Rekordstrafe für Facebook kann die sozialen Medien für immer ändern

Facebook hat ein schweres Jahr hinter sich, die Aktie konnte sich erst Anfang des Jahres wieder erholen. Laut der Washington Post erwartet das Unternehmen aber noch ein viel größeres Problem.

Die Federal Trade Commission hat in den USA die Funktion der Verbraucherschutzbehörde und soll auch den Datenschutz der Amerikaner gewährleisten. Anfang letzten Jahres hat die Behörde Ermittlungen wegen Facebook eingeleitet, unter anderem auch wegen dem Datenskandal um Cambridge Analytica.

Facebook hatte schon 2011 der Behörde einen strikteren Umgang mit den Daten zugesagt, um damalige Probleme zu lösen und Ermittlungen zu verhindern. In den neusten Ermittlungen geht es jetzt darum, ob Facebook die damaligen Zusagen eingehalten hat.

Der Cambridge Analytica Skandal

In dem Fall von Cambridge Analytica ging es um die Daten von einigen Millionen Nutzerdaten, die von der Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica durch eine Umfrage-App abgefragt wurden. Facebook wusste schon 2015 von dem Problem, gab sich aber mit der Zusage zufrieden, dass alle Daten von dem Unternehmen gelöscht wurden. Die Benutzer wurden über das Datenleck nicht von Facebook oder Cambridge Analytica informiert.

Durch die Vereinbarungen mit der Federal Trade Commission in 2011, hat sich Facebook aber verpflichtet, die Benutzer transparenter zu informieren, wenn Ihre Daten an Dritte weitergegeben werden. Die Benutzer sollten auch klar über die Verwendung der Daten unterrichtet werden. Die FTC sieht in den Vorgängen von 2015 einen klaren Verstoß gegen die Abmachung und laut der Washington Post wird mit Facebook über eine milliardenhohe Strafe verhandelt.

Das wird Facebook weniger stören, da das Unternehmen mehr als 50 Milliarden USD als Rücklage besitzt. Viel wichtiger ist es das Firmenkonzept aufrecht zu erhalten. Alle wichtigen sozialen Medien beziehen ihr Einkommen aus Werbeeinnahmen. Je mehr die Unternehmen über das Kundenverhalten wissen, desto interessanter sind sie für Unternehmen, die ihre Werbung gezielt absetzen wollen. Facebook kann jetzt die Strafe der FDC akzeptieren, muss aber dann strengere Regeln akzeptieren, oder muss ein Gerichtsverfahren in Kauf nehmen. Die FDC ist aber bekannt dafür, hart gegen Datenschutz-Verstöße vorzugehen.

Das social Media Konzept ist in Gefahr!

Das ganze Konzept der sozialen Medien-Unternehmen ist in Gefahr. Durch die härteren Datenschutzgesetze in Europa und der FDC im Nacken, wird es immer schwerer das Nutzerverhalten für die Werbung zu nutzen. Facebook hat 2018 einen Umsatz pro täglich aktiven Kunden von 11,21 USD gemacht. Twitter schaffte 7,21 USD und Snap 2,10 USD Umsatz pro täglich aktiven Kunden umzusetzen. Der Umsatz von Facebook stieg in dem letzten Quartal um 20 Prozent, mit mehr als 2 Millionen neuen Werbekunden.

Auch deswegen würde eine Einigung mit der FTC für alle sozialen Medien gefährlich werden, weil die Auswertung der Kundendaten und ihr Verhalten es möglich machen, die Werbung so gezielt einzusetzen. Das Ergebnis wird also gespannt von vielen Unternehmen erwartet, weil es die Social Media Branche einschlagend ändern könnte.


Der Glyphosat-Prozess wird immer kritischer für Bayer und Monsanto

Der Glyphosat Skandal hat das Vertrauen der Anleger von Bayer negativ beeinflusst. In einem Jahr hat die Aktie 29,23 Prozent verloren und ein neuer Artikel von der Zeitung „The Guardian“ schürt neue Verdachtsmomente.

