BYD – Die Elektrofahrzeug-Alternative mit Zukunft aus China

Der Analyst Jeff Chung von der City Group hat in seinem letzten Bericht einen chinesischen Automobilhersteller aus China vorgeschlagen. BYD ist besonders im Bereich der Elektrobusse erfolgreich und scheint für Anleger sehr interessant zu sein.

Die Aktie wird im Moment mit 51,57 Hongkong Dollar bewertet, laut Chung soll die Aktie aber durchaus ein Ziel von 86 Hongkong Dollar erreichen können. Er erwartet im März einen Preisanstieg.

Vor 9 Jahren begann BYD mit der Produktion von Elektrobussen und hat jetzt schon Fahrzeuge in über 300 Städten in Betrieb. Bis Januar 2019 wurden schon 50.000 Elektrobusse produziert, die auch in vielen europäischen Städten eingesetzt werden. Die Busse erhielten 2013 die Zulassungsgenehmigung für die Europäische Union und können seitdem auch in allen europäischen Ländern eingesetzt werden, ohne das weitere Zulassungen benötigt werden.

Aber BYD bedient nicht nur den Markt für öffentliche Transportfahrzeuge, auch im Automobilsektor wird das Unternehmen ein ernstzunehmender Konkurrent für europäische und amerikanische Unternehmen. Im Jahr 2018 hat der Automobilhersteller schon 520.687 Fahrzeuge verkauft, von denen fast die Hälfte voll elektrisch angetrieben wurden, oder mit einem Hybridantrieb ausgerüstet waren. Im letzten Quartal hat das BYD Segment für Fahrzeuge mit alternativen Antriebssystemen die 50% Marke überschritten. In diesem Jahr wird das Unternehmen mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben verkaufen, als Fahrzeuge mit konventionellen Verbrennungsmotoren. Ein Ziel, von denen die europäischen Konkurrenten noch weit entfernt sind.

Der Automobilhersteller hat einen großen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten aus dem Ausland. Während die europäischen Automobilhersteller auf die Batterien von Drittanbietern angewiesen sind, stellt BYD die Akkumulatoren selber her und die Produktionszahlen können sich sehen lassen. Der Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator wurde von dem Unternehmen selber entwickelt und die Produktion soll in den nächsten zwei Jahren alleine um mindestens 30% erhöht werden.

Die Vorteile der Städte für den Einsatz von Elektrobussen liegen nicht nur beim Umweltschutz. Über eine Laufzeit von acht Jahren soll der Elektrobus von BYD mehr als 190.000 USD an Kraftstoff einsparen und kostet nur ca. 100.000 USD mehr, als ein konventioneller Autobus.


Sony Aktie fällt nach Veröffentlichung von schwachen Quartalsergebnissen

Sony hat die Ergebnisse des dritten Quartals am Freitag veröffentlicht. Gegenüber dem Vorjahr wurde Gewinn um 7 Prozent auf etwa 2,81 Milliarden Euro erhöht. Die Anleger waren trotzdem nicht mit dem Ergebnis zufrieden. Die Aktie verlor im Laufe des Tages 6,68 Prozent ihres Werts

Das Geschäftsjahr des japanischen Konzerns Sony läuft Ende März aus. Letzten Freitag präsentierte das Unternehmen die letzten Quartalsergebnisse bis Ende Dezember. Obwohl mit 377 Milliarden Yen eine neuer Rekordgewinn erzielt wurde, lag der Umsatz unter den Prognosen. Analysten hatten einen Umsatz von 2.687 Milliarden Yen prognostiziert, das Unternehmen hat aber nur 2.402 Milliarden Yen umgesetzt. Dies entspricht 10 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die besten Gewinne wurden in der Musikbranche erzielt, hauptsächlich durch die Übernahme von EMI im letzten Jahr. Die Sparte brachte Sony rund 147,1 Milliarden Yen ein, was einer Summe von 1,18 Milliarden Euro entspricht.

Problematischer wird es im Gaming-Segment, von der mittlerweile fünf Jahre alte Playstation 4 konnten letztes Quartal nur 5,6 Millionen Stück verkauft werden. Die Playstation Plus Abonnementen nahmen ab und neue exklusive Spiele konnten den Umsatz auch nicht mehr auffangen. Die neue Version 5 der Konsole wird sehnsüchtig von den Kunden und den Investoren erwartet, nach bisherigen Informationen wird sie aber erst 2021 vorgestellt.

