser für K&S wenn die Kalipreise sich nicht weiter nach unten bewegen. Die aktuellen Kalipreise und die Erwartung in der Zukunft lässt befürchten, daß Legacy zwar einen Beitrag zum Cashflow leisten kann und auch die Kapitalkosten verdienen wird aber wohl niemals (erst ab 30-40 Jahren) sich anfängt zu amortisieren. Auch in diesem Fall, der ja letztlich nur Status Quo bedeutet, sehe ich keine Phantasie.

              Negativ sind auch Dutzende Projekte die geplant werden als echte Greenfield Projekte (Minen die ganz neu gebaut/gebuddelt werden). Western Potash, Potashridge, Karnalyte, Eurochem, BHP und zig andere planen neue Minen. Bei höheren Kalipreisen ist ständig die Gefahr gegeben, daß es einen riesigen Angebotsüberhang geben wird.

              Ich rate daher vom Kauf dieser Aktie auch nach 40% Kursrutsch ab. Sogar im Gegenteil, ich sehe einen fairen Kurs der Aktie bei um die 10 Euro wenn die Kalipreise fallen. Der agressive Investor könnte sein Depot hedgen wenn er eine Shortposition in K&S eingeht (nur ganz erfahrenen Investoren zu empfehlen). Bleiben die Kalipreise wo Sie sind ist der faire Wert der Aktie eher bei 15 Euro als bei knapp über 18 Euro je Aktie per Schlusskurs Xetra vom Freitag.

              Es gibt einfach kein Land für K&S im Moment meiner Meinung nach. Bei fallenden Kalipreisen (schaut Euch die Gewinne/Umsätze der letzten Jahre an) sind die Kosten inzwischen das was im Jahr 2007 noch der Umsatz war und K&S ist ein Pleitekandidat der langsam ausbluten wird. Bei gleichbleibenden Kalipreisen wird Legacy immer noch kein Selbstläufer und die Finanzierung wackelt. Alle anderen aus der Branche haben auch 30-50% Kursverlust hingenommen und stellen meiner Meinung nach ein sichereres Investment dar. Ein Invest in K&S zwängt sich nicht auf. Wenn man generell an die Story Wachstum, bessere Ernährung, mehr Weltbevölkerung glaubt sollte man die anderen Aktien näher anschauen.

              Wer bereits auf hohen Kursverlusten sitzt in Kali und Salz sollte ebenso verkaufen um steuerliche Verluste mitzunehmen. Es gibt ja kaum jemanden der wohl Geld verloren hat an den Börsen in den letzten 6-12 Monaten oder länger. Vielleicht gibt es da etwas zu verrechnen und man nimmt die meiner Meinung nach doch recht hohen weltweiten Aktienkurse jetzt mit um ein bisschen Cash zu sammeln im Depot.

              Nur in einem Szenario wird sich die K&S Aktie lohnen. Im Falle von steigenden Kalipreisen. Durch die enorm hohen Kosten hat Kali und Salz den höchsten Gewinnhebel in der Branche. K&S ist ein Helbelzertifikat mit endloser Laufzeit, allerdings auch mit einer Wahrscheinlichkeit auf Totalverlust bzw. massiv weiter fallende Kurse.

              Als Investor hat man auch die Möglichkeit sich einige Explorer anzuschauen. Diese haben bis zu 80% Kursverlust, haben relativ günstige Outputkosten in Ihren Greenfield Projekten und es gibt einige an denen bereits sehr grosse Investoren beteiligt sind. Bei Western Potash ist z.B. der chinesische Staat indirekt eingestiegen über die CNOOC.

              jetzt noch einige Links mit weiteren Infos. Ich werde diesen Post noch versuchen zu ergänzen. Für heute reicht es erstmal.