Der Glyphosat-Skandal verfolgt Monsanto nun schon seit 2015, als die Weltgesundheitsorganisation IARC die Chemikalie als wahrscheinlich krebserregend einstufte. Der Leverkusener Konzern Bayer hat Monsanto im Juni 2018 für 63 Milliarden USD übernommen, die bis dahin größte Übernahme eines deutschen Unternehmens im Ausland.

Ob die Übernahme sich tatsächlich gelohnt hat, bezweifeln jetzt auch viele Analytiker. Schon Ende 2018 hatte ein amerikanisches Gericht Monsanto zu einer Zahlung von 289 Millionen USD verklagt. Ein an Krebs erkrankter Hausmeiste hatte den Konzern verklagt. Es war der erste Gerichtsfall wegen Glyphosat, der noch viele andere nach sich ziehen kann. Der Chemiekonzern hat Berufung eingelegt und verweist auf mehr als 800 wissenschaftliche Studien, die beweisen sollen, dass die Chemikalie bei vorschriftsmäßiger Anwendung keine gesundheitlichen Schäden hervorrufen kann. Für den Konzern kann dieser Fall zum Präzedenzfall werden und noch viele weiter Gerichtsfälle nach sich ziehen.

Am 25. Februar wird die Berufung des Gerichtsfalls verhandelt und da kommt der Bericht der amerikanischen Zeitung zu einem äußerst ungelegenen Zeitpunkt für den Konzern. In der Studio „Exposition gegenüber Glyphosat-basierten Herbiziden und das Risiko für Non-Hodgkin-Lymphome: eine Meta-Analyse und stützende Beweise“  wird darauf hingewiesen, das Personen, die einer hohen Dosis Glyphosat ausgesetzt wurden, einen 41 Prozent höherem Risiko ausgesetzt sind, Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) zu entwickeln. Die nächsten Monate werden für Bayer sehr wichtig werden, nicht nur wegen dem Gerichtsfall. Der Konzern muss das Vertrauen der Anleger wiedererlangen.

Wie schwer das ist, zeigt nun eine Nachricht aus der Pharma-Sparte. Die Ergebnisse der Studie für nicht-steroidalen Androgenrezeptor-Antagonisten Darolutamid in einer Kombi-Therapie sind positiv ausgefallen. Die gute Nachricht verpuffte aber bei den Anlegern und verursachte kaum Kursveränderungen.

Das Ergebnis des Berufungsverfahren am 25. Februar wird sehr wichtig werden für den Leverkusener Chemiekonzern. Nur einen Tag später wird Bayer die geplante Dividendenausschüttung veröffentlichen und zwei Tage später werden die Geschäftsberichte für das letzte Jahr veröffentlicht.


Aktie von Kosmetikriesen Coty nimmt im zweistelligen Bereich zu

Die Wertpapiere des amerikanischen Kosmetikherstellers waren in den letzten Jahren nicht erfolgreich. Seit 2015 ist der Wert der Aktie von 32 USD auf bis zu 6 USD abgestiegen. Erst heute konnte sich das Wertpapier bis zu 15% erholen.

Grund für den rasanten Sprung ist die Ankündigung der Milliardärs-Familie Reimann, die weitere 150 Millionen Aktien von Coty über die Familienholding JAB kaufen möchte. Die Holding besitzt bereits 40 Prozent an dem Unternehmen, mit dem Kauf der neuen Wertpapiere will die Familie Reimann ihren Anteil an Joty auf 47% aufstocken. Über ein Investmentvehikel sollen die Aktion mit einem Preis von 11,65 USD gekauft werden, was einer Investition von 1,75 Milliarden USD entspricht.

Der Kosmetikhersteller Joty stellt unter anderem Kosmetik und Parfüm der Marken Calvin Klein, Wella und Gucci her. Seitdem Joty vor drei Jahren für 11,3 Milliarden Euro die Wella Haarpflegeprodukte und einige andere Marken von Procter & Gamble übernommen hat, haben die Aktienwerte einen massiven Einbruch erlebt. Die aufgekauften Marken in das eigene Unternehmen zu integrieren, hat sich als sehr teuer und arbeitsaufwendig herausgestellt. Verkalkuliert hat sich das Unternehmen auch mit dem Massengeschäft der Drogerien, die bislang einen Verkaufsanteil von über 40% für Joty ausmachten.

