Rekordstrafe für Facebook kann die sozialen Medien für immer ändern

Facebook hat ein schweres Jahr hinter sich, die Aktie konnte sich erst Anfang des Jahres wieder erholen. Laut der Washington Post erwartet das Unternehmen aber noch ein viel größeres Problem.

Die Federal Trade Commission hat in den USA die Funktion der Verbraucherschutzbehörde und soll auch den Datenschutz der Amerikaner gewährleisten. Anfang letzten Jahres hat die Behörde Ermittlungen wegen Facebook eingeleitet, unter anderem auch wegen dem Datenskandal um Cambridge Analytica.

Facebook hatte schon 2011 der Behörde einen strikteren Umgang mit den Daten zugesagt, um damalige Probleme zu lösen und Ermittlungen zu verhindern. In den neusten Ermittlungen geht es jetzt darum, ob Facebook die damaligen Zusagen eingehalten hat.

Der Cambridge Analytica Skandal

In dem Fall von Cambridge Analytica ging es um die Daten von einigen Millionen Nutzerdaten, die von der Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica durch eine Umfrage-App abgefragt wurden. Facebook wusste schon 2015 von dem Problem, gab sich aber mit der Zusage zufrieden, dass alle Daten von dem Unternehmen gelöscht wurden. Die Benutzer wurden über das Datenleck nicht von Facebook oder Cambridge Analytica informiert.

Durch die Vereinbarungen mit der Federal Trade Commission in 2011, hat sich Facebook aber verpflichtet, die Benutzer transparenter zu informieren, wenn Ihre Daten an Dritte weitergegeben werden. Die Benutzer sollten auch klar über die Verwendung der Daten unterrichtet werden. Die FTC sieht in den Vorgängen von 2015 einen klaren Verstoß gegen die Abmachung und laut der Washington Post wird mit Facebook über eine milliardenhohe Strafe verhandelt.

Das wird Facebook weniger stören, da das Unternehmen mehr als 50 Milliarden USD als Rücklage besitzt. Viel wichtiger ist es das Firmenkonzept aufrecht zu erhalten. Alle wichtigen sozialen Medien beziehen ihr Einkommen aus Werbeeinnahmen. Je mehr die Unternehmen über das Kundenverhalten wissen, desto interessanter sind sie für Unternehmen, die ihre Werbung gezielt absetzen wollen. Facebook kann jetzt die Strafe der FDC akzeptieren, muss aber dann strengere Regeln akzeptieren, oder muss ein Gerichtsverfahren in Kauf nehmen. Die FDC ist aber bekannt dafür, hart gegen Datenschutz-Verstöße vorzugehen.

Das social Media Konzept ist in Gefahr!

Das ganze Konzept der sozialen Medien-Unternehmen ist in Gefahr. Durch die härteren Datenschutzgesetze in Europa und der FDC im Nacken, wird es immer schwerer das Nutzerverhalten für die Werbung zu nutzen. Facebook hat 2018 einen Umsatz pro täglich aktiven Kunden von 11,21 USD gemacht. Twitter schaffte 7,21 USD und Snap 2,10 USD Umsatz pro täglich aktiven Kunden umzusetzen. Der Umsatz von Facebook stieg in dem letzten Quartal um 20 Prozent, mit mehr als 2 Millionen neuen Werbekunden.

Auch deswegen würde eine Einigung mit der FTC für alle sozialen Medien gefährlich werden, weil die Auswertung der Kundendaten und ihr Verhalten es möglich machen, die Werbung so gezielt einzusetzen. Das Ergebnis wird also gespannt von vielen Unternehmen erwartet, weil es die Social Media Branche einschlagend ändern könnte.


Der Glyphosat-Prozess wird immer kritischer für Bayer und Monsanto

Der Glyphosat Skandal hat das Vertrauen der Anleger von Bayer negativ beeinflusst. In einem Jahr hat die Aktie 29,23 Prozent verloren und ein neuer Artikel von der Zeitung „The Guardian“ schürt neue Verdachtsmomente.

Der Glyphosat-Skandal verfolgt Monsanto nun schon seit 2015, als die Weltgesundheitsorganisation IARC die Chemikalie als wahrscheinlich krebserregend einstufte. Der Leverkusener Konzern Bayer hat Monsanto im Juni 2018 für 63 Milliarden USD übernommen, die bis dahin größte Übernahme eines deutschen Unternehmens im Ausland.

