Dow Jones wird durch Regierungsstillstand gebremst

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Der Dow Jones scheint sich festgefahren zu haben, auch heute hat er nur 0.01% nachgelassen. Durch den teilweisen Regierungsstillstand und den Handelsstreit mit China sind die Anleger äußerst vorsichtig.

Bei Börsenschluss hat der Dow Jones Industrial mit 24.203,88 Punkten abgeschlossen, 0,01% weniger als am Vortag. Während der Präsident Donald Trump immer noch auf die 5,7 Milliarden Dollar für seine Mauer an der Grenze zu Mexiko besteht, warten mehr als 800.000 Regierungsangestellte seit Wochen auf ihren Lohn. Bis jetzt zeichnet sich noch keine Lösung ab, besonders weil die Demokraten jetzt die Mehrheit im Repräsentantenhaus haben.

Auch im Handelskrieg zwischen den USA und China treffen täglich neue schlechte Nachrichten ein. Die Anwaltskanzlei Baker & Mackenzie berichtete gestern, dass die chinesischen Investitionen in den USA um 83% zurückgegangen sind. Zwar wurden durch die angehobenen Zölle 22,5 Milliarden USD mehr eingenommen, aber amerikanische Unternehmen leiden an den rückgehenden Verkäufen auf einem der größten Märkte der Welt.

An dem Dow Jones Index lässt sich erkennen, das die Anleger verunsichert sind. Außerdem hat die Bank Morgan Stanley ihre Zahlen für das Schlussquartal 2018 bekannt gegeben und musste genauso wie andere amerikanische Banken Einbußen durch die turbulenten Finanzmärkte, sowie bei den festverzinslichen Wertpapieren bekannt geben. Die Aktienwerte der Bank fielen daraufhin um 4,4%. Die Erträge durch festverzinsliche Wertpapiere der Bank fielen im letzten Jahr von 808 Mio. USD auf 564 Mio. USD. Erst vor wenigen Tagen mussten die Finanzinstitute Goldman Sachs, JP Morgan, die Citigroup und die Bank of Amerika ähnlich schlechte Bilanzen veröffentlichen.

Nur von dem Aluminiumhersteller Alcoa kamen positive Zeichen. Das Unternehmen weist für das letzte Quartal 2018 endlich wieder Gewinne aus. Die Aktie des Unternehmens stieg daraufhin um 3%.

Kopfzerbrechen macht den Anlegern auch ein neuer Gesetzentwurf, der kurzfristig verabschiedet werden soll. Darin wird der Verkauf von Computerchips und andere elektronische Komponenten verboten, die gegen US-Sanktionen und Exportkontrollen verstoßen haben. Als erstes soll das chinesische Unternehmen Huawei damit bestraft werden, was den Handelskrieg zwischen den beiden Ländern noch weiter erschweren kann.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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