Der Glyphosat-Prozess wird immer kritischer für Bayer und Monsanto

Der Glyphosat Skandal hat das Vertrauen der Anleger von Bayer negativ beeinflusst. In einem Jahr hat die Aktie 29,23 Prozent verloren und ein neuer Artikel von der Zeitung „The Guardian“ schürt neue Verdachtsmomente.

Der Glyphosat-Skandal verfolgt Monsanto nun schon seit 2015, als die Weltgesundheitsorganisation IARC die Chemikalie als wahrscheinlich krebserregend einstufte. Der Leverkusener Konzern Bayer hat Monsanto im Juni 2018 für 63 Milliarden USD übernommen, die bis dahin größte Übernahme eines deutschen Unternehmens im Ausland.

Ob die Übernahme sich tatsächlich gelohnt hat, bezweifeln jetzt auch viele Analytiker. Schon Ende 2018 hatte ein amerikanisches Gericht Monsanto zu einer Zahlung von 289 Millionen USD verklagt. Ein an Krebs erkrankter Hausmeiste hatte den Konzern verklagt. Es war der erste Gerichtsfall wegen Glyphosat, der noch viele andere nach sich ziehen kann. Der Chemiekonzern hat Berufung eingelegt und verweist auf mehr als 800 wissenschaftliche Studien, die beweisen sollen, dass die Chemikalie bei vorschriftsmäßiger Anwendung keine gesundheitlichen Schäden hervorrufen kann. Für den Konzern kann dieser Fall zum Präzedenzfall werden und noch viele weiter Gerichtsfälle nach sich ziehen.

Am 25. Februar wird die Berufung des Gerichtsfalls verhandelt und da kommt der Bericht der amerikanischen Zeitung zu einem äußerst ungelegenen Zeitpunkt für den Konzern. In der Studio „Exposition gegenüber Glyphosat-basierten Herbiziden und das Risiko für Non-Hodgkin-Lymphome: eine Meta-Analyse und stützende Beweise“  wird darauf hingewiesen, das Personen, die einer hohen Dosis Glyphosat ausgesetzt wurden, einen 41 Prozent höherem Risiko ausgesetzt sind, Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) zu entwickeln. Die nächsten Monate werden für Bayer sehr wichtig werden, nicht nur wegen dem Gerichtsfall. Der Konzern muss das Vertrauen der Anleger wiedererlangen.

Wie schwer das ist, zeigt nun eine Nachricht aus der Pharma-Sparte. Die Ergebnisse der Studie für nicht-steroidalen Androgenrezeptor-Antagonisten Darolutamid in einer Kombi-Therapie sind positiv ausgefallen. Die gute Nachricht verpuffte aber bei den Anlegern und verursachte kaum Kursveränderungen.

Das Ergebnis des Berufungsverfahren am 25. Februar wird sehr wichtig werden für den Leverkusener Chemiekonzern. Nur einen Tag später wird Bayer die geplante Dividendenausschüttung veröffentlichen und zwei Tage später werden die Geschäftsberichte für das letzte Jahr veröffentlicht.


ThyssenKrupp muss weiterhin mit Problemen kämpfen

Gestern fiel die Aktie nochmals um 13 Euro und kommt jetzt dem Tief von 2016 bedenklich nahe. Jetzt muss auch noch die Aufzugsparte schlechte Ergebnisse veröffentlichen.

Über Jahre hinweg war das Aufzugsgeschäft für den Konzern einer der lukrativsten Geschäfte. Der Umsatz konnte zwar im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent gesteigert werden, doch der EBIT ging merklich um ein Prozent zurück. Während im Vorjahresquartal noch eine 11,9 Prozent EBIT-Marge erreicht wurde, sank die Marge in dem laufenden Geschäftsjahr auf 10,6 Prozent.

Dabei arbeitet ThyssenKrupp Elevator schon seit einiger Zeit nicht so effizient wie die Kompetenz. Der Marktführer Otis erreicht eine EBAIT-Marge von 14,9 Prozent und Krone 13,1%. Nur Schindler lag bis jetzt noch mit einer EBIT-Marge von 11,7 Prozent unter ThyssenKrupp, diese Marke hat die Aufzugssparte von ThyssenKrupp jetzt auch unterboten.

Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen konnte die Aktie sich noch bei zwei Prozent im Minus halten, im Verlaufe des Tages stürzte sie aber um zehn Prozent ab.