Katastrophal war das Mobilfunkgeschäft. Mit 137,2 Milliarden Euro ist das Unternehmen den im Vorjahr erzielten 217,5 Milliarden Yen nicht einmal nahegekommen. Das Unternehmen machte mit dieser Konzernsparte einen Verlust von etwa 120 Millionen Euro. Das Premium Smartphone Xperia XZ3 konnte mit dem OLED-Display und dem neuen Design nicht genügend Käufer überzeugen. Für das laufende Geschäftsjahr werden 56,1 Milliarden Yen oder 450 Millionen Euro Verlust im Mobilfunkbereich erwartet.

Die hochwertigen Kameras von Sony konnten aber bei den Kunden punkten. Die Sparte Imaging Products & Solutions konnte dieses Geschäftsjahr einen Gewinn von 89,3 Milliarden Yen erzielen. Sony hat die Palette der hochwertigen Kameras überarbeitet und dieser Aufwand wurde von den Kunden belohnt.

Im Home Entertainment Bereich wurden nicht so gute Umsätze erreicht. Zwar wurde ein Gewinn von 47,5 Milliarden Yen erzielt, der Umsatz viel aber von 429,8 Milliarden Yen auf 388,8 Milliarden Yen ab.

Trotz der schwachen Ergebnisse will Sony den prognostizierten Gewinn von 870 Milliarden Yen in diesem Geschäftsjahr noch erreichen, im Vorjahr wurden 734,9 Milliarden Yen erzielt.


Die wichtigsten Börsennachrichten der Woche

Der Leitindex Dax hat sich diese Woche nicht weit von der 11.000 Punkte Marke bewegt. Es gab keine signifikanten Bewegungen in dieser Woche, so dass der Dax am Freitag mit 11.180.6 Punkten die Börsenwoche beendete.

Die signifikanteste Bewegung der deutschen Börse hat diese Woche Wirecard durchgemacht. Nachdem die Financial Time über die nicht bewiesenen Fälschungen in der Niederlassung in Singapur berichtet hat, fiel die Aktie um 30%. Die Sprecherin von Wirecard stritt die Machenschaften energisch ab, am Freitag berichtet die Zeitung aber, dass eine externe Anwaltskanzlei Bewiese für die illegalen Transaktionen gefunden habe. Die Aktie von Wirecard verlor in dieser Woche 25,02 Prozent ihres Werts, obwohl die Vorwürfe bis jetzt noch nicht bestätigt wurden.

Einige Konzerne veröffentlichten diese Woche ihre Geschäftszahlen des 4. Quartals 2018, unter ihnen die Deutsche Bank. Obwohl die Bank das erste Mal seit 2014 wieder mit Gewinn das Jahr abschloss, waren die Anleger mit den Werten nicht zufrieden. Die Aktie verlor teilweise bis zu 4,9 Prozent ihres Werts. Auch die mögliche Fusionierung mit der Commerzbank konnte den Aktienwert der Bank nicht retten. Analysten und Anleger zweifeln an dem Sinn des Zusammenschlusses, so dass sich die Aktie zwar leicht erholen konnte, aber immer noch mit 0,59 Prozent Verlust die Woche abschloss.

Schlechte Firmenbilanzen haben diese Woche die Börsen weltweit erschüttert. Das japanische Unternehmen Nomura veröffentlichte mit einem Verlust von 764 Millionen Euro die schlechteste Bilanz seit zehn Jahren. Auch die Aktie von Nintendo verlor 9,19% an Wert. Der Elektronikkonzern konnte eine positive Bilanz veröffentlichen, konnte die Absatzerwartungen der neuen Spielekonsole Switch aber nicht erfüllen. Bis zum Wochenabschluss konnte sich der Nikkei noch erholen und schloss die Woche mit einem Verlust von 0,072% ab.

In den USA haben die Ölkonzerne Exxon und Chevron die Quartalsergebnisse veröffentlicht. Obwohl die Rohölpreise in letzten Quartal 2018 um 35 Prozent einbrachen, konnte Exxon sehr gute Ergebnisse veröffentlichen. Die Erlöse stiegen um 8 Prozent auf 71,9 Milliarden USD und die Produktion wurde um 4% erhöht. Die Exxon Aktie konnte Ihren Wert um 4,93% verbessern. Der Nettogewinn von Chevron fiel um 28 Prozent auf 6,0 Milliarden USD. Dieser Verlust wurde aber nur durch die Steuererleichterung im Vorjahr ausgelöst, die Aktie legte 5,48% an Wert zu.