Die alten und etablierten Marken des Unternehmens musste einen großen Marktanteil an neue modische und modernere Marken abgeben. Seit 2016 hatten die Börsenpapiere des Unternehmens schon mehr als 70% ihres Werts verloren. Die Familienholding scheint aber auch weiterhin an der Übernahme von Coty interessiert zu sein. In den letzten Jahren hat die Holding weiterhin Aktien an Jota gekauft, war allerdings durch einen Vertrag mit Procter und Gamble an eine Größenordnung der Zukäufe gebunden.

Erst seit Oktober letzten Jahres kann die Familie die Übernahme wieder in Angriff nehmen und hat den neuen Ankauf von Aktienpaketen angekündigt. Der günstige Preis der Aktie kann jetzt ausgenützt werden, allerdings gerät die Familienholding in Gefahr abgestuft zu werden. S&P hat die JAB Holding nach der Bekanntgabe des Aktienkaufs schon von A stabil auf A negativ herabgestuft.

Der JAB Chef Peter Harf dürfte aber genau wissen, worauf er sich einlässt. Er hat die Kaffee-Einheiten von Mondelez und Douwe Egberts schon erfolgreich zusammengeführt. Die Wette mit dem Wiederaufstieg des Kosmetikkonzern Joty wird mit einem ziemlich hohen Einsatz gespielt. Die Familie Reimann kann nur hoffen, dass der Wiederaufstieg von Joty erfolgreich verläuft.


Carl Zeiss Meditec Aktie steigt nach Veröffentlichung der Quartalszahlen!

Nachdem die Aktie von Carl Zeiss letzte Woche recht volatil war, konnte sie heute nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse mit einem Plus von fast 2 Prozent den Tag abschließen.

Carl Zeiss konnte gute Quartalsergebnisse erzielen, besonders in den europäischen Kernmärkten ist das Unternehmen im letzten Quartal sehr erfolgreich gewesen. Die Ziele des Unternehmens wurden erreicht und darauf haben die Anleger positiv reagiert. Letzte Woche war die Aktie teilweise unter 80 Euro gefallen, konnte sich heute aber wieder erholen und beendete den Börsentag mit 82,95 Euro.

Der Umsatz in dem letzten Quartal konnte um fast 10% auf 324 Millionen Euro gesteigert werden. Umsatzeinbußen musste das Unternehmen aus Thüringen nur in Amerika verzeichnen, weil dort bereits im dritten Quartal viele neue Produkte eingeführt wurden, die den Umsatz in dritten Quartal verbesserten. Der Ebit konnte optimiert werden und betrug in dem letzten Quartal 48,1 Millionen Euro. Erreicht wurde dies durch geringere Kosten in der Forschung und der Entwicklung. Wie alle internationalen Unternehmen litt Carl Zeiss aber auch an den Währungseffekten, das Konzernergebnisse fiel auf 28,7 Millionen Euro.

Für das laufende Jahr hat sich der Firmenleiter Ludwin Monz hohe Ziele gesetzt. In diesem Jahr soll eine Ebit-Marge von bis zu 16 Prozent erreicht werden. Das Unternehmen stellt Produkte für Augenerkrankungen und Sehfehler her. Zu den Produkten gehören Laser, Mikroskope und künstliche Linsen.


Twitter hat Jahresgewinn veröffentlicht und trotzdem enttäuscht

Das amerikanische Unternehmen Twitter konnte das erste Mal in der Firmengeschichte Jahreszahlen mit Gewinnen veröffentlichen. Trotzdem fiel der Aktienwert zwischenzeitlich um 8 Prozent.