              Links mit Hintergrundinfos zum Kali / Potash Markt

              Neue Zürcher Zeitung mit dem Versuch einer Erklärung für die Beweggründe

              Potash Corporation Chef zu der Pressemeldung und Situation

              Werden Sie sturmreif geschossen Herr K&S fragt die Welt

              die ganze Branche ist auf Credit Watch negativ. Hier ein Fitchrating

              100 Jahre Potash

              K&S erhöht Investitionen für Legacy Projekt

              Kali und Salz AG 5 Jahres Zahlen

              Webseite der Uralkali

              Potash Corporation Webseite

              freue mich auf Feedback. Bis bald.
              Robert
              Zuletzt geändert von BAIKAN; 11.08.2013, 22:57.
              Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf meinem Blog oder sonstwo... Valueinvesting, Aktienanalyse und der tägliche Wahnsinn
              xingxingxing https://www.xing.com/profile/Robert_Hartel
              https://www.wikifolio.com/de/VALUEZZ...-Aktienanalyse

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              • AW: Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

                Respekt für die Mühe, die du dir gemacht hast, Baikan

                Ich hab lange überlegt, ob ich hier was schreiben soll und im Grunde hat so ein Beitrag auch eine ausführliche Antwort verdient, nur leider hab ich dafür derzeit nicht die Muße. Aber da du so vehement und eindeutig von einem Investment abrätst, muss ich doch ein paar Dinge sagen, die ich nicht ganz so sehe.

                Erstmal: Es steht und fällt natürlich alles mit dem Kalipreis. Das ist im Grunde die bestimmende Variable. (wenigstens für diesen Geschäftsbereich von K+S)
                Solch eine Aussage wie von Uralkali würde in jeder Branche extreme Verwerfungen verursachen, aber besonders bei Rohstoffen (wo die Endprodukte sich eins zu eins gleichen). Man stelle sich mal vor Pepsi würde heute verkünden, das Pepsi Cola für 10 Cent je Liter in den Handel zu bringen, um all deren Mitbewerber in den Ruin zu treiben. Das würde auch die Coca Cola Company in ernste Schwierigkeiten bringen (und wir reden hier von wahrscheinlich einem der besten Unternehmen der Welt (für Investoren)).

                Soweit stimme ich mit den Aussagen von Baikun völlig überein.

                Ob wir uns an dem Peak einer Rohstoffe-Hausse befinden oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wenn man dieser Meinung ist, sollte man tunlichst die Finger von allen Bergbauunternehmen und Rohstoffen lassen, und braucht gar nicht weiterzulesen.

                Wenn man, so wie ich, nicht der Meinung ist, dann kann darf man weiterlesen

                Jetzt kommt ein etwas "unfairer" Abschnitt, weil es immer leicht ist, aus einem sehr langen fremden Beitrag, einzelne Stückchen rauszupicken und diese zu kritisieren. Aber ich hab meine Meinung ja schon im K+S-Thread des öfteren verbreitet und mit diesem stimme ich noch größtenteils überein, deswegen dürft ihr meine alten Beiträge dort auch gerne zerpflücken.

                So hier jetzt die Abschnitte zu denen ich was anzumerken habe:

                Für das Projekt in Kanada muss jährlich 700 Millionen oder 800 Millionen Euro investiert werden, es gibt im Geschäfts/Quartalsbericht eine Anlaufkurve der Investitionen in grafischer Form der es nicht 100% zu entnehmen ist. Kali und Salz hat hohe Kosten, Kali und Salz kann den Output nicht mehr steigern weil man bereits an der Kapazitätsgrenze fährt.

                Wenn an den Gerüchten und der Aussage von Uralkali nur ein Fünkchen Wahrheit ist (ich halte es für 100% glaubwürdig und nachvollziehbar die Strategie von Uralkali) wird der Kalipreis sinken. K&S wird als teuerster Anbieter der Branche (die höchsten Förderkosten) und als Anbieter der seinen Output nicht mehr erhöhen kann voll erwischt von fallenden Preisen.
                Ja, K+S produziert an der derzeitigen Leistungsgrenze, aber man kann die Förderkosten pro Tonne sehr einfach nach unten drücken, indem man nur noch eine Auslastung von z.B. 90% fährt. Eine so hohe Auslastungsquote wie von K+S hat eine überproportional hohe Steigerung der Kostenquote zur Folge. Bis zu einem gewissen Grad kann man also relativ einfach die Förderkosten senken.