Den Dow Jones belastet noch der Handelsstreit mit China. Diese Woche wurden positive Signale für eine Einigung der beiden Länder veröffentlicht, bis zu einer Einigung ist es aber noch ein langer Weg. Trotzdem waren die Anleger wegen der positiven Quartalsergebnisse einiger Konzerne positiv gestimmt, so dass der Dow Jones nahe der 25.000 Punktemarke abschließen konnte.


Apple erfüllt die Erwartungen der Anleger

Apple hat gestern die letzten Quartalsergebnisse nach Börsenschluss veröffentlicht. Die Zahlen vielen wie erwartet aus. Das Wertpapier stieg daraufhin um 5% an Wert.

Diesmal keine schlechte Nachricht aus den USA. Während die letzten Veröffentlichungen der Quartalsergebnisse fast ausschließlich negative Anlegerreaktionen zu Folge hatten, hat Apple die Erwartungen der Anleger erfüllt.

Der Gewinn pro Aktie liegt bei 4,18 USD, erwartet wurde von den Analysten 4,17 USD. Auch bei dem Umsatz enttäuschte das Unternehmen nicht, es wurde ein Umsatz von 83,97 Milliarden USD erwartet, Apple schloss mit 84,3 Milliarden USD das Quartal ab. Nur bei dem Absatz der iPhones wurden die Erwartungen nicht übertroffen. Die Analysten und Anleger haben für die Smartphones einen Umsatz von 52,67 Milliarden USD erwartet, Apple konnte aber nur iPhones im Wert von 51,98 Milliarden USD verkaufen.

Bei den Serviceleistungen konnte das Unternehmen aber wieder punkten. Mit einem Umsatz zwischen 55 und 59 Milliarden USD wurden die Erwartungen von 58,83 Milliarden USD erfüllt.

Nachbörslich stieg die Aktie auf 165 USD, obwohl Apple keine Stückzahlen der verkauften iPhones bekanntgab. Dafür wurden aber die Margen für die die Serviceleistungen bekannt gegeben. Darin zusammengefasst sind Apple Pay, Apple Musik und die iCloud-Serviceleistungen. Diese Geschäftssparte konnte einen Umsatzgewinn von 19 Prozent auf 10,9 Milliarden USD verzeichnen. Tim Cook zeige sich mit den Umsätzen in dem Servicebereich sehr zufrieden. Der Umsatz stieg seit 2010 von 8 Milliarden USD auf jetzt über 41 Milliarden.

Als Grund für den Absatzrückgang bei den iPhones macht das Unternehmen den Handelskrieg mit China verantwortlich und ein verändertes Verbraucherverhalten. Die schlechten und unsicheren wirtschaftlichen Verhältnisse in vielen Ländern haben das Konsumverhalten verändert. Wenn die Verbraucher nicht sicher sind, ob ihr Job noch sicher ist und wie sich die Kosten in der nahen Zukunft verändern, denken sie zweimal über die Anschaffung eines neuen Smartphones aus der Premiumklasse nach. Dies sieht Apple in erster Linie als Grund für den 15 Prozent geringeren Verkauf der neuen iPhone Generation.

Im Vergleich mit dem Vorjahr hat das Unternehmen 5% weniger Umsatz im Weihnachtsgeschäft gemacht. Das entspricht genau den 5 Milliarden USD, die durch den Handelskrieg mit Japan verloren wurden. Es ist das erste Mal seit 2001, das das Unternehmen einen Rückgang der Verkaufszahlen im vierten Quartal veröffentlich muss.

In den Produktsparten Accessoires, Wearables und Home hat das Unternehmen im Vergleich zu den letzten Jahren um 33 Prozent zugelegt, die besten Ergebnisse im vierten Quartal.


Der Problemfall Nissan

Seit einem Jahr fällt der Wert der Nissan Aktie konstant ab. Mit den neuesten Affären wird sich die Situation nicht verbessern. Jetzt werden sogar Ermittlungen in den USA eingeleitet, gegen das Unternehmen und führende Manager.

