Bitcoin wird zu einem Problem für Visa, MasterCard und PayPal

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Ein Markbericht des Kryptospezialisten DataLight erlaubt es Visa, MasterCard und PayPal mit Bitcoin zu vergleichen. Die Kryptowährung hat schon in vielen Bereichen die traditionellen Zahlungsdienste abgelöst.

2018 war kein erfolgreiches Jahr für die Kryptowährungen. Viele Währungen verloren bis zu 90 Prozent an Wert. Bitcoin, die wichtigste und bekannteste Kryptowährung, verlor bis zu 80 Prozent. Trotzdem stiegen die Anzahl und das Volumen an Transaktionen mit der Bitcoin-Währung stetig an.

Die Analyse von DataLight erlaubt es mehre Faktoren der Zahlungsdienstleister miteinander zu vergleichen. Bei den ökonomischen Faktoren haben die traditionellen Zahlungsdienstleister die die Führung noch nicht abgegeben. Bei der jährlichen Preisänderung und der jährlichen Kapitalisierung musste Bitcoin einen Verlust von 71,7 Prozent hinnehmen. 2017 hatte die Kryptowährung schon PayPal und MasterCard überholt und hatte mit 237 Milliarden USD an dem Thron von Visa mit 258 Milliarden USD gekratzt.

Auch bei der täglichen Volatilität kann Bitcoin mit 6,23 Prozent nicht überzeugen. Visa und MasterCard liegen deutliche unter 2 Prozent, während die Volatilität von Paypal bei 2,62 Prozent liegt.

Die Netzwerksaktivität als Schlüsselfaktor

Interessant wird es bei den jährlichen Transaktionen, die von den verschiedenen Zahlungsanbietern durchgeführt wurden. Bitcoin liegt mit 3,4 Billionen Transaktionen weit hinter Visa (11,2 Billionen) und MasterCard (5,9 Billionen), aber weit vor PayPal (578 Milliarden). Was aber überrascht, ist die durchschnittliche Höhe jeder Transaktion. Bei Visa liegt sie bei 90 USD und bei MasterCard bei 80 USD. Paypal hat eine noch kleinere durchschnittliche Transaktionshöhe von 58 USD. Bei der durchschnittlichen Transaktionshöhe kann Bitcoin glänzen, mit einem Durchschnitt von 41.615 USD pro Transaktion.

Das Bitcoin Netzwerk wurde 2018 für höhere Transaktionssummen genutzt. Für Beträge unter 100 USD war es für Kunden günstiger sie mit den traditionellen Anbietern zu überweisen, oder mit den traditionalen Zahlungsanbietern für Waren zu bezahlen. Die Transaktionsgebühr von 0,20 USD für alle Transaktionen in Bitcoin, ändert sich mit der Höhe der Überweisung nicht. Deshalb eignet sich Bitcoin für den Transfer von größeren Summen.

Es zeigt sich besonders bei den Gebühren, wo die Vorteile von Bitcoin liegen. Während die Gebühren von Paypal im Vergleich mit der Höhe der durchschnittlichen Überweisungshöhe bei 4,5 Prozent liegen, sind es bei Bitcoin nur 0,0005 Prozent.

Ein weiterer Indikator, den DataLight zur Verfügung stellt, ist die Anzahl der Kunden, die diese Systeme benutzen. Bei Visa und MasterCard wird die Anzahl durch die Kartenbesitzer bestimmt, bei Paypal und Bitcoin durch die registrierten Benutzer. Während Visa und MasterCard nahe beieinander liegen, mit 3,3 und 2 Milliarden Kunden, wird PayPal nur von 267 Millionen Kunden genutzt und Bitcoin von 25 Millionen Kunden. Wenn wir aber die 60 Jahre zugrunde legen, die Visa Zeit hatte seinen Kundenstamm aufzubauen, dann ist die Entwicklung von Bitcoin in den letzten 10 Jahren erstaunlich.

Auch wenn der Code von Bitcoin noch nicht vollkommen ist, hat das System einwandfreie Vorteile bei der Geschwindigkeit und den Gebühren von Transaktionen. Die Blockchain-Technologie, auf der Bitcoin basiert, ist den herkömmlichen Zahlungssystemen bei weitem überlegen. Durch das neue Lightning-Netzwerk wird auch die Netzwerkbandbreite von Bitcoin um das zehnfache erhöht, was die Verbreitung der Kryptowährung noch weiter unterstützen wird.

Die Vorteile der Bitcoin Kryptowährung werden sich in den nächsten Jahren weiter durchsetzen und auch den normalen Verbrauchern die Möglichkeit bieten die Währung für den täglichen Bedarf einzusetzen. Das Angebot an Geldautomaten und von Debit-Karten für die Kryptowährungen werden auch in Zukunft steigen und Bitcoin für Privatpersonen immer praktischer und interessanter machen.

 


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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