                Die Anleihe in Höhe von 750 Millionen muss in 2014 zurückgezahlt werden und das Projekt in Kanada muss auch fertiggestellt werden da die Kosten in Deutschland irgendwie aus dem Ruder laufen und die Minen noch eine Restzeit von 35 Jahren haben in Deutschland.

                Eine Dividendenkürzung für 2014 und auch weiteres Kapital in Form einer Kapitalerhöhung bzw. neuen Anleihen sehe ich als fast unausweichlich an. Das Szenario wird auch nicht schlagartig besser für K&S wenn die Kalipreise sich nicht weiter nach unten bewegen. Die aktuellen Kalipreise und die Erwartung in der Zukunft lässt befürchten, daß Legacy zwar einen Beitrag zum Cashflow leisten kann und auch die Kapitalkosten verdienen wird aber wohl niemals (erst ab 30-40 Jahren) sich anfängt zu amortisieren. Auch in diesem Fall, der ja letztlich nur Status Quo bedeutet, sehe ich keine Phantasie.
                Die Dividendenkürzung für das Geschäftsjahr 2013 steht schon seit über einem Jahr fest, ist also nichts neues und bereits lange geplant.
                Eine möglicherweise benötigte Milliardenanleihe für die Investitionsfinanzierung wäre nicht wirklich ein Problem, da K+S eine deutlich negative Nettofinanzverschuldung besitzt und für gerade einmal 2-3% langfristig Geld am Kapitalmarkt aufnehmen kann.

                Negativ sind auch Dutzende Projekte die geplant werden als echte Greenfield Projekte (Minen die ganz neu gebaut/gebuddelt werden). Western Potash, Potashridge, Karnalyte, Eurochem, BHP und zig andere planen neue Minen. Bei höheren Kalipreisen ist ständig die Gefahr gegeben, daß es einen riesigen Angebotsüberhang geben wird.
                Vale hat vor kurzem Milliardeninvestitionen in die Kaliförderung gestrichen und alle Pläne für einen Einstieg in dieses Gebiet verworfen. Die großen Bergbaukonzerne haben allesamt die Pläne für einen Einstieg in das Kaligeschäft (die 2008 in der Hochphase des Kalipreises entstanden) wieder revidiert, da die Anfangsinvestitionen unglaublich hoch in diesem Gebiet sind. Diese Einstiegshürde verhindert seit Jahrzehnten die Entstehung von neuer Konkurrenz, und wird es mit diesen Verwerfungen auch die nächsten Jahrzehnte tun.
                Bei der Neuerschließung von Kaliminen bei der Konkurrenz handelt es sich zum ganz überwiegenden Teil um Ersatzinvestitionen und nicht um Neuinvestitionen.

                Es gibt einfach kein Land für K&S im Moment meiner Meinung nach. Bei fallenden Kalipreisen (schaut Euch die Gewinne/Umsätze der letzten Jahre an) sind die Kosten inzwischen das was im Jahr 2007 noch der Umsatz war und K&S ist ein Pleitekandidat der langsam ausbluten wird.
                Wie oben gesagt, kann K+S die Fixkosten im Gegensatz zur Konkurrenz sehr einfach senken (natürlich nur bis zu einem gewissen Grad). Ein Unternehmen mit negativen Nettofinanzverbindlichkeiten, und so einem dicken FreeCashflow (der in Zukunft ohne Frage unter Druck sein wird) ist für mich alles andere als ein Pleitekandidat.