Der Industriekonzern mit Sitz in Essen und Duisburg beschäftigt rund 155.000 Mitarbeiterin 80 Ländern. Das Unternehmen entstand vor mehr als 100 Jahren und existiert in seiner jetzigen Form seit 1999. Das Unternehmen entstand durch die Fusion von der Friedrich Krupp AG Hoesch-Krupp und der Thyssen AG. Die Friedrich Krupp AG wurde 1903 gegründet und übernahm 1991 die Hoesch AG. Die 1977 gegründete Thyssen AG entstand aus der August-Thyssen-Hütte AG, die 1891 von August Thyssen gegründet wurde.


Levi Strauss & Co bereitet Börsengang in New York vor

Wie die US-Börsenaufsicht heute mitteilte, plant der amerikanische Jeans-Hersteller seinen zweiten Börsenauftritt vor. Die Aktie soll mit dem Kürzel „LEVI“ in Kürze in den Handel gebracht werden.

Mit dem Börsengang strebt Levi Strauss einen Emissionserlös von 100 Millionen Dollar laut Platzhaltersumme an. Das tatsächliche Handelsvolumen der Emission kann aber deutlich höher ausfallen. Aus früheren Medienberichten lässt sich entnehmen, dass das Unternehmen bis zu 800 Millionen Dollar bei dem Börsengang einsammeln will. Der Börsengang wird von Goldmann Sachs, JPMorgan, Morgan Stanley und Merill Lynch begleitet.

1971 ist das Unternehmen schon einmal an die Börse gegangen, wurde dann aber in den Achtzigerjahren wieder privatisiert. Der Gewinn des Unternehmens soll laut den eingereichten Dokumenten bei 285 Millionen USD liegen, bei einem Umsatz von 5,6 Milliarden USD.

Das Unternehmen wurde 1853 gegründet, von dem fränkischen Einwanderer Löb Strauß, der seinen Namen bei der Einwanderung in Levi Strauss änderte. Er gründete in San Francisco mit seinem Bruder ein Textilwarengeschäft und das seit 1870 Overalls aus Jeans herstellte. Die erste moderne Jeans wurde in den 1920er Jahren vorgestellt, mit der das Unternehmen ein globaler Marktführer wurde.

Das Unternehmen befindet sich heute im Besitz der Nachkommen und der vier Neffen von Levi Strauss. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich immer noch in San Francisco. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen 11.400 Personen. Die Produktion der Hosen befindet sich in Süd- und Mittelamerika, sowie in Asien.

Die Modell „501“ ist die bekannteste Jeanshose in der Welt und wurde 1890 das erste Mal vorgestellt.

Commerzbank konnte den Jahresgewinn um das Siebenfache steigern

Aktionäre der Commerzbank können sich nach zwei Jahren ohne Dividende wieder über eine Ausschüttung freuen. Der Jahresgewinn 2018 stieg auf 865 Millionen Euro an.

Mehr als 400.00 Neukunden konnte die Commerzbank im letzten Jahr gewinnen und damit die Bank wieder auf den richtigen Kurs bringen. Von dem Jahresgewinn profitiert der Deutsche Staat am meisten, der immer noch 15,6 Prozent der Aktien besitzt.

Durch die neuen Kunden hat die Bank es geschafft deutlich mehr Zinsen einzunehmen, als sie selbst bezahlen musste. Der Überschuss der Zinsen wuchs um 10 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro an. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Gesamtumsatz der Commerzbank aber um 2 Prozent auf 8,57 Milliarden Euro.

2017 musste die Commerzbank noch für die Restruktierungskosten aufkommen, mit der die Bank gegen die hohen Personalkosten angekämpft hat. Über 9.500 Stellen wurden gestrichen und die Angestellten mussten ausbezahlt werden. Jetzt arbeiten nur noch 49.000 Angestellte für die Bank, trotzdem sind die Verwaltungskosten von 6,9 Milliarden Euro im Vergleich mit anderen Banken noch sehr hoch. Bis 2020 will der Finanzvorstand Stephan Engels die Kosten bis auf 6,5 Milliarden Euro senken.

Die Commerzbank wurde vergangenes Jahr aus dem Leitindex DAX genommen, weil ihr Börsenwert stark gefallen war. Der Platz im Index wurde durch den Zahlungsdienstleister Wirecard übernommen, der bessere Börsenwerte vorweisen konnte.

