Alibaba Aktie im Aufwind durch die Verschiebung der Strafzölle der USA

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Gestern verkündete Donald Trump eine neue Frist für die geplanten Strafzölle gegen China. Die Nachricht hat eine Kursrally an der chinesischen Börse ausgelöst.

Die Erhöhung der Importzölle soll laut Trump nicht wie geplant am 1. März in Kraft treten. Er werde ein Treffen mit dem chinesischen Präsident Xi in Mar-a-Lago planen, um eine gemeinsame Vereinbarung auszuarbeiten. Die Gespräche wären bis jetzt für die wichtigen strukturellen Probleme und dem Schutz des intellektuellen Eigentums sehr gut verlaufen, so dass der Präsident sicher sei, dass einem Abschluss der Vereinbarungen in Mar-a-Lago nichts im Wege stehen würde.

Die Nachricht hat besonders an der chinesischen Börse für einen Aufwind gesorgt. Die Kurse in Shanghai und Shenzen stiegen am Morgen jeweils um 5 Prozent und der CSI 300, der die Kursentwicklung der beiden größten chinesischen Börsen abbildet, stieg damit seit Jahresbeginn um 21 Prozent.

Besonders Alibaba profitiert von den Nachrichten aus den USA, der E-Commerce Riese hat sehr gute Ergebnisse für das vierte Quartal 2018 präsentiert. Der Aktienwert des Unternehmens konnte zwar noch nicht das Hoch von 211 USD im Jahr 2018 erreichen, strebt aber stark auf die 180 USD Marke zu. Sollte er diesen Widerstand überwinden, könnte das Wertpapier leicht die 200 USD Grenze erreichen.

Vor kurzem hatte der Alibaba- Chef Ma noch erklärt, dass er wegen den Strafzöllen sein Versprechen für 1 Millionen neue Jobs in den USA nicht einhalten kann. Das Versprechen hatte er Trump schon 2017 bei seinem Amtsantritt gegeben, vor der Eskalation dem bis jetzt anhaltenden Handelskonflikt. Danach traten Trumps Strafzölle von erst 10 Prozent und dann von 25 Prozent in Kraft. Gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua bestätigte Ma, dass es keinen Weg gäbe dieses Versprechen einzuhalten, weil es auf einer freundlichen Zusammenarbeit zwischen den USA und China basiert, das auf einer rationalen Prämisse des bilateralen Handels beruht. Unter den aktuellen Bedingungen kann das Versprechen nicht erfüllt werden.

Auf einer Investorenkonferenz bestätigte Ma dann noch im Januar, dass er die Handelsfriktionen als Chaos bezeichne, die jahrelange Auswirkungen haben können. Der Handel soll keine Waffe sein, um damit Kriege zu beginnen, er sollte ein Antrieb für den Frieden sein.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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