                K+S besitzt in Westeuropa ein Quasimonopol bei der Kaliförderung. Natürlich muss sich K+S an den Weltmarktpreisen orientieren, aber man darf die Stellung von K+S in Europa nicht unterschätzen (auch wenn die Preise in China, Indien, Brasilien und den USA gemacht werden)

                Bei gleichbleibenden Kalipreisen wird Legacy immer noch kein Selbstläufer und die Finanzierung wackelt.
                Die Aussage verstehe ich nicht. Fakt ist doch, dass K+S über 40% ihres Gewinns via Dividende ausschüttet, hunderte Millionen in Kanada investiert und gleichzeitig keine neuen Schulden aufnehmen muss. Das ist der Jetzt-Stand. Wieso sollte bei einem gleichleibenden Kalipreis auf einmal alles anders werden?

                Sollte in ein paar Monaten der Kalipreis bei 10$ stehen, und man dann mit Kali die Deichwände baut, weil's das Zeug so günstig gibt, dann steht die Branche natürlich ohne Frage vor einem Problem. Aber soetwas würde jedes Unternehmen auf der Welt (egal in welcher Brance) vor Probleme stellen. Derzeit ist das aber nur lautes Geschrei und noch nix passiert - aber das ist ja im Grunde die Defintion von Börse...
                "An economist is an expert who will know tomorrow why the things he predicted yesterday didn't happen today."
                - Laurence J. Peter

                Kommentar


                • AW: Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

                  Welcome back, Baikan !

                  Danke für deine Antwort .Argos.
                  Administrator. Community Manager
                  Moderator DAX und Europa | Technische Analyse | BullChart
                  Quídquid agís, prudénter agás et réspice fínem!

                  In der Community, mit der Community...es ist deine Community !

                  Kommentar


                  • AW: Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

                    mit der Zitatefunktion hab ich immer meine Schwierigkeiten ...

                    "Erstmal: Es steht und fällt natürlich alles mit dem Kalipreis. Das ist im Grunde die bestimmende Variable. (wenigstens für diesen Geschäftsbereich von K+S)."

                    Ja. So ist es. Die Branche ist 100% Commodity. Den Bauer am Ende der langen Kette interessiert es nicht woher das Kali kommt. Ob es von K + S kommt oder von Uralkali, oder von Potash, oder von Mosaic oder oder oder

                    "Solch eine Aussage wie von Uralkali würde in jeder Branche extreme Verwerfungen verursachen, aber besonders bei Rohstoffen (wo die Endprodukte sich eins zu eins gleichen). Man stelle sich mal vor Pepsi würde heute verkünden, das Pepsi Cola für 10 Cent je Liter in den Handel zu bringen, um all deren Mitbewerber in den Ruin zu treiben. Das würde auch die Coca Cola Company in ernste Schwierigkeiten bringen (und wir reden hier von wahrscheinlich einem der besten Unternehmen der Welt (für Investoren))."

                    Und hier ist schon der Unterschied zum Commodityprodukt Kali. Coca Cola ist ein echter Brand. In manchen Ländern der Welt denkt man sogar an Weihnachten wenn man Coca Cola sieht. Der Weihnachtsmann war eigentlich braun und ein schmutziges rot. Wegen Coca Cola ist er schön knallig rot (kein Witz).

                    Es gibt Leute die würden sich eher den Fuß abschlagen anstatt von Coca Cola zu Pepsi zu wechseln. Es schmeckt anders, hat ein anderes Image.

                    Kali ist 100% Kali. Es gibt da keine Marke. Alles chemisch das gleiche Produkt. Riesenproblem. Commodity pur. Öl ist Öl (schweres und leichtes..OK9. Aral oder Shell.. spielt keine große Rolle.

                    VW oder Mercedes.. spielt eine große Rolle.