In den letzten Wochen wurde viel über die Fusion der Deutschen Bank und der Commerzbank diskutiert. Beide Banken haben dieses Jahr das erste Mal wieder einen Gewinn präsentiert, was aber nicht über den jetzigen Zustand der Bankhäuser hinwegtäuschen kann. Sie sind beide hoffnungslos hinter ihren internationalen Wettberbern zurückgefallen. Die Vorwürfe der Geldwäsche, wegen denen im vergangenen November 170 Beamte der Staatsanwaltschaft und des Bundeskriminalamts die Frankfurter Konzernzentrale der Deutschen Bank durchsucht haben, zogen das Misstrauen vieler Kunden und Anleger auf sich. Beide Banken haben noch einen langen Weg vor sich, um wieder effizient zu arbeiten und das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. Ob die Lösung eine Fusion ist, wird sich wahrscheinlich erst in ein paar Jahren zeigen.


Evonik kündigt zweiten Venture Capital Fond über 150 Millionen Euro an

Die Essener Evonik Industrias AG hat heute angekündigt, einen zweiten Fond zu eröffnen, mit denen sich das Unternehmen an Start-ups mit Schwerpunkt in der Chemie beteiligen will.

Mit dem ersten Wagniskapitalfond hat sich Evonik schon vor drei Jahren an Jenacell beteiligt. Das Unternehmen hat sich damals aus der Universität Jena ausgegründet und entwickelt biotechnische Zellulose, die die Haut kühlt. Sie wird in erster Linie bei Brandverletzungen eingesetzt, wo die Nanozellulose bei der Behandlung die Leiden der Patienten lindern soll. Aber auch bei dem Vampirlifting soll das Produkt helfen, bei dem Plasma aus körpereigenem Blutkonzentrat zur Glättung der Haut eingespritzt wird.

Evonik stellt Moleküle und Materialien für die Medizintechnik und die Kosmetikindustrie her. Deswegen will sich das Unternehmen auch weiterhin an Start-ups in diesem Bereich mit dem neuen Fond beteiligen. Damit erweitert der Chemiekonzern sein Venture-Kapital auf 250 Millionen Euro.

Evonik generiert einen Jahresumsatz von 14,4 Milliarden Euro und einen Betriebsgewinn von 2,4 Milliarden Euro. Die Höhe des Venture-Kapitals ist im Vergleich zu anderen Unternehmen sehr hoch. Im Vergleich dazu, der Chemiegigant BASF stellt für diesen Zweck nur 225 Millionen Euro zur Verfügung.

Aber auch andere Unternehmen setzen vermehrt auf die Beteiligung an neuen innovativen Unternehmen, die ihnen Zugang zu neuen Technologien verschaffen sollen. Erst Ende letzten Jahres hat Porsche veröffentlicht, dass sich das Unternehmen mit 150 Millionen Euro an Jungunternehmen beteiligen will, die an neuen innovativen Technologien in dem Bereich Automobil arbeiten.

Das gleiche Ziel verfolgt auch Henkel, die vor kurzem ihr Venture-Kapital auf 150 Millionen Euro aufgestockt haben, um Zugang zu innovativen digitalen Plattformen und neue Beschichtungstechnologien zu bekommen. Sie verfolgen die gleiche Taktik wie Evonik, beide Unternehmen versuchen auch in der 3D-Drucktechnologie Fuß zu fassen. Evonik ist Henkel schon einen Schritt voraus, Sie haben im Januar das amerikanische Start-up Structured Polymers komplett übernommen. Dieses beschäftigt sich mit Kunststoffpulver für den 3D-Druck.

Der neue Fond von Evonik soll sich aber auch mehr mit den digitalen Technologien beschäftigen, mit denen eine bessere Steuerung der Logistik ermöglicht werden soll. Unternehmen verfolgen mit den Beteiligungen an jungen und dynamischen Start-Ups nicht nur den finanziellen Erfolg, sie können auch laut dem IT- und Finanzchef Lutzt Meschke viel von ihnen lernen.


Jenoptik veröffentlicht Jahresabschluss 2018 mit Rekordzahlen

Die Aktie von Jenoptik befindet sich seit der Veröffentlichung der Jahresergebnisse im Höhenflug. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten und sogar die eigenen Prognosen.

Die Aktie des Unternehmens aus Jena setzte sich heute an die Spitze der Gewinner des SDAX und erreichte den höchsten Stand seit vier Monaten. Es scheint, dass das Wertpapier den Tag mit einem Wert von 30,98 Euro abschließen wird, ein Wertanstieg von 5,37% gegenüber dem Vortag.

