Trotz Verlust steigt die Aktie von Snapchat um 20%

Snapchat hat die letzten Quartalsergebnisse veröffentlicht und musste einen Verlust von 191,7 Millionen USD ausweisen.

Snapchat ist der beste Beweis dafür, dass die Börse manchmal nicht nach logischen Regeln funktioniert. Das Unternehmen galt vor einigen Jahren noch als Facebook-Nachfolger. Doch in den letzten Jahren machte Instagram, der Fotodienst von Facebook, dem Unternehmen das Leben schwer. Nutzer blieben aus und Spotify fing an Verluste zu machen. Analysten malten ein düsteres Senario für das Unternehmen. Es konnten zwar bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen keine Gewinne ausgewiesen werden, die Verluste fielen aber nicht so hoch aus, wie von den Analysten erwartet wurde. Die Anleger schöpften wieder Vertrauen und verhalfen der Aktie zu einem Aufschwung.

Snapchat hat letztes Jahr die Benutzeroberfläche umgestaltet. Sie wollten mit einer vereinfachten Version mehr Kunden anlocken. Aufgrund von Beschwerden mussten aber einige Elemente der Benutzeroberfläche wieder an die Wünsche der bestehenden Kunden angepasst werden. Damit ist es dem Unternehmen aber gelungen, gegen die fallenden Kundenzahlen anzukämpfen. Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Benutzerzahlen gleich. Jeden Tag benutzten 186 Millionen Kunden die App.

Positiv fällt auch die bessere Umsetzung der Benutzerzahlen auf. Der Umsatz des Unternehmens stieg im Vergleich zum Vorjahr fast um 35 Prozent auf 390 Millionen USD. Der Verlust konnte auf 191,7 Millionen USD verringert werden, eine Verbesserung um 45%. Dadurch wurden die Erwartungen der Anleger übertroffen und die Aktie stieg im Wert um fast 25% an.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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