                    "Ob wir uns an dem Peak einer Rohstoffe-[WIKI]Hausse[/WIKI] befinden oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wenn man dieser Meinung ist, sollte man tunlichst die Finger von allen Bergbauunternehmen und Rohstoffen lassen, und braucht gar nicht weiterzulesen."

                    jo. Wer die langfristigen Zyklen kennt und sich auch einmal Charts und Zeiträume anschaut Vor dem Jahr 2000. Wird nicht übersehen können, daß Rohstoffe alle 15-20 Jahre einmal so richtig boomen und dann so richtig in die Knie gehen. Langfristig und nachhaltig ist diese Branche nicht wirklich. Commodityprodukt, Schweinezyklen, Preiskampf... ist das tägliche Brot in dieser Mistbranche. Es gibt ja mehr als eine Studie die zeigt, daß man eine höhere Rendite verdient hat wenn man direkt in Rohstoffe investiert anstatt in die Aktien der Rohstoffunternehmen... das hat seine ganz konkreten Gründe in der "Beschaffenheit" dieser Branche. Ich meine die letzten Jahre mit 300-500 Kurssteigerungen bei Aluminium, Kupfer, Stahl, Gold waren eine astreine Rohstoffblase.

                    "Jetzt kommt ein etwas "unfairer" Abschnitt, weil es immer leicht ist, aus einem sehr langen fremden Beitrag, einzelne Stückchen rauszupicken und diese zu kritisieren."

                    solang es echte Argumente sind, die am Besten mit Fakten & Zahlen belegt werden können, ist nichts unfair.....

                    "Ja, K+S produziert an der derzeitigen Leistungsgrenze, aber man kann die Förderkosten pro Tonne sehr einfach nach unten drücken, indem man nur noch eine Auslastung von z.B. 90% fährt. Eine so hohe Auslastungsquote wie von K+S hat eine überproportional hohe Steigerung der Kostenquote zur Folge. Bis zu einem gewissen Grad kann man also relativ einfach die Förderkosten senken."

                    Wird so sein. Allerdings wird K + S dann auch weniger Umsatz machen, in absoluten Zahlen gesehen weniger Geld verdienen !! und man hat ja Schulden und will mehr Gewinne. Wenn K + S hier versucht das Optimum rauszuholen, was wirtschaftlich noch vertretbar ist, dann werden fast alle anderen Unternehmen der Branche immer noch einen gewaltigen Kosten und damit Vorteile darin haben Gewinne zu erwirtschaften.

                    Potash und Uralkali haben Kosten von 50 Dollar bis 150 Dollar je Tonne. Bei voller Pulle... stell Dir vor die fahren einmal runter... K + S hat Kosten in Höhe von über 200 Euro ! je Tonne...

                    "Eine möglicherweise benötigte Milliardenanleihe für die Investitionsfinanzierung wäre nicht wirklich ein Problem, da K+S eine deutlich negative Nettofinanzverschuldung besitzt und für gerade einmal 2-3% langfristig Geld am Kapitalmarkt aufnehmen kann."

                    nächstes Jahr muss eine hohe [WIKI]Anleihe[/WIKI] zurückgezahlt werden. Die 1.7 Milliarden Netto Vermögen die Du zur Zeit siehst, sind FAKE. Das Geld ist nächstes Jahr weg ----> [WIKI]Anleihe[/WIKI] zurückgezahlt + festhalten an Legacy.

                    "Vale hat vor kurzem Milliardeninvestitionen in die Kaliförderung gestrichen und alle Pläne für einen Einstieg in dieses Gebiet verworfen. Die großen Bergbaukonzerne haben allesamt die Pläne für einen Einstieg in das Kaligeschäft (die 2008 in der Hochphase des Kalipreises entstanden) wieder revidiert, da die Anfangsinvestitionen unglaublich hoch in diesem Gebiet sind. Diese Einstiegshürde verhindert seit Jahrzehnten die Entstehung von neuer Konkurrenz, und wird es mit diesen Verwerfungen auch die nächsten Jahrzehnte tun."

