Leverage-Effekt: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 14. August 2007, 15:12 Uhr

Die Erhöhung der Eigenkapitalrentabilität durch Fremdfinanzierung von Investitionen, deren Gesamtkapitalrentabilität über dem Fremdkapitalzins liegt, wird in der angelsächsischen Literatur als Leverage-Effekt bezeichnet, d.h. als Hebelwirkung zunehmender Verschuldung auf die Eigenkapitalrentabilität oder - anders formuliert - als Abhängigkeit der Eigenkapitalrentabilität von der Gesamtkapitalrentabilität, dem Fremdkapitalzinssatz und dem Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital, d.h. dem Verschuldungsgrad. Dieser Effekt kann allerdings auch negativ sein. Liegt der Fremdkapitalzins über der Gesamtkapitalrentabilität, so verwandelt sich der Vorteil, durch kostengünstiges Fremdkapital die Eigenkapitalrentabilität zu erhöhen in einen bedenklichen Nachteil, weil dann die Eigenkapitalrentabilität um so stärker zurückgeht, je höher der prozentuale Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital ist.

Der Gesamtertrag ist gleich der Gesamtkapitalrentabilität multipliziert mit dem Eigenkapital plus dem Fremdkapital.