Ob die Übernahme sich tatsächlich gelohnt hat, bezweifeln jetzt auch viele Analytiker. Schon Ende 2018 hatte ein amerikanisches Gericht Monsanto zu einer Zahlung von 289 Millionen USD verklagt. Ein an Krebs erkrankter Hausmeiste hatte den Konzern verklagt. Es war der erste Gerichtsfall wegen Glyphosat, der noch viele andere nach sich ziehen kann. Der Chemiekonzern hat Berufung eingelegt und verweist auf mehr als 800 wissenschaftliche Studien, die beweisen sollen, dass die Chemikalie bei vorschriftsmäßiger Anwendung keine gesundheitlichen Schäden hervorrufen kann. Für den Konzern kann dieser Fall zum Präzedenzfall werden und noch viele weiter Gerichtsfälle nach sich ziehen.

Am 25. Februar wird die Berufung des Gerichtsfalls verhandelt und da kommt der Bericht der amerikanischen Zeitung zu einem äußerst ungelegenen Zeitpunkt für den Konzern. In der Studio „Exposition gegenüber Glyphosat-basierten Herbiziden und das Risiko für Non-Hodgkin-Lymphome: eine Meta-Analyse und stützende Beweise“  wird darauf hingewiesen, das Personen, die einer hohen Dosis Glyphosat ausgesetzt wurden, einen 41 Prozent höherem Risiko ausgesetzt sind, Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) zu entwickeln. Die nächsten Monate werden für Bayer sehr wichtig werden, nicht nur wegen dem Gerichtsfall. Der Konzern muss das Vertrauen der Anleger wiedererlangen.

Wie schwer das ist, zeigt nun eine Nachricht aus der Pharma-Sparte. Die Ergebnisse der Studie für nicht-steroidalen Androgenrezeptor-Antagonisten Darolutamid in einer Kombi-Therapie sind positiv ausgefallen. Die gute Nachricht verpuffte aber bei den Anlegern und verursachte kaum Kursveränderungen.

Das Ergebnis des Berufungsverfahren am 25. Februar wird sehr wichtig werden für den Leverkusener Chemiekonzern. Nur einen Tag später wird Bayer die geplante Dividendenausschüttung veröffentlichen und zwei Tage später werden die Geschäftsberichte für das letzte Jahr veröffentlicht.


ThyssenKrupp muss weiterhin mit Problemen kämpfen

Gestern fiel die Aktie nochmals um 13 Euro und kommt jetzt dem Tief von 2016 bedenklich nahe. Jetzt muss auch noch die Aufzugsparte schlechte Ergebnisse veröffentlichen.

Über Jahre hinweg war das Aufzugsgeschäft für den Konzern einer der lukrativsten Geschäfte. Der Umsatz konnte zwar im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent gesteigert werden, doch der EBIT ging merklich um ein Prozent zurück. Während im Vorjahresquartal noch eine 11,9 Prozent EBIT-Marge erreicht wurde, sank die Marge in dem laufenden Geschäftsjahr auf 10,6 Prozent.

Dabei arbeitet ThyssenKrupp Elevator schon seit einiger Zeit nicht so effizient wie die Kompetenz. Der Marktführer Otis erreicht eine EBAIT-Marge von 14,9 Prozent und Krone 13,1%. Nur Schindler lag bis jetzt noch mit einer EBIT-Marge von 11,7 Prozent unter ThyssenKrupp, diese Marke hat die Aufzugssparte von ThyssenKrupp jetzt auch unterboten.

Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen konnte die Aktie sich noch bei zwei Prozent im Minus halten, im Verlaufe des Tages stürzte sie aber um zehn Prozent ab.

Der Industriekonzern mit Sitz in Essen und Duisburg beschäftigt rund 155.000 Mitarbeiterin 80 Ländern. Das Unternehmen entstand vor mehr als 100 Jahren und existiert in seiner jetzigen Form seit 1999. Das Unternehmen entstand durch die Fusion von der Friedrich Krupp AG Hoesch-Krupp und der Thyssen AG. Die Friedrich Krupp AG wurde 1903 gegründet und übernahm 1991 die Hoesch AG. Die 1977 gegründete Thyssen AG entstand aus der August-Thyssen-Hütte AG, die 1891 von August Thyssen gegründet wurde.


Ikea will Produkte in Zukunft auch über Amazon anbieten

Der schwedische Möbelhersteller will sein Unternehmen neu strukturieren und prüft deswegen auch die Möglichkeit seine Produkte über das Internet anzubieten.