Die Anleger sind von Twitter enttäuscht, das liegt aber nicht an den veröffentlichten Umsatzahlen. Das Unternehmen hat es geschafft, in dem letzten Jahr einen Nettogewinn von 1,206 Milliarden USD zu erwirtschaften. Auch die Umsätze im letzten Quartal stiegen um 24 Prozent auf 909 Millionen USD. Die Analysten hatten mit weniger gerechnet. Der Gewinn im letzten Quartal wurde auf 255 Millionen USD gesteigert, im letzten Jahr wurden nur 91 Millionen USD erwirtschaftet.

Enttäuscht wurden die Anleger durch die aktiven Nutzer im letzten Quartal. Während 330 Millionen Anwender die App im letzten Quartal 2017 benutzten, waren es in 2018 nur noch 321 Millionen. Erst letztes Jahr hatte Twitter die Konten untersucht und 6% der Benutzer von dem Dienst suspendiert. Es wurden Konten gelöscht, die ein hohe Anzahl von Tweets veröffentlichen, die irreführende Links veröffentlichten oder gemeldet und blockiert wurden. Damals bestätigte Twitter noch, dass die Löschungen sich nicht auf die Gesamtzahl der Benutzer auswirken würde.

Das Unternehmen teilte heute mit, dass sie in Zukunft keine gesamten Benutzerzahlen veröffentlichen werde, sondern nur noch täglich aktive Nutzer. Dies sei aus wirtschaftlichen Aspekten sinnvoller, weil diese User monetarisierbar sind, da Ihnen Werbung angezeigt werden kann. Im vierten Quartal waren es durchschnittlich 126 Millionen Benutzer, die täglich die App von Twitter nutzten. Dies entspreche dann auch einem Wachstum von 9 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr.


Alphabet enttäuscht die Anleger trotz guter Quartalszahlen

Der Umsatz von Alphabet lag für das vierte Quartal über den Erwartungen der Analysten, trotzdem fiel die Aktie gestern nachbörslich um 2,7 Prozent.

Die meisten großen amerikanischen Softwareunternehmen, wie Amazon, Facebook und Apple, haben in der letzten Woche ihre letzten Quartalszahlen veröffentlicht. Gestern hat auch Alphabet nach Börsenschluss die Ergebnisse veröffentlicht. Sie lagen über den Erwartungen der Analysten, doch die höheren Ausgaben haben viele Anleger verschreckt.

Der operative Gewinn von Alphabet, vormals Google, konnte im Vergleich zum Vorjahr von 6,5 auf 8,2 Milliarden USD gesteigert werden. Bei dem Nettoergebnis konnte das Unternehmen sogar 8,9 Milliarden Euro erzielen, viel besser als im Vorjahr, als durch Abschreibungen aufgrund der Steuerreform Verluste gemacht wurden. Aber auch der Umsatz stieg um 22 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr. Dies lag weit über den Erwartungen der Analysten, die mit weit weniger als 39,3 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Nachbörslich geriet die Aktie dann bis zu 3 Prozent ins Minus.

Grund dafür waren die erhöhten Ausgaben, die mit 26 Prozent auf 31,07 Milliarden USD anstiegen. Grund dafür sind die Anstrengungen des Unternehmens, sich auch auf anderen Märkten zu etablieren. Obwohl das Werbegeschäft immer noch die ertragsreichste Sparte des Unternehmens ist, versucht Alphabet sich auch der Konkurrenz von Amazon und Microsoft im Cloud- und Servicebereich zu stellen.

Dafür wurde im letzten Quartal viel in den Ausbau der Netzwerke und der Rechenzentren investiert. Auch die Werbung für die Dienstleistungen kostete mehr, als die Analysten veranschlagt haben. Alphabet musste aber auch neue Immobilien akquirieren und in Fachpersonal investieren. Es werden auch in Zukunft noch viele Investitionen benötigt, wenn Alphabet mit den beiden großen Rivalen mithalten will.

Interessant sind auch die Kosten für die „Traffic Acquisition Costs (Tac)“. Die Smartphone Hersteller verlangten im vergangenen Jahr immer höhere Beträge um die Dienste von Google auf ihren Geräten vorzuinstallieren und dem Unternehmen dadurch höhere Besucherzahlen zu garantieren. Im letzten Jahr konnte Alphabet die Kosten erfolgreich auf 23 Prozent der Werbeausgaben halten.