Von fast 9 Euro ist die Aktie von Nissan in einem Jahr auf 7,31 Euro abgestiegen. Aber die Börsenkurse sind nicht die einzigen Probleme des japanischen Autoherstellers. Auch in den USA werden jetzt die Ermittlungen von der United States Securities and Exchange Comission (SEC) aufgenommen.

Der Nissan Chef Carlos Ghosn wurde am 19. November 2018 in Tokio festgenommen. Die japanische Staatsanwaltschaft klagt den Manager in zwei Fällen von Finanzverstößen an, weil er in der gesamten Zeit als Nissan Chef seit 2015 seine Einkünfte nicht vollständig angegeben hat, außerdem ist der Verdacht aufgekommen, dass er persönliche Verluste auf das Unternehmen übertragen hat. Bei einer ersten Anhörung hat Gosn die Vorwürfe bestritten.

In den Untersuchungen in den USA soll jetzt auch ermittelt werden, ob Nissan die Managergehälter in den USA korrekt offengelegt hat und die angemessene Bezahlung der Manager ausreichend kontrolliert. Nissan hat in einer Presseerklärung veröffentlicht, dass das Unternehmen mit der SEC in vollem Umfang kooperieren wird.

Auch der Nissan-Motor-Manager Jose Munoz musste heute seinen Posten räumen, weil die Staatsanwaltschaft vorigen Freitag zwei weitere Anzeigen wegen Finanzverstößen erhoben hat. Es wird angenommen, dass er die Position als Chairman von Nissan Nordamerika aufgrund interner Untersuchungen von Nissan in den USA aufgeben musste.

Carlos Ghosn wurde 1954 in Brasilien geboren und wuchs im Libanon auf. Er studierte in Paris und fing 1978 bei dem Reifenhersteller Michelin an. 1990 wurde er zum Leiter von Michelin Nordamerika ernannt. 1996 kam er dann zu Renault als Executive Vice President. Er setzte umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen durch, so dass das Unternehmen 1997 wieder Gewinne verzeichnen konnte. 1999 bekam er dann denn Auftrag Nissan zu sanieren, da Renault 44,4% an dem Unternehmen erworben hat.

Seit 2001 war Ghosn Vorstandchef von Nissan, seit 2005 auch von Renault. Seit 2016 war er auch Vorsitzender des Verwaltungsrates von Mitsubishi Motors, weil Renault 34% des Unternehmens erwarb.


Merck schließt Biotechdeal ab

Nachdem die Merck KGaA heute eine Kooperation mit dem Biotech-Unternehmen Vertex und dem chinesischem Internetunternehmen Tencent bekannt gegeben hat, fiel die Aktie im Laufe des Tages um 0.68%.

Mit Vertex hat der Darmstädter Konzern einen exklusiven Lizenzvertrag unterzeichnet. In dem Vertrag ist die Verwendung von zwei DNA-abhängigen Proteinkinase (DNA-PK)-Inhibitoren festgelegt, die im Bereich der Genomeditierung für sechs definierte genetische Erkrankungen eingesetzt werden können. Merck erhält von dem Unternehmen eine Abschlagszahlung, sowie die Zahlung von Meilensteinen, sowie Zahlungen für die Lizensierungen und Umsatzerlöse. Merck behält die Rechte an den Wirkstoffen in allen anderen Anwendungsgebieten. Das Darmstädter Unternehmen kann die Wirkstoffe weiterentwickeln und sie auch an andere Unternehmen im Bereich der Geomeditierung lizensieren. Vertex kann im Gegenzug weitere Indikatoren hinzufügen. Die beiden Wirkstoffe sind Teil des breiten Angebots auf dem Gebiet der DNA-Reparatur.

Mit dem chinesischem Internetunternehmen Tencent will der Chemiekonzern in Zukunft digitale Gesundheitsdienste in China entwickeln. Heute wurde dazu eine Absichtserklärung unterschrieben, mit der Absicht das Wissen der Bevölkerung in China zu verbessern und eine Behandlung über das Internet zu ermöglichen.

Dazu sollen moderne Technologien verwendet werden, wie die künstliche Intelligenz, Big Data und Cloud Computing. So soll mit anderen Gesundheitspartner die Behandlung von Patienten in dem asiatischen Land vereinfacht und verbessert werden. Mit der Zusammenarbeit sollen Patienten online besser über die üblichen Krankheiten informiert werden, damit sie die Symptome besser erkennen können und sich dann besser und effizienter behandeln lassen. Die Informationen sollen auch den Patienten die richtigen Informationen zur Verfügung zu stellen, damit sie wichtige Therapien nicht vorzeitig wieder abbrechen.