Die Financial Times hat heute einen Bericht über Ikea veröffentlicht, laut dem der schwedische Möbelkonzern nun auch auf andere Plattformen setzen will. Dem Unternehmen reicht der Absatz des eigenen Online-Shops nicht aus, deswegen sollen schon in Kürze Testläufe auf anderen Internet-Plattformen stattfinden. Laut dem Chef der Holdinggesellschaft Inter-Ikea Torbjörn Lööf sollen die Testverkäufe möglichst schnell anlaufen, weil die geplante Restrukturierung schon zu viel Zeit in Anspruch genommen hat.

Es sind mehrere Testläufe auf verschiedenen Verkaufsplattformen geplant, damit die Abläufe für die Bestelleingänge, die Abrechnungen und die Lieferungen erprobt werden können. Im Gespräch sind mehrere Anbieter wie Amazon oder Alibaba.

Ikea befindet sich mitten in einem umfassenden Konzernumbau und will auch die Onlinestrategie des Unternehmens modernisieren. Dafür entstanden schon einige neue Strategien, wie zum Beispiel das Leasing für Möbel, oder neue kleinere Filialen in den Innenstädten.

Laut Lööf will das Unternehmen das eigene Schicksal gerne selber planen, wenn das Unternehmen die Größe und die Möglichkeiten dazu hat, dann passt das schon. Unter anderem wir auch über ein neues Konzept einer Internet-Plattform nachgedacht, auf dem auch andere Möbelhersteller ihre Produkte vorstellen. Bis jetzt wurde der Kontakt zu anderen Herstellern zwar noch nicht aufgenommen, laut Lööf könnte das aber in Kürze gemacht werde.

In den Niederlanden wird im Moment ein Lieferkonzept für Köttbullar and andere Gerichte erprobt, die normalerweise nur in dem Restaurant der Möbelhäuser angeboten werden. Damit will Ikea den Kunden entgegenkommen, für die der Besuch der Möbelhäuser mehr bedeutet, als nur neue Möbel zu kaufen. Wenn das Konzept erfolgreich ist, soll es auch in anderen Ländern übernommen werden.

Die Amazon Aktie reagierte im Verlauf des Tages erst positiv auf die Meldung, verlor aber dann wieder an Wert, als die Meldung kam, das österreichische Wettbewerbshüter Ermittlungen gegen das Unternehmen eröffnet haben.


Levi Strauss & Co bereitet Börsengang in New York vor

Wie die US-Börsenaufsicht heute mitteilte, plant der amerikanische Jeans-Hersteller seinen zweiten Börsenauftritt vor. Die Aktie soll mit dem Kürzel „LEVI“ in Kürze in den Handel gebracht werden.

Mit dem Börsengang strebt Levi Strauss einen Emissionserlös von 100 Millionen Dollar laut Platzhaltersumme an. Das tatsächliche Handelsvolumen der Emission kann aber deutlich höher ausfallen. Aus früheren Medienberichten lässt sich entnehmen, dass das Unternehmen bis zu 800 Millionen Dollar bei dem Börsengang einsammeln will. Der Börsengang wird von Goldmann Sachs, JPMorgan, Morgan Stanley und Merill Lynch begleitet.

1971 ist das Unternehmen schon einmal an die Börse gegangen, wurde dann aber in den Achtzigerjahren wieder privatisiert. Der Gewinn des Unternehmens soll laut den eingereichten Dokumenten bei 285 Millionen USD liegen, bei einem Umsatz von 5,6 Milliarden USD.

Das Unternehmen wurde 1853 gegründet, von dem fränkischen Einwanderer Löb Strauß, der seinen Namen bei der Einwanderung in Levi Strauss änderte. Er gründete in San Francisco mit seinem Bruder ein Textilwarengeschäft und das seit 1870 Overalls aus Jeans herstellte. Die erste moderne Jeans wurde in den 1920er Jahren vorgestellt, mit der das Unternehmen ein globaler Marktführer wurde.

Das Unternehmen befindet sich heute im Besitz der Nachkommen und der vier Neffen von Levi Strauss. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich immer noch in San Francisco. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen 11.400 Personen. Die Produktion der Hosen befindet sich in Süd- und Mittelamerika, sowie in Asien.

Die Modell „501“ ist die bekannteste Jeanshose in der Welt und wurde 1890 das erste Mal vorgestellt.