Schwieriger ist es aber in dem Kerngeschäft des Unternehmens, die Umsätze durch Werbekunden fallen konstant. Die Kosten per Klick sanken im letzten Quartal drastischer als im letzten Jahr. Kunden bezahlen rund 9% weniger pro Klick, was Google bei den Einnahmen durch ein erhöhtes Klickaufkommen wieder gutmachen konnte. Die gesamten bezahlten Klickzahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um fast 22 Prozent.


Durch die Übernahme von Tesla schießt die Maxwell Aktie in die Höhe

Überraschend hat Tesla den Hersteller von Superkondensatoren Maxwell übernommen. Der Deal sorgte für einen Aufwertung der Maxwell Aktie von über 50%.

Diese Übernahme war selbst für eingefleischte Analysten eine Überraschung. Für Tesla macht sie aber Sinn, da mit den Superkondensatoren schnellere Ladezeiten für die Elektrofahrzeuge erreicht werden können. Die Aktionäre sollen Aktien von Tesla für die Übernahmen erhalten. Analysten bewerten den Deal mit rund 218 Millionen USD, oder dem Wert von einer Aktie zu 4,75 USD.

Maxwell arbeitet schon seit einiger Zeit mit Bentley und Volvo zusammen, um die Ladezeiten der Lithium-Ionen-Akkus zu verringern. Die Möglichkeiten der Superkondensatoren können aber auch in weiteren Bereichen der Elektrofahrzeuge Sinn machen. Sie können die Nutzung der elektrischen Leistung in Zukunft dynamischer machen. Die Ladezeiten der Elektrofahrzeuge sind aber im Moment noch das größte Problem. Aktuell müssen die Akkus der Fahrzeuge noch über mehrere Stunden geladen werden, mit der neuen Technologie werden Ladezeiten innerhalb weniger Sekunden angestrebt. Die Kombination der Superkondensadoren mit den aktuellen Akkus könnte für den Übergang einen technischen Vorsprung für den Autohersteller aus den USA bedeuten.

Den Wert der Tesla Aktie hat die Übernahme nicht verändert. Auch weil das Volumen des Deals nur 0,4 Prozent der Marktkapitalisierung ausmacht. Damit wird Maxwell ein vollständiges Tochterunternehmen von Tesla, was laut dem Firmenchef Frank Fink, im Interesse der Maxwell Investoren liegt. Die Übernahme soll im zweiten Quartal dieses Jahrs abgeschlossen werden.

Maxwell hat in den ersten neun Monaten im Jahr 2018 einen Umsatz von 91 Millionen USD erwirtschaftet. Das Unternehmen mit Sitz in San Diego, beschäftigt momentan 380 Mitarbeiter. Maxwell forscht an der Trockenelektrodentechnologie und hat laut eigenen Angaben schon Elektroden mit einer Energiedichte von 300Wh/kg in der Fertigung. In kurzer Zeit werden Leistungen bis zu 500 Wh/kg angestrebt, die dann besser wären, als die momentan verwendeten Akkus in Elektrofahrzeugen. Mit dieser Technologie könnten die Lebenserwartungen der Akkus um das Zweifache verbessert werden und die Kosten bis zu 20% reduziert werden.


Wird Amerika zur Gefahr für die europäische Wirtschaft?

Donald Trump lässt keine Möglichkeit aus, der amerikanischen Wirtschaft Vorteile zu verschaffen. Ob Verbal oder durch Schutzzölle, unter Donald Trump soll die USA wieder zu alter Stärke zurückfinden.

Das beste Beispiel für den Protektionismus der USA sind die Vorwürfe gegen den chinesischen Konzern Huawei. Die US-Behörden werfen dem Unternehmen vor Geschäfte mit dem Iran gemacht zu haben und Betriebsgeheimnisse von US-Unternehmen gestohlen zu haben. Müssen sich jetzt auch europäische Unternehmen Sorgen darüber machen, von den USA angegriffen zu werden? Donald Trump lässt keine Gelegenheit aus, um mit aller Macht den amerikanischen Unternehmen Vorteile auf dem Weltmarkt zu verschaffen.