Die Kooperation ist nicht die erste von Merck in China, das Chemieunternehmen hat schon vergangenes Jahr ein ähnliches Abkommen mit dem Internetriesen Alibaba abgeschlossen.

In Davos gab der Merck-Chef Stefan Oschmann bekannt, dass er zuversichtlich in das Jahr 2019 sehe. Die drei Sparten, in denen Merck sich positioniert hat, bieten ein otimistisches Bild für die Zukunft. Aufgrund dessen kann das Unternehmen in diesem Jahr zu seinem nachhaltigen Wachstum zurückkehren. Die Aktie nahm diese Nachricht positiv auf, verschlechterte sich im Laufe des Tages aber wieder.


IWF prognostiziert geringen Wirtschaftswachstum

Über 3000 Politiker und Vertreter aus der Wirtschaft treffen sich in dieser Woche in Davos. Zum Auftakt veröffentlicht der IWF seine Weltwirtschaftsprognose für die folgenden Jahre und erteilt den Teilnehmern damit eine große Aufgabe.

Nicht nur außerhalb der Konferenzgebäude in Davos weht im Moment ein eisiger Wind, den Teilnehmer wird es drinnen auch nicht besser ergehen. Der Handelskrieg zwischen der USA und China, der Shutdown der amerikanischen Regierung und der Ausstieg Großbritanniens aus der EU, wird der Weltwirtschaft in den nächsten Jahren schwer zu schaffen machen.

Die Chefin des Internationalen Währungsfond, Christine Lagarde, warnt in diesem Jahr vor einem abschwächenden globalen Wachstum, der sich wahrscheinlich erst bis 2020 wieder leicht stabilisieren wird. Es besteht aber die Gefahr, dass sich die Konjunktur weltweit noch weiter abschwächt, wenn die Handelskonflikte nicht schnell gelöst werden und die Notenbanken ihre restriktive Geldpolitik nicht aufgeben.

 

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Am meisten hat China unter dem Handelskrieg mit den USA gelitten. Die Volksrepublik hat die geringste Wirtschaftswachstumsrate seit den 90er Jahren vorzuweisen. Letztes Jahr wuchs die chinesische Wirtschaft nur 6,6 %, in den letzten drei Monaten sogar nur 6,4%. China steht vor der Aufgabe einen Strukturwandel durchzusetzen, von einem investitionsgetriebenen in einen innovationsgetriebenen Wachstum mit einem höheren Konsum, erklärt der Ifo-Chef Clemens Fuest.

Weltweit prognostiziert der IWF in dem World Economic Outlook (WEO) ein globales Wachstum für das Jahr 2019. Deutschland trifft es aber noch viel härter, hierzulande soll das Wirtschaftswachstum nur 1,3% betragen, das ist der schlechteste Wert für alle entwickelten Volkswirtschaften. Erst nächstes Jahr soll sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland wieder erholen und sich bei 1,6% einpegeln. Grund dafür sind die Probleme der Autohersteller, die sich durch die Manipulationen bei den Dieselmotoren selber schwere Imageschäden zugefügt haben. Dadurch hat die Nachfrage im Inland und aus dem Ausland stark abgenommen.

Generell leidet die Weltwirtschaft aber auch an der Nervosität auf den Finanzmärkten. Keiner kann die Folgen des Handelskrieges zwischen den USA und China abschätzen und wie sich der Regierungsstillstand auf die amerikanische Wirtschaft auswirkt. Auch der Brexit verunsichert viele Investoren und Unternehmen und bremst das Wachstum weltweit.

Die Aufgabe an die politischen und wirtschaftlichen Führer wird von der IWF klar formuliert. Gemeinsam und schnell müssen die internationalen Handelsbarrieren beseitigt werden, damit sich die Weltwirtschaft nicht weiterhin destabilisiert. Jede weitere Destabilisierung kann den wirtschaftlichen Nationalismus weiter stärken und einer gemeinsamen Lösung der Probleme im Wege stehen. Zu der Bewältigung der aktuellen Probleme durch die immensen Schuldenberge und die hohen Zinsen sollten die finanziellen Reserven auf jede Fälle erhöht werden.