Airbnb kauft sich vor geplantem Börsengang in die Hotelbranche ein

Diesen Beitrag bewerten

Seit Airbnb existiert, liefert sich das Unternehmen weltweit Kämpfe mit der Hotelindustrie. Kurz vor dem geplanten Börsengang diversifiziert sich Airbnb und kauft sich auf dem Hotelmarkt ein.

Es ist ein weiterer Schritt von Airbnb Chef Brian Chesky, um das Unternehmen zu einem Komplettanbieter umzubauen. Die Hotelbuchungsseite HotelTonight passt da perfekt in das Konzept. Das amerikanische Unternehmen vermittelt freie Hotelzimmer an Last-Minute-Reisende zu besonders günstigen Preisen. Wenn Airbnb diesen Service integriert, können Benutzer in Zukunft außer privat vermieteten Unterkünften auch günstige Hotelzimmer buchen.

Schon in den vergangenen Jahren hat Airbnb sein Angebot stark vergrößert, was angesichts des geplanten Börsengangs logisch erscheint. 2017 wurden von dem Unternehmen für 300 Millionen USD LuxusRetreats übernommen, eine Webseite, die Luxus-Ferienhäuser vermittelt. Anfang dieses Jahres wurde dann das dänischen Unternehmen Gaest übernommen, das sich im Bereich der Vermietung von Veranstaltungsräumen etabliert hat. Im Januar hat sich das Unternehmen dann den Luftfahrtmanager Fred Reid an Bord geholt. Der ehemalige Bereichschef von Lufthansa hat dann auch direkt angekündigt, dass das amerikanische Unternehmen auch den Transport per Flugzeug für ihre Kunden anbieten will. Wie das genau aussehen soll, ist laut dem Airbnb Gründer Chesky noch nicht genau definiert. Die Weichen sind mit Reid aber schon gestellt worden.

Viele sehen den Ausbau der Geschäftsaktivitäten auch als direkten Angriff auf den Konkurrenten Booking.com. Schon seit Jahren bekämpfen sich die beiden Unternehmen und messen sich auch schon offiziell mit den jeweiligen Geschäftszahlen und Angeboten.

Im Juli 2019 soll es dann soweit sein, laut dem Mitgründer Nathan Blecharcyk soll Airbnb dann an die Börse gehen. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und macht nach eigenen Aussagen einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro im Jahr. Experten gehen aber davon aus, das mit einem Börsengang erst im Jahr 2020 zu rechnen ist. Bei der letzten Finanzierungsrunde in 2017 wurde der Wert des Unternehmens bei 31 Milliarden USD festgelegt.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sechzehn − 9 =