Eine Möglichkeit um dies zu schaffen, ist der Schutz der Militärmacht USA. Mit dem Ausstieg der beiden Supermächte aus dem INF-Abrüstungsvertrag ist die atomfreie Zone Europa wieder auf den Schutz der USA angewiesen. Laut Trump wird dieser Schutz in Zukunft teuer werden, aber nicht nur auf direktem Wege. Man wird den Verbündeten die Regel diktieren, mit denen der Frieden nach Meinung der USA gesichert werden kann. Dann wird es kein Gas mehr aus Russland geben, sondern nur noch aus den USA.

In der Industrie wir mit harten Bandagen gekämpft und die USA werden sich dieses Spiel zu Nutze machen. Das beste Beispiel dafür ist die Zertifizierung der Düsenjäger, um mit amerikanischen Atomwaffen ausgerüstet werden zu können. Die USA weigert sich dem Eurofighter diese Zertifizierung zu geben. Hier werden Wirtschaft und Militärpolitik Vereinigt. Wer in Zukunft dem Schutz der Vereinigten Staaten würdig sein will, der muss auch seine Waffen von ihnen beziehen, oder in diesem Fall den F-35 Bomber des amerikanischen Herstellers Lockheed Martin. Es wird keine Souveränität mehr geben, entweder Feind oder Freund und Kunde.

Die Basis für die Überwachung der Industrie und der Politik wurde schon unter Obama ausgebaut. Wer sich noch immer der Illusion hingibt, dass das Telefon der Bundeskanzlerin Merkel zur Terroristenbekämpfung von der NSA abgehört wurde, wird auch nicht glauben, dass die dadurch erhaltenen Informationen nicht für die Vorteile der amerikanischen Wirtschaft genutzt werden. Diese Geheimdienste werden ja jetzt auch benutzt, um Huawei den Diebstahl von Betriebsgeheimnissen amerikanischer Firmen nachzuweisen.

Die Europäische Wirtschaft und Politik wird unter Donald Trump zunehmender unter Druck gesetzt werden, nicht nur wegen den Handelsbilanzen. Es wird schwer sein, sich in der Zukunft dem Druck der USA zu entziehen, besonders für Unternehmen, die auf den Handel mit der USA angewiesen sind.

Die wichtigsten Börsennachrichten der Woche

Der Leitindex Dax hat sich diese Woche nicht weit von der 11.000 Punkte Marke bewegt. Es gab keine signifikanten Bewegungen in dieser Woche, so dass der Dax am Freitag mit 11.180.6 Punkten die Börsenwoche beendete.

Die signifikanteste Bewegung der deutschen Börse hat diese Woche Wirecard durchgemacht. Nachdem die Financial Time über die nicht bewiesenen Fälschungen in der Niederlassung in Singapur berichtet hat, fiel die Aktie um 30%. Die Sprecherin von Wirecard stritt die Machenschaften energisch ab, am Freitag berichtet die Zeitung aber, dass eine externe Anwaltskanzlei Bewiese für die illegalen Transaktionen gefunden habe. Die Aktie von Wirecard verlor in dieser Woche 25,02 Prozent ihres Werts, obwohl die Vorwürfe bis jetzt noch nicht bestätigt wurden.

Einige Konzerne veröffentlichten diese Woche ihre Geschäftszahlen des 4. Quartals 2018, unter ihnen die Deutsche Bank. Obwohl die Bank das erste Mal seit 2014 wieder mit Gewinn das Jahr abschloss, waren die Anleger mit den Werten nicht zufrieden. Die Aktie verlor teilweise bis zu 4,9 Prozent ihres Werts. Auch die mögliche Fusionierung mit der Commerzbank konnte den Aktienwert der Bank nicht retten. Analysten und Anleger zweifeln an dem Sinn des Zusammenschlusses, so dass sich die Aktie zwar leicht erholen konnte, aber immer noch mit 0,59 Prozent Verlust die Woche abschloss.

