Sixt ist jetzt die erfolgreichste Autovermietung in Europa

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Die Autovermietung Sixt hat heute in München die Jahreszahlen für 2018 veröffentlicht. Mit 439 Millionen Euro Gewinn, ist Sixt jetzt der größte Anbieter in Europa.

Der Autovermieter hat es geschafft seinen Gewinn im letzten Jahr zu verdoppeln. In diesem Jahr prognostiziert der Vorstandschef Erich Sixt einen deutlich höheren Umsatz und ein stabiles Ergebnis. Es war das fünfte Rekordjahr in Folge, bestätigte der 74-jährige Vorstandschef. Der Umsatz des Konzerns stieg um 12,6 Prozent auf 2,93 Milliarden Euro an. Mehr als die Hälfte des Umsatzes wurde in Deutschland erzielt, dem Heimatmarkts des Unternehmens.

Auch die Geschäfte in Frankreich, Großbritannien und Italien liefen sehr erfolgreich, so dass das Unternehmen den Marktführer Europcar ablöst. Auch in den USA konnte mit nur 58 Stationen schon einen Umsatz von 400 Millionen Euro erzielt werden. Nach den Anbietern Enterprise, Avis und Hertz, ist Sixt schon der viertgrößte Autovermieter in den USA. Sixt will in den USA stark expandieren und spätestens in zehn Jahren auf diesem Markt mehr umsetzen, als in ganz Europa.

Im letzten Jahr hat der Konzern viel in den Aufbau neuer Stationen und Fahrzeuge investiert. Auch in das Vermietgeschäft des neuen Sixt-Carsharing und in die digitale Vernetzung hat das Unternehmen Geld gepumpt. Täglich werden mehr Fahrzeuge der 270.000 großen Flotte digitalisiert. Diese können dann in einer App flexibel gemietet werden. Überraschend ist der Bestand der Flotte, über 40 Prozent der Fahrzeuge laufen mit Dieselmotoren. Laut dem Strategievorstand Alexander Sixt, verlangen die Kunden diese Fahrzeuge am meisten.

Das Unternehmen wird jährlich auch von 100.000 Kunden aus China genutzt, die Fahrzeuge für Europa oder die USA mieten. Das Unternehmen sieht aber von einer Expansion nach China ab, weil dort die Taxidienste nur wenig mehr kosten als Mietfahrzeuge. Darunter litt auch der Fahrdienst-Riese Uber, der seinen Service in China schon eingestellt hat.

Durch das gute Jahresergebnis will der Konzern die Dividende pro Aktie von 1,97 auf 2,17 Euro anheben. Das Ergebnis vor Steuern konnte um 17 Prozent auf 337 Millionen Euro verbessert werden. Auch im laufenden Jahr will das Unternehmen wieder ein Ergebnis in der gleichen Höhe erreichen. Die Familie Sixt ist im Besitz von 58 Prozent der Stimmrechte.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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