                    Es gibt trotzdem noch mehrere DUTZEND Projekte in Greenfield (Eurochem, BHP investiert weiter, Legacy selbst) und die großen machen massivst in Brownfield (Urakali plant Verdopplung bis 2021 und macht weiter, +3 Millionen hat man jetzt erreicht, MOS plus weitere Millionen, POT hat auch massive Millionen jetzt in der Planung..alle machen weiter) - dazu gab es eine schöne Grafik im 6 Monatsbericht der URK - wer mit welchen Kosten Brownfield machen kann... unbedingt mal anschauen. Angebot wird massiv über der Nachfrage liegen, kann man ganz schwer bestreiten. Selbst wenn man optimistisch für diese Branche ist.. müsste man das sehen können..die Zahlen sind da.

                    "Bei der Neuerschließung von Kaliminen bei der Konkurrenz handelt es sich zum ganz überwiegenden Teil um Ersatzinvestitionen und nicht um Neuinvestitionen."

                    Nö. Alles echter Ausbau.. siehe Potash.. siehe Urk... siehe MOS... siehe so gut wie alle... Uralkali geht von 10 Mio auf 21 Mio Tonne (wurde schon 2010 geplant), und ist heute bereits auf 13 Mio angekommen.. POT auch erhöht, MOS auch..und so weiter... alles echter Kapazitätsausbau... allein die bestehenden Player könnten die Nachfrage der Zukunft durch Ihre Expansion bereits bedienen.

                    "Wie oben gesagt, kann K+S die Fixkosten im Gegensatz zur Konkurrenz sehr einfach senken (natürlich nur bis zu einem gewissen Grad). Ein Unternehmen mit negativen Nettofinanzverbindlichkeiten, und so einem dicken FreeCashflow (der in Zukunft ohne Frage unter Druck sein wird) ist für mich alles andere als ein Pleitekandidat."

                    seh ich nicht so optimistisch. Pleite sehe ich auch nicht. Aber in der Studie von JPMorgan steht doch ein sehr realistisches Szenario drin. Was passiert bei einem Kalipreis von 330 Dollar (haben wir jetzt schon erreicht), was bei Kali 260 Dollar. Dann muss [WIKI]Kapitalerhöhung[/WIKI] und [WIKI]Anleihe[/WIKI] gemacht werden. Alles nicht gut für den Aktienkurs.

                    "K+S besitzt in Westeuropa ein Quasimonopol bei der Kaliförderung. Natürlich muss sich K+S an den Weltmarktpreisen orientieren, aber man darf die Stellung von K+S in Europa nicht unterschätzen (auch wenn die [WIKI]Preise[/WIKI] in [WIKI]China[/WIKI], [WIKI]Indien[/WIKI], [WIKI]Brasilien[/WIKI] und den USA gemacht werden)"

                    Nein. K + S macht 50% in Europa. Der Rest wird im Ausland verkauft ... auch K + S bedient [WIKI]Indien[/WIKI], [WIKI]China[/WIKI], [WIKI]Brasilien[/WIKI] ([WIKI]Indien[/WIKI] glaub ich nicht)... so wie die anderen Player auch. Das ist ja die Krux. Es ist Commodity. Jeder liefert überall hin.. dem Bauer in [WIKI]China[/WIKI] ist es völlig 100% egal ob K + S liefert.. oder Uralkali..oder Potash. Wers nicht glaubt soll sich bitte die Piecharts anschauen der einzelnen Player....