Commerzbank konnte den Jahresgewinn um das Siebenfache steigern

Aktionäre der Commerzbank können sich nach zwei Jahren ohne Dividende wieder über eine Ausschüttung freuen. Der Jahresgewinn 2018 stieg auf 865 Millionen Euro an.

Mehr als 400.00 Neukunden konnte die Commerzbank im letzten Jahr gewinnen und damit die Bank wieder auf den richtigen Kurs bringen. Von dem Jahresgewinn profitiert der Deutsche Staat am meisten, der immer noch 15,6 Prozent der Aktien besitzt.

Durch die neuen Kunden hat die Bank es geschafft deutlich mehr Zinsen einzunehmen, als sie selbst bezahlen musste. Der Überschuss der Zinsen wuchs um 10 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro an. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Gesamtumsatz der Commerzbank aber um 2 Prozent auf 8,57 Milliarden Euro.

2017 musste die Commerzbank noch für die Restruktierungskosten aufkommen, mit der die Bank gegen die hohen Personalkosten angekämpft hat. Über 9.500 Stellen wurden gestrichen und die Angestellten mussten ausbezahlt werden. Jetzt arbeiten nur noch 49.000 Angestellte für die Bank, trotzdem sind die Verwaltungskosten von 6,9 Milliarden Euro im Vergleich mit anderen Banken noch sehr hoch. Bis 2020 will der Finanzvorstand Stephan Engels die Kosten bis auf 6,5 Milliarden Euro senken.

Die Commerzbank wurde vergangenes Jahr aus dem Leitindex DAX genommen, weil ihr Börsenwert stark gefallen war. Der Platz im Index wurde durch den Zahlungsdienstleister Wirecard übernommen, der bessere Börsenwerte vorweisen konnte.

In den letzten Wochen wurde viel über die Fusion der Deutschen Bank und der Commerzbank diskutiert. Beide Banken haben dieses Jahr das erste Mal wieder einen Gewinn präsentiert, was aber nicht über den jetzigen Zustand der Bankhäuser hinwegtäuschen kann. Sie sind beide hoffnungslos hinter ihren internationalen Wettberbern zurückgefallen. Die Vorwürfe der Geldwäsche, wegen denen im vergangenen November 170 Beamte der Staatsanwaltschaft und des Bundeskriminalamts die Frankfurter Konzernzentrale der Deutschen Bank durchsucht haben, zogen das Misstrauen vieler Kunden und Anleger auf sich. Beide Banken haben noch einen langen Weg vor sich, um wieder effizient zu arbeiten und das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. Ob die Lösung eine Fusion ist, wird sich wahrscheinlich erst in ein paar Jahren zeigen.


Evonik kündigt zweiten Venture Capital Fond über 150 Millionen Euro an

Die Essener Evonik Industrias AG hat heute angekündigt, einen zweiten Fond zu eröffnen, mit denen sich das Unternehmen an Start-ups mit Schwerpunkt in der Chemie beteiligen will.

Mit dem ersten Wagniskapitalfond hat sich Evonik schon vor drei Jahren an Jenacell beteiligt. Das Unternehmen hat sich damals aus der Universität Jena ausgegründet und entwickelt biotechnische Zellulose, die die Haut kühlt. Sie wird in erster Linie bei Brandverletzungen eingesetzt, wo die Nanozellulose bei der Behandlung die Leiden der Patienten lindern soll. Aber auch bei dem Vampirlifting soll das Produkt helfen, bei dem Plasma aus körpereigenem Blutkonzentrat zur Glättung der Haut eingespritzt wird.

Evonik stellt Moleküle und Materialien für die Medizintechnik und die Kosmetikindustrie her. Deswegen will sich das Unternehmen auch weiterhin an Start-ups in diesem Bereich mit dem neuen Fond beteiligen. Damit erweitert der Chemiekonzern sein Venture-Kapital auf 250 Millionen Euro.

Evonik generiert einen Jahresumsatz von 14,4 Milliarden Euro und einen Betriebsgewinn von 2,4 Milliarden Euro. Die Höhe des Venture-Kapitals ist im Vergleich zu anderen Unternehmen sehr hoch. Im Vergleich dazu, der Chemiegigant BASF stellt für diesen Zweck nur 225 Millionen Euro zur Verfügung.

