Schweizer Großbank UBS wird zur Zahlung von 3,7 Millionen Euro verklagt

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Am Mittwoch entschied ein Pariser Gericht, das die Schweizer Bank UBS zu einer Zahlung von 3,7 Milliarden Euro verpflichtet. Die Aktie der Bank verlor im Laufe des Tages zeitweise bis zu 4 Prozent ihres Werts.

Die Bank musste sich in Paris gegen Vorwürfe der Geldwäsche in Zusammenhang mit Steuerhinterziehung und dem illegalen Anwerben von Kunden verteidigen. Die Bank soll jahrelang ihren Kunden bei der Steuerhinterziehung geholfen haben.

Eine Einigung mit dem französischen Staat kam nicht zustande, so musste das französische Gericht eine Entscheidung treffen. Demnach muss die französische Filiale der UBS eine Strafe von 15 Millionen Euro bezahlen und fünf der sechs verantwortlichen Manager bekamen Bewährungsstrafen. Außerdem müssen sie Geldstrafen von bis zu 300.000 Euro bezahlen.

Die Bank hatte schon vor der Verkündigung des Urteils erklärt, dass nach ihrer Meinung die geforderten Beträge noch durch Beweise und weder durch das Gesetz gerechtfertigt sein. Der UBS Manager Markus Dietheim erklärte sich mit der Entscheidung nicht einverstanden. Seiner Meinung wäre dies eine unverständliche Entscheidung und das es nötigt ist Berufung einzulegen.

Die USB Bank hatte sich in dem Gerichtsverfahren für nicht schuldig erklärt. Vor dem Gerichtsverfahren wurde eine Rückstellung von 2,5 Milliarden USD gebildet. Die verhängte Strafe ist nicht nur die höchste Strafe, die jemals von einem französischen Gericht gegen eine Bank ausgesprochen wurde, sondern auch die höchste Strafe für die UBS Bank. Seit der Finanzkrise hat die USB schon über 12 Milliarden Franken an Bußgeldern bezahlt, wobei die höchste Strafe von 1,4 Milliarden USD für Manipulationen der Libor-Zinssatzes verhängt wurden.

Das Verfahren ist auch nicht das erste Verfahren wegen Steuerhinterziehung. In den USA wurde die Bank schon öfters verklagt. In den USA und in Deutschland hat sich die Bank schon auf die Zahlungen von 780 Millionen USD und 300 Millionen Euro geeinigt.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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