Schlechte Firmenbilanzen haben diese Woche die Börsen weltweit erschüttert. Das japanische Unternehmen Nomura veröffentlichte mit einem Verlust von 764 Millionen Euro die schlechteste Bilanz seit zehn Jahren. Auch die Aktie von Nintendo verlor 9,19% an Wert. Der Elektronikkonzern konnte eine positive Bilanz veröffentlichen, konnte die Absatzerwartungen der neuen Spielekonsole Switch aber nicht erfüllen. Bis zum Wochenabschluss konnte sich der Nikkei noch erholen und schloss die Woche mit einem Verlust von 0,072% ab.

In den USA haben die Ölkonzerne Exxon und Chevron die Quartalsergebnisse veröffentlicht. Obwohl die Rohölpreise in letzten Quartal 2018 um 35 Prozent einbrachen, konnte Exxon sehr gute Ergebnisse veröffentlichen. Die Erlöse stiegen um 8 Prozent auf 71,9 Milliarden USD und die Produktion wurde um 4% erhöht. Die Exxon Aktie konnte Ihren Wert um 4,93% verbessern. Der Nettogewinn von Chevron fiel um 28 Prozent auf 6,0 Milliarden USD. Dieser Verlust wurde aber nur durch die Steuererleichterung im Vorjahr ausgelöst, die Aktie legte 5,48% an Wert zu.

Den Dow Jones belastet noch der Handelsstreit mit China. Diese Woche wurden positive Signale für eine Einigung der beiden Länder veröffentlicht, bis zu einer Einigung ist es aber noch ein langer Weg. Trotzdem waren die Anleger wegen der positiven Quartalsergebnisse einiger Konzerne positiv gestimmt, so dass der Dow Jones nahe der 25.000 Punktemarke abschließen konnte.


General Electric veröffentlicht überraschend gute Quartalszahlen

General Electric hat heute die Anleger mit guten Quartalergebnissen überrascht, die Aktie ist seitdem um fast 15 Prozent gestiegen.

Nach den enttäuschenden Veröffentlichungen der Quartalszahlen von US-Unternehmen in den vergangenen Tagen hat General Electric für eine Überraschung an der Börse gesorgt. Anleger hoffen damit die Trendwende erreicht zu haben und weitere positive Quartalveröffentlichungen in dieser Woche vorgestellt zu bekommen.

GE hat es geschafft die Erlöse vom Vorjahr um 5,4 Prozent auf 33,3 Milliarden Euro zu steigern. Analysten hatten mit einem Ergebnis von 32,6 Milliarden Euro gerechnet. Die Anleger können mit einem Gewinn von acht Cents pro Aktien rechnen, nachdem die Aktie im letzten Jahr mit einem Verlust von 1,29 USD abgeschlossen hatte. Nur der bereinigte Gewinn pro Aktie ging von 0,43 auf 0,17 USD zurück, hier wurden die Prognosen der Analysten nicht erreicht.

Die Quartalszahlen beweisen, das General Electric immer noch Probleme mit der Kraftwerkssparte hat. Das Unternehmen hat große Anstrengungen unternommen, um sich stärker zu platzieren und neue Werte zu schaffen, wie der Vorstandschef Larry Culp bei der Vorstellung der Quartalszahlen berichtete. Die vorgestellten Zahlen würden ihm Mut machen, bestätigte Culp.

Erst vor kurzem hat das Unternehmen eine 1,5 Milliarden USD Strafe bezahlt, um eine Ermittlung des US-Justizministerium wegen dubiosen Bilanzierungen abzuwenden. Trotzdem kamen Quartalszahlen bei den Anlegern gut an. Die Aktien von GE konnten kräftig zulegen. Analysten sehen die Kraftwerkssparte des Unternehmens noch als Risikofaktor, durch die guten Ergebnisse in den anderen Sparten des Konzerns ist er aber nicht ausschlaggebend.