DAX stabilisiert sich für den Moment – Interventionen in China verhindern Schlimmeres

Neun Prozent Minus an Chinas Aktienmarkt, nachdem die Börsen nach dem Neujahrsfest heute den Handel wieder aufgenommen haben. Nur neun Prozent Minus, weil Interventionen von Notenbank und Wertpapieraufsicht am chinesischen Kapitalmarkt Schlimmeres verhindert haben.

So wurden Fondsmanager in China aufgefordert, keine Aktien zu verkaufen, außer für den Fall, dass sie aufgrund von Mittelabzügen ihrer Kunden dazu gezwungen wären. Die chinesische Notenbank unternahm außerdem Maßnahmen am Repo-Markt, um kurzfristig für ausreichend Liquidität im Interbankenmarkt zu sorgen. Sie kündigte zudem weitere Schritte an, sollte sich das wirtschaftliche Umfeld aufgrund des neuartigen Coronavirus eintrüben.

Eine leichte Unterstützung leisten heute Morgen auch Wirtschaftsdaten aus China. Der privat berechnete Caixin-Einkaufsmanagerindex stieg im Januar zwar leicht an. Allerdings werden die Auswirkungen des Virus erst in kommenden Daten vollständig erkennbar sein.

All dies aber half, die anderen asiatischen Börsen, die in den vergangenen Tagen schon unter Druck geraten waren, zu stabilisieren. Und dies hilft auch, den Deutschen Aktienindex zumindest für den Moment wieder über die Marke von 13.000 Punkten zu schieben. Allerdings bleibt der Markt nach dem Rutsch in der vergangenen Woche technisch angeschlagen. Der DAX hat es auch nicht geschafft, den Monat Januar über 13.381 Punkten abzuschließen. Damit bleibt vorerst das Signal für eine Rally-Fortsetzung in die Region um 15.000 Zähler aus.

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Jochen Stanzl ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets in Frankfurt. Davor war er über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

 

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