China will das Mining nach der Bitcoin-Kryptowährung verbieten!

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Das oberste wirtschaftliche Planungsgremium schlägt die Schließung von allen Kryptowährungsfarmen vor. Das würde die Dominanz Chinas bei dem Mining von Kryptowährungen beenden.

Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission hat am vergangenen Montag die Änderungsanträge der Leitlinien für die Anpassung der Industriestruktur in China vorgestellt. Die Leitlinien legen die Kategorien fest, die gefördert, eingeschränkt oder aufgehoben werden sollen. Darin wird auch vorgeschlagen, das Mining von Kryptowährung ab sofort zu verbieten. Die Änderungsanträge können bis zum 7. Mai öffentlich eingesehen werden und die Bewohner erhalten die Möglichkeit Stellung zu beziehen.

Das Mining der Kryptowährungen wird benötigt, um die Transaktionen der digitalen Währungen zu validieren. Jede Transaktion mit den Kryptowährungen wird verschlüsselt und Nutzer können Rechenleistung zur Verfügung stehen, um die Transaktionen in den dezentralisierten Systemen bereit zu stellen. Als Belohnung erhalten die Miner eine Entlohnung in der betreffenden Währung.

Das Mining von Kryptowährungen benötigt immer mehr Energie

Als die Kryptowährungen eingeführt wurde, konnte noch mit einfachen Computern nach Währungen geschürft werden. Heute werden aber die Verschlüsselungsalgorithmen nur noch effizient durch Großrechner abgearbeitet. Je mehr Entlohnungen ausgegeben werden, desto höhere Rechenleistungen werden benötigt, um das Schürfen effizient zu betreiben. Das bedeutet auch einen steigenden Bedarf an Energie. China dominiert nicht nur bei dem Schürfen mit großen spezialisierten Rechenzentren, sowie auch bei der Herstellung und Entwicklung der Spezialrechner.

In China haben sich die größten Kryptowährungsfarmen der Welt angesiedelt. Dank des billigen Stroms in der Volksrepublik konnten große Kryptowährungsfarmen angelegt und günstig betrieben werden. Besonders in den südlichen Provinzen Yunnan und Suchuan haben sich viele Farmen angesiedelt. Während in Sichuan der Strom mit Wasserwerken gewonnen wird, wird der Strom in Xinjiang hauptsächlich in Kohlekraftwerken generiert. Dieser Teil des Landes ist reich an natürlicher Kohle, die zwar günstig abgebaut werden kann, aber die Umwelt in hohem Masse schädigt. Einer der Gründe, warum die chinesische Kommission das Schürfen verbieten will.

Einer der größten Unternehmen in der Mining-Industrie ist Bitmain. Der Hersteller von Spezialcomputer für das Mining kontrollierte im vergangenen Jahr auch die Hälfte des weltweiten Mining-Pools. Nach dem Crash der Kryptowährung im letzten Jahr, stieß das Unternehmen einen Großteil der Farmen ab. Nach dem Crash wurden viele Arbeitskräfte entlassen und der geplante Börsengang wurde ausgesetzt.

Dies ist schon der zweite Versuch Chinas, Einfluss auf die Mining-Industrie im eigenen Land zu nehmen. Schon 2017 verboten die Aufsichtsbehörden viele Unternehmen und lokale Kryptowährungs-Börsen. Die chinesische Regierung will die Anleger schützen und hat einen geordneten Ausstieg angeordnet. Die einzelnen Provinzverwaltungen haben sich aber nicht an den Plan gehalten, da die Farmen Arbeitsplätze generieren und die idealen Abnehmer der überschüssigen Energiereserven darstellen.

Für die weltweite Bitcoin- und Kryptowährungs-Gemeinschaft ist diese Nachricht eher positiv. Auch wenn erwartet wird, dass die chinesische Mining-Industrie zum Teil in den Untergrund abtauchen wird, wird der Preis der Währungen und der Gewinn für das Schürfen eher steigen. Dementsprechend setzt Bitcoin auch seinen Preisanstieg fort. Am Wochenbeginn stieg der Wert der Kryptowährung um gute sieben Prozent auf 5.361,80 USD an.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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