Schnäppchenjäger aufgepasst!

Es geht zunächst nicht um das momentan bestimmende Thema „Corona-Virus“, sondern um eine etwas amüsierende Betrachtung der Börse. So fand am Sonntag wieder einmal das Endspiel im American Football in den USA statt. Dabei tritt traditionell ein Team der National Football Conference (NFC) gegen ein Team der American Football Conference (AFC) an. In diesem Jahr waren es die San Francisco 49ers (NFC) gegen die Kansas City Chiefs (AFC).

Ist Vorsicht geboten?

Auch wenn der Gewinner des Superbowl so gar nichts mit der Börse zu tun hat, ergab sich in der Vergangenheit ein positives Börsenjahr, wenn ein Team der NFC gewonnen hat. Mit einer Trefferquote von rund 70 Prozent scheint dies auf den ersten Blick bemerkenswert zu sein. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass bei einem Sieg eines AFC-Teams automatisch mit gleicher Wahrscheinlichkeit mit einem schlechten Börsenjahr zu rechnen wäre. Hier liegt die Trefferquote nur bei knapp unter 30 Prozent. In diesem Jahr gelang es den Kansas City Chiefs erstmals seit 1970, den Superbowl zu gewinnen. Während der (errechnete) DAX damals mit einem Minus von fast 24 Prozent „glänzte“, bedeutet der erneute Sieg des AFC-Teams laut Auswertung nicht, dass nun ein schlechtes Börsenjahr bevorsteht. Insgesamt ist dieser Indikator aber durchaus mit einem Schmunzeln zu betrachten, denn für eine belastbare Aussage müssten Daten von mehreren hundert Superbowls vorliegen und nicht erst seit den 60er Jahren.

Sorge vor Corona-Virus

Die Börsenwelt wird momentan in besonderem Maße von den Nachrichten um das Corona-Virus beeinflusst. Dabei gehen die teilweise sehr guten Zahlen diverser US-Werte etwas unter, die zuletzt ihre Unternehmensergebnisse gemeldet haben. Dennoch steigt und fällt der Aktienmarkt vorerst weiter in Abhängigkeit weiterer Nachrichten um diese Lungenkrankheit. Statistisch betrachtet, bewegt sich der Aktienmarkt damit aber im üblichen saisonalen Muster, das für den Abschnitt Januar bis Anfang März eine orientierungslose bis leicht abwärts gerichtete Tendenz vorsieht. Ab März bis Ende April sollte die Richtung dann wieder klar nach oben zeigen. Man darf gespannt sein, ob diese Vorgabe in diesem Jahr von entsprechenden Daten und Nachrichten begleitet wird. In jedem Fall zeigt nicht nur die Saisonalität, dass es momentan keinen Anlass für erhöhte Aktivität an der Börse gibt. Und so bietet sich vorerst noch ein vermögensschonendes Abwarten an, bis sich wieder klare Signale ergeben. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass bereits erste Titel erkennbar sind, die unterhalb ihres Buchwertes notieren, so dass sich hier in Kürze attraktive Einstiegsgelegenheiten ergeben könnten.

Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Ihnen

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de

Stephan Feuerstein besitzt als Chefredakteur des Trading-Dienstes "Hebelzertifikate-Trader" (Hebelzertifikate.de) langjährige Erfahrung im Handel mit derivativen Finanzprodukten. Seit Anfang der 1990er Jahre beschäftigt er sich mit der Börse und legte schon früh den Schwerpunkt auf die Technische Analyse und die Entwicklung von Handelssystemen. Von 1999 bis 2001 war er Leiter der Technischen Analyse beim Optionsschein-Magazin; er veröffentlichte zudem in vielen Börsenbriefen und -magazinen zu den Themen der Technischen Analyse, Risiko- und Money-Management und Börsensoftware.

Seit 2012 betreibt er als Head of Trading das Informationsportal Boerse-Daily.de.

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