Aber auch andere Unternehmen setzen vermehrt auf die Beteiligung an neuen innovativen Unternehmen, die ihnen Zugang zu neuen Technologien verschaffen sollen. Erst Ende letzten Jahres hat Porsche veröffentlicht, dass sich das Unternehmen mit 150 Millionen Euro an Jungunternehmen beteiligen will, die an neuen innovativen Technologien in dem Bereich Automobil arbeiten.

Das gleiche Ziel verfolgt auch Henkel, die vor kurzem ihr Venture-Kapital auf 150 Millionen Euro aufgestockt haben, um Zugang zu innovativen digitalen Plattformen und neue Beschichtungstechnologien zu bekommen. Sie verfolgen die gleiche Taktik wie Evonik, beide Unternehmen versuchen auch in der 3D-Drucktechnologie Fuß zu fassen. Evonik ist Henkel schon einen Schritt voraus, Sie haben im Januar das amerikanische Start-up Structured Polymers komplett übernommen. Dieses beschäftigt sich mit Kunststoffpulver für den 3D-Druck.

Der neue Fond von Evonik soll sich aber auch mehr mit den digitalen Technologien beschäftigen, mit denen eine bessere Steuerung der Logistik ermöglicht werden soll. Unternehmen verfolgen mit den Beteiligungen an jungen und dynamischen Start-Ups nicht nur den finanziellen Erfolg, sie können auch laut dem IT- und Finanzchef Lutzt Meschke viel von ihnen lernen.


Juventus Turin will seine Schulden durch Anleihen abdecken

Heute hat der italienische Fußballverein seine Absicht veröffentlicht, Anleihen im Wert von 150 Millionen Euro auf den Finanzmarkt zu bringen, um gegen die Verschuldung anzukämpfen.

CR7 nennen Medien die Anleihe, in Anspielung auf die teuerste Neuakquisition des Vereins, Cristiano Ronaldo. Die fünf-jährige Anleihe soll nur an institutionelle Anleger ausgegeben werden und soll den millionenschweren Transfer des Fußballspielers abdecken.

Der börsennotierte Verein war schon Mitte letzten Jahres mit 310 Millionen Euro verschuldet, bevor der portugiesische Spieler gekauft wurde. Die Transferkosten sollen laut Juventus Turin 112 Millionen Euro betragen, dazu kommt noch sein Gehalt für insgesamt 4 Jahre über 120 Millionen Euro.

Juventus Turin ging Ende 2001 an die Börse, mit einem Emissionskurs von 3,70 Euro. Heute liegt der Preis der Aktie bei 1,32 Euro. Hauptaktionär ist die niederländische Investmentfirma Exor, die im Besitz der Agnelli Familie ist. Die Familie Agnelli leitet nicht nur Fiat-Chrysler, Andrea Agnelli ist auch für den finanziell angeschlagenen Fußballverein zuständig. Die Fond verwaltet 62,8 Prozent der Aktien. 10 Prozent der Aktien besitzt die Lindsell Train Ltd., der Rest der Aktien befindet sich im Streubesitz. Mit einem Umsatz von 405,7 Millionen Euro belegt der Verein den 10 Platz des umsatzstärksten Vereines in Italien im Jahr 2017/2017.

Juventus Turin wurde 1897 gegründet und gehört zu einem der erfolgreichsten Fußballvereine der Welt. Auch die deutschen Fußballspieler Sami Khedira und Emre Cen spielen zur Zeit für den Verein. Ende letzten Jahres wurde die Aktie in den Kreis der 40 wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Italien aufgenommen. Die deutsche Firma Adidas ist Hauptsponsor des Juventus Turin, der Vertrag wurde 2015 abgeschlossen und läuft bis 2021. Der Verein ist italienischer Meiste des Jahres 2017/2018 und hat den italienischen Supercup sowie den italienischen Pokal im letzten Jahr gewonnen.


BYD – Die Elektrofahrzeug-Alternative mit Zukunft aus China

Der Analyst Jeff Chung von der City Group hat in seinem letzten Bericht einen chinesischen Automobilhersteller aus China vorgeschlagen. BYD ist besonders im Bereich der Elektrobusse erfolgreich und scheint für Anleger sehr interessant zu sein.

Die Aktie wird im Moment mit 51,57 Hongkong Dollar bewertet, laut Chung soll die Aktie aber durchaus ein Ziel von 86 Hongkong Dollar erreichen können. Er erwartet im März einen Preisanstieg.