                    Falls die Zollbeschränkungen mal fallen in Deutschland/Europa. Antidumping. Dann gute Nacht K + S. Belaruskali und Uralkali werden Deutschland und Europa zuschmeissen mit Kali und K + S kann zumachen (das Szenario seh ich nicht, aber wenns so wäre, wäre es so wie ich sage.. K + S kann dann zumachen)


                    "Die Aussage verstehe ich nicht. Fakt ist doch, dass K+S über 40% ihres Gewinns via [WIKI]Dividende[/WIKI] ausschüttet, hunderte Millionen in Kanada investiert und gleichzeitig keine neuen Schulden aufnehmen muss. Das ist der Jetzt-Stand. Wieso sollte bei einem gleichleibenden Kalipreis auf einmal alles anders werden?"

                    die mussten doch neue Schulden aufnehmen ... Die [WIKI]Dividende[/WIKI] wird doch massiv gekürzt. Hier antworte ich jetzt glaub ich falsch, weil mich diese Zitierfunktionen umbringen. Ich weiss nicht, kann nicht sehen worauf Du Dich hier bezogen hast :/.

                    "Sollte in ein paar Monaten der Kalipreis bei 10$ stehen, und man dann mit Kali die Deichwände baut, weil's das Zeug so günstig gibt, dann steht die Branche natürlich ohne Frage vor einem Problem. Aber soetwas würde jedes Unternehmen auf der Welt (egal in welcher Brance) vor Probleme stellen. Derzeit ist das aber nur lautes Geschrei und noch nix passiert - aber das ist ja im Grunde die Defintion von [WIKI]Börse[/WIKI]..."

                    nein. Es gibt einen Preis unter dem Commodities NICHT fallen können, zumindest nicht langfristig. Das ist der Preis unter dem die MEISTEN Produzenten mit Verlust arbeiten würden. Uralkali all-in-costs (inkl. Fracht) von 150 Dollar. Potash 200 Dollar. K + S + 200 Euro.....

                    Der Preis kann locker auf 300 Dollar fallen, der Preis kann lockerst auf 250 Dollar fallen. Die Großen Player URK, POT, MOS würden noch Ihr Geld verdienen. Was mit K + S dann passiert steht auf einem anderen Blatt. Das ist ja das was Baumgertner beschrieben hat vor 2 Monaten. Ich kann mir gut vorstellen, daß es so eintreffen wird. Der Preis geht dann bei Commodities in der Regel auf dieses Niveau. Auf ein Niveau was für den marginalsten und teuersten Player bereits tödlich ist... (war in der Geschichte immer so, müsste auch zu verstehen sein warum das so ist...).

                    Grüße.
                    Robert
                    Zuletzt geändert von BAIKAN; 13.09.2013, 18:51.
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                    • AW: Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

                      Kennzahlen Profitabilität, Bewertung Potashunternehmen

                      so. In meinen Exceln fehlen noch einige Zahlen, bis ich die wiedergefunden habe..., ich will Euch nicht warten lassen.

                      In vielen Kennzahlen wird man sehr gut erkennen können wer die "starken" Player in der Branche sind. Welche Unternehmen auch bei niedrigen Kalipreisen funktionieren und eine [WIKI]Dividende[/WIKI] zahlen könnten und so weiter.

                      Mit aktuellen Börsenkursen die ja jeder zur Hand hat kann man jetzt sehr schnell berechnen ob eine [WIKI]Aktie[/WIKI] zur Zeit billig ist oder nicht. Für mich ist es, nach dem Kursanstieg von K + S der letzten Tage erst Recht, immer noch so das ich mich frage warum ich K + S kaufen sollte ..wenn ich URK und Potash zum gleichen Preis kaufen kann.

                      Anmerkung : ich bin nach wie vor [WIKI]Short[/WIKI] in K + S ... und bin [WIKI]long[/WIKI] in URK und MOS (dennoch behaupte ich, ich bin relativ neutral und schildere die Zahlen und Situation so wie Sie ist... ohne schönreden zu wollen bzw. ohne etwas schlecht reden zu wollen).

                      here we go ... viel Spaß





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                      • AW: Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

                        heute ein neues "Gerücht" .. es soll einen Käufer für den Anteil von Kerimov geben.. alle Potash Aktien steigen zwischen 3-5% heute...

