DAX mit Freudensprung zum Jahresstart – China öffnet Geldschleusen noch ein Stück weiter

Der Deutsche Aktienindex startet mit einem kleinen Freudensprung in das neue Börsenjahr und Jahrzehnt. Aber wie schon im vergangenen Jahr sind es auch heute nicht die harten Fakten zum Beispiel in Form von besseren Wirtschaftsdaten, die die Aktienkurse beflügeln. Vielmehr sind es erneut Hoffnungen und Erwartungen, diesmal ausgelöst von einer weiteren Lockerung der Geldpolitik in China. Die Notenbank dort senkt die Reserveanforderung für Banken bei der Kreditvergabe und pumpt damit weitere 100 Milliarden Euro ins System.

Damit lebt die Hoffnung aus 2019 weiter, dass die Handels- und Geldpolitik zukünftig zu besseren konjunkturellen Rahmenbedingungen führen wird. Der DAX tanzt zu dieser Zukunftsmusik ins neue Jahr. In der Realität allerdings zeigt sich der in den vergangenen Monaten erwartete wirtschaftliche Aufschwung noch nicht. Damit wäre dann auch die Frage beantwortet, warum die chinesische Notenbank die Geldpolitik eigentlich erneut lockern muss, wenn doch alles schon so gut aussieht. Solange sich der erwartete Aufschwung nicht in den echten Daten bestätigt, dürften die Schwankungen an der Börse hoch bleiben. Aber der Jahresstart an der Frankfurter Börse ist erst einmal geglückt.

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Jochen Stanzl ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets in Frankfurt. Davor war er über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

 

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