Vor 9 Jahren begann BYD mit der Produktion von Elektrobussen und hat jetzt schon Fahrzeuge in über 300 Städten in Betrieb. Bis Januar 2019 wurden schon 50.000 Elektrobusse produziert, die auch in vielen europäischen Städten eingesetzt werden. Die Busse erhielten 2013 die Zulassungsgenehmigung für die Europäische Union und können seitdem auch in allen europäischen Ländern eingesetzt werden, ohne das weitere Zulassungen benötigt werden.

Aber BYD bedient nicht nur den Markt für öffentliche Transportfahrzeuge, auch im Automobilsektor wird das Unternehmen ein ernstzunehmender Konkurrent für europäische und amerikanische Unternehmen. Im Jahr 2018 hat der Automobilhersteller schon 520.687 Fahrzeuge verkauft, von denen fast die Hälfte voll elektrisch angetrieben wurden, oder mit einem Hybridantrieb ausgerüstet waren. Im letzten Quartal hat das BYD Segment für Fahrzeuge mit alternativen Antriebssystemen die 50% Marke überschritten. In diesem Jahr wird das Unternehmen mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben verkaufen, als Fahrzeuge mit konventionellen Verbrennungsmotoren. Ein Ziel, von denen die europäischen Konkurrenten noch weit entfernt sind.

Der Automobilhersteller hat einen großen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten aus dem Ausland. Während die europäischen Automobilhersteller auf die Batterien von Drittanbietern angewiesen sind, stellt BYD die Akkumulatoren selber her und die Produktionszahlen können sich sehen lassen. Der Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator wurde von dem Unternehmen selber entwickelt und die Produktion soll in den nächsten zwei Jahren alleine um mindestens 30% erhöht werden.

Die Vorteile der Städte für den Einsatz von Elektrobussen liegen nicht nur beim Umweltschutz. Über eine Laufzeit von acht Jahren soll der Elektrobus von BYD mehr als 190.000 USD an Kraftstoff einsparen und kostet nur ca. 100.000 USD mehr, als ein konventioneller Autobus.


Jenoptik veröffentlicht Jahresabschluss 2018 mit Rekordzahlen

Die Aktie von Jenoptik befindet sich seit der Veröffentlichung der Jahresergebnisse im Höhenflug. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten und sogar die eigenen Prognosen.

Die Aktie des Unternehmens aus Jena setzte sich heute an die Spitze der Gewinner des SDAX und erreichte den höchsten Stand seit vier Monaten. Es scheint, dass das Wertpapier den Tag mit einem Wert von 30,98 Euro abschließen wird, ein Wertanstieg von 5,37% gegenüber dem Vortag.

Grund dafür sind die erfreulichen Ergebnisse des Jahres 2018, die das Unternehmen heute veröffentlicht hat. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 834 Millionen Euro verbessert werden und der operative Gewinn (Ebit) um 22 Prozent auf 95 Millionen.

In dem letzten Quartal konnte Jenoptik in Europa und Amerika von der hohen Nachfrage der Halbleiterindustrie profitieren. Auch in Deutschland half konnte das Unternehmen mit der Auslieferung der Mautsäulen für Toll Collect die Umsatzzahlen verbessern. Außerdem halfen Jenoptik die neuen Zukäufe bessere Geschäftszahlen zu erreichen. Mit dem Zukauf von Prodomax konnte Jenoptik die Prozessautomatisation im Automobilbereich stärken und mit der Übernahme von Otto Vision Technologie und Ovitek wurde der Bereich Messtechnik unterstützt.

it einer stärkeren Auslegung auf die photonischen Märkte will der Konzernchef Stefan Traeger auch weiterhin das Wachstum von Jenoptik beschleunigen. Die Erlöse sollen bis 2022 in einem mittleren bis hohen einstelligen Bereich liegen. Um dies auch effizient umsetzen zu können, wird der Konzern mit seinen mittlerweile 4000 Mitarbeitern neu strukturiert. Dafür wurde der Mechatronik-Bereich in das Vincorion Segment ausgegliedert, für den es aber bis jetzt noch Verkaufspläne gibt.

Die Aktie von Jenoptik konnte sich von dem Jahresende 2018 erfolgreich erholen und hat mittlerweile wieder mehr als ein Drittel an Wert zugelegt. Nach dem Höchststand von 39,54 im Juni 2018 war es mit dem Papier bis zum Jahresende rasant abgegangen.