Grund dafür sind die erfreulichen Ergebnisse des Jahres 2018, die das Unternehmen heute veröffentlicht hat. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 834 Millionen Euro verbessert werden und der operative Gewinn (Ebit) um 22 Prozent auf 95 Millionen.

In dem letzten Quartal konnte Jenoptik in Europa und Amerika von der hohen Nachfrage der Halbleiterindustrie profitieren. Auch in Deutschland half konnte das Unternehmen mit der Auslieferung der Mautsäulen für Toll Collect die Umsatzzahlen verbessern. Außerdem halfen Jenoptik die neuen Zukäufe bessere Geschäftszahlen zu erreichen. Mit dem Zukauf von Prodomax konnte Jenoptik die Prozessautomatisation im Automobilbereich stärken und mit der Übernahme von Otto Vision Technologie und Ovitek wurde der Bereich Messtechnik unterstützt.

it einer stärkeren Auslegung auf die photonischen Märkte will der Konzernchef Stefan Traeger auch weiterhin das Wachstum von Jenoptik beschleunigen. Die Erlöse sollen bis 2022 in einem mittleren bis hohen einstelligen Bereich liegen. Um dies auch effizient umsetzen zu können, wird der Konzern mit seinen mittlerweile 4000 Mitarbeitern neu strukturiert. Dafür wurde der Mechatronik-Bereich in das Vincorion Segment ausgegliedert, für den es aber bis jetzt noch Verkaufspläne gibt.

Die Aktie von Jenoptik konnte sich von dem Jahresende 2018 erfolgreich erholen und hat mittlerweile wieder mehr als ein Drittel an Wert zugelegt. Nach dem Höchststand von 39,54 im Juni 2018 war es mit dem Papier bis zum Jahresende rasant abgegangen.


Volkswagen überlegt Zulieferer wegen Dieselskandal zu verklagen!

Nicht nur die in die Dieselaffäre verwickelten Angestellten will Volkswagen zur Rechenschaft ziehen, das Unternehmen überlegt jetzt auch Bosch zu verklagen.

Die Mitarbeiter, die an der Betrugssoftware in der Dieselaffäre beteiligt waren, hat Volkswagen schon auf Schadenersatz verklagt. Letzten Freitag wurde bekannt, dass der Volkswagenkonzern auch einen langjährigen Geschäftspartner verklagen will, den Stuttgarter Bosch-Konzern.

Bosch ist der Hersteller der Basis-Version der Software, die dann später von den Volkswagen-Ingenieure zur Manipulation der Dieselmotoren benutzt wurde. In den USA hat Bosch die geschädigten Endverbraucher schon in Millionenhöhe abgefunden. Auch in Deutschland ist der Konzern in den Fokus der Staatsanwaltschaft geraten. Jetzt hat der Spiegel über die Ansprüche von Volkswagen an Bosch berichtet.

Im Moment hat Volkswagen noch keine Stellung zu den Anforderungen gegen Bosch genommen. Der Konzernsprecher wies darauf hin, dass er sich zu Fragen von vertraulichen internen Vorgängen nicht äußern könnte. Die Firmenleitung von Bosch wollte sich zu den neuesten Vorwürfen auch noch nicht äußern.

Der Sprecher von Bosch wies nur auf die jahrzehntelange Zusammenarbeit der beiden Unternehmen hin. Aufgrund dessen könnte er sich eine Klage von Volkswagen nicht vorstellen. Bosch gehört schon lange zu den wichtigsten Lieferanten von Volkswagen. In der Nähe von jedem Werk von Volkswagen weltweit, steht meistens auch ein Werk von Bosch.

Laut dem Bericht des Spiegels hat Volkswagen aber schon Ende letzten Jahres eine Klage gegen Bosch vorbereitet, um einer Verjährung zuvorzukommen. Anscheinend haben beide Unternehmen eine Frist bis Ende März vereinbart, um dann über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Auch wenn die Summe, die Volkswagen von Bosch verlangen will, noch nicht feststeht, will sich das Unternehmen anscheinend gegen Schadenersatzansprüche absichern, die auch in Deutschland von Autobesitzern noch verlangt werden können. Deswegen wird auch geprüft, ob andere Zulieferer noch zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie an dem Dieselskandal beteiligt waren.

