Anleger reagieren negativ auf die General Electric Prognose für 2019

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Fast vier Prozent fiel der Aktienwert von General Electric heute, als der CEO Lawrence Culp die Prognosen für das laufende Jahr veröffentlichte.

Grund für die Verärgerung der Anleger dürften die Gewinnaussichten sein, die laut der Prognose erst wieder ab 2020 positiv ausfallen werden. In der Gas Power Abteilung erwartet das Unternehmen aber weiterhin Probleme, obwohl mit Mieteinsparungen und Umstrukturierungen 800 Millionen USD eingespart werden sollen. Die Sparte leidet an Überkapazitäten, seitdem Alstrom von GE übernommen wurde. In der Power Sparte erzielte GE im vergangenen Jahr einen Verlust von 800 Millionen USD bei einem Umsatz von 27 Milliarden USD. Im Vergleich dazu, Siemens Power und Gas erzielte einen Gewinn von 377 Millionen USD bei einem Umsatz von 12,4 Milliarden Euro.

Der CEO von General Electric erwartet in dem laufenden Jahr einen sinkenden Cashflow und einen niedrigeren Umsatz bei dem Geschäft mit den Kraftwerken. Die eingeleiteten Maßnahmen sollen sich noch nicht auf den Cashflow auswirken, erst im darauffolgenden Jahr solchen sich Verbesserungen einstellen. Diese Erwartungen beziehen sich auf das ganze Geschäft des Konzerns.

Die Prognose gibt den Anlegern die Möglichkeit sich über die Umstrukturierungsmaßnahmen des CEOs ein Bild zu machen. Die Maßnahmen wurden bis jetzt positiv angenommen, seitdem tief in Dezember ist der Aktienwert wieder um gute 50 Prozent angestiegen.

General Electric hat erst vor kurzem einen Prototyp einer 5,3 MW Windturbine in der Gemeinde Wieringermeer in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um die größte Onshore-Windenergieanlage der Welt. Die Turbine des Typs Cypress wurde Ende letzten Jahres installiert und hat im Februar das erste Mal Energie erzeugt. GE feiert die Installation als einen wichtigen Schritt in Senkung der Energiekosten. In Zukunft wird die Anlage den Kunden mit variablen Nennleistungen und verschiedenen Nabenhöhen angeboten. Das neue zweigeteilte Rotoren-System soll den Einbau größerer Rotoren erleichtern und den Ertrag der Anlage steigern. Die Stromkosten sollen mit diesem Design effektiv verringert werden.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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