Axel Springer kann mit der Jahresbilanz die Anleger nicht zufriedenstellen

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Obwohl die Ziele im Jahr 2018 erreicht wurden, sind die Anleger mit den Prognosen für das laufende Jahr nicht zufrieden. Die Aktie verlor heute bis zu 8 Prozent, konnte den Tag aber mit einem Plus von 1,24 Prozent abschließen.

Eigentlich müssten die Anleger mit Jahresergebnissen von dem Axel Springer Verlag zufrieden sein. Die Erlöse stiegen um vier Prozent auf 3,18 Milliarden Euro. Das entsprach genau den Erwartungen der Analysten. Einer der Gründe für den Erfolg waren die digitalen Geschäfte, die 70,6 Prozent des Konzernumsatzes generierten. Sie erwirtschafteten 2018 84,3 Prozent des Ebitda, 2017 waren es noch 80 Prozent.

Am erfolgreichsten war die Sparte Classified Media, die mit den Job- und Immobilienportalen rund 20% zum Umsatzanstieg beitrugen. Die Zeitungen Bild und Welt verzeichneten einen rückläufigen Umsatz. Das Ebitda stieg wie erwartet um 14 Prozent auf 737,9 Prozent und die bereinigten Gewinne um 2,5 Prozent auf 335,7 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen dieses Jahr eine Dividendenerhöhung von zehn Cent auf 2,10 Euro pro Aktie erhalten.

Laut dem Vorstandschef Mathias Döpfner wurde die Ziele im Jahr 2018 erreicht und teilweise sogar übertroffen. Im nächsten Jahr will er sich auf die digitalen Produkte konzentrieren. Das betrifft besonders die Classified Media und die News Media. Darunter fallen auch die Internetportale und andere Geschäftsmodelle, die in erster Linie durch Werbung oder Abos finanziert werden. Zu den Hoffnungsträgern gehören weiterhin die Bild- und Weltgruppe, sowie das neue Wirtschafts- und Finanzportal Business Insider. Die Nachrichtenplattform Upday soll in diesem Jahr das erste Mal Gewinn machen, der in den künftigen Wachstum investiert werden soll.

Was die Anleger aber am meisten abgeschreckt hat, sind die eigenen Prognosen von dem Medienkonzer für das laufende Jahr. Der Axel Springer Verlag will in diesem Jahr einen Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich erzielen. Ziel des Unternehmens ist es den bereinigten operativen Gewinn des vergangenen Jahres auch in diesem Jahr zu erzielen.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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