DAX auf der Suche nach neuen Anreizen – Zweifel an Substanz des Teilabkommens

Es herrscht scheinbar dünne Luft für den Deutschen Aktienindex in der Region um 13.500 Punkte für den Moment. Dünn aber könnte auch der erste Teil eines Handelsabkommens zwischen den USA und China sein, der heute zur Unterzeichnung ansteht. Aber die beiden Unterschriften darunter sind zumindest hilfreich, um den Weg zu konkreteren Inhalten zu ebnen. Zu einem unlösbaren Problem in diesem Konflikt scheint der chinesische Telekommunikations-Gigant Huawei geworden zu sein.

Die charttechnische Situation im DAX bleibt solange konstruktiv, solange der Index über 13.221 Punkten notiert. Es ist gut möglich, dass der Markt in den kommenden Tagen diese Region noch einmal testet, um zu sehen, ob dort eine Unterstützung entsteht. Seit Anfang Dezember konnten Versuche, dies zu bewerkstelligen, nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Darunter könnte die Volatilität bei der Reise in Richtung 12.986 wieder zunehmen.

Dem DAX fehlen derzeit die Anreize, auf ein neues Allzeithoch zu steigen. Neue Rekordhochs an der Wall Street scheinen im Moment als alleiniges Motiv nicht mehr zu genügen. Das fehlende neue Allzeithoch aber macht den deutschen Markt anfällig für erhöhte Schwankungen.

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Jochen Stanzl ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets in Frankfurt. Davor war er über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

 

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