Laut Firmenleitung will sich der Konzern nicht von der eigenen Verantwortung freisprechen. Als Aktiengesellschaft besteht aber in erster Linie die Verantwortung gegenüber den Aktionären, wegen denen die Schadensersatzforderungen in alle Richtungen geprüft werden. Dazu gehören nicht nur die eigenen Angestellten aus der technischen Abteilung, sondern auch die beteiligten Zulieferanten.


Compugroup Medical – Medizinischer Softwarehersteller im Aufwind!

In dieser Woche hat das Unternehmen aus Koblenz die Firmenergebnisse veröffentlicht und den Anlegern scheinen die Prognosen des Unternehmens zu gefallen.

Obwohl die Aktie von der Compugroup am Freitag eine leichten Wertverlust von 1,42% verzeichnen muss, ist sie einer der erfolgreichsten Wertpapiere im Januar. Letzten Montag wurden die Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht und Compugroup konnte die eigenen Erwartungen erfüllen. Der Umsatz lag bei 717 Millionen Euro, im Vergleich wurde letztes Jahr ein Umsatz von 582 Millionen erwirtschaftet. Der Softwarehersteller erzielte ein EBITDA von 182 Millionen Euro. Dadurch wurde ein Wachstum von 23 Prozent erzielt und eine operative Marge von 25 Prozent.

Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung von Software in der E-Health. Für die digitale Medizin sind Kommunikationstechnologien in dem Bereich Prävention, Diagnose, Behandlung und Verwaltung ein Markt mit einer vielversprechenden Zukunft. Die Softwareentwicklung für das Gesundheitswesen ist ein milliardenschwerer Wachstumsmarkt, in dem sich Compugroup besonders gut etabliert hat. Es hat sich auf die Entwicklung von Online-Informationsdienste, sowie Abrechnungs- und Bürodienste im Gesundheitswesen spezialisiert.

In der Bundesrepublik wurde in dem letzten Jahr viel in den Ausbau der Informatikstruktur investiert, dazu gehörten Ärzte, Apotheken, Krankenhäuser und Labore. Compugroup bietet zugelassene Komplettpakete für die Gesundheitsbranche an. Die Wachstumsmöglichkeiten zeigen sich auch bei den Zukunftsprognosen des Unternehmens. Für das laufende Jahr werden Umsatzzahlen bis zu 750 Millionen Euro erwartet und das EBITDA soll sich bis auf 205 Millionen Euro erhöhen.

Erst im letzten Jahr hat die Compugroup eine Aktienrückkaufprogramm angekündigt, bei dem bis zu 500.000 Wertpapiere zurückgekauft werden sollen. Zwischen dem 28. Januar und dem 1. Februar hat das Unternehmen insgesamt 29.650 eigene Aktien erworben. Damit beläuft sich die Gesamtsumme der zurückerworbenen Wertpapiere auf 188.572 Stück. Die Aktie ist seitdem 23.09.2013 im TecDAX und seit 2018 auch im SDAX gelistet.

Nach der Veröffentlichung der Firmenergebnisse stieg die Aktie um 10% an und verlor an Freitag wieder 1,42 Prozent an Wert. Momentan liegt der Wert bei 48,32 Euro, nach einem Verkaufshoch von 52 Euro in dieser Woche. Analysten rechnen mit einem möglichen Anstieg der Aktie bis auf 60 Euro.


Leoni enttäuscht die Anleger auch mit schlechten Quartalszahlen

Der Nürnberger Automobilzulieferant Leoni wird keine Dividende für das Jahr 2018 zahlen und prognostiziert für 2019 noch schlechtere Aussichten. Die Aktie verlor über 32% an Wert.

Leoni ist eines der führenden Unternehmen für Kabelsysteme und Bordnetze für die Automobilindustrie. Heute wurden die Firmenergebnisse vorgestellt und die Zahlen haben die meisten Anleger verschreckt. Der Ebit brach im letzten Jahr um mehr als 35% auf 144 Millionen Euro ein. Im letzten Quartal konnte kein Gewinn mehr erzielt werden, deswegen hat die Unternehmensführung entschieden, dass dieses Jahr keine Dividende ausbezahlt wird.

Die Analysten hatten mit schlechten Zahlen von Leoni gerechnet, aber nicht mit so katastrophalen Zahlen. Das die Prognosen von dem Unternehmen selber nach unten korrigiert wurden, ist für viele Analysten ein Zeichen dafür, das das Unternehmen zu einem Sanierungsfall geworden ist. Der Ebit soll in diesem Jahr nochmals auf unter 130 Millionen sinken. Das ist nicht einmal die Hälfte, was von dem Markt erwartet wurde.

