Zalando Aktie fällt durch schlechte Analystenbewertungen

Zalando ist der heutige Verlierer an der Börse. Nachdem die Aktie von zwei Analysten heruntergestuft wurde, verlor sie heute mehr als 7% an Wert.

Die Aktie von Zalando macht im Moment eine kräftige Wertkorrektur durch. Nachdem die Aktie in den letzten vier Wochen über 35% angestiegen ist, verlor sie heute 7% an Wert. Grund dafür sind hauptsächliche zwei Analystenkommentare, die das Unternehmen herunterstufen.

Anne Critchlow von der Societe Generale erklärt die Herunterstufung durch eine trügerische Wertsteigerung der Aktie. Die Expertin hat die Zalando Aktie von „Halten“ auf „Verkaufen“ heruntergestuft und das Kursziel von 32 auf 19 Euro gesenkt.

Auch Ike Boruchow von Wells-Fargo hält das Wertpapier des Modeherstellers für überbewertet. Die Aktie wurde von „Outperformer“ nach „Marketperformer“ abgewertet und das Kursziel von 33 auf 33 Euro gesenkt.

Beide Analysten basieren Ihre Entscheidungen auf den schwachen Umsatzzahlen. Zalando hatte sich für das Jahr 2018 ein Ziel von 20-25 Prozent gesetzt, aber nur 19 Prozent erreicht. Außerdem erlaubt die Plattform von Zalando jetzt auch Drittanbieter ihre Waren anzubieten. Dies wird in dem laufenden Jahr die Umsätze und Gewinne des Unternehmens weiter vermindern. Die Analysten gehen von einer Umsatzsteigerung von weniger als 15 Prozent aus.

Schon gestern hat die Aktie an der Börse 4% an Wert verloren, da das Unternehmen Gewinnmitnahmen angekündigt hatte. Bis dahin war die Aktie auf den höchsten Stand seit Mitte November angestiegen, trotzdem summiert sich der Kursverlust der Zalando Aktie seit Juli 2018 um rund 50%.

Ende November hat Zalando die neue Ausrichtung des Modeherstellers veröffentlicht. Unter dem Namen „Conversational Commerce“ hat das Unternehmen den Kunden ein neues Einkauferlebnis angekündigt. Verkäufer sollten nun mithilfe eines Chatbots mit den Kunden in Verbindung treten können und diesen Tipps über neue Trends in der Mode geben können. Mit verschiedenen Applikationen sollen Händler und Kunden mehr Möglichkeiten geboten werden.

Die Analysten stehen dem Konzept kritisch gegenüber. Durch andere Anbieter wird auch der Umsatz des Unternehmens kleiner und er muss sich auf seiner eigenen Plattform der Konkurrenz stellen. Außerdem betritt der Anbieter einen Geschäftszweig, der normalerweise von anderen Unternehmen wie ebay bedient wird.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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