                        Wer an die Story glaubt... langfristiges Wachstum .. die Menschen brauchen gesunde Ernährung... der Fleischkonsum in den EM nimmt zu.. der hat viel Auswahl an Potash Unternehmen. Dieser Kennzahlenvergleich kann sicherlich dabei helfen eine Auswahl zu treffen.

                        Ich glaube ja auch generell an die Story. Dennoch muss ich sagen, daß alle Kaliaktien nicht billig sind. Alle von denen könnten und sollten noch 30% fallen können. Und K + S... kann man die Zahlen sich ja selber anschauen. Wenn es nochmal zu dem Kursrutsch kommt in den nächsten Quartalen dann müsste ich wieder schauen wo ich nachinvestiere. Es würde mich aber wundern wenn es K + S wäre, ausser die wären massivst billiger als URK/POT/MOS mit Forward Earnings usw.

                        Gr´üße
                        Robert
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                        • AW: Fundamentalanalyse - die Fundi-Ecke für Aktienbewertung

                          Nichts neues von der Kalifront

                          naja. Sagen wir mal "fast" nichts neues.

                          - der Kalipreis je Tonne ist jetzt näher an 300 Dollar als an 400 Dollar. Vor einigen Monaten hielten das viele noch für undenkbar
                          - Die meisten Hedgefonds sind noch drin, einige haben etwas abgebaut, einige haben aufgestockt. Die Netto short Position ist immer noch erheblich
                          - K&S wird wohl eine neue Anleihe auflegen war die Meldung von heute/gestern : http://www.fixed-income.org/index.ph...8a1771cd7029e4
                          - das Rating von K&S ist inzwischen auf BBB gerutscht / Dividendenkürzung wurde bereits bestätigt wenn ich mich gerade nicht täusche (schön spät)
                          - Sparprogramm bei K&S ist durch und auch die Potash macht jetzt ernst mit einer aktuellen Meldung, daß fast jeder 5 Arbeitsplatz gestrichen wird
                          Sparprogramm K&S http://www.handelsblatt.com/unterneh...m/8988484.html
                          Potash Stellenabbau und Werksschliessung : http://www.faz.net/agenturmeldungen/...-12692940.html
                          - Uralkali hat zum Teil einen Eigentümerwechsel hinter sich : http://www.reuters.com/article/2013/...0JH28K20131202
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                          • Stockpicking aus DAX plus MDAX aus onvista-Analysen mit Technischer Analyse:

                            Hat das schon mal jemand probiert?

                            Ziel ist möglichst wenig Zeit für die Investitions-Entscheidung aufzuwenden.

                            Die Strategie ist wie folgt:

                            Das Depot besteht aus Werten des DAX und MDAX

                            die Entscheidung über Kauf und Verkauf wird aus den FUNDAMENTALEN Analysten-Empfehlungen die auf der Webseite "Onvista.de" zu finden sind abgeleitet.
                            Zeigt der OnVista Analyzer (1 Monat) auf BUY, so ist dies ein Kaufsignal
                            Zeigt der OnVista Analyzer (1 Monat) auf HOLD, so ist dies ein Reduzier-Signal auf 50%
                            Zeigt der OnVista Analyzer (1 Monat) auf HOLD, so ist dies ein Alles-Verkaufssignal wenn es zusätzlich eine Verkaufsempfehlung gibt.
                            Zeigt der OnVista Analyzer (1 Monat) auf SELL, so ist dies ein Alles-Verkaufssignal

                            Zusätzlich soll die technische Analyse soll das "Bauchgefühl" der Investorengemeinde berücksichtigen.
                            Den Fundamentalen Signalen wird nur dann gefolgt, wenn die Technische Analyse für den Zeitraum etwa eines Monats in die gleiche Richtung weist.
                            Ein "Neutral" wird ignoriert

                            Ist das eine Erfolgs-versprechende Strategie?

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