Die Unternehmensführung nennt für die schlechten Zahlen einige Gründe. Der Umzug in das neue Technologiezentrum kostet das Unternehmen zehn Millionen Euro mehr, als veranschlagt wurde. Das neue IT-System wird Leoni auch in diesem Jahr noch mehrere Millionen Euro kosten. Auch die Anlaufkosten in dem mexikanischen Werk sind höher ausgefallen, als angenommen wurde.

Leoni ist in den letzten Jahren überdurchschnittlich schnell gewachsen. Die Gewinne in der Automobilindustrie wurden für die Übernahme anderer Unternehmen genutzt, so das die internen Kontroll- und Kommunikationssysteme nicht mehr mithalten konnten. Die Unternehmensführung sei sich einig, dass dieses Tiempo reduziert werden muss, um das Unternehmen nicht zu überlasten, bestätigte der Vorstandschef Aldo Kamper. Er ergänzte auch, dass die Probleme, vor denen das Unternehmen heutzutage steht, hauptsächlich hausgemacht sind. Es habe Probleme mit der Kommunikation zwischen den lokalen und den zentralen Ebenen gegeben, sowie mit der Kontrolle, was zu erheblichen Verzögerungen geführt habe.

Kamper hat dem Unternehmen eine noch striktere Kostendisziplin verordnet und arbeitet auch noch an weiteren Maßnahmen, die das Unternehmen wieder auf Kurs bringen sollen. Was die Restrukturierung des Unternehmens kosten wird und wie die Maßnahmen genau aussehen sollen, wird er auf der Bilanzpressekonferenz am 19 März bekannt geben.


TUI Aktie befindet nach Ergebnisanpassung im freien Fall

Erst wurde die Aktie von TUI von der HSBC Bank von „Buy“ auf „hold“ zurückgestuft und dann verkündete der Vorstand auch noch eine Ergebnisanpassung an. Das Vertrauen der Anleger ist erschüttert und die Aktie verlor bis zu 18,50 Prozent an Wert.

Am Donnerstag war die Stimmung an den europäischen Börsen eingetrübt. Die Anleger scheinen von dem Handelskonflikt, dem Brexit und der schwachen Konjunktur Chinas verunsichert zu sein. Zum Unglück für TUI, stufte die HSBC genau an diesem Tag das Wertpapier herunter. Ungeschickt meldete sich der Touristikanbieter auch dann noch selber zu Worte und gab dem Abwärtstrend der Aktie mit einer Ergebnisanpassung auch noch so richtig Schwung.

Abgesehen von dem nicht geschickt gewählten Zeitpunkt, reagiert TUI damit auf die Zurückhaltung der Europäer bei den Ferienbuchungen. Der heiße Sommer 2018 hat anscheinend vielen die Lust auf den Urlaub am Strand verdorben. Abgesehen davon zeichnet sich die Angst vor dem Brexit bei den Buchungen aus England ab, dessen schwacher Pfund-Kurs den Urlaub noch teurer macht. Trotzdem verkündet TUI einen Quartalsabschluss in der Höhe des Vorjahrs, der für das Unternehmen sehr gut ausfiel.

Folgenden Dienstag sollen die Quartalsergebnisse veröffentlicht werden. Doch schon jetzt hat der Vorstand bestätigt, dass er eine Dividende von 0,72 Euro vorschlagen wird. Damit wurde wohl anerkannt, das der TUI-Chef Frits Joussen vor einem Monat noch über zweistellige Gewinnzuwachsraten in der Rheinischen Post sprach.

Im Geschäftsjahr 2019 erwartet das Unternehmen ein bereinigtes EBITA von 1,177 Milliarden Euro. Die Prognose von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von mindestens 10 Prozent konnte dadurch nicht erreicht werden.

Während die TUI Aktie um fast 19 Prozent fiel, konnte die Aktie des britischen Unternehmens Thomas Cook eine Aufwertung in zweistelliger Prozenthöhe verzeichnen. Es scheint, dass sich die Anleger von TUI abgewendet haben und stattdessen bei Cook eingestiegen sind. Der zweitgrößte Reiseveranstalter in Europa hatte vor kurzem angedeutet, das er sich von seine Flugzeug-Sparte trennen wollte, um seine Hotels und den Service zu modernisieren. Er wolle sich mit den Dienstleistungen und den digitalen Angeboten von der Konkurrenz absetzen und das Geld solle durch den Verkauf der Fluglinien eingenommen werden.